1000 Fragen an mich selbst – Nr. 7

Und wieder ein paar der 1000 Fragen von Johanna:

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe? Nein! Ich mag meine Arbeit zwar (meist), aber mein Privatleben geht immer vor.
122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar? Für die Werte, die sie mir in der Erziehung mitgegebe haben, dafür dass sie mich bei meinen musikalischen Interessen immer unterstützt haben, und und und. Ich habe mit meinen Eltern wirklich ein gutes Los gezogen.
123. Sagst du immer, was du denkst? Nein, oft behalte ich das für mich. Manchmal ist es klug, manchmal dumm. Aber des lieben Friedens wegen behalte ich vieles für mich.
124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust? Seit ich mein Smartphone habe: ja. Wenn die Kinder abends schlafen muss ich eben alles „nachholen“. Und da die Zeit dann sehr begrenzt ist, nutze ich TV und Handy meist parallel…
125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden? Siehe Frage 113.
126. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro? Vermutlich etwas zu essen. Kuchen wär prima.
127. Verliebst du dich schnell? Nun ja – ich habe mich zum Glück lange nicht mehr verliebt! *höhö* Aber „damals als ich noch jung war“, da ging das meist sehr schnell und heftig. Wobei es auch andere, langgezogene Versionen gab… 😉
128. Woran denkst du, bevor du einschläfst? Meist schwirren mir die Pläne für den Folgetag durch den Kopf oder ich grüble noch über die Eregnisse des Tages. Wenn ich dadurch nicht einschlafen kann, versuche ich, an ein schönes Erlebnis zu denken, sonst drehen sich die Gedanken im Kreis.
129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag? Das Wochenende ist natürlich Favorit. Sonntag ist auf jeden Fall der gemütlichste Tag, da anders als Samstag kein Einkauf auf dem Plan steht. Doof daran ist nur, dass dann schon bald wieder Montag ist… 😉
130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen? Volle Punktzahl damals im Musik-Abi. Dafür habe ich hart gearbeitet und die passende Belohnung kassiert. Aber gebracht hat es mir im Nachhinein nichts als vielleicht ein bisschen Balsam fürs Ego…
131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen? Mit Michael Patrick Kelly. Siehe Frage 127 und so… 😉
132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt? Siehe Frage 131. Eine Jugendliebe bleibt irgendwo immer „gespeichert“.
133. Was ist dein Traumberuf? Ich bin Softwareentwicklerin und das kommt meinem Traumberuf schon recht nahe. Obwohl es nie DEN einen Traumberuf für mich gab.
134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten? Nein, das lässt mein Stolz oft nicht zu. Und meine Perfektion. Auch wenn es irgendwie doof ist: mir iat es lieber, etwas bleibt liegen, als dass es nicht so gemacht wird, wie ich es gerne hätte…
135. Was kannst du nicht wegwerfen? Alles mögliche! Ich kann mich sehr schwer von Zeug trennen, da ich immer die Sorge habe, ich könnte es später noch brauchen. Sehr lästige Eigenschaft.
136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich? Twitter, Instagram und Nachrichten.
137. Sind die besten Dinge im Leben gratis? Schwere Frage. Ich glaube, wenig ist gratis. Zumindest braucht man meist auch für die kostenlosen Goodies ein „Zubehör“. Heute z.B. waren wir gratis im Schnee. Mit gekauftem Schlitten. Liebe ist gratis. Das ist vielleicht eines der wenigen „kostenlosen Dinge“.

138. Hast du schonmal etwas gestohlen? Nein. Außer vielleicht mal die Schokolade der Kinder. Aber das war angesichts der temporären Schokomengen hier im Haus mehr Aufopferung als Diebstahl… 😉
139. Was kochst du, wenn du Gäste hast? Seit ich Kinder habe bekoche ich meine Gäste nicht mehr, sondern lade sie zum Kaffee ein. Also bebacke ich sie eher.
140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen? Nur eine Minute??? Dann vielleicht im Drogeriemarkt, da muss ich nix anprobieren, sondern kann wild alles in den Wagen werfen.

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1000 Fragen an mich selbst – Nr. 6

Weiter geht’s mit Teil 6 der Fragen von Johanna:

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu? Ich bin von Sternzeichen Jungfrau, der Selbstbeherrschung, Perfektionismus, Bescheidenheit und übertriebenes Grübeln nachgesagt wird. Passt irgendwie schon zu mir. Aber ich bin kein Horoskop-Leser – denn ich bin der Meinung, wenn man dran glauben will, findet sich man sich in fast jeder Beschreibungen wieder.
102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank? Lila und schwarz, aber pastellrosa holt auf!
103. Holst du alles aus einem Tag heraus? Naja, alles was geht. Manchmal geht halt nicht allzu viel… 😉
104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig? Keine. Ich bin kein Filmegucker. Und für Soaps hab ich keine Zeit.
105. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben? Ich bin eigentlich ganz froh, kein Kind mehr zu sein. Selbstbestimmung und so. Und Quatsch machen kann man ja auch als Erwachsener! 😉
106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten? Geht schon. Aber lieber Internetnutzung auf ein Minimum runterfahren als ganz drauf verzichten…
107. Wer kennt dich am besten? Oh je. Schwere Frage. Ich mich selbst! Ansonsten vermutlich meine Mutter und mein Mann.
108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am langweiligsten? Putzen!!
109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht? Ja, kommt vor. Ist doch normal, oder?
110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus? Idealerweise sind die Kinder bei Oma, ich kann bis mittags ausschlafen, mache mir einen schönen Tag mit meinem Mann, nachmittags gibts Kaffee und Kuchen (wichtig!!). Abends schaue ich eine TV-Sendung von Anfang bis Ende. So in etwa wäre der Tag schon ziemlich perfekt.

111. Bist du stolz auf dich? Kommt ab und zu vor. Heute aber nicht. Das Haus steht voller Reisetaschen, die ich seit unserer Rückkehr vor einer Woche noch nicht ausgepackt hab. Wäscheberge warten. Putzen wär auch mal wieder super, aber siehe Frage 108…
112. Welches nutzlose Talent besitzt du? Ich kann mit den Ohren wackeln!
113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast? Eine sehr tiefgründige Frage. Ich habe mit dem Tod meines Vaters nicht so richtig abgeschlossen. Vielleicht habe ich eines Tages den Mut, meiner Mutter die offenen Fragen zu stellen…
114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol? Ich trinke kaum Alkohol – weil ich keinen Mehrwert verspüre, wenn ich welchen trinke. Und es mir auch nicht fehlt, wenn ich keinen trinke. Außerdem mag ich keine betrunkenen Leute – vielleicht weil mein einer Onkel immer sehr ausfällig wird wenn er betrunken ist und mich das meine gesamte Jugend lang sehr gestört hat.
115. Welche Sachen machen dich froh? Kuchen. Gute Musik. Kinderfrei haben. Freunde treffen. Und oft sogar meine Kinder! ;-)))
116. Hast du heute schonmal nach den Wolken im Himmel geschaut? Nein, heute tatsächlich nicht.
117. Welches Wort sagst du zu häufig?Wenn ich schreibe, mussich beim Korrekturlesen öfter mal ein „ja“ als Füllwort herauslöschen. Beim Sprechen ist mir nicht bewusst, dass ich ein „Lieblingswort“ habe.
118. Stehst du gern im Mittelpunkt?Nein! Im Gegenteil – ich vermeide es, so gut es geht.
119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen? Für’s Putzen (keine Lust…)! Für’s Saxophonüben (keine Zeit…)!
120. Sind Menschen von Natur aus gut? Nein, das glaube ich nicht. Tief in meinem Inneren misstraue ich allen Menschen und jeder, der mir begegnet, muss sich mein Vertrauen erst erkämpfen. Schon immer.

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 5

Unser Skiurlaub hat mich davon abgehalten, pünktlich dabei zu bleiben. Hier also quasi nachträglich Teil 5 der Fragerunde von Johanna:

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest? Nachdenken. Gedichte oder Songs schreiben. Und vielleicht verzweifeln.

82. Was hat dich früher froh gemacht? Treffen mit meinen Freundinnen. Sie machen mich immernoch froh, sind aber viel zu selten, weil jeder in eine andere Himmelsrichtung „ausgeflogen“ ist.
83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?Meistens in den Dingen, die neu in meinem Kleiderschrank sind. 🙂
84. Was liegt auf deinem Nachttisch? Oh je. Auf jeden Fall mein Wecker, ein Lippenpflegestift und eine Packung Taschentücher. Meistens aber noch jede Menge „Zeugs“, das ich nur kurz ablegen wollte, damit ich es bei Gelegenheit wegräume. Bücher, gefaltete Kleidungsstücke, leere Tüten – mal dies mal das. Und Staub.
85. Wie geduldig bist du? Nicht besonders. Weder mit mir noch mit anderen.
86. Wer ist dein gefallener Held? Über diese Frage habe ich lange nachgedacht. Aber nein – mir fällt keiner ein, den ich so bezeichnen würde.
87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst? Nein, definitv nicht. Nichtmal auf dem Laptop…
88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten? Zwei von meinen vier besten Freundinnen kenne ich gleich lang und am längsten – nämlich seit der 2. Klasse.
89. Meditierst du gerne? Früher habe ich öfters Entspannungsmeditationen gemacht. Ich mag das gerne, aber in meinem Alltag mit den Kindern ist momentan kein Platz dafür.
90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf? Mit Schokolade, einer lustigen TV-Sendung, Musik hören oder machen,…
91. Wie heißt dein Lieblingsbuch? Ich habe eigentlich kein Lieblingsbuch, da ich momentan außer Kinderbüchern wenig lese. Aber wenn ich etwas lese, dann Biografien. Am liebsten Autobiografien.
92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über What’s App? Wahrscheinlich mit meiner Mutter, weil wir uns oft über organisatorische Dinge schreiben – wer wann wo die Kinder abholt. Oder warum ihr Smartphone mal wieder diese oder jene Meldung ausgibt… 😉
93. Was sagst du häufiger: Ja oder nein? Nein! Definitiv nein! Vor allem seit die Schnecke in mein Leben trat… Hihi…
94. Gibt es ein Gerücht über dich? Nicht dass ich wüsste. Bis auf dass meine Kollegen denken, dass ich als Teilzeitbeschäftigte nachmittags ein entspanntes Leben habe. Aber ein echtes Gerücht ist das ja eigentlich nicht.
95. Was würdest du tun, wenn du nicht arbeiten müsstest? Musik machen!!
96. Kannst du gut Auto fahren? Ja, das behaupte ich mal. Aber ich fahre nicht gerne, wenn die Straßen verschneit sind.
97. Ist es dir wichtig, dass andere dich nett finden? Schon. Weil ich ja eigentlich auch nett bin. ;-)))
98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders gemacht? Nichts. Ich bereue oder vermisse nichts.
99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst? Am liebsten gehe ich essen. Oder erst essen und dann zu einem „Event“ – Theater, Comedy, Musik – irgendwas nettes.
100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstoßen? Zählt dazu auch die Straßenverkehrsordnung? Dann täglich… *wegduck* Ansonsten bin ich aber brav. 😉

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 4

Ich bin ein bisschen stolz auf mich: Ich habe es tatsächlich geschafft, zwischen den Fragerunden einen Blogbeitrag zu einem anderen Thema zu schreiben! Jetzt freue ich mich aber schon auf die nächsten 20 Fragen – alle anderen Teilnehmer gibt’s wieder bei Johanna.

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? Hm. Ich bin mir nicht sicher. Ih bin in dem Glauben aufgezogen worden und habe es nicht hinterfragt. Von daher wäre es vielleicht richtiger zu sagen: Ich hoffe auf ein Leben nach dem Tod. Alles andere ist Spekulation für mich.
62. Auf wen bist du böse? Im Moment auf niemanden. 🙂
63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Früher täglich, mittlerweile fast gar nicht mehr. Ist mir zu unzuverlässig, wenn ich die Kinder nach der Arbeit abholen muss und zu umständlich und langwierig wenn ich mit den Kindern wo hin will.
64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet? Da steht wohl die Brustkrebserkrankung meiner Mutter vor drei Jahren an erster Stelle. Harte Zeiten. Aber umso erfreulicher, dass jetzt wieder alles gut ist.
65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest? Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass ich als Kind einen Berufswunsch hatte. Aber das was ich bin, hätte ich mir sicher als Kind nicht ausgedacht. Insofern ja und nein! 🙂
66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Momentan tanze ich höchstens zu Kinderliedern…
67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr? Zuverlässigkeit.
68. Was war deine größte Anschaffung? Definitiv unser Haus…
69. Gibst du Menschen eine zweite Chance? Selten. Aber kommt durchaus vor. Wobei ich der Meinung bin, dass ich relativ schnell einschätzen kann, ob ein Mensch zu mir passt (nicht nur als Partner, sondern auch „einfach so“) und dann weiß, ob eine zweite Chance überhaupt Sinn macht.
70. Hast du viele Freunde? Nein, nicht viele. Eine Handvoll. Dafür alle seit Jahrzehnten. ♡
71. Welches Wort bringt dich auf die Palme? Zuletzt habe ich mich über das „Studierendenwerk“ aufgeregt. Ich war Studentin. Oder Student. Man kann es auch kompliziert machen.
72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen? Soeben wollte ich nein schreiben, aber das stimmt gar nicht! Ich war mal ganz kurz zu sehen bei einer Übertragung einer Konzerts (im Publikum).
73. Wann warst du zuletzt nervös? Anfang der Woche als ich mit komischen Beschwerden beim Zahnarzt war. Aber alles gut.
74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause. Meine Familie!
75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen? Ganz ehrlich? Ich würde oft am liebsten gar nicht wissen, was in der Welt los ist. Da man das aber als vernünftiger Erwachsener kaum bringen kann, schaue ich meist nach den Schlagzeilen der BILD, weil die immer alles zuerst wissen. Wenn es was wichtiges gibt, suche ich mir im Internet einen seriösen Artikel dazu… 😉
76. Welches Märchen magst du am liebsten? Sehr schwierige Frage. Die Klassiker von dem Gebrüdern Grimm, auch wenn manch fragwürdige Stelle dabei ist.
77. Was für eine Art Humor hast du? Einen sehr schwarzen Humor, gern auch unter der Gürtellinie. Was aber nur die wissen, die mich gut kennen.
78. Wie oft treibst du Sport? Nie!
79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck? Keine Ahnung. Ich glaube nicht. Ich bin recht unauffällig denke ich. Das müssten andere für mich beantworten.
80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten? Da nach Dingen gefragt ist, zähle ich keine Personen auf. Nicht verzichten kann ich auf mein Handy und auf mein Auto! Kaffee und Schokolade wäre auch schwer. Schon 4 Dinge. Ups. 😉

Als Scotty bei uns einzog…

Es war ein paar Tage vor Weihnachten, als ich die glorreiche (NICHT!) Idee hatte, zusammen mit Maus und Schnecke, nur mal kurz in dem mir vielfach empfohlenen Taschenladen vorbeizuschauen, um mir für einen groben Überblick Schulranzenprospekte geben zu lassen. Ok. Wer findet den Fehler?

Genau. Zusammen mit dem zukünftigen Schulkind „bloß mal gucken“ ist natürlich eine hirnrissige Idee. Als hätte ich nicht seit 6 Jahren Kinder. Jedenfalls zeigte uns der überaus nette Ladenbesitzer sein Sortiment. Während er gerade erklärte, welche Marken, Vorzüge und Nachteile es gibt, verkündete die Maus plötzlich: „Ich weiß sowieso schon, welchen Ranzen ich will!“

Sie zeigt auf einen Ranzen mit Eulenmotiv. Einer der wenigen Mädchenranzen ohne pink-rosa-flitter-glitter-Einhornprizessin. Ein klein wenig Erleichterung ereilte mich. Trotzdem wollte ich das nicht einfach so auf die Schnelle entscheiden, zumal so ein Ranzen keine Ausgabe aus der Kaffeekasse ist… Außerdem wollte ich mich online informieren, ob das nicht vielleicht ein „No-go-Modell“ ist, das man auf keinen Fall kaufen sollte oder ob ihm etwas wichtiges fehlt. Oder es nicht etwas hübschere Alternativen gibt, den so richtig 100 %ig schön fand ich ihn dann auch wieder nicht.

Glücklicherweise war der Ladenbesitzer der einzige nicht aufdringliche Verkäufer, den ich je getroffen habe und er redete auf die Maus ein, dass wir jederzeit diesen Ranzen nachbestellen könnten und wir auch im Frühjahr wiederkommen könnten. Dann lugte seine Frau plötzlich ums Eck und warf in den Raum, dass der Eulenranzen aber ein Vorjahresmodell sei und sie nur diesen einen noch da hätten.

Die Maus weinte natürlich los, weil sie uuuunbedingt die aller-allerletzte kleine Eule auf dieser Welt haben wollte. Denn auf dem Ranzen ist nicht nur eine große Eule mit (wie ich finde nicht so ganz gelungenen) Glubschaugen zu sehen, sondern auch „Scotty“, ihr süßes Baby.

Ich kürze es nun ab: Während ich vor einem Jahr noch ein Kind im Kindergarten belächelt habe, weil es nach Weihnachten schon seinen Schulranzen präsentierte, kauften wir nach mehreren Tagen Bedenkzeit zwei Tage vor Heiligabend den Ranzen für die Maus.

Warum? Weil er ihr gefallen muss und nicht mir. Weil sie ihre Vorlieben normalerweise nicht so schnell ändert. Weil ich keine Eulen-Alternative gefunden habe. Und weil ich mich dann am Ende auch ein bisschen in „Scotty“ verliebt habe…

Dies ist im Übrigen keine Werbung oder Empfehlung für eine bestimmte Schulranzenmarke! Der Ranzen ist vielleicht gut, vielleicht aber auch ein totaler Reinfall – das wird sich noch zeugen… Ich bekomme kein Geld für diesen Post und berichte einfach nur, wie es bei uns war. 🙂

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 3

So. Runde 3. Dann bin ich auf dem Laufenden… Alle anderen Teilnehmer gibt es wie immer bei Johanna.

41. Trennst du deinen Müll? Ja und nein. Ich bin ein Biomüll-Verweigerer. Einfach, weil es so eine Sauerei in der Tonne gibt und man die ständig auswaschen muss. Aber wir produzieren auch wenig Biomüll, so dass das bisschen halt im Restmüll landet. Wenn wir mit unserer Skigruppe unterwegs sind bin ich allerdings als militante Mülltrennerin bekannt – man will ja nix extra zahlen müssen, nur weil einer Papier von Plastik nicht unterscheiden kann… 😉
42. Warst du gut in der Schule? Ja. Auch wenn ich ab der 5. Klasse den Spaß an der Schule recht schnell verloren hab, hat mein Ehrgeiz dafür gesorgt, dass ich immer ganz gut war.
43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche? 5-10 Minuten inkl. Haare waschen. Für mich ist das verlorene Zeit, da ich dusche, wenn die Kinder schlafen. Daher beeile ich mich so gut es geht, damit ich schnell auf’s Sofa kann.
44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Spannende Frage.
45. Um wieviel Uhr stehst du in der Regel auf? Unter der Woche um 6:40 Uhr. Am Wochenende schlafen die Kinder seit neustem auch mal bis 8 oder sogar 9 Uhr. Yeah! Aber ab Sommer ist das Lotterleben vorbei und ich hoffe sehr, dass mein Wecker trotz Schule nicht vor 6 Uhr klingeln muss…
46. Feierst du immer deinen Geburtstag? Ja, ein Mal mit der Familie und ein Mal mit Freunden. Auch wenn ich meistens froh bin, wenn ich es hinter mir habe, gehört es doch dazu.
47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook? Null Mal. Facebook ist eines der wenigen Social Media-Gedönse, denen ich nicht beigetreten bin.
48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten? Das Wohnzimmer. Zumindest verbringe ich darin die meiste Zeit des Tages.
49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt? Heute – ein Kletterkrokodil im Indoorspielplatz… 😉 Ansonsten ist es schon länger her.
50. Was kannst du richtig gut? So richtig, richtig gut? Nichts. Ein bisschen gut Saxophon spielen, backen, handarbeiten (stricken, häkeln).
51. Wen hast du zum ersten Mal geküsst? Einen Jungen, der über eine Freundin zeitweise in unsere „Clique“ mitgebracht wurde (es war nicht ihr Freund, sondern ein Kumpel). Ich war glaube ich 16 und er ein paar Jahre älter. Es blieb aber bei dem einen Kuss, da meine Mutter Stress machte und ich ihn nicht mehr treffen durfte…
52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen? Ich bin keine Leseratte und die einzigen Bücher, die mich beeindruckt haben, waren Bücher aus meiner Kindheit. „Mary Poppins“ und „Anne und der Flüstervogel“ zum Beispiel.
53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus? Das ideale Brautkleid war das, das ich zu meiner Hochzeit getragen habe! Klassisch aber schlicht. Würde ich jederzeit wieder aussuchen.
54. Fürchtest du dich im Dunkeln? Wenn ich drinnen im Haus bin nicht. Draußen manchmal schon, aber weniger wegen der Dunkelheit als wegen den Leuten die so ihr Unwesen treiben. Aber als Kind wollte ich nie im Dunklen schlafen und hatte zum Einschlafen immer eine Nachttischlampe an.
55. Welchen Schmuck trägst du täglich? Nur meinen Ehering und eine Armbanduhr, falls diese auch als Schmuck zählt.
56. Mögen Kinder dich? Ja, aus mir unerklärlichen Gründen habe ich eine „magische Anziehungskraft“ auf Kinder. Obwohl ich selbst keine mag. (Außer die eigenen natürlich…) Aber was soll man nach einem Tag in der Indoorhölle auch anderes schreiben. 😉
57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino? Hm. Ich schaue generell kaum Filme. Wenn, dann eher im Kino, weil ich zu Hause keinen einschalten würde.
58. Wie mild bist du in deinem Urteil? Wenig mild. Hart wie das Leben. Außer im Umgang mit den Kindern vielleicht.
59. Schläfst du in der Regel gut? Ja. Gut schon. Nur zu wenig!
60. Was ist deine neueste Entdeckung? Meine neue Hybrid-Uhr – halb Smartwatch, halb analoge Uhr. Perfekt für mich.

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 2

Wie ich eben festgestellt habe, gibt es schon drei Ausgaben der „Fragerunde“ bei Johanna. Also schnell weiter zu Teil 2, damit ich nicht den Anschluss verliere!

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Ja, ich fürchte, schon. Allerdings führt das manchmal dazu, dass ich ewig lange über gewisse Situationen grüble und mich ärgere, nicht anders reagiert zu haben. Doof eigentlich.
22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Definitiv den Abend.
23. Kannst du gut kochen? Ich bin kein Sternekoch, aber nach Rezept bekomme ich einiges hin. Von daher würde ich schon behaupten, dass ich ganz gut kochen kann.
24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Ich mag den Herbst sehr gerne. Die Sonne ist nicht mehr so heiß, die bunten Blätter sind was für’s Auge und die Melancholie der Regentage passt ebenfalls ganz gut zu mir.
25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Ohje. Überhaupt nichts? Vermutlich vor 6 Jahren, also bevor die Maus geboren wurde. Die Tage, an denen die Kinder bei den Großeltern untergebracht sins, sind nämlich immer vollgepackt mit Freizeitstress. 😉
26. Warst du ein glückliches Kind? Ja. Sehr. Bis mein Vater gestorben ist, da war ich 13 und vieles änderte sich von einem Tag auf den anderen.
27. Kaufst du oft Blumen? Nein, da bin ich zu sehr Schwabe und möchte ungern Geld dafür ausgeben. Auch wenn ich Blumen sehr gerne mag.
28. Welchen Traum hast du? Keinen. Natürlich wünsche ich mir, dass unsere Familie intakt bleibt, alle gesund bleiben, unsere Kinder zu brauchbaren Erwachsenen werden. Aber einen Traum wie eine Weltreise machen o.ä. habe ich momentan nicht.
29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? In fünf Wohnungen. Drei davon als Kind und zwei als Erwachsene. Und ich hoffe, dass es möglichst lange dabei bleibt, denn ich hasse Umzüge.
30. Welches Laster hast du? Kaffee und Schokolade…
31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? „Street Kid“ von Jimmy Kelly. Zu richtigen Romanen reicht meine Lesezeit momentan nicht, daher beschränke ich mich auf Biografien, die kann man oft besser in Abschnitten lesen, ohne dass die Spannung flöten geht.
32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Weil es bequem ist und in einer Minute „hinfrisiert“. Aufstehen, bürsten, Pferdeschwanz, fertig. Seit bestimmt 20 Jahren.
33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Ja, leider. Wobei: Wenn ich im Urlaub bin, brauche ich es nicht unbedingt. Von daher ist die Abhängigkeit vielleicht noch nicht im Endstadium…
34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Genug, um so leben zu können, wie ich möchte.
35. In welchen Laden gehst du gern? In den Drogeriemarkt. Aber am besten nur mit Einkaufszettel, sonst kaufe ich lauter Zeug, das ich nicht brauche… Nagellack zum Beispiel. Oder die 1000ste Rolle Geschenkband. 😉
36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Apfelschorle. Selten Alkohol. Falls es mal was alkoholisches sein soll, dann gerne nen Hugo oder Aperol Spritz.
37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Ich behaupte, ja. Lieber zu früh als zu spät.
38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Das weiß ich nicht. Ich habe tatsächlich schon öfter versucht, mir diese Frage zu beantworten. Aber irgendwie kann ich alles nur so ein bisschen, nix richtig gut. Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht der Typ bin, der als Selbstständiger klarkommen würde.
39. Willst du immer gewinnen? Ja! Auch gegen die Kinder!! ;-)))
40. Gehst du in die Kirche? Selten. Früher zu Ostern und zu Weihnachten. Aber seit wir Eltern sind, schaffen wir das aufgrund der zahlreichen Besuchstermine nicht mehr. Ich finde das schade und hoffe, dass es sich irgendwann ändert.

(Der Herbst und ich.)

1000 Fragen an mich selbst – Nr. 1

Heute kommt mal etwas ganz anderes. Etwas über mich. Beim Stöbern durch meine abonnierten Blogs bin ich bei Hummelchen auf die „1000 Fragen an mich selbst“ gestoßen (ins Leben gerufen hat diese Aktion Johanna von Pinkepank – dort findet ihr im Übrigen auch alle weiteren Teilnehmer). Ich liebe solche Fragen! Ich bin vermutlich auch die einzige Mutter der Welt, die für ihre Kinder gerne Freundebücher ausfüllt! 🙂 Also los. Ob ich wirklich alle 1000 schaffe? Mal sehen!

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Am 22.12.2017 habe ich zum ersten Mal einen Schulranzen gekauft – für die Maus natürlich.
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Hm. Mit meinem Mann vermutlich.
  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Mit dem Smartphone. Hier Twitter, da Instagram, ein Blog zwischendurch – eigentlich viel zu viel ungenutzte Zeit.
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Über schmutzige Witze. Über Witze, über die man nur hinter vorgehaltener Hand lachen kann. Und über „Sparwitze“…
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Es macht mir nicht direkt etwas aus, aber dennoch versuche ich, es vor anderen zu unterdrücken. Einfach um mich nicht erklären zu müssen.
  6. Woraus besteht dein Frühstück? Im Normalfall esse ich ein Marmeladenbrot und ein Honigbrot und dazu warme Milch. Und freitags ist Müsli-Tag. 🙂
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Der Schnecke – vorhin beim Anschnallen im Auto.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Ich fange an, vor mich hinzupfeifen, wenn ich genervt bin. Das hat mich als Kind bei ihr wahnsinnig gemacht. Und letztens habe ich mich dann dabei ertappt, es genauso zu tun…
  9. Was machst du morgens als erstes? Wenn ich meine Ortko-K-Linsen am Auge habe, kommen als erstes Augentropfen in meine Augen. Ansonsten ziehe ich mich zuerst an.
  10. Kannst du gut vorlesen? Ja, das würde ich schon von mir behaupten. Ich liebe Geschichten, bei denen man die Stimme verstellen und richtig „Gas geben“ kann – „Das Sams“ von Paul Maar ist unsere neuste Errungenschaft und eignet sich dazu hervorragend!
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Oh, das weiß ich gar nicht mehr so genau. Bis 7 oder 8 vielleicht? Es war ein schleichender Prozess, weil ich noch sehr lange so getan habe, als würde ich dran glauben, weil ich die ganze „Zeremonie“ um Weihnachten nicht kaputt machen wollte…
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Schwierige Frage. Ein Smartphone mit ner besseren Kamera wäre super. Aber so nen richtigen Herzenswunsch habe ich derzeit nicht.
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich wäre gerne weniger schüchtern und fände es schön, offener auf fremde Menschen zugehen zu können.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Ich bin kein Filme-Typ. Ich bin mehr für „seichte Unterhaltung“ zu haben. So richtig freue ich mich z.B., wenn die Auswanderer-Familie Reimann mal wieder im TV kommt. Das befriedigt mein Seifenopernherz, denn ich habe schon ihre erste Auswanderung vor rund 15 Jahren verfolgt und mag die lustigen (wenn mittlerweile auch gescriptete) Einblicke in ihr Leben. Außerdem bin ich nach der Sendung immer voller Tatendrang, weil die Reimanns immer so fleißig sind und tausend Ideen haben. 😉
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Oh je, das kann ich gar nicht sagen. Das war vermutlich Mitte der 90er Jahre im Hansapark in Sierksdorf. Da ich aber außer Riesenrad nix fahren kann ohne grün anzulaufen, habe ich da auch keinen Bedarf.
  16. Wie alt möchtest du gerne werden? So alt, wie ich Freude am Leben habe. Das wäre gut, glaube ich.
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An den letzten Sommerurlaub zu zweit. 10 Tage Mallorca, nur rumliegen, lesen, schwimmen, essen und schlafen. Waren das Zeiten!
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Wie eine innere Unruhe, der Drang, etwas an der Situation ändern zu wollen, aber gleichzeitig völlig hilflos und ausgeliefert zu sein.
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Mittlerweile mag ich meinen Namen, weil er eher selten vorkommt. In meiner Schulzeit habe ich ihn verflucht, weil ich oft damit aufgezogen wurde. Auf meinen Zweitnamen könnte ich nach wie vor gut und gerne verzichten.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Seit ich Kinder habe kommt das öfter vor dank zahlreicher „hilfreicher“ Tipps von außen. Schlafen, Stillen, Einschulung – um nur ein paar Themen zu nennen.

(Hach. Das war Mallorca 2011…)

Fahrradtour zum Jahreswechsel 

Kennt ihr das, wenn Oma Annegret mit ihren 78 Jahren mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt fährt? Langsam wird das Fahrrad angeschoben, ein Bein auf dem Pedal, das andere hüpft auf dem Boden mit und gibt Schwung, um sich dann – während das Rad eigentlich noch zu langsam ist, um stabil zu fahren – über die Stange zu schlängeln und sich auf dem anderen Pedal einzufinden. Das Fahrrad gerät beträchtlich ins Schlingern, der Lenker schlackert hin und her. Eigentlich mag man nicht hinschauen, aus Angst Oma Annegret liegt gleich auf dem Boden. Aber weggucken geht auch nicht. Stets voller Hoffnung, dass nix passiert. Und natürlich geht alles gut, das Rad nimmt Fahrt auf und hält wieder die Spur. Oma fährt wie seit 70 Jahren zum Wochenmarkt. Hat wirklich jemand daran gezweifelt?

Genau so lief unser Jahreswechsel als Paar, als Familie. Seit Weihnachten war irgendwie der Wurm drin. So richtig. Die Schnecke nölte, so oft es nur ging, die Maus kämpfte mit einem grippalen Infekt, der uns mehr oder weniger ans Haus fesselte. Dazu so einiges an unausgesprochener, lange gezüchteter Unzufriedenheit meinerseits und vermutlich auch auf Seite meines Mannes und dann war da plötzlich der Neujahrsmorgen, an dem er mich plötzlich wegen der Kaffeemaschine anschrie. Vor den Kindern. Wo wir doch eigentlich nie streiten. Ich hatte ihm nur helfen wollen, er hatte es misgedeutet und wumms war der letzte Rest an Nähe verschwunden. Das Schweigen am Tisch war nicht auszuhalten, meine Gedanken in der folgenden Nacht auch nicht. 

Dass ich einer der nachtragendsten Menschen überhaupt bin, weiß jeder der mich kennt. Aber irgendwie dachte ich irgendwann, es gibt nur einen möglichen Weg: mehr Schwung, damit das Rad nicht umkippt! Zum Glück konnten wir meine Mutter für die Kinderbetreuung engagieren und hatten den heutigen Nachmittag und Abend zur freien Verfügung. 3 Stunden in der Therme und es fühlte sich alles wieder richtiger an. Dann auf der Heimfahrt noch ein Besuch im Restaurant und wir fuhren gemeinsam und glücklich nach Hause. Wie seit über 14 Jahren…

Rückblick 2017 und Ausblick 2018

Beim Durchlesen des letztjährigen Jahresrückblicks dachte ich ständig: „Ach – das war ja dieses Jahr genau so!“ Daher könnte ich vermutlich den vom letztem Jahr kopieren und keiner würde es merken. In einiger Zeit vermutlich nicht mal ich selbst. Aaaber da diese Zusammenfassung des Jahres immer mein persönlicher Lieblings-Blogbeitrag ist, gibt es natürlich doch eine aktuelle Version.

Zunächst einige Fakten über meinen Blog:

  • Knapp 14.000 Aufrufe verzeichnete mein Blog im Jahr 2017. Ein Hoch auf alle, die hier landen, obwohl es fast nix Neues mehr gibt…
  • 13 Beiträge im ganzen Jahr. Ha! Könnte man meinen, einer pro Monat ist ja noch ok. Aber in Wirklichkeit hab ich einen Großteil davon ja als „Nachtrag“ innerhalb weniger Tage getippt… Zitat vom letzten Jahr (als es noch 30 Beiträge waren): „Es hätte so viel mehr zu schreiben gegeben, aber nach Arbeit und Alltag mit meinen beiden Mädels fehlte mir abends jegliche Motivation und Muse zum Bloggen…“ Jo.
  • Fast schon verwundert bin ich, dass es tatsächlich ein Beitrag von 2017 in die Top 10 geschafft hat: „Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!“ über unsere Entscheidung zur (Nicht-)Einschulung unseres Kann-Kindes. Auf Platz 1 unverändert der „75-Wochen-Schub“ der Maus von 2013, ebenso gleichbleibend Platz 2 für die „Bauchbilder„. Auch wenn das genau vor einem Jahr angekündigte finale Bild nach wie vor fehlt. Und vielleicht auch gar nicht mehr kommt. Und auch Platz 3 geht wiederholt an die „Windelschnecke„. Quasi das Blog-Dinner-For-One… 😉
  • Natürlich liegt Deutschland wie immer mit Abstand vorne bei den Aufrufern. Österreich wieder auf Platz 2. Aber dann kommen diesmal die USA! Die Schweiz wurde somit erstmals vom 3. Rang verdrängt. Ach ja – Premiere in den Top 10 der Aufrufer feiert Ungarn. Somit werfe ich dieses Jahr ein multikulturelles „Thank you, köszönet!“ In die Runde!
  • Auch dieses Jahr war ich gespannt auf die Suchanfragen, auch wenn mir ein Großteil durch die Verschlüsselung „durch die Lappen“ geht. Die nach wie vor beliebteste Anfrage ist jedenfalls der „Schwangerschaftstest“. Der Begriff taucht so oft auf, dass ich mich für keinen konkreten Link entscheiden kann. Ebenso ein Dauerbrenner scheint die Strickanleitung für einen Babyschal zu sein, inbesondere für einen Schal mit Schlitz.
    Die lustigste Suchanfrage – die ich erstmal selbst gegoogelt habe – ist der „italienische Schnuller“. Ich muss euch aber enttäuschen – es ist kein Super-Schnuller in Stiefelform oder mit Pizzageschmack. Gesucht wurde wohl einfach einer mit aufgedruckter Italienflagge o.ä. … 🙂
  • Auch beim nächsten Punkt kann ich ein Zitat vom Vorjahr verwenden: „Dieses Jahr gab es analog zu den wenigen Beiträgen meinerseits auch wenige Kommentare von Lesern.“ Letztes Jahr brauchte man noch zwei Kommentare, um hier aufzutauchen. Dieses Jahr reicht einer! 😉 Danke an blumenpost (die leiderleider nicht mehr bloggt, schnief…), Zuckerkind und derfeuervogel für eure Worte und Meinungen! Ich als meist überall stille Leserin bin immer positiv überrascht, wenn es überhaupt ein „Zeichen“ gibt, dass sich hier noch jemand herumtreibt…
  • Nachdem es ja keinen wordpresseigenen Jahresrückblick mit blinkendem Feuerwerk mehr gibt, habe ich mir überlegt, am dieser Stelle einfach meine Vorjahres-Abschlussberichte zu verlinken. Damit ich es nicht immer suchen muss, um nachzulesen. 🙂
    2011
    2012
    2013
    2014
    2015
    2016

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2017:

  • Wie sagte ich letztes Jahr so schön: „Ein Jahr im Alltagstrott, Arbeit, Krippe, Kindergarten, Freizeitprogramm.“ Im Groben und Ganzen passt das auch für dieses Jahr. Allerdings hatte es einen doofen Start, denn meine Mutter hatte im Januar eine große OP, die sie um ein Haar nicht überlebt hätte. Dass sie es doch geschafft hat erfüllt mich mit größter Dankbarkeit. Eine zweite OP stand Anfang Dezember an und Gott sei Dank war meine riesige Angst davor unbegründet, sie war wenige Tage danach wieder wohlauf.
  • Beziehungstechnisch haben wir nach wir vor viel Luft nach oben. Jeder lebt so vor sich hin. Leider. Dass es in unmittelbarer Zukunft wieder besser wird bleibt vermutlich nur mein Wunsch.
  • Die Maus ist nach all dem Hin und Her mit vorzeitiger Einschulung doch im Kindergarten geblieben. Trotz vieler Tränen wegen dem Verlust der besten Freundin und der Bezugserzieherin ging alles gut und ich bereue unsere Entscheidung überhaupt nicht!
  • Die Schnecke ist seit Oktober ein Kindergartenkind und macht sich dort sehr gut. Sie profitiert natürlich davon, dass ihre Schwester immer in der Nähe ist. Zum ersten Mal haben wir eine gemeinsame „Anlaufstelle“ für beide Mädels, fußläufig erreichbar. Perfekt. Ach ja – und aus dem elterlichen Schlafzimmer ist die Schnecke zu Beginn des Jahres auch noch ausgezogen. In ein Kinderzimmer zusammen mit der Maus. Seitdem schlafen beide meistens durch. Hurra!
  • In der Arbeit läuft es so vor sich hin. Keine negativen Punkte, immerhin. Aber so irgendwie brodeltes im Inneren – ich hab das ungute Gefühl, dass Änderungen anstehen. Aber mal sehen.
  • Im Freundeskreis wurden zwei Kinder geboren, darunter das zweite Kind von meiner Bekannten, von deren einstigen „Beziehungsdrama“ ich mehrfach berichtet habe. Und: Jaaaa – es gab noch ein weiteres Baby! Letztes Jahr schrieb ich noch, dass es in unserem Freundeskreis nur noch ein einziges Paar mit „nur“ einem Kind gibt (natürlich neben den kinderlosen und 2-Kind-Familien). Sie haben uns gleich zu Jahresbeginn überrascht und mittlerweile eine süße Tochter bekommen.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2018:

  • Keine geplanten Krankenhausaufenthalte in der Familie. Das sind doch schonmal bessere Aussichten als letztes Jahr.
  • Winterurlaub im Salzburger Land und Sommerurlaub an bewährter Stelle in Italien sind gebucht. Wie sollte es auch anders sein: Ich kann v.a. für den demnächst anstehenden Gruppen-Skiurlaub noch keine Vorfreude empfinden, da wir diesmal 2 Erwachsene und 3 Kleinkinder mehr sind als in den vergangenen Jahren und ich Schlimmes befürchte. Und dann noch der Skikurs, den die Maus besuchen soll – ich bin froh, wenn der Urlaub vorbei ist.
  • Die Maus kommt im Sommer in die Schule. Diesmal wirklich. Und so langsam merkt man, dass sie bereit dazu ist. Auch wenn sie natürlich etwas Angst vor der Veränderung hat.
  • Die Schnecke wird damit im Sommer alleine im Kindergarten verbleiben. Auch hier wird es spannend, wie sie die Umstellung meistert, da sie schon noch sehr fixiert auf ihre Schwester ist. Aber bis dahin sind es ja noch viele Monate.
  • Und nun zu den 2018er-Babys! Ähm ja – fertig… Wenn, dann gibt es nur Überraschungsbabys. Ich bin so gespannt, ob sich eines der kinderlosen Paare durchringen kann. Oder ob tatsächlich jemand eine „Nummer 3“ wagt! 🙂

Das war’s auch schon wieder. Danke, dass ihr hier trotz spärlicher Neuigkeiten noch vorbeischaut! Ich wünsche euch ein gesundes, glückliches und entspanntes Jahr 2018!

Schon wieder Abschied.

Diesmal ist die Schnecke dran. Heute ist ihr letzter Tag in der Krippe! Hach, werde ich da wieder wehmütig. Vermutlich nimmt mich das ganze Abschiednehmen in letzter Zeit mehr mit als meine Kinder…

Die Schnecke erzählt jedenfalls tapfer allen, dass sie jetzt bald zur Maus in den Kindergarten kommt. Tatsächlich glaube ich, dass sie das verstanden hat. Ob ihr auch klar ist, dass das bedeutet, dass die Krippe somit Vergangenheit ist – daran zweifle ich. Aber wahrscheinlich ist es auch gut so.

Wir hatten so ein Glück mit dieser Einrichtung! Was war ich damals ein nervliches Wrack, weil wir nur Absagen bekommen hatten, bis dann plötzlich doch die Zusage dieser Krippe ins Haus flatterte… Die Maus war immerhin das allererste Kind dieser Krippe – da gibtes auf beiden Seiten eine emotionale Bindung… Bei ihrem Abschied dort konnte ich mich trösten: Bald würde die Schnecke ja hinkommen. Nur einen Wimpernschlag später ist auch die Krippenzeit unserer Kleinen vorbei und ich sitze schniefend über der Dankeskarte.

Ich wünsche allen Kindern da draußen so tolle Erzieherinnen. Dass sie in ihnen mehr sehen können, als nur eine „Betreuerin“ – denn dieses Glück hatten meine beiden Kinder. Danke! ♡

Einmal Kann-Kind, Schulpflicht und zurück, bitte!

Über ein halbes Jahr ist es her, dass wir eine der bislang schwierigsten Entscheidungen für die Maus treffen mussten: vorzeitig Einschulen oder nicht?

Das kam so: Der Stichtag für die Einschulung in Baden-Württemberg ist derzeit der 30. September. Ist man in den Monaten danach geboren – also wie unsere Novembermaus -, ist man automatisch ein „Kann-Kind“ und die Eltern bekommen zusammen mit dem Einschulungsschreiben der „Muss-Kinder“ eine schriftliche Anfrage, ob man beabsichtigt, sein Kind vorzeitig einschulen zu lassen oder nicht. 

Natürlich kam das für uns nicht überraschend – es ist ja jedes Jahr im Kindergarten Thema, wer da jetzt früher geht oder auch nicht. Wenn man dann aber plötzlich selbst dieses Schreiben in den Händen hält, geht die Karussellfahrt erst richtig los…

Bei uns im Kindergarten sind alle Muss- und Kann-Kinder des jeweiligen Kindergartenjahres die sogenannten „Großen“. Schon allein deshalb, weil die Muss-Kinder alleine zu wenig für eine Ausflugsgruppe wären. Sie machen gemeinsame Waldtage und auch einige Aktionen, bei denen nur sie dabei sind, finden statt. Einerseits, weil man mit den „Großen“ eben schon andere Dinge unternehmen kann, aber auch weil der Zusammenhalt für die Schule gefördert werden soll.

Dadurch – aber auch bedingt durch die Tatsache, dass die Maus von ihrer Ausdrucksfähigkeit her schon immer eher den Großen entsprochen hat, hatte die Maus ausschließlich näheren Kontakt mit Mädels, die diesen Sommer eingeschult wurden. Auch ihre beste und einzige „richtige“ Freundin war ein „Muss-Kind“.

Im März galt es dann, eine endgültige Entscheidung zu treffen – und quasi zu erahnen, wie die Situation in einem halben Jahr sein würde. Die Erzieherinnen rieten uns von einer Einschulung ab – nicht aus kognitiver Sicht, sondern aufgrund der motorischen Entwicklungsverzögerung der Maus und ihrer noch nicht allzu stark ausgeprägten Sozialkompetenz. Die Kinderärztin riet auch ab, aber eher aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen. Der Rest unserer Familie, inklusive meinem Mann, erwarteten eine vorzeitige Einschulung, da die Maus ein sehr wissbegieriges Kind ist, zudem schon so langsam anfing zu lesen und beim optischen Vergleich eher zu den diesjährigen Schulkindern passte als zu den „Kleinen“. 

Da stand ich nun. Tief in meinem Herzen wissend, dass beide Entscheidungen falsch sein würden. Eine frühe Einschulung würde die Maus sicher vor harte Herausforderungen stellen, denn durch die gemischte Eingangsklasse (gemeinsamer Unterricht der Klassen 1+2) würde sie sich u.a. gegen bis zu 3 Jahre ältere Kinder durchsetzen müssen. Dass sie noch sehr unsicher Treppen steigt und im letzten Jahr das Wort Schule in keinem Satz erwähnt geschweige denn in einem Rollenspiel thematisiert hat, setzte ich durch, dass sie nicht eingeschult wird. 

Selbstverständlich wurde mir dies direkt vorgeworfen, als die Maus viele Wochen vor den Ferien svhon ziemlich traurig in die Zukunft blickte. Aber wer garantiert mir, dass die Freundschaft bestehen bleibt? Nachher ist die Maus völlig überfordert eingeschult und ihre Freundin orientiert sich um – was dann?

Tatsächlich findet sie zu unserer großen Erleichterung einige neue Spielpartner im Kindergarten, wenn auch nichts „Intensives“. Aber wir sind ja auch noch am Anfang des Kindergartenjahres. Außerdem wechselt in 2 Wochen ihre Schwester zu ihr.

Mein Fazit knapp 2 Wochen nach Schulbeginn: Auch wenn die Maus mittlerweile super lesen kann (ganze Bücher), zweifle ich nach wie vor an ihrer Schulfähigkeit und bin nicht unglücklich über unsere Entscheidung. Aber wer weiß, was noch kommt. 

Bleibt nur noch zu sagen, dass ich auch erst mit knapp 7 eingeschult wurde und aus mir trotzdem was geworden ist. 🤣 Die Hoffnung stirbt zuletzt. 😉

Eine beste Freundin für die Maus

Ich habe es im Halbjahresbericht schon erwähnt: Die Maus hat endlich eine Freundin gefunden! Und zwar nicht nur eine, mit der sie gut klarkommt. Eine „beste Freundin“. So bezeichnen die beiden sich jedenfalls gegenseitig.

Das Ganze hat sich seit ihrem 5. Geburtstag langsam entwickelt und ging so weit, dass ihre Freundin – ich nenne sie mal Bibi – wirklich jeden Morgen an der Kindergartentür auf sie gewartet hat. Dadurch ging die Maus plötzlich richtig gerne in den Kindergarten – hurra! Auch „private“ Treffen daheim gab es immer wieder mal, sogar direkt zum Mittagessen. Diese liefen dann zwar nicht komplett ohne „Moderation“ der anwesenden Eltern, aber nach einem ganzen Vormittag zusammen im Kindergarten können einem gegen Abend auch irgendwann die Ideen ausgehen, das ist ja berechtigt. Wenn ich bedenke, wie schwer sie sich immer getan hat mit anderen Kindern, lässt das mein Mutterherz vor Freude hüpfen!

Die beiden spielen am liebsten „Bibi und Tina“. Die Freundin ist Bibi, die Maus Tina. Freundlicherweise darf Tina ihrem Zusammenspiel auch hexen, sonst wäre es ungerecht. 🙂 Den Rest der Zeit spielen sie Schlümpfe, Arzt oder Schatzsuche. Und ganz neu „Superhelden“.

Aber: Eigentlich müsste ich diesen Artikel in der Vergangenheitsform schreiben, denn mit unserer Entscheidung, die Maus nicht als „Kann-Kind“ einschulen zu lassen, reißen wir diese Freundschaft entzwei. (Zu unseren Beweggründen werde ich einen separaten Blogbeitrag verfassen.) Ich wünschte, die Freundschaft könnte erhalten bleiben. Aber auch wenn man gelegentliche Treffen organisieren wird – es wird doch anders sein. Man sieht sich nicht täglich und „Bibi“ wird auch in der Schule neue Freundschaften knüpfen.

Bleibt mein kleines Kindergartenkind, das morgens plötzlich nicht mehr am Eingang freudestrahlend empfangen wird. Das eigentlich seit der Einschulung gestern keine einzige Freundin oder wenigstens Bezugsperson im Kindergarten mehr hat, denn sie hatten sich zu den „Großen“ hin orientiert und die sind nun alle weg.

Was hatten wir Angst vor diesem Tag! Die Maus und ich fast noch mehr. Ich bat die Erzieherinnen, ein Auge auf sie zu werfen. Stellte mir Sturzbäche an Tränen vor beim Abgeben am Morgen. Aber: Zu unserer großen Verwunderung ergaben sich sowohl vorgestern als auch gestern nette Aktionen, sie fand Spielpartner und war beim Abholen gut gelaunt. So drücken wir nun also alle verfügbaren Daumen, dass das so bleibt, dass sie unter den „neuen Großen“ Anschluss findet und es schafft, über den Verlust wegzukommen. In 3 Wochen beginnt dann die Eingewöhnung der Schnecke im Kindergarten – spätestens dann hat sie wieder eine kleine Freundin vor Ort. 🙂

Fortsetzung folgt?

Über ein halbes Jahr lang schlummerte mein Blog nun vor sich hin. Immer wieder kam mir in den Sinn, dass längst ein Update fällig wäre. Wie oft formulierte ich im Dunkeln Beiträge in meinen Gedanken. Aber zum Aufschreiben kam ich dann doch nicht. Aus Gründen. Familie, Arbeit, Haushalt, lieber über das Leben anderer lesen als über das eigene schreiben, und und und. Jeden Tag etwas anderes. Nun nähern sich jedoch die Geburtstage von Maus und Schnecke und ich sehe, dass ich die vergangenen Monate nur noch als Notizen dokumentiert habe, was mich etwas ärgert. Ein paar Minuten ab und zu sollten doch reichen, hier alles aktuell zu halten…

Ich will es nochmal versuchen. Ohne Garantie, dass es klappt. Weil ich diese Texte später gerne als Erinnerung hätte. Und weil ich Fortsetzungsgeschichten liebe… 😉

Edit:
Ich habe es geschafft, die fehlenden Monatsberichte und  den aktuellen Zahnkalender zu ergänzen. Damit ich sie später auch selbst wiederfinde, habe ich die Blogbeiträge zurückdatiert…

Schneckenzahn Nr. 20
2 1/4 Jahre Schnecke
2,5 Jahre Schnecke
2 3/4 Jahre Schnecke
5,5 Jahre Maus

2 3/4 Jahre Schnecke 

Dieses Quartal war etwas entspannter bzgl. Neuerrungenschaften als die letzten. 

Die Schnecke malt nun wie ein Weltmeister mit Buntstiften. Am liebsten in Malbüchern und noch lieber in jenen, mit eingedruckter Farbvorlage. Ich staune täglich, wie gut sie die Farben wählt. Die Linien werden zwar noch kräftig übermalt, aber trotzdem macht sie es richtig toll!

Außer Malen steht seit neustem Schaukeln hoch im Kurs. In der Baby- oder Korbschaukel kann es ihr gar nicht wild genug zugehen. Ein Wunder, wo sie bisher ein kleiner Schaukelmuffel war.

Auch die letzten Monate hat die Schnecke an der Sprache gefeilt. Sie verschluckt nun keine Anfangsbuchstaben oder -silben mehr, sagt z.B. korrekt „Schlümpfe spielen“ statt bisher „Lümpfe bielen“.

Kein Wunder, dass sie in letzter Zeit sehr viel weint und jammert. So viel neues zu verarbeiten. Sie wird oft wütend, weil sie Dinge alleine schaffen will, die einfach noch nicht klappen. Hoffentlich ist diese Phase bald abgehakt…

Die Schnecke ist nun 2 3/4 Jahre alt. Sie ist 93 cm groß, wiegt 14,2 kg und hat einen Kopfumfang von 50 cm.

5,5 Jahre Maus

Wieder ist ein halbes Jahr vorbei. Ein halbes Jahr, in dem sich einiges getan hat, in dem wir aber auch wichtige, schwere Entscheidungen treffen mussten.

Die schönste Entwicklung ist auf jeden Fall, dass die Maus im letzten Halbjahr eine „beste Freundin“ gefunden hat. Sie sind im Kindergarten unzertrennlich und es ist toll anzusehen, wie die beiden miteinander umgehen. Wer hätte das gedacht, als ich mir vor zwei Jahren zu diesem Thema noch so viele Sorgen gemacht habe…
Trotzdem wird dieses Glück bald auf eine harte Probe gestellt, denn zu Beginn des Jahres mussten wir eine schwere Entscheidung treffen: Wird die Maus als „Kann-Kind“ eingeschult oder nicht? Die Freundin muss auf jeden Fall zur Schule. Wir haben uns nach langem Hin und Her aber dagegen entschieden und so werden wir sehen müssen, wie alle Beteiligten mit der Situation klarkommen.
Im Übrigen war das letzte halbe Jahr stark von Schlümpfen geprägt. Falls sich jemand fragt, wo „Schlumpfhausen“ liegt – es ist mittlerweile in unserem Haus. 🙂 Aber durch die Freundin der Maus sind auch „Bibi und Tina“ bei uns eingezogen, so dass hier fleißig alles verhext wird, was nicht niet- und nagelfest ist.

Die fürs Auge schönste Entwicklung ist, dass die Maus begonnen hat, „frei“ zu malen. Bisher hatte sie immer eine Zeitlang ein bestimmtes Motiv, das sie täglich, immer wieder malte. Erst waren es ihre berühmten „Schattenmäuse“, dann Igel und später „Fussel“. Nun malt sie Raumschiffe, Schlümpfe, Roboter – was ihr gerade in den Sinn kommt oder was gerade Thema ist. Sie ist dabei sehr detailverliebt bei der Formgebung – das Ausmalen ist ihr nicht so wichtig, da wird dann schonmal ein wenig „geschludert“. 🙂
Außerdem hat sie Lego ein bisschen für sich entdeckt. Sie schafft es u.a., ein 155-teiliges Raumschiff alleine mit Hilfe der Anleitung zusammenzubauen!

Im Alltag sehr geschickt ist die Tatsache, dass die Maus seit Neustem Groß- und Kleinbuchstaben lesen kann. Großbuchstaben gingen ja schon länger, aber nun liest sie schon ganze Textstellen vor, Wahnsinn. Mein großes Mäuschen.

Motorisch geht es langsam voran, aber immerhin vorwärts. Sie traut sich nun, ca. 50 cm herunterzuspringen, wenn man sie an den Händen hält. Und im Winterurlaub hat sie sich tatsächlich zu 4 Tagen Bambini-Skikurs überreden lassen. Den Schlümpfen sei Dank! (Es gab für jeden absolvierten Tag ein kleines legoähnliches Schlumpfgeschenk…) Und sie hat es zwar vorsichtig, aber dennoch sehr toll gemeistert.

Ach ja – und dann war da noch die erste Zeckenimpfung, bei der sie sooo tapfer war, dass ich es kaum glauben konnte.

Nun geht es auf die 6 zu!

Die Maus ist 5 1/2 Jahre alt. Sie ist 115 cm groß, wiegt 20 kg und hat einen Kopfumfang von 51,5 cm.

2,5 Jahre Schnecke 

Die bahnbrechendste Neuigkeit in diesem Quartal: Die Schnecke ist aus unserem Schlafzimmer ausgezogen! Nachdem die Kinder im Skiurlaub eine Woche lang im separaten Zimmer neben unserem geschlafen haben, machten wir am Abend der Rückkehr Nägel mit Köpfen und stellten das Bett der Schnecke ins Kinderzimmer zur Maus. Und: Nur wenige Tage nach ihrem „Umzug“ schlief die Schnecke nachts komplett durch!!!

In der Krippe erledigt sie fast täglich ihr großes Geschäft auf einem „Mini-Klo“ – auch in diesem Bereich tut sich also etwas. 

Außerdem ist ein weiter, sehr niedlicher Teil der Babysprache verloren gegangen: Die Schnecke kann nun „qu“ und „tsch“ richtig aussprechen. Somit ist der „Kuacksch“ nun echter „Quatsch“ und der „Tollpaksch“ ist auch Geschichte… 

Zudem kann die Schnecke immer mehr auswendig. Sämtliche Liedtexte aus unseren Liederbüchern singt sie schon lange mit. Nun kann sie aber mehrere gereimte Seiten aus unserem „Nulli und Priesemut ABC-Buch“ auswendig, auch andere Bücher zitiert sie in ihrer Art zu sprechen. Sehr nett anzuhören!

Zu guter Letzt läuft sie nun die Innentreppe bei uns alleine hoch (sie hält sich an den Streben fest) und zieht sich gelegentlich die Schuhe alleine an. Was will man mehr! 🙂

Die Schnecke ist 2 1/2 Jahre alt, ist 91 cm groß, wiegt 13,4 kg und hat einen Kopfumfang von 50 cm.

Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!

In meinem Ausblick aufs Neue Jahr habe ich bereits erwähnt, dass die Frage auf uns zukommen würde, ob wir die Maus vorzeitig – also als „Kann-Kind“ – einschulen lassen wollen. 

Wir wohnen ja in Baden-Württemberg, wo alle Kinder, die bis zum 30.9. geboren sind, schulpflichtig werden. Die Maus ist also gut einen Monat über diesen Termin drüber. Manche werden an dieser Stelle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und rufen: „Lasst dem Kind seine Kindheit!“ Aber so einfach ist das nicht. 

Seit jeher ist die Maus im kognitiven Bereich Gleichaltrigen weit voraus. Und gleichzeitig im motorischen sowie sozialen Bereich Gleichaltrigen weit hintenher. Sie ist also leider kein „Standardkind“, das ohne Probleme „eingetütet“ werden kann. Ihre Kindergartenfreundinnen sind ausschließlich „Große“, die im Sommer gehen. Und genau das bricht mir das Herz. 

Wir haben Angst, dass sie nach den Sommerferien nicht mehr in den Kindergarten will. Schon jetzt sind Tage, an denen keine ihrer beiden Freundinnen da ist, schwierig. Wie mag es dann bloß werden, wenn sie gänzlich weg sind? Dazu kommt, dass die Maus auch im Kindergarten die letzten 2 Jahre mit den Älteren mitgelaufen ist – sie passt einfach nicht nur von ihrer Körpergröße her, sondern durchaus auch von den Interessen viel besser zu den Großen.

Ich kürze das Ganze nun aber ab. Samstag war in unserer Schule Tag der offenen Tür. Ich hoffte so sehr, auf ein „Zeichen“, auf eine Entscheidungshilfe. Und was soll ich sagen? Es regnete Zeichen! 
Während des Begrüßungsprogramms stand die Maus plötzlich vor mir und streckte sich mir entgegen: „Arm! Mama Arm!“ Auch in den Klassenzimmern, in denen es Mitmachangebote gab, hielt sich ihr Interesse in Grenzen. Sie malte und bastelte pro forma ein bisschen, Begeisterung sieht aber anders aus. Zudem trafen wir zwei ehemalige Kindergartenmütter, die uns von ihren Erfahrungen mit ihren Kann-Kindern berichteten. Und wir bekamen ein paar interessante Informationen über die Grundschulförderklasse. 

Abends diskutierten mein Mann und ich dann unsere Sichtweisen und Erkenntnisse. Obwohl wir beide ursprünglich eher zur früheren Einschulung tendiert hatten, waren wir uns einig: lieber nicht. Wir fragten heute noch die Maus, ob unsere Entscheidung ihrem Sinne sei und sie schien durchaus froh, fast schon erleichtert zu sein.

Nun müssen wir alle Bremsen wieder anziehen, im Kindergarten, in der Schule. Und hoffen, dass der Übergang ins neue Kindergartenjahr nicht allzu hart wird. Vielleicht bleibt ja noch jemand anderes „übrig“, mit dem sie sich gut versteht…

Zu zweit 

Wir haben einen wundervollen kinderfreien Abend hinter uns. Zuerst waren wir im Thermalbad, danach ganz toll essen – mein Weihnachtsgeschenk. Den Heimweg tapsten wir durch unberührten Schnee, wunderschön. Nur noch zu toppen vom Ausschlafen heute Morgen – um 10:30 Uhr wachten wir ziemlich ausgeruht auf (früher hätten wir sicher noch zwei Stunden länger geschlafen, hihi…), kochten ein leckeres Gericht, das den Kindern nicht geschmeckt hätte und lagen danach gemütlich auf dem Sofa rum. Hach.

Als wir die Kinder dann wieder abholten, wurde ich ganz traurig. Es war der letzte „Paartag“ auf unbestimmte Zeit, da meine Mutter in einer Woche operiert wird und danach etwa 3 Monate nicht schwer heben darf. Natürlich bin ich nicht nur traurig deswegen, sondern sorge mich auch, ob die OP gut verläuft. Wenn es doch schon Mai wäre. Oder Juni. Oder…