Gefühlschaos-Mäuschen

Gestern war einer dieser Tage, die mich doch sehr zum Nachdenken bringen. Mein Mann, die Maus und ich saßen auf dem Sofa mit einem großen Stapel Babykleidung, der frisch gewaschen war und den ich zusammenfalten wollte. Nebenbei schauten wir alle drei die kleinen Klamöttchen an und schwelgten in Erinnerungen – wann hatte die Maus dies an, wer hat ihr das geschenkt. Die Maus wühlte sich recht begeistert durch die Sachen – sie hatte sie ja auch schon mehrfach zuvor gesehen, als wir gemeinsam in den Kartons auf dem Dachboden gestöbert hatten. Plötzlich warf sie sich rückwärts aufs Sofa und fing bitterlich an zu weinen. Ich dachte erst, sie hätte sich irgendwo weh getan, bis wir feststellten, dass es etwas anderes sein musste. Wir versuchten minutenlang, sie zu trösten, was aber nur sehr langsam möglich war.

Mein armes, kleines Mäuschen. Irgendetwas geht da in ihrem Köpfchen vor. Sie kann oder will es nicht aussprechen, auch wenn man danach fragt, ob sie traurig sei oder vor etwas Angst oder Sorge habe. Aber sie ist ja auch noch so klein, da muss man seine Gefühle noch nicht zuordnen können… Wie sagte schon die Leiterin des Geschwisterkurses: Wenn ein zweites Kind kommt, hat die schwierigste Aufgabe überhaupt das erste Kind.

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