Schulkindmama – ein erstes Fazit

Ziemlich genau zwei Monate ist es nun her, dass die Maus eingeschult wurde. Und was soll ich sagen? Es kommt mir vor, als wären es schon Jahre.

Die Maus macht sich bis jetzt sehr gut in der Schule, was vom Lernen her zu erwarten war, vom sozialen Aspekt her aber fraglich. Nun hatte sie aber einen tollen Start, bestimmt auch deshalb, weil sie in die Klasse ihrer besten Freundin kam, die obendrein ihre Patin und Nebensitzerin wurde (wir haben eine Eingangsklasse, in der 1. und 2. Klasse zusammen unterrichtet werden).

Ein erstes Elterngespräch hatte ich auch schon – die Klassenlehrerin war voll des Lobes, wie schön. Lediglich das motorisches Defizit der Maus wurde thematisiert, auch im Namen der Sportlehrerin, so dass ich kurz die Gründe dafür erläutern konnte und mich auch verstanden fühlte.

Die Maus selbst fühlt sich wohl in ihrer Klasse, liebt insbesondere den Religionsunterricht, weil der Reli-Lehrer Gitarre spielt und geht bisher auch recht gut mit ihren Problemen beim Sport um. Ich bin gespannt, ob dieses Thema sie mit der Zeit mehr beschäftigen wird. Aber ich wünsche ihr, dass es auch hier hilft, dass einige Kinder aus ihrem Kindergarten in ihrer Klasse sind und diese ja längst wissen, dass sie eben manche Dinge nicht so gut kann.

Aber auch wenn das nun alles nach Routine klingt: Richtig entspannt ist es nicht, ein Schulkind zu haben! Wir müssen sooo früh aufstehen – eine Stunde früher als zur Kindergartenzeit -, hetzen mittags oft von der Schule zum Kindergarten oder umgekehrt, schnell heim um das Mittagessen in uns reinzustopfen, damit wir rechtzeitig in der Musikschule, beim Ballett oder sonstwo sind. Dazwischen oder teilweise auch in Warteräumen Hausaufgaben machen. Abends das gleiche Hetzen wieder – schnell essen, bloß nicht noch etwas anfangen! Und dann ab ins Bett. Meistens später als es nötig wäre. Gefühlt bin ich den ganzen Tag damit beschäftigt, die Kinder rumzukommandieren und zur Eile aufzurufen. Ich war so froh über unsere ersten Schulferien!

So wird es also die nächsten rund 15 Jahre laufen. Uffz. Vielleicht setzt ja bei mir endlich mal die senile Bettflucht ein, damit wenigstens ich morgens leichter aus den Federn komme…

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Wir sind eingeschult!

Was für eine Woche hinter uns liegt! Letzten Freitag wurde die Maus eingeschult und um es kurz zusammenzufassen: Es war eine sehr schön organisierte Einschulungsfeier, davor ein (optionaler) kurzer, kindgerechter Gottesdienst und am Ende die erste Schulstunde für die Kinder und Kaffee und Kuchen für die Eltern.

Bei uns waren die beiden Omas und der Opa die einzigen Gäste, was aber einen angenehmen, kleinen Rahmen darstellte. Sie waren ab dem Gottesdienst dabei und durften dank gutem Wetter auch bei der eigentlichen Feier auf dem Schulhof zuschauen (drinnen hätten aufgrund Platzmangels nur 2 Personen pro Kind mitkommen dürfen). Nach der Schulstunde und den obligatorischen Fotos im Klassenzimmer (merke: auch in drei Jahren bei der Schnecke lieber schon vor der Veranstaltung Fotos im Freien machen – danach könnte die Lust darauf etwas geschmälert sein…) gingen wir zum Mittagessen in ein Restaurant. Gegen 15 Uhr war der „Spuk“ vorbei und wir konnten ins Wochenende starten.

Seitdem ticken die Uhren hier anders. Die Maus muss jeden Tag um 8 Uhr in der Schule sein. Bei einer halben Stunde Fußweg (inkl. Puffer) müssen wir morgens um 6:10 Uhr aufstehen. Also ich. Die Kinder wecke ich kurz vor halb 7, fast eine Stunde früher als bisher. Was zur Folge hat, dass sie eigentlich auch eine Stunde früher schlafen gehen sollten. Also auch eine Stunde früher Abendessen, und so weiter.

Ich fühle mich seit einer Woche, als sei ich den ganzen Tag gehetzt. Nein, ich fühle mich nicht so, ich bin es! Morgens Tempo Tempo, damit man die Laufgruppe nicht warten lässt. Mittags schnell zum Abholen in die Schule, weil der Kindergarten der Schnecke um 13:30 Uhr schließt, dann flott zu Mittag essen, Hausaufgaben machen und zapp zarapp zu den Freizeitprogrammen. Ein Nachmittag Musikschule, einer Ballett. Von dort hopplahopp heim, denn es gibt gleich Abendessen und – oh je! schon wieder so spät! – schnell ins Bett… Dass wir Eltern eigentlich auch eine oder zumindest eine halbe Stunde früher schlafen gehen sollten, haben wir leider noch nicht umsetzen können…

Ich bin gerädert. Aber: Ich bin glücklich, denn mein Kind mag die Schule fürs erste und macht sehr motiviert Hausaufgaben. Sogar die Betreuung bis mittags im Schülerhaus hat reibungslos funktioniert, was will man mehr? Ach ja: Dass es möglichst lange auch so bleibt!!

Abschiedsstress

Heute ist der letzte Kindergartentag der Maus. Letztes Jahr zu dieser Zeit war ich noch davon überzeugt, man müsse dem Kind ein, zwei freie Tage zwischen Kindergartenzeit und Schulbeginn gönnen – in der Praxis hat sich aber herausgestellt, dass die Maus zum einen bis zum „bitteren Ende“ hingehen wollte und es zum anderen logistisch auch etwas kompliziert gewesen wäre, sie daheim zu behalten. Also eben ein nahtloser Übergang.

Natürlich organisiert die vorausschauende Mutter alle Vorbereitungen für diesen großen Abschiedstag Wochen im Voraus, so dass am Tag vor dem Abschied nur noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen sind. Ich leider nicht. Deshalb musste ich rödeln und rudern und tun und machen, um alles fertig zu bekommen – zwischen Arbeit, Kinderballett und Big Band-Probe noch gemalte Abschiedsbilder verpacken, Webrahmen zu Ende weben und Kuchen backen. Mini-Gugls, um genau zu sein. Die mir bisher immer prächtig gelungen sind, aber diesmal natürlich wie Zement in der Form kleben blieben (vermutlich gerade wegen meiner großen Eile beim Aus-der-Form-Nehmen der ersten Ladung…) und in tausend Stücke und Krümel zerfielen. Nur mit Hilfe von Unmengen an Schimpfwörtern Schokoglasur konnte ich die zertrümmerten Teile zu granatsplitterähnlichen Türmchen zusammenkleben, so dass ich heute früh eine Box mit Küchelchen in ausreichender Menge im Kindergarten abgeben konnte.

Nun sind wir also bei der Maus durch mit dem Kindergarten… Als sie morgens zur Tür reinkam, lag eine ganz besondere Stimmung im Raum – alle Erzieher(innen) schauten ganz aufgeregt und erwartungsvoll auf das letzte verbliebene Vorschulkind. (Alle anderen werden heute schon eingeschult.) Die Maus verteilte ihre Abschiedsmalereien und alle waren richtig gerührt, weil sie für jeden ein passendes, personenbezogenes Bild, gemalt hat. Heute Mittag beim Abholen wird es sicher emotional, ich stecke mal lieber ne Packung Taschentücher ein… Zum Glück haben wir noch ein weiteres Kindergartenkind!

Der letzte Frei-tag

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus – nächsten Freitag wird die Maus eingeschult! Ich bin soweit durch mit Schultüte basteln, Inhalt und Schulkram besorgen, Tagesablauf zur Einschulung organisieren – lediglich die Kleidung steht noch nicht fest, da der Wetterbericht von Tag zu Tag zwischen 18 und 27 Grad schwankt. Ich werde dieses Thema also wohl erst Mitte nächster Woche angehen.

Was mir heute aber auffiel, als ich mich um Viertel nach 7 so langsam aus dem Bett schälte: Ab nächster Woche ist es aus mit dem Lotterleben! Freitags ist ja mein „freier“ Vormittag, an dem ich nicht im Büro arbeite. Daher bin ich an dem Wochentag nicht wie sonst etwas früher aufgestanden als die anderen, sondern erst, wenn der Wecker meines Mannes klingelt. Um 7 Uhr. Oder 7:10 Uhr. Oder 7:20 Uhr… Je nach dem, was „Mister Snooze“ veranstaltet. ;-) Jedenfalls war es heute 7:23 Uhr, als die Maus die Augen aufschlug und sich nochmal mit dem Kopf auf meinen Schoß kuschelte. Um etwa diese Zeit werden wir ab Montag in 10 Tagen zur Schule losgehen müssen. Losgehen! Nicht aufstehen… Ich weiß, dass wir bisher luxuriös spät aufstehen konnten. Dafür ging das Programm dann halt abends länger. Nun muss die ganze Familie umgepolt werden… Wir haben dieses Jahr somit noch zwei Zeitumstellungen um je eine Stunde vor uns – die „offizielle“ im Oktober und dann noch die in der übernächsten Woche. Uffz. Ich bin gespannt, wie wir das hinbekommen!

Mein Ding.

Dieser Blog ist mein Tagebuch. Mein Ding. Mein Ventil. Ich habe die letzten Monate recherchiert und überlegt, ob und wie ich ihn vielleicht doch weiterführen könnte. Trotz großer Ansage und Abschiedsrede.

Das, was das Internet ausgespuckt hat an Hinweisen zum Thema Daten und deren Schutz, habe ich versucht umzusetzen soweit es meine bescheidenen Möglichkeiten zulassen. Eine Erklärung erstellen lassen (deren Inhalt ihr hoffentlich besser versteht als ich), keine Avatare mehr zeigen, keine Umsetzung der Smileys, keine Kommentare mehr zulassen. Wer mir etwas schreiben will, kann dies gerne per E-Mail tun – auf Wunsch lösche ich die E-Mail auch sofort nach dem Lesen aus dem Postfach (und wenn gewünscht auch aus meinem Gedächtnis ;-) ).

Wie bisherauch wird es keine Werbung und keine Kooperationen geben. Der einzige Grund, dass mein Blog wieder offen ist, ist ganz simpel: Es passiert bei uns einfach gerade so viel – ich kann das nicht für mich behalten, sonst platze ich. Schön, dass ihr wieder hier hergefunden habt!

(Ach ja – ich habe auch während der Blog „zu“ war hier ein bisschen weitergeschrieben. Wenn ihr also neugierig seid – blättert ein bisschen zurück.)

Liebe

Manchmal tue ich anderen zuliebe Dinge, die ich sonst nicht tun würde. Manchmal verzichte ich andern zuliebe auf Dinge, nach denen ich mich sehne. Und manchmal ärgere ich mich darüber, dass ich nicht einfach das tun kann, woran mein Herz hängt. Ich ärgere mich über mich selbst und bin traurig zugleich, dass der Verzicht von mir verlangt oder zumindest gewünscht wird.

Liebe. Manchmal wäre ein bisschen mehr Liebe zu sich selbst vorteilhaft für die Seele.

Auf dass wir ihn nicht mehr brauchen…!

Heute kam ein äußerst nettes Paar mit Kleinkind bei uns vorbei, um sich unseren ausgedienten Kombi-Kinderwagen anzusehen. Das zweite Kind wird demnächst geboren und beim ersten hatten sie von Freunden einen Wagen ausgeliehen, der momentan „nicht verfügbar“ ist.

Sie prüften ihn auf Herz und Nieren und kauften ihn uns ab. Als sie gingen war ich zum einen froh über den Kubikmeter an Platz, den wir nun wieder frei haben, aber gleichzeitig auch irgendwie wehmütig, dass dieses Kapitel nun abgeschlossen ist.

Als ich meinem Mann die Nachricht überbrachte, freute er sich ebenfalls über das geglückte Geschäft. „Darauf stoßen wir heute Abend an. Auf dass wir ihn nicht mehr brauchen…!“

Fast wie Urlaub

Wie auch in den letzten Jahren verbringen wir unseren Sommerurlaub an der italienischen Adria. Selber Ort, selbes Hotel, sogar das selbe Zimmer. Nur die äußeren Umstände ändern sich von Jahr zu Jahr. Jedes Jahr hoffe ich auf ein winziges bisschen „echten“ Urlaub, jedes Jahr ist aber dann doch wieder etwas „faul“. Ehemänner mit kaputten Beinen oder Kinder, die nicht ins Meer wollen zum Beispiel. Dieses Jahr ließ es sich gut an. Seit Wochen fragten beide Mädels, wann wir denn nun endlich ans Meer fahren würden, erzählten wo und wie sie schwimmen würden, was es zu essen gäbe und welche sonstigen „Freizeitangebote“ wir in Italien so nutzen würden. Clownshow anschauen, Zoo besuchen, Strandkiosk leerkaufen. Auch hier wiederholt sich das Programm jährlich, ist aber immer Teil der Vorfreude. Und die ist ja bekanntlich (scheinbar insbesondere wenn es um Urlaub mit Kindern geht…) die schönste…

Dann standen wir plötzlich morgens um 5 Uhr auf der Autobahn für zwei Stunden mitten in einer Vollsperrung. Natürlich steht man besser mitten in diesem Stau als vorne beteiligt zu sein – trotzdem: Es ließ sich nicht gut an. Zwei Tage vor dem Urlaub hatte die Maus noch mit Fieber gekämpft und gespuckt, da kamen mir schon erste Zweifel am Erfolg unseres Urlaubs. Und dann mitten auf der A8, nur eine Stunde von zu Hause entfernt – wäre das nicht der richtige Zeitpunkt gewesen, um alles zu canceln?

Natürlich fuhren wir weiter, als die Blechlawine sich in Gang setzte. Mein Mann sauste mit Bleifuss und einer einzigen Mini-Pause durch, so dass wir es gerade noch so zum Mittagessen ins Hotel schafften. Wir dachten, es sei geschafft, wir wären den Unwegsamkeiten entflohen und könnten nun in einen entspannten Urlaub mit zwei doch nicht mehr ganz so kleinen Kindern starten.

Nun ja. Dachten. Schnell zeigte sich, dass vor, während und nach jeder Stand-Session eines der Mädels einen Wutausbruch, Trotzanfall, Weinkrampf oder sonstwas bekam. Oder gern auch mal beide gleichzeitig. Meist ausgelöst durch Belanglosigkeiten – zumindest aus Elternsicht.

Aber zurück zur Gegenwart. Pünktlich zur Halbzeit des Urlaubs fiebert die Schnecke und spuckt sich die Seele aus dem Leib. Damit ist der Zenit meiner Erholung wohl erreicht und ich beginne, auf den Tag unserer Abreise hinzufiebern. Und spinne im Stillen ein bisschen herum, ob es nicht möglich wäre, nächstes Jahr anlässlich unseres 10-jährigen Hochzeitstages einen kleinen „echten“ Urlaub einzulegen. Nur mein Mann und ich, nur ein paar kleine Tage. Oder sind sie Kinder bis dahin vielleicht doch alt genug für Urlaub…?

Abschied auf Raten

Von gestern auf heute stieg das große „Abschiedsevent“ für die zukünftigen Schulkinder unseres Kindergartens. Die Maus und acht weitere Kinder durften dazu im Kindergarten übernachten – alle anderen Programmpunkte waren zunächst geheim und sorgten daher für zahlreiche Überraschungsmomente bei den Kindern. Aber von vorne.

Natürlich sehnte sich die Maus schon seit Wochen diese Übernachtung herbei. Dementsprechend aufgeregt war sie, als vor einer Woche die Einladungen dazu in Form eines Rucksacks an die betroffenen Kinder verteilt wurden. Gestern stieg die Vorfreude dann in Unermessliche an und gipfelte um 16:30 Uhr mit einer Schar aufgeregt gackernder Kinder und Mütter im Kindergarten.

Was dann kam, erfuhren wir erst heute Morgen, als wir zum gemeinsamen Frühstück in die Einrichtung kamen. Die Kinder und Erzieher(innen) machten einen tollen Ausflug zum Stuttgarter Fernsehturm, einschließlich ausgiebigem Spielplatzbesuch. Erst recht spät waren sie dann zurück im Kindergarten, wo es dann bestellte Pizza gab. Um 22 Uhr (!) saßen alle ums Lagerfeuer , wo ein Erzieher Gitarre spielte und alle mitsangen. ♡ Jeder durfte erzählen, was ihm an der Kindergartenzeit am besten gefallen hat. Und von Ausflügen über Geburtstagsfeiern oder Stopp-Tanz spielen war alles dabei. Es war wohl so emotional, dass der eine oder andere Erwachsene ein Tränchen verdrücken musste. Das glaube ich sofort. Gegen Mitternacht war dann auch das letzte Kind eingeschlafen und das Team bereitete noch eine Fotoshow vor mit Bildern der vergangenen drei Jahre sowie vom gestrigen Tag, damit sie diese heute Morgen den Eltern zeigen konnten.

Und wie sollte es auch anders sein: Als wir um 8 Uhr beim Kindergarten ankamen, erwarteten uns neun überglückliche Kinder, die gerade teilweise fleißig Obst schnippelten, teilweise im Garten herumturnten und sechs etwas müde aber auch sehr zufriedene Erzieher(innen). Sogar die ehemalige Bezugserzieherin der Maus, die mittlerweile in der Partnereinrichtung arbeitet, schaute vorbei, was mich besonders gefreut hat. ♡

Wir versammelten uns im „Morgenkreis“ um die Reste des Lagerfeuers der vergangenen Nacht und sangen erst das Begrüßungslied, das der „neue“ Gitarre spielende Erzieher vor einiger Zeit komponiert hat und dann noch „Heute hier morgen dort“ von Hannes Wader, wobei mir dermaßen die Tränen kamen, dass ich kaum ein Wort rausbekommen habe. Puh. Und ich war nicht die einzige, das könnt ihr euch sicher vorstellen… Dann kamen ein paar Mädels – unter anderem die Maus – nach vorne, und sangen mit einer Erzieherin zusammen „Je ne parle pas français“ von Namika, weil sie das Lied gestern zufällig im Aufzug beim Fernsehturm gehört und den Rest des Abends als Ohrwurm gemeinsam geträllert hatten. Als danach die Maus wieder zu uns kam, hörte ich sie sagen: „Papa, jetzt hast du ja Tränen!“ Und tatsächlich war er nun an der Reihe…

Es folgte ein super leckeres Frühstück, das wir Eltern mitgebracht hatten, begleitet von den schönen Erinnerungsfotos auf der Leinwand. Hachz.

So ein toller Kindergarten, so ein tolles Erlebis für die großen Kleinen. Ich weine in meinem Herzen noch ein bisschen weiter und kann mich nur dadurch trösten, dass wir noch ein Kind haben, das voraussichtlich weitere 3 Jahre in dieser Einrichtung bleiben wird…

„Manchmal träume ich schwer
und dann denk ich, es wär
Zeit zu bleiben und nun
was ganz andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt, dass nichts bleibt,
wie es war.“

(c) Hannes Wader, „Heute hier, morgen dort“

Time to… – ihr habt es vielleicht geahnt…

Die letzten Tage und Wochen habe ich mir wirklich viele Gedanken über meinen Blog gemacht, wie es hier weitergeht mit der DSGVO. Nun steht mein Entschluss – es geht hier nicht weiter. Spätestens am 25. Mai, zum Inkrafttreten der Verordnung, werde ich meinen Blog nach 8 Jahren vom Netz nehmen.

Sind wir mal ehrlich: Ohne die Fragenaktion würde hier kaum noch etwas passieren. Sporadische Beiträge, wenn mein Gewissen mich mal wieder plagt. Was mich dazu immer wieder bewegt hat, war die Tatsache, dass ich diesen Blog tatsächlich für mich als „Nachschlagewerk“ nutze, um zu sehen, wann die Kinder welche „Features“ dazubekommen haben. Aber die Mädels sind ja mittlerweile in einem Alter, in dem nicht dauernd etwas erwähnenswertes passiert und der Gedanke daran, die „Pflicht“ loszuwerden, alles hier niederzuschreiben, gefällt mir immer besser, je länger ich darüber nachdenke.

Auch zu wissen, dass es ein paar Leute gibt, die hier schon lange mitlesen, hat mir das Abschied nehmen erschwert, zumal ich es selbst doof finde, wenn ein Blog, dem ich folge, dicht macht. Als wenn eine Soap zu Ende geht. Aber: alles hat seine Zeit. Vielen Dank an alle Leser, die tapfer dageblieben sind trotz so mancher „Durststrecke“ hier! Ich weiß, dass ich spätestens an Silvester wieder an euch und an meinen Blog denken werde, wenn mir der Jahresrückblick unter den Nägeln brennt, es aber keine Plattform mehr dafür gibt…

Dies ist er nun. Mein letzter Blogbeitrag. Macht’s gut, es war schön hier! ♡

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 17

So. Schnell die Nr. 17 hinterher, bevor ich wieder keine Lust mehr zum Bloggen habe… Die restlichen Teilnehmer gibt’s wie immer bei Johanna.

321: Was gibt dem Leben Sinn? Also meinem Leben gibt es definitiv Sinn, Kinder zu haben. Davor ist es einfach nur so vor sich „hingedümpelt“ und hat mich immer wieder in Phasen tiefer Melancholie verschleppt.
322: Was hättest du gern frühzeitiger gewusst? Da fällt mir nichts besonders weitreichendes ein. Mein Lieblingskünstler spielt im nächsten Sommer in meiner Heimatstadt in einer mega Location, in der ich schon immer mal (irgend)ein Konzert besuchen wollte. Das wären sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe gewesen. Stattdessen fahren wir nun genau in der Nacht in den Sommerurlaub. Hätte ich das mal früher gewusst… ;-)
323: Wie alt fühlst du dich? Älter als ich es bin! Morgens auch gerne mal wie 80. Obwohl ich ja wiederum nicht weiß, wie man sich mit 80 fühlt…
324: Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Mich! Zum Glück wieder mit Strähnchen statt komischem rotbraun (das nie rotbraun sein sollte).
325: Kannst du gut zuhören? Ja, das kann ich und mach ich auch gerne.
326: Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt? Zu häufig? Da fällt mir nichts ein. Vielleicht die Frage, ob ich Kinder will. Meine Kollegen haben mich damit ziemlich genervt, bevor es „soweit“ war. Aber ansonsten wüsste ich keine Frage, die mir dauernd gestellt wird.
327: Ist alles möglich? Es ist vieles möglich, wenn man sich entsprechend anstrengt. Ich habe z.B. zweieinhalb Jahre lang jeden Tag Saxophon geübt und dafür ne 1 im Musik-Abi kassiert, obwohl ich das Instrument davor nicht gespielt habe. Es geht so einiges. Aber alles? Ich glaube, für manche Dimge braucht man zusätzlich ein bisschen Glück, Fügung, was auch immer.
328: Hängst du an Traditionen? Ja! Ich liebe Traditionen und es ist mir wichtig, sie an meine Kinder weiterzugeben.
329: Kennt jemand deine finstersten Gedanken? Nein. Die sind in den letzten Jahren zum Glück nur noch selten da und früher, als sie mich mehr beschäftigt haben, habe ich sie auch für mich behalten.
330: Wie sieht für dich der ideale Partner aus? Wie mein Mann! :-)
331: Wonach sehnst du dich? Ich sehne mich nach Zeit, um die Dinge zu erledigen, die mir am Herzen liegen, jedoch des Alltags wegen immer aufgeschoben werden müssen. Und nach einem ganz entspannten Strandurlaub, bei dem ich auf meiner Liege lesen oder Kreuzworträtsel machen kann. Das war schon lang nicht mehr. Aber ich glaube, wir sind wieder ganz nah dran, die Mädels sind schon sooo groß… ♡
332: Bist du mutig? Nein. Ich bin äußerst feige und tue höchstens mal mutig, um den Kindern die Angst.zu nehmen.
333: Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit? Hmmm, sehr philosophische Frage. Wahrscheinlich ja, einfach, weil Ort und Zeit wo/wann etwas passiert, sich in Gedanken untrennbar mit dem Ereignis verknüpfen. Wäre es wo anders / wann anders passiert, wäre das dann eben der richtige Ort und die richtige Zeit gewesen. Insofern ist die Aussage wahr und falsch zugleich.
334: Wofür bist du dir zu schade? Ich bin mir zu schade, meine kostbare Freizeit ausschließlich mit Putzen zu verbringen. Daher lieber das nötigste machen, so weit dass man sich wohlfühlt und die restliche Zeit genießen…

335: Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten? Ich bin zwar gerne mal allein, aber ein ganzes Jahr ist sehr lange. In meiner ersten Elternzeit bzw. im ersten Jahr davon war ich viel alleine und es war ziemlich bedrückend, so dass ich am Ende schon danach gelächzt habe, mal kurz zum Bäcker zu gehen oder auf der Straße ein bekanntes Gesicht zu treffen. Seitdem verstehe ich auch viel besser, wie hart das Alleinsein für alte Menschen ist. Also: Nein! Eine Woche alleine wäre super, vielleicht auch zwei. Aber dann reicht es auch!
336: Wann warst du zuletzt stolz auf dich? Als ich neulich in einem Anfall von Arbeitseifer sogar noch Vorhänge gewaschen habe. Siehe Frage 334… ;-)
337: Bist du noch die Gleiche wie früher? Ja und nein. Ich bin nach wie vor albern, schüchtern, höflich, was mich so alles ausmacht. Aber das Muttersein hat auch neue Facetten aus mir herausgeholt.
338: Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst? Durch Zufall. Sie wurde mir angeboten, obwohl mein Studium in einem ganz anderen Bereich war. Da ich aber mein Studium inhaltlich ganz furchtbar fand und ich mich privat sowieso mehr für das interessiert habe, was später mein Job wurde, hat es einfach so sein sollen.
339: Welche schlechten Angewohnheiten hast du? Nägelkauen. Ich finde es furchtbar, aber die Phasen, in denen ich mich beherrschen kann, sind leider nur sehr kurz…
340: Verfolgst du deinen eigenen Weg? Schon. Ich nehme dabei aber durchaus Rücksicht auf mein Umfeld und passe den Weg entsprechend an.

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 16

Diese Woche hat mich das Grübeln über die DSGVO ausgebremst. Ich blogge ja mittlerweile eigentlich höchst selten (bis auf diese Fragenaktion von Johanna) und ich habe eigentlich weder Lust noch Zeit, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Daher spukt in meinem Kopf immer öfter der Gedanke „dichtmachen“ herum, so dass der Anreiz, bei dieser Aktion am Ball zu bleiben, deutlich geschrumpft ist. Aber ich habe noch nix entschieden, daher geht es nun doch erstmal weiter hier…

301: Worin bist du ein Naturtalent? In nix so richtig. Ich sagte es bereits und manchmal ärgert mich das.
302: Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert? Die Maus, definitiv! Schritt für Schritt entwickelt sie sich dorthin, wo Gleichaltrige vor ein, zwei Jahren vielleicht schon waren. All meine Sorgen von damals in Luft aufgelöst.
303: In welcher Situation warst du unfair? Ich bin meinen Kindern gegenüber manchmal unfair, wenn ich zu genervt bin und dann meine Autorität raushängen lasse. Aber das kommt zum Glück nur selten vor.
304: Fühlst du dich fit? Fit im Sinne von sportlich fit: Nein! Meine Kondition ist quasi nicht vorhanden, ebenso eine vernünftige Muskulatur. Aber hey – im Alltag fällt das kaum auf.
305: Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt? Ja. Auch wenn das ein Thema ist, mit dem ich mich äußerst ungerne beschäftige.
306: Von welchem Buch warst du enttäuscht? Da fällt mir kein konkretes ein. Ich lese in letzter Zeit nicht viel. Ich bin aber ab und zu von Kinderbüchern enttäuscht, die ich in meiner Kindheit selbst gelesen und super gefunden habe. Wenn ich die dann rauskrame und meinen Kindern präsentieren will, frage ich mich immer wieder, was ich früher daran gefunden habe…
307: Welchen Grund hatte dein letzter Umzug? Unsere damalige Wohnung wurde wegen Eigenbedarf gekündigt. In dem Moment sehr ärgerlich, aus heutiger Sicht das beste, was uns passieren konnte, denn so hatten wir unser Häuschen bevor die Immobilienlage so angespannt wurde.
308: Neigst du zu Schwarz-Weiß-Denken? Manchmal, ja. Aber oft sehe ich auch Nuancen dazwischen.
309: Was fühlst du, wenn du verliebt bist? Ein Glücksgefühl, das den ganzen Körper durchströmt.
310: Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken? Ja! Vor allem zu essen! Ich bin ein Vielfraß. ;-)
311: Welche Dinge stehen noch auf deiner To-Do-Liste? Oh je, da stehen tausend Dinge drauf. Sehr viele alltägliche, wie putzen, einkaufen, Steuererklärung und der ganze Quark. Deswegen werde ich wohl zu einer ganzen Reihe meiner To-Dos überhaupt nie kommen. Kleiderschrank ausmisten. Alte VHS digitalisieren. Wieder mehr Musik machen. Ach, ich könnte unendlich viele offene Punkte aufzählen.
312: Hegst du oft Zweifel? Zweifel sind mein ständiger Begleiter.
313: Womit bist du unzufrieden?
314: Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug? Seit über 6 Jahren gar nicht mehr! Aber ansonsten ein etwas aufgeregtes, aber nicht ängstliches Gefühl.
315: Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“? Ja. Auch wenn ich diese Mentalität eigentlich nicht mag und ungerecht finde, denn für mich bedeutet diese Redensart, dass man gewisse Anliegen durch Beziehungen schneller vorantreiben kann, als „Otto Normalverbraucher“.
316: Bist du schon mal schikaniert worden? Nicht wirklich. In der Schule gab es ein paar Leute, die es versucht haben, aber irgendwie kamen sie damit nicht durch und suchten sich dann andere „Opfer“ aus.
317: Wie spontan bist du? Och – wenn ein passender Vorschlag kommt, der in meinen vollen Terminkalender passt, bin ich auch mal spontan… :-)
318: Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos? Meine Kinder, meine Familie. Das ist ja irgendwie auch eine Selbstverständlichkeit.

319: In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle? Hm. Schuldfgefühle ist so ein hartes Wort. Vielleicht in abgeschwächter Form eines „schlechten Gewissens“ meiner Mutter gegenüber, wenn sie phasenweise besonders oft als Babysitter einspringen muss und dies auch immer, ohne Murren, tut. Siehe Frage 318.
320: Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft? Ich habe zwei Freundinnen, mit denen ich seit 17 Jahren befreundet bin. Also seit der 2. Klasse, hab ich hier auch schonmal beantwortet.

1000 Fragen an mich selbst – Nr.15

Und wieder Samstag. Mit dieser wöchentlichen Aktion von Johanna fällt mir einmal mehr auf, wie die Zeit rast. In dieser Ausgabe wurde mir besonders klar, wie gern ich etwas mehr Ordnung in mein Leben bringen würde, also im wahrsten Sinne des Wortes. Aufräumen, aussortieren, wegwerfen. All das, was mir so gar nicht liegt…

281: Malst du oft den Teufel an die Wand? Sagen wir es mal so: Ich neige stark dazu, mir bei ungewissen Dingen dem schlechtmöglichsten Ausgang vorzustellen. Das war schon früher bei Klassenarbeiten so, setzt sich aber auch heute noch in diversen Bereichen fort. Z.B. wenn ein Urlaub an einem mir unbekannten Ort ansteht o.ä. Der Vorteil ist, dass es meistens nicht so schlimm wird, wie befürchtet und man dann erleichtert sein kann. Der Nachteil ist natürlich, dass man sich (und sein Umfeld…) ganz unnötig verrückt macht.
282: Was schiebst du zu häufig auf? Putzen! Ausmisten! Solche Dinge…
283: Sind Tiere genau so wichtig wie Menschen? Sie haben genauso ihre Daseinsberechtigung wie Menschen, ja!
284: Bist du dir deiner selbst bewusst? Öhm – ja…? Ich weiß, dass es mich gibt. Verstehe die Frage nicht.
285: Was war ein unvergesslicher Tag für dich? Tatsächlich ganz klischeehaft meine Hochzeit und die Geburt unserer Mädels. Also drei unvergessliche Tage!
286: Was wagst du dir nicht einzugestehen? Wenn ich hier was schreiben würde, dann hätte ich es mir ja bereits eingestanden…
287: Bei welcher Filmszene musst du weinen? Och, ich kriege regelmäßig feuchte Augen, wenn es gefühlsmäßig „hoch hergeht“ in Filmen. Selbst wenn bloß Schlumpfine zu einem Lehmhaufen wird, muss ich heulen… ;-)
288: Welche gute Idee hattest du zuletzt? Nach einem Jahr Unzufriedenheit über meine getönte Haarfarbe, die trotz aller Versprechen meiner Frisörin doch jedes Mal einen Rotstich hatte, wieder zu den guten alten blonden Strähnchen zurückzukehren.

289: Welche Geschichte würdest du gerne mit der ganzen Welt teilen? Nun ja – vielleicht alles, was ich hier auf meinem Blog schreibe…?
290: Verzeihst du anderen Menschen leicht? Nein. Ich bin mega nachtragend, auch wenn ich vordergründig verziehen habe, bleibt es in meinem Hinterkopf gespeichert.
291: Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr? Am Anfang der Beziehung mit meinem Mann war ich noch nicht ganz so ehrlich, wenn es um Dinge ging, die ich nicht mag. Fahrrad fahren. Ski fahren. All das hab ich meinem Mann zuliebe gemacht, nach dem Motto „Augen zu und durch“. Mittlerweile weiß er aber, wie viel Überwindung mich solche Aktionen kosten und ich mache auch keinen Hehl mehr draus.
292: Was hoffst du, nie mehr zu erleben? Einen geliebten Menschen zu verlieren ist das schlimmste überhaupt. Erst recht, wenn dieser nicht in einem Alter ist, in dem man damit rechnen muss. Wenn ich mir eines wünschen könnte, dann dass ich solch ein Verlust nicht nochmal erleben muss.
293: Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“? Ja, definitiv. Manches will ich gar nicht so genau wissen, man hat genug belastendes, das man nicht ausblenden kann, da muss man nicht noch mehr an sich reißen.
294: Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer? Ich berücksichtige durchaus die Meinung anderer, wenn ich etwas entscheiden muss. Sei es, weil ich mir ihren Rat einholen oder weil ich niemanden vor den Kopf stoßen möchte.
295: Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer? Spontan wollte ich schreiben, dass ich ein Vergangenheitsträumer bin. Aber dann kam mir, dass das gar nicht wirklich stimmt, denn ich bin ein Meister der Verdrängung und habe viele Dinge in der Vergangenheit „ausgeblendet“. Aber als Zukunftsträumer würde ich mich auch nicht bezeichnen – ich bin kein Planer, der alle möglichen Vorsätze für die Zukunft passt. Vielleicht bin ich also ein Gegenwartsträumer. Oder noch besser: ein Gelegenheitsträumer. Mal in der Vergangenheit, mal in der Zukunft.
296: Nimmst du eine Konfrontation leicht an? Nein, ich hasse Konfrontationen jeglicher Art und versuche, sie zu vermeiden.
297: In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter? Ich bin nicht so ordentlich wie sie. Ihr fällt es sehr leicht, sich von Dingen zu trennen – mir leider gar nicht.
298: Wo bist du am liebsten? Daheim. Auf meinem Sofa.
299: Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet? Ich kann nicht klagen… ;-)
300: Was ist dein Lieblingsdessert? Alles mit Schokolade!! Am besten dunkle, aber im Notfall geht auch Vollmilch. Und: lieber Kuchen als Eis!

DSGV…HÄ…?

Der gestrige Tag hatte es irgendwie in sich. Erst eine ganztägige Fortbildung, bei der mir sowieso schon der Kopf rauchte, dann eine Mail aus dem Kindergarten, dass ich das von mir vor Wochen angefragte Ziel unseres Sommerfests bitte buchen soll, obendrein Koordinationsschwierigkeiten der Einrichtung bzgl. Kindergartenfotograf mit der Bitte zwischen den Zeilen, ob das nicht auch ich machen könnte (yeah, Elternbeirat rocks! Ich wusste schon, warum ich das eigentlich nicht machen wollte…). Abends wollte ich dann online die in der Bücherei ausgeliehenen Medien verlängern und stellte fest, dass ein Buch beim letzten Mal nicht verlängert wurde, so dass schon seit knapp 4 Wochen Gebühren dafür auflaufen – das neue Buchungssystem verlängert vorbestellte Medien einfach nicht, ganz ohne Warnhinweis o.ä. – vielen Dank auch.

Und dann las ich mich gerade durch meine abonnierten Blogs, während mein Mann das „Zuckerberg-Verhör“ im TV guckte, als mir (wie passend!) ein aufgewühlter Blog-Artikel mit dem Thema DSGVO ins Auge sprang. Datenschutz, blabla, Blogger müssen tätig werden, Recht an seinen eigenen Daten, blabla, keine IP-Adresse speichern, keine Mailadressen, Verzeichnisse, Datenschutzerklärung, blabla. Ich verstehe nur Bahnhof.

Irgendwo lese ich dann, dass nur Firmen betroffen sind bzw. nur kommerziell genutzte Blogs, aber rechtsverbindlich sind diese ganzen Websites, auf denen das steht, natürlich nicht. Nun steh ich da mit meinem Mini-Blog, der keinen einzigen sponsored Post o.ä. enthält, aber trotz allem die Möglichkeit bietet, eine Email-Adresse dazulassen, um den Blog zu abonnieren oder um einen Kommentar abzugeben. Auch hier sollte doch die Möglichkeit für den Nutzer bestehen, wieder „vergessen zu werden“, wie es überall so schön steht. Oder? Also sind Blogs wie meiner doch auch betroffen?? Ich weiß es nicht.

Was ich weiß ist, dass ich keine Lust habe, Stress zu bekommen mit diesem Blog, denn Stress bietet mein „wahres Leben“ auch so schon genug. Was also tun? Vielleicht hat sich ja von euch schon jemand näher mit dem Thema befasst und mag dazu kommentieren, so lange es noch erlaubt ist…?

Ich warte nun noch ein bisschen ab, ob von WordPress selbst etwas kommt. Eine Möglichkeit, das Ganze easypeasy gesetzeskonform umzusetzen. Wenn nicht, dann wird ab Ende Mai die Abo- und Kommentarfunktion hier deaktiviert. Das sollte doch reichen, denn so könnte ja keiner mehr seine Daten an mich abgeben. Hm. Blog dicht machen wegen sowas fänd ich doof. Ist aber natürlich auch eine Option… :-(

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 14

Und wieder ein paar Gedanken zu mir selbst. Und die Erkenntnis, dass es tatsächlich einen Fehler gibt, den ich mir auch nach Jahren nicht verzeihe. Alle anderen Teilnehmer findet ihr wie immer bei Johanna.

261: Über welche Themen unterhälst du dich am liebsten? Am liebsten? Hmmm. Am häufigsten rede ich auf jeden Fall über die Kinder, denn meistens unterhalte ich mich mit anderen Mamas. Vielleicht unterhalte ich mich am liebsten über Anekdoten – bei den viel zu seltenen Treffen mit meinen Freundinnen. Und natürlich über brandheiße, streng geheime Neuigkeiten und Gerüchte. Letzteres vorzugsweise in der Arbeit… :-)
262: Kannst du leicht Fehler eingestehen? Mhhh. Nein. Nur sehr ungern, weil ich ungern welche mache.
263: Was möchtest du nie mehr tun? Ich möchte nie mehr in eine mündliche, schriftliche oder sonstwelche Prüfung gehen müssen. Das ist nix für meine Nerven. Und außerdem würde ich am liebsten auch nie mehr skifahren müssen. Aber daraus wird wohl nix – meinem Mann zuliebe…
264: Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise? Das variiert, meistens etwas zwischen gut gelaunt und schlecht gelaunt. ;-)
265: Sagst du immer die Wahrheit? So gut wie immer. Bis auf die kleinen Notlügen, die das Leben leichter machen. Aber generell mag ich die Wahrheit am liebsten.
266: Was bedeutet Musik für dich? Musik ist für mich ein Ventil zum Ablassen und Ausleben von Emotionen, ein Gefühl von Freiheit und ein unverzichtbares Gut. Puh. Sehr poetisch… ;-)
267: Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht? Nein. Da ich eher ungerne vor anderen weine, wäre das keine Option.
268: Arbeitest du gern im Team oder lieber allein? Kommt auf das Team an. Grundsätzlich bin ich eher ein Einzelkämpfer, da ich mich auf mich selbst am besten verlassen kann. Ich weiß es aber dennoch zu schätzen, Kollegen zu haben, mit denen man sich austauschen kann.
269: Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht? Nix tragisches, aber mich ärgert immer wieder mal ein „Fauxpas“, der sich bei unserem Umzug vor mittlerweile 9 Jahren ereignet hat. Die (wie sich im Nachhinein herausstellte völlig inkompetente) Umzugsfirma baute nämlich im Schweiße ihres Angesichts in meinem Büro einen 2,36 m hohen IKEA-Schrank auf. Dieser musste stehend montiert werden, da in Otto-Normalzimmer kein Platz zum Kippen übrig bleibt. Sehr schweißtreibend, hatte ich ein paar Jahre zuvor aber mit meinem Mann zusammen locker hinbekommen. So weit so gut. Die Firma hatte sich trotz Vorabbesichtigung unserer alten Wohnung total verkalkuliert mit dem Aufwand, so dass die Typen abends eh schon genervt waren, dass sie noch nicht fertig waren und das, obwohl irgendein Fußballspiel stattfand, das sie unbedingt sehen wollten. Dann passierte es: Sie vergaßen, die Rückwand des Schranks einzusetzen und nagelten sie stattdessen an die Wand (!), weil sie ihn sonst nochmal hätten komplett auseinander nehmen müssen (Schweiße des Angesichts und so…). Ich weiß nicht mehr, wer dazu sein OK gegeben hat, ich wurde jedenfalls vor vollendete Tatsachen gestellt und habe – wohl in einem Augenblick geistiger Umnachtung – keinen Aufstand gemacht. Nun hängt da diese Sperrplatte und ich spüre förmlich in meinem Hypochonder-Hirn, wie dahinter der Schimmel wächst. Augen auf beim Umzugsfirmenkauf! Unverzeihlich.

270: Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selbst nicht? Da fällt mir nix dazu ein.
271: Denkst du intensiv genug über das Leben nach? Ich denke nicht allzu viel über das Leben im Generellen nach – auch wenn ich viel über einzelne Situationen grüble. Aber was würde es mir auch bringen – und wie viel ist genug?
272: Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher? Ja, insbesondere fremden Leuten gegenüber. Das habe ich hier bereits mehrfach erwähnt.
273: Bist du autoritätsgläubig? Ich tue zumindest das, was eine mir übergeordnete Person – insbesondere ein Vorgesetzter – von mir verlangt. Das heißt aber nicht, dass ich alles gutheiße, was diese Person entscheidet.
274: Bist du gern allein? Ja, sehr gerne und in den letzten Jahren auch viel zu selten um etwas Kreatives mit dieser Zeit anzufangen.
275: Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt? Da fällt mir spontan mein Musikzimmer ein, das ich unbedingt haben wollte und auch bekommen habe. Nicht nur zum Musik zu machen, sondern auch um Platz für mein „Zeug“ zu haben.
276: Welchen guten Zweck förderst du? Ich habe keinen Spenden-Dauerauftrag, falls das gemeint ist. Ich bin in unserem Kindergarten Elternbeirätin und bin auch unabhängig davon immer bereit, Unterstützung zu bieten, wenn sie den Kindern zu Gute kommt.
277: Wie sieht dein Traumhaus aus? Im Großen und Ganzen so wie das Haus in dem wir wohnen. Nur manchmal wäre ein größeres Wohnzimmer nicht schlecht, z.B. wenn viele Gäste da sind.
278: Machst du leicht Versprechungen? Ich verspreche nichts, was ich nicht einzuhalten beabsichtige.
279: Wie weit gehst du für Geld? Nicht weiter, als ich es mit gutem Gewissen vertreten kann. Geld ist nicht alles.
280: Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist? Ja. Je mehr man mir etwas nahelegt, desto geringer die Chance, dass ich der Empfehlung folge. Auch wenn es anders vielleicht klüger wäre.

Frohe Ostern!

Gerade noch rechtzeitig waren wir heute Ostereier suchen im Garten, da fing es an zu tröpfeln und ein wunderschöner Regenbogen dekorierte den Himmel. Wiederum wenige Minuten später schüttete es „volle Möhre“ – was für ein Timing!

Ich wünsche euch allen ein frohes Osterfest und dass ihr auch ein bisschen Sonne zum Eier suchen habt! :-)

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 13

Hier kommt die nächste Ausgabe der Fragerunde von Johanna. Für mich die härteste bisher…
241: Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen? Nein. Ich tue alles aus freien Stücken, ohne jegliche Berufung.
242: Bist du nach etwas süchtig? Smartphone und Kaffee. Ich sagte es bereits.
243: Wessen Tod hat dich am meisten berührt? Natürlich war der frühe Tod meines Vaters der größte Einschnitt in meinem Leben. Damals war ich aber noch recht jung und habe versucht, möglichst wenig über die Situation nachzudenken, sie zu verdrängen. Seit ich „so richtig erwachsen“ bin, blieb ich lange Zeit glücklicherweise weitestgehend verschont vor dem Thema Sterben. Der Tod meines ehemaligen Chefs vor gut einem Jahr hat mich dann dafür volle Breitseite getroffen. Er war gerade in den Ruhestand gegangen und hatte in seinen jüngeren Jahren echt viel durch mit Krebs. Dann kam der Krebs plötzlich wieder und gewann den Kampf. Ich musste so viel an ihn denken. Ich hatte ihm doch auch einiges zu verdanken, wir hatten viele nette und lustige Momente in der Gruppe, die nach seinem Weggang nie wieder kamen. Ich musste an die Tränen in seinen Augen denken an seinem letzten Arbeitstag, weil er schon wusste, dass ihn statt Weltreise und Enkelkinder Krankenhaus und Tod erwarten würden. Ich weinte zum ersten Mal bei einer Beerdigung. Heftig und vor allen. Und muss immernoch weinen, wenn ich an ihn denke.
244: Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten? Wenn ich eine super Idee dafür hätte, sollte ich das vielleicht für mich behalten, sonst schnappt mir noch einer meinen Buchtitel vor der Nase weg… ;-)
245: In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest? In vielen Dingen bin ich zufrieden mit mir selbst. Aber dann gibt es auch die Bereiche, in denen ich gerne anders wäre. Zum Beispiel wäre es toll, geduldiger, kreativer, weniger ängstlich zu sein.
246: Wann muss man eine Beziehung beenden? Es gibt sicher eine Vielzahl von Gründen. Gewalt. Vertrauensverlust. Wenn einer der Partner seine Bedürfnisse aufgrund des anderen Partners komplett verdrängen muss. Beispiel Kinderwunsch. Oder beide keinen gemeinsamen Nenner finden bei allen möglichen Themen des Lebens.
247: Wie wichtig ist dir deine Arbeit? Sie ist mir wichtig, weil ich meinen Lebensunterhalt dort verdiene und nette Kollegen habe. Aber sie kommt erst nach meiner Familie und meinen Hobbys…
248: Was würdest du gern gut beherrschen? Irgendetwas!! Nein, im Ernst. Dieses geht mir ziemlich nach. Ich kann vieles ein bisschen. Saxophon spielen, Stricken, Malen, Backen, Programmieren. Aber so richtig dolle und super locker flockig? Nix.
249: Glaubst du, dass Geld glücklich macht? Hab ich das nicht schon einmal hier beantwortet…? Ich glaube durchaus, dass es beim Glücklichsein hilft. Sicher kann man auch ohne glücklich oder mit unglücklich sein. Aber Glück mit ein bisschen Geld im Rücken – klingt doch verlockend…
250: Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden? Ja! Das war die beste Wahl meines Lebens.
251: In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut? Im Däumchen drehen. Sport ist Mord, auch das sagte ich bereits! Aber als Kind, da hab ich Rhythmische Sportgymnastilk gemacht. Und darin war ich – tadaaa: ganz ok! Siehe Frage 248…
252: Heuchelst du häufig Interesse? Gelegentlich. Vor allem, wenn ich mich mit einer Person unterhalte, die ich eigentlich mag, aber mit der ich im Augenblick so gar keine gemeinsamen Themen habe. Sonst kommt ja kein vernünftiges Gespräch zusammen…
253: Kannst du gut Geschichten erzählen? Naja, den Kindern schon. Den Freunden eine lustige Anekdote auch. Aber ansonsten bin ich kein großer Redner.
254: Wem gönnst du nur das Allerbeste? Puh – jedem, der es mir gönnt! :-) Auf jeden Fall aber meiner Mutter, sie hat es echt verdient.
255: Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst? Ich habe verpasst, die VHS-Kassetten mit selbst gefilmten Videos aus meiner Kindheit und Teeniezeit zur rechten Zeit zu digitalisieren. Mittlerweile ist unser VHS-DVD-Recorder kaputt und ich finde einen Teil der Videos auch nicht mehr. :-(
256: Kannst du dich gut ablenken? Meistens ja. Mit Kindern, Handy, TV, Rumwurschteln, Einkaufen. Offensichtlich kann ich mich besser ablenken, als bei der Sache bleiben…
257: In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten? Im Jogginganzug. Den ich aber nur zu Hause trage, auch wenn er noch so bequem ist.
258: Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde? Als ich noch keine Kinder hatte, gab es einiges, wovon ich gesagt habe, dass es mir nie passieren würde. Ein schreiendes Kind im Supermarkt oder monatelang das Kind im Elternbett schlafen lassen. Um nur ein paar wenige Beispiele aufzuzählen.

259: Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören? Nein.
260: Wer nervt dich gelegentlich? Gelegentlich meine Launen. Oder die meiner Kinder. Oder die Dauerbaustelle in unserem Stadtteil. Es gibt vieles, über das ich mich aufregen kann…

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 12

Hm. Runde 12 kostet mich ein wenig Überwindung. Vielleicht weil ich zunehmend das Gefühl bekomme, dass manche Fragen sich wiederholen. Andererseits – ich WILL DIE 1000 SCHAFFEN! :-) Also weiter im Programm von Johanna

221: Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick? Ich würde es vielleicht lieber „Sympathie auf den ersten Blick“ nennen. Ob daraus eine Freundschaft entstehen kann, muss die Zeit zeigen.
222: Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause? Siehe Frage Nr 197. Eine Pause ist für mich gleichbedeutend mit Zeit für mich selbst.
223: Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen? Hach. Ja. War ich mal. Aber andererseits entscheidet man irgendwie ja auch nicht selbst, ob man verliebt sein will oder nicht…
224: Steckst du Menschen in Schubladen? Ja, ich fürchte schon. Und so gut wie immer stellt sich im Laufe der Zeit heraus, dass ich sie zu Recht so „einsortiert“ habe. ;-)
225: Welches Geräusch magst du? Das Geräusch einer mahlenden Kaffeemaschine, Meeresrauschen, Stille mit ein bisschen Wind und Vogelzwitschern, das Kichern und Lachen meiner Kinder – es gibt viele schöne Geräusche da draußen!
226: Wann warst du am glücklichsten? Eigentlich bin ich momenten gerade ziemlich glücklich und habe fast ein bisschen Angst, dies zu schreiben…
227: Mit wem bist du gern zusammen? Am liebsten mit meinem Mann und meinen Kindern, mit Freunden, mit der Familie.
228: Willst du immer alles erklären? Geht es darum, zu erklären, wie es zu diesem oder jenem Verhalten kam? Dann am besten schon, denn es sollte nichts ungeklärt im Raum stehen bleiben, sonst entstehen Missverständnisse und schlechte Laune. Oder geht es ums Erklären für die Kinder, Erklären von Anleitungen etc.? Dafür bin ich auch die richtige Person und habe Spaß daran, mich „dahinterzuklemmen“, um Erklärungen zu finden.
229: Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden? Regelmäßig überwinde – oder überspiele – ich meine Angst vor Wespen, Spinnen und ähnlichem Krabbelvieh, denn die Kinder sollen meine Abneigung diesbezüglich ja möglich nicht übernehmen. Also „ganz gechillt“ Glas drüber, Pappe drunter und raus damit…

230: Was war deine größte Jugendsünde? Oh je. Da muss ich nachdenken. Vermutlich der Kleidungsstil. Aber das lag ja nicht an mir persönlich, sondern an der Kleidung, die in den 90ern modern war…
231: Was willst du einfach nicht einsehen? Vieles was mir ungerecht erscheint, weil es für mich keine logische Erklärung gibt. Zum Beispiel ärgert mich mal wieder immens, dass ich die Kosten für meine Ortho-K-Linsen nicht (anteilig) erstattet bekomme, weil sie von der Beihilfe nicht als Sehhilfe akzeptiert werden. Dabei sehe ich damit besser als früher mit Brille, habe durch die Linsen seit 6 Jahren konstante Dioptrien (davor ging es stetig bergab). Außerdem sehe ich aktuell nicht ein, wieso der Arbeitgeber eine Leistungsbeurteilung mit Quotenregelung einführt, dann aber nur diejenigen gut beurteilt werden, bei denen es „nötig“ ist, weil eine Beförderung ansteht. Buh buh buh. Sehe ich nicht ein!
232: Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig? Von meiner Familie muss ich mir häufig anhören, wie ich mich als Kind verhalten habe, welche positiven und negativen Eigenschaften ich hatte. Meistens, weil gerade eine entsprechende Eigenschaft der Maus thematisiert wird. Hm. Ob das alles so stimmt, zweifle ich manchmal durchaus an.
233: Welchen Tag in deinem Leben würdest du gerne noch einmal erleben? Keinen. Alles hat seine Zeit. Ich genieße die Erinnerungen an die schönen Tage und hoffe, dass noch neue, schöne Erlebnisse dazu kommen.
234: Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld? Mehr Zeit. Für schöne Dinge.
235: Würdest du gern in die Zukunft schauen können? Ja, manchmal schon. Auch diese Frage habe ich bereits beantwortet unter Nr. 142.
236: Kannst du gut deine Grenzen definieren? Ich denke schon. Und ich bin auch nicht der Typ, der ständig angespornt werden möchte, darüber hinauszugehen.
237: Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten? Gelegentlich beim Autofahren, wie das halt so ist mit spurwechselnden LKWs usw. Ist aber Gott sei Dank immer glimpflich ausgegangen.
238: Hast du einen Tick? Keinen körperlichen. Als Kind hatte ich ewig lang einen Zwinkertick, was sehr belastend für mich war.
239: Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme? Das kommt auf die Definition von Glück an. Für mich ist Glück eine Momentaufnahme, denn es kann im nächsten Moment schon wieder vorbei sein.
240: Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen? Mit meinen Liebsten, meiner Familie.

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 11

Weiter geht es mit der Selbstreflexion, inspiriert von Johanna.

201: Wie gut kennst du deine Nachbarn? Ich kenne ihre Namen, immerhin. Von vielen sogar die Vornamen, weil man sich mit den jüngeren duzt oder Pakete annimmt. Man hält mal ein Schwätzchen auf der Straße, aber mehr nicht. Mehr will ich auch gar nicht. Aber weniger wäre auch komisch in einer Gegend mit überwiegend kleinen Wohneinheiten oder Einfamilienhäusern. Obwohl – letztens hat ein benachbartes Paar uns zum Abendessen zu sich eingeladen, weil es sich so ergeben hatte. Und es wurde ein wirklich netter, langer Abend – die Kinder waren bei Oma und der Heimweg war ja überschaubar… :-)
202: Hast du oft Glück? Ich würde sagen ja. Wenn ich mein Leben anschaue, gab es zwar ein paar unschöne Dinge, aber hey – insgesamt hab ich echt Glück gehabt! Ich wüsste nicht, was ich mehr vom Leben verlangen sollte, als das, was es mir bietet.
203: Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten? Hm. Mittlerweile unterscheide ich mich von allen ziemlich würde ich sagen. Das war zu unserer gemeinsamen Schulzeit noch einheitlicher. Aber so im Großen und Ganzen würde ich mich fast auf meine kinderlose Freundin festlegen, deren Tag mehr als 24 Stunden zu haben scheint. Sie geht vor der Arbeit ins Fitnessstudio, arbeitet Vollzeit, hat ein eigenes Pferd in einem ca. 30-40 Autominuten entfernten Stall, das sie fast komplett alleine versorgt, pflegt ihren Freundeskreis sehr intensiv, engagiert sich nebenbei noch ehrenamtlich und kommt dann auch noch immer wieder mal freiwillig bei uns vorbei, um mit den Kindern zu spielen. Ok, ihr Mann bekommt vielleicht nicht allzu viel von ihrer Zeit ab. Aber ansonsten bewundere ich ihren Antrieb. Da bin ich auf jeden Fall ganz anders gestrickt. Bequemer, unsozialer, fauler.
204: Was machst du anders als deine Eltern? Ich mache vieles so, wie es meine Eltern gemacht haben. Ich möchte aber versuchen, bei meinen Kindern möglichst wenig Leistungsdruck aufzubauen, denn das war in meiner Kindheit ein empfindliches Thema. Ach ja – und ich arbeite in Teilzeit, während meine Eltern immer Vollzeit gearbeitet haben. Ich bin gespannt, ob meine Mädels das später mal als gut oder schlecht empfinden werden, denn ich habe meine Mittage alleine zu Hause immer sehr genossen.
205: Was gibt dir neue Energie? Kaffee! Am besten in rauen Mengen!
206: Warst du in der Pubertät glücklich? Definitiv nein. Ich war oft sehr deprimiert, melancholisch, unglücklich verliebt, gelangweilt – das volle Programm. Hätte ich die Musik nicht als Ventil gehabt – wer weiß, wo das geendet hätte.
207: Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht? Vorletzte Woche als beide Kinder mehrere Tage lang 40 Grad Fieber hatten und die Schnecke mich in einer Nacht 11 Mal aufgeweckt und ins Kinderzimmer zitiert hat. Meine Erkenntnis dieser schlaflosen Woche war auf jeden Fall, dass ich nicht bereit für ein weiteres Baby wäre!
208: Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen? Für Tagträume bleibt mir keine Zeit…
209: Blickst du dich oft um? Ja, Schulterblick, jedes Mal beim Spurwechsel oder Abbiegen… Beim Spazieren nur wenn die Schnecke mal wieder bockt und nicht weitergehen will. ;-)
210: Was wissen die meisten Menschen nicht über dich? Dass ich blogge. Das weiß eigentlich keiner. Es sei denn, jemand hätte mich daheim „ausgespäht“ oder mich beim Lesen erkannt, aber zumindest weiß ich nicht davon. Und das ist auch gut so, denn sonst könnte ich hier nicht mehr so „in Tagebuchform“ schreiben, wie ich das bisher oft tue.

211: Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit? Wenn wir streiten – zum Glück ganz selten – dann über irgendetwas, was die Kinder betrifft. Aber ich hasse Streit.
212: Worauf freust du dich jeden Tag? Momentan auf meine Zeit abends auf dem Sofa wenn die Kinder endlich schlafen…
213: Welche Freundschaft von früher fehlt dir? Keine und doch alle. Ich habe meine 4 besten Freundinnen beibehalten, insofern vermisse ich keine weil sie nicht mehr meine Freundin ist. Aber wir sehen uns teilweise nur 1x im Jahr und das ist der Punkt, an dem ich die Intensität unserer Freundschaft früher manchmal vermisse. Aber ich könnte es auh nicht anders organisieren, daher bin ich zufrieden, wie es ist.
214: Wie gehst du mit Stress um? Da bin ich leider kein Zen-Meister. Ich kann natürlich ein gewisses Maß an Stress aushalten, aber sobald ich keine Fingernägel mehr habe, weiß ich, dass es mal wieder zu viel wird.
215: Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist? Ja, sehr oft sogar. Nur Leute, die ich gut kenne und die ich für „ok“ befunden habe, bekommen mein wahres Ich zu Gesicht. Bei allen anderen bin ich viel zurückhaltender.
216: In welchen Punkten gleichst du deinem Vater? Ich denke am meisten gleichen wir uns in der Liebe zur Musik. Ansonsten war er – zumindest laut meiner Mutter – gerne mal anderen gegenüber nicht „forsch“ genug, um das zu bekommen, was er wollte. Und er hat seinen Ärger nicht nach außen getragen, sondern runtergeschluckt. Ich denke auf jeden Fall, mein Vater war mir vom Charakter her ähnlicher, als meine Mutter es ist.
217: Kann man Glück erzwingen? Erzwingen kann man es nicht. Mal kann sicher auf einiges hinarbeiten, was man als „Glück“ bezeichnet. Das höchste Glücksgut, Gesundheit, kann man aber nur geschenkt bekommen.
218: Welcher Streittyp bist du? Ich bin überhaupt kein Streittyp! Oder vielleicht der Typ „Streitvermeider“. Ich hasse es, Zeit mit Streit zu vergeuden, siehe auch Frage 211.
219: Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter? Munter klingt nach „Yeah, ich liebe es, früh aufzustehen!“ Das nicht! Aber ich bin kein Snooze-Tasten-Drücker. Ich stelle mir lieber den Wecker so spät wie möglich und springe beim ersten Klingler aus dem Bett als dass ich mir mehrmals den Schmerz des Gewecktwerdens antue…
220: Wie klingt dein Lachen? Wenn es aus tiefstem Herzen kommt, dann gerne mal „dreckig“. Ansonsten eher tief als hoch und eher unauffällig als wiehernd oder herausstechend. Zumindest höre ich mich so – wer weiß, was andere denken! :-)

Na Logo!

Neulich fiel mir auf, dass ich hier noch gar nichts über den Besuch der Maus bei der Logopädin berichtet habe. Klar, ich hab einiges nicht verbloggt, was in den letzten Monaten passiert ist, aber zu diesem Thema möchte ich gerne ein paar Dinge aufschreiben, damit ich sie mir später mal wieder in Erinnerung rufen kann.

Mit dem Thema Lispeln wurden wir eigentlich erst bei der U9, also kurz nach dem 5. Geburtstag der Maus, konfrontiert. Mir war natürlich auch davor schon bewusst, dass sie lispelt, aber eigentlich war ich überzeugt davon, dass sich dies von alleine geben würde. Spätestens mit dem Zahnwechsel. So liest man es ja gerne und so sagte es mir auch mein Bauchgefühl.

Nun waren wir also zur U9 bei unserer sehr netten Kinderärztin, die wir obendrein auch noch „als Mutter“ aus dem Kindergarten kennen und sie empfahl uns, höchstens noch drei Monate abzuwarten, dann aber zur Logopädie zu gehen, falls sich ohne Einschreiten keine Verbesserung zeigen würden. Eigentlich überraschte mich das, denn ich hätte eher damit gerechnet, auf die mangelhafte Grobmotorik der Maus angesprochen zu werden, als auf ihr dezentes Lispeln.

Innerlich sträubte ich mich auch direkt gegen die Logopädie, da ich es – ähnlich wie das Thema Zahnspange – für eine Modeerscheinung halte. Zudem hatte ich Angst, die Maus könnte denken, etwas sei mit ihr nicht in Ordnung. Und da sie sich durchaus darüber bewusst ist, dass sie Gleichaltrigen körperlich unterlegen ist, wollte ich verhindern, dass die Sprache – ihre „Schokoladenseite“ – auch noch kritisiert wird.

Dann brachte die Kinderärztin aber das Argument ein, das bei mir zog: Sollte es sich doch nicht von alleine geben, müsste man die Logo-Termine zu einem Zeitpunkt absolvieren, in dem das Kind schon zur Schule geht und dies sei dann ein zusätzlicher zeitlicher und psychischer Stressfaktor.

Also starteten wir nach den Sommerferien mit einem 10er-Rezept bei einer Logopädin, bei der es der Maus auch echt Spaß machte. Die Treffen waren zunächst wöchentlich, schon bald aber nur noch alle 2 oder 3 Wochen, weil die Maus rasch große Fortschritte machte. Am Ende des sechsten Termins lobte die Logopädin die Maus im Gespräch mit mir, dass sie ja nun gar nicht mehr lispeln würde. Daraufhin musste ich ihr allerdings „den Zahn ziehen“, denn die Maus sprach ab Verlassen der Logopädie wie gewohnt, nur beim Üben oder eben bei der Logopädin selbst ließ sie die Zunge verschwinden.

Und dann zeigte mir die Maus ein Mal mehr, warum sie „irgendwie anders“ tickt als andere. Sie hatte das Gespräch mitgehört, obwohl sie abseits mit der Schnecke spielte und lispelte ab dem Tag nicht mehr. Kein einziges Mal. Ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern, wie ihre Sprechweise vor einem halben Jahr noch klang. Wir kamen also noch zu einem 7. Termin, aber da war klar, dass sich das Problem für uns erledigt hat.

Die Maus. So ist sie halt.