Archiv der Kategorie: Maus

5 Jahre Maus

Die Maus ist 5!

Das letzte halbe Jahr hat so viele Veränderungen gebracht – gut, dass ich mir alles aufschreibe, sonst hätte ich das gar nicht bemerkt… 🙂

Allem voran: Die Maus braucht nun auch in der Nacht keine Windeln mehr! Kurz nachdem sie 4,5 Jahre alt war, wollte sie die Nachtwindel weglassen. Und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt, damit so lange zu warten, bis sie es von sich aus will, denn wir hatten dadurch nur sehr selten „Unfälle“ in der Nacht.

Ein weiterer Meilenstein – wenn man ihre Vorgeschichte diesbezüglich kennt – ist die Tatsache, dass sie sich jetzt die Haare mit der Duschbrause waschen lässt. Kopf in den Nacken und alles läuft prima. Unglaublich, aber es hat tatsächlich rund 3 Jahre gedauert, bis sie das wieder zugelassen hat. Waschlappen und Becher ade!

Dann haben wir wieder einen Sommerurlaub in Italien verbracht, bei dem die Maus zu einer richtigen Wasserratte geworden ist. Seitdem traut sie sich, mit Schwimmflügeln alleine im Wasser zu stehen (auch im Schwimmbad) und wagt erste Paddelversuche. Ach ja – ihre „Frühstücks-Schnabeltasse“ konnten wir im Urlaub auch verabschieden. Dank der Ablenkung durch die schönen bunten Plastiktassen im Hotel trank die Maus ihre Frühstücksmilch dort nämlich aus der Tasse – so hatte sie zu Hause kein Argument mehr, warum es nicht mit einer normalen Tasse klappen sollte… 🙂

Die psychomotorische Therapie mussten kurz vor dem Geburtstag leider schweren Herzens beenden, da die Therapeutin keinen geeigneten Raum mehr findet. Jedoch haben wir gemeinsam festgestellt, dass die Maus in dem halben Jahr große Fortschritte gemacht hat und sind guter Dinge, dass es auch ohne geht. So traut sie sich nun z.B. Treppen im Wechselschritt hochzugehen, ohne sich am Geländer festzuhalten. Auch runter geht es im ohne Geländer, allerdings noch im Nachstellschritt. Und: Rutschen – die große Phobie der letzten Zeit – ist plötzlich zu einer ihrer liebsten Beschäftigungen geworden.

Jaaaa… Dann hat die Maus von heute auf morgen Pfeifen und Schnippen gelernt und gehört im Kindergarten (als „Kann-Kind“, das evtl. nächsten Sommer eingeschult wird) zu den „Großen“. Sie hat dort in den letzten Wochen viele neue Freunde gefunden, oder nennen wir es vielleicht lieber Bekanntschaften, denn so richtig Freunde mit häufigem privaten Treffen o.ä. sind sie nicht. Aber bestimmt wird auch das noch.

Wie es sich gehört für so viele Veränderungen war das letzte halbe Jahr geprägt von einer oft übellaunigen, zeitweise auch aufmüpfigen Maus, die eben testen muss, wo die Grenzen sind. Ich hoffe inständig, dass sich dies mal wieder für längere Zeit legt. Und am allermeisten hoffe ich, dass sie irgendwann aufhört, soooooo sehr zu trödeln, wie sie es seit geraumer Zeit tut. Das bringt mich nämlich immer wieder zur Weißglut…

Die Maus ist nun 112 cm groß, wiegt 19,2 kg und hat einen Kopfumfang von 51,5 cm.

Oskar

So langsam läuft der Alltag hier wieder an. Die erste Woche nach den Ferien ist natürlich besonders spannend, da auch die „Freizeitaktivitäten“ nach gut 6 Wochen wieder weitergehen.

So z.B. gestern die Musikschule. Die Maus ist nun im zweiten Jahr der musikalischen Früherziehung und dieses Jahr wird zusätzlich zu dem normalen Unterrichtsprogramm („Musimo“) auch ein bisschen Glockenspiel gelernt. 

Als gestern die Tür nach dem Unterricht aufging, stürmten alle Kinder raus und schrien wild durcheinander, um den Müttern die tollen Neuigkeiten zu überbringen  – jedes von ihnen mit einem Berg Material bepackt: Ein neues Musimo-Heft, ein noch leerer Notenordner und ein Glockenspiel. 

Die Maus war stolz wie Oskar und lief mit einem breiten Grinsen und der Glockenspiel-Tasche in der Hand umher. Jedem erzählte sie, sie sei heute beim Glockenspiel-Unterricht gewesen… 😊 Ich bin jedenfalls gespannt, wie dieses Musikschuljahr verlaufen wird!

4,5 Jahre Maus

Ein halbes Jahr ist mein letzter Bericht über die Maus her und obwohl ich eigentlich das Gefühl habe, sie ist noch „die alte“, sehe ich in meinen Aufschrieben, dass sich wieder einiges getan hat.

Vor allem in puncto Grobmotorik hat sich ein bisschen was verändert bzw. verbessert. Die Maus kann nun endlich einigermaßen hüpfen, mit beiden Beinen. Sie traut sich immer mehr zu, auch beim Klettern oder Rutschen. Wir haben seit geraumer Zeit diverse „Hilfsmaßnahmen“ am Start – Schuheinlagen wegen den Knick-Senk-Füßen, Psychomotorische Therapie wegen ihrer stark ausgeprägten Angst, Ballettuntericht für die „Basics“ der Bewegung. Das scheint ihr alles irgendwie zu helfen und man hat das Gefühl, dass langsam etwas in Gang kommt.

Kurz nach ihrem 4. Geburtstag konnte sie bereits einfache Worte in Großbuchstaben ohne Probleme lesen, ihren Namen schreiben sowieso. Das Interesse an Büchern und Lesen ist allerdings ein wenig verloren gegangen, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass ich es seit der Geburt der Schnecke einfach nicht mehr so oft in Ruhe anbieten kann.

Ihr Verhältnis zu anderen Kindern ist nach wie vor zurückhaltend, die „Hochphase“ um ihren Geburtstag herum ist wieder ein wenig eingeschlafen, so dass sie „privat“ (also außerhalb des Kindergartens) keine großartigen Ambitionen hat, andere Kinder zu treffen. Auch mit der Schnecke spielt sie zur Zeit nicht mehr so viel – wenn, dann wird nur sich gegenseitig geärgert, Spielzeug weggenommen und dergleichen. Wie das halt so ist.

Launemäßig hatten wir schon bessere Lebensabschnitte. Die Maus ist oft gereizt oder schlecht gelaunt, kann sich nicht lange selbst beschäftigen, trödelt unsäglich, meckert an allem herum. Unzählige Male musste ich mit irgendwelchen Verboten drohen, damit sie „in die Pötte“ kommt. Aber das gehört vermutlich zu dem Alter dazu…

Die nächtliche Windel ist im Übrigen nach wie vor unser Begleiter. Aber ich vertraue da ihrem Gefühl – tagsüber hat sie es auch von sich aus angeleiert und dann super gemacht. Und da morgens immer mal wieder etwas in der Windel ist, vermute ich, dass es einfach noch etwas Zeit braucht.

Einen ersten Berufswunsch hat die Maus nun übrigens auch – sie möchte Astronautin werden! Da ist sie sich ganz sicher. Na prima. Ich hoffe, sie findet vielleicht noch eine Alternative… 🙂

Die Maus ist nun 107 cm groß, wiegt 18,5 kg und hat einen Kopfumfang von 51 cm.

Für das nächste halbe Jahr wünsche ich mir, dass sie wieder mehr Kontakte zu anderen Kindern bekommt, weiter Mut hat, an ihren Schwächen in der Motorik zu arbeiten und dass sie ein so tolles Kind bleibt, wie sie es ist! 🙂

Ein Tag im Ausnahmezustand

Bei uns steht diese Woche alles Kopf. Wegen dem anstehenden Urlaub. Alles waschen, packen, vorbereiten. Und dazwischen gefühlt tausend Termine. Arbeiten, Freizeit, Zusatzveranstaltungen, die zufällig und dummerweise genau auf diese Woche fallen. Und dann noch Maus und Mann, die kränkeln. Was will man mehr?

Gestern dachte ich dann zeitweise, ich falle einfach um. Vormittags arbeiten, Wäsche falten, Liste abstreichen, ständig mit dem Gedanken, dass mir die Zeit davon läuft, da es der letzte Tag diese Woche war, an dem meine Mutter die Schnecke betreuen konnte.

Mittags hab ich dann so früh wie möglich die Maus aus dem Kindergarten abgeholt, da sie Generalprobe von ihrer Ballettschule hatte. So richtig groß wird der anstehende Auftritt aufgezogen, in einer riesen Halle, wo die Probe auch 3,5 Stunden lang stattfand. Das größte Problem: Eltern durften nicht anwesend sein. Da die Halle ein Stück von uns entfernt ist, fuhr die Maus mit der Mutter einer Freundin mit dorthin. Das war gegen 14 Uhr. Darauf folgten 4 der fiesesten Stunden meines Lebens. Ich machte mir solche Sorgen, ob es der Maus gut geht. Ich meine – die Betreuerinnen kannte ich zwar, aber diese fremde Umgebung, die ungewohnte Situation, das viele Warten und ein gewisser Grad an Selbstständigkeit – ich traute das der Maus irgendwie nicht zu. Ich musste ständig um Atem ringen, mein Magen rebellierte und meine Gedanken kreisten um meine Entscheidung, nicht als Betreuerin zu melden. Weder packen, noch Großeinkauf vorbereiten, Kaffee trinken mit meiner Mutter noch eine heiße Dusche konnten mir Ablenkung verschaffen.

Um 17 Uhr hielt ich es nicht mehr aus und fuhr zur Halle. Viel zu früh, aber ich wollte wenigstens dort im Foyer sein. Was war ich froh, als die Maus um kurz nach 18 Uhr in meinen Armen lag! Es war, als hätten wir uns wochenlang nicht gesehen. Eine Betreuerin erzählte mir gerade noch, wie toll sie alles gemeistert hatte, da fing die Maus plötzlich doch an zu schluchzen. Mein armes kleines Baby. Ich fühlte mich ein Mal mehr wie eine Rabenmutter.

Wir fuhren nach Hause und kurz darauf musste ich zu meiner eigenen Probe wieder los. Im Auto fiel langsam die Anspannung von mir ab. Ein belegtes Brot und eine Tafel Schokolade von der Tankstelle taten ihr Übriges und ich konnte die Probe einigermaßen frei von Schuldgefühlen genießen.

Mittlerweile weiß ich, dass die Maus nach der Probe so weinerlich war, weil sie einen Infekt ausgebrütet hat, der heute schubweise deutlicher als gestern sichtbar ist. Trotzdem ist es mir eine Lehre und ich werde zukünftig mehr auf mein Bauchgefühl hören, wenn es darum geht zu entscheiden, was ich der Maus (und mir) zutrauen kann und was nicht…

4 Jahre Maus

Längst überfällig ist der Quartalsbericht zum 4. Geburtstag der Maus. Nun kommt er aber endlich.

Das letzte Quartal lässt sich mit zwei Schlagworten ziemlich knapp und treffend wiedergeben: Selbstständigkeit und Sozialisation.

Letzteres will ich zuerst genauer darstellen, weil es uns als Eltern so unheimlich erleichtert zu sehen, dass nun alles einen „normalen Weg“ zu gehen scheint, nachdem wir noch vor einem halben Jahr sehr verunsichert waren aufgrund der absoluten Ablehnung anderer Kinder durch die Maus. Heute ist es fast, als wäre sie ein anderes Kind. Sie liebt ihre kleine Schwester sehr, knuddelt und ärgert sie tagtäglich, spielt mit ihr und sagt zu ihr: „Ich hab dich lieb, kleine Schnecke!“ Sie wollte von sich aus Kindergeburtstag feiern mit vier Mädchen aus dem Kindergarten. Und die Liste der potentiellen Gäste war so lang, dass sie am Ende nicht einmal alle ihre „Freundinnen“ einladen konnte. Zudem waren die ersten Kindergartenkinder zum „Playdate“ bei uns zu Hause – ich würde sagen, sie ist nun im Kindergarten angekommen. Nur noch selten klagt sie, dass sie keine Lust hat, hinzugehen – vor den Sommerferien hatten wir das täglich.

In Punkto Selbstständigkeit hat sich auch vieles getan. Zum einen ist sie tatsächlich seit dem Sommerurlaub tagsüber windelfrei. Auch das Ende der Kindergartenferien änderte nichts daran. Die Windel in der Nacht möchte sie noch haben und so lange sie es so will, bekommt sie eine. Denn wenn ich in diesem Bereich eine Erfahrung gemacht habe, dann dass die Maus von sich aus weiß, wann sie den nächsten Schritt gehen kann.

Sie kann seit geraumer Zeit alleine ins Auto ein- und aussteigen (man muss in unser Auto eher rein- und rausklettern, da es für ein Kind doch recht hoch ist), sich weitestgehend alleine anziehen, den Reißverschluss der Jacke ohne Hilfe zumachen, Laufrad fahren und manchmal sogar freihändig die Treppe vor dem Haus hochlaufen. Ja, ich weiß, mit 4 können das andere Kinder längst. Aber die Maus ist eben anders und wir sind glücklich, dass sie diese vielen Fortschritte in so kurzer Zeit gemacht hat.

Besonders schön finde ich, dass sie wieder mehr Zeit mit Malen verbringt. Sie hat im letzten Quartal zum ersten Mal ein Strichmännchen mit Körper gemalt – sprich die Arme und Beine kamen nicht aus dem Kopf heraus. Außerdem malt sie seit neustem „Spongebob“ und „Gary“ (für alle die ihn nicht kennen – das ist dessen Haustier-Schnecke…) und wir staunen jedes Mal aufs Neue, wie präzise sie das hinbekommt. Sogar die Streifen an Spongebobs Socken malt sie. 🙂 Und dann natürlich das Schreiben. Sie schreibt ja schon lange ihren Namen, aber in letzter Zeit möchte sie verschiedene Dinge schreiben und fordert einen auf, ihr die Worte zu buchstabieren, damit sie sie schreiben kann. Und sie bekommt es echt gut und lesbar hin, alles zu schreiben, was sie will – ohne dass ich ihr Buchstaben vormalen müsste.

Ich bin so gespannt, wie unser nächstes Jahr weiter verläuft. Die Maus ist schon so groß, verständig und geduldig. Man kann so gut mit ihr zusammen lachen, Quatsch machen, aber auch kuscheln! Ich freue mich sehr, ihre weiteren Fortschritte beobachten zu können.

Sie ist nun 104,5 cm groß, wiegt 17,4 kg und hat einen Kopfumfang von 51 cm.

Ach ja – und wie vor einem Jahr sind Igel bei der Maus immernoch das Größte. Aber Spongebob ist ihnen dicht auf den Fersen – vielleicht habe ich damit ja schon das Thema für ihre nächste Geburtstagstorte… 😉
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4! Ein Igelgeburtstag.

Lange hast du auf den heutigen Tag hingefiebert – nun bist du endlich vier geworden!

Nachdem du uns vor einiger Zeit ziemlich überrascht hast, indem du dir einen Kindergeburtstag gewünscht hast, waren heute vier Mädels aus dem Kindergarten hier zum feiern. Es war natürlich ein Igelgeburtstag, mit Igelmuffins und Schnitzeljagd, ganz nach deinen Wünschen.

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Und wenn man mal ehrlich ist – vier passt mittlerweile auch viel besser zu dir als drei. Meistens bist du nämlich sehr verständig, geduldig und brav. Man kann prima mit dir verhandeln und du kannst fast alles alleine. Sogar Laufrad fährst du seit einer Woche! (Und das will bei dir was heißen!) Nur manchmal kommt die Drei in dir noch durch. Dann bist du gegen alles und durch nichts zu besänftigen. Ein kleiner Igel eben. Niedlich, lieb, aber manchmal auch ziemlich stachelig… 😉

Happy birthday, mein Mäuschen!

Groß und Klein

Nur wenige Tage nach dem Familien-Fotoshooting auf einem Bauernhof in der Gegend erhielten wir die Zugangsdaten für die Online-Galerie. Voller Vorfreude sahen wir uns gemeinsam mit der Maus die Fotos an.

Dann kam dieses Bild:

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„Mama – wer ist das neben der Schnecke?“
„Das bist du!“
„Naaain! Das bin ich nicht!“ Tränen schossen in ihre Augen. „Ich bin doch nicht so groß! Das bist bestimmt du, Mama!“

Was in so einem kleinen Köpfchen vorgeht. Manche Erkenntnisse sind nur schwer zu akzeptieren.

Eieruhr from hell

Seit etwa einem Jahr hat die Maus unsere Küche nicht mehr betreten. Ich erzählte ja hier bereits von dem Nudel-Hahn, der das Problem auslöste. Doch auch als wir ihn Anfang des Jahres entsorgt hatten, änderte sich nicht allzu viel. Gut, der Flur wurde irgendwann wieder betreten, auch wenn die Küchentür offen war. Immerhin. Meine Nachfrage, warum sie nach wie vor die Küche nicht betreten wolle, wurde mit komischen Argumenten begründet, z.B. sie würde sich vorstellen, der Hahn wäre noch da. Na prima.

Gestern stand sie dann nach ewigen Zeiten in der offenen Küchentür, während ich im Raum war, so dass ich mehr oder weniger zufällig ihrem – plötzlich wieder völlig verängstigten – Blick folgenden konnte: Er fiel direkt auf unsere uralte Eieruhr in Form eines Pandabären, der ganz hinten auf der Arbeitsplatte stand. Durch die typischen Ringe um die Augen hat er – wie sie es immer bezeichnet – „Glubschaugen“. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Ehe ich was sagen konnte, war die Maus auch schon davongerannt. Ich schnappte mir das Ding, folgte ihr und fragte, ob „der da“ das Problem sei. Sie bejahte und in ihrem Blick sah ich, dass es stimmte.

Also weg damit – funktioniert hat die Eieruhr eh nicht mehr, sie war nur eine Erinnerung an unsere erste gemeinsame Wohnung. Und was soll ich sagen? Seitdem haben wir wieder ein fleißiges Helferlein in der Küche. Ich kann es nicht fassen, dass es ein Jahr gedauert hat, darauf zu kommen! Und dass sie kein Wort dazu verloren hat. Wahrscheinlich konnte sie es wirklich nicht so recht formulieren, weil der Pandabär quasi zwischen den neuen eiförmigen Eieruhren „durchlugte“…

3 3/4 Jahre Maus

Der letzte Bericht, bevor die Maus schnurstracks auf die 4 zusteuert…

In diesem Quartal hat die Maus nicht viele, aber dennoch bedeutende Entwicklungsschritte gemacht. Zum Beispiel braucht sie tagsüber keine Windel mehr. Sie macht das sehr souverän und wir hatten auch keine „Pipi-Unfälle“ bisher. Da allerdings momentan Kindergartenferien sind, ist noch nicht absehbar, ob das eine endgültige Sache ist, da sie v.a. im Kindergarten nicht auf die Windel verzichten wollte.

Dann brach der letzte Milchzahn durch – nur eine Ecke, aber er ist da. Die nächste Zahngeschichte wird wohl der erste Wackelzahn sein, Wahnsinn…

Die wichtigste Veränderung brachte aber unser Sommerurlaub. Oder zumindest zeigte sie sich dort: Die Maus beginnt, sich mit der Schnecke zu beschäftigen. Auch wenn sie am Liebsten Quatsch mit ihr macht, wie gemeinsam Spielzeugkisten auskippen – ich bin froh, dass sie sie endlich überhaupt miteinbezieht. Auch insgesamt habe ich das Gefühl, dass sich dieses Quartal etwas in ihrem Sozialverhalten geändert hat, ein zaghafter Schritt, aber ich denke und hoffe, das ist nur der Anfang. 🙂

Die Maus ist nun also 3 Jahre und 9 Monate alt, ist 103 cm groß, wiegt 16,3 kg und hat einen Kopfumfang von 50,5 cm.

Vom Tisch

All meine Sorgen und Ängste um die Maus sind mit einem Mal wie verflogen, denn heute hatten wir Besuch von einer Studienkollegin mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern. Ein sehr netter Kontakt, der sich wahrscheinlich hauptsächlich wegen der Kinder über die ganzen Jahre gehalten hat, denn uns trennen rund zwei Autostunden. Eigentlich Grund genug, eine relativ „flüchtige“ Bekanntschaft einschlafen zu lassen. Da unsere großen Mädels aber nur etwa 4 Monate Altersunterschied haben, trafen wir uns rund ein Mal im Jahr – mal bei uns, mal bei ihnen.

Heute waren sie dann wiedermal bei uns eingeladen. Mittags ging es zum Italiener, dann auf den Spielplatz und schließlich zu uns nach Hause. Normalerweise läuft die Maus schon im Restaurant zu Mecker-Hochtouren auf, verweigert bei Besuchern den Spielplatz und fragt spätestens nach 30 Minuten, wann der Besuch denn wieder geht.

Heute war aber alles anders. Im Restaurant bot die Große (so nenn ich mal die große Tochter der Kollegin) der Maus ihre Spielzeugpferde an. Zunächst lehnte die Maus die Kontaktaufnahme auch wie gewohnt ab. Auch auf dem Spielplatz gab es zaghafte Versuche der Großen, die Maus aus der Reserve zu locken – immernoch recht erfolglos. Zu Hause standen die beiden dann aber plötzlich nebeneinander und unterhielten sich. Ich konnte meinen Augen und Ohren kaum trauen! Ein richtiger Dialog kam da zu Stande. ♥ Irgendwann machten sie draußen gemeinsam Seifenblasen bzw. fingen diese. Auch der Rest des Tages war super, alle waren prima gelaunt und zum Schluss malten sogar alle (bis auf die Schnecke natürlich) – auf Initiative der Maus, die sonst so gut wie nie malen will – Bilder, die sie sich dann gegenseitig schenkten. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Und die Besuchsmädels wollten gar nicht mehr nach Hause.

Ich bin so dankbar für diesen Besuch, für diesen Tag. Denn nun weiß ich, dass die Maus anders kann, wenn sie das richtige Gegenüber hat. Das beruhigt mich ungemein und gibt mir die Ruhe, einfach noch ein bisschen abzuwarten. ♡

3 1/2 Jahre Maus

Mal wieder ist ein Vierteljahr ins Land gezogen und es wird Zeit für eine Zusammenfassung der Ereignisse im Leben der Maus.

Das große Thema schlechthin war die „Klofrage“. Während die Maus im letzten Quartal noch aufs Töpfchen ging, geht sie nun aufs Klo. Daheim haben wir einen in der Klobrille integrieren Kindersitz, aber auswärts geht sie mit Hilfe auch aufs ‚große“ Klo. Allerdings möchte sie fast nur noch fürs große Geschäft auf die Toilette – Pipi wird wieder in die Windel gemacht, auch morgens und abends…

Zu Beginn des Quartals sah es aus, als würde die Maus riesige motorische Fortschritte machen. Sie wollte rutschen, klettern, alles ausprobieren. Sie lief freihändig die Treppe hoch und runter. Bis sie eines Tages stolperte und kopfüber die letzten drei Stufen vor dem Haus runterfiel. Zum Glück war nur ihr Knie etwas aufgekratzt, aber im Kopf löste das wieder eine Blockade aus, an der die Maus bis heute zu knabbern hat. Sie traut sich fast gar nichts mehr zu uns wir müssen uns jeden kleinen Fortschritt mühsam und wochenlang erarbeiten.

Einen Rückschritt gabs auch beim Einschlafritual. Denn plötzlich brauchte sie wieder jemanden, der ihre Hand hält. Da ich aber das Gefühl hatte, dass sie wirklich nicht anders klarkommt, sitze ich nun jeden Abend bei ihr und halte ihre Hand bis sie schläft…

Dafür kann sie mittlerweile bis 20 zählen, Zahlen bis 100 lesen und mühelos das Alphabet aufsagen und sämtliche Großbuchstaben erkennen…

Dann gab es noch einen Backenzahn. Und den Kindergarten mag sie immer noch nicht besonders.

Die Maus hat die „Laufende-Meter-Marke“ geknackt, ist 101 cm groß, wiegt 16,1 kg und hat einen Kopfumfang von 50,5 cm.

Für das nächste Quartal wünsche ich mir, dass die Maus motorisch wieder einen Zahn zulegt. Und nicht mehr ganz so ungern in den Kindergarten geht…

Irgendwie anders. Mini-me.

Dass die Maus irgendwie anders ist als andere Kinder, merkte ich schon ziemlich früh.

Anfänglich konnte ich das noch nicht recht einsortieren, dachte, es läge vielleicht an der Art, wie wir mit ihr umgehen. So waren beispielsweise die anfänglichen Besuche zu ihrer Geburt furchtbar. Auch wenn nur zwei leise sprechende Leute da waren und die Maus den gesamten Besuch verschlief – spätestens in der darauffolgenden Nacht erhielt ich die Quittung mit einem völlig aufgewühlten Kind. Ich fragte mich, ob andere Eltern bloß nicht darüber klagen, oder ob deren Neugeborenen solche Besuche möglicherweise gar nichts anhaben. Die Schnecke gab mir die Antwort – indem sie völlig unbeeindruckt von Lärm und Trubel war.

Diese „Kontaktscheue“ blieb der Schnecke auch über das Säuglingsalter hinaus erhalten. Obwohl ich natürlich mit ihr Babymassage, Krabbelgruppe, Musikschule und ähnliche Veranstaltungen besuchte, nahm sie nie Kontakt zu anderen Kindern auf. Auch „Einzeldates“ bei uns oder anderen Kindern verliefen diesbezüglich erfolglos. Im Gegenteil. Es stresste uns beide furchtbar. Die Maus weil sie sich unwohl fühlte und mich weil ich ständig nur vorlesen sollte und kaum einen Satz mit den anderen Müttern wechseln konnte.

Wann ist der Zeitpunkt, zu dem „normale“ Kinder mit anderen spielen? Das Internet gibt schwammige Antworten hierauf, so dass ich mir einreden konnte, es würde schon noch werden. Aber tief in meinem Inneren wusste ich, dass das nicht so sein wird. Die Krippe bestätigte mir, dass die Maus anderen Kindern gegenüber kein Interesse zeigt und auch im Kindergarten mit den älteren Kindern hat sich nichts verändert.

Es stehen viele Begriffe im Raum. Autismus, Hochbegabung, Hochsensibilität. Was davon es auch sein mag – man muss damit umgehen lernen.

Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr sehe ich mich in der Maus. Angefangen in der frühesten Kindheit. Da gibt es von mir keine Videos, aber eine Kassette, auf der ich Gedichte und ganze Bücher auswendig aufsage. Genau das machte die Maus auch, als sie etwa zwei Jahren alt war. An meine Kindergartenzeit erinnere ich mich nicht. Ich weiß aber, dass ich nur zwei Nachbarinnen hatte, mit denen ich spielte. Diese waren rund 5 Jahre älter als ich, so dass ich wir immer Schule spielten und ich zur Einschulung schon längst lesen, schreiben und rechnen konnte. In den Kindergarten sei ich gerne gegangen, sagt meine Mutter. Im dritten Jahr wäre es mir aber sehr langweilig geworden dort. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, wie schnell v.a. negative Erinnerung in Zusammenhang mit dem Kind verblassen. Ob ich also wirklich gerne hingegangen bin?

Es fiel mir immer schwer, Kontakte zu knüpfen. Jeder muss erst „beweisen“, dass er es gut meint, denn irgendwie habe ich zunächst immer das Gefühl, jeder ist „böse“. Die Freundinnen, die ich habe, habe ich seit der Grundschule. Treue ist mir das allerwichtigste. Oft beneidete ich andere um ihre Offenheit. Dass sie quasi mit jedem befreundet waren. Und beliebt. Dass sie an schulischen Veranstaltungen bzw. Freizeitangeboten teilnahmen. Dazu fehlte mir bis zur 11. Klasse der Mut.

Und nun frage ich mich: Wer ist die Maus? Ist sie irgendwie eine kleine Version von mir? Wird es bei ihr auch so „glimpflich“ ausgehen? Dass sie irgendwann doch noch über ihren Schatten springen kann, Freude findet, Spaß an Aktivitäten außerhalb unseres Wohnzimmers und gemeinsam mit anderen hat? Und vor allem glücklich ist? Ich wünsche es ihr. Und mir.

Ein ganz normaler Dienstag. Oder: Warum zwei Kinder genug sind.

Der Tag begann wie die meisten in letzter Zeit: Irgendwann mitten in der Nacht, als die Maus nach uns rief und mit in unser Bett wollte. Und durfte. Etwa 30 Minuten bevor dann der Wecker meines Mannes klingelte, wurde die Schnecke wach. Ich versuchte – wie so oft vergeblich -, sie durch Stillen nochmal zu einem kleinen Schläfchen zu überlisten, so dass sie die letzten 20 Minuten Spucke prustend und quiekend im Bett lag und den Wecker ersetzte.

Bis mein Liebster es schaffte, sich aus den Federn zu schälen (er ist im Gegensatz zu mir ein unverbesserlicher Snooze-Typ), hatte ich mich und die beiden Kinder fertig gemacht. Die Maus hatte schon mehrfach erwähnt, dass sie nicht in den Kindergarten will. Sie ging dann natürlich doch, jedoch erst nachdem wir uns zu jedem Schritt den Mund fusselig geredet hatten. Frühstück. Erst nach einem Buch. Zähne putzen. Will ich heute nicht. Schuhe anziehen. Ich sollte helfen, die Maus mutierte aber zu einem Wackelpudding. Jacke anziehen. Warum ziehe ich heute diese Jacke an? Weil es warm wird. Mir ist aber kaaaalt! Abschied. Ich will nicht gehen! Du holst mich nämlich bestimmt nicht ab! Nein. Am liebsten nicht, wenn die Laune so bleibt. Denke ich, sage es aber natürlich nicht.

Kaum war die Maus weg, mutierte die Schnecke zu einem weinerlich Schreimonster. Mittags prustete sie mir aber recht vergnügt den Brei um die Ohren. Schön, dass sie sich so freut… Dann holten wir die Maus ab, wobei ich mit der Schnecke im Bondolino schier dahinschmolz (nicht zum letzten Mal heute…). Selbstverständlich war das Mittagessen nicht pässlich für Fräulein Maus. Das Essen hatten wir doch vorgestern schon!

Die Schnecke setzte prompt ihre Schreitiraden fort, während die Maus unbedingt ein Buch vorgelesen haben wollte. Ich schrie das Buch also quasi vor, selbstverständlich stehend mit den Augen ums Eck schielend, um die Schnecke nebenbei hin und her zu schaukeln, damit das Geschrei nicht vollkommen ausartet.

Den Nachmittagssnack mussten wir vorziehen, da ich rechtzeitig zur Musikschule aufbrechen wollte. Zu meiner großen Verwunderung aß die Schnecke ihren Brei zügig und trank auch noch schnell den Rest der Mahlzeit an der B.rust. Auch die Maus aß eine Kleinigkeit. Und verkündete – 10 Minuten vor „Abflug“ -, dass sie groß müsse. Okaaay. Aber schnell! Nicht trödeln wie sonst! Sie versprach es, schaffte es aber natürlich nicht, sich zu beeilen, sondern erzählte eine Geschichte nach der anderen und guckte gefühlte 100 Mal ins Klo. Ich flippte also kurz aus und geigte den beiden Mädels ganz sachlich und unnötiger Weise meine Meinung. Dann packte ich den halben Hausstand nebst Schnecke in der Babyschale auf mich und schon sausten wir los. Immerhin kamen wir eine Minute vor Beginn der Musikschule an.

Den restlichen Nachmittag überspringe ich, sonst wird der Text zu lang. Wir besuchten jedenfalls die Schwiegereltern und es war eine zweistimmige Mischung aus „Wuääähähä“ und „Ich will ein anderes Buch/Essen/Glas/…“.

Zurück zu Hause musste ich die beiden Mädels alleine ins Bett bringen, da mein Mann von der Arbeit aus immer später zu seinen Eltern kommt als wir und daher länger bleibt. Gute-Nacht-Geschichte vorlesen ging nur, weil die Schecke sich andocken ließ. Und da die Maus ja nach wie vor nicht mehr alleine einschlafen kann, musste ich danach eine Hand ins Mausbett strecken, während der andere Arm die völlig hektischen zappelnde Schnecke beim Nuckeln festklemmte und ich durch Verbiegen meines Rückens und in die Luft strecken eines Beines abwechselnd versuchte zu verhindern, dass sie mit den Füßen gegen das Bettschutzgitter der Maus klopft oder den Kopf gegen den Wickeltisch stößt.

Uffz. 21:15 Uhr schliefen dann endlich beide. Zwei Kinder reichen mir. Auf jeden Fall.

Abendprogramm Reloaded

Nachdem ich meinen letzten Blog-Eintrag getippt hatte, stand für mich eigentlich schon fest: Ich werde die Maus wieder in den Schlaf begleiten. Etwas anderes lässt mein Bauchgefühl einfach nicht zu.

Gleich drei Mal musste ich diese Woche das Zubettbringen alleine meistern. Aber mal wieder zeigte sich: Wenn man keine Alternative hat, geht es immer irgendwie. Ich legte also die Schnecke an bis die Maus schlief – was immer innerhalb weniger Minuten passierte. Dann ging ich aus dem Zimmer und die Schnecke wurde wieder wach bzw. schlummerte nach dem Stillen nicht weiter, sondern blieb bis zu ihrer normalen Schlafenszeit wach. Dann werden wir es eben eine Weile so machen. So lange die Maus es braucht.

Auch nachts wird sie seit ein paar Tagen wieder wach und will in unser Bett. Das selbe hatten wir ja auch schon für ein paar Wochen nach der Geburt der Schnecke. Und genau wie damals nehmen wir sie einfach zu uns. Ich könnte es einfach nicht übers Herz bringen, sie so „auszugrenzen“ und nicht ins Schlafzimmer zu lassen.

Ich bin mir sicher, dass auch diese Phase vorbeigehen wird. Und außerdem mehr als froh, dass mein Mann nicht nur einverstanden ist mit alldem, sondern es auch von sich aus so machen würde…

Hallo Eifersucht.

Rund ein Jahr lang ist die Maus nun ohne sich zu beschweren alleine in ihrem Bett eingeschlafen. Seit letztem Sommer auch in ihrem Zimmer.

Seit letztem Samstag sind diese Zeiten offenbar passé. 😦 Die Maus beginnt sofort Rotz und Wasser zu heulen, wenn man das Zimmer verlassen will. Setzt man sich zu ihr, schläft sie binnen Minuten ein – an fehlender Müdigkeit kann es also nicht liegen. Sie möchte am liebsten in unser Bett, aber das geht halt nicht.

Auch tagsüber lässt sie immer wieder durchblicken, dass sie eifersüchtig auf die Schnecke ist. Sie sagt Dinge wie dass sie auch so ein kleines Baby ist wie die Schnecke oder „noch viiiel kleiner“. Sie möchte nicht, dass ich mit der Schnecke ins obere Stockwerk zum Wickeln gehe (will aber auch nicht mitgehen). Sie ist mega kuschelig, was ich von ihr gar nicht so kenne.

Ach Mann. Ich weiß wirklich nicht, wie ich reagieren soll. Einerseits will ich nicht, dass die Maus abends weinen muss und die paar Minuten an ihrem Bett kann ich dann auch noch verschmerzen, es wird auch ohne immer viel zu spät. Andererseits will ich keinen Fehler machen und etwas zulassen, was unnötig ist und wieder ewig zum Abgewöhnen braucht. Außerdem weiß ich nicht, wie ich das „wuppen“ soll, wenn ich mit den beiden alleine bin. Denn die Schnecke schläft erst gegen frühestens 21 Uhr ein, sonst ist sie um 5 Uhr top fit. Dass sie aber ruhig im Dunkeln auf meinem Schoß wartet, bis die große Schwester ins Land der Träume driftet, ist sehr unwahrscheinlich…

Morgen werde ich mehr wissen, da muss ich das Abendprogramm alleine erledigen.

In Vertretung

Gestern hatte ich Generalprobe für das Konzert meiner Big Band am Wochenende. Wie es der Teufel so will fand genau gestern der „Väter-Osterkorb-Bastelabend“ im Kindergarten der Maus statt.

Da meine Mutter diesmal krankheitsbedingt nicht einspringen konnte, musste eine andere Lösung her. Kurzerhand fragte ich also meine Schwiegereltern, ob sie nicht kommen können. Zufällig hatten beide Zeit und wollten es mal ausprobieren.

Und: Der Abend verlief ziemlich erfolgreich. Die Maus war sehr kooperativ, ließ sich von Oma ohne Murren ins Bett bringen. Und das Händchen zum Einschlafen halten. Das hatte ich der Schwiegermutter auch „erlaubt“, obwohl wir es ja sonst nicht machen – Omabonus und so…
Opa durfte sich mit der Schnecke abmühen. Diese war recht lange friedlich, begann aber irgendwann doch zu schreien. Aber dann kam auch schon mein Mann zurück und konnte übernehmen.

Ich bin erleichtert, dass alles so gut lief. Für uns, aber hauptsächlich auch für die Schwiegereltern, die ja auch ein Erfolgserlebnis mit den Kleinen haben sollen und auch hatten… 🙂

In aller Freundschaft

Gestern las ich auf Wunsch der Maus eine Bastelanleitung aus einer Kinderzeitschrift vor, die mit dem Satz endete: „Nun kannst du deine Freunde damit überraschen.“

Da meinte die Maus plötzlich: „Ich hab gar keine Freunde!“

Ich fragte, ob sie gerne welche hätte, was sie bejahte. Und mir damit wieder ein Magengrummeln bescherte. Die Hoffnung, dass die Maus im neuen Kindergarten Anschluss findet, ist nämlich bislang ins Leere gelaufen. Dies liegt hauptsächlich an der Maus, die jeden Annäherungsversuch der Kinder dort komplett abschmettert. Wie soll sich da also ihr Wunsch erfüllen?

Bislang dachte ich ja, sie wäre recht zufrieden mit ihrer Situation als „Einsiedler“ – da habe ich mich dann wohl getäuscht. Wie ich ihr aber helfen kann? Keine Ahnung… Nächste Woche habe ich das Eingewöhnungs-Abschlussgespräch und bin mal sehr gespannt auf die Einschätzung der Erzieherin…

Da laust mich doch der Aff‘!

Na prima. Laus-Alarm im Kindergarten. Ich habe ja schon von anderen gehört, dass das ab und an vorkommt, aber jetzt wo es uns betrifft, finde ich es gar nicht lustig! Schon beim bloßen Gedanken daran juckt es mich überall…

Nachher geht’s erstmal zur Apotheke, damit ich zur Kontrolle der Maus einen Nissenkamm kaufen kann…

[Edit: So sieht er also aus:
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Und hat bis jetzt zum Glück nix ausgekämmt…]

Hoffentlich profitieren wir wenigstens in diesem Fall davon, dass die Maus so kontaktscheu gegenüber anderen Kindern ist… :-/

3 1/4 Jahre Maus

Da mir die Maus schon lange wie ein „fertiger Mensch“ vorkommt, ist es umso erstaunlicher, was sie im letzten Quartal für Fortschritte gemacht hat.

Angefangen bei ihrer Art, sich zu beschäftigen. Musste man ihr zuvor den halben Tag lang vorlesen, fiel dies quasi von heute auf morgen weg. Dafür spielt sie seitdem ständig Rollenspiele. Oft sind es die Geschichten ihrer Bücher, die nachgespielt werden. Dabei sind oft irgendwelche ausgedachten Mäuse die Protagonisten. Oder „Ügi“. Ein Stoffigel, ihr – wie sie sagt – bester Freund. Er darf muss überall hin mit, das gab es davor bei keinem ihrer Kuscheltiere.

Dann die Sache mit dem Töpfchen. Seit fast 3 Monaten geht sie nun auf eigenen Wunsch hin morgens nach dem Aufstehen auf selbiges. Alle Versuche, sie tagsüber auch dazu zu bewegen, scheiterten. Bis wir letzte Woche im Urlaub waren und sie – zumindest bis jetzt – zusätzlich auch vor dem Schlafengehen Pipi drauf machen möchte.
Außerdem hat sie verstanden, dass es hilft, beim Haare waschen die Augen zu schließen und den Kopf in den Nacken zu legen. Hurra, das hilft nicht nur ihr!

Viele Kleidungsstücke kann und will sie mittlerweile alleine ausziehen. Wird auch Zeit. 😉 Überhaupt möchte sie gerne so viel wie möglich alleine machen und ärgert sich immer wieder, wenn es doch nicht klappt.

Seit Dezember geht die Maus zum Kindertanz bzw. Ballett. Ich bin froh, dass es ihr so gut gefällt und sie sich dort ein bisschen zusätzlich bewegt und gleich noch etwas gegen ihre Knick-Senkfüße tut.

Ein großer Schritt war auch der Wechsel von der Krippe in den Kindergarten. Die Maus hat es sehr gut gemeistert – die Eingewöhnung war nach gut einer Woche bereits abgeschlossen. Trotzdem ist sie dort noch immer nicht ganz „angekommen“ – immerhin ist sie eine der Jüngsten und muss ihre neue Rolle erst finden. Sie beschwert sich über den Kindergarten aber nicht mehr als über die Krippe, daher denke ich, dass alles passt.

Die Beziehung zu ihrer kleinen Schwester hat sich um einiges verbessert. Während die Maus die Schnecke anfänglich eher ignoriert hat, möchte sie jetzt oft beim Wickeln helfen, beim Baden zuschauen und schimpft mit mir, wenn sie das Gefühl hat, ich tue ihrer kleinen Schwester unrecht. 😉 ♡

Mein kleines, großes Mäuschen ist 99 cm groß, wiegt 15,7 kg und hat einen Kopfumfang von 50 cm.