Archiv der Kategorie: Baby

Schnecken-Zahn Nr. 5 bis 16

Mir war, als hätte ich die letzten 2 oder 3 Zähne der Schnecke nicht „verbloggt“. Und dann musste ich gerade eben feststellen, dass ich bei Zahn Nr. 4 aufgehört hatte, die Updates hier hochzuladen… Aber: Nichts ist verloren, ich habe alle „Erscheinungsdaten“ der Zähne (wie es sich für eine ordentliche Beamtin gehört 🙂 ) feinsäuberlich notiert. Hier also der – plötzlich ziemlich volle – Zahnkalender der Schnecke:

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Der Schrei

Gestern holte ich wie immer zusammen mit der Maus die Schnecke von der Krippe ab. Als ich gerade die Kinder im Auto anschnallte, hörte ich plötzlich jemanden laut einen Namen rufen. Zunächst nichts ungewöhnliches in einer Großstadt. Irgendwie kam mir dieser Schrei aber komisch vor und ich hielt Ausschau nach der Herkunft. Da kam eine Frau strammen Schrittes aus einer Seitenstraße hervor. In der Hand trug sie einen Kinderrucksack. Nochmals rief sie, diesmal hörte ich deutlich die Panik in ihrer Stimme. Es war der Name ihres Kindes, den sie nun immer wieder schrie – jedes Mal lauter.

Ich stand wie angewurzelt an meinem Auto. Ein Blick um mich herum zeigte ihr, dass das Kind hier nirgends ist. In meinem Kopf gingen tausend Dinge um. Was man alles in der Presse liest über das Verschwinden von Kindern. Dass das auch ich sein könnte, die nach Maus oder Schnecke sucht. Ich wollte helfen – aber wie? Immernoch wie gelähmt von der Situation stieg ich ins Auto ein und parkte aus. Ich erklärte der Maus, was los war und bat sie, Ausschau zu halten nach einem Kind ohne Begleitung.

An der ersten Abbiegung entdeckte ich plötzlich im Augenwinkel hinter einer Litfaßsäule einen vielleicht 4jährigen Jungen auf einem Fahrrad. Ich parkte das Auto am Straßenrand und rannte zu ihm hinüber. Er stand da ganz ruhig, das Vorderrand an die Säule gestemmt, und wartete. Ich versuchte, ihn anzusprechen, aber – eigentlich ja richtigerweise – gab er der „fremden Frau“ keine Antwort. Ich wusste auch seinen Namen nicht mehr, da er mir nicht geläufig und nicht deutsch war. Ebendeshalb wusste ich zunächst gar nicht, ob er mich überhaupt versteht. Ich versuchte ihn zu fragen, ob er gerade mit seiner Mama aus dem Kindergarten gekommen sei, ob er wüsste, wo seine Mama jetzt sei. Ich wollte ja nicht das falsche Kind „verhaften“… Plötzlich sagte er, er sei vorausgefahren und seine Mama wäre ganz hinten. Da war mir alles klar. Wahrscheinlich stand er da tatsächlich ganz „unschuldig“, wartete darauf, dass seine Mutter ihn wieder einholen würde und wusste nicht, dass sie nicht kommen würde, weil er den falschen Weg genommen hatte. Ich erklärte ihm, dass seine Mutter nach ihm rufen würde und bot ihm an, sie mit mir gemeinsam zu suchen. Natürlich stand er weiter wie angewurzelt da und er hatte doch so Recht, nicht mit mir mitzugehen. Dann sagte ich: „Ich suche jetzt deine Mama. Du bleibst solange hier stehen, ok?“ Er nickte eifrig. Ich glaubte ihm.

Ich rannte die Straße in Richtung des Weges, wo ich seine Mutter zuletzt gesehen hatte. Zum Glück kam mir da auch schon ein anderer Junge, ein paar Jahre älter, entgegengerannt. Ich rief ihm zu, ob das da vorne sein Bruder sei, er rief mir ein „Nein!“ entgegen. Um aber dann doch zu dem kleinen Jungen hinzusprinten. Wahrscheinlich war er einfach ein Verwandter oder Freund, aber eben nicht der Bruder. Er sprach mit ihm, bis ich wieder zurückgehetzt war. Dann bat ich den großen Jungen, die Mutter des Kleinen zu suchen und blieb bei der Litfaßsäule stehen. Eine weitere, etwas ältere Passantin, war dazugekommen und stand dabei. Als sie die Situation erfasste, tadelte sie, die Mutter müsse doch auf ihr Kind besser aufpassen! Ja klar. Müsste sie. Aber in der Situation ist das egal. Ich nickte, sagte aber kein Wort.

Der große Junge kam nicht wieder. Ich wurde langsam nervös. Maus und Schnecke saßen immernoch im Auto. Ich winkte ihnen ab und an, aber ich wusste, dass sie sich bald beschweren würden. Plötzlich entdeckte ich in der Ferne eine Frau, hörte wieder die Rufe. Ich überquerte die Fahrbahn, rannte ihr entgegen und rief: „Er ist hier!“

Sie kam angerannt, mit Kinderwagen und Baby drin – den hatte sie wohl zuvor irgendwo stehen lassen. „Danke! Danke!“ sagte sie mehrmals zu mir. Ich setzte mich ins Auto, startete den Motor. Als ich losfuhr, hörte ich ein lautes Schluchzen durch das geöffnete Fenster. Die Mutter saß auf dem Grünstreifen und weinte bittere Tränen der Erleichterung. Eine ihr bekannte Frau war mittlerweile angekommen und tröstete sie, ich konnte nun also wirklich wegfahren.

Auch heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich an die Geschichte zurückdenke. Gott sei Dank haben wir den Jungen gefunden. Es kann wirklich jedem passieren, es geht so schnell. Ich bete, dass ich nie in eine solche Situation komme!

Rückblick 2015 und Ausblick 2016

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu. Ein anstrengendes, emotional aufreibendes Jahr. Mit gutem Ende. Hier eine Zusammenfassung der Ereignisse:

Zu Beginn einige Fakten über meinen Blog:

  • Rund 41.000 Aufrufe verzeichnete mein Blog im Jahr 2015, das ist etwas mehr als die Hälfte der Aufrufe im Jahr 2014. Das überrascht mich nicht, da ich ja 2015 nicht mehr über das Thema Schwangerschaft gebloggt habe und auch sonst nicht allzu viele „Piepser“ von mir gegeben habe. Und sowieso – wow, was für Zahlen! Wieso interessiert Leute überhaupt, was ich hier von mir gebe?!? 🙂
  • 80 Beiträge hab ich geschrieben. Sag ich’s nicht? Nur 2/3 der 124 vom Vorjahr.
  • Der beliebteste Artikel aus dem Jahr 2015 war die „Windelschnecke„, vermutlich von Leuten, die eine Anleitung dafür gesucht haben (vielleicht schreib ich beim nächsten Mal eine…). Danach kommt „Schau mir in die Augen…“ über die Angst der Maus vor Augen und „In aller Freundschaft“ über die fehlenden Freunde der Maus, beide fast gleichauf. Scheinbar Themen, die doch den einen oder anderen betreffen. Aber auch dieses Jahr ist ein alter Beitrag „Top-Seller“, erstmals hat er allerdings nicht mit dem Thema Schwangerschaft zu tun – es ist der „75-Wochen-Schub“ der Maus von 2013, der rund 10 Mal so viele Aufrufe hatte, wie die Windelschnecke.
  • Wieder kommen die meisten Aufrufer meines Blog natürlich aus Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Ausland. Auf Platz 6 (bzw. Platz 3 nach D/AUT/CH) ist erstmals Argentinien vorne dabei mit über 300 Aufrufen – hallo Argentinien! 😉
  • Nun kommt mein einstiger Lieblingsteil der Statistik, die Suchanfragen. Leider nicht mehr ganz repräsentativ wegen der zahlreichen verschlüsselten Anfragen. Auffällig oft wurde jedoch nach einer Strickanleitung für einen Babyschal gesucht, und ein paar besonders lustige Anfragen waren auch dabei, die ich an dieser Stelle gern beantworten will:
    „zweites kind gute idee?“  – Ja! Nein! Je nach dem, zu welchem Zeitpunkt ich gefragt werde…! 😉
    und
    „unterschied dick und schwanger“ – Der gravierendste zeigt sich nach rund 9 Monaten! 😉
  • Auch dieses Jahr war blumenpost diejenige, die die meisten Kommentare verfasst hat. Danke dir dafür, aber auch allen anderen, die sich die Mühe gemacht haben, hier ein paar Worte zu schreiben, mich aufzumuntern oder meine Fragen zu beantworten! ❤
  • Alles weitere zur Statistik findet ihr im WordPress-Jahresrückblick!

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2015:

  • Das Jahr begann mit einer schrecklichen Nachricht, nämlich dass meine Mutter einen Knoten in der Brust hat und eine Chemotherapie machen muss. Keiner wusste, wie es weitergehen würde, wie sie alles übersteht, wann sie wieder ins „normale Leben“ zurückkehren würde. Seit rund einer Woche ist sie nun ihre Perücke wieder los und hat mir ein Mal mehr gezeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur will. Sie hat alles durchgezogen ohne zu jammern, sogar während der Chemo ab und an die Kinder „gehütet“ und wie geplant ab Oktober die Betreuung der Schnecke übernommen, während ich arbeite. Hut ab! Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass das nächste Jahr keine weiteren Hiobsbotschaften im Gepäck hat.
  • Im Oktober habe ich meine Arbeit wieder aufgenommen, wie vor der Geburt der Schecke – 50 % im Homeoffice, davon ein Tag vor Ort. Ich genieße die Abwechslung, auch wenn ich natürlich gelegentlich über die Arbeit fluche… 😉
  • Die Maus hat fast ein ganzes Jahr im Kindergarten hinter sich. Sie hat den Wechsel aus der „behüteten Krippe“ in den „brutalen Hackordnungsalltag des Kindergartens“ sehr gut gemeistert und ist gegen Ende des Jahres tatsächlich sehr oft in der Kindergarten gegangen, ohne zu erwähnen, dass sie nicht hinwill.
  • Die Schnecke ist zu einem richtigen Kleinkind geworden. Von Baby keine Spur mehr. Sie läuft und läuft und läuft und mischt unsere Bude richtig auf.
  • War die Schnecke zum Jahresbeginn mehr ein „störendes Beiwerk“ für die Maus, ist in den letzten Monaten große Schwesternliebe aufgekeimt. So schön anzuschauen! ❤
  • Im Freundeskreis wurde ein Kind geboren, im Krabbelgruppenkreis drei, davon ein „drittes“.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2016:

  • Winterurlaub im Zillertal und Sommerurlaub in Italien sind bereits gebucht. Ich freue mich und zittere gleichzeitig davor, wie wir Fahrt und Aufenthalte meistern werden.
  • Die Schnecke kommt ab März in die Krippe – und zwar in dieselbe, in der auch die Maus war. Trotzdem habe ich etwas Bammel, wie sie diesen Schritt verkraften wird. Ach ja, außerdem läuft natürlich schon die Anmeldung der Schnecke für den Kindergarten der Maus. In diesen soll sie dann möglichst mit 3 wechseln.
  • Ich liebe meinen Job bzw. meinen Tätigkeitsbereich. Umso mehr bedrückt mich die Tatsache, dass ich im nächsten Jahr vermutlich aufgrund von Personalmangel intern in einen anderen Bereich wechseln muss. Mal sehen, wie das alles wird.
  • Nun kommt der Punkt mit den 2016-Babys! 🙂 Der eine oder andere, der hier regelmäßig mitliest, erinnert sich vielleicht an das Paar aus unserem Freundeskreis, das sich aufgrund ihres unerfüllten Kinderwunsches nach langer Beziehung trennte. Nun ist sie schwanger – von einem anderen! Und ich freue mich riesig für sie. Und er? Hat eine Neue mit Kind, das „aus dem gröbsten raus“ ist. Beide zufrieden – wenn das nur immer so wäre! Ansonsten gibt es nur noch ein weiteres Krabbelgruppenbaby, aber sonst bin ich offen für Überraschungen! 🙂

Das war mein Wort zum Jahreswechsel. Ich danke allen, die hier mitlesen und wünsche euch ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2016! Kommt gut rüber!

12 Monate Schnecke

Das letzte Resümee im ersten Lebensjahr der Schnecke!

Auch dieser Monat brachte beachtliche motorische Fortschritte. Schaffte die Schnecke es anfangs nur mit Mühe, sich aus dem Stand wieder hinzusetzen, macht sie dies nun mit Leichtigkeit und gefühlte 1000 Mal am Tag. Zudem läuft sie am Sofa und anderen Möbelstücken entlang.

Aus sprachlicher Sicht haben sich lediglich ein paar weitere Buchstaben hinzugesellt. Sie sagt jetzt oft „Kakaka“, aber „Da“ oder „Daiiii“ ist immer noch ihre Haupt-Ausdrucksweise. Letzteres auch gerne, wenn sie „Kuckuck-da“ spielen möchte, das liebt sie sehr. Nicht zu toppen ist jedoch, wenn sie „telefoniert“. Sieht sie z.B. jemanden beim Einkaufen mit Handy am Ohr, nimmt sie sofort ihre Hand ans Ohr und ruft: „Alla!“ (Was natürlich „Hallo“ heißen soll.) Daheim sind sämtliche Kindertelefone (und leider nicht nur die…) ihr absolutes Lieblingsspielzeug.

In diesem Monat ist die Schnecke leider ein kleines Beißmonster geworden. Ich vermute, es hängt mit ihrem herannahenden neuen Zahn zusammen. Jedenfalls beißt sie mich ständig. Mal in die Schulter, in die Brust, aber gerne auch aus dem Schmusen heraus in meine Backe. Oder in den Bauch, denn die Schnecke liebt es, mir das Shirt hochzuschieben und auf meinem Bauch zu prusten, so niedlich! 🙂

Essenstechnisch war der Monat anstrengend. Oft fühlt es sich an, als würde die Schnecke nur wie ein Spatz essen. Vielleicht liegt es am Zahnen – ich hoffe, es wird bald wieder besser.

Unsere Kleine ist nun 77 cm groß, wiegt 9,3 kg und hat einen Kopfumfang von 46,5 cm.

Happy birthday, Schneckchen!

Ein Jahr bist du heute alt! Die Zeit verging rückblickend wie im Flug, aber eigentlich war es ein sehr intensives Jahr.

Heute vor 12 Monaten warst du plötzlich da und hast unsere kleine Familie komplett umgekrempelt. Wir fragten uns, wer dieses kleine Menschlein ist. Heute wissen wir längst die Antwort. Unser kleines Wusel. Immer in Bewegung, stets auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung, längst fähig uns klarzumachen, was du willst und vor allem nicht willst. Kleine Schwester und – nach einigen Startschwierigkeiten nun doch – große Liebe der Maus.

Auch wenn es noch so anstrengend war: Ich bin froh, dass es dich gibt! Alles Gute zum Geburtstag, mein Butzele!

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Das bin ich. Ein Outing.

Seit ich denken kann kaue ich an meinen Fingernägeln. Als Kind wird es einem gerne als schlechte Angewohnheit vorgeworfen, man wird ermahnt, es sein zu lassen, als wenn man es aus Langeweile oder zum Zeitvertreib täte.

Lange habe ich mir auch keine Gedanken gemacht, warum oder wann ich Fingernägel kaue. Erst seit ich erwachsen bin ist mir klar, dass es ein Ventil zum Stressabbau ist. Und zwar eines, das alles andere als hübsch ist.

Meist passiert es abends vor dem Fernseher. Der Tag ist irgendwie geschafft und in meinem Kopf laufen die tausend Dinge ab, die ich noch erledigen muss, die ich gerne machen würde, Situationen, die vielleicht doof abgelaufen sind, Sorgen, wie es weitergeht. Da reichen schon ein paar Minuten und meine Nägel sehen aus, als wenn ein Schwarm Heuschrecken darüber hergefallen wäre. Nur dass die sich lieber was nahrhafteres suchen würden…

Mein bevorstehender Wiedereinstieg in der Arbeit, verbunden mit der dann notwendigen Betreuung der Schnecke durch meine Mutter, der nahende Winter mit dem möglicherweise nahenden Schnee, die Erkältungssaison, die bereits eröffnet ist, der Geburtstagsmarathon, der vor uns liegt, die ganze Hausarbeit, die ich in den letzten Wochen nicht auf die Reihe bekommen habe, die Mamaphase der Schnecke, die zig Schlafunterbrechungen nachts – ratz fatz war das das Ergebnis:

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Eigentlich kriege ich es auch noch schlimmer hin, aber auch so stört es mich ungemein. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zum letzten Mal meine Fingernägel geschnitten habe. Bzw. gefeilt ohne dass es nur „Reparaturarbeiten“ waren, damit ich nicht überall hängen bleibe mit den ausgefransten Nägeln.

In meinem Badschrank drängen sich Nagellackfläschchen, dicht an dicht. So gerne hätte ich schöne Nägel, die man nicht verstecken muss. Vielleicht starte ich wiedermal einen Versuch, mich durchs Lackieren vom Knabbern abzuhalten. Meist klappt das für eine Weile auch ganz gut. Dann kommt der „Jojo-Effekt“. Meine persönliche „Diät“, an der ich bisher immer gescheitert bin.

Die Tage nach den guten

Donnerstage zum Beispiel. Das sind die schlimmsten.

Mittwoch ist Luxus – da kommt am späten Vormittag meine Mutter, passt auf die Schnecke auf, während ich den Haushalt schmeiße und zwischendurch mit ihr quatsche und Kaffee trinke. Dann hole ich ganz gemütlich und alleine die Maus vom Kindergarten ab, wir essen zusammen Mittag während die Schnecke schläft. Wenn sie wach wird, wird es schon bald Zeit, mit der Maus zum Ballett zu fahren. Natürlich ohne Schnecke und Oma. Dort sitze ich während der Tanzstunde mit den anderen Müttern, die ich mittlerweile ganz gut kenne und ich gerne mag, im Wartebereich und – wer hätte es gedacht – quatsche und trinke Kaffee. Bis wir wieder zurück sind, ist es schon fast Abend. Vielleicht dusche ich dann noch kurz in Ruhe (das kann ich nämlich zur Zeit nur machen, wenn jemand da ist oder beide Kinder schlafen), füttere die Schnecke, bereite das Abendessen vor, wir schieben uns alle ein Brot unter die Nase und dann fahre ich los zur Big Band Probe. Mein Highlight der Woche sozusagen. Bis ich gegen 22:45 Uhr nach Hause komme, schlafen im Idealfall beide Kinder selig und ich muss nur noch ins Bett hüpfen.

Dann kommt aber jede Woche der Donnerstag. Keiner da, der mir hilft, kein „Programmpunkt“ wie Krabbelgruppe oder Musikschule. Eine Schnecke, die mittags 30 Minuten zum Einschlafen braucht, um nach 30 Minuten schon wieder aufzuwachen. As grätig as possible natürlich. Beide wollen was von mir, natürlich immer gleichzeitig. Die Wohnung wird binnen Sekunden verwüstet, ich räume nebenbei auf und räume auf und räume auf und doch sieht es aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Ich sehe auf die Uhr und es sind gerade mal 10 Minuten vergangen, seit ich das letzte Mal einen Blick darauf geworfen habe. Noch 5 Stunden, bis die Kinder schlafen gehen… Natürlich spielt mein Liebster ausgerechnet heute Abend Tennis, so dass ich auch das Abendprogramm alleine bestreiten werde. Keine Hoffnung auf Unterstützung in der letzten Stunde vor dem Zubettgehen. Mit Sicherheit wird die Schnecke wieder ewig zum Einschlafen an meiner Brust hängen und dann spätestens 45 Minuten später, wenn ich es wage, mich – nachdem ich hier noch alles aufgeräumt habe – auf das Sofa zu setzen, aufwachen und nach meiner Wenigkeit verlangen. Um nochmal eine halbe Stunde gestillt zu werden. Bis es eigentlich schon Schlafenszeit für mich ist und ich mal wieder keine Sekunde Zeit für mich gehabt habe.

Ich weiß, es ist Jammern auf hohem Niveau. Es gibt so viele, die haben nichtmal einen Mittwoch! Die müssen ihre Kinder immer alleine ins Bett bringen. Die haben mehr als zwei Kinder. Oder sonstwelche Riesensorgen. Deswegen habe ich auch jedes Mal so ein schlechtes Gefühl, wenn ich in Selbstmitleid zerfließe. Aber heute musste es raus. Weil heute Donnerstag ist.

Nachtrag: Maus-Zahn Nr. 20 und Schnecken-Zahn Nr. 4

Auch wenn es schon zwei Monate her ist, dass uns die letzten Zähne „heimgesucht“ haben, kommen hier endlich die aktualisierten Zahnkalender unserer beiden Mädels. Das Milchzahngebiss der Maus ist somit komplett – die Schnecke hat noch einiges vor sich (und ist auch schon fleißig mit der Nr. 5 beschäftigt…).

Das Maus-Gebiss:

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Das Schnecken-Gebiss(chen):

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Zeigt her eure Füße…

Seit dem Wochenende macht die Schnecke ihre ersten Schritte an Möbelstücken entlang. Zu diesem Anlass – und weil es langsam eh etwas kalt für Socken auf dem Spielplatz ist – hat sie heute ihr erstes Paar Schuhe bekommen. Äußerst schicke, wie ich finde.

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Größe 20 ist es – das ist auch der Grund, warum sie keine Schuhe von der Maus „vererbt“ bekommen hat, denn da diese erst so spät gelaufen ist, waren ihre ersten Schuhe in Größe 23. Nun kann sie sich also auf die Socken (äh nein, Schuhe… 😉 ) machen!

In die Pötte kommen…

…Das sollte ich endlich mal. Denn: In eineinhalb Wochen wird die Schnecke ein Jahr alt! Und da ich natürlich auch für sie eine passende Torte backen will und sie nicht ohne Geschenk dasitzen soll, sollte ich mich wirklich mal aufraffen. Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist noch sooo viel Zeit, dabei werde ich morgen in zwei Wochen wieder arbeiten gehen! So langsam bin ich ziemlich im Verzug… Ich brauche noch Fotos von der Schnecke für die Wimpelkette, die ich im Zimmer aufhängen will. Das gab es bei der Maus jedes Jahr – von jedem Lebensmonat eines – also soll sie es auch bekommen. Ich muss noch Lebensmittelfarbe für eine Katzentorte besorgen, denn grün, gelb, rot oder blau soll diese nicht werden. Krabbelschuhe bestellen, die sind dringend nötig hier – das Vermessen der Füße stellt mich aber vor ungeahnte Herausforderungen, denn die Schnecke hält keine Sekunde still. Wenigstens die Einladungen zur Feier haben wir bereits ausgesprochen und alle wollen kommen. Was schön ist, uns aber auch 13 Gäste beschert. Plus uns vier. Macht 17 Leute in unserem nicht besonders großen Wohnzimmer, das wird kein Spaß. (Zumal ein Großteil der Gäste nicht wirklich zum „Kindergeburtstag“ feiern kommt – aber dazu schreibe ich vielleicht mal einen separaten Beitrag…) Aber hey, wir kennen es bereits seit drei Jahren. Und jetzt haben wir eben zwei Mal pro Jahr dieses Programm… *heul* Wieso konnten wir das Geburtsdatum der Kinder nicht besser aufeinander abstimmen…? 😉

So. Dann jetzt mal Fotos aussuchen. Dafür könnte es heute noch reichen.

Adieu – es geht los!

Diesmal ist es kein Abschied auf Zeit: Die Babyschale kommt weg! Unsere Familienplanung ist definitiv abgeschlossen, wenn das Schicksal unsere Pläne nicht durchkreuzt (man weiß ja nie…). Nun werden wir nach und nach den ganzen Babykram verkaufen, verschenken, was auch immer.

Auch wenn die Schnecke natürlich aus diversen Babyklamotten rausgewachsen ist und auch Spielbogen und Laufgitter längst das Feld geräumt haben, ist die Babyschale der erste Gegenstand, der so richtig wichtig war, den wir fast täglich genutzt haben. In dem die Maus viele, viele Stunden geschlafen und die Schnecke viele, viele Stunden geschrien hat…

Adieu, Babyschale!

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Du wirst mir nicht wirklich fehlen. Das bisschen Wehmut ist wohl mehr die Gewohnheit, denn ich bin unbeschreiblich froh, dass wir die Mini-Baby-Phase hinter uns gelassen haben. Ab sofort muss ich meine Armmuskeln wohl anderweitig trainieren.

11 Monate Schnecke

Heute – etwas verspätet – der letzte Monatsbericht meines Babys. Ab nächsten Monat habe wir hier zwei Kleinkinder!

Der letzte Monat war motorisch wieder sehr aufregend. Die Schnecke lernte gleich zu Beginn, sich in den Stand hochzuziehen und zu krabbeln. Beides perfektionierte sie im Laufe der Wochen, so dass sie es nun tut, als hätte sie nie etwas anderes getan. Das Hinstellen wird an allem geübt, was ihr in die Quere kommt – Sofa, Stuhl, Spielzeug, sogar an der Terrassentür.

Anfangs musste ich natürlich immer hinterher sein, damit die Schnecke nicht ausrutscht oder umfällt. Mittlerweile ist das aber meist kein Problem mehr. Dennoch hat sie sich in den letzten Wochen mehr Beulen und blaue Flecken zugezogen als die Maus in ihren knapp 4 Lebensjahren. Sie ist einfach um einiges „mutiger“. Oder vielleicht auch „rabaukiger“. Wenn sie wütend ist, lässt sie sich gerne mal mit vollem Karacho aus dem Sitzen nach hinten fallen. Gut wenn man dahinter sitzt, schlecht wenn nicht. Aber sie nimmt ihre Beulen recht gelassen, ist schnell getröstet und lässt sich davon nicht abhalten, Dinge erneut auszuprobieren. Seit Kurzem macht sie auch Schritte, wenn man sie unter den Armen festhält. Diese sind riiiiesengroß und es sieht sehr lustig aus – voller Elan. 🙂

Man kann nun auch schon richtig mit ihr spielen. Sie hebt gerne Dinge auf und gibt sie ab mit einem „Daiii!“ – was wohl so viel heißen soll wie „Danke“. Außerdem liebt sie Versteck-Spiele, egal ob man ihr ein Tuch übers Gesicht legt oder man sich selbst versteckt, sie quietscht vor Freude. Auch mit der Maus spielt die Schnecke gerne und lacht sich scheckig, wenn diese Quatsch für sie macht oder sie kitzelt.

Wenn man die Schnecke dazu auffordert, zeigt sie auf Mund, Nase, Ohren und Augen des Gegenübers. Sehr gerne greift sie einem auch im Gesicht herum, zieht an der Lippe oder am Ohr, quetscht ein bisschen die Backe oder sticht einem ins Auge… 🙂 Sie nutzt auch jede Gelegenheit, mich am Bauchnabel zu kitzeln: Liege ich auf dem Boden, kommt sie an, schiebt mein Shirt hoch und steckt dann ihre Patschehand ganz schwungvoll in meinen Bauch hinein. Wenn ich dann so tue, als ob es kitzelt, kann sie nicht genug davon bekommen!

Essenstechnisch hat sich auch ein bisschen was verändert. Die Schnecke isst nun zum Frühstück meist Brot mit uns mit. Seit geraumer Zeit trinkt sie auch einen ganzen Becher (ca. 125 ml) Milch. Mittags isst sie oft recht spärlich, dafür verspachtelt sie nachmittags meist ohne Wenn und Aber den kompletten Getreide-Obst-Brei. Abends gibt es manchmal noch Getreide-Milch-Brei, immer öfter aber auch nur Brot mit Belag – je nach dem, was wir so essen. Unser größtes Problem ist derzeit, dass sie immer mit Verstopfung zu kämpfen hat. Ich habe schon Karotten und Reisflocken komplett von ihrem Speiseplan gestrichen, es mit Milchzucker und Pflaumensaft probiert. Aber so wirklich erfolgreich war das alles nicht.

Ansonsten waren wir in diesem Monat viel auf dem Spielplatz – mit einem Krabbelkind geht das einfach besser, als wenn das Kind nur im Sand robben kann. Außerdem kann sie auch in der Babyschaukel schaukeln und findet draußen sein insgesamt immer gut.

Die Schnecke ist nun 76 cm groß, wiegt 9,2 kg und hat einen Kopfumfang von 46 cm. Man merkt ihrer Gewichtskurve auf jeden Fall an, dass sie zur Zeit wuselt wie wild – auf und nieder immer wieder. Und nun: Endspurt bis zum 1. Geburtstag!

Liebesbekundungen

Wenn unser Urlaub etwas Positives mit sich gebracht hat, dann die Tatsache, dass die Maus die Schnecke als Person anerkannt hat. Sicher nicht zuletzt weil die Schnecke seit dem letzten Schub nicht mehr so babyhaft ist. So können sie gemeinsam krabbeln, quietschen, über Zeug auf dem Boden klettern, sich gegenseitig die Socken ausziehen und vor allem: gemeinsam über all das lachen.

Vorgestern waren wir dann zu dritt im Bad und die Maus hatte gerade ihr großes Geschäft erledigt. Ich wollte mir beim Rausgehen die Schnecke schnappen – die Maus stoppte mich jedoch beim Hochheben: „Warte, ich will ihr noch einen Kuss geben!“ Ich sie also wieder runtergesetzt und die Maus gab der Schnecke einen dicken Kuss auf die Backe. Und sagte zu ihr: „Ich hab dich lieb!“

Manchmal hat man auf der Toilette halt die besten Einfälle… 😉 Mein Mutterherz hüpft vor Freude. ♥

Und tschüss!

„Ich gehe jetzt“ sagte ich gestern plötzlich als mein Mann vom Duschen die Treppe runterkam. Ganz ruhig und trocken waren meine Worte, nachdem zuvor die Schnecke eine halbe Stunde lang geschrien hatte, egal ob ich sie auf dem Arm hatte oder nicht, ob wir Bücher ansahen oder irgendwelche Dudel-Spielzeuge anmachten.

Er fragte verdutzt: „Wohin?“ Ich sagte, ich wisse es nicht. Einfach weg. Und wusste, dass ich nicht gehen würde. Und dass es Blödsinn ist, so etwas in der Anwesenheit meiner Kinder zu sagen.

Auch die Maus machte große Augen und fragte, wann ich zurück komme. Mein Mann nahm mir die immernoch schreiende Schnecke ab, ich kuschelte mich an die Maus auf dem Sofa und mir liefen die Tränen übers Gesicht. Ebenso ruhig wie meine Worte.

Ich weiß nicht, ob es die Hormone sind – vielleicht stellt sich da bei mir 10 Monate nach der Geburt etwas um. Oder der 46-Wochen-Schub, der echt heftig ist. Aber schon damals war dieser Zeitpunkt irgendwie schwierig für mich.

Ich hoffe, es wird bald besser. Wurde es damals ja auch irgendwann.

Das große Krabbeln

Samstag ging es tatsächlich los: die Schnecke krabbelt!

Sie spielte auf dem Boden, während ich noch den Rest es Mittagessens aß. Wie so oft in letzter Zeit gab sie unzufriedene Meckergeräusche von sich. Ich schaute also runter, was denn nun schon wieder los war und wunderte mich, warum ihre Unterschenkel so komisch zitterten. Bis ich realisierte: Sie krabbelt!

Heute, zwei Tage später, macht sie es schon wesentlich souveräner, ohne Zittern. Wenn es aber besonders schnell gehen soll, robbt sie nach wie vor.

Sehr intensiv übt sie auch das Aufstehen. Den ganzen Tag über zieht sie sich am Sofa in den Stand hoch, so dass man sie eigentlich keine Sekunde alleine lassen kann. Eine neue Erfahrung für uns, denn die Maus vermied stets „gefährliche“ Situationen, in denen sie hätte stürzen können. Was dann natürlich dazu führte, dass sie fast zwei war, bis sie sich traute, ohne stützende Hand zu gehen. Ich prophezeie an dieser Stelle mal, dass die Schnecke dies früher in Angriff nehmen wird…

Nennen wir es Urlaub

Zehn Tage in einem Familienhotel in Bayern liegen hinter uns. Das Hotel war schön, mit Schwimmbad und Indoor-Spielplatz, leckerem Essen und einem tollen Apartment, wo gefühlt unser gesamter Hausstand Platz fand.

Dennoch war der Urlaub irgendwie furchtbar. Es gab schon schöne Momente – so ist es ja nicht. Aber die anstrengenden, stressigen Zeiten überwogen irgendwie.

Gleich am ersten Tag stolperte die Maus im Wald und schlug sich das Knie etwas auf. Andere Kinder machen das tausend Mal. Für die Maus war es aber eine Katastrophe. Ab da wollte sie nur noch an der Hand laufen, schrie sobald man sie losließ, selbst wenn es auf einer ebenen, geteerten Fläche war und machte stets weite Bögen um alle Treppen. Mussten wir eine nehmen, ging das nie ohne großes Jammern und Geschrei. Obwohl wir sie festhielten. Seufz. Das wird uns wohl noch eine ganze Weile beschäftigen, auch daheim…

Durch den Sturz wollte sie die ersten Tage – nein, die ganze erste Woche – auch nicht ins Schwimmbad. Sie hatte Angst, dass es weh tut. Wir redeten mit Engelszungen auf sie ein, es doch mal zu versuchen, aber erst kurz vor der Abreise schafften wir es, sie zu überzeugen.

Dann die Schnecke. Dass das Essen im Restaurant kein großer Spaß werden würde, war mir klar, auch wenn es in Buffetform serviert wurde. Immerhin macht sie auch daheim beim Essen Terz. Dass es aber so katastrophal wird – das hatte nicht einmal ich alter Pessimist erwartet. Sie schrie und quietschte regelmäßig, als wolle ihr jemand an den Kragen. Oft mussten wir uns mit dem Essen abwechseln und mit ihr das Restaurant verlassen. Ich meine: ein Familienhotel mit zig quengelnden Kindern – da denkt man ja nicht unbedingt, dass man selbst derjenige ist, der den ganzen Laden aufmischt. War aber so. Also ab nach draußen.

Die diversen Wutausbrüche der Maus liste ich mal nicht einzeln auf. Es waren jeden Tag zahlreiche. Zumindest bei jedem „Tagesprogrammpunkt“, den wir angehen wollten, einen, weil sie alles doof fand. Essen doof, spazieren doof, schwimmen doof, Spielplatz doof. Nix tun aber auch doof. Dabei hatten wir nur kindgerechte Ausflüge geplant, immer mit einer „Attraktion“, die ihr unter normalen Umständen gefallen hätte. Gerne fragte sie schon nachmittags um 3, wann denn endlich der Sandmann käme.

Die Nächte waren auch furchtbar. Wegen der Hitze mussten wir meist mit offenen Fenstern schlafen, so dass ich eigentlich ab spätestens 5 Uhr wach war und die Schnecke kurz drauf auch. (Wir schlafen daheim im stockdunklen Zimmer.) Damit sie dann nicht alle aufweckte, stillte ich sie quasi im 10-Minuten-Takt bis kurz vor 7 Uhr. Die ersten Nächte verbrachte zudem die Maus etwa ab Mitternacht in meinem Bett und wuselte stundenlang rum. Eine Nacht musste sie sich auch noch übergeben – zum Glück war es aber eher kein Virus, sondern vielleicht zu fettiges Essen den ganzen Tag über… Ich bin jetzt schlaftechnisch jedenfalls ein Wrack.

Wenn ich so zurückdenke an unseren Urlaub vor drei Jahren – selbes Hotel, ähnliche Ausflüge, ein Maus-Kind im Alter der Schnecke: Es kommt mir geradezu vor, als sei das damals ein Wellnessurlaub gewesen.

Morgen noch etwa 4 Stunden Autofahrt nach Hause. Von denen wohl mindestens zwei mit Geschrei der Schnecke erfüllt sein werden. Macht aber nix, nach den 10 Tagen bin ich eh schon taub.

Es war eine willkommene Abwechslung. Aber „Urlaub“, Leute – Urlaub kann ich es beim besten Willen nicht nennen.

10 Monate Schnecke

Wieder liegt ein aufregender Lebensmonat der Schnecke hinter uns.

Sie robbt mittlerweile wie ein Blitz und kann nun ohne Hilfe sitzen. Auch winken kann sie – ein sehr niedliches „Baby-Feature“. 🙂 Außerdem zeigt sie mit dem Zeigefinger an, wo sie hingebracht werden will, was sie haben möchte, oder zu wem sie auf den Arm will. Klatschen würde sie wohl gern können, denn wenn es mal gelingt, freut sie sich sehr. Aber so richtig klappt es noch nicht.

Wenn die Schnecke Verstecken spielen will, sagt sie „Dadaaa!“. Am liebsten versteckt sie sich dann hinter einem Buch oder Vorhang und lacht sich scheckig, wenn man sie „findet“.

Auch zwei neue Zähne bescherte uns der 10. Monat – die oberen vorderen Schneidezähne.

So viel Neues. Entsprechend unentspannt waren unsere Tage und Nächte zu Hause und im Sommerurlaub. Ihre Lautstärke beim Schreien, aber auch ihre Ausdauer bei selbigem (z.B. während der Fahrt) sind nach wie vor beachtlich.

Die Schnecke ist nun 10 Monate alt, ist 76 cm groß, wiegt 8,8 kg und hat einen Kopfumfang von 46 cm.

Neue Perspektiven

Seit knapp einer Woche kann die Schnecke nun alleine sitzen. Sie konnte es ja schon recht lange mit Abstützen auf einer Hand, aber jetzt geht es eben freihändig.

Diese neue Errungenschaft haben wir gestern gleich zur „Sandkasten-Premiere“ genutzt. Die Schnecke war recht angetan vom Sand, wischte, strampelte, bohrte darin herum. Sogar in der Windel konnte ich abends noch Sand finden… 🙂 Nun kann der Urlaub kommen und wenn das Wetter es nicht zu gut mit uns meint, ist es vielleicht auch nicht zu warm um viel Zeit draußen auf Spielplätzen zu verbringen.

Mama? Mama!

Bei der Schnecke bin ich derzeit sehr gefragt. Am liebsten möchte sie nur bei mir sein, auf meinem Schoß, auf meinem Arm, neben mir liegend – egal. Hauptsache Mama. Wenn jemand anderes (Papa, Oma,…) sie auf den Arm nimmt und es mit Ablenkungsmanöver geschickt anstellt, bleibt sie auch bei dieser Person. Sobald sie mich aber hört oder sieht, zeigt ihr kleines Zeigefingerchen in meine Richtung und sie will zu mir. Wird ihrem Wunsch nicht nachgegangen, schreit sie los. Abends wacht sie nach ein oder zwei Stunden wieder auf, will dann am liebsten gar nicht mehr von meiner Brust weg.

Bestimmt liegt es daran, dass zur Zeit viele Änderungen auf sie hereinprasseln. Seit gestern kann sie frei sitzen. Davor hat sie sich immer mit einer Hand abgestützt, jetzt hat sie endlich beide Hände zum Spielen frei. Toll, dass das noch vor unserem Urlaub geklappt hat, das eröffnet „beschäftigungstechnisch“ ein paar neue Möglichkeiten. 🙂 Mal sehen, wann es den letzten Klick zum Krabbeln macht – daran übt sie nämlich auch fleißig.