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Schon wieder Abschied.

Diesmal ist die Schnecke dran. Heute ist ihr letzter Tag in der Krippe! Hach, werde ich da wieder wehmütig. Vermutlich nimmt mich das ganze Abschiednehmen in letzter Zeit mehr mit als meine Kinder…

Die Schnecke erzählt jedenfalls tapfer allen, dass sie jetzt bald zur Maus in den Kindergarten kommt. Tatsächlich glaube ich, dass sie das verstanden hat. Ob ihr auch klar ist, dass das bedeutet, dass die Krippe somit Vergangenheit ist – daran zweifle ich. Aber wahrscheinlich ist es auch gut so.

Wir hatten so ein Glück mit dieser Einrichtung! Was war ich damals ein nervliches Wrack, weil wir nur Absagen bekommen hatten, bis dann plötzlich doch die Zusage dieser Krippe ins Haus flatterte… Die Maus war immerhin das allererste Kind dieser Krippe – da gibtes auf beiden Seiten eine emotionale Bindung… Bei ihrem Abschied dort konnte ich mich trösten: Bald würde die Schnecke ja hinkommen. Nur einen Wimpernschlag später ist auch die Krippenzeit unserer Kleinen vorbei und ich sitze schniefend über der Dankeskarte.

Ich wünsche allen Kindern da draußen so tolle Erzieherinnen. Dass sie in ihnen mehr sehen können, als nur eine „Betreuerin“ – denn dieses Glück hatten meine beiden Kinder. Danke! ♡

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Einmal Kann-Kind, Schulpflicht und zurück, bitte!

Über ein halbes Jahr ist es her, dass wir eine der bislang schwierigsten Entscheidungen für die Maus treffen mussten: vorzeitig Einschulen oder nicht?

Das kam so: Der Stichtag für die Einschulung in Baden-Württemberg ist derzeit der 30. September. Ist man in den Monaten danach geboren – also wie unsere Novembermaus -, ist man automatisch ein „Kann-Kind“ und die Eltern bekommen zusammen mit dem Einschulungsschreiben der „Muss-Kinder“ eine schriftliche Anfrage, ob man beabsichtigt, sein Kind vorzeitig einschulen zu lassen oder nicht. 

Natürlich kam das für uns nicht überraschend – es ist ja jedes Jahr im Kindergarten Thema, wer da jetzt früher geht oder auch nicht. Wenn man dann aber plötzlich selbst dieses Schreiben in den Händen hält, geht die Karussellfahrt erst richtig los…

Bei uns im Kindergarten sind alle Muss- und Kann-Kinder des jeweiligen Kindergartenjahres die sogenannten „Großen“. Schon allein deshalb, weil die Muss-Kinder alleine zu wenig für eine Ausflugsgruppe wären. Sie machen gemeinsame Waldtage und auch einige Aktionen, bei denen nur sie dabei sind, finden statt. Einerseits, weil man mit den „Großen“ eben schon andere Dinge unternehmen kann, aber auch weil der Zusammenhalt für die Schule gefördert werden soll.

Dadurch – aber auch bedingt durch die Tatsache, dass die Maus von ihrer Ausdrucksfähigkeit her schon immer eher den Großen entsprochen hat, hatte die Maus ausschließlich näheren Kontakt mit Mädels, die diesen Sommer eingeschult wurden. Auch ihre beste und einzige „richtige“ Freundin war ein „Muss-Kind“.

Im März galt es dann, eine endgültige Entscheidung zu treffen – und quasi zu erahnen, wie die Situation in einem halben Jahr sein würde. Die Erzieherinnen rieten uns von einer Einschulung ab – nicht aus kognitiver Sicht, sondern aufgrund der motorischen Entwicklungsverzögerung der Maus und ihrer noch nicht allzu stark ausgeprägten Sozialkompetenz. Die Kinderärztin riet auch ab, aber eher aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen. Der Rest unserer Familie, inklusive meinem Mann, erwarteten eine vorzeitige Einschulung, da die Maus ein sehr wissbegieriges Kind ist, zudem schon so langsam anfing zu lesen und beim optischen Vergleich eher zu den diesjährigen Schulkindern passte als zu den „Kleinen“. 

Da stand ich nun. Tief in meinem Herzen wissend, dass beide Entscheidungen falsch sein würden. Eine frühe Einschulung würde die Maus sicher vor harte Herausforderungen stellen, denn durch die gemischte Eingangsklasse (gemeinsamer Unterricht der Klassen 1+2) würde sie sich u.a. gegen bis zu 3 Jahre ältere Kinder durchsetzen müssen. Dass sie noch sehr unsicher Treppen steigt und im letzten Jahr das Wort Schule in keinem Satz erwähnt geschweige denn in einem Rollenspiel thematisiert hat, setzte ich durch, dass sie nicht eingeschult wird. 

Selbstverständlich wurde mir dies direkt vorgeworfen, als die Maus viele Wochen vor den Ferien svhon ziemlich traurig in die Zukunft blickte. Aber wer garantiert mir, dass die Freundschaft bestehen bleibt? Nachher ist die Maus völlig überfordert eingeschult und ihre Freundin orientiert sich um – was dann?

Tatsächlich findet sie zu unserer großen Erleichterung einige neue Spielpartner im Kindergarten, wenn auch nichts „Intensives“. Aber wir sind ja auch noch am Anfang des Kindergartenjahres. Außerdem wechselt in 2 Wochen ihre Schwester zu ihr.

Mein Fazit knapp 2 Wochen nach Schulbeginn: Auch wenn die Maus mittlerweile super lesen kann (ganze Bücher), zweifle ich nach wie vor an ihrer Schulfähigkeit und bin nicht unglücklich über unsere Entscheidung. Aber wer weiß, was noch kommt. 

Bleibt nur noch zu sagen, dass ich auch erst mit knapp 7 eingeschult wurde und aus mir trotzdem was geworden ist. 🤣 Die Hoffnung stirbt zuletzt. 😉

Eine beste Freundin für die Maus

Ich habe es im Halbjahresbericht schon erwähnt: Die Maus hat endlich eine Freundin gefunden! Und zwar nicht nur eine, mit der sie gut klarkommt. Eine „beste Freundin“. So bezeichnen die beiden sich jedenfalls gegenseitig.

Das Ganze hat sich seit ihrem 5. Geburtstag langsam entwickelt und ging so weit, dass ihre Freundin – ich nenne sie mal Bibi – wirklich jeden Morgen an der Kindergartentür auf sie gewartet hat. Dadurch ging die Maus plötzlich richtig gerne in den Kindergarten – hurra! Auch „private“ Treffen daheim gab es immer wieder mal, sogar direkt zum Mittagessen. Diese liefen dann zwar nicht komplett ohne „Moderation“ der anwesenden Eltern, aber nach einem ganzen Vormittag zusammen im Kindergarten können einem gegen Abend auch irgendwann die Ideen ausgehen, das ist ja berechtigt. Wenn ich bedenke, wie schwer sie sich immer getan hat mit anderen Kindern, lässt das mein Mutterherz vor Freude hüpfen!

Die beiden spielen am liebsten „Bibi und Tina“. Die Freundin ist Bibi, die Maus Tina. Freundlicherweise darf Tina ihrem Zusammenspiel auch hexen, sonst wäre es ungerecht. 🙂 Den Rest der Zeit spielen sie Schlümpfe, Arzt oder Schatzsuche. Und ganz neu „Superhelden“.

Aber: Eigentlich müsste ich diesen Artikel in der Vergangenheitsform schreiben, denn mit unserer Entscheidung, die Maus nicht als „Kann-Kind“ einschulen zu lassen, reißen wir diese Freundschaft entzwei. (Zu unseren Beweggründen werde ich einen separaten Blogbeitrag verfassen.) Ich wünschte, die Freundschaft könnte erhalten bleiben. Aber auch wenn man gelegentliche Treffen organisieren wird – es wird doch anders sein. Man sieht sich nicht täglich und „Bibi“ wird auch in der Schule neue Freundschaften knüpfen.

Bleibt mein kleines Kindergartenkind, das morgens plötzlich nicht mehr am Eingang freudestrahlend empfangen wird. Das eigentlich seit der Einschulung gestern keine einzige Freundin oder wenigstens Bezugsperson im Kindergarten mehr hat, denn sie hatten sich zu den „Großen“ hin orientiert und die sind nun alle weg.

Was hatten wir Angst vor diesem Tag! Die Maus und ich fast noch mehr. Ich bat die Erzieherinnen, ein Auge auf sie zu werfen. Stellte mir Sturzbäche an Tränen vor beim Abgeben am Morgen. Aber: Zu unserer großen Verwunderung ergaben sich sowohl vorgestern als auch gestern nette Aktionen, sie fand Spielpartner und war beim Abholen gut gelaunt. So drücken wir nun also alle verfügbaren Daumen, dass das so bleibt, dass sie unter den „neuen Großen“ Anschluss findet und es schafft, über den Verlust wegzukommen. In 3 Wochen beginnt dann die Eingewöhnung der Schnecke im Kindergarten – spätestens dann hat sie wieder eine kleine Freundin vor Ort. 🙂

Fortsetzung folgt?

Über ein halbes Jahr lang schlummerte mein Blog nun vor sich hin. Immer wieder kam mir in den Sinn, dass längst ein Update fällig wäre. Wie oft formulierte ich im Dunkeln Beiträge in meinen Gedanken. Aber zum Aufschreiben kam ich dann doch nicht. Aus Gründen. Familie, Arbeit, Haushalt, lieber über das Leben anderer lesen als über das eigene schreiben, und und und. Jeden Tag etwas anderes. Nun nähern sich jedoch die Geburtstage von Maus und Schnecke und ich sehe, dass ich die vergangenen Monate nur noch als Notizen dokumentiert habe, was mich etwas ärgert. Ein paar Minuten ab und zu sollten doch reichen, hier alles aktuell zu halten…

Ich will es nochmal versuchen. Ohne Garantie, dass es klappt. Weil ich diese Texte später gerne als Erinnerung hätte. Und weil ich Fortsetzungsgeschichten liebe… 😉

Edit:
Ich habe es geschafft, die fehlenden Monatsberichte und  den aktuellen Zahnkalender zu ergänzen. Damit ich sie später auch selbst wiederfinde, habe ich die Blogbeiträge zurückdatiert…

Schneckenzahn Nr. 20
2 1/4 Jahre Schnecke
2,5 Jahre Schnecke
2 3/4 Jahre Schnecke
5,5 Jahre Maus

2 3/4 Jahre Schnecke 

Dieses Quartal war etwas entspannter bzgl. Neuerrungenschaften als die letzten. 

Die Schnecke malt nun wie ein Weltmeister mit Buntstiften. Am liebsten in Malbüchern und noch lieber in jenen, mit eingedruckter Farbvorlage. Ich staune täglich, wie gut sie die Farben wählt. Die Linien werden zwar noch kräftig übermalt, aber trotzdem macht sie es richtig toll!

Außer Malen steht seit neustem Schaukeln hoch im Kurs. In der Baby- oder Korbschaukel kann es ihr gar nicht wild genug zugehen. Ein Wunder, wo sie bisher ein kleiner Schaukelmuffel war.

Auch die letzten Monate hat die Schnecke an der Sprache gefeilt. Sie verschluckt nun keine Anfangsbuchstaben oder -silben mehr, sagt z.B. korrekt „Schlümpfe spielen“ statt bisher „Lümpfe bielen“.

Kein Wunder, dass sie in letzter Zeit sehr viel weint und jammert. So viel neues zu verarbeiten. Sie wird oft wütend, weil sie Dinge alleine schaffen will, die einfach noch nicht klappen. Hoffentlich ist diese Phase bald abgehakt…

Die Schnecke ist nun 2 3/4 Jahre alt. Sie ist 93 cm groß, wiegt 14,2 kg und hat einen Kopfumfang von 50 cm.

5,5 Jahre Maus

Wieder ist ein halbes Jahr vorbei. Ein halbes Jahr, in dem sich einiges getan hat, in dem wir aber auch wichtige, schwere Entscheidungen treffen mussten.

Die schönste Entwicklung ist auf jeden Fall, dass die Maus im letzten Halbjahr eine „beste Freundin“ gefunden hat. Sie sind im Kindergarten unzertrennlich und es ist toll anzusehen, wie die beiden miteinander umgehen. Wer hätte das gedacht, als ich mir vor zwei Jahren zu diesem Thema noch so viele Sorgen gemacht habe…
Trotzdem wird dieses Glück bald auf eine harte Probe gestellt, denn zu Beginn des Jahres mussten wir eine schwere Entscheidung treffen: Wird die Maus als „Kann-Kind“ eingeschult oder nicht? Die Freundin muss auf jeden Fall zur Schule. Wir haben uns nach langem Hin und Her aber dagegen entschieden und so werden wir sehen müssen, wie alle Beteiligten mit der Situation klarkommen.
Im Übrigen war das letzte halbe Jahr stark von Schlümpfen geprägt. Falls sich jemand fragt, wo „Schlumpfhausen“ liegt – es ist mittlerweile in unserem Haus. 🙂 Aber durch die Freundin der Maus sind auch „Bibi und Tina“ bei uns eingezogen, so dass hier fleißig alles verhext wird, was nicht niet- und nagelfest ist.

Die fürs Auge schönste Entwicklung ist, dass die Maus begonnen hat, „frei“ zu malen. Bisher hatte sie immer eine Zeitlang ein bestimmtes Motiv, das sie täglich, immer wieder malte. Erst waren es ihre berühmten „Schattenmäuse“, dann Igel und später „Fussel“. Nun malt sie Raumschiffe, Schlümpfe, Roboter – was ihr gerade in den Sinn kommt oder was gerade Thema ist. Sie ist dabei sehr detailverliebt bei der Formgebung – das Ausmalen ist ihr nicht so wichtig, da wird dann schonmal ein wenig „geschludert“. 🙂
Außerdem hat sie Lego ein bisschen für sich entdeckt. Sie schafft es u.a., ein 155-teiliges Raumschiff alleine mit Hilfe der Anleitung zusammenzubauen!

Im Alltag sehr geschickt ist die Tatsache, dass die Maus seit Neustem Groß- und Kleinbuchstaben lesen kann. Großbuchstaben gingen ja schon länger, aber nun liest sie schon ganze Textstellen vor, Wahnsinn. Mein großes Mäuschen.

Motorisch geht es langsam voran, aber immerhin vorwärts. Sie traut sich nun, ca. 50 cm herunterzuspringen, wenn man sie an den Händen hält. Und im Winterurlaub hat sie sich tatsächlich zu 4 Tagen Bambini-Skikurs überreden lassen. Den Schlümpfen sei Dank! (Es gab für jeden absolvierten Tag ein kleines legoähnliches Schlumpfgeschenk…) Und sie hat es zwar vorsichtig, aber dennoch sehr toll gemeistert.

Ach ja – und dann war da noch die erste Zeckenimpfung, bei der sie sooo tapfer war, dass ich es kaum glauben konnte.

Nun geht es auf die 6 zu!

Die Maus ist 5 1/2 Jahre alt. Sie ist 115 cm groß, wiegt 20 kg und hat einen Kopfumfang von 51,5 cm.

2,5 Jahre Schnecke 

Die bahnbrechendste Neuigkeit in diesem Quartal: Die Schnecke ist aus unserem Schlafzimmer ausgezogen! Nachdem die Kinder im Skiurlaub eine Woche lang im separaten Zimmer neben unserem geschlafen haben, machten wir am Abend der Rückkehr Nägel mit Köpfen und stellten das Bett der Schnecke ins Kinderzimmer zur Maus. Und: Nur wenige Tage nach ihrem „Umzug“ schlief die Schnecke nachts komplett durch!!!

In der Krippe erledigt sie fast täglich ihr großes Geschäft auf einem „Mini-Klo“ – auch in diesem Bereich tut sich also etwas. 

Außerdem ist ein weiter, sehr niedlicher Teil der Babysprache verloren gegangen: Die Schnecke kann nun „qu“ und „tsch“ richtig aussprechen. Somit ist der „Kuacksch“ nun echter „Quatsch“ und der „Tollpaksch“ ist auch Geschichte… 

Zudem kann die Schnecke immer mehr auswendig. Sämtliche Liedtexte aus unseren Liederbüchern singt sie schon lange mit. Nun kann sie aber mehrere gereimte Seiten aus unserem „Nulli und Priesemut ABC-Buch“ auswendig, auch andere Bücher zitiert sie in ihrer Art zu sprechen. Sehr nett anzuhören!

Zu guter Letzt läuft sie nun die Innentreppe bei uns alleine hoch (sie hält sich an den Streben fest) und zieht sich gelegentlich die Schuhe alleine an. Was will man mehr! 🙂

Die Schnecke ist 2 1/2 Jahre alt, ist 91 cm groß, wiegt 13,4 kg und hat einen Kopfumfang von 50 cm.

Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!

In meinem Ausblick aufs Neue Jahr habe ich bereits erwähnt, dass die Frage auf uns zukommen würde, ob wir die Maus vorzeitig – also als „Kann-Kind“ – einschulen lassen wollen. 

Wir wohnen ja in Baden-Württemberg, wo alle Kinder, die bis zum 30.9. geboren sind, schulpflichtig werden. Die Maus ist also gut einen Monat über diesen Termin drüber. Manche werden an dieser Stelle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und rufen: „Lasst dem Kind seine Kindheit!“ Aber so einfach ist das nicht. 

Seit jeher ist die Maus im kognitiven Bereich Gleichaltrigen weit voraus. Und gleichzeitig im motorischen sowie sozialen Bereich Gleichaltrigen weit hintenher. Sie ist also leider kein „Standardkind“, das ohne Probleme „eingetütet“ werden kann. Ihre Kindergartenfreundinnen sind ausschließlich „Große“, die im Sommer gehen. Und genau das bricht mir das Herz. 

Wir haben Angst, dass sie nach den Sommerferien nicht mehr in den Kindergarten will. Schon jetzt sind Tage, an denen keine ihrer beiden Freundinnen da ist, schwierig. Wie mag es dann bloß werden, wenn sie gänzlich weg sind? Dazu kommt, dass die Maus auch im Kindergarten die letzten 2 Jahre mit den Älteren mitgelaufen ist – sie passt einfach nicht nur von ihrer Körpergröße her, sondern durchaus auch von den Interessen viel besser zu den Großen.

Ich kürze das Ganze nun aber ab. Samstag war in unserer Schule Tag der offenen Tür. Ich hoffte so sehr, auf ein „Zeichen“, auf eine Entscheidungshilfe. Und was soll ich sagen? Es regnete Zeichen! 
Während des Begrüßungsprogramms stand die Maus plötzlich vor mir und streckte sich mir entgegen: „Arm! Mama Arm!“ Auch in den Klassenzimmern, in denen es Mitmachangebote gab, hielt sich ihr Interesse in Grenzen. Sie malte und bastelte pro forma ein bisschen, Begeisterung sieht aber anders aus. Zudem trafen wir zwei ehemalige Kindergartenmütter, die uns von ihren Erfahrungen mit ihren Kann-Kindern berichteten. Und wir bekamen ein paar interessante Informationen über die Grundschulförderklasse. 

Abends diskutierten mein Mann und ich dann unsere Sichtweisen und Erkenntnisse. Obwohl wir beide ursprünglich eher zur früheren Einschulung tendiert hatten, waren wir uns einig: lieber nicht. Wir fragten heute noch die Maus, ob unsere Entscheidung ihrem Sinne sei und sie schien durchaus froh, fast schon erleichtert zu sein.

Nun müssen wir alle Bremsen wieder anziehen, im Kindergarten, in der Schule. Und hoffen, dass der Übergang ins neue Kindergartenjahr nicht allzu hart wird. Vielleicht bleibt ja noch jemand anderes „übrig“, mit dem sie sich gut versteht…

Zu zweit 

Wir haben einen wundervollen kinderfreien Abend hinter uns. Zuerst waren wir im Thermalbad, danach ganz toll essen – mein Weihnachtsgeschenk. Den Heimweg tapsten wir durch unberührten Schnee, wunderschön. Nur noch zu toppen vom Ausschlafen heute Morgen – um 10:30 Uhr wachten wir ziemlich ausgeruht auf (früher hätten wir sicher noch zwei Stunden länger geschlafen, hihi…), kochten ein leckeres Gericht, das den Kindern nicht geschmeckt hätte und lagen danach gemütlich auf dem Sofa rum. Hach.

Als wir die Kinder dann wieder abholten, wurde ich ganz traurig. Es war der letzte „Paartag“ auf unbestimmte Zeit, da meine Mutter in einer Woche operiert wird und danach etwa 3 Monate nicht schwer heben darf. Natürlich bin ich nicht nur traurig deswegen, sondern sorge mich auch, ob die OP gut verläuft. Wenn es doch schon Mai wäre. Oder Juni. Oder…

Groß und Klein – Teil 2

Vor einem guten Jahr verfasste ich diesen Artikel. Darin ging es um die Erkenntnis der Maus, dass sie langsam groß wird.

Vor ein paar Tagen ist das Thema wieder aufgekeimt, diesmal mit einem weiteren Teilaspekt – nämlich der Erkenntnis, dass das Leben der Maus, die Beachtung die sie bekommt, anders ist, seit die Schnecke geboren wurde und auch nicht mehr zum „Urzustand“ zurückkehren wird. 

Nachdem wir auf ihren Wunsch hin Urlaubsfotos von vor der Geburt der Schnecke angeschaut hatten, wurde sie sehr nachdenklich und meinte, dass sie gerne mehr Zeit mit uns (Eltern) verbringen würde. Und dass es früher schöner war. Vermutlich weil die Fotos so nach heile Mutter-Vater-Kind-Welt aussahen. Klar. Man fotografiert ja keine Streitsituationen oder Geheul.

Gekrönt wurde das ganze von einem Dialog, der auf der Toilette stattfand. Die Maus fragte, ob sie immer bei uns wohnen darf, auch wenn sie erwachsen ist. „Klar, so lange du willst!“ entgegnete ich. „Auch wenn ich Kinder habe? – Ach nein, ich will nur ein Kind haben, sonst ist das Kind auch immer so traurig wir ich.“

Schnüff. Das klang schon ziemlich unglücklich. Gäbe es nicht die vielen Momente, in denen Maus und Schnecke sich sehr innig ihre Liebe demonstrieren, würde es mir das herz brechen. 

Die Maus steckt vermutlich gerade wieder in einem „Schub“. Sie hat auch um Weihnachten herum mit einem „Tick“ begonnen, immer durch die Nase das Geräusch zu machen, als wenn man loslacht. Erst gelegentlich, kurz nach Silvester ständig. Mein Mann begann sich große Sorgen zu machen und ermahnte sie ständig, aufzuhören. Bis ich ihm erzählte, dass ich als Kind auch diverse Ticks durchlebt habe – z.B. Augenzwinkern – und das Schlimmste daran war, wenn meine Eltern mich ständig drauf aufmerksam machten, weil ich es wirklich nicht unterbinden konnte. Google sagt, die Neigung zu“Ticks“ ist vererbbar und zeigt sich gerne ab dem Vorschulalter. Dann wundert mich nichts. Wir hörten also auf, es zu thematisieren und wenige Tage später war es verschwunden. Aber es wird sicher nicht der letzte Tick gewesen sein…

2 1/4 Jahre Schnecke

Wie viel sich doch in 3 Monaten tun kann! Vier neue Zähne hat das Quartal gebracht und somit ist das Milchgebiss der Schnecke komplett! 

Zu ihrem 2. Geburtstag bekam die Schnecke den Elefanten aus der „Sendung mit der Maus“ als Kuscheltier geschenkt. Seitdem ist er – „Effi“ – überall dabei, beim Schlafen, beim Spielen, in der Krippe. Große Liebe.

Sprachlich ging es auch wieder enorm vorwärts. Sie benutzt nun neben der Ich-Form auch die Du-Form immer wieder korrekt. Ihre Sätze beginnen oft mit „Ich dachte,…“, auch wenn danach etwas völlig unerwartetes kommt wie „Ich dachte, ich will essen“. 🙂 Sie kann nun „bl“ aussprechen und sagt „blau“ statt „glau“ oder „Blume“ statt „Glume“. Auch die Paprika heißt nun nicht mehr „Pakipa“. Fast schade um die netten Worte! 🙂 Sie kann alle Familienmitglieder mit Namen aufzählen und kennt immer schwierigere Worte (v.a. durch die Bücher der Maus…), z.B. „Puckloss“ (=Spukschloss) oder „Lumpfenland“ (=Schlumpfenland). Natürlich ist sie auch im Bann der Schlümpfe, wie die Maus. Sie rennt den ganzen Tag um die Kuschelschlumpfine herum und sagt: „Luffine, siehst du dasn Luffine? Luffine, magst du das, Luffine?“

Am liebsten beschäftigt sich die Schnecke derzeit mit Puzzeln und Wasserfarben malen. Täglich muss der Tisch zu einer Malstation umgebaut werden und sie malt inbrünstig mit Wasserfarben, bis das Papier durchgerieben ist. Ihre Lieblingspuzzles, darunter sogar ein 26-teiliges, kann sie mittlerweile ohne Hilfe lösen!

Auch in Puncto Selbermachen arbeitet die Schnecke an sich. Sie möchte nun immer beim Auftragen des Essens helfen und macht die sehr eifrig. Beim Zähneputzen will sie nun auch mit dem Becher und Wasser ausspülen. 

Unsere große kleine Schnecke ist nun 2 1/4 Jahre alt, ist 89 cm groß, wiegt 13,1 kg und hat einen Kopfumfang von 49,5 cm.

Rückblick 2016 und Ausblick 2017

Der Countdown läuft, bald haben wir 2017! Höchste Zeit für ein Resümee über das laufende Jahr, das bei mir hauptsächlich von Erschöpfung geprägt war – aber immerhin ohne persönliche Katastrophen, ich will ja nicht alles schwarz malen!

Zunächst einige Fakten über meinen Blog:

  • Rund 33.000 Aufrufe verzeichnete mein Blog im Jahr 2016, das ist erstaunlich viel dafür, dass ich mich hier so rar gemacht habe.
  • 30 Beiträge hab ich mit diesem hier nämlich nur geschrieben. Ganz schön mau. Es hätte so viel mehr zu schreiben gegeben, aber nach Arbeit und Alltag mit meinen beiden Mädels fehlte mir abends jegliche Motivation und Muse zum Bloggen…
  • Der beliebteste Artikel aus dem Jahr 2016 war der über die „Familienbande“ (als einziger in den Top 10 der aufgerufenen Beiträge). Heute Abend vermutlich wieder aktueller denn je… 🙂 Platz 1 belegt mal wieder der „75-Wochen-Schub“ der Maus von 2013 – der scheint wohl der absolute Höllen-Schub zu sein… 😉 Dicht dahinter liegen auch in diesem Jahr die „Bauchbilder„. Eigentlich wollte ich dort dieses Jahr ein finales Bild hochladen, um die Galerie zu komplettieren, aber auch das hab ich nicht hinbekommen. 2017 dann vielleicht…
  • Neben den Top-Aufrufern aus Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Ausland fällt dieses Jahr Italien auf – die Anzahl der Aufrufe hat sich im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht (rund 400 Aufrufe), obwohl ja die Tendenz insgesamt rückläufig war. Daher geht mein diesjähriger Silvestergruß an Italien – mille grazie! 🙂
  • Auch dieses Jahr möchte ich auf die Suchanfragen eingehen, auch wenn sie natürlich weit nicht mehr so ausgiebig gelistet sind wie früher (über 12.000 kamen nur verschlüsselt). Ich liebe es nachvollziehen zu können, wie meine „Besucher“ hier gelandet sind.
  • Die meisten kamen jedenfalls, weil sie nach „Schwangerschaftstest“ suchten. Der Begriff taucht hier öfter auf, da kann ich keinen Beitrag für eine Verlinkung auswählen. Auch dieses Jahr wurde sehr oft nach einer Strickanleitung für einen Babyschal gesucht, ebenso nach der „Windelschnecke“ – vielleicht sollte ich öfter Anleitungen für Handarbeit oder Basteln veröffentlichen! 🙂
    Ein paar Fragen, die immer wieder auftauchen:

    • Nackenfaltenmessung / Chorionzottenbiopsie:
      Was haben wir da bei der Maus durchgemacht… Ihre Nackenfalte wurde damals auf über 5 mm vermessen – normal sind um die 2 mm. Sie ist ein „ganz normales“ Kind geworden, trotz des Extremwertes. Vielleicht gibt es denjenigen ein bisschen Hoffnung, die mit einer solchen Anfrage hier in meinem Blog landen…
    • Schwangerschaftstest schwache Linie / MHD abgelaufen:
      Mein Test bei der Schnecke war über ein Jahr abgelaufen und die zweite Linie kaum sichtbar. Und ich war sowas von schwanger! 🙂 Eine zweite Linie ist eine zweite Linie (zumindest für den Augenblick)…

    Dann noch: „Karussel fahren in der 37. SSW“? – Nein! Ich nicht, auf keinen Fall! Auch nicht unschwanger! :-)))
    Und zu guter Letzte meine Lieblingsanfrage: „Pünktlich wie die Eieruhr“. Ahja. Dazu kann ich sagen, dass ich das früher immer war, aber spätestens seit ich zwei Kinder zum Verlassen des Hauses bewegen muss, hinke ich meistens (mindestens) ein paar Minuten hinterher… 😉

  • Dieses Jahr gab es analog zu den wenigen Beiträgen meinerseits auch wenige Kommentare von Lesern. Wer mehr als einen meiner Posts kommentiert hat, wird heute also namentlich erwähnt! 🙂 Danke Andrea Krapf und Zuckerkind für eure Worte! Aber natürlich auch allen anderen, die sich die Mühe gemacht haben, mir zu schreiben (und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie bequem es ist, nicht zu kommentieren, obwohl man was zu sagen hätte…)!
  • Alles weitere zur Statistik findet ihr im WordPress-Jahresrückblick! [Edit: Mann, WordPress, da habt ihr mich aber schwer im Stich gelassen! War es dieses Jahr zu viel Aufwand, den Rückblick zu erstellen…?]

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2016:

  • Ein Jahr im Alltagstrott, Arbeit, Krippe, Kindergarten, Freizeitprogramm. Alle waren oft krank oder sonstwie gehandicapped, was sehr an den Nerven gezehrt hat. Seit Monaten halten wir „Sicherheitsabstand“, weil ständig einer Bazillen verschleudert, unsere einst monatlichen Paartage kann ich an einer Hand abzählen – was sich leider auch im Zustand unserer Beziehung widerspiegelt. Es muss wieder besser werden!
  • Die Maus ist mittlerweile ein „alter Hase“ im Kindergarten. Sie geht meist gerne hin und hat sogar ein paar wenige „Spielkameradinnen“ dort gefunden. Was aber nicht heißt, dass sie Wert darauf legt, diese Mädels auch „privat“ zu treffen.
  • Die Schnecke geht seit März in die Krippe und macht sich dort richtig gut. Was hab ich mir mal wieder umsonst Gedanken gemacht im Vorfeld! Außerdem haben wir nach über 1,5 Jahren das Stillen hinter uns gelassen. Eine schöne, für mich aber vor allem emotional anstrengende Phase ist damit zu Ende.
  • Auch meine Befürchtungen, den Tätigkeitsbereich in der Arbeit wechseln zu müssen, scheint sich nicht zu bewahrheiten. Es war zwar dieses Jahr mehrmals Thema, aber nun scheint es endgültig vom Tisch zu sein. Hoffentlich.
  • Im Freundeskreis wurden zwei Kinder geboren, darunter das Kind von meiner Bekannten, von deren „Beziehungsdrama“ ich mehrfach berichtet habe. (Das Schönste kommt aber gleich noch…)

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2017:

  • Das Jahr wird so doof starten, wie 2016 aufgehört hat. Meine Mutter wird eine geplante OP über sich ergehen lassen müssen und danach auf unbestimmte Zeit „ausfallen“. Ich hoffe, die Sehnsucht nach ihren Enkelinnen wird sie ganz schnell gesunden lassen!
  • Winterurlaub in den Tiroler Bergen und Sommerurlaub in Italien sind gebucht. Wie immer bin ich unentspannt angesichts der unbekannten Lokalität bei ersterem und der langen Anfahrt bei beidem. Aber so bin ich halt, dazu braucht es keinen Jahresrück-/-aus- oder -sonstwasblick. 🙂
  • Die Schnecke wird im Herbst oder Winter vermutlich in den Kindergarten der Maus wechseln.
  • Die Maus wird vielleicht, ganz ganz vielleicht, in die Schule kommen. Aber das ist ein Thema, das uns noch viel Kopfzerbrechen bereiten wird, das wage ich heute schon zu prognostizieren.
  • Und jetzt zum Schluss wie immer die Babys! Auch 2017 hat sich Nachwuchs angekündigt! Bis jetzt nur ein Baby, dafür ein umso spektakuläreres. Denn die Bekannte, die auch schon oben im Rückblick auftaucht, wird kurz nach dem 1. Geburtstag ihres ersten Kindes ein zweites Kind bekommen! Hach, ich freu mich so. Damit haben wir im Freundeskreis (natürlich neben ein paar kinderlosen Freunden) nur noch ein einziges Pärchen, das „nur“ ein Kind hat… Ich bin gespannt, ob das Jahr 2017 vielleicht noch die eine oder andere Überraschung für uns bereit hält. Ich habe jedenfalls mindestens eine Freundin, bei der ich jederzeit auf die „frohe Botschaft“ warte! 🙂

So. Und nun darf 2017 kommen. Danke, dass ihr hier mitlest, auch wenn ich so selten in die Pötte komme! Ich wünsche euch ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2017!

Frohe Weihnachten!

Ganz plötzlich, wie jedes Jahr, steht Weihnachten vor der Tür. Die Geschenke sind tatsächlich schon verpackt und warten im Keller auf den passenden Moment einer Notlüge, um dann morgen Abend unter dem Baum zu landen. Der Baum steht seit einer Woche in der Garage und wird morgen früh aufgestellt und geschmückt – zum ersten Mal wird mir dabei neben der Maus auch die Schnecke helfen können. Vorausgesetzt, wir sind heute Abend in der Lage, genug Spielzeug aus dem Wohnzimmer zu verbannen, damit der Baum überhaupt reinpasst… 

So langsam kommt endlich Weihnachtsstimmung auf bei mir. Bis gestern war da nur Stress. Geschenke ausdenken, besorgen, verpacken, Karten drucken lassen, schreiben, verschicken, rechtzeitig Früchtebrot für den Besuch am Nachmittag des 24. backen, mit den Mädels ein paar Salzteigsterne als Baumschmuck basteln (als Geschenk für Familie und Paten) und dazwischen waren immer wieder alle krank. 

Seit Oktober war hier ordentlich was los. Ich selbst war den ganzen Dezember krank, die Kinder und mein liebster wechselten sich ab mit Fieber, Husten, Schnupfen, Magen-Darm. Aber jetzt hab ich das Gefühl und die Hoffnung, dass ein wenig Ruhe einkehren könnte. Die Lebensmittel für die nächsten Tage haben wir heute Morgen besorgt, somit kann Weihnachten kommen!

Ich wünsche euch allen schöne und geruhsame Feiertage im Kreise eurer Lieben!

Nachtrag: Schnecken-Zahn Nr. 17-19

Da war doch was im letzten Monat… Nämlich drei neue Backenzähne bei der Schnecke! Nach der „Zahnexplosion“ war mir auch klar, wieso sie die Zeit davor so weinerlich und auf mich fixiert war… Der vierte hintere Backenzahn und somit letzte Milchzahn ist noch nicht in Sicht – mal sehen, ob er es noch 2016 schafft, das Licht der Welt zu erblicken.

So ist der aktuelle Gebiss-Status der Schnecke:zahnkalender2_arial_12

5 Jahre Maus

Die Maus ist 5!

Das letzte halbe Jahr hat so viele Veränderungen gebracht – gut, dass ich mir alles aufschreibe, sonst hätte ich das gar nicht bemerkt… 🙂

Allem voran: Die Maus braucht nun auch in der Nacht keine Windeln mehr! Kurz nachdem sie 4,5 Jahre alt war, wollte sie die Nachtwindel weglassen. Und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt, damit so lange zu warten, bis sie es von sich aus will, denn wir hatten dadurch nur sehr selten „Unfälle“ in der Nacht.

Ein weiterer Meilenstein – wenn man ihre Vorgeschichte diesbezüglich kennt – ist die Tatsache, dass sie sich jetzt die Haare mit der Duschbrause waschen lässt. Kopf in den Nacken und alles läuft prima. Unglaublich, aber es hat tatsächlich rund 3 Jahre gedauert, bis sie das wieder zugelassen hat. Waschlappen und Becher ade!

Dann haben wir wieder einen Sommerurlaub in Italien verbracht, bei dem die Maus zu einer richtigen Wasserratte geworden ist. Seitdem traut sie sich, mit Schwimmflügeln alleine im Wasser zu stehen (auch im Schwimmbad) und wagt erste Paddelversuche. Ach ja – ihre „Frühstücks-Schnabeltasse“ konnten wir im Urlaub auch verabschieden. Dank der Ablenkung durch die schönen bunten Plastiktassen im Hotel trank die Maus ihre Frühstücksmilch dort nämlich aus der Tasse – so hatte sie zu Hause kein Argument mehr, warum es nicht mit einer normalen Tasse klappen sollte… 🙂

Die psychomotorische Therapie mussten kurz vor dem Geburtstag leider schweren Herzens beenden, da die Therapeutin keinen geeigneten Raum mehr findet. Jedoch haben wir gemeinsam festgestellt, dass die Maus in dem halben Jahr große Fortschritte gemacht hat und sind guter Dinge, dass es auch ohne geht. So traut sie sich nun z.B. Treppen im Wechselschritt hochzugehen, ohne sich am Geländer festzuhalten. Auch runter geht es im ohne Geländer, allerdings noch im Nachstellschritt. Und: Rutschen – die große Phobie der letzten Zeit – ist plötzlich zu einer ihrer liebsten Beschäftigungen geworden.

Jaaaa… Dann hat die Maus von heute auf morgen Pfeifen und Schnippen gelernt und gehört im Kindergarten (als „Kann-Kind“, das evtl. nächsten Sommer eingeschult wird) zu den „Großen“. Sie hat dort in den letzten Wochen viele neue Freunde gefunden, oder nennen wir es vielleicht lieber Bekanntschaften, denn so richtig Freunde mit häufigem privaten Treffen o.ä. sind sie nicht. Aber bestimmt wird auch das noch.

Wie es sich gehört für so viele Veränderungen war das letzte halbe Jahr geprägt von einer oft übellaunigen, zeitweise auch aufmüpfigen Maus, die eben testen muss, wo die Grenzen sind. Ich hoffe inständig, dass sich dies mal wieder für längere Zeit legt. Und am allermeisten hoffe ich, dass sie irgendwann aufhört, soooooo sehr zu trödeln, wie sie es seit geraumer Zeit tut. Das bringt mich nämlich immer wieder zur Weißglut…

Die Maus ist nun 112 cm groß, wiegt 19,2 kg und hat einen Kopfumfang von 51,5 cm.

2 Jahre Schnecke

Zwei Jahre ist die Schnecke nun alt!

Die größten Fortschritte im Monat vor ihrem zweiten Geburtstag hat die Schnecke beim Sprechen gemacht. Sie spricht immer wieder in der ersten Person von sich statt in der dritten, sagt „Mein Stift!“ oder „Ich essen!“ Besonders süß ist ihr aktueller Standardspruch, den sie täglich bei allem anbringt, das ihr nicht gefällt: „Nein, heute nicht!“ 🙂

Außerdem konnten wir etwa ab der Monatsmitte das PRE-Pulver aus dem Abendfläschchen komplett weglassen. Wie auch damals bei der Maus habe ich die Pulvermenge gaaanz langsam (innerhalb von fast 5 Monaten) reduziert. Wir hatten es ja nicht eilig. Und als ich es in diesem Monat dann mal ohne versuchte, hat die Schnecke ihre ca. 220 ml Wasser im Abendfläschchen auch so getrunken. Nun wird unser nächstes Ziel sein, die Wassermenge ein wenig zu reduzieren, damit die Windel morgens nicht mehr zum Bersten voll ist, aber auch das hat Zeit…

Und dann ist da noch der Mittagsschlaf. Bzw. ist er nicht mehr, zumindest nicht, wenn die Schnecke zu Hause ist. Da schläft sie seit geraumer Zeit nur noch im Auto. In der Krippe kann sie gelegentlich noch dazu bewogen werden, zu schlafen (etwa 45 Minuten), aber nicht immer. Großer Vorteil, wenn der Mittagsschlaf ausfällt: Die Schnecke schläft abends innerhalb Minuten ein. Wenn nicht, dann dauert es schonmal 30 Minuten und es ist erst gegen 21 Uhr „Zapfenstreich“.

Die Schnecke ist 87 cm groß, wiegt 12,2 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm. Ein wenig kleiner (ca. 3 cm) als ihre große Schwester es mit zwei war. Sollte die „Zwei-Jahres-Regel“ meiner Mutter stimmen („Man wird etwa doppelt so groß, wie man es mit zwei Jahren ist“), wird die Schnecke etwa 174 cm groß werden. Mal sehen. 🙂

Was wirklich zählt

Liebe ist das einzige, das wirklich zählt. Liebe gegenüber dem Partner, den Kindern, der Familie, den Freunden, Bekannten, Nachbarn und der Verkäuferin beim Bäcker. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, ein Dankeschön. Denn schon morgen könnte alles vorbei sein und die Gelegenheit dazu wäre vergeben.

RIP K.W. – danke für alles! Ich hoffe, da oben gibt es WLAN, damit Sie es noch lesen können…

Oskar

So langsam läuft der Alltag hier wieder an. Die erste Woche nach den Ferien ist natürlich besonders spannend, da auch die „Freizeitaktivitäten“ nach gut 6 Wochen wieder weitergehen.

So z.B. gestern die Musikschule. Die Maus ist nun im zweiten Jahr der musikalischen Früherziehung und dieses Jahr wird zusätzlich zu dem normalen Unterrichtsprogramm („Musimo“) auch ein bisschen Glockenspiel gelernt. 

Als gestern die Tür nach dem Unterricht aufging, stürmten alle Kinder raus und schrien wild durcheinander, um den Müttern die tollen Neuigkeiten zu überbringen  – jedes von ihnen mit einem Berg Material bepackt: Ein neues Musimo-Heft, ein noch leerer Notenordner und ein Glockenspiel. 

Die Maus war stolz wie Oskar und lief mit einem breiten Grinsen und der Glockenspiel-Tasche in der Hand umher. Jedem erzählte sie, sie sei heute beim Glockenspiel-Unterricht gewesen… 😊 Ich bin jedenfalls gespannt, wie dieses Musikschuljahr verlaufen wird!

23 Monate Schnecke

Man merkt, dass wir langsam auf den zweiten Geburtstag der Schnecke zusteuern – so richtig viel habe ich nämlich nicht zu berichten…

Der 23. Monat brachte der Schnecke – wie schon erwartet – den dritten und vierten Eckzahn. Nun haben wir nur noch „eine Runde Backenzähne“, mit den wir uns in (naher?) Zukunft quälen müssen…

Die Schnecke ist seit einiger Zeit wieder zugänglicher, auch Papa oder die Großeltern dürfen sich mal mit ihr beschäftigen, ohne dass sie ausflippt, weil Mama den Raum verlässt. Der Entwicklungsschub scheint also vollzogen zu sein.

Sprachlich hat sie weiter zugelegt, man versteht wirklich viel von dem, was sie sagt. Für uns irgendwie normal, da die Maus ja auch so ein „Sprachtalent“ war, aber wenn ich Gleichaltrige höre, dann merke ich erst, dass sich die Schnecke doch auch schon sehr gut mitteilen kann.

Sehr süß sind mittlerweile auch die Interaktionen zwischen den beiden Schwestern. Zumindest wenn sie sich nicht gegenseitig anschreien, versuchen zu hauen oder sich gegenseitig Sachen wegnehmen. Dann wünscht die Schnecke sich ein Lied und die Maus singt für sie, wenn es sein muss auch 100 Mal, mit den lustigsten ausgedachten Strophen. 🙂

Ach ja – abends vor dem Einschlafen kommt seit neustem der „Sampa“, nicht mehr der „Manne“… 🙂

Die Schnecke ist 23 Monate alt. Sie ist 87 cm groß, wiegt 12,2 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm.

Übrigens bin ich endlich in die Pötte gekommen und habe die letzten 4 Monatsberichte der Schnecke getippt (zurückdatiert). Also nicht wundern, wo das alles herkommt…