1000 Fragen an mich selbst – Nr. 13

Hier kommt die nächste Ausgabe der Fragerunde von Johanna. Für mich die härteste bisher…
241: Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen? Nein. Ich tue alles aus freien Stücken, ohne jegliche Berufung.
242: Bist du nach etwas süchtig? Smartphone und Kaffee. Ich sagte es bereits.
243: Wessen Tod hat dich am meisten berührt? Natürlich war der frühe Tod meines Vaters der größte Einschnitt in meinem Leben. Damals war ich aber noch recht jung und habe versucht, möglichst wenig über die Situation nachzudenken, sie zu verdrängen. Seit ich „so richtig erwachsen“ bin, blieb ich lange Zeit glücklicherweise weitestgehend verschont vor dem Thema Sterben. Der Tod meines ehemaligen Chefs vor gut einem Jahr hat mich dann dafür volle Breitseite getroffen. Er war gerade in den Ruhestand gegangen und hatte in seinen jüngeren Jahren echt viel durch mit Krebs. Dann kam der Krebs plötzlich wieder und gewann den Kampf. Ich musste so viel an ihn denken. Ich hatte ihm doch auch einiges zu verdanken, wir hatten viele nette und lustige Momente in der Gruppe, die nach seinem Weggang nie wieder kamen. Ich musste an die Tränen in seinen Augen denken an seinem letzten Arbeitstag, weil er schon wusste, dass ihn statt Weltreise und Enkelkinder Krankenhaus und Tod erwarten würden. Ich weinte zum ersten Mal bei einer Beerdigung. Heftig und vor allen. Und muss immernoch weinen, wenn ich an ihn denke.
244: Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten? Wenn ich eine super Idee dafür hätte, sollte ich das vielleicht für mich behalten, sonst schnappt mir noch einer meinen Buchtitel vor der Nase weg… ;-)
245: In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest? In vielen Dingen bin ich zufrieden mit mir selbst. Aber dann gibt es auch die Bereiche, in denen ich gerne anders wäre. Zum Beispiel wäre es toll, geduldiger, kreativer, weniger ängstlich zu sein.
246: Wann muss man eine Beziehung beenden? Es gibt sicher eine Vielzahl von Gründen. Gewalt. Vertrauensverlust. Wenn einer der Partner seine Bedürfnisse aufgrund des anderen Partners komplett verdrängen muss. Beispiel Kinderwunsch. Oder beide keinen gemeinsamen Nenner finden bei allen möglichen Themen des Lebens.
247: Wie wichtig ist dir deine Arbeit? Sie ist mir wichtig, weil ich meinen Lebensunterhalt dort verdiene und nette Kollegen habe. Aber sie kommt erst nach meiner Familie und meinen Hobbys…
248: Was würdest du gern gut beherrschen? Irgendetwas!! Nein, im Ernst. Dieses geht mir ziemlich nach. Ich kann vieles ein bisschen. Saxophon spielen, Stricken, Malen, Backen, Programmieren. Aber so richtig dolle und super locker flockig? Nix.
249: Glaubst du, dass Geld glücklich macht? Hab ich das nicht schon einmal hier beantwortet…? Ich glaube durchaus, dass es beim Glücklichsein hilft. Sicher kann man auch ohne glücklich oder mit unglücklich sein. Aber Glück mit ein bisschen Geld im Rücken – klingt doch verlockend…
250: Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden? Ja! Das war die beste Wahl meines Lebens.
251: In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut? Im Däumchen drehen. Sport ist Mord, auch das sagte ich bereits! Aber als Kind, da hab ich Rhythmische Sportgymnastilk gemacht. Und darin war ich – tadaaa: ganz ok! Siehe Frage 248…
252: Heuchelst du häufig Interesse? Gelegentlich. Vor allem, wenn ich mich mit einer Person unterhalte, die ich eigentlich mag, aber mit der ich im Augenblick so gar keine gemeinsamen Themen habe. Sonst kommt ja kein vernünftiges Gespräch zusammen…
253: Kannst du gut Geschichten erzählen? Naja, den Kindern schon. Den Freunden eine lustige Anekdote auch. Aber ansonsten bin ich kein großer Redner.
254: Wem gönnst du nur das Allerbeste? Puh – jedem, der es mir gönnt! :-) Auf jeden Fall aber meiner Mutter, sie hat es echt verdient.
255: Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst? Ich habe verpasst, die VHS-Kassetten mit selbst gefilmten Videos aus meiner Kindheit und Teeniezeit zur rechten Zeit zu digitalisieren. Mittlerweile ist unser VHS-DVD-Recorder kaputt und ich finde einen Teil der Videos auch nicht mehr. :-(
256: Kannst du dich gut ablenken? Meistens ja. Mit Kindern, Handy, TV, Rumwurschteln, Einkaufen. Offensichtlich kann ich mich besser ablenken, als bei der Sache bleiben…
257: In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten? Im Jogginganzug. Den ich aber nur zu Hause trage, auch wenn er noch so bequem ist.
258: Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde? Als ich noch keine Kinder hatte, gab es einiges, wovon ich gesagt habe, dass es mir nie passieren würde. Ein schreiendes Kind im Supermarkt oder monatelang das Kind im Elternbett schlafen lassen. Um nur ein paar wenige Beispiele aufzuzählen.

259: Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören? Nein.
260: Wer nervt dich gelegentlich? Gelegentlich meine Launen. Oder die meiner Kinder. Oder die Dauerbaustelle in unserem Stadtteil. Es gibt vieles, über das ich mich aufregen kann…

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2 Gedanken zu „1000 Fragen an mich selbst – Nr. 13

  1. zuckerkind

    Ich wünsche dir schöne Ostern und wollte dir mal wieder sagen wie toll ich deinen Blog finde. Es ist schön, dass du wieder regelmäßig schreibst. Auch die 1000 Fragen an sich selbst gefallen mir sehr gut. Zweifele doch bitte nicht gelegentlich an dir. Ich will ja nicht sagen, dass man das sehr gut einschätzen kann, aber ich lese deinen Blog fast von Anfang an. Und du bist ein toller, sehr sympathischen Mensch. Es ist höchst interessant dass du selbst von dir sagst, dass du schüchtern und ängstlich bist. Ich sehe eine selbstbewusste Frau, die toll ihre Familie mit allen Höhen und Tiefen managed. Das wollte ich mal loswerden. LG Cortina 

    Antwort

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