6 Monate

Ein halbes Jahr ist unsere Maus jetzt alt, Wahnsinn wie die Zeit rast. Und doch kommt es mir vor, als wäre sie schon immer da – ein halbes Jahr ist eben doch eine lange Zeit. Auch eine lange Zeit des Schlafmangels für mich mit keiner Aussicht auf Besserung…

Mein Wunsch aus dem letzten Monatsbericht, dass der nächste Schub schnell über die Bühne geht, blieb mir leider verwehrt. Die Maus hatte in diesem Monat immer wieder sehr unruhige Phasen und hat sich bis zum heutigen Tag immer mehr gesteigert was ihre Unruhe nachts betrifft. Möglicherweise bekommt sie auch demnächst ihren ersten Zahn, denn sie schreit noch mehr als zuvor und kaut und sabbert auf allem möglichem herum. [Ergänzung beim Korrekturlesen: Ich sehe ihn ganz genau! 🙂 Der Schneidezahn unten links ist deutlich sichtbar, nur noch nicht durch die Haut durchgebrochen!]

Jedenfalls weiß ich nicht, wie andere Mütter das überstehen, bekommt man doch immer den Eindruck vermittelt, dass bei denen alles im grünen Bereich ist. Mein Befinden ist momentan jedoch alles andere als im grünen Bereich, ich kann einfach nicht mehr und doch gibt es keine andere Möglichkeit, als weiterzumachen…

Die Fähigkeiten der Kleinen sind auch wieder „explodiert“, sie dreht sich nun wie ein Weltmeister vom Rücken auf den Bauch und zurück und hantiert sehr geschickt mit ihrem Spielzeug. Aus diesem Grund haben wir den Spielbogen im Wohnzimmer durch eine riesige Krabbeldecke ersetzt, die sie auch rege nutzt. Wenn sie auf dem Bauch liegt, zappelt sie mit den Beinen, als würde sie vorwärts kommen wollen. Sie kreist beim Schlafen im Bett umher, bis der Kopf am Fußende liegt und schläft seit Neustem auch gerne auf der Seite. Das Wickeln ist mittlerweile ebenfalls ziemlich schwierig, denn auch hier versucht die Maus, sich zu drehen.
Wenn Fremde zu unvorsichtig auf sie zugehen, straft sie sie mit ganz lautem Schreien ab. Sowieso ist sie schreitechnisch noch lauter geworden, sie kann jetzt richtig schrill schreien, so dass ich mit Schweißausbrüchen Zähne putzen muss, weil sie mich nichtmal für fünf Minuten entbehren kann.

Ich frage mich, wann der richtige Zeitpunkt ist, nicht wegen jedem Schreien zum Kind zu rennen und habe Angst, den „Absprung“ zu verpassen und ein unselbstständiges Etwas heranzuziehen. Und doch zwingt mich mein Körper, hinzugehen.

Mit der Beikost sind wir wenigstens einen Schritt weitergekommen. Die Maus bekommt nun nachmittags einen Getreide-Obst-Brei und mag diesen sehr gerne. Den Abendbrei bereiten wir nun als Halbmilchbrei (also zur Hälfte Vollmilch, zur Hälfte Wasser) zu anstatt mit Pre-Nahrung und auch das schmeckt ihr gut. Überhaupt sperrt sie jetzt beim Brei-Essen ihren Mund immer ganz weit auf, was richtig goldig aussieht. Nach langem Hin und Her trinkt sie seit diesem Monat auch etwas Wasser aus ihrer Trinklerntasse, die Menge ist allerdings noch nicht wirklich erwähnenswert.
Gestillt wird nun insgesamt noch vier Mal pro Tag und zwar ein Mal morgens, ein Mal bevor ich schlafen gehe und zwei Mal nachts. Auch hier ist mir unklar, wann und wie ich das nächtliche Stillen abstellen soll, aber ich hoffe, das ergibt sich irgendwann von alleine.

Die Maße der „Kleinen“: 72,5 cm, 8700 kg und ein Kompfumfang von 45 cm.

Für den nächsten Monatsbericht wünsche ich mir, dass die Nächte besser werden und die Maus mich tagsüber auch mal eine Viertelstunde entbehren kann, damit ich wenigstens ohne sie auf die Toilette gehen kann… [Ergänzung: Und ich wünsche mir, dass die Maus nicht mehr so lange mit ihrem Zähnchen leiden muss!]

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4 Gedanken zu „6 Monate

  1. labellavitabutterfly

    „Jedenfalls weiß ich nicht, wie andere Mütter das überstehen, bekommt man doch immer den Eindruck vermittelt, dass bei denen alles im grünen Bereich ist“

    Naja jedes Baby ist anders. Mein „Großer“ konnte Zähne wirklich gut verkraften ,viele haben wir gar nicht mitbekommen. Die Kleine wird da sicherlich anders sein,da sie viel unruhiger ist als ihr Bruder..Und ich denke das viele Bloggerinnen nicht alles aufschreiben.

    Antwort
    1. schokolane Autor

      Es geht mir ja auch nicht nur um die Bloggerinnen, sondern auch was man so im „Umfeld“ hört. Aber wahrscheinlich hast du Recht – die „unschönen“ Sachen kehrt man doch gern unter den Tisch anderen gegenüber…

      Antwort
  2. Frau Bauchwohnung

    Ich finde das wirklich Lobenswert, dass Du so ehrlich bist! Wie Du schon geschrieben hast, bei vielen bekommt man den Eindruck, dass alles immer nur sooo toll ist… Ich hoffe, der Zahn lässt die kleine Maus bald in Ruhe! Das sieht bestimmt sehr süß aus, wenn er endlich da ist! 🙂 Mäusezähnchen eben! *mihihi* Ich kann Deine ganzen Gedanken zum „ab wann nicht mehr hinrennen“ usw total gut verstehen. Obwohl ich noch nicht einmal Schwanger bin, mache ich mir heute auch schon viele Gedanken darum. Ich denke allerdings, dass es dafür nicht „den“ Zeitpunkt gibt, da jedes Kind unterschiedlich ist. Und ich denke, dass sich das von ganz alleine ergeben wird. Leider hilft Dir (und mir) das jetzt auch nicht wirklich, denn den Kopf wird man sich weiterhin über dies und jenes zerbrechen. (: Ich finde jedenfalls (zumindest von dem was Du hier so schreibst), dass Du „Deinen Job“ wirklich toll machst! Ich habe richtig das Gefühl, die Liebe zu Deiner Kleinen über Deine Texte zu spüren! ♥

    Antwort

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