Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!

In meinem Ausblick aufs Neue Jahr habe ich bereits erwähnt, dass die Frage auf uns zukommen würde, ob wir die Maus vorzeitig – also als „Kann-Kind“ – einschulen lassen wollen. 

Wir wohnen ja in Baden-Württemberg, wo alle Kinder, die bis zum 30.9. geboren sind, schulpflichtig werden. Die Maus ist also gut einen Monat über diesen Termin drüber. Manche werden an dieser Stelle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und rufen: „Lasst dem Kind seine Kindheit!“ Aber so einfach ist das nicht. 

Seit jeher ist die Maus im kognitiven Bereich Gleichaltrigen weit voraus. Und gleichzeitig im motorischen sowie sozialen Bereich Gleichaltrigen weit hintenher. Sie ist also leider kein „Standardkind“, das ohne Probleme „eingetütet“ werden kann. Ihre Kindergartenfreundinnen sind ausschließlich „Große“, die im Sommer gehen. Und genau das bricht mir das Herz. 

Wir haben Angst, dass sie nach den Sommerferien nicht mehr in den Kindergarten will. Schon jetzt sind Tage, an denen keine ihrer beiden Freundinnen da ist, schwierig. Wie mag es dann bloß werden, wenn sie gänzlich weg sind? Dazu kommt, dass die Maus auch im Kindergarten die letzten 2 Jahre mit den Älteren mitgelaufen ist – sie passt einfach nicht nur von ihrer Körpergröße her, sondern durchaus auch von den Interessen viel besser zu den Großen.

Ich kürze das Ganze nun aber ab. Samstag war in unserer Schule Tag der offenen Tür. Ich hoffte so sehr, auf ein „Zeichen“, auf eine Entscheidungshilfe. Und was soll ich sagen? Es regnete Zeichen! 
Während des Begrüßungsprogramms stand die Maus plötzlich vor mir und streckte sich mir entgegen: „Arm! Mama Arm!“ Auch in den Klassenzimmern, in denen es Mitmachangebote gab, hielt sich ihr Interesse in Grenzen. Sie malte und bastelte pro forma ein bisschen, Begeisterung sieht aber anders aus. Zudem trafen wir zwei ehemalige Kindergartenmütter, die uns von ihren Erfahrungen mit ihren Kann-Kindern berichteten. Und wir bekamen ein paar interessante Informationen über die Grundschulförderklasse. 

Abends diskutierten mein Mann und ich dann unsere Sichtweisen und Erkenntnisse. Obwohl wir beide ursprünglich eher zur früheren Einschulung tendiert hatten, waren wir uns einig: lieber nicht. Wir fragten heute noch die Maus, ob unsere Entscheidung ihrem Sinne sei und sie schien durchaus froh, fast schon erleichtert zu sein.

Nun müssen wir alle Bremsen wieder anziehen, im Kindergarten, in der Schule. Und hoffen, dass der Übergang ins neue Kindergartenjahr nicht allzu hart wird. Vielleicht bleibt ja noch jemand anderes „übrig“, mit dem sie sich gut versteht…

Zu zweit 

Wir haben einen wundervollen kinderfreien Abend hinter uns. Zuerst waren wir im Thermalbad, danach ganz toll essen – mein Weihnachtsgeschenk. Den Heimweg tapsten wir durch unberührten Schnee, wunderschön. Nur noch zu toppen vom Ausschlafen heute Morgen – um 10:30 Uhr wachten wir ziemlich ausgeruht auf (früher hätten wir sicher noch zwei Stunden länger geschlafen, hihi…), kochten ein leckeres Gericht, das den Kindern nicht geschmeckt hätte und lagen danach gemütlich auf dem Sofa rum. Hach.

Als wir die Kinder dann wieder abholten, wurde ich ganz traurig. Es war der letzte „Paartag“ auf unbestimmte Zeit, da meine Mutter in einer Woche operiert wird und danach etwa 3 Monate nicht schwer heben darf. Natürlich bin ich nicht nur traurig deswegen, sondern sorge mich auch, ob die OP gut verläuft. Wenn es doch schon Mai wäre. Oder Juni. Oder…

Groß und Klein – Teil 2

Vor einem guten Jahr verfasste ich diesen Artikel. Darin ging es um die Erkenntnis der Maus, dass sie langsam groß wird.

Vor ein paar Tagen ist das Thema wieder aufgekeimt, diesmal mit einem weiteren Teilaspekt – nämlich der Erkenntnis, dass das Leben der Maus, die Beachtung die sie bekommt, anders ist, seit die Schnecke geboren wurde und auch nicht mehr zum „Urzustand“ zurückkehren wird. 

Nachdem wir auf ihren Wunsch hin Urlaubsfotos von vor der Geburt der Schnecke angeschaut hatten, wurde sie sehr nachdenklich und meinte, dass sie gerne mehr Zeit mit uns (Eltern) verbringen würde. Und dass es früher schöner war. Vermutlich weil die Fotos so nach heile Mutter-Vater-Kind-Welt aussahen. Klar. Man fotografiert ja keine Streitsituationen oder Geheul.

Gekrönt wurde das ganze von einem Dialog, der auf der Toilette stattfand. Die Maus fragte, ob sie immer bei uns wohnen darf, auch wenn sie erwachsen ist. „Klar, so lange du willst!“ entgegnete ich. „Auch wenn ich Kinder habe? – Ach nein, ich will nur ein Kind haben, sonst ist das Kind auch immer so traurig wir ich.“

Schnüff. Das klang schon ziemlich unglücklich. Gäbe es nicht die vielen Momente, in denen Maus und Schnecke sich sehr innig ihre Liebe demonstrieren, würde es mir das herz brechen. 

Die Maus steckt vermutlich gerade wieder in einem „Schub“. Sie hat auch um Weihnachten herum mit einem „Tick“ begonnen, immer durch die Nase das Geräusch zu machen, als wenn man loslacht. Erst gelegentlich, kurz nach Silvester ständig. Mein Mann begann sich große Sorgen zu machen und ermahnte sie ständig, aufzuhören. Bis ich ihm erzählte, dass ich als Kind auch diverse Ticks durchlebt habe – z.B. Augenzwinkern – und das Schlimmste daran war, wenn meine Eltern mich ständig drauf aufmerksam machten, weil ich es wirklich nicht unterbinden konnte. Google sagt, die Neigung zu“Ticks“ ist vererbbar und zeigt sich gerne ab dem Vorschulalter. Dann wundert mich nichts. Wir hörten also auf, es zu thematisieren und wenige Tage später war es verschwunden. Aber es wird sicher nicht der letzte Tick gewesen sein…

Rückblick 2016 und Ausblick 2017

Der Countdown läuft, bald haben wir 2017! Höchste Zeit für ein Resümee über das laufende Jahr, das bei mir hauptsächlich von Erschöpfung geprägt war – aber immerhin ohne persönliche Katastrophen, ich will ja nicht alles schwarz malen!

Zunächst einige Fakten über meinen Blog:

  • Rund 33.000 Aufrufe verzeichnete mein Blog im Jahr 2016, das ist erstaunlich viel dafür, dass ich mich hier so rar gemacht habe.
  • 30 Beiträge hab ich mit diesem hier nämlich nur geschrieben. Ganz schön mau. Es hätte so viel mehr zu schreiben gegeben, aber nach Arbeit und Alltag mit meinen beiden Mädels fehlte mir abends jegliche Motivation und Muse zum Bloggen…
  • Der beliebteste Artikel aus dem Jahr 2016 war der über die „Familienbande“ (als einziger in den Top 10 der aufgerufenen Beiträge). Heute Abend vermutlich wieder aktueller denn je… 🙂 Platz 1 belegt mal wieder der „75-Wochen-Schub“ der Maus von 2013 – der scheint wohl der absolute Höllen-Schub zu sein… 😉 Dicht dahinter liegen auch in diesem Jahr die „Bauchbilder„. Eigentlich wollte ich dort dieses Jahr ein finales Bild hochladen, um die Galerie zu komplettieren, aber auch das hab ich nicht hinbekommen. 2017 dann vielleicht…
  • Neben den Top-Aufrufern aus Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Ausland fällt dieses Jahr Italien auf – die Anzahl der Aufrufe hat sich im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht (rund 400 Aufrufe), obwohl ja die Tendenz insgesamt rückläufig war. Daher geht mein diesjähriger Silvestergruß an Italien – mille grazie! 🙂
  • Auch dieses Jahr möchte ich auf die Suchanfragen eingehen, auch wenn sie natürlich weit nicht mehr so ausgiebig gelistet sind wie früher (über 12.000 kamen nur verschlüsselt). Ich liebe es nachvollziehen zu können, wie meine „Besucher“ hier gelandet sind.
  • Die meisten kamen jedenfalls, weil sie nach „Schwangerschaftstest“ suchten. Der Begriff taucht hier öfter auf, da kann ich keinen Beitrag für eine Verlinkung auswählen. Auch dieses Jahr wurde sehr oft nach einer Strickanleitung für einen Babyschal gesucht, ebenso nach der „Windelschnecke“ – vielleicht sollte ich öfter Anleitungen für Handarbeit oder Basteln veröffentlichen! 🙂
    Ein paar Fragen, die immer wieder auftauchen:

    • Nackenfaltenmessung / Chorionzottenbiopsie:
      Was haben wir da bei der Maus durchgemacht… Ihre Nackenfalte wurde damals auf über 5 mm vermessen – normal sind um die 2 mm. Sie ist ein „ganz normales“ Kind geworden, trotz des Extremwertes. Vielleicht gibt es denjenigen ein bisschen Hoffnung, die mit einer solchen Anfrage hier in meinem Blog landen…
    • Schwangerschaftstest schwache Linie / MHD abgelaufen:
      Mein Test bei der Schnecke war über ein Jahr abgelaufen und die zweite Linie kaum sichtbar. Und ich war sowas von schwanger! 🙂 Eine zweite Linie ist eine zweite Linie (zumindest für den Augenblick)…

    Dann noch: „Karussel fahren in der 37. SSW“? – Nein! Ich nicht, auf keinen Fall! Auch nicht unschwanger! :-)))
    Und zu guter Letzte meine Lieblingsanfrage: „Pünktlich wie die Eieruhr“. Ahja. Dazu kann ich sagen, dass ich das früher immer war, aber spätestens seit ich zwei Kinder zum Verlassen des Hauses bewegen muss, hinke ich meistens (mindestens) ein paar Minuten hinterher… 😉

  • Dieses Jahr gab es analog zu den wenigen Beiträgen meinerseits auch wenige Kommentare von Lesern. Wer mehr als einen meiner Posts kommentiert hat, wird heute also namentlich erwähnt! 🙂 Danke Andrea Krapf und Zuckerkind für eure Worte! Aber natürlich auch allen anderen, die sich die Mühe gemacht haben, mir zu schreiben (und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie bequem es ist, nicht zu kommentieren, obwohl man was zu sagen hätte…)!
  • Alles weitere zur Statistik findet ihr im WordPress-Jahresrückblick! [Edit: Mann, WordPress, da habt ihr mich aber schwer im Stich gelassen! War es dieses Jahr zu viel Aufwand, den Rückblick zu erstellen…?]

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2016:

  • Ein Jahr im Alltagstrott, Arbeit, Krippe, Kindergarten, Freizeitprogramm. Alle waren oft krank oder sonstwie gehandicapped, was sehr an den Nerven gezehrt hat. Seit Monaten halten wir „Sicherheitsabstand“, weil ständig einer Bazillen verschleudert, unsere einst monatlichen Paartage kann ich an einer Hand abzählen – was sich leider auch im Zustand unserer Beziehung widerspiegelt. Es muss wieder besser werden!
  • Die Maus ist mittlerweile ein „alter Hase“ im Kindergarten. Sie geht meist gerne hin und hat sogar ein paar wenige „Spielkameradinnen“ dort gefunden. Was aber nicht heißt, dass sie Wert darauf legt, diese Mädels auch „privat“ zu treffen.
  • Die Schnecke geht seit März in die Krippe und macht sich dort richtig gut. Was hab ich mir mal wieder umsonst Gedanken gemacht im Vorfeld! Außerdem haben wir nach über 1,5 Jahren das Stillen hinter uns gelassen. Eine schöne, für mich aber vor allem emotional anstrengende Phase ist damit zu Ende.
  • Auch meine Befürchtungen, den Tätigkeitsbereich in der Arbeit wechseln zu müssen, scheint sich nicht zu bewahrheiten. Es war zwar dieses Jahr mehrmals Thema, aber nun scheint es endgültig vom Tisch zu sein. Hoffentlich.
  • Im Freundeskreis wurden zwei Kinder geboren, darunter das Kind von meiner Bekannten, von deren „Beziehungsdrama“ ich mehrfach berichtet habe. (Das Schönste kommt aber gleich noch…)

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2017:

  • Das Jahr wird so doof starten, wie 2016 aufgehört hat. Meine Mutter wird eine geplante OP über sich ergehen lassen müssen und danach auf unbestimmte Zeit „ausfallen“. Ich hoffe, die Sehnsucht nach ihren Enkelinnen wird sie ganz schnell gesunden lassen!
  • Winterurlaub in den Tiroler Bergen und Sommerurlaub in Italien sind gebucht. Wie immer bin ich unentspannt angesichts der unbekannten Lokalität bei ersterem und der langen Anfahrt bei beidem. Aber so bin ich halt, dazu braucht es keinen Jahresrück-/-aus- oder -sonstwasblick. 🙂
  • Die Schnecke wird im Herbst oder Winter vermutlich in den Kindergarten der Maus wechseln.
  • Die Maus wird vielleicht, ganz ganz vielleicht, in die Schule kommen. Aber das ist ein Thema, das uns noch viel Kopfzerbrechen bereiten wird, das wage ich heute schon zu prognostizieren.
  • Und jetzt zum Schluss wie immer die Babys! Auch 2017 hat sich Nachwuchs angekündigt! Bis jetzt nur ein Baby, dafür ein umso spektakuläreres. Denn die Bekannte, die auch schon oben im Rückblick auftaucht, wird kurz nach dem 1. Geburtstag ihres ersten Kindes ein zweites Kind bekommen! Hach, ich freu mich so. Damit haben wir im Freundeskreis (natürlich neben ein paar kinderlosen Freunden) nur noch ein einziges Pärchen, das „nur“ ein Kind hat… Ich bin gespannt, ob das Jahr 2017 vielleicht noch die eine oder andere Überraschung für uns bereit hält. Ich habe jedenfalls mindestens eine Freundin, bei der ich jederzeit auf die „frohe Botschaft“ warte! 🙂

So. Und nun darf 2017 kommen. Danke, dass ihr hier mitlest, auch wenn ich so selten in die Pötte komme! Ich wünsche euch ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2017!

Frohe Weihnachten!

Ganz plötzlich, wie jedes Jahr, steht Weihnachten vor der Tür. Die Geschenke sind tatsächlich schon verpackt und warten im Keller auf den passenden Moment einer Notlüge, um dann morgen Abend unter dem Baum zu landen. Der Baum steht seit einer Woche in der Garage und wird morgen früh aufgestellt und geschmückt – zum ersten Mal wird mir dabei neben der Maus auch die Schnecke helfen können. Vorausgesetzt, wir sind heute Abend in der Lage, genug Spielzeug aus dem Wohnzimmer zu verbannen, damit der Baum überhaupt reinpasst… 

So langsam kommt endlich Weihnachtsstimmung auf bei mir. Bis gestern war da nur Stress. Geschenke ausdenken, besorgen, verpacken, Karten drucken lassen, schreiben, verschicken, rechtzeitig Früchtebrot für den Besuch am Nachmittag des 24. backen, mit den Mädels ein paar Salzteigsterne als Baumschmuck basteln (als Geschenk für Familie und Paten) und dazwischen waren immer wieder alle krank. 

Seit Oktober war hier ordentlich was los. Ich selbst war den ganzen Dezember krank, die Kinder und mein liebster wechselten sich ab mit Fieber, Husten, Schnupfen, Magen-Darm. Aber jetzt hab ich das Gefühl und die Hoffnung, dass ein wenig Ruhe einkehren könnte. Die Lebensmittel für die nächsten Tage haben wir heute Morgen besorgt, somit kann Weihnachten kommen!

Ich wünsche euch allen schöne und geruhsame Feiertage im Kreise eurer Lieben!

Nachtrag: Schnecken-Zahn Nr. 17-19

Da war doch was im letzten Monat… Nämlich drei neue Backenzähne bei der Schnecke! Nach der „Zahnexplosion“ war mir auch klar, wieso sie die Zeit davor so weinerlich und auf mich fixiert war… Der vierte hintere Backenzahn und somit letzte Milchzahn ist noch nicht in Sicht – mal sehen, ob er es noch 2016 schafft, das Licht der Welt zu erblicken.

So ist der aktuelle Gebiss-Status der Schnecke:zahnkalender2_arial_12

5 Jahre Maus

Die Maus ist 5!

Das letzte halbe Jahr hat so viele Veränderungen gebracht – gut, dass ich mir alles aufschreibe, sonst hätte ich das gar nicht bemerkt… 🙂

Allem voran: Die Maus braucht nun auch in der Nacht keine Windeln mehr! Kurz nachdem sie 4,5 Jahre alt war, wollte sie die Nachtwindel weglassen. Und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt, damit so lange zu warten, bis sie es von sich aus will, denn wir hatten dadurch nur sehr selten „Unfälle“ in der Nacht.

Ein weiterer Meilenstein – wenn man ihre Vorgeschichte diesbezüglich kennt – ist die Tatsache, dass sie sich jetzt die Haare mit der Duschbrause waschen lässt. Kopf in den Nacken und alles läuft prima. Unglaublich, aber es hat tatsächlich rund 3 Jahre gedauert, bis sie das wieder zugelassen hat. Waschlappen und Becher ade!

Dann haben wir wieder einen Sommerurlaub in Italien verbracht, bei dem die Maus zu einer richtigen Wasserratte geworden ist. Seitdem traut sie sich, mit Schwimmflügeln alleine im Wasser zu stehen (auch im Schwimmbad) und wagt erste Paddelversuche. Ach ja – ihre „Frühstücks-Schnabeltasse“ konnten wir im Urlaub auch verabschieden. Dank der Ablenkung durch die schönen bunten Plastiktassen im Hotel trank die Maus ihre Frühstücksmilch dort nämlich aus der Tasse – so hatte sie zu Hause kein Argument mehr, warum es nicht mit einer normalen Tasse klappen sollte… 🙂

Die psychomotorische Therapie mussten kurz vor dem Geburtstag leider schweren Herzens beenden, da die Therapeutin keinen geeigneten Raum mehr findet. Jedoch haben wir gemeinsam festgestellt, dass die Maus in dem halben Jahr große Fortschritte gemacht hat und sind guter Dinge, dass es auch ohne geht. So traut sie sich nun z.B. Treppen im Wechselschritt hochzugehen, ohne sich am Geländer festzuhalten. Auch runter geht es im ohne Geländer, allerdings noch im Nachstellschritt. Und: Rutschen – die große Phobie der letzten Zeit – ist plötzlich zu einer ihrer liebsten Beschäftigungen geworden.

Jaaaa… Dann hat die Maus von heute auf morgen Pfeifen und Schnippen gelernt und gehört im Kindergarten (als „Kann-Kind“, das evtl. nächsten Sommer eingeschult wird) zu den „Großen“. Sie hat dort in den letzten Wochen viele neue Freunde gefunden, oder nennen wir es vielleicht lieber Bekanntschaften, denn so richtig Freunde mit häufigem privaten Treffen o.ä. sind sie nicht. Aber bestimmt wird auch das noch.

Wie es sich gehört für so viele Veränderungen war das letzte halbe Jahr geprägt von einer oft übellaunigen, zeitweise auch aufmüpfigen Maus, die eben testen muss, wo die Grenzen sind. Ich hoffe inständig, dass sich dies mal wieder für längere Zeit legt. Und am allermeisten hoffe ich, dass sie irgendwann aufhört, soooooo sehr zu trödeln, wie sie es seit geraumer Zeit tut. Das bringt mich nämlich immer wieder zur Weißglut…

Die Maus ist nun 112 cm groß, wiegt 19,2 kg und hat einen Kopfumfang von 51,5 cm.

2 Jahre Schnecke

Zwei Jahre ist die Schnecke nun alt!

Die größten Fortschritte im Monat vor ihrem zweiten Geburtstag hat die Schnecke beim Sprechen gemacht. Sie spricht immer wieder in der ersten Person von sich statt in der dritten, sagt „Mein Stift!“ oder „Ich essen!“ Besonders süß ist ihr aktueller Standardspruch, den sie täglich bei allem anbringt, das ihr nicht gefällt: „Nein, heute nicht!“ 🙂

Außerdem konnten wir etwa ab der Monatsmitte das PRE-Pulver aus dem Abendfläschchen komplett weglassen. Wie auch damals bei der Maus habe ich die Pulvermenge gaaanz langsam (innerhalb von fast 5 Monaten) reduziert. Wir hatten es ja nicht eilig. Und als ich es in diesem Monat dann mal ohne versuchte, hat die Schnecke ihre ca. 220 ml Wasser im Abendfläschchen auch so getrunken. Nun wird unser nächstes Ziel sein, die Wassermenge ein wenig zu reduzieren, damit die Windel morgens nicht mehr zum Bersten voll ist, aber auch das hat Zeit…

Und dann ist da noch der Mittagsschlaf. Bzw. ist er nicht mehr, zumindest nicht, wenn die Schnecke zu Hause ist. Da schläft sie seit geraumer Zeit nur noch im Auto. In der Krippe kann sie gelegentlich noch dazu bewogen werden, zu schlafen (etwa 45 Minuten), aber nicht immer. Großer Vorteil, wenn der Mittagsschlaf ausfällt: Die Schnecke schläft abends innerhalb Minuten ein. Wenn nicht, dann dauert es schonmal 30 Minuten und es ist erst gegen 21 Uhr „Zapfenstreich“.

Die Schnecke ist 87 cm groß, wiegt 12,2 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm. Ein wenig kleiner (ca. 3 cm) als ihre große Schwester es mit zwei war. Sollte die „Zwei-Jahres-Regel“ meiner Mutter stimmen („Man wird etwa doppelt so groß, wie man es mit zwei Jahren ist“), wird die Schnecke etwa 174 cm groß werden. Mal sehen. 🙂

Was wirklich zählt

Liebe ist das einzige, das wirklich zählt. Liebe gegenüber dem Partner, den Kindern, der Familie, den Freunden, Bekannten, Nachbarn und der Verkäuferin beim Bäcker. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, ein Dankeschön. Denn schon morgen könnte alles vorbei sein und die Gelegenheit dazu wäre vergeben.

RIP K.W. – danke für alles! Ich hoffe, da oben gibt es WLAN, damit Sie es noch lesen können…

Oskar

So langsam läuft der Alltag hier wieder an. Die erste Woche nach den Ferien ist natürlich besonders spannend, da auch die „Freizeitaktivitäten“ nach gut 6 Wochen wieder weitergehen.

So z.B. gestern die Musikschule. Die Maus ist nun im zweiten Jahr der musikalischen Früherziehung und dieses Jahr wird zusätzlich zu dem normalen Unterrichtsprogramm („Musimo“) auch ein bisschen Glockenspiel gelernt. 

Als gestern die Tür nach dem Unterricht aufging, stürmten alle Kinder raus und schrien wild durcheinander, um den Müttern die tollen Neuigkeiten zu überbringen  – jedes von ihnen mit einem Berg Material bepackt: Ein neues Musimo-Heft, ein noch leerer Notenordner und ein Glockenspiel. 

Die Maus war stolz wie Oskar und lief mit einem breiten Grinsen und der Glockenspiel-Tasche in der Hand umher. Jedem erzählte sie, sie sei heute beim Glockenspiel-Unterricht gewesen… 😊 Ich bin jedenfalls gespannt, wie dieses Musikschuljahr verlaufen wird!

23 Monate Schnecke

Man merkt, dass wir langsam auf den zweiten Geburtstag der Schnecke zusteuern – so richtig viel habe ich nämlich nicht zu berichten…

Der 23. Monat brachte der Schnecke – wie schon erwartet – den dritten und vierten Eckzahn. Nun haben wir nur noch „eine Runde Backenzähne“, mit den wir uns in (naher?) Zukunft quälen müssen…

Die Schnecke ist seit einiger Zeit wieder zugänglicher, auch Papa oder die Großeltern dürfen sich mal mit ihr beschäftigen, ohne dass sie ausflippt, weil Mama den Raum verlässt. Der Entwicklungsschub scheint also vollzogen zu sein.

Sprachlich hat sie weiter zugelegt, man versteht wirklich viel von dem, was sie sagt. Für uns irgendwie normal, da die Maus ja auch so ein „Sprachtalent“ war, aber wenn ich Gleichaltrige höre, dann merke ich erst, dass sich die Schnecke doch auch schon sehr gut mitteilen kann.

Sehr süß sind mittlerweile auch die Interaktionen zwischen den beiden Schwestern. Zumindest wenn sie sich nicht gegenseitig anschreien, versuchen zu hauen oder sich gegenseitig Sachen wegnehmen. Dann wünscht die Schnecke sich ein Lied und die Maus singt für sie, wenn es sein muss auch 100 Mal, mit den lustigsten ausgedachten Strophen. 🙂

Ach ja – abends vor dem Einschlafen kommt seit neustem der „Sampa“, nicht mehr der „Manne“… 🙂

Die Schnecke ist 23 Monate alt. Sie ist 87 cm groß, wiegt 12,2 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm.

Übrigens bin ich endlich in die Pötte gekommen und habe die letzten 4 Monatsberichte der Schnecke getippt (zurückdatiert). Also nicht wundern, wo das alles herkommt…

Geschenke 

Eigentlich fühle ich mich heute wie 100. Ich kann meinen linken Arm kaum bewegen (Vielleicht zu viel im Durchzug gesessen? Vielleicht zu viel die Schnecke geschleppt?), mein Magen oder was auch immer in der Gegend drückt und Kopfschmerzen habe ich auch ganz dezent. Aber nein – 100 bin ich nicht geworden, eigentlich erst 33.

Das schönste Geschenk machte mir die Maus, denn sie dachte von ganz alleine daran, dass ich Geburtstag habe. Ich weckte sie wie jeden Morgen und nach ein paar Minuten, als sie richtig wach war, schaute sie mich an, drückte mich ganz fest und sagte „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ ♡

Mir schossen natürlich sofort Tränen der Rührung in die Augen. Mein großes Mädchen! Nach dem Frühstück wurde ich dann noch besungen und mit selbstgemalten Bildern beschenkt – was für ein schöner Start in den Tag!

Schnecken-Zahn Nr. 5 bis 16

Mir war, als hätte ich die letzten 2 oder 3 Zähne der Schnecke nicht „verbloggt“. Und dann musste ich gerade eben feststellen, dass ich bei Zahn Nr. 4 aufgehört hatte, die Updates hier hochzuladen… Aber: Nichts ist verloren, ich habe alle „Erscheinungsdaten“ der Zähne (wie es sich für eine ordentliche Beamtin gehört 🙂 ) feinsäuberlich notiert. Hier also der – plötzlich ziemlich volle – Zahnkalender der Schnecke:

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Sommerurlaub mit Kindern

Nach einem Jahr „Babypause“ waren wir wieder 10 Tage lang in unserem „Stammhotel“ an der italienischen Adriaküste. Und was soll ich sagen? Es war ein Traum! Ein Alptraum nämlich. 

Das lag an verschiedenen Faktoren – die 8-stündige Anfahrt war es überraschenderweise nicht. Ein sehr gravierender Punkt jedoch war, dass mein Mann sich drei Wochen vor dem Urlaub einen Sehnenanriss, Muskelbündelriss oder was auch immer (das konnte bislang keiner sagen) in der Wade zugezogen hat. Meine anfängliche Hoffnung, es wäre bis zum Urlaub auskuriert, änderte sich irgendwann zur Angst, den Urlaub nicht antreten zu können und schließlich zur Gewissheit, fahren zu können mit der Einschränkung, dass er nur humpeln kann und ich fürs Gepäck und die Kinder zuständig bin…

Nächstes Problem war die Schnecke, die quasi den kompletten Urlaub auf meinem Arm verbringen wollte und gefühlt den halben Tag mit Heulen verbrachte. Wegen Nichtigkeiten (aus Elternsicht…). Und weil sie sowohl beim Essen als auch beim Mittagsschlaf grundsätzlich schreien wollte. Dann hatte sie gegen Ende eine fiese Verstopfung und fiel am letzten Tag zu allem Überfluss vor lauter Rumzappeln noch kopfüber vom Bett, während ich gerade die Maus kämmte. Zum Glück ging es glimpflich aus. Achja. Entgegen aller Vorhersagen unserer Verwandtschaft (ich war ja aufgrund der Erfahrung mit der Maus eh skeptisch…) wollte die Schnecke nur sehr ungern ins Meer. Es war ihr irgendwie suspekt und auch sie störte sich daran, wenn ein Fitzelchen Seegras an ihrem Fuß hängen blieb. Und auch der Sand war nicht so interessant, wie wir es vermutet hatten.

Dann die Maus. Zu unserer großen Überraschung war sie zum ersten Mal vom Meer begeistert und die treibende Kraft, wenn es darum ging, ins Wasser zu gehen. Gegen Ende machte sie mit ihren Schwimmflügeln sogar erste Schwimmversuche! Wenn man bedenkt, dass sie bis kurz vor dem Urlaub im Wasser auch mit Schwimmflügeln stets auf dem Arm gehalten werden wollte – ein wahnsinniger Fortschritt! Das forderte aber auch seinen Tribut. Sie war so zickig, wie ich es mir von ihr nie hätte vorstellen können, schrie herum, hatte an allem was zu meckern und machte grundsätzlich nicht das, was man von ihr verlangte. Zwischendurch verfiel sie in babyhaftes Verhalten oder stellte sich selbst unlösbare Aufgaben  („Ich will meine Sandalen ohne meine Hände anziehen!!“ – „Dann versuch mal einfach so reinzuschlüpfen!“ – „Ich will sie aber auch ohne Füße anziehen, uääääh!“), die stets in einem spektakulären Wutanfall endeten.

Ich selbst war mega genervt von alledem und mit zunehmender Zeit ziemlich erschöpft, so dass meine Nerven immer dünner wurden. Dadurch, dass meine drei Mitreisenden die Obertrödler waren, ich sowieso allen alles „hinterhertragen“ musste und dazu noch die Schnecke , die keine 10 Sekunden bei Papa bleiben wollte. So konnte ich mich wirklich 10 Tage lang nicht weiter als einen Meter von ihr entfernen, denn sobald sie losgerannt ist, konnte mein armer, humpelnder Gatte sie nicht mehr einfangen. Zudem konnte er sie in der ersten Woche nichtmal auf den Arm nehmen, um sie am Weglaufen zu hindern. Ihr seht also…

Der strömende Regen am Abfahrtstag passte wunderbar, denn mit jedem Urlaubstag war mir deutlicher klar, dass es der schlimmste „Urlaub“ meines Lebens ist. Ich sehnte mich zurück zu der Zeit, als wir mit nur einem Kind verreist sind. Um dann beim Nachlesen in meinem Blog festzustellen, dass es damals genauso schlimm war. Oder zumindest ähnlich. Im zweiten Jahr war’s schon besser und wer weiß – in 5 Jahren wird es vielleicht auch mal wieder ein entspannter Urlaub  (bitte!)….

22 Monate Schnecke

Was für ein Monat! Die Schnecke war zum ersten Mal (bzw. zum ersten Mal außerhalb meines Bauches 🙂 ) in Italien am Meer. Leider ist die von uns erhoffte Begeisterung bzgl. des Meers ausgeblieben und der aktuelle Entwicklungsschub der Schnecke hat uns einen sehr anstrengenden Urlaub beschert. Kein Wort würde die Schnecke besser beschreiben, als „Klette“. Wo ich war, musste auch sie sein – auch im Bad oder auf der Toilette, keine Chance auf eine Verschnaufpause für Mama…

Was im Urlaub dagegen super funktioniert hat, war das nächtliche Schlafen. Nachdem wir daheim schon vor der Abfahrt in die Nachtflasche immer weniger Pre-Pulver gemischt hatten, kamen wir zum Urlaubsstart mit reinen Wasserfläschchen in der Nacht aus. Nach wenigen Tagen brauchte die Schnecke dann gar kein Nachtfläschchen mehr (nur noch das zum Einschlafen mit Pre-Nahrung) und schlief dann von 22:30 bis 8 Uhr durch. Aber dann, zurück zu Hause… ihr könnt es euch denken!

Leider hat der Urlaub uns auch einen „Rückfall“ mit der Verstopfung der Schnecke gebracht. Wir hatten es die letzten Monate super unter Kontrolle und das Medikament fast komplett abgesetzt. Nun fangen wir quasi von vorne an. Hm.

Ein Grund für das viele Quengeln in den letzten Wochen hat sich auch offenbart: Der 22. Monat brachte der Schnecke zwei Eckzähne. Die anderen beiden stehen auch schon in den Startlöchern.

Außerdem hat sie weiterhin fleißig sprechen geübt – sogar italienisch! Wenn sie zu den Angestellten „ciao“ oder „gratsche“ (grazie) sagte, schmolzen jedenfalls alle dahin… 🙂 Sie kann jetzt übrigens bis 9 zählen, das hat sie in einem der Kinderreime aufgeschnappt. Nach der 9 kommt bei ihr aber immer nochmal die 4. 🙂

Ach ja – was die Schnecke seit diesem Monat sehr gerne und erfolgreich macht, sind Holzpuzzles. Zu Beginn fiel es ihr noch schwer, die Teile an die richtigen Stellen zu setzen, aber mittlerweile ist sie ein kleiner Profi darin.

Die Schnecke ist nun 22 Monate alt. Sie ist 86 cm groß, wiegt 11,9 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm.

21 Monate Schnecke

Der 21. Lebensmonat der Schnecke liegt hinter uns und er brachte eine große Änderung mit sich: Die Schnecke hat sich nachts abgestillt! Nachdem wir letzten Monat mit den Pre-Fläschchen begonnen haben, wollte sie etwa einen Monat später auch die frühmorgendliche Stilleinheit nicht mehr haben. Seitdem trinkt sie zum Einschlafen etwa 200-220 ml Pre-Nahrung und irgendwann in der Nacht nochmal das gleiche.

Schon vor dem Abstillen, also etwa zur Monatsmitte, begann wiedermal eine sehr anstrengende Phase. Die Schnecke tut sich abends mit dem Einschlafen sehr schwer, braucht eine halbe Stunde, um zur Ruhe zu kommen. Dabei wuselt sie im Bett umher, redet vor sich hin und beschwert sich. Auch tagsüber ist sie oft schlecht gelaunt, weint sehr viel und fordert dauernd: „Mama Arm!“. Ich erinnere mich an diese Phrase der Maus als wäre es gestern gewesen, daher hoffe ich einfach mal darauf, dass es bald wieder besser wird…

Die Schnecke ist 21 Monate alt. Sie ist 85 cm groß, wiegt 11,8 kg und hat einen Kopfumfang von 48,5 cm.

20 Monate Schnecke

Ein weiterer „Sprachmonat“ liegt hinter uns. Die Schnecke plappert mittlerweile fast alles nach und sagt nun auch viele zusammengesetzte Worte, wie „Bade-wanne“ oder „Fuß-ball“. Dabei setzt sie zwischendrin immer ab, das klingt sehr nett. Sie sagt „Sackefon“ (Saxophon), wenn sie denkt, dass Mama ohne sie das Haus verlässt oder „Nein Sackefon“, wenn sie denkt, dass Mama daheim bleibt. Immer mehr Zwei- oder Dreiwortsätze sind dabei, wie z.B. „[Maus] komme!“ (die Maus kommt) oder „[Schnecke] kotze!“ (die Schnecke kocht – hahaha). Sie lobt auch gerne sich oder andere mit „Suppa!“ (super). Sehr nett finde ich auch „Futterbei“ (Fruchtbrei), „Taschenuli“ (Maultaschen, also quasi „Taschennudeln“ – hat sie selbst erfunden) und „Pakipa“ (Paprika).

Ein Wort, dass gegen Ende des Monats an Bedeutung hinzugewonnen hat, ist „Peck“ oder noch netter „Pecki“. Nachdem die Schnecke nämlich – ganz spontan und unverhofft – diesen Monat erfolgreich eine Nacht ohne mich bei Oma verbracht hat, habe ich beschlossen, mit dem nächtlichen Abstillen zu beginnen. Daher bekommt sie abends zum Einschlafen und ein Mal in der Nacht Pre-Nahrung statt der Brust. Danach verlangt sie noch eine Weile nach der Brust, schläft aber schnell ein. Am frühen Morgen stille ich sie aber noch ein Mal, das scheint sie sehr zu genießen.

Ansonsten arbeitet sie weiter an ihrer Selbstständigkeit, will vieles „leine“ (alleine) machen und hilft neuerdings voller Elan beim Auftragen des Abendessens von der Küche an den Tisch im Wohnzimmer.

Die Schnecke ist 20 Monate alt. Sie ist 83 cm groß, wiegt 11,3 kg und hat einen Kopfumfang von 48,5 cm.

4,5 Jahre Maus

Ein halbes Jahr ist mein letzter Bericht über die Maus her und obwohl ich eigentlich das Gefühl habe, sie ist noch „die alte“, sehe ich in meinen Aufschrieben, dass sich wieder einiges getan hat.

Vor allem in puncto Grobmotorik hat sich ein bisschen was verändert bzw. verbessert. Die Maus kann nun endlich einigermaßen hüpfen, mit beiden Beinen. Sie traut sich immer mehr zu, auch beim Klettern oder Rutschen. Wir haben seit geraumer Zeit diverse „Hilfsmaßnahmen“ am Start – Schuheinlagen wegen den Knick-Senk-Füßen, Psychomotorische Therapie wegen ihrer stark ausgeprägten Angst, Ballettuntericht für die „Basics“ der Bewegung. Das scheint ihr alles irgendwie zu helfen und man hat das Gefühl, dass langsam etwas in Gang kommt.

Kurz nach ihrem 4. Geburtstag konnte sie bereits einfache Worte in Großbuchstaben ohne Probleme lesen, ihren Namen schreiben sowieso. Das Interesse an Büchern und Lesen ist allerdings ein wenig verloren gegangen, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass ich es seit der Geburt der Schnecke einfach nicht mehr so oft in Ruhe anbieten kann.

Ihr Verhältnis zu anderen Kindern ist nach wie vor zurückhaltend, die „Hochphase“ um ihren Geburtstag herum ist wieder ein wenig eingeschlafen, so dass sie „privat“ (also außerhalb des Kindergartens) keine großartigen Ambitionen hat, andere Kinder zu treffen. Auch mit der Schnecke spielt sie zur Zeit nicht mehr so viel – wenn, dann wird nur sich gegenseitig geärgert, Spielzeug weggenommen und dergleichen. Wie das halt so ist.

Launemäßig hatten wir schon bessere Lebensabschnitte. Die Maus ist oft gereizt oder schlecht gelaunt, kann sich nicht lange selbst beschäftigen, trödelt unsäglich, meckert an allem herum. Unzählige Male musste ich mit irgendwelchen Verboten drohen, damit sie „in die Pötte“ kommt. Aber das gehört vermutlich zu dem Alter dazu…

Die nächtliche Windel ist im Übrigen nach wie vor unser Begleiter. Aber ich vertraue da ihrem Gefühl – tagsüber hat sie es auch von sich aus angeleiert und dann super gemacht. Und da morgens immer mal wieder etwas in der Windel ist, vermute ich, dass es einfach noch etwas Zeit braucht.

Einen ersten Berufswunsch hat die Maus nun übrigens auch – sie möchte Astronautin werden! Da ist sie sich ganz sicher. Na prima. Ich hoffe, sie findet vielleicht noch eine Alternative… 🙂

Die Maus ist nun 107 cm groß, wiegt 18,5 kg und hat einen Kopfumfang von 51 cm.

Für das nächste halbe Jahr wünsche ich mir, dass sie wieder mehr Kontakte zu anderen Kindern bekommt, weiter Mut hat, an ihren Schwächen in der Motorik zu arbeiten und dass sie ein so tolles Kind bleibt, wie sie es ist! 🙂

19 Monate Schnecke

Ein weiterer Monat ist ins Land gezogen und wieder hat die Schnecke vor allem sprachlich große Fortschritte gemacht. Sie kennt nun alle Farben und kann diese auch benennen (z.T. in „ihren“ Worten – z.B. „gebl“ (gelb), „gün“ (grün). Nur zu blau sagt sie immer „lila“ – wenn man ihr aber einen lila und einen blauen Stift zeigt und sie auffordert, den lilafarbenen zu nehmen, dann greift sie zum richtigen. Vermutlich kommt das Wort „blau“ einfach noch nicht über ihre Lippen. Sie kann alle möglichen Teile des Gesichts benennen – „Aage“ (Auge) „Mun“ (Mund), Nase, Backe, „Oi“ (Ohr). Seit Ende des Lebensmonats setzt sie immer wieder zwei Worte aneinander, z.B. „Zähne putze!“.

Am liebsten würde die Schnecke alles alleine essen, ohne Hilfe. Alles, was man mit der Gabel (oder natürlich den Händen) essen kann, klappt super. Der Löffel ist aber noch eine Herausforderung, weil sie ihn immer kurz vor dem Mund umdreht und alles rausläuft. Wenn sie dann etwas nicht schafft zu essen, wird sie wütend und möchte sich auch gar nicht helfen lassen, sondern schiebt den Teller weg, wirft Sachen zu Boden oder ihren Becher um.

Was sie aber von heute auf morgen ohne Schwierigkeiten hinbekommt, ist es, sämtliche Türen an ihrem „Schlüsselhaus“ aufzuschließen. Dabei finde selbst ich einige der Türen „fummelig“, weil man darauf achten muss, wie herum man den Schlüssel einsetzt.

Und hier noch die Maße: Die Schnecke ist 83 cm groß, wiegt 10,9 kg und hat einen Kopfumfang von 48 cm.

Der Schrei

Gestern holte ich wie immer zusammen mit der Maus die Schnecke von der Krippe ab. Als ich gerade die Kinder im Auto anschnallte, hörte ich plötzlich jemanden laut einen Namen rufen. Zunächst nichts ungewöhnliches in einer Großstadt. Irgendwie kam mir dieser Schrei aber komisch vor und ich hielt Ausschau nach der Herkunft. Da kam eine Frau strammen Schrittes aus einer Seitenstraße hervor. In der Hand trug sie einen Kinderrucksack. Nochmals rief sie, diesmal hörte ich deutlich die Panik in ihrer Stimme. Es war der Name ihres Kindes, den sie nun immer wieder schrie – jedes Mal lauter.

Ich stand wie angewurzelt an meinem Auto. Ein Blick um mich herum zeigte ihr, dass das Kind hier nirgends ist. In meinem Kopf gingen tausend Dinge um. Was man alles in der Presse liest über das Verschwinden von Kindern. Dass das auch ich sein könnte, die nach Maus oder Schnecke sucht. Ich wollte helfen – aber wie? Immernoch wie gelähmt von der Situation stieg ich ins Auto ein und parkte aus. Ich erklärte der Maus, was los war und bat sie, Ausschau zu halten nach einem Kind ohne Begleitung.

An der ersten Abbiegung entdeckte ich plötzlich im Augenwinkel hinter einer Litfaßsäule einen vielleicht 4jährigen Jungen auf einem Fahrrad. Ich parkte das Auto am Straßenrand und rannte zu ihm hinüber. Er stand da ganz ruhig, das Vorderrand an die Säule gestemmt, und wartete. Ich versuchte, ihn anzusprechen, aber – eigentlich ja richtigerweise – gab er der „fremden Frau“ keine Antwort. Ich wusste auch seinen Namen nicht mehr, da er mir nicht geläufig und nicht deutsch war. Ebendeshalb wusste ich zunächst gar nicht, ob er mich überhaupt versteht. Ich versuchte ihn zu fragen, ob er gerade mit seiner Mama aus dem Kindergarten gekommen sei, ob er wüsste, wo seine Mama jetzt sei. Ich wollte ja nicht das falsche Kind „verhaften“… Plötzlich sagte er, er sei vorausgefahren und seine Mama wäre ganz hinten. Da war mir alles klar. Wahrscheinlich stand er da tatsächlich ganz „unschuldig“, wartete darauf, dass seine Mutter ihn wieder einholen würde und wusste nicht, dass sie nicht kommen würde, weil er den falschen Weg genommen hatte. Ich erklärte ihm, dass seine Mutter nach ihm rufen würde und bot ihm an, sie mit mir gemeinsam zu suchen. Natürlich stand er weiter wie angewurzelt da und er hatte doch so Recht, nicht mit mir mitzugehen. Dann sagte ich: „Ich suche jetzt deine Mama. Du bleibst solange hier stehen, ok?“ Er nickte eifrig. Ich glaubte ihm.

Ich rannte die Straße in Richtung des Weges, wo ich seine Mutter zuletzt gesehen hatte. Zum Glück kam mir da auch schon ein anderer Junge, ein paar Jahre älter, entgegengerannt. Ich rief ihm zu, ob das da vorne sein Bruder sei, er rief mir ein „Nein!“ entgegen. Um aber dann doch zu dem kleinen Jungen hinzusprinten. Wahrscheinlich war er einfach ein Verwandter oder Freund, aber eben nicht der Bruder. Er sprach mit ihm, bis ich wieder zurückgehetzt war. Dann bat ich den großen Jungen, die Mutter des Kleinen zu suchen und blieb bei der Litfaßsäule stehen. Eine weitere, etwas ältere Passantin, war dazugekommen und stand dabei. Als sie die Situation erfasste, tadelte sie, die Mutter müsse doch auf ihr Kind besser aufpassen! Ja klar. Müsste sie. Aber in der Situation ist das egal. Ich nickte, sagte aber kein Wort.

Der große Junge kam nicht wieder. Ich wurde langsam nervös. Maus und Schnecke saßen immernoch im Auto. Ich winkte ihnen ab und an, aber ich wusste, dass sie sich bald beschweren würden. Plötzlich entdeckte ich in der Ferne eine Frau, hörte wieder die Rufe. Ich überquerte die Fahrbahn, rannte ihr entgegen und rief: „Er ist hier!“

Sie kam angerannt, mit Kinderwagen und Baby drin – den hatte sie wohl zuvor irgendwo stehen lassen. „Danke! Danke!“ sagte sie mehrmals zu mir. Ich setzte mich ins Auto, startete den Motor. Als ich losfuhr, hörte ich ein lautes Schluchzen durch das geöffnete Fenster. Die Mutter saß auf dem Grünstreifen und weinte bittere Tränen der Erleichterung. Eine ihr bekannte Frau war mittlerweile angekommen und tröstete sie, ich konnte nun also wirklich wegfahren.

Auch heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich an die Geschichte zurückdenke. Gott sei Dank haben wir den Jungen gefunden. Es kann wirklich jedem passieren, es geht so schnell. Ich bete, dass ich nie in eine solche Situation komme!