Urlaub mit Kind – ein Paradoxon

Wir sind frisch zurück aus unserem 10-tägigen Urlaub an der italienischen Adria-Küste. Um hier keine Romane zu verfassen: Es war schön, meistens. Aber so richtig Urlaub ist anders. Ich nenne es also lieber „Tapetenwechsel“.
Dabei kann ich eigentlich gar nicht klagen, denn entgegen aller Befürchtungen verlief die Autofahrt trotz der fast 800 km erstaunlich ruhig. Auch dass wir eine kleine Leseratte haben anstatt einem Kind mit Bewegungsdrang, war in einem winzigen Hotelzimmer sowie am Strand, an dem man sich sonnentechnisch ja doch besser unter dem Schirm aufhalten sollte, von Vorteil. Unser größtes Problem kam eigentlich nur beim Essen auf. Denn die Maus wollte meist nicht essen, obwohl es extra Kindergerichte gab (z.B. Reis mit Tomatensauce). Zu viel Trubel im Speisesaal und obendrein noch unser eigenes Verschulden, der Maus ein Mal zur Beschäftigung während wir gegessen haben „Sendung mit der Maus“-Clips auf dem Handy zu zeigen. Was ab dem nächsten Tag dazu führte, dass sie es immer gucken wollte. Und zwar in Dauerschleife, auch während dem Essen. Jeder Versuch, sie davon abzuhalten, endete in einem spektakulären Trotzanfall mitten im Speisesaal. Prima. Auf jeden Fall haben wir dazugelernt für’s nächste Mal.

Neuste Eigenschaften der Maus:

Sie kann „chen“ und „sch“/“st“ korrekt aussprechen, z.B. „Eichhörnchen“ statt bisher „Eicha“ und “ Stern“ statt bisher „Dern“.

Weint ein Baby, will sie es unbedingt „trööösten“ und beruhigt sich nur, wenn man ihr versichert, dass dessen Eltern es trösten.

Beim Laufen hat die Maus im Urlaub einen kleinen Rückschritt gemacht, sie muss nun hier zu Hause in gewohnter Umgebung erst wieder Mut fassen, freihändig zu gehen.

Ich könnte noch so viel schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Auch wenn ich im Urlaub an so manchem Tag ziemlich geladen war, erscheint es mir im Nachhinein alles gar nicht mehr so schlimm, so dass ich den Urlaub in guter Erinnerung behalten werde.

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2 Gedanken zu „Urlaub mit Kind – ein Paradoxon

  1. Mamamulle

    Ja, wir waren jetzt zum dritten Mal mit unserer Motte los und ich weiß was du meinst. Erholung ist das ganz sicher nicht, wenn man ständig aufs Kind acht geben muss. Aber sie werden ja älter und der Urlaub von Jahr zu Jahr einfacher. Denke ich… 😀

    Antwort
  2. Pingback: Sommerurlaub mit Kindern | Schokolane's Blog

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