26+1: Umständlich

Ja, ich bin wie der Volksmund so schön sagt „in anderen Umständen“. Momentan finde ich aber, der richtige Wortlaut müsste heißen: „Ich bin umständlich.“

Ich habe das Gefühl, dass jeder, der momentan mit mir zu tun hat, sich verbiegen muss, um mit mir auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Das fängt in der Arbeit an, geht bei meinem Nebenjob weiter und macht auch vor der Hebamme keinen Halt.

Dabei verlange ich es doch von keinem! Als ich meine Schwangerschaft verkündet habe, habe ich sowohl meinem Chef als auch im Musikverein, in dem ich unterrichte, die Bedingungen geschildert, unter denen ich mir vorstellen könnte, zurückzukommen. Im Job nach einem Jahr zu 50 % im Homeoffice und im Musikverein frühestens ab Januar 2012 und auch nur wenn zu Hause alles eingespielt ist.
Habe aber auch klar gesagt, dass es für mich kein Problem wäre, die Elternzeit komplett zu Hause zu verbringen bzw. meine Schüler komplett abzugeben. Dann würde ich eben in ein paar Jahren weitersehen. Im Job würde ich dann schon irgendwo untergebracht werden und im Verein könnte ich ja wieder „Kapazitäten“ anmelden, so dass sie über mich „verfügen“ könnten, falls sie mich brauchen. Ich habe bewusst keinen Druck ausüben wollen, weil ich eine solche Entscheidung denen überlassen wollte, die nachher damit leben müssen. Aber es ist doch nichts dabei, seine Vorstellungen zu formulieren – soll ja keiner sagen: „Ach, wenn wir das gewusst hätten…“ Nun merke ich aber, welche Klimmzüge unternommen werden, um meine „Vorgaben“ zu erfüllen und dass es doch einige Leute gibt, die nicht so glücklich damit sind, weil evtl. Arbeit an ihnen hängen bleiben könnte. Ich bin einfach umständlich.

Eine Hebamme habe ich seit Anfang der Woche auch. Das heißt… eine halbe Hebamme habe ich. Es ist nämlich diejenige, die sich schon vor einiger Zeit zur Nachsorge bereit erklärt hat, falls ich keine andere mehr finde. Habe ich nicht. Nach genauerem Nachsehen in ihrem Terminkalender hatte sie allerdings doch schon so viele Schwangere zu betreuen, dass sie mir nur anbieten konnte, 5 Mal vorbeizukommen anstatt 10 Mal, wie sie es sonst so macht. (Ich versuche es aber positiv getreu dem Motto „Das Glas ist halb voll.“ statt „Das Glas ist halb leer.“ zu sehen…) Ich bin einfach umständlich.

Jedenfalls wünschte ich, ich hätte das Ganze rechtzeitig in die Hand genommen und nicht auf meine FÄ gehört. Dann hätte ich vielleicht eine Hebamme aus dem KH, in dem ich entbinden will und wo ich auch meinen Geburtsvorbereitungskurs mache. Oder ich hätte gleich einen Kurs bei einer „externen Hebamme“ gebucht, denn ich habe während meiner Suche auch oft zu hören bekommen, dass nur Schwangere aus dem eigenen Vorbereitungskurs betreut werden. Naja, beim nächsten Mal bin ich schlauer.

Nun aber noch zwei schöne Dinge: Gestern war ich beim Zuckerbelastungstest und alle Werte sind bestens ausgefallen. Auch mein Eisenwert ist top, hurra! Es wurde sogar ein CTG und ein Tokogramm geschrieben, obwohl CTGs normalerweise erst ein paar Wochen später gemacht werden. Da sich mein Urlaub und der meiner FÄ aber überschneiden (Ich bin einfach umständlich…), haben wir es probiert und es hat geklappt! Die Kleine hat jedenfalls wie wild gegen den CTG-Kopf getreten, so dass es nur so im Lautsprecher gescheppert hat! 🙂 Der „Lauschangriff“ hat ihr wohl nicht so gepasst.

Außerdem konnte ich am Dienstag einer (mir bislang unbekannten) Kollegin in Elternzeit eine große Tasche voller Babyklamotten abkaufen – jetzt kann das Waschen und nach Größen sortieren losgehen! 🙂 Bin auch für jeden eurer Kommentare bzgl. Babyklamotten und -ausstattung dankbar! Habe ja keinen in meinem näheren Umfeld, den ich fragen könnte – unsere Freunde haben uns mal wieder (wie mit dem Thema Heiraten auch) der Anfang machen lassen… 😉

Das Thema Laufstall ist jedenfalls nach wie vor nicht vom Tisch, noch aktueller ist aber gerade die Frage nach einem Schlafsack bzw. Mäxchen. Mir wurden von einer Kollegin die Alvi-Mäxchen nahegelegt und nun frage ich mich, welche Größe da für den Anfang sinnvoll wäre, da sie ja nicht gerade zu Schnäppchenpreisen zu haben sind. Die Dinger gibt es immer in Doppelgrößen und ich fürchte nun, dass 56/62 ziemlich schnell zu klein wäre. „Schwimmt“ aber ein Neugeborenes nicht in 62/68? Ich könnte auch zusätzlich einen Innensack in 56 dazukaufen – ob das aber praktikabel ist? Vielleicht könnte sich jemand zu Wort melden, der Erfahrungen damit hat? Bittebitte! 🙂

So. Hiermit beende ich meinen Roman für heute und widme mich mal wieder dem wahllosen Durchsuchen des Internets nach Babyausstattungsartikeln…

Advertisements

3 Gedanken zu „26+1: Umständlich

  1. evizentrum

    Ehrlich gesagt, die teuren Schlafsäcke von Alvi und Sterntaler sind schön, auch qualitativ, aber auch schön teuer.
    Ich versteh aber andererseits nicht, warum es nicht auch ein Schlafsack von IKEA oder DM Drogerie erstmal tut, vor allem, wenn die Kleinen so schnell rauswachsen.

    Die Idee den Schlafsack gleich größer zu kaufen ist ganz gut, allerdings könnte der Halsausschnitt zu groß sein, so dass das Baby mit dem Kopf reinrutschen könnte … darauf würde ich beim Kauf achten. Oder du nähst einen zusätzlichen Druckknopf dran am Ausschnitt. Dass es zunächst VIEL zu lang sein wird ist eher ein optisches Manko, solange das Kleine sich noch nicht dreht dürfte es sich nicht dran stören.

    Antwort
  2. missvitamin

    Ich bin zufällig über diesen Blog gestolpert, und geb gerne meinen Senf zu den Schlafsäcken ab 🙂
    Auch wenn das bestimmt viel zu spät kommt… 😉

    Alvi wäre mir neu zu teuer gewesen, wir haben für unser April-Baby zwei Mäxchen ersteigert:
    50/56 (plus Innensack in 50 und 56)
    62/68 (wieder inkl. zwei Innensäcken)
    den ersten hatten wir etwa zwei Monate an, 62/68 haben wir momentan, da passt er auch noch eine ganze Weile rein…
    Also meine Meinung: Klar muss es nicht Alvi sein, aber wir haben auch andere (geliehene) und keinen der anderen ziehen wir so gerne an wie Alvi. Einfaches System und je nach Temperatur das richtige 😉
    Zu groß würde ich sie auch nicht nehmen, alleine wg. der Gefahr, dass das Baby doch mal verrutschen könnte. Das Tragen ist auch besser, wenn der Schlafsack nicht zu weit/groß ist.

    Alles Gute für die restliche Schwangerschaft 🙂

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s