Archiv der Kategorie: Kinderwunsch

Adieu – es geht los!

Diesmal ist es kein Abschied auf Zeit: Die Babyschale kommt weg! Unsere Familienplanung ist definitiv abgeschlossen, wenn das Schicksal unsere Pläne nicht durchkreuzt (man weiß ja nie…). Nun werden wir nach und nach den ganzen Babykram verkaufen, verschenken, was auch immer.

Auch wenn die Schnecke natürlich aus diversen Babyklamotten rausgewachsen ist und auch Spielbogen und Laufgitter längst das Feld geräumt haben, ist die Babyschale der erste Gegenstand, der so richtig wichtig war, den wir fast täglich genutzt haben. In dem die Maus viele, viele Stunden geschlafen und die Schnecke viele, viele Stunden geschrien hat…

Adieu, Babyschale!

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Du wirst mir nicht wirklich fehlen. Das bisschen Wehmut ist wohl mehr die Gewohnheit, denn ich bin unbeschreiblich froh, dass wir die Mini-Baby-Phase hinter uns gelassen haben. Ab sofort muss ich meine Armmuskeln wohl anderweitig trainieren.

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Happy birthday, lieber Blog!

Genau fünf Jahre ist mein erster Blogeintrag her. Ich finde es nett, ihn zu lesen. Es kommt mir einerseits vor, als hätte ich ihn gestern geschrieben – andererseits liegen Welten dazwischen. Welten. Oder anders gesagt: zwei Kinder. Ich bin froh, alles hier aufgeschrieben zu haben. Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann, je ein Buch mit Erinnerungen für meine Kinder daraus zu machen. Irgendwann.

Ein zweites Kind – eine gute Idee?

Letztes Jahr zu dieser Zeit war gerade klar: Ich bin schwanger! Und nun liegt dieses kleine Würmchen, das auch schon gar nicht mehr so klein ist, schlummernd auf meinem Arm. Unglaublich.

Dem allem ging aber ein recht langer Entscheidungsprozess voran. Mehrere Monate überlegten wir hin und her, ob unser ursprünglicher Plan – zwei Kinder zu wollen – ein guter ist oder ob wir es bei der Maus belassen sollten. Immerhin war sie zu dem Zeitpunkt knapp zwei Jahre alt und somit „aus dem Gröbsten raus“, ich war wieder im Job angekommen, mein Mann und ich konnten ab und zu wieder Paar sein, und und und.

Zahlreiche Gespräche mit Geschwisterkindern in unserem Freundeskreis folgten. Und eine zufällige Begegnung mit unserem ehemaligen Nachbarn, der vier Kinder hat, mittlerweile aber in Frankreich lebt. Wir erzählten ihm von unseren Zweifeln woraufhin er felsenfest behauptete, mit zweien würde es einfacher werden.
Nun gut. Wenige Tage später hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Ich bin ja sonst wenig „esoterisch“ veranlagt, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass all diese Begegnungen im Dezember 2013 irgendwie ihre Bestimmung hatten.

Im Sommer 2014 trafen wir – wieder zufällig – noch einmal selbigen Nachbarn. Er freute sich sichtlich über meinen dicken Bauch und wir eröffneten ihm, dass seine Aussage, es würde einfacher werden mit zwei Kindern, wesentlich zu unserer Entscheidung beigetragen hätte. Daraufhin revidierte er seine Aussage – am Anfang würde es doch eher anstrengender werden… Na prima. ;-)

Die ersten Wochen mit zwei Kindern waren hart, das kann ich nicht leugnen. Es hat uns alle verändert – uns Eltern, aber auch die Maus. Sie hatte mit Sicherheit die größten Einschnitte zu verkraften. Aber nun, nach knapp vier Monaten (und auch schon seit einer ganzen Weile), können wir weitestgehend sagen, dass wir uns als Viererteam gefunden und eingespielt haben.

Somit kann ich für uns die Frage, ob ein zweites Kind eine gute Idee ist, ganz klar beantworten: Ja! Eine der besten, die wir je hatten!

Mutterneid

Morgen ist die Schnecke 7 Wochen alt. 7 Wochen, in denen ich den Großteil des Tages mit Stillen verbracht habe. Und mit dem Versuch, „nebenbei“ auch den Bedürfnissen der Maus gerecht zu werden. Meine einzige „Freizeit“ besteht momentan daraus, dienstags für rund eine Stunde ohne Schnecke das Haus zu verlassen, um mit der Maus zur Musikschule zu gehen. Im Hinterkopf aber immer der Gedanke, wie es daheim mit Oma und Schnecke läuft.

Da lässt es sich nicht vermeiden, dass bei mir ein wenig Neid aufkommt bei dem Gedanken daran, dass mein Mann demnächst für ein verlängertes Wochenende mit seinem Vater zum Skifahren geht. Dabei bezieht sich der Neid nicht auf das Skifahren ;-), sondern auf das tolle Hotel mit Wellnessbereich und genialer Verpflegung… Hätte ich auch gern. Einschließlich der Ruhe, keine Kinder weit und breit.

Selbst als wir sonntags auf dem Spielplatz waren und ich beobachtete, dass in ein Anliegerhaus mehrere Autos voller geschniegelter und gebügelter Gäste einfielen, verspürte ich ein wenig Neid und den Wunsch, auch mal wieder schön auf eine Feier zu gehen, ohne Kinder, so dass man in Ruhe essen und reden kann. Ohne ständig unter Strom zu stehen, immer mindestens ein Auge und ein Ohr dem Kind zu widmen und ohne auf die Uhr sehen zu müssen, wann man gehen muss, um den Zeitplan nicht allzu sehr durcheinander zu bringen.

Und dann lässt sich plötzlich ein Paar aus unserem Freundeskreis scheiden. Aus heiterem Himmel, nach etwa 15 Jahren Beziehung. Weil ihr Kinderwunsch sich nicht erfüllt hat und sie das Gefühl hat, er zieht bei diesem Thema nicht am selben Strang wie sie.

Auf einmal bin ich gar nicht mehr so neidisch, sondern einfach nur glücklich, dass wir mit zwei gesunden, tollen Kindern gesegnet sind…

Schlussstrich

Ich weiß, man sollte niemals nie sagen. Aber ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster zu sagen, dass die Familienplanung bei uns abgeschlossen ist. Der Plan war zwei, nun sind es zwei – Gott sei Dank gesunde – Kinder, ich bin unendlich dankbar!

Und während hier im Fernsehen eine Kreißsaal-Doku dahinplätschert bin ich so erleichtert, dass das Thema Schwangerschaft und Geburt für mich abgehakt ist. Manche sind ja melancholisch bei dem Gedanken daran, nie mehr schwanger zu sein. Ich nicht. Auch wenn meine zweite Schwangerschaft quasi traumhaft komplikationslos war, vermisse ich es nicht. Ebenso das Thema Geburt. So schön der Moment auch ist, das Baby zum ersten Mal im Arm halten zu können – ich bin froh, all die Sorgen rund um die Geburt hinter mir zu haben.

Jetzt sind andere dran!

Ich sehe was, was du nicht siehst…

…oder doch?

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Ich finde, sie ist da (das Bild ist mit allen mir zur Verfügung stehenden Filtern bearbeitet, denn ohne ist auf dem Foto nix sichtbar…). Ob die Linie nach 3 Minuten schon da war, wie es in der Anleitung zum Test steht, kann ich nicht sagen, weil es da draußen noch dunkel war und bei künstlichem Licht keine Linie zu sehen war. Alles weitere wird der digitale Schwangerschaftstest zeigen, den ich heute gekauft habe, denn mein Liebster wird mir so einen „Pseudo-Strich“ nicht abkaufen… ;-)

Bei Tageslicht

Der Schwangerschaftstest liegt vor mir auf dem Tisch. Heute Morgen, als ich ihn durchgeführt habe, war nur die Kontrolllinie sichtbar. Nun, bei Tageslicht, könnte da ein Schatten einer zweiten Linie vorhanden sein. Es könnte aber auch nur Einbildung sein. Wenn ich schwanger wäre, müsste der Strich so kurz vor NMT doch wesentlichen deutlicher ausfallen… Kurz: Ich bin so schlau wie zuvor.

Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass der Test „kaputt“ ist, denn die Kontrolllinie ist deutlich sichtbar. Andererseits wird es ja einen Grund geben, warum die Teile ein Haltbarkeitsdatum haben. Und selbiges ist eben nicht seit zwei Wochen, sondern seit 10/2012 abglaufen…

Einen neuen Test habe ich letztens gekauft, er liegt in der Schublade und wartet auf seinen Einsatz. Freitag. Wenn bis Freitag ÜZ 2 nicht begonnen hat, werde ich nochmal testen.

Alles oder nichts

Irgendwie ist alles komisch. Mir ist schlecht, mein Bauch rumort, meine Brust spannt zeitweise und ein Ziehen im Unterleib habe ich auch. Entweder beginnt in den nächsten paar Tagen (NMT wäre Samstag) die Periode oder eben nicht… Wenn ich morgen früh nicht einen Geduldsschub erhalte, werde ich nochmal nen (abgelaufenen) Test machen…

Ach, Leben.

Manchmal bist du einfach gnadenlos.

Gerade hatte ich einen Anflug von Schwangerschafts-Enthusiasmus verspürt, nachdem der Schwangerschaftsfrühtest heute Morgen zwar keinen eindeutigen zweiten Strich geliefert hat, aber da vielleicht doch ein kleiner, fast unsichtbarer Schatten zu sehen war, den ich in den nächsten Tagen nochmal „überprüfen“ wollte.

Und dann meldet sich eine liebe Freundin, in der 17. Woche schwanger, dass bei ihrer Untersuchung heute festgestellt wurde, dass das Kind Wasser im Bauchraum habe und sie nun zum Spezialisten muss. Verzweiflung pur. Und ich erinnere mich plötzlich, wie das bei uns bei der Maus doch war mit der blöden Nackenfalte und wie mich das Warten auf das Ergebnis der Chorionzottenbiopsie den letzten Nerv gekostet hat… Ich leide mit ihr und habe plötzlich so gar keine Lust mehr, schwanger zu sein…

Zwischenstand

Zunächst möchte ich kurz ein „Danke“ in die Runde werfen für die zahlreichen Kommentare zu unserem Entschluss, ein zweites Kind zu wollen. Ich freue mich sehr, dass ihr mit mir mitfiebert! :-)

Kommen wir also zu meinem aktuellen Bauchgefühl. Möglicherweise bilde ich mir das alles ein, aber ich habe schon seit dem zweiten Tag nach unserem Entschluss, nicht mehr zu verhüten, schwanger zu sein. Gestern früh hatte ich dann plötzlich richtig fiese Schmerzen auf der einen Seite im Unterbauch, da dachte ich – ok, du bildest dir alles ein, der Eisprung kündigt sich doch erst heute an (ich spüre das immer wieder mal recht schmerzhaft). Heute früh aber das selbe – Schmerzschmerzschmerz und wieder vorbei. Ob das die Mutterbänder sind? Das war beim letzten Mal auch eine recht schmerzhafte Angelegenheit… Meine Brüste sind ebenfalls etwas fester, wobei es sein kann, dass das einfach dem Zyklustag entspricht – ich habe die letzten Monate da nicht drauf geachtet. Und mein Bauch fühlt sich so aufgebläht an – wie gesagt, ich weiß nicht, ob das auch Muskelkater sein kann, oder eben das, wofür ich es halte…

Ich werde es nicht mehr lange mit der Ungewissheit aushalten, das weiß ich schon jetzt. Irgendwo in der Nachttisch-Schublade müssten noch die restlichen Schwangerschaftsfrühtests vom letzten Mal liegen. Klar, das Haltbarkeitsdatum ist sicher abgelaufen. Aber das wär doch mal ne echte Herausforderung für die Billig-Dinger. ;-) Ich bin so aufgeregt…

Habe ich eigentlich erwähnt, dass wir demnächst unseren Sommerurlaub buchen wollten…? Menno, immer das gleiche Problem… ;-)

Fit (just) for fun

Bekanntlich bin ich kein Pistenblitz, sondern habe das Skifahren erst mit 20 meinem Mann zuliebe gelernt. Im Gegenteil – ich habe die letzten beiden Jahren gerne aufs Skifahren verzichtet, um die Maus betreuen zu können, während die anderen auf der Piste waren. Dieses Jahr schwebt aber die Frage im Raum, ob ich nicht doch mal wieder ein oder zwei Tage fahren will. Damit ich nicht so ganz aus der Übung komme. Wollen ist natürlich übertrieben. Aber mein Liebster hat ja Recht – wenn ich wieder nicht fahre, wird es nicht besser mit meinem Angsthasentum. Und ein bisschen Ablenkung und Spaß auf der Hütte kann ebenfalls nicht schaden.

Also habe ich mir zum Ziel gesetzt, möglichst jeden Tag bis Mitte Februar „Skigymnastik“ zu machen, um nicht nach den ersten 5 Minuten auf der Piste tot umzufallen. Die ersten zwei Tage sind nun geschafft und trotz lediglich 15-minütigem Trainingsprogramm schmerzt jeder einzelne meiner völlig untrainierten Muskeln. Ob ich das tatsächlich durchhalte??

Da kann ich irgendwie gar nicht zuordnen, ob dieser „Kloß“ in der Bauchgegend Muskelkater ist, oder vielleicht doch…? Ich werde ganz panisch bei der Vorstellung…

Herzlich willkommen in ÜZ 1…

Hopplahopp ging es nun auf einmal und wir beschlossen nach all den Silvesterfeier-Aussagen à la „Meine Schwester ist das beste Geschenk, das mir meine Eltern je gemacht haben!“ und „Nicht denken, tun!“ all unsere Gedanken beiseite zu schieben und Mutter Natur entscheiden zu lassen.

Auch wenn ich natürlich mein OK für die Angelegenheit gegeben habe, wird mir ganz schlecht bei dem Gedanken daran, wie das alles weitergeht. So schlecht, dass mein Bauch wehtut und ich mir – wenn auch biologisch kaum möglich – fast schon schwanger vorkomme…

Ich will es, ich will es nicht, ich…

…hab keine Ahnung, was ich will. Seit mir an Weihnachten eine gute Freundin erzählt hat, dass sie wieder schwanger ist (ihre Tochter ist zwei Monate jünger als die Maus), fahren meine Gedanken Karussell. Tagsüber geht es noch – bis auf dass ich überall Schwangere sehe und Autos mit zwei Kindersitzen drin. Aber sobald ich im Bett liege, ist es vorbei mit der Ruhe. Ich drehe und wende die Gedanken, die Argumente, spiele durch, wie es mit zwei Kindern wäre.

Wie würde ich alles alleine händeln, wenn mein Mann unterwegs wäre? Wie würde er es ohne mich schaffen, wenn ich mal ein paar Stunden weg wäre? Würde er es überhaupt schaffen…? Würde ich nochmal das Glück haben, meinen Job nach einem Jahr zurück zu bekommen? Und wäre es vertretbar, meine Mutter nochmal ein Jahr für die Betreuung einzuspannen? Inklusive Autofahrten bei Schnee, Einmischung in meine Angelegenheit und und und. Und würden wir überhaupt auch für Kind 2 einen Betreuungsplatz bekommen? Könnten wir der Maus weiterhin die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient hat? Würde sie die neue Situation gut verarbeiten, wo sie doch so gar nichts mit anderen Kindern anfangen kann…

Als wäre ich der erste Mensch mit zwei Kindern. Eigentlich lächerlich, aber ich kann die Gedanken nicht abstellen. Und trotz allem fühlt es sich auf einmal mehr nach „Ja“ an, als nach „Nein“…

Ode an Frau Doktor

Unzählige Kilometer habe ich über die Jahre zurückgelegt, um zu Ihnen zu kommen. Unzählige Stunden habe ich in Ihrem Wartezimmer verbracht. Unzählige graue Haare hat mir dies beschert.
Und doch kann ich mir keine bessere Ärztin vorstellen. Nicht nur Gynäkologin, sondern auch Mutmacherin, Trösterin, Ratgeberin. Ein bisschen Mutter. Ein bisschen Freundin.
Wenn ich gehe, dann immer mit dem Gefühl, dass alles gut wird. Danke!

Planungsdifferenzen – Teil 2

Neulich abends auf dem Sofa. Eine Freundin von mir übernachtete bei uns, weil sie hier in der Gegend einen Termin hatte. Die Maus war schon im Bett, wir drei Erwachsene saßen vor dem Fernseher und redeten nebenbei.
Irgendwann fiel dann der Satz: „…wenn ihr dann mal zwei Kinder habt…“.
Ich: „Wir wollen kein zweites Kind haben.“ Das war an dem Tag – nach einem einstündigen Ich-will-nicht-einschlafen-Marathon der Maus – meine felsenfeste Überzeugung.
Plötzlich hörte ich die Stimme meines Mannes: „Das ist noch nicht ausdiskutiert!“

Wumm. Ich weiß nicht, wie ich zu der Annahme kam, aber ich dachte, der Wunsch nach einem zweiten Kind müsse – wenn überhaupt – von mir ausgehen. Ich sah ihn ungläubig an, aber es war so gar keine Spur von „Das war ein Witz!“ in seinen Augen. Ein zweites Kind will er also. Vielleicht. Ich brauche wohl kaum erwähnen, dass ich in der darauffolgenden Nacht kaum geschlafen habe vor lauter Grübeln, was sich durch eine weitere Schwangerschaft und ein weiteres Kind ändern würde für uns. Für mich. Eine „Lösung“ oder Antwort habe ich bisher nicht gefunden, aber ich kenne mich. Ich kann mich bewusst für Dinge begeistern, wenn ich mich nur lange genug damit beschäftige. Vielleicht ist mal ein klärendes Gespräch zum Thema Familienplanung fällig, denn immerhin wird die Maus im November zwei. Wenn „Nummer zwei“ geplant ist, soll die Maus aus meiner Sicht möglichst nicht viel älter als 3 sein.

Schon witzig – immer wenn es an die Familienplanung geht, haben mein Mann und ich irgendwelche „Planungsdifferenzen„. Bisher sind wir ja immer ganz gut auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Ihr dürft gespannt sein, wie es weitergeht – ich bin es auch.

Auf ein Neues? Pro und Contra.

Angespornt von verschiedenen „Zweitschwangerschaften“ in meinem Umfeld schwirrt das Thema Familienplanung wieder in meinem Kopf herum. Allein dass es so präsent ist, lässt bei mir die Frage aufkommen, ob ich nicht doch tief in meinem Inneren in Erwägung ziehe, ein zweites Kind zu wollen. Im nächsten Moment erscheint mir der Gedanke dann wieder völlig absurd, so dass ich für mich (mal wieder) Pro und Contra zusammentragen muss…

Warum ein zweites Kind?

  • Weil eine Stimme in mir drin vielleicht sagt, dass ich eines will. Ich bin mir aber nicht sicher.
  • Die Maus soll eigentlich kein Einzelkind bleiben, da sie auch keine Onkel/Tanten/Cousins/Cousinen hat und somit nicht irgendwann ohne Familie dastehen soll.

Warum lieber nicht noch einmal?

  • Jetzt haben wir gerade „das Gröbste“ mit der Maus hinter uns – und ich kann mir nicht vorstellen, ein bis zwei weitere Jahre nachts nicht zu schlafen… Außerdem war meine Schwangerschaft am Anfang emotional und am Ende körperlich nicht gerade ohne – ob ich mir das noch einmal antun will?
  • Ich habe zum Wiedereinstieg in den Job einen Homeoffice-Platz genehmigt bekommen, bin wieder einigermaßen in der Arbeit integriert – all das würde wieder auf 0 zurückgesetzt werden und ich wüsste nicht, ob mir diese „Aktion“ (d.h. ein gutes Jahr weg sein ohne dass meine direkten Kollegen jemand bekommen, der das Zusatzgeschäft erledigt; erneut einen Homeoffice-Platz bekommen) ein weiteres Mal genehmigt werden würde.
  • Selbst wenn ich das Glück hätte, wieder im Homeoffice arbeiten zu dürfen, bräuchte ich die Unterstützung meiner Mutter wieder für ein Jahr. Oder zumindest für ein halbes. Denn vor eineinhalb könnte ich mir nicht vorstellen, mein Baby in fremde Hände zu geben, das habe ich nun an der Maus sehen können. Außerdem müssten dann zwei Kindern betreut werden, wenn mein Mann und ich mal etwas alleine unternehmen wollen…
  • Eines von zwei Kindern müsste früher oder später in das Zimmer unter’s Dach ziehen – gerade bei den Temperaturen im Moment kaum vorstellbar…
  • Ach ja – mein Hobby mal wieder. Wer weiß, ob mir mein „Platz“ in der Big Band wieder erhalten bleiben wird? Was mache ich mit meinen Saxophonschülern? Es sind mittlerweile zwar andere als bei der ersten Schwangerschaft, aber dafür weiß ich jetzt, dass es aufgrund des Stillens nicht so leicht ist, in den ersten Monaten ohne Kind unterwegs zu sein. Wahrscheinlich müsste ich mit dem Unterricht aufhören.

Tja. Die Contra-Seite ist deutlich länger und daher auch der Grund, weshalb ich mich nicht spontan für eine weitere Schwangerschaft entscheiden will und kann. Vielleicht werden aber die Argumente der Pro-Seite irgendwann auch einfach schwerer wiegen, so dass nicht mehr die Anzahl der Punkte entscheidet. Ich weiß es nicht und bin selbst gespannt, wohin der Weg geht.

Achtung, schlechte Laune.

Hier folgt ein Dampf-Ablass-Beitrag mit ausschließlich nörgeligem Inhalt. Also am besten gar nicht erst lesen…

Gerad eben war es wieder soweit – meine Mutter brachte mich mit wenigen Sätzen zur Weißglut. Wir saßen gemütlich am Mittagstisch und die Maus durfte schon spielen, da sie mit Essen fertig war. Wir wechselten augenzwinkernd ein paar Worte über das selbstauferlegte „Lauftraining“, das die Maus zur Zeit absolviert. Ich bemerkte, dass die Maus einen kleinen Rückschritte gemacht habe, da sie sich nicht mehr alleine trauen würde, vom Sofa zur Schrankwand zu gehen. Als ich es ausgesprochen hatte, war mir schon klar, dass das ein Fehler war, denn meine Mutter sprang sofort darauf an. Die Maus habe wahrscheinlich Angst, weil die Drehplatte, auf der der Fernseher steht, so wackelt, wenn sie sie berührt. Und sowieso wäre es besser, wenn es im Raum ein paar Gitterstäbe zum Festhalten gäbe, damit sie besser laufen kann. Ich entgegnete, ob sie tatsächlich der Meinung sei, ich solle das Laufgitter wieder ins Wohnzimmer stellen und die Maus hineinsetzen. Nein, das meine sie nicht, aber so ein Laufgitter sei etwas ganz tolles, jeder hätte so etwas. Neulich kam auch ein Bericht über die B-Prominente XY, die auch ein Kind bekommen hätte und dieses nun erfolgreich im Laufstall liegen lassen würde, während sie kocht. Weil man müsse ja auch mal kochen oder etwas erledigen können. Das sei so praktisch. Ein paar weitere Sätze flogen hin und her und dann beschloss ich, das Gespräch abzubrechen und lieber die Spülmaschine einzuräumen. Ich kochte. Vor Wut. Mal wieder über mich selbst, weil ich so doof war, dieses Thema nicht sofort im Keim zu ersticken.

Es geht einfach nicht länger. Ich sehne den Tag herbei, an dem die Maus die KiTa-Eingewöhnung erfolgreich hinter sich hat. So dankbar ich meiner Mutter für ihren Einsatz im letzten Jahr bin, so sehr strengt es mich an, sie mindestens vier Mal in der Woche zu sehen. Und Ratschläge anzuhören, oft auch zwischen den Zeilen. Zwischen-den-Zeilen-Ratschläge, bei denen man sofort die unterschwellige Kritik heraushört, kann ich noch weniger ertragen. Ich weiß, dass meine Mutter es nicht böse meint, denn es ist einfach ihre Art. Sie kann keine Meinung neben ihrer eigenen gelten lassen und macht sich damit regelmäßig auch bei anderen unbeliebt. Egal welches Thema man anschneidet – sie entwickelt eine Gegenmeinung und vertritt diese, bis man das Thema wechselt, um nicht zu streiten. Ich hoffe jedenfalls sehr, dass unser Verhältnis wieder inniger wird, wenn wir uns nicht mehr so oft in die Quere kommen.

In den letzten Tagen und Wochen habe ich immer wieder darüber nachgedacht, ob wir das Thema Familienplanung nicht doch noch einmal angehen sollen. Aber wenn ich die momentane Situation so ansehe, möchte ich das eigentlich nicht noch einmal haben… Zur gegebenen Zeit werde ich hier nochmal genaueres zu diesem Thema schreiben.

Wie stehst du dazu…?

Während dem Mittagsschlaf der Maus erzählte ich meinem Liebsten vom Besuch meiner Freundin gestern. Ich berichtete, dass deren Kind ab nächster Woche zur KiTa geht, sie dann in einem Monat wieder arbeiten wird und geplant hat, in einem Jahr wieder schwanger zu werden. Augenzwinkernd meinte ich: „Die haben noch nicht genug…“ Plötzlich fragte mein Mann: „Wie siehst du das eigentlich jetzt…?“ Er fragte mich tatsächlich nach meiner weiteren Familienplanung. Ich war ein wenig überrascht, dass er das Thema auf den Tisch gebracht hatte und nicht ich. Umso schöner war, dass wir uns einig waren. Und zwar einig, dass wir es nicht so recht wissen, dass wir eigentlich schon noch ein Kind wollen, aber auch Angst davor haben, ob noch einmal alles gut gehen wird. Wir sind wohl doch ein wenig gebrandmarkt von der Sache mit der Nackenfalte bei der Maus damals.
Nun wurde die Entscheidung vertagt – ein Jahr etwa, dann werden Nägel mit Köpfen gemacht. Oder die Familienplanung abgeschlossen.

Nummer zwei

Immer wieder beschäftigt mich die Frage, ob unsere Maus noch ein Geschwisterchen bekommen soll oder nicht. Bevor sie da war, war für mich klar: Wir werden zwei Kinder bekommen. Auch Schwangerschaft und Geburt hätten mich davon nicht abbringen können. Die letzten 13 (einhalb) Monate waren aber trotz der vielen wunderschönen Erlebnisse anstrengender als alles, was ich je erlebt habe. Die Nächte, in denen ich seit der Geburt der Maus länger als zwei oder drei Stunden am Stück geschlafen habe, kann ich an einer Hand abzählen. Und die Tage sind auch erst seit kurzem einfacher geworden, jetzt, wo die Maus sich schon ganz gut für eine Weile selbst beschäftigen kann und sie auch nicht mehr sofort brüllt, wenn man sie in den Kinderwagen setzt. So kam ich vor einiger Zeit zu dem Gedanken, dass es doch auch nicht schlimm wäre, wenn die Maus ein Einzelkind bleibt. Ich habe keine Geschwister und mein Mann auch nicht, so ist die Vorstellung für uns beide nicht allzu schwierig. Aber genau dieser Punkt ist auch der Grund, der mich das Thema Familienplanung nicht vollkommen abschließen lässt: Ohne Geschwister wird die Maus irgendwann vielleicht allein sein, ganz allein. Sie hat keine Tanten, Onkel, also auch keine Cousins oder Cousinen – irgendwie wäre es für mich beruhigend, wenn es wenigstens eine Person gäbe, die für sie da ist. Oder wenn es zumindest nicht an meiner Bequemlichkeit läge, dass sie niemanden hat – denn ob die beiden Geschwister sich letztendlich verstehen würden oder komplett getrennte Wege gehen, das kann auch keiner wissen.

Nun bekam ich an Weihnachten schon von der zweiten Bekannten aus meinem Umfeld die Nachricht, dass sie wieder schwanger sei. Bei beiden sind die ersten Kinder etwa im Alter der Maus. Und ich fühle, wie sich eine Pistole auf meine Brust setzt und mich zwingen will, eine Entscheidung zu treffen. Und da bin ich wieder an dem Punkt, an dem ich vor zweieinhalb Jahren war: Ich kann es mir nicht vorstellen, ein (zweites) Kind zu bekommen. Es passt einfach momentan nicht in mein Leben. Gerade habe ich wieder zu arbeiten begonnen, gerade ist der Tagesablauf wieder etwas einfacher geworden, gerade ist das Leben so, dass es sich wieder aushalten lässt und ich zufrieden mit mir und der Welt bin. Aber auf der anderen Seite will ich ja auch keine „zwei Einzelkinder“ haben, die vom Alter her allzu weit auseinander sind…

Ich hoffe, dass sich auch dieses Mal alles von alleine regelt und ich irgendwann von selbst das Bedürfnis verspüre, ein weiteres Kind zu bekommen, wie damals bei der Maus. Oder eben auch nicht…