Auf dem Prüfstand

Diese Woche steht für die Maus ganz im Zeichen des Prüfens und Testens: Am Mittwoch hatte sie die praktische Fahrradprüfung, morgen wird die dazugehörige theoretische Prüfung stattfinden und heute – ja, heute wurden an ihrer Grundschule zum ersten Mal Corona-Schnelltests durchgeführt. Wie genau es dazu kam, dass wir jetzt schon welche bekommen, weiß ich nicht, denn angekündigt wurden die Tests in Baden-Württemberg erst für nach den Osterferien. Aber es rückte sogar ein Testteam an, so dass das Ganze ziemlich professionell über die Bühne ging. Immerhin wurde in der Klasse der Maus keiner positiv getestet – ich weiß nicht, ob das in allen Klassen so war, kann mir aber kaum vorstellen, dass kein einziger „Treffer“ dabei war. Allerdings muss man dazu sagen: die Tests sind leider freiwillig, so dass nichtmal die Hälfte der Kinder getestet wurden. Hauptsächlich diejenigen, die sich sonst auch nie um ihre Kinder kümmern, nie beim Elternabend aufkreuzen, nie schauen, dass die Hausaufgaben erledigt sind oder die Kinder pünktlich zur Schule kommen – diejenigen haben natürlich auch diesmal den Zettel mit der Testerlaubnis nicht abgegeben. Ich hoffe, das sind dann nicht auch die, die sich nicht an die Einschränkungen halten und Corona haben… Ein sehr schwieriges Thema. Ich bin gespannt, ob die Landesregierung es schafft, die Tests zur Pflicht zu machen. Österreich kann es ja auch – wieso wir wieder nicht? Ich möchte nicht, dass mein Kind als „Indikator“ für die anderen herhalten muss…

Das Testergebnis zur Fahrradprüfung haben wir indes noch nicht bekommen. (Sagt man noch „indes“? Es kommt mir so komisch vor…) Ich bin so gespannt und hoffe sehr, dass die Maus bestanden hat, nach all dem emotionalen Hin und Her der letzten vier Wochen. Der Polizist, der das Ganze geleitet hat, war nämlich ein verkappter Feldwebel mit dem Feingefühl eines Bulldozers und so kam die Maus beide Male, an denen sie zufällig in seiner Gruppe gelandet ist, weinend nach Hause, weil er sich z.B. über sie lustig gemacht hatte, dass sie nicht so schnell fahren konnte wie die Jungs. Geht’s noch? Ist das die Ausbildung zum Rennfahrer oder geht es darum, die Verkehrsregeln zu lernen? Ich konnte kaum glauben, was sie alles über ihn erzählt hat, auch wie er mit den Lehrerinnen umgegangen ist – unglaublich. Wieso arbeitet so ein Typ in diesem Bereich, wenn er nicht mit Kindern umgehen kann?

Es bleibt also wiedermal spannend. Morgen vielleicht das Rad-Ergebnis und Montag nochmal ein Schnelltest – in der Hoffnung, dass auch da alle negativ sind, sonst sind wir (bzw. zumindest die Maus) über Ostern in Quarantäne…

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Wind

Seit einer halbe Stunde versuche ich schon, einen poetischen Titel für diesen Blogbeitrag zu finden. Irgendetwas mit Wind – um festzustellen, dass jeder erdenkliche Wind-Slogan bereits Titel eines Romans, einer Firma, eines Songs oder zumindest eines anderen Blogs ist. Also gebe ich auf und nenne ihn einfach „Wind“. Ich will ja niemandem die Idee klauen…

Was ich erzählen will, ist, dass ich mich im Moment fühle, als ob ich vom Wind hin- und hergetrieben werde. Ich bin nicht Herr meiner Handlungen, ich reagiere auf den Moment, ich kann nichts tun, als mich treiben zu lassen und zu hoffen, dass er mich dorthin bringt, wo ich hin möchte und alles gut geht.

Letzte Woche haben wir die Maus auf der weiterführenden Schule angemeldet. Wir haben uns für das Gymnasium entschieden, das von uns aus am nächsten gelegen, aber in einem anderen Landkreis liegt und somit gegen das Gymnasium, das von den meisten Abgängern unserer Grundschule besucht wird. Gegen die Schule, die sich so toll digital präsentiert hat. Ein Bauchgefühl. Die liebste Klassenkameradin der Maus wird mit uns mitgehen und ich drücke sehr die Daumen, dass nun alles weitere klappt. Wenn wir nächste Woche keine Nachricht bekommen, können wir angeblich davon ausgehen, dass wir angenommen wurden. Ansonsten wird es erstmal blöd.

Am Montag beginnt dann nach wochenlangem Homeschooling und ein paar wenigen Wochen Wechselunterricht der Unterricht in voller Klassenstärke und nach (fast) regulärem Stundenplan. Das heißt nicht nur, die Kinder täglich fast eineinhalb Stunden früher aus den Federn zu reißen als in den letzten Monaten, sondern auch noch mehr Unsicherheit zu haben, ob eines der Kinder Corona mit nach Hause bringen könnte. Es hört einfach nicht mehr auf.

Ebenso unsicher ist unsere Urlaubsplanung. Wir mussten ja unsere Schwedenreise letztes Jahr abblasen und die Fähre auf dieses Jahr verschieben. Um nun natürlich festzustellen, dass auch dieses Jahr im Mai Schweden keine gute Idee sein wird und derzeit sowieso noch in den Sternen steht, ob Urlaub generell eine gute Idee ist. Wer hätte das gedacht, dass es diesbezüglich noch eine Negativ-Steigerung im Vergleich zu letztem Jahr geben würde! 2020 konnten wir immerhin unsere Urlaubspläne noch komplett einhalten, bis auf die Änderung des Reiseziels an Pfingsten eben. Und so fühle ich mich auch hier hin und her geworfen von Regelungen, Ge- und Verboten und insbesondere von Unklarheiten, Stornobedingungen und AGBs.

Und es bleibt uns nichts anderes übrig, als mit dem Wind zu fliegen, nachzugeben und mit geschlossenen Augen zu hoffen, dass es keine Bruchlandung geben wird…

Dreieck

Heute feierten die Maus und die Schnecke Fasching bei der Freundin der Maus. Karneval, für alle Nicht-Schwaben. :-) Die Freundin, die in den letzten Wochen und Monaten unsere einzige „Kontakt-Freundin“ war, eben weil es mit den dreien immer ganz gut geklappt hat und wir so nicht unnötig viele Kontakte treffen mussten.

Wie ich das eine oder andere Mal schon erwähnt habe, ist dies eine nicht ganz unkomplizierte Freundschaft. Die Freundin ist zum einen sehr einnehmend, bestimmend und zudem springt sie sehr schnell von einer Sache zur nächsten und muss den ganzen Tag in Bewegung sein, um nicht die Wände hochzulaufen. Das komplette Gegenteil der Maus. Die Maus möchte sie auf keinen Fall als Freundin missen, weil sie schon einiges zusammen erlebt haben. Sie ist aber zunehmend gestresst von den vielen Treffen, die es in letzter Zeit gab. Diese waren alle mehr oder weniger unfreiwillig und wurden alle von der Mutter der Freundin initiiert, da diese angeblich täglich danach fragt, die Maus treffen zu dürfen.

Nun hatte es sich so entwickelt, dass die Mutter die letzten zwei Male angeboten hatte, sowohl Maus als auch Schnecke zum Spielen zu sich zu nehmen. Dieses Angebot nahm ich gerne an, zumal die Maus förmlich darum bettelte. Denn ist die Schnecke bei diesen Treffen dabei (bzw. ist die Freundin bei uns zu Besuch), muss die Maus die „flitzige“ Freundin nicht alleine aushalten. Das klingt hart, ist aber leider wirklich nicht übertrieben.

Heute jedenfalls war dann leider die große Wende in der Geschichte. Die Faschingsparty war wohl anfangs sehr lustig und nett, doch mit fortschreitender Zeit versuchte die Freundin immer mehr, die Schnecke auszugrenzen. Dies missfiel natürlich der Maus, die Hintenrum-Getue nicht leiden kann. Und als die Freundin auch noch der Schnecke diverse Dinge „in die Schuhe geschoben“ hat (ausgeschüttete Süßigkeiten, Chaos im Zimmer, …), obwohl sie es selbst gemacht hatte, machte die Maus endgültig zu. Ich holte daher abends zwei vermeintlich müde, aber bei genauem Hinsehen nicht ganz so glückliche Kinder ab und musste mir daheim erstmal erklären lassen, was passiert war.

Ich verstehe ja auch die Sicht der Freundin. Sie denkt vermutlich, dass die Schnecke ab sofort immer dabei sein wird und gibt nun alles, um das zu verhindern. Da fiel mir dann auch wieder ein, wie die Maus mir noch zu Beginn ihrer Schulzeit erzählt hat, wie ihre Freundin ihren Eltern Lügen über ein Mädchen erzählte, was dazu führte, dass diese den Kontakt zu der Familie abbrachen. Vermutlich will die Freundin nun erreichen, dass die Schnecke als „Störenfried“ abgestempelt und künftig nicht mehr eingeladen wird.

Nun wird es erstmal eine Pause geben müssen – schon länger ernte ich nur Augenrollen, wenn ich Treffen mit der Freundin ankündige. Und wenn es dann mal wieder eines gibt, sollte die Maus alleine hin. Das sehe ich ein – auch wenn sie dann vielleicht gar nicht mehr hin möchte.

Skiurlaubsurlaub

Während ich diese Zeilen schreibe, würde ich im Normalfall schon tief und fest und vermutlich recht unruhig schlafen, denn morgen würden wir eigentlich wie jedes Jahr mit ein paar befreundeten Familien in den Skiurlaub nach Österreich fahren. Eine Woche lang würde ich mich um die Ängste meiner Kinder und meine eigenen kümmern und nebenbei noch für 13 Personen kochen, aufräumen, einkaufen. Natürlich nicht alleine, aber immerhin als eine von nicht ganz so vielen „echten“ Helfern. Das alles meinem Mann zuliebe, der Skifahren liebt und dem ich dieses Hobby nicht nehmen möchte.

Nun hat mich ausgerechnet Corona in die unglaubliche Lage gebracht, dieses Jahr nicht in den Skiurlaub fahren zu müssen. Ich freue mich! Der Schnee ist stattdessen einfach zu uns gekommen und wir fahren fleißig Schlitten und gehen spazieren und frieren und hängen das Haus und die Heizungen voll mit nassen Kleidungsstücken. Was will man mehr? Ach ja – Urlaub vielleicht. Den haben nächste Woche nämlich leider nur die Kinder, wir arbeiten „durch“. Seufz. Man kann nicht alles haben.

Zahn-Highlights und -Lowlights

Der Februar kam mit einer netten Überraschung daher: Die beiden oberen Schneidezähne der Schnecke sind im Abstand von 3 Tagen ausgefallen! Zuerst der vermeintlich noch nicht ganz so sehr wackelnde – beim Herumbalgen auf dem Sofa – und dann der am seidenen Faden hängende andere Schneidezahn beim Zähneputzen. Wie süß so ein zahnloses Kindergesicht doch ist! :-)

Nicht so süß waren dagegen die Zahn-News, die uns der Januar zu bieten hatte. Mein Schwiegervater war in der eigenen Wohnung ohnmächtig geworden und dabei so unglücklich gestürzt, dass er mit einem mehrfach gebrochenen Kiefer ins Krankenhaus musste. Mittlerweile sind fast 4 Wochen vergangen und es geht langsam wieder aufwärts mit ihm. Zwar sehr langsam und mit noch so einigen Hürden, die zu nehmen sind, aber immerhin ist die Tendenz nach oben zu erkennen.

Ab sofort hätte ich dann bitte gerne nur noch ausgefallene Milchzähne in der Familie zu vermelden! Da fällt mir ein: Den Zahnkalender der Kinder muss ich dringend mal wieder aktualisieren und hier hochladen, vielleicht schaffe ich es am Wochenende mal, den Laptop zu ergattern…

Was zählt wirklich?

Als mich die Schnecke heute Morgen wie an jedem Wochenend-Morgen mit ihrem Rufen aus dem Schlaf riss, träumte ich gerade davon, in meiner alten Schule zu sein. Kein Wunder, hatte ich doch den ganzen Vorabend lang über die Frage nachgedacht und recherchiert, welches Gymnasium für die Maus wohl das richtige sein wird.

Jedenfalls ließ der Traum mich nicht mehr los. Ich grübelte weiter und ließ meine Schulzeit auf dem Gymnasium Revue passieren. Was war gut? Was war weniger schön? Worauf hätte ich verzichten können und welche Erfahrungen würde ich nicht missen wollen?

Ziemlich schnell wurde mir klar: Das, was mir die Schulzeit wirklich versüßt hat und mir die meisten bleibenden Erinnerungen beschert hat, waren die AGs, in denen ich mitgemacht habe. Erst Chor, dann Modern Dance und dann Big Band. Insgesamt habe ich mich erst sehr spät getraut, an AGs teilzunehmen, aber dafür dann umso intensiver. Mit zahlreichen Fahrten, Auftritten, Proben, Erfolgserlebnissen und noch mehr Spaß.

Daneben – genauso wichtig – meine Freundinnen. Und zwar allen voran diejenigen, die mit mir zusammen auch schon die selbe Grundschule besucht hatten. Aber natürlich auch noch ein paar andere. So viele gemeinsame Pausen, Schwärmereien, Busfahrten, Übernachtungspartys, gemeinsames Wachsen.

Wie könnte ich also eine Schule für die Maus nur nach rein rationalen Kriterien auswählen? Fächerangebot, Schulweg, Ruf – das ist alles wichtig, klar. Aber noch viel wichtiger sind die Herz-Dinge. Ich hoffe sehr, dass wir die richtige Entscheidung treffen können.

Lobeshymne

Gestern Abend hatten wir unser Informationsgespräch zur Grundschulempfehlung der Maus. Das Klassenlehrerinnen-Tandem erzählte uns in einer Videokonferenz vieles, was wir schon über die Maus wussten, ließen unsere Elternherzen dann aber auch dahinschmelzen, da ihre Worte voll des Lobes für die Maus waren. Nicht nur auf Leistungsebene, sondern auch aus „menschlicher Sicht“.

Nun wurde uns also offiziell bestätigt: Die Maus wird im nächsten Sommer aufs Gymnasium gehen. So klar die Entscheidung für die Schulart gefallen ist, so schwer tun wir uns mit der Wahl der Schule. Immerhin haben wir uns darauf geeinigt, eines der beiden Gymnasien im näheren Umfeld zu wählen. Da ist auf der einen Seite das fußläufig zu erreichende Gymnasium, dem der Ruf vorauseilt, hohe Leistungserwartungen zu haben, von dem ich aber nur wenige Informationen aus erster Hand habe, da es in einem anderen Landkreis liegt. Auf der anderen Seite steht das für unseren Wohnort „zuständige“ Gymnasium in unserem Stadtteil, von dem ich bislang ebenfalls nur Gutes gehört habe, zu dem der Schulweg allerdings richtig doof ist, da man trotz der recht kurzen Fahrtzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein Mal umsteigen muss. Letztere Schule hat eine super-duper-moderne Homepage, äußerst ansprechend und informativ, sogar mit einem netten Video, in dem die Schule präsentiert wird. Demgegenüber die Website des anderen Gymnasiums, auf der man nichtmal einen ordentlich bestückten Terminkalender findet, geschweige denn irgendwelche informativen Inhalte. Schulprofile, Coronainfos und Öffnungszeiten des Sekretariats. Hm.

Dieses Jahr ist es aber auch besonders schwierig. Letztes Jahr konnten bei uns in der Gegend wenigstens noch die Tage der offenen Tür stattfinden. Nun hat man eigentlich keine andere Möglichkeit, als auf das Online-Angebot zu blicken und auf Mund-zu-Mund-Propaganda zu bauen. Sofern man überhaupt einen passenden Mund zu Gesicht bekommt…

Und dann ist da natürlich auch noch die Freundinnen-Frage. Die Maus hat riesige Angst, ganz alleine, ohne Anschluss in eine neue Schule gehen zu müssen. Das kann ich auch gut verstehen, deswegen liegt mir viel daran, eine gute Lösung für sie zu finden. Aber es ist gar nicht so einfach, da die anderen auch alle „herumeiern“ und unentschlossen sind. Vielleicht müssten wir uns einfach festlegen, denn die bisherigen Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Thema Schule sollten mich eigentlich gelehrt haben, dass man am Ende immer in den Ofen guckt, wenn man nur einer Person zuliebe eine Entscheidung trifft… Es bleibt spannend! Mitte März müssen wir entschieden haben, da sind die Termine zur Anmeldung.

Auf der Suche

Mal wieder kann ich nicht einschlafen, wie so oft in letzter Zeit. Meine Gedanken kreisen um die Frage, was ich tun könnte, um wieder zufriedener mit mir zu sein.

Angefangen hat es mit dem Gedanken, ob ich nicht meinen Job wechseln sollte. Nicht, dass mir Programmieren keinen Spaß mehr macht, aber ich fühle mich zunehmend überfordert. Es gibt kaum noch ein normales Projekt, ständig müssen komplexe neue Verfahren aufgebaut werden, ständig fehlen die entsprechenden Vorgaben und ständig sollen die Arbeiten am besten gestern fertig sein. Ich habe mittlerweile so oft das Gefühl, dass ich das nicht kann, dass der Spaß darunter leidet.

Und dann frage ich mich: Gibt es denn gar nichts, das ich wirklich gut kann? Ich meine so richtig gut? Ich wäre gerne Musikerin – aber dafür bin ich zu schlecht und zu feige. Ich wäre gerne Lehrerin – aber nicht in der heutigen Zeit, in der Respekt nur noch in Rap-Songs vorkommt – dazu bin ich zu zurückhaltend und friedliebend. Ich wäre gerne Autorin – aber könnte ich wirklich mal ein Buch zu Ende bringen? Nein, alles passt nicht.

So geht es immer weiter und ich komme vom Hundertsten ins Tausendste und lande bei der Frage, ob ich denn nicht wenigstens etwas Kleines finden kann, das mich zufriedener werden lässt. Vielleicht ein kleines Erfolgserlebnis, etwas abschließen und damit glücklich sein. Aber alles, was ich anfange, wird zur unendlichen Geschichte – digitale Fotos archivieren, die Kunstwerke der Kinder (aus)sortieren, alte Datenträger digitalisieren, abgelegte Kindersachen verkaufen. Egal was ich anfange, alles „wächst nach“ und so schiebe ich wie Sisyphos Stein um Stein den Berg hinauf, um am Ende doch keinen Erfolg verbuchen zu können, sondern zu sehen, wie das Chaos wächst.

Ich bin frustriert. So frustriert, dass ich es sogar in Erwägung ziehe, mit irgendeinem Sportprogramm zu beginnen, um wenigstens bei irgendetwas Fortschritte zu machen. Vermutlich um dann kurz darauf noch frustrierter wieder aufzugeben, weil ich den Kampf gegen den inneren Schweinehund doch wieder verloren habe.

Hallo Jahr!

Ich hoffe, ihr seid alle gut in 2021 angekommen – ein glückliches und gesundes Jahr wünsche ich euch!

Wir sind gut ins neue Jahr gestartet. An Silvester waren wir nachmittags bei den Schwiegereltern, wo wir Fleischfondue gegessen haben nebst vielen anderen Leckereien. Da in Baden-Württemberg die Ausgangssperre am Silvester nicht aufgehoben wurde, legten wir den Besuch so, dass wir ganz regelgetreu um 20 Uhr wieder zu Hause waren. Dann führte die Maus uns ein paar Zaubertricks vor, quasi als Warm-up für die digitale Zaubershow eines lokalen Zauberers, die wir gebucht hatten. Bis diese startete, spielten wir ein paar Brettspiele und packten Partyhütchen und Leuchtbrillen aus. Dann schauten wir dem Zauberer zu und schon war es halb zwölf. Wir wechselten zu einem TV-Programm mit der obligatorischen Schlager-Silvesterparty und machten uns für Mitternacht bereit. Und tatsächlich – trotz Verkaufsverbot für Feuerwerk und trotz Abbrennverbot auf öffentlichen Plätzen krachte es ordentlich in den Gärten, so dass sogar „echtes“ Silvesterfeeling aufkam. Wir hatten Knallbonbons mit Konfetti und Witzen und für jedes Kind ein Schächtelchen mit Knallfröschen, die wir auf der Terrasse platzen ließen. Anschließend tanzten wir wild zu Macarena, Ententanz und co. und staunten beinahe über die Party-Stimmung, die wir so ganz alleine aufbauen konnten. Um halb 2 konnten wir dann die Kinder überreden, endlich ins Bett zu gehen.

Und nun warten wir gespannt darauf, dass die Politiker verkünden, wie es weitergeht. Wird der Kindergarten öffnen? Und die Schule? Wird es wenigstens Homeschooling geben und nicht wieder nur Zeit vergeudet durch verlängerte Ferien? Geht es in diesem Jahr aufwärts oder wird es noch anstrengender als 2020…?

Rückblick 2020 und Ausblick 2021

Ich kann es kaum fassen, dass ich hier den Jahresrückblick tippe, weil schon wieder ein ganzes Jahr vergangen ist. Und was für eins… Ein Jahr, in dem alles Kopf stand, Corona die Welt beherrschte und in dem wir als Familie aber trotz allem erstaunlich viele schöne Momente erlebt haben. Und obendrein ein Jahr, in dem mein Blog sogar ein kleines „Revival“ erlebt hat…

Zunächst einige Fakten über meinen Blog:

  • In diesem Jahr habe ich doch tatsächlich 129 Beiträge geschrieben! Ich kann es kaum glauben – mehr habe ich nur im ersten Lebensjahr der Maus gebloggt… Das war im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um über 2.000 %! Feuerwerk! Champagner!
  • Es sind sogar wieder ein paar mehr Leute hier gelandet – nicht ganz 6.500 Aufrufe hatte mein Blog anstatt der rund 5.000 im letzten Jahr. Auch das finde ich einen guten Schnitt, denn meine Beiträge drehten sich diesmal weniger um das Thema Kind, sondern mehr um Corona, Lockdown und Urlaub. Wer will sowas schon lesen? :-)
  • Auch 2020 war der „75-Wochen-Schub“ von 2013 der mit Abstand meistgeklickte Beitrag. Das scheint wirklich eine sehr herausfordernde Phase zu sein… Auf Platz 2 landeten die „Herbstarbeiten“ von 2014, wo es um eine Anleitung für einen gestrickten Kinderschal geht. Platz 3 geht an den ersten Zahn der Maus in „Der Übeltäter“ von 2012. Ab Platz 14 kommen dann die aktuellen Artikel aus diesem Jahr, allen voran „Wir bleiben zu Hause – Tag 26“ – vielleicht, weil es hier unter anderem um meine neue Nähmaschine geht und das ein paar zusätzliche Klicks gebracht hat…
  • Neben den deutschen Aufrufern auf Platz 1 waren in diesem Jahr besonders viele Klicks aus Spanien auf meinem Blog zu verzeichnen, danach die üblichen Spitzenreiter USA, Österreich und Schweiz auf den Plätzen 3-5. Dafür gibt es ein „¡Hola y gracias a todos!“
  • Bei den Suchanfragen ging es wie immer fast ausschließlich um Schwangerschaft, Schwangerschaftstests, Schübe und Stricken. Auch hier siegt der „75-Wochen-Schub“ mal wieder. Die allernetteste Anfrage möchte ich aber direkt noch hier in diesem Jahresrückblick beantworten. Es wurde gefragt: „Haben Schnecken Zähne?“ Nicht alle – aber meine schon… :-)
  • Hier noch für’s Archiv die Links zu den Vorjahres-Abschlussberichte:
    2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
    2016 | 2017 | 2018 | 2019

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2020:

  • 2020 war – wie vermutlich für die meisten – ein sehr seltsames Jahr. Es startete noch ganz gut, wir feierten Silvester mit Kind und Kegel zusammen mit unserer Skigruppe bei einer der Familien zu Hause. Auch im Februar fuhren wir noch völlig ahnungslos in den Skiurlaub nach Österreich. Aber noch während wir dort waren, griff das Covid-19-Virus um sich und schwappte mit gewaltiger Wucht nach Deutschland über. Unsere Eltern kauften Vorräte während wir Urlaub machten, denn in Österreich war Corona so gar kein Thema. Völlig unreal, ich hielt alles für übertrieben, das Einkaufen und auch dass eine Familie unserer Gruppe dann plötzlich vorzeitig abreisen wollte. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, was da auf uns zukommt. Keine 14 Tage nach unserer Rückkehr dann der „Lockdown“. Alles dicht, Schulen, Kindergärten, Büros, Restaurants, die meisten Läden. Abstand halten, Kontakte vermeiden. Wir blieben tatsächlich über einen Monat lang unter uns, ohne persönliche Kontakte zu Familienmitgliedern oder Freunden. Ich war die einzige, die ein Mal in der Woche das Haus verließ, um Lebensmittel einzukaufen. Glücklicherweise konnten sowohl mein Mann als auch ich komplett im Homeoffice arbeiten, die Maus machte ihr Homeschooling sehr tapfer und weitestgehend selbstständig und die Schnecke gab sich auch Mühe, die Zeit, in der die Maus nicht mit ihr spielen konnte, durch Puzzeln oder Malen zu überbrücken. Nachmittags machten wir Spaziergänge über alle Felder in der Gegend, durch alle Wälder. Wir entdeckten die nahe Umgebung und waren geradezu begeistert, was wir alles noch nicht gesehen hatten, obwohl wir quasi ums Eck wohnten. Im Mai zog dann zuerst ein Sonnenschirm in unserem Garten ein und schließlich noch ein Whirlpool, den wir bis September wirklich ausgiebig nutzten. Wir genossen geradezu die Zeit zu viert und hatten dann ganz schön daran zu knabbern, als nach Ostern die Beschränkungen zurückgefahren wurden und sich immer mehr Termine zurück in unser Leben drängten.
    Unser Pfingsturlaub, der mit dem Wohnmobil wieder nach Schweden führen sollte, musste auf später verschoben werden, da uns die zu dem Zeitpunkt gültigen Quarantäneregeln einen Strich durch die Rechnung machten. Also planten und buchten wir um und verbrachten trotz allem zwei schöne Wochen mit dem Wohnmobil an Nordsee, Ostsee und der Mecklenburger Seenplatte. Und während ich das jetzt schreibe, kann ich kaum noch glauben, dass das wirklich so war: Wir konnten sogar unseren Sommerurlaub in Italien verbringen – selbes Hotel, selbes Zimmer, selber Strand wie jedes Jahr. Nur eben mit Maske.
    Nach den Sommerferien schien alles wieder in ruhigere Bahnen zu kommen: Die Maus startete in die 4. Klasse, die Schnecke startete in ihr letztes Kindergartenjahr. Vor allem die Maus profitierte geradezu von den Corona-Regeln ihrer Schule. Da die Klassen anfangs getrennte Startzeiten hatten, bot sich ihr plötzlich die Gelegenheit, mit einer Klassenkameradin zusammen zur Schule zu laufen, da diese nicht mehr mit ihrem Bruder laufen konnte. Ebenso durften die Klassen sich in denn Pausen nicht mehr mischen – auch dies förderte die Freundschaft zu ihrer Nebensitzerin sehr, denn die Maus wurde davor immer ziemlich von ihrer besten Freundin (aus einer anderen Klassenstufe) „in Beschlag“ genommen, die nicht duldete, dass irgendjemand anderes mitspielte.
    Im Kindergarten fiel das Thema Corona nur am Rande auf. Denn bis auf die fehlenden Ausflüge und Geburtstage war alles wie immer. Und auch hier brachte das Ganze wenigstens einen Vorteil: Das Bringen und Abholen erfolgt an der Eingangstür. Dadurch ersparte ich mir einiges an Jammern von und Diskussionen mit der Schnecke.
  • Im Oktober durften wir dann glücklicherweise die Erstkommunion der Maus feiern. Zwar mit einem halben Jahr Verspätung zum ursprünglichen Termin, mit großen Einschränkungen, aber immerhin konnten wir feiern. Schon eine Woche später wäre das nicht mehr möglich gewesen.
  • Für unsere Paarsituation war das Jahr 2020 nicht besonders toll. Klar, wir konnten während des Lockdowns viel mehr Zeit zusammen verbringen als sonst, allerdings natürlich immer nur als Familie und nicht als Paar. Auch die Anzahl der Auswärtsübernachtungen der Kinder oder unserer abendlichen „Kinderfrei-Veranstaltungen“ kann ich an einer Hand abzählen – man wollte den Großeltern halt irgendwie nicht zu nahe kommen. Ich habe nun zwar deswegen nicht das Gefühl, dass es allzu schlecht um unsere Beziehung steht, aber die Paartage fehlen mir schon – ohne sie ist man sich seiner Rolle als Partner gar nicht so bewusst. Man ist Mama, Papa, Familienmitglied, aber mehr auch nicht.
  • Auch mein persönliches „Privatleben“ ist auf einem Tiefpunkt angekommen, da ich genau Null Minuten am Tag alleine zu Hause bin oder Zeit für mich habe. Seit Beginn der Pandemie hatte ich genau eine Big Band-Probe, danach war’s wieder vorbei mit meinem Hobby – zu Hause klappt das mit dem Saxophon spielen leider nicht – die Nachbarn oder meinen Mann im Homeoffice beschallen ist keine gute Idee. Wenigstens habe ich ein paar Mal mit meinen Freundinnen „videofoniert“ – das war neu und sehr nett.
  • Natürlich hat sich Corona auch auf die Arbeit ausgewirkt. Während des Lockdowns im Frühjahr konnten anfangs nur diejenigen arbeiten, die bereits ein Homeoffice eingerichtet hatten, plus eine Person pro Büro vor Ort. Somit kamen meine Kollegen abwechselnd in den Genuss, eine Woche „gratis Urlaub“ zu haben, während ich die ganze Arbeit machen und nebenbei noch die Kinder behomeschoolen und behomekindergarten durfte. Während mein Mann gefühlt den ganzen Tag in Telefonkonferenzen festhing und mir kaum eine Hilfe sein konnte. Seit März war ich nun genau vier Mal im Büro vor Ort – drei Mal während des Sommerurlaubs meiner Kollegen und ein Mal Anfang Dezember, weil ich meinen Computer austauschen lassen musste. Mir fehlt der persönliche Kontakt zu meinen Kollegen schon ein bisschen, das Quatsch machen wenn man mal mit der gesamten Vierergruppe im Büro sitzt, einfach mal zu Hause rauskommen. Aber andererseits genieße ich es auch, dass ich mir die Fahrerei komplett sparen kann, denn seit die Maus zur Schule geht, waren meine Bürotage auch nicht mehr so entspannt wie zu Kindergartenzeiten, als ich morgens einfach aufgestanden und zur Arbeit gegangen bin und mein Mann dann den Rest erledigt hat.
  • Und nun mein liebster Rückblick-Punkt: die Babys! Die Freundin, die ich im letzten Jahresausblick ins Auge gefasst hatte, ist nach wie vor kinderlos. Ich bin mir auch gar nicht mehr sicher, ob sie ihre Familienplanung weiter verfolgt. Dafür gab es aber zwei 2020er-Überraschungsbabys! Ein zweites Kind bei meiner Studienfreundin, die wir – wenn wir uns nicht gerade in einer Pandemie befinden – jedes Jahr ein Mal treffen und ein drittes Baby bei einer Bekannten, die mit mir zusammen in der Krabbelgruppe der Maus war. Wie schön! Damit hatte ich zum letzten Jahreswechsel noch nicht gerechnet.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2021:

  • Ich hoffe, die Welt bekommt sich wieder in den Griff. Das ist mein größter Wunsch. Es geht mir nicht darum, dass ich mich nicht einschränken will, dass ich Party machen oder mich mit unzähligen Menschen treffen muss. Aber diese ständige Sorge im Hinterkopf, die Angst, dass die eigene Familie vielleicht irgendwann auch betroffen sein könnte – ich wünschte, das hätte ein Ende. Aber ich habe das ungute Gefühl, dass 2021 für uns persönlich noch schlimmer wird als 2020…
  • 2021 wird für uns auf jeden Fall ein Jahr der Veränderung. Im Sommer wird die Schnecke eingeschult – sie ist nun wirklich bereit und lechzt danach, Neues zu lernen. Durch den coronabedingten Abstand vom Kindergarten (die Übergabe der Kinder erfolgt nur noch an der Tür, es gibt kaum noch persönlichen Kontakt zu den Erziehern) wird es mir hoffentlich wenigstens nicht ganz so schwer fallen, den Kindergarten nach fast 7 Jahren hinter uns zu lassen. Gleichzeitig wechselt die Maus auf die weiterführende Schule – verrückt, dass sie die Grundschulzeit nun schon hinter sich hat! Das Gespräch zur Grundschulempfehlung steht unmittelbar bevor und ihren Noten nach zu urteilen, wird es wohl aufs Gymnasium gehen. Bleibt nun noch die Frage, auf welches und ob sie mit ihrer Freundin zusammenbleiben kann. Das bekümmert sie jetzt schon sehr.
  • Urlaub – ja, das wird im nächsten Jahr auch wieder spannend. Unseren Skiurlaub, der für die Faschingsferien gebucht war, haben wir storniert. Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass man sich im Februar in so großen Menschenmassen wieder wohlfühlen wird.
    Dann haben wir für Pfingsten wieder ein Wohnmobil gemietet – wir würden wirklich gerne wieder nach Schweden, zumal wir die Fährfahrt nicht stornieren, sondern nur verschieben konnten. Aber auch hier bin ich mir noch nicht sicher, ob das so klappen wird, denn mit Schweden war ja coronamäßig von Anfang an alles anders.
    Auch unseren Sommerurlaub in Italien würden wir gerne wie immer machen und haben es entsprechend gebucht. War ich vor ein paar Wochen noch sehr zuversichtlich, fällt es mir momentan immer schwerer, daran zu glauben, dass 2021 „alles gut“ wird. Es ist kein Ende in Sicht und ich kann mir gerade einfach nicht einreden, dass der Sommer die Situation wieder bessern wird.
  • Und nun zum letzten Punkt: Wird es 2021 in unserem Umfeld ein Baby geben? Ich glaube es nicht. Zumindest hätte ich in der Corona-Phase keinen Nerv, mich damit zu beschäftigen. Aber ich würde mich natürlich freuen, wenn sich jemand aus unserem Bekanntenkreis davon nicht beeinflussen lässt!

Nun kann das Jahr 2020 also bitte zu Ende gehen. Und ich hoffe mehr als alles andere, dass 2021 wieder unbeschwerter wird. Euch da draußen einen guten Rutsch und ein glückliches und vor allen Dingen gesundes Jahr 2021!

Das Problem mit der Freundschaft

Wer mich kennt und auch die Maus, der weiß: Sie ist eine kleine Version von mir. Optisch, aber vielmehr noch „inhaltlich“. Natürlich hat sie eine eigene Persönlichkeit, aber gewisse Parallelen lassen sich nicht von der Hand weisen. Deswegen glaube ich auch oft zu wissen, was in ihr vorgeht. Beim Thema Freundschaft zum Beispiel…

Die Maus hat eine beste Freundin, die sehr – sagen wir mal – anhänglich ist. Würde es nach der Freundin gehen, gäbe es fast tägliche Treffen, am besten von früh bis spät. Sobald die Maus sich auch nur einer anderen Person gefühlsmäßig nähert, schrillen bei dieser Freundin die Alarmglocken und es wird um jeden Preis verhindert, dass die Maus ihre Kontakte erweitern kann. Genau das hatte ich auch. Eine sehr, sehr gute Freundin, lange Zeit die beste, die mich aber zunehmend zermürbt hat, da sie nicht akzeptieren konnte, dass es neben ihr noch andere Freundinnen gab. Ich musste mich stets rechtfertigen, warum ich keine Zeit für ein Treffen habe und sie war schnell sauer, wenn sie merkte, dass andere Freundinnen der Grund waren. Deswegen begann ich zuerst, Lügengeschichten zu erfinden, warum ich keine Zeit hatte. Schule, Familientermine, Hobbys. Irgendwann kam aber der Tag, an dem ich davon so genervt war, dass ich damit Schluss machte. Und nicht lange darauf brach sie den Kontakt zu mir für mehrere Jahre ab. Mittlerweile haben wir wieder ein gutes Verhältnis, aber recht distanziert und wir sehen uns nur ein paar Mal im Jahr. Ich frage mich, ob das bei der Maus auch so enden muss und finde keine andere Idee zur Lösung dieses Problems. Sonst hätte ich sie in meiner Jugend ja vermutlich schon selbst angewandt.

Und auch bei der Schnecke ist das Thema Freundschaft kompliziert. Im Kindergarten hatte sie anfangs viele lose Freundschaften. Ihre „besten Freundinnen“ waren Zwillinge. Da ist schon das Problem an der Sache: Die Zwillinge mögen zwar die Schnecke gerne und bezeichnen sie auch als Freundin, aber vor allen Dingen haben sie sich eben gegenseitig, da kommt ein Außenstehender nur schwer dazwischen. Dann kam gleich nach Jahresbeginn ein neues Mädchen in den Kindergarten. Sie konnte nur Englisch sprechen und da die Schnecke von den vielen englischen Videos, die sie anschaut, offensichtlich etwas Englisch konnte, erwählte dieses Mädchen die Schnecke zur Freundin. Zumal diese in Amerika, wo sie ihre ersten 5 Jahre gelebt hatte, eine beste Freundin hatte, die nicht nur den selben Vornamen wie die Schnecke hatte, sondern auch noch rote Haare wie die Schnecke. Kein Wunder, dass das Mädchen sich an die Schnecke klammerte. Sie konnte keinen Schritt mehr ohne sie tun. Aber irgendwann wurde es der Schnecke zu viel, denn sie konnte nicht mehr mit ihren „alten“ Freunden spielen, musste ständig übersetzen und auch mehrere Gespräche mit dem Kindergartenteam brachten keine Besserung. Die Schnecke wollte partout nicht mehr in den Kindergarten und es gab jeden Morgen ein Drama.

Dann kam der erste Lockdown. Wir waren erleichtert, keine Diskussionen mehr am Morgen. Und als dann Wochen später der Kindergarten wieder öffnete, waren auch schon die Sommerferien vor der Tür. Nach den Ferien kamen viele Freunde der Schnecke in die Schule und die Zwillinge waren oft nicht da. Also wuchs die Freundschaft zu dem „neuen“ Mädchen immer weiter, bis die Schnecke sie zur besten Freundin krönte. Die beiden sprachen nur noch englisch miteinander (blöd für das Mädchen, das nicht deutsch lernte, toll für die Schnecke, die mittlerweile wie ein Nativespeaker klingt) und waren unzertrennlich. Eines Tages im Sommer luden wir sie zu uns nach Hause ein, wo die Mutter mir erzählte, dass Deutschland nur eine Durchgangsstation für sie sei, denn eigentlich würde sie in ein paar Jahren in ihre Heimat nach Irland ziehen wollen… Dieser Satz spukt mir nun ständig durch den Kopf und ich habe Angst vor dem Tag, an dem die Schnecke ihre beste Freundin aufgeben muss.

Freundschaften sind irgendwie nicht unsere Paradedisziplin…

Streifschuss

Gestern habe ich durch Zufall von den Nachbarn erfahren, dass in einer Gruppe der Nachmittagsbetreuung in unserer Grundschule eine Person mit Corona infiziert ist. Da die Maus dort aber nicht mehr hingeht, waren wir fein raus. Heute erzählte dann die Maus, dass sich eine Klasse nun in Quarantäne befindet und zudem unabhängig von diesem Fall auch ein Junge aus ihrer Klasse. Die Einschläge kommen näher, vielleicht ist das auch schon der erste Streifschuss. Wann sind wir dran…?

Morgen hat die Maus Geburtstag. Wir geben alles, um diesen so schön wie möglich zu gestalten und ich bin froh, dass wenigstens Oma noch herkommen darf. Wir waren letztes Wochenende auch schon „Laterne laufen“, nur wir vier. Sogar mit Singen – auf dem Feld hört einen ja keiner… Ich bin um jeden Punkt im Jahresablauf froh, den wir irgendwie positiv angehakt bekommen, weil ich jeden Tag mit einem Brief, einem Anruf rechne, dass wir nun auch in Quarantäne müssen. Und das wäre ja noch der „unproblematische“ Fall – ich hoffe nur, dass hier alle gesund bleiben…

Das Leben geht weiter light

Nun liegt fast eine Woche „Lockdown light“ hinter uns. Das wollte ich an dieser Stelle mal festhalten, denn nach meinen vielen Beiträgen während des ersten Lockdowns möchte ich auch diese zweite Phase der Einschränkungen für mich festhalten.

Im Prinzip liegen die Entbehrungen für uns hauptsächlich im Bereich der Hobbies. Ballett und Tennistraining der Kinder fallen aus, meine Big Band habe ich seit März zu genau einer Probe gesehen, dann war wieder Schluss. Ansonsten ist eigentlich alles wie immer. Schule, Kindergarten – zum Glück bislang ohne Corona-Probleme. Klar, man rechnet herum, wen man treffen darf oder nicht – vor allem im Hinblick darauf, dass die Maus nächste Woche Geburtstag hat. Wir arbeiten beide nach wie vor ausschließlich von zu Hause, was nach wie vor Vorteile mit sich bringt (v. a. mehr Familienzeit) sowie auch Nachteile (v. a. keine Sekunde, die ich alleine für mich habe, außer die Zeit im Supermarkt…). In der Arbeit meines Mannes werden nun viele Stellen abgebaut, was einen doch nachdenklich stimmt. Was, wenn es uns irgendwann auch trifft? Zum Glück habe ich auch einen Job, aber man will sich den psychischen Stress gar nicht ausmalen…

Und dann geht ganz nebenbei das Leben weiter. Die Schnecke geht stramm auf das Ende ihrer Kindergartenzeit zu. Man merkt auch ihr an, dass sie nun bereit dafür ist – ganz anders, als noch vor einem halben Jahr. Sie freut sich auf die Schule, lechzt danach, Neues zu lernen und freut sich über jede Gelegenheit, das vorzuführen, was sie schon kann. Rechnen zum Beispiel, das scheint ihre Stärke zu sein. Wir sind schon gespannt! Sie freut sich auch über jeden Brief, der von der Schule kommt – derzeit nicht wenige, denn alle Veranstaltungen, die im Vorfeld hätten stattfinden sollen – Infotag, Elternabend, Schuleinschreibung – alles fällt wegen Corona ins Wasser und wird postalisch abgehandelt.

Wir haben es ja noch gut, wir kennen die Schule, die Abläufe, die Lehrer – zumindest an der Grundschule. Für die ganz neuen Familien wird es ein Blindflug. Einen solchen haben wir auch vor uns, es steht nämlich ein weiterer Meilenstein an: der Übergang der Maus in die weiterführende Schule. Und so sehr ich gehofft habe, dass eineinhalb Corona-Jahre reichen, um alles wieder ins Lot zu bringen, so wenig glaube ich mittlerweile daran, dass im nächsten Schuljahr alles „normal“ ist.

Aber das Leben geht weiter. Anders, aber unaufhaltsam.

Mit Gottes Segen

Knapp ein halbes Jahr nach dem ursprünglich geplanten Termin konnten wir gestern die Erstkommunion der Maus feiern. Mit 6 statt 40 Kindern, fester Sitzordnung in der Kirche, Masken und ohne Gesang der Kirchengemeinde. Aber dafür in sehr persönlicher Atmosphäre, ohne Gedränge und mit Begleitung durch zwei Sänger, Orgel und Saxophon. Das Saxophon hat mich natürlich am meisten begeistert und erfreut – neben meinem Kind selbstverständlich. :-) Die Maus sah wunderschön aus in ihrem Kleid, das wir schon vor Monaten gekauft hatten und zum Glück noch passte. Sie strahlte so sehr, als sie im Altarraum saß und man merkte ihr an, dass sie es genoss, der Höhepunkt des Tages für die gesamte Familie zu sein.

Als der Gottesdienst vorbei war, lachte die Sonne vom Himmel und wir konnten draußen noch ohne Jacken Fotos machen, wo es doch morgens noch 8 Grad kalt war und regnete.

Im Anschluss daran fuhren wir mit unseren Gästen zu Kaffee und Kuchen zu uns nach Hause. Wir hatten – um das Risiko möglichst klein zu halten – nur die Großeltern und Taufpaten eingeladen und beschlossen, nicht ins Restaurant zu gehen. Dafür hatte ich eine Torte bestellt, um für diesen Tag wenigstens etwas besonderes bieten zu können, zumal die Schnecke am Samstag Geburtstag gefeiert hat und ich nicht meine klassische Geburtstagstorte nun auch für die Kommunion haben wollte. Allerdings musste ich im Vorfeld drei Bäckereien abklappern, bis ich endlich eine fand, die trotz Corona in der Lage war, eine Torte nach unseren Wünschen zu backen. Ohne Fondant. Ich verstehe nicht, warum das ein Problem war, hätte aber der Konditorin in der letzten Bäckerei vor Freude aber um den Hals springen können, als sie sagte, sie könne machen, was wir uns wünschen.

Als die Gäste abends dann weg waren, saß die Maus noch lange über dem Ausfüllbuch zur Kommunion, das wir ihr geschenkt hatten. Auch an den anderen Geschenken wird sie sicher noch viel Freude haben – es sind einige Ohrstecker dabei, Ketten, aber auch Bücher und Gutscheine.

Ich bin so dankbar, dass wir diesen Tag so erleben durften und alles gerade noch so „über die Bühne gebracht“ haben, bevor die nächsten Einschränkungen kommen. Eine Woche später und das Fest wäre ein anderes geworden. Oder ausgefallen. Was hatte ich Sorgen und Ängste wegen dieser Kommunion! Es fallen mir so viele Steine vom Herzen, dass die Maus nicht wieder enttäuscht werden musste. Nun hoffe ich nur noch, dass wir alle gesund bleiben, dann können wir dieses außergewöhnliche, aber doch sehr schöne Fest in guter Erinnerung behalten.

Urlaub (fast) wie immer (WbzH Tag 144)

Wir haben es gewagt und sind nach Italien an die Adria gefahren. Zum 7. Mal schon in den selben Ort, in das selbe Hotel, in „unser“ Zimmer. Vermutlich hätten wir anders entschieden, hätten wir nicht wie immer schon im Herbst für den kommenden Sommer gebucht. Aber so – die Alternative, in Deutschland Urlaub zu machen, erschien uns auch nicht weniger riskant und daheim bleiben wollten wir auch nicht so recht. Also doch Italien.

Bei der Ankunft fanden wir die Rezeption „plexiverglast“ vor, bekamen Fieber gemessen und durften dank Online-Check-in ohne langes Hin und Her unser Zimmer beziehen. Recht schnell merkten wir aber, dass das auch schon der Hauptteil der Sicherheitsvorkehrungen war. Zwar trugen z.B. im Restaurant alle Beschäftigten eine Maske (mehr oder weniger „korrekt“) und auch die Gäste sollen eine bis zu ihrem Tisch tragen (was nur einzelne nicht tun), aber das Einhalten irgendwelcher Abstände ist geradezu ein Witz. Das liegt vor allem daran, dass in Italien nur 1 Meter Abstand vorgeschrieben ist statt den deutschen eineinhalb Metern. So stehen die Tische einfach wie immer und wo es hapert ist noch eine Plexiglasscheibe dazwischen, aber sonst – beim Anstehen am Buffet (zum Glück nur beim Frühstück und beim Salat – der Rest wird serviert!) rücken sich die Leute doch ordentlich auf die Pelle. Und das obwohl das Hotel anders als sonst nur zu vielleicht 80 statt 100% ausgelastet ist. Wir versuchen jedenfalls, die Stoßzeiten zu meiden, aber ein mulmiges Gefühl bleibt.

Am Strand ist ebenfalls alles wie immer. Ob die Schirme tatsächlich weiter auseinander stehen als sonst, wage ich zu bezweifeln. Aber in unserem Abschnitt waren sie schon immer vergleichsweise locker gesteckt, von daher hat man genug Platz. Dass trotz dem großen Maskenpflicht-Schild am Eingang zum Strand kein Mensch eine Maske trägt – weder auf dem „Zubringerweg“ noch im Sanitärbereich – wundert mich doch sehr in einem Land, das durch Corona derart gebeutelt wurde. Denn ich wage zu behaupten, dass hier mindestens Dreiviertel der Gäste Einheimische sind. Aber gut. Ich nutze die sanitären Anlagen nicht und der Weg zur Liege ist durch die oft recht starke Brise aus meiner Sicht kein Problem.

Trotz der kleinen Bedenken genieße ich den Urlaub hier sehr. Ich liebe es, wenn ich die Örtlichkeit im Vorhinein kenne. Vor allem wenn sie dann auch noch unseren Belangen entspricht. Und auch wenn es sich ausgelutscht anhört: Ein Besuch hier fühlt sich immer ein bisschen an, wie nach Hause kommen.

Abschlussarbeiten (WbzH 136 – 137)

Gestern Abend habe ich zum ersten Mal seit gut vier Monaten die Mitglieder meiner Big Band getroffen. Nicht zum Musizieren, sondern „nur“ zum Grillen auf einem Gartengrundstück. Unser „Saisonabschluss“ – wie jedes Jahr, aber doch sehr besonders. Das merkte man allein daran, dass bis auf zwei Leute alle da waren – in anderen Jahren waren auch schon nur eine Handvoll Leute anwesend. Ich hatte bis zuletzt gezögert, ob ich wirklich hingehen soll, da ich dadurch nachmittags nochmal los musste, um Zutaten für einen Salat zu kaufen (ja, ich weiß, das sind recht niedere Beweggründe…). Und auch, weil es mir nicht ganz wohl war bei dem Gedanken, mich mit etwa 20 Leuten zu treffen. Zum Glück schaffte ich aber, meine Bedenken zu überwinden und hatte einen sehr netten Abend, wie jedes Jahr unter einem ausrangierten Fallschirm als Sonnenschutz. Ich liebe das Licht darunter!

Heute war dann der erste Ferientag der Maus. Da es auch gleichzeitig mein letzter Arbeitstag war, musste die Schnecke nochmal in den Kindergarten. Und weil es sich irgendwie ergab und anbot, brachte die Maus die Schnecke ganz alleine dorthin. Mein Herz ging auf angesichts des süßen Bildes, das die beiden Hand in Hand auf der Straße abgaben!

Und nun: Ferien!

Trouble ahead (WbzH Tag 130 – 135)

Fast eine Woche ist es nun her, dass die Schnecke Besuch von ihrer neuen Freundin aus dem Kindergarten bekam. Die beiden hatten zu Beginn des Jahres, als die Freundin neu in den Kindergarten kam, einen holprigen Start. Das Mädchen sprach nur Englisch, kannte niemanden und die Schnecke fand es anfangs spannend, ihr „Youtube-Kindervideoenglisch“ anwenden zu können. Leider spitzte sich die Situation immer weiter zu, denn das Mädchen klettete an der Schnecke und diese hatte das Gefühl, nicht mehr mit ihren alten Freunden spielen zu können, zu dürfen oder wie auch immer. Und jeder unserer Versuche, ihr zu helfen, scheiterte.

Dann kam Corona und sie hatte Pause. In dieser Zeit sprach sie immer wieder von dem Mädchen und wollte ihr aus unserem Pfingsturlaub sogar eine Karte schicken (was an der fehlenden Adresse scheiterte…).

Zurück im Kindergarten spielten sie wieder täglich miteinander. Nur wenn auch die alten Freunde der Schnecke ebenfalls im Kindergarten anwesend waren, gab es „ein Drama“, wie die Schnecke es immer nennt.

Nach langer Zeit schafften wir es auch, ein „Playdate“ zu vereinbaren und die Schnecke und das Mädchen spielten sehr nett bei uns, während ich mich bei einem Kaffee mit ihrer Mutter unterhielt. Dabei stellte sich heraus, dass die Familie nur „auf der Durchreise“ ist, dass sie vorhaben, in ein paar Jahren nach Irland zu ziehen, wo die Mutter ursprünglich herkommt. Sofort kreisten Sorgen in meinem Kopf, wie das werden würde, wenn die Schnecke irgendwann ihre Freundin ziehen lassen muss. Um gestern dann von der Schnecke zu hören, dass das Mädchen nicht ihre Freundin sei und sie nie wieder mit ihr spielen will.

Was für ein Sinneswandel, was für ein Hin und Her! Ich kenne sowas weder von mir noch von der Maus und bin sehr gespannt, wohin uns diese Sprunghaftigkeit der Schnecke beim Thema Freundschaft noch führen wird. Aber immerhin spricht sie nun Englisch.

Alles klar…? (WbzH Tag 128 – 129)

Gestern war ein geradezu historischer Tag im Leben der Maus: Wir führten das „Gespräch der Gespräche“…

Nachdem ihre liebste Klassenkameradin sie in einer großen Pause kurz aufgeklärt hatte, wollte sie gerne eine Rückmeldung von mir, ob das alles wirklich so ist, wie die Freundin es gesagt hatte. Und da auch ich neugierig war, was eine gerade 9 gewordene Freundin schon alles weiß, setzten wir uns nachmittags unter vier Augen zusammen und redeten und kicherten und klärten Fragen.

Die Maus wusste von einem Video aus der Sendung mit der Maus sowieso schon, wie das mit den Ei- und Samenzellen so funktioniert, wie sich dann ein Embryo entwickelt und zum Baby heranwächst. Was ihr offenbar noch fehlte, war die Information, wie es überhaupt zur „Begegnung“ der Ei- und Samenzellen kommen kann. Nun. Das hat ihr jetzt ihre Freundin im Gebüsch auf dem Pausenhof zutreffend erklärt.

„Und das hast du für uns zwei Mal über dich ergehen lassen?“ fragte die Maus anerkennend. Ja, mein Kind. Zwei Mal. :-)

Umbaumaßnahmen (WbzH Tag 123 – 127)

Seit geraumer Zeit stellen wir fest, dass es in der Maus arbeitet. Sie hat sich in den letzten Monaten ziemlich verändert und hängt momentan irgendwo zwischen Kind und Teenie fest. Sie ist seit Beginn des Schuljahres in einen Jungen aus ihrer Klasse verknallt, sie interessiert sich für nennen wir es mal „pubertäre Themen“, sie ist zeitweise sehr schwer zu genießen, braucht des öfteren Rückzug und Ruhe von ihrer Schwester (und vermutlich auch von uns Eltern) und und und. Kurz: In ihrem Kopf und Körper finden momentan gewaltige Umbaumaßnahmen statt.

Und nun kommt es, wie es kommen musste: Die Maus braucht früher oder später ein eigenes Zimmer. Das war uns allen klar, aber die Kinder waren bisher zufrieden mit ihrem gemeinsamen Zimmer und daher nutzten wir das zweite Kinderzimmer unterm Dach als Gästezimmer und Abstellkammer.

Nachdem sich nun auch mein Mann langsam mit dem Gedanken angefreundet (oder eher abgefunden) hat, dass sein kleines Mäuschen groß wird, standen wir in den letzten Tagen des öfteren mit Zollstock bewaffnet im Dachgeschoss und hirnten, wie wir das alles machen können. Es folgen also auch hier Umbaumaßnahmen. Zuerst muss aber der alte Krempel raus. Das ist leichter gesagt, als getan, denn das Gästebett ist das einzige, was von dem Zeug auf den Sperrmüll soll, der Rest wird im Idealfall verkauft oder findet einen anderen Platz im Haus. Wobei letzteres beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist, denn das Haus ist klein und voll.

Aber trotz des Aufwands freue mich ein bisschen auf das neue Zimmer. Auch wenn ich mir noch nicht vorstellen kann, dass die Maus es sofort wirklich nutzen würde – aber wer weiß!