2-in-1

Nein, dies wird kein Beitrag über das neuste Pflegeprodukt oder die ultimativen Spülmaschinentabs. Es ist die Fortsetzung meines letzten Artikels.

Nachdem uns – wie befürchtet – beim Elterngespräch eröffnet wurde, dass die Klassenlehrerin empfehlen würde, die Maus in Klasse 2 hochzustufen, begann wieder unser Gedankenkarussell. Ja, nein, vielleicht? Die gemischte Eingangsklasse sei genau für solche Fälle gemacht, um langsameren Kindern mehr Zeit für den Start zu geben und schnelleren mehr „Futter“. Die Maus würde nach schwierigerem Stoff lechzen und im Unterricht sowieso alles mitbekommen, was die Zweitklässler machen. Die Maus würde wie ein Erwachsener denken und sprechen und sei vom Verhalten der Erstklässler meilenweit entfernt. Solche und ähnliche Argumente wurden uns vorgelegt. Nichts, was wir nicht wussten oder zumindest geahnt hatten. Und doch hatte ich mir nie und nimmer vorgestellt, die Maus „springen“ zu lassen, zumal wir die Entscheidung gegen eine Einschulung als Kann-Kind ganz bewusst getroffen hatten und nicht unglücklich damit waren.

Nur wenige Nächte und viele graue Haare später hatten wir uns aber entschieden, den Weg zu gehen. Aus diversen Gründen, nicht nur schulischen, sondern auch aus sozialen. Denn auch wenn die Lehrerin uns konkret dazu nichts sagen durfte, empfahl sie uns zwischen den Zeilen, die Maus von den aktuellen Erstklässlern zu „erlösen“, da diese unglücklicherweise ein sehr „schwieriger“ Haufen sind und Besserung nicht zu erwarten ist, wenn im Sommer noch weitere jüngere Kinder dazu kommen. Zumal die Maus mit Unruhe und Lärm Schwierigkeiten hat und die Erstklässler ihrer Klasse auch nach einem halben Jahr noch auf den Tischen tanzen.

Dabei hatte ich mir vorgenommen, bei der Entscheidung nur die Belange der Maus zu berücksichtigen, aber wir konnten das Drumherum einfach nicht komplett ausblenden, denn die Situation in der Klasse ist wirklich extrem. Also fassten wir noch vor den Faschingsferien den Entschluss, dass die Maus ab sofort als Zweitklässlerin geführt wird.

Und was soll ich sagen? Sie war so stolz, so motiviert, so glücklich. Natürlich bedeutete und bedeutet diese Entscheidung auch Arbeit, denn wir müssen zB. den Stoff von einem Jahr Mathe aufarbeiten. Deutsch ist dagegen kein Problem, es ist ja das „Steckenpferd“ der Maus. Und auch Englisch, das sie nun glücklicherweise hat (bis letztes Jahr hatte man das in BaWü noch ab der 1. Klasse, daher haben die aktuellen 2er Englisch), läuft super nebenher – sie ist einfach ein Sprachentyp. Aber Mathe wie gesagt… Das wird eine Aufgabe… Ich hoffe und bete, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

„Vielleicht muss man sich manchmal dem Unvermeidlichen beugen, wenn diese Entscheidung so oft auf einen zurückfällt?“ meinte neulich eine andere Mutter zu mir. Ja. Vielleicht sollte es einfach so sein.

Bleibt noch ein offener, tragischer Punkt – die beste Freundin der Maus. Leider sieht es momentan so aus, als ob sie ein drittes Jahr in der Eingangsklasse verbringen wird. Dadurch hätte sie ihren Vorsprung von einem Schuljahr gegen einen Rückstand von einem Schuljahr eingetauscht. Verrückte Welt. Aber wenn das so kommen sollte, wird sie wohl zumindest die Klasse wechseln, das hat ihre Mutter mir schon angekündigt – es hätte also diesbezüglich auch nichts gebracht, die Maus nicht hochstufen zu lassen. Aber noch klammere ich mich an die Hoffnung, dass die Freundin es doch schafft – sonst stehen wir in Klasse 3 womöglich vor zusätzlichen Herausforderungen… Einfach und unkompliziert geht bei uns irgendwie nicht. Aber wir drücken die Daumen…

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Alles auf Null

Fast auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass mich die Entscheidung, ob die Maus als Kann-Kind eingeschult werden soll oder nicht, an meine Grenzen gebracht hat. Es war eine so schwere Entscheidung und ich war mehr als froh, dass sowohl das „Bonusjahr“ im Kindergarten als auch die Einschulung mit knapp 7 Jahren problemlos verliefen. Ich war so glücklich, gewartet zu haben. Alles fühlte sich richtig an.

Bis jetzt. Wir hatten es schon geahnt, dass es kommen würde und vor ein paar Tagen hatten wir dann eine Notiz der Lehrerin im Ranzen mit der Bitte, zum Elternsprechtag zu ihr zu kommen. Dieser Termin war heute. Kurzum: Die Maus wurde in allen Tönen gelobt, dass sie sehr weit sei mit dem Stoff und dass die Lehrerin uns nahelegen würde, die Maus ab sofort als Zweitklässlerin weiter zu unterrichten. Dies ist dank der jahrgangsgemischten Eingangsklasse in unserer Schule ohne größere Schwierigkeiten möglich.

Nun sind wir also wieder da, wo wir vor zwei Jahren waren – wir müssen eine Entscheidung treffen, die das Leben der Maus vermutlich stark beeinflussen wird und die wir eigentlich ohne Glaskugel nicht treffen können…

Der aufmerksame Leser wird vielleicht wissen, dass die Maus bei der Einschulung in die Klasse ihrer besten Freundin (die ein Jahr früher eingeschult worden ist) gekommen ist. Würde sie nun „springen“, wäre sie theoretisch in der selben Klassenstufe wie ihre Freundin. Ein Grund zur Freude? Nun ja – nur theoretisch, denn bei ihrer Freundin geht es im Moment um die Frage, ob sie nicht noch ein drittes Jahr in der Eingangsstufe bleiben wird. Wenn das so käme, wäre die Maus dann plötzlich eine Stufe über ihrer Freundin – verrückte Welt! Da diese Freundin aber unter Umständen dann die Klasse wechseln würde, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die Maus ab dem nächsten Schuljahr ohne sie auskommen muss, egal wer in welcher Stufe sein wird. Das wird Tränen geben, das weiß ich jetzt schon. Mein armes Mäuschen… Immerhin können wir nun ihre Freundin bei der Entscheidungsfindung ausblenden, denn das wäre mir ohne diese Situation schwer gefallen.

Ach ich weiß es einfach nicht. Einerseits schreit mein Bauch „Neeeein, alles so lassen, wie es ist!!!“, denn ein Aufstieg in Klasse 2 würde natürlich bedeuten, dass die Maus schon etwas ranklotzen müsste. Und wozu eigentlich? Wir haben es doch nicht eilig, in die Mühlen der weiterführenden Schule zu kommen! Ab da hört doch der Spaß am Leben irgendwie auf… Andererseits sehe ich natürlich auch, dass die Maus vom Auftreten und Lernen her näher an den Zweitklässlern ist, als an den Erstklässlern. Zumal letztere in ihrer Klasse ein ziemlich furchtbarer Haufen sind, der nur Chaos veranstaltet (das ist leider nicht meine persönliche Meinung, sondern ein echtes Problem, so dass sogar die Schulleitung involviert ist…). Und dann ist ja noch die Motorik der Maus, die zwar Fortschritte macht, aber eben nur langsam. Und in meinem Hinterkopf spukt eben immer der Gedanke, dass in Klasse 3 Schwimmunterricht stattfindet und in Klasse 4 die Fahrradprüfung. Beides Baustellen, die uns noch graue Haare bereiten werden, v.a. wenn sie jetzt plötzlich ein Jahr früher fällig werden.

Nicht zuletzt ist dann noch die emotionale Seite. Die Maus müsste sich in einem halben Jahr direkt wieder an eine neue Lehrerin gewöhnen, hätte „echte“ Klassenarbeiten wo sie doch mit Prüfungssituationen bisher so gar nicht gut klarkommt, wäre nie Patin für einen Erstklässler und nie gemeinsam mit der Schnecke an der Grundschule. Und auch wenn es lächerlich klingt – gerade über letzteres reden die beiden Mädels fast täglich, da wäre die Enttäuschung vermutlich groß.

Bis Montag sollen wir uns entscheiden, damit wir keine Zeit verlieren und die Maus durchstarten kann, falls gewünscht. Ein hartes Wochenende steht uns bevor…

Die Sache mit der Zahnfee

Der Tag, an dem der Maus ihr erster Milchzahn ausfiel, ist mir einen eigenen Blogbeitrag wert, denn es war ein „ganz besonderer“ Tag…

Es fing alles bei der Zahnärztin an. Wir verließen die Praxis mit einer leicht verstörten Maus und dem frisch „herausgewackelten“ Zahn in einer wubderschönen roten China-Plastikschatztruhe. Damit ihm auch ja nix passiert, verwahrte ich diesen Schatz in meiner Handtasche.

Als wir daheim angekommen waren, wollte die Maus die Truhe samt Zahn direkt beim Aussteigen aus dem Auto haben, um ihre Trophäe direkt de Schnecke und der Tante, die in der Zwischenzeit auf die Schnecke aufgepasst hatte, zu präsentieren. Ich gab ihr also die Schachtel und sie marschierte die Treppe zur Haustür hinauf. Ich schloss die Tür auf und die Maus rannte hinein und öffnete mit den stolzen Worten „Schaut mal, was ich hier habe!“ die Schatzkiste. Sie war leer.

Mir blieb das Herz stehen. Irgendwo auf den 10 Metern vom Auto bis zum Wohnzimmer musste dieser 5 mm große Zahn sein! Unter lautstarkem Geheul der Maus suchte ich im Schweiße meines Angesichts jede Ritze zwischen den Treppen ab, fand zwar auf der Fußmatte einen Stein, der genau wie ihr Zahn aussah, aber leider nicht den echten Zahn.

Kurz vor dem Verzweifeln kam mir die Idee, mal in meiner Handtasche zu suchen. Und was soll ich sagen? Er war aus der „tollen“ Schatztruhe herausgerutscht uns hatte mir die ganze Zeit beim Suchen zugeguckt. Was für eine Erleichterung!

Aber das war nicht das Ende der Geschichte. Denn nun begann das eigentliche Zeremonium, auf das zahlreiche Kinderbücher im Laufe der Jahre (unnötigerweise) hingewirkt hatten: die Sache mit der Zahnfee!

Natürlich hatte die vorausschauende Mutter bereits eine Kleinigkeit besorgt, um es dann im Fall der Fälle parat zu haben. Aber die Maus wäre nicht die Maus, wenn das alles „einfach so“ über die Bühne gegangen wäre.

Je später der Abend wurde, umso unruhiger wurde sie. Sie begann, bittere Tränen zu weinen, weil sie ihren schönen Zahn nicht an die Zahnfee abgeben wollte. Alle Bemühungen meinerseits, sie zu beruhigen oder zu behaupten, dass diese den Zahn gar nicht mitnimmt, sondern nur anschaut, liefen ins Leere. Ich war wirklich kurz davor, ihr zu sagen, dass das alles Lug und Trug ist, es keine Zahnfee gibt, keinen Weihnachtsmann und den Osterhasen sowieso nicht. Aber ich verkniff es mir.

Schon während dem Zähneputzen bat mich die Maus dann inständig, ihr zu versprechen, dass ich nicht die Zahnfee bin. Beim ersten Mal versuchte ich noch, darüber hinwegzusehen, aber auch an der Bettkante rang sie mir mehrfach dieses Versprechen ab. Und nein – nicht nur mir, sondern auch meinem Mann – diesen hatte ich mir in dem Moment nämlich als „Backup-Zahnfee“ auserkoren. Aber: versprochen ist versprochen. Und so diskutierten mein Mann und ich noch lange hin und her, was wir machen sollen, ob überhaupt, ob die Maus trauriger wäre über die Wahrheit oder über die Lüge. Mann Mann Mann.

Ich entschied mich dann dazu, ihr selbst einen Brief zu schreiben, wie stolz wir auf sie sind, dass sie ihre Zähne so toll putzt und wie tapfer sie beim Zahnarzt war, blablabla. Dann bastelte ich noch ein Pappding drumherum, klemmte das Geschenk, das eigentlich die Zahnfee gebracht hätte dran und legte es ins Zimmer der Maus während sie schlief.

Es wurde die schlimmste Nacht seit – ja, ich würde fast sagen seit Geburt unserer Kinder. Die Maus rief ab Mitternacht im Halbestundentakt nach mir. Sie hatte Angst vor der Zahnfee, Angst dass sie den Zahn nie wieder sieht, Angst dass die Zahnfee nicht kommt. Alles im Wechsel. Nachdem ich 7 Mal rübergegangen war, blieb ich bei ihr liegen und wir schliefen noch drei oder vier unruhige Stunden nebeneinander.

Mein armes Kind. Das alles wegen der doofen Zahnfee, die wir völlig unfreiwillig in unser Leben lassen mussten.

Der nächste Morgen startete natürlich mit einer Enttäuschung, da klar wurde, dass es wohl keine Zahnfee gibt. Da tröstete auch unser Geschenk nicht mehr. Nur die Tatsache, dass sie ihren Zahn behalten durfte, hellte die Stimmung ein wenig auf.

Beim zweiten Zahn schwiegen wir das Thema Zahnfee tot. Er fiel aus, wurde allen stolz gezeigt und landete in der Zahndose. Aber nicht in der aus Plastik… ;-)

Bleibender Mauszahn Nr. 1 und 2

Dieses Update ist längst überfällig – aber da ich die Grafik mit dem Milchzahngebiss erstmal auf eine für bleibende Zähne „umbasteln“ musste, hat es mal wieder länger gedauert. Aber jetzt! Jetzt sind wir gerüstet für die nächsten Jahre!

Natürlich startete auch die Sache mit den bleibenden Zähnen der Maus nicht bilderbuchmäßig. Es zeichnete sich schon bald ab, dass die beiden unteren bleibenden Schneidezähne hinter den Milchzähnen herauswachsen würden anstatt untendrunter. Somit hatte die Maus zur Einschulung zwar einen Wackelzahn – die gewünschte Zahnlücke ließ aber auf sich warten.

Mittlerweile weiß ich, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass die Zähne in zweiter Reihe herauswachsen – aber wie bei allem was man noch nicht „durch hat“, war es erstmal Neuland. Auch wenn mein Bauchgefühl mir sagte, dass das schon so passt, nervten mich meine Familienangehörigen so lange, bis ich mich verunsichern ließ und doch einen Zahnarzttermin vereinbarte.

Die Zahnärztin bestätigte mir, dass alles im grünen Bereich sei und wir dem Zahn noch ein paar Wochen Zeit geben könnten, von alleine auszufallen. Im selben Atemzug bot sie der Maus jedoch an, den Zahn mit ihr gemeinsam „herauszuwackeln“. Das klingt auf jeden Fall besser als ziehen und so sprang die Maus zu meiner großen Verwunderung sofort auf dieses Angebot an. Vermutlich, weil sie endlich eine Zahnlücke haben wollte…

Nun ja. Auch wenn der Zahn nur noch an einem Eckchen festsaß, war es natürlich etwas unangenehm, trotz aufgetupfter Betäubung. Die Maus nahm es zwar tapfer hin, aber als dann der zweite Zahn wieder hinter dem Milchzahn herauskam, war klar, dass wir ihm die Zeit zum Ausfallen geben, die er braucht.

Und er brauchte viiiiel Zeit. Denn die Maus benutzte ihn nicht mehr und wackelte auch nicht mit der Zunge daran herum. Schonhaltung. Nachdem er mehrere Tage unter großem Trara und vielen Tränen am seidenen Faden durch die Welt getragen wurde, fiel er an einem Abend quasi vom Atemhauch angetrieben einfach aus. Plopp. Große Erleichterung und Freude bei allen Beteiligten.

Zum Thema Zahnfee schreibe ich einen separaten Beitrag, das würde hier sonst zu viel Text werden.

Nun warten wir jedenfalls auf die nächsten Übeltäter. Die beiden oberen vorderen Schneidezähne wackeln schon ein bisschen. Aber es wird vermutlich noch ein halbes Jahr dauern, bis es ernst wird. Mal sehen!

Rückblick 2018 und Ausblick 2019

Dieses Jahr war (zumindest aus blogtechnischer Sicht) ein spezielles Jahr. Nachdem ich durch die „1000 Fragen an mich selbst“-Reihe im Frühling für meine Verhältnisse überdurchschnittlich viel gebloggt habe – 17 Wochen lang mindestens einen Beitrag pro Woche – kam Anfang Mai dann das abrupte Ende. Ich war mir zu diesem Zeitpunkt sicher: Das war’s. Die Wochen und Monate vergingen und in meinem Inneren arbeitete es immer mehr. Ich vermisste meinen Blog. Ich wollte nicht, dass die Inhalte „verloren gehen“. Viele Beiträge habe ich geschrieben, um Suchenden Hilfe zu bieten oder vielmehr Informationen, Hinweise darauf, dass dies oder jenes auch bei anderen schon vorgekommen ist. Ich habe also in unzähligen Recherchestunden versucht, meinen Blog der aktuellen Rechtslage anzupassen und wagte den Schritt zurück. Immernoch denke ich manchmal darüber nach, ob das eine gute Idee war, da dieses Thema für mich nicht ganz überschaubar ist. Aber tief in meinem Herzen höre ich ein Aufatmen. Es ist schön, wieder da zu sein.

Zunächst einige Fakten über meinen Blog:

  • Ziemlich genau 7.000 Aufrufe verzeichnete mein Blog im Jahr 2018. Das ist die Hälfte von der Zahl der Besucher in 2017. Gar kein schlechter Schnitt dafür, dass ich alle Leute weggejagt habe und der Blog 4 Monate offline war. :-)
  • Dafür gab es dieses Jahr 34 Beiträge! Fast drei Mal so viele wie 2017 und sogar ein paar mehr als 2016. Wenn ich das so sehe – es hätte ein neuer Rekord werden können!
  • In den Top 10 der Beiträge waren diesmal gleich drei aus 2018. Zwei aus der Fragen-Serie – was kein Wunder ist, da alle Teilnehmer bei „pinkepank“ verlinkt waren und daher entsprechend viele Klicks kamen – dann noch mein tränenreicher Abschied (auf Zeit) „Time to… ihr habt es vielleicht geahnt„. Auf Platz 1 unverändert steht der „75-Wochen-Schub“ der Maus von 2013, ebenso gleichbleibend Platz 2 für die „Bauchbilder„. Absteiger des Jahres ist die „Windelschnecke“ – nach mehreren Jahren auf Platz 3 nun abgerutscht nach sonstwo. Windelschnecken sind wohl out…
  • Neuigkeiten auch bei den Ländern, aus denen mein Blog geklickt wurde: Nach Deutschland, Österreich, USA, Schweiz und Spanien (gleiche Reihenfolge wie 2017) mischt nun plötzlich Hongkong mit. Ich kann nicht glauben, dass dies tatsächliche, absichtliche, zielgerichtete Zugriffe auf die Inhalte meines Blogs waren bzw. diese nicht nur via Hongkong erfolgt sind. Aber falls doch – und manchmal ist es ja lustiger, sich nicht so genau mit Hintergründen zu befassen – werfe ich ein „你好“ ins Internet (in der Hoffnung, selbiges lässt mich nicht im Stich und es heißt wirklich „Hallo“… :-) ). Schön dass ihr da seid – egal woher! :-)
  • Mein Lieblingspart hier wird wohl irgendwann aussterben, denn ein Großteil der Suchanfragen sind mittlerweile verschlüsselt. Trotzdem bleiben noch eine Handvoll, die ausreicht, um Tendenzen abzulesen. Zu meiner großen Überraschung ist in diesem Jahr das Thema „Zahndurchbruch“ auf Platz 1. Gut – wenn man die x verschieden formulierten Anfragen zum Thema Schwangerschaftstest aufaddiert, dann wohl eher Platz 2. Aber sehr interessant, zumal es die letzten Jahre immer anders aussah. Was mir dazu einfällt: Demnächst muss ich hier auch noch die bleibenden Zähne der Maus inkl. Thema Zahnfee nachdokumentieren… Weiterhin ist die Strickanleitung für einen Babyschal mit Schlitz sehr gefragt, was mich daran erinnert, dass ich dringend einen neuen Schal für die Maus brauche! Vielleicht einen Beitrag für 2019 wert…?!
    So wirklich was lustiges war dieses Jahr bei den Anfragen jedenfalls nicht dabei. Nur vielfach die Frage, was denn nun bei einem „leicht positiven“ Schwangerschaftstest los sei. Ich weiß es noch, als ob es gestern gewesen wäre, dass ich mir die Frage auch gestellt habe. Ob das Ergebnis vielleicht mangels Morgenurin oder durch zu langes Warten bis zum Ablesen verfälscht sein könnte. Nun ja – mein „kaum sichtbarer Strich“ ist mittlerweile 7 Jahre alt! :-)
  • Kommentare werden hier bis auf weiteres kein Thema mehr sein, da ich sie deaktiviert habe. Ich war aber sehr gerührt von den vielen Kommentaren und Nachrichten, die mich erreicht haben, als ich meinen Abschied angekündigt habe. Danke! Ihr wisst selbst, wen ich meine. ♡
  • Hier noch für’s Archiv die Links zu den Vorjahres-Abschlussberichte:
    2011
    2012
    2013
    2014
    2015
    2016
    2017

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2018:

  • War das letzte Jahr noch O-Ton „ein Jahr im Alltagstrott“, bequem zu meistern, da beide Kinder im selben Kindergarten waren, änderte sich dies schlagartig mit der Einschulung der Maus im September. Seitdem ringen wir um Routine und feiern es, wenn wir endlich mal wieder Ferien haben. Aber: Es läuft in der Schule gut und auch die Schnecke hat diesen Umbruch super gemeistert und kommt auch ohne die große Schwester im Kindergarten klar. Was will man mehr?!
  • Am meisten freue ich mich darüber, schreiben zu können, dass es in unserer Beziehung – also die zwischen meinem Mann und mir :-) – momentan nichts zu beanstanden gibt. Das war letztes Jahr anders und ich mag anders nicht. Auf dass es auch 2019 so bleibt, wie es gerade ist!
  • Mit der Arbeit bin ich nach wie vor zufrieden. Aber wie auch im letzten Jahr schwebt das Damoklesschwert über uns und ich bin nicht sicher, ob nicht über kurz oder lang unangenehme organisatorische Änderungen anstehen.
  • Im Freundeskreis wurde 2018 kein einziges Kind geboren. Premiere seit 2011. Die „üblichen Verdächtigen“ sind wohl für’s erste „durch“.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2019:

  • 2019 wird emotional schwierig, das weiß ich jetzt schon. Mein Onkel macht derzeit eine Chemotherapie, allerdings ohne sonderlich große Hoffnungen auf einen guten Ausgang. Krebs ist ein Arsch. Die Oma meines Mannes ist seit ein paar Tagen im Pflegeheim und macht auch immer mehr Rückschritte – kein Wunder, sie ist 98. Und auch meine Oma ist mit 91 kein junger Hüpfer mehr und in letzter Zeit sehr viel schwächer als noch vor einem Jahr. Aber ich hoffe, wir schaffen das Jahr irgendwie. Alle zusammen.
  • Winterurlaub im Zillertal und Sommerurlaub an bewährter Stelle in Italien sind gebucht. Wie immer freue ich mich überhaupt nicht auf den Skiurlaub. Aber das ist ja nix Neues. Dafür freue ich mich auf ein großes Abenteuer, das wir für Pfingsten geplant haben: zwei Wochen mit dem Wohnmobil durch Schweden! Noch vor wenigen Monaten habe ich meiner Familie den Vogel gezeigt, wenn sie auch nur das Wort „Wohnmobil“ in den Mund genommen haben. Aber irgendwie habe ich mich selbst so in die Thematik hineingesteigert, dass ich plötzlich Feuer und Flamme für dieses Experiment bin…
  • Die Maus wird zum Ende des Schuljahres voraussichtlich zum zweiten Mal ihre beste Freundin verlieren, weil diese dann in die 3. Klasse kommt und damit die gemischte Eingangsklasse verlässt. Ich möchte noch gar nicht daran denken, weiß aber jetzt schon, dass viele harte Wochen mit vielen Tränen und schweren Herzen auf uns zukommen werden…
  • Die Schnecke wird hoffentlich ein paar Freundschaften im Kindergarten knüpfen – sie ist keine Einzelgängerin dort, hat aber bisher noch keine „festen Freunde“ gefunden. Aber sie hat ja mit ihren 4 Jahren auch noch Zeit.
  • Und nun zu den 2019er-Babys. *Trrrrommelwirbel* Ich freue mich wirklich sehr sehr sehr, verkünden zu können (nein, nicht ich!! :-) ), dass eine meiner besten Freundinnen schwanger ist! Sie musste uns durch ein blödes, wenig feinfühliges „Missgeschick“ meinerseits und einer schlechten Schauspielleistung ihrerseits ihre Schwangerschaft viel früher verraten, als sie es wollte, aber mittlerweile hat sie die 12. SSW erreicht und ich hüpfe vor Freude im Kreis. :-)

Und nun kann das Jahresende kommen. Danke für eure Nachrichten, eure Worte, eure Rückkehr hierher! Ich wünsche euch ein gesundes, glückliches und zufriedens Jahr 2019!

Pülverchen

*** Dieser Beitrag ist keine medizinische Beratung, sondern nur ein Erfahrungsbericht! ***

Heute wird es… etwas unschön. Aber es muss einfach raus. Schon seit Monaten bastle ich in meinem Kopf immer wieder an diesem Beitrag, denn er ist mir so, so wichtig. Ich möchte, dass Hilfesuchende vielleicht hier landen und ihrem Kind einen langen Leidensweg ersparen können. Denn – was ich nicht wusste und womöglich manch anderem auch nicht bekannt sein dürfte: auch Kleinkinder können unter Verstopfung leiden! Und damit meine ich nicht, dass das Kind nach einer österlichen Schokoladenorgie einen Tag Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang hat, sondern dauerhaft. Verbunden mit fiesen Schmerzen, vielen Tränen und Unterdrücken des Stuhlgangs. Was wieder zu stärkerer Verstopfung führt und wiederum zu noch größeren Schmerzen. Ein Teufelskreis.

Die Schnecke hatte von Geburt an einen Hang zur Verstopfung. Oder zumindest eine etwas „lahme“ Verdauung. Ich erkannte den Zusammenhang zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wohl aber merkte ich, dass einiges bei ihr anders lief als z.B. bei der Maus. Und zwar hatte die Maus direkt nach jeder Mahlzeit – tags oder nachts – die Windel voll mit Stuhlgang. Die Schnecke meist nur ein oder zwei Mal am Tag, nachts nie. (Beide Kinder habe ich über 4 Monate voll gestillt, die Schnecke sogar erst nach 2 Jahren abgestillt – daran kann es also nicht liegen.)

Auch schaffte es die Schnecke z.B. nicht, in der Babyschale sitzend ihr großes Geschäft zu verrichten. Dies erkannte ich jedoch erst, als die Lage schon sehr fortgeschritten war. Die Schnecke schrie an diesem Tag das ganze Auto zusammen (was zunächst für sie nicht ungewöhnlich war, da sie Autofahren nicht mochte) und begann dann, kurz vor unserem Haus, wie verrückt zu drücken und rot anzulaufen. Ich rannte mit ihr ins Haus, legte sie noch im Flur auf den Boden und riss ihr die Kleider vom Leib – denn so langsam dämmerte mir, dass etwas mit dem Stuhlgang nicht stimmen könnte. Und tatsächlich – obwohl sie mit aller Kraft presste, schaffte sie es nicht, sich der Sache zu entledigen, weil alles so hart und verdickt war. Wir quälten uns gemeinsam unendliche Minuten, bis das arme Würmchen es doch geschafft hatte. Von diesem traumatischen Erlebnis trug sie nicht nur eine Fissur davon, sondern entwickelte auch ein Vermeidungsverhalten, das uns noch viele schlimme Stunden bescherte. Mein armes Schneckchen. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, wird mir ganz anders.

Natürlich ging ich mit der Schnecke daraufhin zum Kinderarzt. Dort wurde uns zunächst nahegelegt, mehr zu trinken zu geben, Apfelsaft zu verabreichen und noch mehr auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Wir quälten uns daraufhin weitere Tage und Wochen, in der Hoffnung, es würde sich Besserung einstellen. Stuhlgang war quasi nur möglich, wenn sie keine Windel trug – denn diese genügte, um den „Weg zu versperren“ – und nur wenn ich dabei war. Mit allen anderen hielt sie ein und weinte noch bitterer als wenn sie es bei mir versuchte. Der Anblick brach mir und allen anderen Anwesenden das Herz.

Irgendwann war mir klar, dass wir es „nur“ mit den auferlegten Tipps des Arztes nicht schaffen würden. Wir gingen also erneut hin und bekamen ein Abführmittel verschrieben, das die Schnecke ab diesem Tag dauerhaft nehmen sollte. Dieses Mittel, so versicherte man uns, müssten viele Kleinkinder nehmen, manche über Jahre, und es sei gut verträglich. Der Wirkstoff sorgt dafür, dass der Stuhlgang so weich wird, dass er nicht eingehalten werden kann. Dadurch wird das durch die Angst vor den Schmerzen antrainierte Zurückhalten wieder abgewöhnt bis alles wieder von alleine funtioniert.

Fortan war unser „Pülverchen“ für eineinhalb Jahre unser Dauerbegleiter. Mit dem Pulver klappte es super, beim Versuch es abzusetzen gab es aber Höhen und Tiefen. Ein Lernprozess.

So mussten wir z.B. feststellen, dass (nicht selbstgekochtes) Essen im Urlaub eine Herausforderung für die Verdauung der Schnecke ist. Der erste Urlaub als wir das Pulver fast schon komplett abgesetzt hatten führte zu einer mega Verstopfung, die uns um Monate zurückwarf. Erst im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass ein ganz einfaches Mittel – zumindest bei der Schnecke – Wunder bewirkt: ein Fruchtbrei pro Urlaubstag (egal ob der im Becher oder im Quetschbeutel) und alles ist in bester Ordnung!

Kurz vor dem 3. Geburtstag der Schnecke setzten wir das Medikament dann endgültig ab. Die Schnecke war zu der Zeit windelfrei geworden und seitdem klappte alles problemlos.

Erst während unserer Pülverchen-Zeit und auch danach lernte ich Eltern kennen, die diese Thematik auch kannten, ebenfalls ihren Kleinkindern jahrelang eine solche Medizin geben mussten oder verzweifelt von ihren Sorgen erzählten und ebenso verwundert wie ich damals waren, dass dieses Problem kein Einzelfall ist.

Daher: Wenn euer Baby Stress mit dem Stuhlgang hat – scheut euch nicht, zum Arzt zu gehen! Schildert deutlich, wie sich das auswirkt, damit die Situation nicht unterschätzt wird und das Kind sich nicht länger als nötig quälen muss! Und: Auch wenn es seine Zeit braucht – alles wird gut, ihr seid nicht allein mit dem Problem!

Schulkindmama – ein erstes Fazit

Ziemlich genau zwei Monate ist es nun her, dass die Maus eingeschult wurde. Und was soll ich sagen? Es kommt mir vor, als wären es schon Jahre.

Die Maus macht sich bis jetzt sehr gut in der Schule, was vom Lernen her zu erwarten war, vom sozialen Aspekt her aber fraglich. Nun hatte sie aber einen tollen Start, bestimmt auch deshalb, weil sie in die Klasse ihrer besten Freundin kam, die obendrein ihre Patin und Nebensitzerin wurde (wir haben eine Eingangsklasse, in der 1. und 2. Klasse zusammen unterrichtet werden).

Ein erstes Elterngespräch hatte ich auch schon – die Klassenlehrerin war voll des Lobes, wie schön. Lediglich das motorisches Defizit der Maus wurde thematisiert, auch im Namen der Sportlehrerin, so dass ich kurz die Gründe dafür erläutern konnte und mich auch verstanden fühlte.

Die Maus selbst fühlt sich wohl in ihrer Klasse, liebt insbesondere den Religionsunterricht, weil der Reli-Lehrer Gitarre spielt und geht bisher auch recht gut mit ihren Problemen beim Sport um. Ich bin gespannt, ob dieses Thema sie mit der Zeit mehr beschäftigen wird. Aber ich wünsche ihr, dass es auch hier hilft, dass einige Kinder aus ihrem Kindergarten in ihrer Klasse sind und diese ja längst wissen, dass sie eben manche Dinge nicht so gut kann.

Aber auch wenn das nun alles nach Routine klingt: Richtig entspannt ist es nicht, ein Schulkind zu haben! Wir müssen sooo früh aufstehen – eine Stunde früher als zur Kindergartenzeit -, hetzen mittags oft von der Schule zum Kindergarten oder umgekehrt, schnell heim um das Mittagessen in uns reinzustopfen, damit wir rechtzeitig in der Musikschule, beim Ballett oder sonstwo sind. Dazwischen oder teilweise auch in Warteräumen Hausaufgaben machen. Abends das gleiche Hetzen wieder – schnell essen, bloß nicht noch etwas anfangen! Und dann ab ins Bett. Meistens später als es nötig wäre. Gefühlt bin ich den ganzen Tag damit beschäftigt, die Kinder rumzukommandieren und zur Eile aufzurufen. Ich war so froh über unsere ersten Schulferien!

So wird es also die nächsten rund 15 Jahre laufen. Uffz. Vielleicht setzt ja bei mir endlich mal die senile Bettflucht ein, damit wenigstens ich morgens leichter aus den Federn komme…

Wir sind eingeschult!

Was für eine Woche hinter uns liegt! Letzten Freitag wurde die Maus eingeschult und um es kurz zusammenzufassen: Es war eine sehr schön organisierte Einschulungsfeier, davor ein (optionaler) kurzer, kindgerechter Gottesdienst und am Ende die erste Schulstunde für die Kinder und Kaffee und Kuchen für die Eltern.

Bei uns waren die beiden Omas und der Opa die einzigen Gäste, was aber einen angenehmen, kleinen Rahmen darstellte. Sie waren ab dem Gottesdienst dabei und durften dank gutem Wetter auch bei der eigentlichen Feier auf dem Schulhof zuschauen (drinnen hätten aufgrund Platzmangels nur 2 Personen pro Kind mitkommen dürfen). Nach der Schulstunde und den obligatorischen Fotos im Klassenzimmer (merke: auch in drei Jahren bei der Schnecke lieber schon vor der Veranstaltung Fotos im Freien machen – danach könnte die Lust darauf etwas geschmälert sein…) gingen wir zum Mittagessen in ein Restaurant. Gegen 15 Uhr war der „Spuk“ vorbei und wir konnten ins Wochenende starten.

Seitdem ticken die Uhren hier anders. Die Maus muss jeden Tag um 8 Uhr in der Schule sein. Bei einer halben Stunde Fußweg (inkl. Puffer) müssen wir morgens um 6:10 Uhr aufstehen. Also ich. Die Kinder wecke ich kurz vor halb 7, fast eine Stunde früher als bisher. Was zur Folge hat, dass sie eigentlich auch eine Stunde früher schlafen gehen sollten. Also auch eine Stunde früher Abendessen, und so weiter.

Ich fühle mich seit einer Woche, als sei ich den ganzen Tag gehetzt. Nein, ich fühle mich nicht so, ich bin es! Morgens Tempo Tempo, damit man die Laufgruppe nicht warten lässt. Mittags schnell zum Abholen in die Schule, weil der Kindergarten der Schnecke um 13:30 Uhr schließt, dann flott zu Mittag essen, Hausaufgaben machen und zapp zarapp zu den Freizeitprogrammen. Ein Nachmittag Musikschule, einer Ballett. Von dort hopplahopp heim, denn es gibt gleich Abendessen und – oh je! schon wieder so spät! – schnell ins Bett… Dass wir Eltern eigentlich auch eine oder zumindest eine halbe Stunde früher schlafen gehen sollten, haben wir leider noch nicht umsetzen können…

Ich bin gerädert. Aber: Ich bin glücklich, denn mein Kind mag die Schule fürs erste und macht sehr motiviert Hausaufgaben. Sogar die Betreuung bis mittags im Schülerhaus hat reibungslos funktioniert, was will man mehr? Ach ja: Dass es möglichst lange auch so bleibt!!

Abschiedsstress

Heute ist der letzte Kindergartentag der Maus. Letztes Jahr zu dieser Zeit war ich noch davon überzeugt, man müsse dem Kind ein, zwei freie Tage zwischen Kindergartenzeit und Schulbeginn gönnen – in der Praxis hat sich aber herausgestellt, dass die Maus zum einen bis zum „bitteren Ende“ hingehen wollte und es zum anderen logistisch auch etwas kompliziert gewesen wäre, sie daheim zu behalten. Also eben ein nahtloser Übergang.

Natürlich organisiert die vorausschauende Mutter alle Vorbereitungen für diesen großen Abschiedstag Wochen im Voraus, so dass am Tag vor dem Abschied nur noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen sind. Ich leider nicht. Deshalb musste ich rödeln und rudern und tun und machen, um alles fertig zu bekommen – zwischen Arbeit, Kinderballett und Big Band-Probe noch gemalte Abschiedsbilder verpacken, Webrahmen zu Ende weben und Kuchen backen. Mini-Gugls, um genau zu sein. Die mir bisher immer prächtig gelungen sind, aber diesmal natürlich wie Zement in der Form kleben blieben (vermutlich gerade wegen meiner großen Eile beim Aus-der-Form-Nehmen der ersten Ladung…) und in tausend Stücke und Krümel zerfielen. Nur mit Hilfe von Unmengen an Schimpfwörtern Schokoglasur konnte ich die zertrümmerten Teile zu granatsplitterähnlichen Türmchen zusammenkleben, so dass ich heute früh eine Box mit Küchelchen in ausreichender Menge im Kindergarten abgeben konnte.

Nun sind wir also bei der Maus durch mit dem Kindergarten… Als sie morgens zur Tür reinkam, lag eine ganz besondere Stimmung im Raum – alle Erzieher(innen) schauten ganz aufgeregt und erwartungsvoll auf das letzte verbliebene Vorschulkind. (Alle anderen werden heute schon eingeschult.) Die Maus verteilte ihre Abschiedsmalereien und alle waren richtig gerührt, weil sie für jeden ein passendes, personenbezogenes Bild, gemalt hat. Heute Mittag beim Abholen wird es sicher emotional, ich stecke mal lieber ne Packung Taschentücher ein… Zum Glück haben wir noch ein weiteres Kindergartenkind!

Der letzte Frei-tag

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus – nächsten Freitag wird die Maus eingeschult! Ich bin soweit durch mit Schultüte basteln, Inhalt und Schulkram besorgen, Tagesablauf zur Einschulung organisieren – lediglich die Kleidung steht noch nicht fest, da der Wetterbericht von Tag zu Tag zwischen 18 und 27 Grad schwankt. Ich werde dieses Thema also wohl erst Mitte nächster Woche angehen.

Was mir heute aber auffiel, als ich mich um Viertel nach 7 so langsam aus dem Bett schälte: Ab nächster Woche ist es aus mit dem Lotterleben! Freitags ist ja mein „freier“ Vormittag, an dem ich nicht im Büro arbeite. Daher bin ich an dem Wochentag nicht wie sonst etwas früher aufgestanden als die anderen, sondern erst, wenn der Wecker meines Mannes klingelt. Um 7 Uhr. Oder 7:10 Uhr. Oder 7:20 Uhr… Je nach dem, was „Mister Snooze“ veranstaltet. ;-) Jedenfalls war es heute 7:23 Uhr, als die Maus die Augen aufschlug und sich nochmal mit dem Kopf auf meinen Schoß kuschelte. Um etwa diese Zeit werden wir ab Montag in 10 Tagen zur Schule losgehen müssen. Losgehen! Nicht aufstehen… Ich weiß, dass wir bisher luxuriös spät aufstehen konnten. Dafür ging das Programm dann halt abends länger. Nun muss die ganze Familie umgepolt werden… Wir haben dieses Jahr somit noch zwei Zeitumstellungen um je eine Stunde vor uns – die „offizielle“ im Oktober und dann noch die in der übernächsten Woche. Uffz. Ich bin gespannt, wie wir das hinbekommen!

Mein Ding.

Dieser Blog ist mein Tagebuch. Mein Ding. Mein Ventil. Ich habe die letzten Monate recherchiert und überlegt, ob und wie ich ihn vielleicht doch weiterführen könnte. Trotz großer Ansage und Abschiedsrede.

Das, was das Internet ausgespuckt hat an Hinweisen zum Thema Daten und deren Schutz, habe ich versucht umzusetzen soweit es meine bescheidenen Möglichkeiten zulassen. Eine Erklärung erstellen lassen (deren Inhalt ihr hoffentlich besser versteht als ich), keine Avatare mehr zeigen, keine Umsetzung der Smileys, keine Kommentare mehr zulassen. Wer mir etwas schreiben will, kann dies gerne per E-Mail tun – auf Wunsch lösche ich die E-Mail auch sofort nach dem Lesen aus dem Postfach (und wenn gewünscht auch aus meinem Gedächtnis ;-) ).

Wie bisherauch wird es keine Werbung und keine Kooperationen geben. Der einzige Grund, dass mein Blog wieder offen ist, ist ganz simpel: Es passiert bei uns einfach gerade so viel – ich kann das nicht für mich behalten, sonst platze ich. Schön, dass ihr wieder hier hergefunden habt!

(Ach ja – ich habe auch während der Blog „zu“ war hier ein bisschen weitergeschrieben. Wenn ihr also neugierig seid – blättert ein bisschen zurück.)

Liebe

Manchmal tue ich anderen zuliebe Dinge, die ich sonst nicht tun würde. Manchmal verzichte ich andern zuliebe auf Dinge, nach denen ich mich sehne. Und manchmal ärgere ich mich darüber, dass ich nicht einfach das tun kann, woran mein Herz hängt. Ich ärgere mich über mich selbst und bin traurig zugleich, dass der Verzicht von mir verlangt oder zumindest gewünscht wird.

Liebe. Manchmal wäre ein bisschen mehr Liebe zu sich selbst vorteilhaft für die Seele.

Auf dass wir ihn nicht mehr brauchen…!

Heute kam ein äußerst nettes Paar mit Kleinkind bei uns vorbei, um sich unseren ausgedienten Kombi-Kinderwagen anzusehen. Das zweite Kind wird demnächst geboren und beim ersten hatten sie von Freunden einen Wagen ausgeliehen, der momentan „nicht verfügbar“ ist.

Sie prüften ihn auf Herz und Nieren und kauften ihn uns ab. Als sie gingen war ich zum einen froh über den Kubikmeter an Platz, den wir nun wieder frei haben, aber gleichzeitig auch irgendwie wehmütig, dass dieses Kapitel nun abgeschlossen ist.

Als ich meinem Mann die Nachricht überbrachte, freute er sich ebenfalls über das geglückte Geschäft. „Darauf stoßen wir heute Abend an. Auf dass wir ihn nicht mehr brauchen…!“

Fast wie Urlaub

Wie auch in den letzten Jahren verbringen wir unseren Sommerurlaub an der italienischen Adria. Selber Ort, selbes Hotel, sogar das selbe Zimmer. Nur die äußeren Umstände ändern sich von Jahr zu Jahr. Jedes Jahr hoffe ich auf ein winziges bisschen „echten“ Urlaub, jedes Jahr ist aber dann doch wieder etwas „faul“. Ehemänner mit kaputten Beinen oder Kinder, die nicht ins Meer wollen zum Beispiel. Dieses Jahr ließ es sich gut an. Seit Wochen fragten beide Mädels, wann wir denn nun endlich ans Meer fahren würden, erzählten wo und wie sie schwimmen würden, was es zu essen gäbe und welche sonstigen „Freizeitangebote“ wir in Italien so nutzen würden. Clownshow anschauen, Zoo besuchen, Strandkiosk leerkaufen. Auch hier wiederholt sich das Programm jährlich, ist aber immer Teil der Vorfreude. Und die ist ja bekanntlich (scheinbar insbesondere wenn es um Urlaub mit Kindern geht…) die schönste…

Dann standen wir plötzlich morgens um 5 Uhr auf der Autobahn für zwei Stunden mitten in einer Vollsperrung. Natürlich steht man besser mitten in diesem Stau als vorne beteiligt zu sein – trotzdem: Es ließ sich nicht gut an. Zwei Tage vor dem Urlaub hatte die Maus noch mit Fieber gekämpft und gespuckt, da kamen mir schon erste Zweifel am Erfolg unseres Urlaubs. Und dann mitten auf der A8, nur eine Stunde von zu Hause entfernt – wäre das nicht der richtige Zeitpunkt gewesen, um alles zu canceln?

Natürlich fuhren wir weiter, als die Blechlawine sich in Gang setzte. Mein Mann sauste mit Bleifuss und einer einzigen Mini-Pause durch, so dass wir es gerade noch so zum Mittagessen ins Hotel schafften. Wir dachten, es sei geschafft, wir wären den Unwegsamkeiten entflohen und könnten nun in einen entspannten Urlaub mit zwei doch nicht mehr ganz so kleinen Kindern starten.

Nun ja. Dachten. Schnell zeigte sich, dass vor, während und nach jeder Stand-Session eines der Mädels einen Wutausbruch, Trotzanfall, Weinkrampf oder sonstwas bekam. Oder gern auch mal beide gleichzeitig. Meist ausgelöst durch Belanglosigkeiten – zumindest aus Elternsicht.

Aber zurück zur Gegenwart. Pünktlich zur Halbzeit des Urlaubs fiebert die Schnecke und spuckt sich die Seele aus dem Leib. Damit ist der Zenit meiner Erholung wohl erreicht und ich beginne, auf den Tag unserer Abreise hinzufiebern. Und spinne im Stillen ein bisschen herum, ob es nicht möglich wäre, nächstes Jahr anlässlich unseres 10-jährigen Hochzeitstages einen kleinen „echten“ Urlaub einzulegen. Nur mein Mann und ich, nur ein paar kleine Tage. Oder sind sie Kinder bis dahin vielleicht doch alt genug für Urlaub…?

Abschied auf Raten

Von gestern auf heute stieg das große „Abschiedsevent“ für die zukünftigen Schulkinder unseres Kindergartens. Die Maus und acht weitere Kinder durften dazu im Kindergarten übernachten – alle anderen Programmpunkte waren zunächst geheim und sorgten daher für zahlreiche Überraschungsmomente bei den Kindern. Aber von vorne.

Natürlich sehnte sich die Maus schon seit Wochen diese Übernachtung herbei. Dementsprechend aufgeregt war sie, als vor einer Woche die Einladungen dazu in Form eines Rucksacks an die betroffenen Kinder verteilt wurden. Gestern stieg die Vorfreude dann in Unermessliche an und gipfelte um 16:30 Uhr mit einer Schar aufgeregt gackernder Kinder und Mütter im Kindergarten.

Was dann kam, erfuhren wir erst heute Morgen, als wir zum gemeinsamen Frühstück in die Einrichtung kamen. Die Kinder und Erzieher(innen) machten einen tollen Ausflug zum Stuttgarter Fernsehturm, einschließlich ausgiebigem Spielplatzbesuch. Erst recht spät waren sie dann zurück im Kindergarten, wo es dann bestellte Pizza gab. Um 22 Uhr (!) saßen alle ums Lagerfeuer , wo ein Erzieher Gitarre spielte und alle mitsangen. ♡ Jeder durfte erzählen, was ihm an der Kindergartenzeit am besten gefallen hat. Und von Ausflügen über Geburtstagsfeiern oder Stopp-Tanz spielen war alles dabei. Es war wohl so emotional, dass der eine oder andere Erwachsene ein Tränchen verdrücken musste. Das glaube ich sofort. Gegen Mitternacht war dann auch das letzte Kind eingeschlafen und das Team bereitete noch eine Fotoshow vor mit Bildern der vergangenen drei Jahre sowie vom gestrigen Tag, damit sie diese heute Morgen den Eltern zeigen konnten.

Und wie sollte es auch anders sein: Als wir um 8 Uhr beim Kindergarten ankamen, erwarteten uns neun überglückliche Kinder, die gerade teilweise fleißig Obst schnippelten, teilweise im Garten herumturnten und sechs etwas müde aber auch sehr zufriedene Erzieher(innen). Sogar die ehemalige Bezugserzieherin der Maus, die mittlerweile in der Partnereinrichtung arbeitet, schaute vorbei, was mich besonders gefreut hat. ♡

Wir versammelten uns im „Morgenkreis“ um die Reste des Lagerfeuers der vergangenen Nacht und sangen erst das Begrüßungslied, das der „neue“ Gitarre spielende Erzieher vor einiger Zeit komponiert hat und dann noch „Heute hier morgen dort“ von Hannes Wader, wobei mir dermaßen die Tränen kamen, dass ich kaum ein Wort rausbekommen habe. Puh. Und ich war nicht die einzige, das könnt ihr euch sicher vorstellen… Dann kamen ein paar Mädels – unter anderem die Maus – nach vorne, und sangen mit einer Erzieherin zusammen „Je ne parle pas français“ von Namika, weil sie das Lied gestern zufällig im Aufzug beim Fernsehturm gehört und den Rest des Abends als Ohrwurm gemeinsam geträllert hatten. Als danach die Maus wieder zu uns kam, hörte ich sie sagen: „Papa, jetzt hast du ja Tränen!“ Und tatsächlich war er nun an der Reihe…

Es folgte ein super leckeres Frühstück, das wir Eltern mitgebracht hatten, begleitet von den schönen Erinnerungsfotos auf der Leinwand. Hachz.

So ein toller Kindergarten, so ein tolles Erlebis für die großen Kleinen. Ich weine in meinem Herzen noch ein bisschen weiter und kann mich nur dadurch trösten, dass wir noch ein Kind haben, das voraussichtlich weitere 3 Jahre in dieser Einrichtung bleiben wird…

„Manchmal träume ich schwer
und dann denk ich, es wär
Zeit zu bleiben und nun
was ganz andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt, dass nichts bleibt,
wie es war.“

(c) Hannes Wader, „Heute hier, morgen dort“

Time to… – ihr habt es vielleicht geahnt…

Die letzten Tage und Wochen habe ich mir wirklich viele Gedanken über meinen Blog gemacht, wie es hier weitergeht mit der DSGVO. Nun steht mein Entschluss – es geht hier nicht weiter. Spätestens am 25. Mai, zum Inkrafttreten der Verordnung, werde ich meinen Blog nach 8 Jahren vom Netz nehmen.

Sind wir mal ehrlich: Ohne die Fragenaktion würde hier kaum noch etwas passieren. Sporadische Beiträge, wenn mein Gewissen mich mal wieder plagt. Was mich dazu immer wieder bewegt hat, war die Tatsache, dass ich diesen Blog tatsächlich für mich als „Nachschlagewerk“ nutze, um zu sehen, wann die Kinder welche „Features“ dazubekommen haben. Aber die Mädels sind ja mittlerweile in einem Alter, in dem nicht dauernd etwas erwähnenswertes passiert und der Gedanke daran, die „Pflicht“ loszuwerden, alles hier niederzuschreiben, gefällt mir immer besser, je länger ich darüber nachdenke.

Auch zu wissen, dass es ein paar Leute gibt, die hier schon lange mitlesen, hat mir das Abschied nehmen erschwert, zumal ich es selbst doof finde, wenn ein Blog, dem ich folge, dicht macht. Als wenn eine Soap zu Ende geht. Aber: alles hat seine Zeit. Vielen Dank an alle Leser, die tapfer dageblieben sind trotz so mancher „Durststrecke“ hier! Ich weiß, dass ich spätestens an Silvester wieder an euch und an meinen Blog denken werde, wenn mir der Jahresrückblick unter den Nägeln brennt, es aber keine Plattform mehr dafür gibt…

Dies ist er nun. Mein letzter Blogbeitrag. Macht’s gut, es war schön hier! ♡

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 17

So. Schnell die Nr. 17 hinterher, bevor ich wieder keine Lust mehr zum Bloggen habe… Die restlichen Teilnehmer gibt’s wie immer bei Johanna.

321: Was gibt dem Leben Sinn? Also meinem Leben gibt es definitiv Sinn, Kinder zu haben. Davor ist es einfach nur so vor sich „hingedümpelt“ und hat mich immer wieder in Phasen tiefer Melancholie verschleppt.
322: Was hättest du gern frühzeitiger gewusst? Da fällt mir nichts besonders weitreichendes ein. Mein Lieblingskünstler spielt im nächsten Sommer in meiner Heimatstadt in einer mega Location, in der ich schon immer mal (irgend)ein Konzert besuchen wollte. Das wären sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe gewesen. Stattdessen fahren wir nun genau in der Nacht in den Sommerurlaub. Hätte ich das mal früher gewusst… ;-)
323: Wie alt fühlst du dich? Älter als ich es bin! Morgens auch gerne mal wie 80. Obwohl ich ja wiederum nicht weiß, wie man sich mit 80 fühlt…
324: Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Mich! Zum Glück wieder mit Strähnchen statt komischem rotbraun (das nie rotbraun sein sollte).
325: Kannst du gut zuhören? Ja, das kann ich und mach ich auch gerne.
326: Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt? Zu häufig? Da fällt mir nichts ein. Vielleicht die Frage, ob ich Kinder will. Meine Kollegen haben mich damit ziemlich genervt, bevor es „soweit“ war. Aber ansonsten wüsste ich keine Frage, die mir dauernd gestellt wird.
327: Ist alles möglich? Es ist vieles möglich, wenn man sich entsprechend anstrengt. Ich habe z.B. zweieinhalb Jahre lang jeden Tag Saxophon geübt und dafür ne 1 im Musik-Abi kassiert, obwohl ich das Instrument davor nicht gespielt habe. Es geht so einiges. Aber alles? Ich glaube, für manche Dimge braucht man zusätzlich ein bisschen Glück, Fügung, was auch immer.
328: Hängst du an Traditionen? Ja! Ich liebe Traditionen und es ist mir wichtig, sie an meine Kinder weiterzugeben.
329: Kennt jemand deine finstersten Gedanken? Nein. Die sind in den letzten Jahren zum Glück nur noch selten da und früher, als sie mich mehr beschäftigt haben, habe ich sie auch für mich behalten.
330: Wie sieht für dich der ideale Partner aus? Wie mein Mann! :-)
331: Wonach sehnst du dich? Ich sehne mich nach Zeit, um die Dinge zu erledigen, die mir am Herzen liegen, jedoch des Alltags wegen immer aufgeschoben werden müssen. Und nach einem ganz entspannten Strandurlaub, bei dem ich auf meiner Liege lesen oder Kreuzworträtsel machen kann. Das war schon lang nicht mehr. Aber ich glaube, wir sind wieder ganz nah dran, die Mädels sind schon sooo groß… ♡
332: Bist du mutig? Nein. Ich bin äußerst feige und tue höchstens mal mutig, um den Kindern die Angst.zu nehmen.
333: Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit? Hmmm, sehr philosophische Frage. Wahrscheinlich ja, einfach, weil Ort und Zeit wo/wann etwas passiert, sich in Gedanken untrennbar mit dem Ereignis verknüpfen. Wäre es wo anders / wann anders passiert, wäre das dann eben der richtige Ort und die richtige Zeit gewesen. Insofern ist die Aussage wahr und falsch zugleich.
334: Wofür bist du dir zu schade? Ich bin mir zu schade, meine kostbare Freizeit ausschließlich mit Putzen zu verbringen. Daher lieber das nötigste machen, so weit dass man sich wohlfühlt und die restliche Zeit genießen…

335: Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten? Ich bin zwar gerne mal allein, aber ein ganzes Jahr ist sehr lange. In meiner ersten Elternzeit bzw. im ersten Jahr davon war ich viel alleine und es war ziemlich bedrückend, so dass ich am Ende schon danach gelächzt habe, mal kurz zum Bäcker zu gehen oder auf der Straße ein bekanntes Gesicht zu treffen. Seitdem verstehe ich auch viel besser, wie hart das Alleinsein für alte Menschen ist. Also: Nein! Eine Woche alleine wäre super, vielleicht auch zwei. Aber dann reicht es auch!
336: Wann warst du zuletzt stolz auf dich? Als ich neulich in einem Anfall von Arbeitseifer sogar noch Vorhänge gewaschen habe. Siehe Frage 334… ;-)
337: Bist du noch die Gleiche wie früher? Ja und nein. Ich bin nach wie vor albern, schüchtern, höflich, was mich so alles ausmacht. Aber das Muttersein hat auch neue Facetten aus mir herausgeholt.
338: Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst? Durch Zufall. Sie wurde mir angeboten, obwohl mein Studium in einem ganz anderen Bereich war. Da ich aber mein Studium inhaltlich ganz furchtbar fand und ich mich privat sowieso mehr für das interessiert habe, was später mein Job wurde, hat es einfach so sein sollen.
339: Welche schlechten Angewohnheiten hast du? Nägelkauen. Ich finde es furchtbar, aber die Phasen, in denen ich mich beherrschen kann, sind leider nur sehr kurz…
340: Verfolgst du deinen eigenen Weg? Schon. Ich nehme dabei aber durchaus Rücksicht auf mein Umfeld und passe den Weg entsprechend an.

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 16

Diese Woche hat mich das Grübeln über die DSGVO ausgebremst. Ich blogge ja mittlerweile eigentlich höchst selten (bis auf diese Fragenaktion von Johanna) und ich habe eigentlich weder Lust noch Zeit, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Daher spukt in meinem Kopf immer öfter der Gedanke „dichtmachen“ herum, so dass der Anreiz, bei dieser Aktion am Ball zu bleiben, deutlich geschrumpft ist. Aber ich habe noch nix entschieden, daher geht es nun doch erstmal weiter hier…

301: Worin bist du ein Naturtalent? In nix so richtig. Ich sagte es bereits und manchmal ärgert mich das.
302: Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert? Die Maus, definitiv! Schritt für Schritt entwickelt sie sich dorthin, wo Gleichaltrige vor ein, zwei Jahren vielleicht schon waren. All meine Sorgen von damals in Luft aufgelöst.
303: In welcher Situation warst du unfair? Ich bin meinen Kindern gegenüber manchmal unfair, wenn ich zu genervt bin und dann meine Autorität raushängen lasse. Aber das kommt zum Glück nur selten vor.
304: Fühlst du dich fit? Fit im Sinne von sportlich fit: Nein! Meine Kondition ist quasi nicht vorhanden, ebenso eine vernünftige Muskulatur. Aber hey – im Alltag fällt das kaum auf.
305: Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt? Ja. Auch wenn das ein Thema ist, mit dem ich mich äußerst ungerne beschäftige.
306: Von welchem Buch warst du enttäuscht? Da fällt mir kein konkretes ein. Ich lese in letzter Zeit nicht viel. Ich bin aber ab und zu von Kinderbüchern enttäuscht, die ich in meiner Kindheit selbst gelesen und super gefunden habe. Wenn ich die dann rauskrame und meinen Kindern präsentieren will, frage ich mich immer wieder, was ich früher daran gefunden habe…
307: Welchen Grund hatte dein letzter Umzug? Unsere damalige Wohnung wurde wegen Eigenbedarf gekündigt. In dem Moment sehr ärgerlich, aus heutiger Sicht das beste, was uns passieren konnte, denn so hatten wir unser Häuschen bevor die Immobilienlage so angespannt wurde.
308: Neigst du zu Schwarz-Weiß-Denken? Manchmal, ja. Aber oft sehe ich auch Nuancen dazwischen.
309: Was fühlst du, wenn du verliebt bist? Ein Glücksgefühl, das den ganzen Körper durchströmt.
310: Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken? Ja! Vor allem zu essen! Ich bin ein Vielfraß. ;-)
311: Welche Dinge stehen noch auf deiner To-Do-Liste? Oh je, da stehen tausend Dinge drauf. Sehr viele alltägliche, wie putzen, einkaufen, Steuererklärung und der ganze Quark. Deswegen werde ich wohl zu einer ganzen Reihe meiner To-Dos überhaupt nie kommen. Kleiderschrank ausmisten. Alte VHS digitalisieren. Wieder mehr Musik machen. Ach, ich könnte unendlich viele offene Punkte aufzählen.
312: Hegst du oft Zweifel? Zweifel sind mein ständiger Begleiter.
313: Womit bist du unzufrieden?
314: Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug? Seit über 6 Jahren gar nicht mehr! Aber ansonsten ein etwas aufgeregtes, aber nicht ängstliches Gefühl.
315: Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“? Ja. Auch wenn ich diese Mentalität eigentlich nicht mag und ungerecht finde, denn für mich bedeutet diese Redensart, dass man gewisse Anliegen durch Beziehungen schneller vorantreiben kann, als „Otto Normalverbraucher“.
316: Bist du schon mal schikaniert worden? Nicht wirklich. In der Schule gab es ein paar Leute, die es versucht haben, aber irgendwie kamen sie damit nicht durch und suchten sich dann andere „Opfer“ aus.
317: Wie spontan bist du? Och – wenn ein passender Vorschlag kommt, der in meinen vollen Terminkalender passt, bin ich auch mal spontan… :-)
318: Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos? Meine Kinder, meine Familie. Das ist ja irgendwie auch eine Selbstverständlichkeit.

319: In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle? Hm. Schuldfgefühle ist so ein hartes Wort. Vielleicht in abgeschwächter Form eines „schlechten Gewissens“ meiner Mutter gegenüber, wenn sie phasenweise besonders oft als Babysitter einspringen muss und dies auch immer, ohne Murren, tut. Siehe Frage 318.
320: Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft? Ich habe zwei Freundinnen, mit denen ich seit 17 Jahren befreundet bin. Also seit der 2. Klasse, hab ich hier auch schonmal beantwortet.

1000 Fragen an mich selbst – Nr.15

Und wieder Samstag. Mit dieser wöchentlichen Aktion von Johanna fällt mir einmal mehr auf, wie die Zeit rast. In dieser Ausgabe wurde mir besonders klar, wie gern ich etwas mehr Ordnung in mein Leben bringen würde, also im wahrsten Sinne des Wortes. Aufräumen, aussortieren, wegwerfen. All das, was mir so gar nicht liegt…

281: Malst du oft den Teufel an die Wand? Sagen wir es mal so: Ich neige stark dazu, mir bei ungewissen Dingen dem schlechtmöglichsten Ausgang vorzustellen. Das war schon früher bei Klassenarbeiten so, setzt sich aber auch heute noch in diversen Bereichen fort. Z.B. wenn ein Urlaub an einem mir unbekannten Ort ansteht o.ä. Der Vorteil ist, dass es meistens nicht so schlimm wird, wie befürchtet und man dann erleichtert sein kann. Der Nachteil ist natürlich, dass man sich (und sein Umfeld…) ganz unnötig verrückt macht.
282: Was schiebst du zu häufig auf? Putzen! Ausmisten! Solche Dinge…
283: Sind Tiere genau so wichtig wie Menschen? Sie haben genauso ihre Daseinsberechtigung wie Menschen, ja!
284: Bist du dir deiner selbst bewusst? Öhm – ja…? Ich weiß, dass es mich gibt. Verstehe die Frage nicht.
285: Was war ein unvergesslicher Tag für dich? Tatsächlich ganz klischeehaft meine Hochzeit und die Geburt unserer Mädels. Also drei unvergessliche Tage!
286: Was wagst du dir nicht einzugestehen? Wenn ich hier was schreiben würde, dann hätte ich es mir ja bereits eingestanden…
287: Bei welcher Filmszene musst du weinen? Och, ich kriege regelmäßig feuchte Augen, wenn es gefühlsmäßig „hoch hergeht“ in Filmen. Selbst wenn bloß Schlumpfine zu einem Lehmhaufen wird, muss ich heulen… ;-)
288: Welche gute Idee hattest du zuletzt? Nach einem Jahr Unzufriedenheit über meine getönte Haarfarbe, die trotz aller Versprechen meiner Frisörin doch jedes Mal einen Rotstich hatte, wieder zu den guten alten blonden Strähnchen zurückzukehren.

289: Welche Geschichte würdest du gerne mit der ganzen Welt teilen? Nun ja – vielleicht alles, was ich hier auf meinem Blog schreibe…?
290: Verzeihst du anderen Menschen leicht? Nein. Ich bin mega nachtragend, auch wenn ich vordergründig verziehen habe, bleibt es in meinem Hinterkopf gespeichert.
291: Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr? Am Anfang der Beziehung mit meinem Mann war ich noch nicht ganz so ehrlich, wenn es um Dinge ging, die ich nicht mag. Fahrrad fahren. Ski fahren. All das hab ich meinem Mann zuliebe gemacht, nach dem Motto „Augen zu und durch“. Mittlerweile weiß er aber, wie viel Überwindung mich solche Aktionen kosten und ich mache auch keinen Hehl mehr draus.
292: Was hoffst du, nie mehr zu erleben? Einen geliebten Menschen zu verlieren ist das schlimmste überhaupt. Erst recht, wenn dieser nicht in einem Alter ist, in dem man damit rechnen muss. Wenn ich mir eines wünschen könnte, dann dass ich solch ein Verlust nicht nochmal erleben muss.
293: Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“? Ja, definitiv. Manches will ich gar nicht so genau wissen, man hat genug belastendes, das man nicht ausblenden kann, da muss man nicht noch mehr an sich reißen.
294: Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer? Ich berücksichtige durchaus die Meinung anderer, wenn ich etwas entscheiden muss. Sei es, weil ich mir ihren Rat einholen oder weil ich niemanden vor den Kopf stoßen möchte.
295: Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer? Spontan wollte ich schreiben, dass ich ein Vergangenheitsträumer bin. Aber dann kam mir, dass das gar nicht wirklich stimmt, denn ich bin ein Meister der Verdrängung und habe viele Dinge in der Vergangenheit „ausgeblendet“. Aber als Zukunftsträumer würde ich mich auch nicht bezeichnen – ich bin kein Planer, der alle möglichen Vorsätze für die Zukunft passt. Vielleicht bin ich also ein Gegenwartsträumer. Oder noch besser: ein Gelegenheitsträumer. Mal in der Vergangenheit, mal in der Zukunft.
296: Nimmst du eine Konfrontation leicht an? Nein, ich hasse Konfrontationen jeglicher Art und versuche, sie zu vermeiden.
297: In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter? Ich bin nicht so ordentlich wie sie. Ihr fällt es sehr leicht, sich von Dingen zu trennen – mir leider gar nicht.
298: Wo bist du am liebsten? Daheim. Auf meinem Sofa.
299: Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet? Ich kann nicht klagen… ;-)
300: Was ist dein Lieblingsdessert? Alles mit Schokolade!! Am besten dunkle, aber im Notfall geht auch Vollmilch. Und: lieber Kuchen als Eis!