Abschied auf Raten

Von gestern auf heute stieg das große „Abschiedsevent“ für die zukünftigen Schulkinder unseres Kindergartens. Die Maus und acht weitere Kinder durften dazu im Kindergarten übernachten – alle anderen Programmpunkte waren zunächst geheim und sorgten daher für zahlreiche Überraschungsmomente bei den Kindern. Aber von vorne.

Natürlich sehnte sich die Maus schon seit Wochen diese Übernachtung herbei. Dementsprechend aufgeregt war sie, als vor einer Woche die Einladungen dazu in Form eines Rucksacks an die betroffenen Kinder verteilt wurden. Gestern stieg die Vorfreude dann in Unermessliche an und gipfelte um 16:30 Uhr mit einer Schar aufgeregt gackernder Kinder und Mütter im Kindergarten.

Was dann kam, erfuhren wir erst heute Morgen, als wir zum gemeinsamen Frühstück in die Einrichtung kamen. Die Kinder und Erzieher(innen) machten einen tollen Ausflug zum Stuttgarter Fernsehturm, einschließlich ausgiebigem Spielplatzbesuch. Erst recht spät waren sie dann zurück im Kindergarten, wo es dann bestellte Pizza gab. Um 22 Uhr (!) saßen alle ums Lagerfeuer , wo ein Erzieher Gitarre spielte und alle mitsangen. ♡ Jeder durfte erzählen, was ihm an der Kindergartenzeit am besten gefallen hat. Und von Ausflügen über Geburtstagsfeiern oder Stopp-Tanz spielen war alles dabei. Es war wohl so emotional, dass der eine oder andere Erwachsene ein Tränchen verdrücken musste. Das glaube ich sofort. Gegen Mitternacht war dann auch das letzte Kind eingeschlafen und das Team bereitete noch eine Fotoshow vor mit Bildern der vergangenen drei Jahre sowie vom gestrigen Tag, damit sie diese heute Morgen den Eltern zeigen konnten.

Und wie sollte es auch anders sein: Als wir um 8 Uhr beim Kindergarten ankamen, erwarteten uns neun überglückliche Kinder, die gerade teilweise fleißig Obst schnippelten, teilweise im Garten herumturnten und sechs etwas müde aber auch sehr zufriedene Erzieher(innen). Sogar die ehemalige Bezugserzieherin der Maus, die mittlerweile in der Partnereinrichtung arbeitet, schaute vorbei, was mich besonders gefreut hat. ♡

Wir versammelten uns im „Morgenkreis“ um die Reste des Lagerfeuers der vergangenen Nacht und sangen erst das Begrüßungslied, das der „neue“ Gitarre spielende Erzieher vor einiger Zeit komponiert hat und dann noch „Heute hier morgen dort“ von Hannes Wader, wobei mir dermaßen die Tränen kamen, dass ich kaum ein Wort rausbekommen habe. Puh. Und ich war nicht die einzige, das könnt ihr euch sicher vorstellen… Dann kamen ein paar Mädels – unter anderem die Maus – nach vorne, und sangen mit einer Erzieherin zusammen „Je ne parle pas français“ von Namika, weil sie das Lied gestern zufällig im Aufzug beim Fernsehturm gehört und den Rest des Abends als Ohrwurm gemeinsam geträllert hatten. Als danach die Maus wieder zu uns kam, hörte ich sie sagen: „Papa, jetzt hast du ja Tränen!“ Und tatsächlich war er nun an der Reihe…

Es folgte ein super leckeres Frühstück, das wir Eltern mitgebracht hatten, begleitet von den schönen Erinnerungsfotos auf der Leinwand. Hachz.

So ein toller Kindergarten, so ein tolles Erlebis für die großen Kleinen. Ich weine in meinem Herzen noch ein bisschen weiter und kann mich nur dadurch trösten, dass wir noch ein Kind haben, das voraussichtlich weitere 3 Jahre in dieser Einrichtung bleiben wird…

„Manchmal träume ich schwer
und dann denk ich, es wär
Zeit zu bleiben und nun
was ganz andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt, dass nichts bleibt,
wie es war.“

(c) Hannes Wader, „Heute hier, morgen dort“

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