Archiv der Kategorie: Maus

2-in-1

Nein, dies wird kein Beitrag über das neuste Pflegeprodukt oder die ultimativen Spülmaschinentabs. Es ist die Fortsetzung meines letzten Artikels.

Nachdem uns – wie befürchtet – beim Elterngespräch eröffnet wurde, dass die Klassenlehrerin empfehlen würde, die Maus in Klasse 2 hochzustufen, begann wieder unser Gedankenkarussell. Ja, nein, vielleicht? Die gemischte Eingangsklasse sei genau für solche Fälle gemacht, um langsameren Kindern mehr Zeit für den Start zu geben und schnelleren mehr „Futter“. Die Maus würde nach schwierigerem Stoff lechzen und im Unterricht sowieso alles mitbekommen, was die Zweitklässler machen. Die Maus würde wie ein Erwachsener denken und sprechen und sei vom Verhalten der Erstklässler meilenweit entfernt. Solche und ähnliche Argumente wurden uns vorgelegt. Nichts, was wir nicht wussten oder zumindest geahnt hatten. Und doch hatte ich mir nie und nimmer vorgestellt, die Maus „springen“ zu lassen, zumal wir die Entscheidung gegen eine Einschulung als Kann-Kind ganz bewusst getroffen hatten und nicht unglücklich damit waren.

Nur wenige Nächte und viele graue Haare später hatten wir uns aber entschieden, den Weg zu gehen. Aus diversen Gründen, nicht nur schulischen, sondern auch aus sozialen. Denn auch wenn die Lehrerin uns konkret dazu nichts sagen durfte, empfahl sie uns zwischen den Zeilen, die Maus von den aktuellen Erstklässlern zu „erlösen“, da diese unglücklicherweise ein sehr „schwieriger“ Haufen sind und Besserung nicht zu erwarten ist, wenn im Sommer noch weitere jüngere Kinder dazu kommen. Zumal die Maus mit Unruhe und Lärm Schwierigkeiten hat und die Erstklässler ihrer Klasse auch nach einem halben Jahr noch auf den Tischen tanzen.

Dabei hatte ich mir vorgenommen, bei der Entscheidung nur die Belange der Maus zu berücksichtigen, aber wir konnten das Drumherum einfach nicht komplett ausblenden, denn die Situation in der Klasse ist wirklich extrem. Also fassten wir noch vor den Faschingsferien den Entschluss, dass die Maus ab sofort als Zweitklässlerin geführt wird.

Und was soll ich sagen? Sie war so stolz, so motiviert, so glücklich. Natürlich bedeutete und bedeutet diese Entscheidung auch Arbeit, denn wir müssen zB. den Stoff von einem Jahr Mathe aufarbeiten. Deutsch ist dagegen kein Problem, es ist ja das „Steckenpferd“ der Maus. Und auch Englisch, das sie nun glücklicherweise hat (bis letztes Jahr hatte man das in BaWü noch ab der 1. Klasse, daher haben die aktuellen 2er Englisch), läuft super nebenher – sie ist einfach ein Sprachentyp. Aber Mathe wie gesagt… Das wird eine Aufgabe… Ich hoffe und bete, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

„Vielleicht muss man sich manchmal dem Unvermeidlichen beugen, wenn diese Entscheidung so oft auf einen zurückfällt?“ meinte neulich eine andere Mutter zu mir. Ja. Vielleicht sollte es einfach so sein.

Bleibt noch ein offener, tragischer Punkt – die beste Freundin der Maus. Leider sieht es momentan so aus, als ob sie ein drittes Jahr in der Eingangsklasse verbringen wird. Dadurch hätte sie ihren Vorsprung von einem Schuljahr gegen einen Rückstand von einem Schuljahr eingetauscht. Verrückte Welt. Aber wenn das so kommen sollte, wird sie wohl zumindest die Klasse wechseln, das hat ihre Mutter mir schon angekündigt – es hätte also diesbezüglich auch nichts gebracht, die Maus nicht hochstufen zu lassen. Aber noch klammere ich mich an die Hoffnung, dass die Freundin es doch schafft – sonst stehen wir in Klasse 3 womöglich vor zusätzlichen Herausforderungen… Einfach und unkompliziert geht bei uns irgendwie nicht. Aber wir drücken die Daumen…

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Alles auf Null

Fast auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass mich die Entscheidung, ob die Maus als Kann-Kind eingeschult werden soll oder nicht, an meine Grenzen gebracht hat. Es war eine so schwere Entscheidung und ich war mehr als froh, dass sowohl das „Bonusjahr“ im Kindergarten als auch die Einschulung mit knapp 7 Jahren problemlos verliefen. Ich war so glücklich, gewartet zu haben. Alles fühlte sich richtig an.

Bis jetzt. Wir hatten es schon geahnt, dass es kommen würde und vor ein paar Tagen hatten wir dann eine Notiz der Lehrerin im Ranzen mit der Bitte, zum Elternsprechtag zu ihr zu kommen. Dieser Termin war heute. Kurzum: Die Maus wurde in allen Tönen gelobt, dass sie sehr weit sei mit dem Stoff und dass die Lehrerin uns nahelegen würde, die Maus ab sofort als Zweitklässlerin weiter zu unterrichten. Dies ist dank der jahrgangsgemischten Eingangsklasse in unserer Schule ohne größere Schwierigkeiten möglich.

Nun sind wir also wieder da, wo wir vor zwei Jahren waren – wir müssen eine Entscheidung treffen, die das Leben der Maus vermutlich stark beeinflussen wird und die wir eigentlich ohne Glaskugel nicht treffen können…

Der aufmerksame Leser wird vielleicht wissen, dass die Maus bei der Einschulung in die Klasse ihrer besten Freundin (die ein Jahr früher eingeschult worden ist) gekommen ist. Würde sie nun „springen“, wäre sie theoretisch in der selben Klassenstufe wie ihre Freundin. Ein Grund zur Freude? Nun ja – nur theoretisch, denn bei ihrer Freundin geht es im Moment um die Frage, ob sie nicht noch ein drittes Jahr in der Eingangsstufe bleiben wird. Wenn das so käme, wäre die Maus dann plötzlich eine Stufe über ihrer Freundin – verrückte Welt! Da diese Freundin aber unter Umständen dann die Klasse wechseln würde, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die Maus ab dem nächsten Schuljahr ohne sie auskommen muss, egal wer in welcher Stufe sein wird. Das wird Tränen geben, das weiß ich jetzt schon. Mein armes Mäuschen… Immerhin können wir nun ihre Freundin bei der Entscheidungsfindung ausblenden, denn das wäre mir ohne diese Situation schwer gefallen.

Ach ich weiß es einfach nicht. Einerseits schreit mein Bauch „Neeeein, alles so lassen, wie es ist!!!“, denn ein Aufstieg in Klasse 2 würde natürlich bedeuten, dass die Maus schon etwas ranklotzen müsste. Und wozu eigentlich? Wir haben es doch nicht eilig, in die Mühlen der weiterführenden Schule zu kommen! Ab da hört doch der Spaß am Leben irgendwie auf… Andererseits sehe ich natürlich auch, dass die Maus vom Auftreten und Lernen her näher an den Zweitklässlern ist, als an den Erstklässlern. Zumal letztere in ihrer Klasse ein ziemlich furchtbarer Haufen sind, der nur Chaos veranstaltet (das ist leider nicht meine persönliche Meinung, sondern ein echtes Problem, so dass sogar die Schulleitung involviert ist…). Und dann ist ja noch die Motorik der Maus, die zwar Fortschritte macht, aber eben nur langsam. Und in meinem Hinterkopf spukt eben immer der Gedanke, dass in Klasse 3 Schwimmunterricht stattfindet und in Klasse 4 die Fahrradprüfung. Beides Baustellen, die uns noch graue Haare bereiten werden, v.a. wenn sie jetzt plötzlich ein Jahr früher fällig werden.

Nicht zuletzt ist dann noch die emotionale Seite. Die Maus müsste sich in einem halben Jahr direkt wieder an eine neue Lehrerin gewöhnen, hätte „echte“ Klassenarbeiten wo sie doch mit Prüfungssituationen bisher so gar nicht gut klarkommt, wäre nie Patin für einen Erstklässler und nie gemeinsam mit der Schnecke an der Grundschule. Und auch wenn es lächerlich klingt – gerade über letzteres reden die beiden Mädels fast täglich, da wäre die Enttäuschung vermutlich groß.

Bis Montag sollen wir uns entscheiden, damit wir keine Zeit verlieren und die Maus durchstarten kann, falls gewünscht. Ein hartes Wochenende steht uns bevor…

Die Sache mit der Zahnfee

Der Tag, an dem der Maus ihr erster Milchzahn ausfiel, ist mir einen eigenen Blogbeitrag wert, denn es war ein „ganz besonderer“ Tag…

Es fing alles bei der Zahnärztin an. Wir verließen die Praxis mit einer leicht verstörten Maus und dem frisch „herausgewackelten“ Zahn in einer wubderschönen roten China-Plastikschatztruhe. Damit ihm auch ja nix passiert, verwahrte ich diesen Schatz in meiner Handtasche.

Als wir daheim angekommen waren, wollte die Maus die Truhe samt Zahn direkt beim Aussteigen aus dem Auto haben, um ihre Trophäe direkt de Schnecke und der Tante, die in der Zwischenzeit auf die Schnecke aufgepasst hatte, zu präsentieren. Ich gab ihr also die Schachtel und sie marschierte die Treppe zur Haustür hinauf. Ich schloss die Tür auf und die Maus rannte hinein und öffnete mit den stolzen Worten „Schaut mal, was ich hier habe!“ die Schatzkiste. Sie war leer.

Mir blieb das Herz stehen. Irgendwo auf den 10 Metern vom Auto bis zum Wohnzimmer musste dieser 5 mm große Zahn sein! Unter lautstarkem Geheul der Maus suchte ich im Schweiße meines Angesichts jede Ritze zwischen den Treppen ab, fand zwar auf der Fußmatte einen Stein, der genau wie ihr Zahn aussah, aber leider nicht den echten Zahn.

Kurz vor dem Verzweifeln kam mir die Idee, mal in meiner Handtasche zu suchen. Und was soll ich sagen? Er war aus der „tollen“ Schatztruhe herausgerutscht uns hatte mir die ganze Zeit beim Suchen zugeguckt. Was für eine Erleichterung!

Aber das war nicht das Ende der Geschichte. Denn nun begann das eigentliche Zeremonium, auf das zahlreiche Kinderbücher im Laufe der Jahre (unnötigerweise) hingewirkt hatten: die Sache mit der Zahnfee!

Natürlich hatte die vorausschauende Mutter bereits eine Kleinigkeit besorgt, um es dann im Fall der Fälle parat zu haben. Aber die Maus wäre nicht die Maus, wenn das alles „einfach so“ über die Bühne gegangen wäre.

Je später der Abend wurde, umso unruhiger wurde sie. Sie begann, bittere Tränen zu weinen, weil sie ihren schönen Zahn nicht an die Zahnfee abgeben wollte. Alle Bemühungen meinerseits, sie zu beruhigen oder zu behaupten, dass diese den Zahn gar nicht mitnimmt, sondern nur anschaut, liefen ins Leere. Ich war wirklich kurz davor, ihr zu sagen, dass das alles Lug und Trug ist, es keine Zahnfee gibt, keinen Weihnachtsmann und den Osterhasen sowieso nicht. Aber ich verkniff es mir.

Schon während dem Zähneputzen bat mich die Maus dann inständig, ihr zu versprechen, dass ich nicht die Zahnfee bin. Beim ersten Mal versuchte ich noch, darüber hinwegzusehen, aber auch an der Bettkante rang sie mir mehrfach dieses Versprechen ab. Und nein – nicht nur mir, sondern auch meinem Mann – diesen hatte ich mir in dem Moment nämlich als „Backup-Zahnfee“ auserkoren. Aber: versprochen ist versprochen. Und so diskutierten mein Mann und ich noch lange hin und her, was wir machen sollen, ob überhaupt, ob die Maus trauriger wäre über die Wahrheit oder über die Lüge. Mann Mann Mann.

Ich entschied mich dann dazu, ihr selbst einen Brief zu schreiben, wie stolz wir auf sie sind, dass sie ihre Zähne so toll putzt und wie tapfer sie beim Zahnarzt war, blablabla. Dann bastelte ich noch ein Pappding drumherum, klemmte das Geschenk, das eigentlich die Zahnfee gebracht hätte dran und legte es ins Zimmer der Maus während sie schlief.

Es wurde die schlimmste Nacht seit – ja, ich würde fast sagen seit Geburt unserer Kinder. Die Maus rief ab Mitternacht im Halbestundentakt nach mir. Sie hatte Angst vor der Zahnfee, Angst dass sie den Zahn nie wieder sieht, Angst dass die Zahnfee nicht kommt. Alles im Wechsel. Nachdem ich 7 Mal rübergegangen war, blieb ich bei ihr liegen und wir schliefen noch drei oder vier unruhige Stunden nebeneinander.

Mein armes Kind. Das alles wegen der doofen Zahnfee, die wir völlig unfreiwillig in unser Leben lassen mussten.

Der nächste Morgen startete natürlich mit einer Enttäuschung, da klar wurde, dass es wohl keine Zahnfee gibt. Da tröstete auch unser Geschenk nicht mehr. Nur die Tatsache, dass sie ihren Zahn behalten durfte, hellte die Stimmung ein wenig auf.

Beim zweiten Zahn schwiegen wir das Thema Zahnfee tot. Er fiel aus, wurde allen stolz gezeigt und landete in der Zahndose. Aber nicht in der aus Plastik… ;-)

Bleibender Mauszahn Nr. 1 und 2

Dieses Update ist längst überfällig – aber da ich die Grafik mit dem Milchzahngebiss erstmal auf eine für bleibende Zähne „umbasteln“ musste, hat es mal wieder länger gedauert. Aber jetzt! Jetzt sind wir gerüstet für die nächsten Jahre!

Natürlich startete auch die Sache mit den bleibenden Zähnen der Maus nicht bilderbuchmäßig. Es zeichnete sich schon bald ab, dass die beiden unteren bleibenden Schneidezähne hinter den Milchzähnen herauswachsen würden anstatt untendrunter. Somit hatte die Maus zur Einschulung zwar einen Wackelzahn – die gewünschte Zahnlücke ließ aber auf sich warten.

Mittlerweile weiß ich, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass die Zähne in zweiter Reihe herauswachsen – aber wie bei allem was man noch nicht „durch hat“, war es erstmal Neuland. Auch wenn mein Bauchgefühl mir sagte, dass das schon so passt, nervten mich meine Familienangehörigen so lange, bis ich mich verunsichern ließ und doch einen Zahnarzttermin vereinbarte.

Die Zahnärztin bestätigte mir, dass alles im grünen Bereich sei und wir dem Zahn noch ein paar Wochen Zeit geben könnten, von alleine auszufallen. Im selben Atemzug bot sie der Maus jedoch an, den Zahn mit ihr gemeinsam „herauszuwackeln“. Das klingt auf jeden Fall besser als ziehen und so sprang die Maus zu meiner großen Verwunderung sofort auf dieses Angebot an. Vermutlich, weil sie endlich eine Zahnlücke haben wollte…

Nun ja. Auch wenn der Zahn nur noch an einem Eckchen festsaß, war es natürlich etwas unangenehm, trotz aufgetupfter Betäubung. Die Maus nahm es zwar tapfer hin, aber als dann der zweite Zahn wieder hinter dem Milchzahn herauskam, war klar, dass wir ihm die Zeit zum Ausfallen geben, die er braucht.

Und er brauchte viiiiel Zeit. Denn die Maus benutzte ihn nicht mehr und wackelte auch nicht mit der Zunge daran herum. Schonhaltung. Nachdem er mehrere Tage unter großem Trara und vielen Tränen am seidenen Faden durch die Welt getragen wurde, fiel er an einem Abend quasi vom Atemhauch angetrieben einfach aus. Plopp. Große Erleichterung und Freude bei allen Beteiligten.

Zum Thema Zahnfee schreibe ich einen separaten Beitrag, das würde hier sonst zu viel Text werden.

Nun warten wir jedenfalls auf die nächsten Übeltäter. Die beiden oberen vorderen Schneidezähne wackeln schon ein bisschen. Aber es wird vermutlich noch ein halbes Jahr dauern, bis es ernst wird. Mal sehen!

Schulkindmama – ein erstes Fazit

Ziemlich genau zwei Monate ist es nun her, dass die Maus eingeschult wurde. Und was soll ich sagen? Es kommt mir vor, als wären es schon Jahre.

Die Maus macht sich bis jetzt sehr gut in der Schule, was vom Lernen her zu erwarten war, vom sozialen Aspekt her aber fraglich. Nun hatte sie aber einen tollen Start, bestimmt auch deshalb, weil sie in die Klasse ihrer besten Freundin kam, die obendrein ihre Patin und Nebensitzerin wurde (wir haben eine Eingangsklasse, in der 1. und 2. Klasse zusammen unterrichtet werden).

Ein erstes Elterngespräch hatte ich auch schon – die Klassenlehrerin war voll des Lobes, wie schön. Lediglich das motorisches Defizit der Maus wurde thematisiert, auch im Namen der Sportlehrerin, so dass ich kurz die Gründe dafür erläutern konnte und mich auch verstanden fühlte.

Die Maus selbst fühlt sich wohl in ihrer Klasse, liebt insbesondere den Religionsunterricht, weil der Reli-Lehrer Gitarre spielt und geht bisher auch recht gut mit ihren Problemen beim Sport um. Ich bin gespannt, ob dieses Thema sie mit der Zeit mehr beschäftigen wird. Aber ich wünsche ihr, dass es auch hier hilft, dass einige Kinder aus ihrem Kindergarten in ihrer Klasse sind und diese ja längst wissen, dass sie eben manche Dinge nicht so gut kann.

Aber auch wenn das nun alles nach Routine klingt: Richtig entspannt ist es nicht, ein Schulkind zu haben! Wir müssen sooo früh aufstehen – eine Stunde früher als zur Kindergartenzeit -, hetzen mittags oft von der Schule zum Kindergarten oder umgekehrt, schnell heim um das Mittagessen in uns reinzustopfen, damit wir rechtzeitig in der Musikschule, beim Ballett oder sonstwo sind. Dazwischen oder teilweise auch in Warteräumen Hausaufgaben machen. Abends das gleiche Hetzen wieder – schnell essen, bloß nicht noch etwas anfangen! Und dann ab ins Bett. Meistens später als es nötig wäre. Gefühlt bin ich den ganzen Tag damit beschäftigt, die Kinder rumzukommandieren und zur Eile aufzurufen. Ich war so froh über unsere ersten Schulferien!

So wird es also die nächsten rund 15 Jahre laufen. Uffz. Vielleicht setzt ja bei mir endlich mal die senile Bettflucht ein, damit wenigstens ich morgens leichter aus den Federn komme…

Wir sind eingeschult!

Was für eine Woche hinter uns liegt! Letzten Freitag wurde die Maus eingeschult und um es kurz zusammenzufassen: Es war eine sehr schön organisierte Einschulungsfeier, davor ein (optionaler) kurzer, kindgerechter Gottesdienst und am Ende die erste Schulstunde für die Kinder und Kaffee und Kuchen für die Eltern.

Bei uns waren die beiden Omas und der Opa die einzigen Gäste, was aber einen angenehmen, kleinen Rahmen darstellte. Sie waren ab dem Gottesdienst dabei und durften dank gutem Wetter auch bei der eigentlichen Feier auf dem Schulhof zuschauen (drinnen hätten aufgrund Platzmangels nur 2 Personen pro Kind mitkommen dürfen). Nach der Schulstunde und den obligatorischen Fotos im Klassenzimmer (merke: auch in drei Jahren bei der Schnecke lieber schon vor der Veranstaltung Fotos im Freien machen – danach könnte die Lust darauf etwas geschmälert sein…) gingen wir zum Mittagessen in ein Restaurant. Gegen 15 Uhr war der „Spuk“ vorbei und wir konnten ins Wochenende starten.

Seitdem ticken die Uhren hier anders. Die Maus muss jeden Tag um 8 Uhr in der Schule sein. Bei einer halben Stunde Fußweg (inkl. Puffer) müssen wir morgens um 6:10 Uhr aufstehen. Also ich. Die Kinder wecke ich kurz vor halb 7, fast eine Stunde früher als bisher. Was zur Folge hat, dass sie eigentlich auch eine Stunde früher schlafen gehen sollten. Also auch eine Stunde früher Abendessen, und so weiter.

Ich fühle mich seit einer Woche, als sei ich den ganzen Tag gehetzt. Nein, ich fühle mich nicht so, ich bin es! Morgens Tempo Tempo, damit man die Laufgruppe nicht warten lässt. Mittags schnell zum Abholen in die Schule, weil der Kindergarten der Schnecke um 13:30 Uhr schließt, dann flott zu Mittag essen, Hausaufgaben machen und zapp zarapp zu den Freizeitprogrammen. Ein Nachmittag Musikschule, einer Ballett. Von dort hopplahopp heim, denn es gibt gleich Abendessen und – oh je! schon wieder so spät! – schnell ins Bett… Dass wir Eltern eigentlich auch eine oder zumindest eine halbe Stunde früher schlafen gehen sollten, haben wir leider noch nicht umsetzen können…

Ich bin gerädert. Aber: Ich bin glücklich, denn mein Kind mag die Schule fürs erste und macht sehr motiviert Hausaufgaben. Sogar die Betreuung bis mittags im Schülerhaus hat reibungslos funktioniert, was will man mehr? Ach ja: Dass es möglichst lange auch so bleibt!!

Der letzte Frei-tag

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus – nächsten Freitag wird die Maus eingeschult! Ich bin soweit durch mit Schultüte basteln, Inhalt und Schulkram besorgen, Tagesablauf zur Einschulung organisieren – lediglich die Kleidung steht noch nicht fest, da der Wetterbericht von Tag zu Tag zwischen 18 und 27 Grad schwankt. Ich werde dieses Thema also wohl erst Mitte nächster Woche angehen.

Was mir heute aber auffiel, als ich mich um Viertel nach 7 so langsam aus dem Bett schälte: Ab nächster Woche ist es aus mit dem Lotterleben! Freitags ist ja mein „freier“ Vormittag, an dem ich nicht im Büro arbeite. Daher bin ich an dem Wochentag nicht wie sonst etwas früher aufgestanden als die anderen, sondern erst, wenn der Wecker meines Mannes klingelt. Um 7 Uhr. Oder 7:10 Uhr. Oder 7:20 Uhr… Je nach dem, was „Mister Snooze“ veranstaltet. ;-) Jedenfalls war es heute 7:23 Uhr, als die Maus die Augen aufschlug und sich nochmal mit dem Kopf auf meinen Schoß kuschelte. Um etwa diese Zeit werden wir ab Montag in 10 Tagen zur Schule losgehen müssen. Losgehen! Nicht aufstehen… Ich weiß, dass wir bisher luxuriös spät aufstehen konnten. Dafür ging das Programm dann halt abends länger. Nun muss die ganze Familie umgepolt werden… Wir haben dieses Jahr somit noch zwei Zeitumstellungen um je eine Stunde vor uns – die „offizielle“ im Oktober und dann noch die in der übernächsten Woche. Uffz. Ich bin gespannt, wie wir das hinbekommen!

Na Logo!

Neulich fiel mir auf, dass ich hier noch gar nichts über den Besuch der Maus bei der Logopädin berichtet habe. Klar, ich hab einiges nicht verbloggt, was in den letzten Monaten passiert ist, aber zu diesem Thema möchte ich gerne ein paar Dinge aufschreiben, damit ich sie mir später mal wieder in Erinnerung rufen kann.

Mit dem Thema Lispeln wurden wir eigentlich erst bei der U9, also kurz nach dem 5. Geburtstag der Maus, konfrontiert. Mir war natürlich auch davor schon bewusst, dass sie lispelt, aber eigentlich war ich überzeugt davon, dass sich dies von alleine geben würde. Spätestens mit dem Zahnwechsel. So liest man es ja gerne und so sagte es mir auch mein Bauchgefühl.

Nun waren wir also zur U9 bei unserer sehr netten Kinderärztin, die wir obendrein auch noch „als Mutter“ aus dem Kindergarten kennen und sie empfahl uns, höchstens noch drei Monate abzuwarten, dann aber zur Logopädie zu gehen, falls sich ohne Einschreiten keine Verbesserung zeigen würden. Eigentlich überraschte mich das, denn ich hätte eher damit gerechnet, auf die mangelhafte Grobmotorik der Maus angesprochen zu werden, als auf ihr dezentes Lispeln.

Innerlich sträubte ich mich auch direkt gegen die Logopädie, da ich es – ähnlich wie das Thema Zahnspange – für eine Modeerscheinung halte. Zudem hatte ich Angst, die Maus könnte denken, etwas sei mit ihr nicht in Ordnung. Und da sie sich durchaus darüber bewusst ist, dass sie Gleichaltrigen körperlich unterlegen ist, wollte ich verhindern, dass die Sprache – ihre „Schokoladenseite“ – auch noch kritisiert wird.

Dann brachte die Kinderärztin aber das Argument ein, das bei mir zog: Sollte es sich doch nicht von alleine geben, müsste man die Logo-Termine zu einem Zeitpunkt absolvieren, in dem das Kind schon zur Schule geht und dies sei dann ein zusätzlicher zeitlicher und psychischer Stressfaktor.

Also starteten wir nach den Sommerferien mit einem 10er-Rezept bei einer Logopädin, bei der es der Maus auch echt Spaß machte. Die Treffen waren zunächst wöchentlich, schon bald aber nur noch alle 2 oder 3 Wochen, weil die Maus rasch große Fortschritte machte. Am Ende des sechsten Termins lobte die Logopädin die Maus im Gespräch mit mir, dass sie ja nun gar nicht mehr lispeln würde. Daraufhin musste ich ihr allerdings „den Zahn ziehen“, denn die Maus sprach ab Verlassen der Logopädie wie gewohnt, nur beim Üben oder eben bei der Logopädin selbst ließ sie die Zunge verschwinden.

Und dann zeigte mir die Maus ein Mal mehr, warum sie „irgendwie anders“ tickt als andere. Sie hatte das Gespräch mitgehört, obwohl sie abseits mit der Schnecke spielte und lispelte ab dem Tag nicht mehr. Kein einziges Mal. Ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern, wie ihre Sprechweise vor einem halben Jahr noch klang. Wir kamen also noch zu einem 7. Termin, aber da war klar, dass sich das Problem für uns erledigt hat.

Die Maus. So ist sie halt.

Als Scotty bei uns einzog…

Es war ein paar Tage vor Weihnachten, als ich die glorreiche (NICHT!) Idee hatte, zusammen mit Maus und Schnecke, nur mal kurz in dem mir vielfach empfohlenen Taschenladen vorbeizuschauen, um mir für einen groben Überblick Schulranzenprospekte geben zu lassen. Ok. Wer findet den Fehler?

Genau. Zusammen mit dem zukünftigen Schulkind „bloß mal gucken“ ist natürlich eine hirnrissige Idee. Als hätte ich nicht seit 6 Jahren Kinder. Jedenfalls zeigte uns der überaus nette Ladenbesitzer sein Sortiment. Während er gerade erklärte, welche Marken, Vorzüge und Nachteile es gibt, verkündete die Maus plötzlich: „Ich weiß sowieso schon, welchen Ranzen ich will!“

Sie zeigt auf einen Ranzen mit Eulenmotiv. Einer der wenigen Mädchenranzen ohne pink-rosa-flitter-glitter-Einhornprizessin. Ein klein wenig Erleichterung ereilte mich. Trotzdem wollte ich das nicht einfach so auf die Schnelle entscheiden, zumal so ein Ranzen keine Ausgabe aus der Kaffeekasse ist… Außerdem wollte ich mich online informieren, ob das nicht vielleicht ein „No-go-Modell“ ist, das man auf keinen Fall kaufen sollte oder ob ihm etwas wichtiges fehlt. Oder es nicht etwas hübschere Alternativen gibt, den so richtig 100 %ig schön fand ich ihn dann auch wieder nicht.

Glücklicherweise war der Ladenbesitzer der einzige nicht aufdringliche Verkäufer, den ich je getroffen habe und er redete auf die Maus ein, dass wir jederzeit diesen Ranzen nachbestellen könnten und wir auch im Frühjahr wiederkommen könnten. Dann lugte seine Frau plötzlich ums Eck und warf in den Raum, dass der Eulenranzen aber ein Vorjahresmodell sei und sie nur diesen einen noch da hätten.

Die Maus weinte natürlich los, weil sie uuuunbedingt die aller-allerletzte kleine Eule auf dieser Welt haben wollte. Denn auf dem Ranzen ist nicht nur eine große Eule mit (wie ich finde nicht so ganz gelungenen) Glubschaugen zu sehen, sondern auch „Scotty“, ihr süßes Baby.

Ich kürze es nun ab: Während ich vor einem Jahr noch ein Kind im Kindergarten belächelt habe, weil es nach Weihnachten schon seinen Schulranzen präsentierte, kauften wir nach mehreren Tagen Bedenkzeit zwei Tage vor Heiligabend den Ranzen für die Maus.

Warum? Weil er ihr gefallen muss und nicht mir. Weil sie ihre Vorlieben normalerweise nicht so schnell ändert. Weil ich keine Eulen-Alternative gefunden habe. Und weil ich mich dann am Ende auch ein bisschen in „Scotty“ verliebt habe…

Dies ist im Übrigen keine Werbung oder Empfehlung für eine bestimmte Schulranzenmarke! Der Ranzen ist vielleicht gut, vielleicht aber auch ein totaler Reinfall – das wird sich noch zeugen… Ich bekomme kein Geld für diesen Post und berichte einfach nur, wie es bei uns war. :-)

Einmal Kann-Kind, Schulpflicht und zurück, bitte!

Über ein halbes Jahr ist es her, dass wir eine der bislang schwierigsten Entscheidungen für die Maus treffen mussten: vorzeitig Einschulen oder nicht?

Das kam so: Der Stichtag für die Einschulung in Baden-Württemberg ist derzeit der 30. September. Ist man in den Monaten danach geboren – also wie unsere Novembermaus -, ist man automatisch ein „Kann-Kind“ und die Eltern bekommen zusammen mit dem Einschulungsschreiben der „Muss-Kinder“ eine schriftliche Anfrage, ob man beabsichtigt, sein Kind vorzeitig einschulen zu lassen oder nicht. 

Natürlich kam das für uns nicht überraschend – es ist ja jedes Jahr im Kindergarten Thema, wer da jetzt früher geht oder auch nicht. Wenn man dann aber plötzlich selbst dieses Schreiben in den Händen hält, geht die Karussellfahrt erst richtig los…

Bei uns im Kindergarten sind alle Muss- und Kann-Kinder des jeweiligen Kindergartenjahres die sogenannten „Großen“. Schon allein deshalb, weil die Muss-Kinder alleine zu wenig für eine Ausflugsgruppe wären. Sie machen gemeinsame Waldtage und auch einige Aktionen, bei denen nur sie dabei sind, finden statt. Einerseits, weil man mit den „Großen“ eben schon andere Dinge unternehmen kann, aber auch weil der Zusammenhalt für die Schule gefördert werden soll.

Dadurch – aber auch bedingt durch die Tatsache, dass die Maus von ihrer Ausdrucksfähigkeit her schon immer eher den Großen entsprochen hat, hatte die Maus ausschließlich näheren Kontakt mit Mädels, die diesen Sommer eingeschult wurden. Auch ihre beste und einzige „richtige“ Freundin war ein „Muss-Kind“.

Im März galt es dann, eine endgültige Entscheidung zu treffen – und quasi zu erahnen, wie die Situation in einem halben Jahr sein würde. Die Erzieherinnen rieten uns von einer Einschulung ab – nicht aus kognitiver Sicht, sondern aufgrund der motorischen Entwicklungsverzögerung der Maus und ihrer noch nicht allzu stark ausgeprägten Sozialkompetenz. Die Kinderärztin riet auch ab, aber eher aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen. Der Rest unserer Familie, inklusive meinem Mann, erwarteten eine vorzeitige Einschulung, da die Maus ein sehr wissbegieriges Kind ist, zudem schon so langsam anfing zu lesen und beim optischen Vergleich eher zu den diesjährigen Schulkindern passte als zu den „Kleinen“. 

Da stand ich nun. Tief in meinem Herzen wissend, dass beide Entscheidungen falsch sein würden. Eine frühe Einschulung würde die Maus sicher vor harte Herausforderungen stellen, denn durch die gemischte Eingangsklasse (gemeinsamer Unterricht der Klassen 1+2) würde sie sich u.a. gegen bis zu 3 Jahre ältere Kinder durchsetzen müssen. Dass sie noch sehr unsicher Treppen steigt und im letzten Jahr das Wort Schule in keinem Satz erwähnt geschweige denn in einem Rollenspiel thematisiert hat, setzte ich durch, dass sie nicht eingeschult wird. 

Selbstverständlich wurde mir dies direkt vorgeworfen, als die Maus viele Wochen vor den Ferien svhon ziemlich traurig in die Zukunft blickte. Aber wer garantiert mir, dass die Freundschaft bestehen bleibt? Nachher ist die Maus völlig überfordert eingeschult und ihre Freundin orientiert sich um – was dann?

Tatsächlich findet sie zu unserer großen Erleichterung einige neue Spielpartner im Kindergarten, wenn auch nichts „Intensives“. Aber wir sind ja auch noch am Anfang des Kindergartenjahres. Außerdem wechselt in 2 Wochen ihre Schwester zu ihr.

Mein Fazit knapp 2 Wochen nach Schulbeginn: Auch wenn die Maus mittlerweile super lesen kann (ganze Bücher), zweifle ich nach wie vor an ihrer Schulfähigkeit und bin nicht unglücklich über unsere Entscheidung. Aber wer weiß, was noch kommt. 

Bleibt nur noch zu sagen, dass ich auch erst mit knapp 7 eingeschult wurde und aus mir trotzdem was geworden ist. 🤣 Die Hoffnung stirbt zuletzt. ;-)

Eine beste Freundin für die Maus

Ich habe es im Halbjahresbericht schon erwähnt: Die Maus hat endlich eine Freundin gefunden! Und zwar nicht nur eine, mit der sie gut klarkommt. Eine „beste Freundin“. So bezeichnen die beiden sich jedenfalls gegenseitig.

Das Ganze hat sich seit ihrem 5. Geburtstag langsam entwickelt und ging so weit, dass ihre Freundin – ich nenne sie mal Bibi – wirklich jeden Morgen an der Kindergartentür auf sie gewartet hat. Dadurch ging die Maus plötzlich richtig gerne in den Kindergarten – hurra! Auch „private“ Treffen daheim gab es immer wieder mal, sogar direkt zum Mittagessen. Diese liefen dann zwar nicht komplett ohne „Moderation“ der anwesenden Eltern, aber nach einem ganzen Vormittag zusammen im Kindergarten können einem gegen Abend auch irgendwann die Ideen ausgehen, das ist ja berechtigt. Wenn ich bedenke, wie schwer sie sich immer getan hat mit anderen Kindern, lässt das mein Mutterherz vor Freude hüpfen!

Die beiden spielen am liebsten „Bibi und Tina“. Die Freundin ist Bibi, die Maus Tina. Freundlicherweise darf Tina ihrem Zusammenspiel auch hexen, sonst wäre es ungerecht. :-) Den Rest der Zeit spielen sie Schlümpfe, Arzt oder Schatzsuche. Und ganz neu „Superhelden“.

Aber: Eigentlich müsste ich diesen Artikel in der Vergangenheitsform schreiben, denn mit unserer Entscheidung, die Maus nicht als „Kann-Kind“ einschulen zu lassen, reißen wir diese Freundschaft entzwei. (Zu unseren Beweggründen werde ich einen separaten Blogbeitrag verfassen.) Ich wünschte, die Freundschaft könnte erhalten bleiben. Aber auch wenn man gelegentliche Treffen organisieren wird – es wird doch anders sein. Man sieht sich nicht täglich und „Bibi“ wird auch in der Schule neue Freundschaften knüpfen.

Bleibt mein kleines Kindergartenkind, das morgens plötzlich nicht mehr am Eingang freudestrahlend empfangen wird. Das eigentlich seit der Einschulung gestern keine einzige Freundin oder wenigstens Bezugsperson im Kindergarten mehr hat, denn sie hatten sich zu den „Großen“ hin orientiert und die sind nun alle weg.

Was hatten wir Angst vor diesem Tag! Die Maus und ich fast noch mehr. Ich bat die Erzieherinnen, ein Auge auf sie zu werfen. Stellte mir Sturzbäche an Tränen vor beim Abgeben am Morgen. Aber: Zu unserer großen Verwunderung ergaben sich sowohl vorgestern als auch gestern nette Aktionen, sie fand Spielpartner und war beim Abholen gut gelaunt. So drücken wir nun also alle verfügbaren Daumen, dass das so bleibt, dass sie unter den „neuen Großen“ Anschluss findet und es schafft, über den Verlust wegzukommen. In 3 Wochen beginnt dann die Eingewöhnung der Schnecke im Kindergarten – spätestens dann hat sie wieder eine kleine Freundin vor Ort. :-)

5,5 Jahre Maus

Wieder ist ein halbes Jahr vorbei. Ein halbes Jahr, in dem sich einiges getan hat, in dem wir aber auch wichtige, schwere Entscheidungen treffen mussten.

Die schönste Entwicklung ist auf jeden Fall, dass die Maus im letzten Halbjahr eine „beste Freundin“ gefunden hat. Sie sind im Kindergarten unzertrennlich und es ist toll anzusehen, wie die beiden miteinander umgehen. Wer hätte das gedacht, als ich mir vor zwei Jahren zu diesem Thema noch so viele Sorgen gemacht habe…
Trotzdem wird dieses Glück bald auf eine harte Probe gestellt, denn zu Beginn des Jahres mussten wir eine schwere Entscheidung treffen: Wird die Maus als „Kann-Kind“ eingeschult oder nicht? Die Freundin muss auf jeden Fall zur Schule. Wir haben uns nach langem Hin und Her aber dagegen entschieden und so werden wir sehen müssen, wie alle Beteiligten mit der Situation klarkommen.
Im Übrigen war das letzte halbe Jahr stark von Schlümpfen geprägt. Falls sich jemand fragt, wo „Schlumpfhausen“ liegt – es ist mittlerweile in unserem Haus. :-) Aber durch die Freundin der Maus sind auch „Bibi und Tina“ bei uns eingezogen, so dass hier fleißig alles verhext wird, was nicht niet- und nagelfest ist.

Die fürs Auge schönste Entwicklung ist, dass die Maus begonnen hat, „frei“ zu malen. Bisher hatte sie immer eine Zeitlang ein bestimmtes Motiv, das sie täglich, immer wieder malte. Erst waren es ihre berühmten „Schattenmäuse“, dann Igel und später „Fussel“. Nun malt sie Raumschiffe, Schlümpfe, Roboter – was ihr gerade in den Sinn kommt oder was gerade Thema ist. Sie ist dabei sehr detailverliebt bei der Formgebung – das Ausmalen ist ihr nicht so wichtig, da wird dann schonmal ein wenig „geschludert“. :-)
Außerdem hat sie Lego ein bisschen für sich entdeckt. Sie schafft es u.a., ein 155-teiliges Raumschiff alleine mit Hilfe der Anleitung zusammenzubauen!

Im Alltag sehr geschickt ist die Tatsache, dass die Maus seit Neustem Groß- und Kleinbuchstaben lesen kann. Großbuchstaben gingen ja schon länger, aber nun liest sie schon ganze Textstellen vor, Wahnsinn. Mein großes Mäuschen.

Motorisch geht es langsam voran, aber immerhin vorwärts. Sie traut sich nun, ca. 50 cm herunterzuspringen, wenn man sie an den Händen hält. Und im Winterurlaub hat sie sich tatsächlich zu 4 Tagen Bambini-Skikurs überreden lassen. Den Schlümpfen sei Dank! (Es gab für jeden absolvierten Tag ein kleines legoähnliches Schlumpfgeschenk…) Und sie hat es zwar vorsichtig, aber dennoch sehr toll gemeistert.

Ach ja – und dann war da noch die erste Zeckenimpfung, bei der sie sooo tapfer war, dass ich es kaum glauben konnte.

Nun geht es auf die 6 zu!

Die Maus ist 5 1/2 Jahre alt. Sie ist 115 cm groß, wiegt 20 kg und hat einen Kopfumfang von 51,5 cm.

5 Jahre Maus

Die Maus ist 5!

Das letzte halbe Jahr hat so viele Veränderungen gebracht – gut, dass ich mir alles aufschreibe, sonst hätte ich das gar nicht bemerkt… :-)

Allem voran: Die Maus braucht nun auch in der Nacht keine Windeln mehr! Kurz nachdem sie 4,5 Jahre alt war, wollte sie die Nachtwindel weglassen. Und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt, damit so lange zu warten, bis sie es von sich aus will, denn wir hatten dadurch nur sehr selten „Unfälle“ in der Nacht.

Ein weiterer Meilenstein – wenn man ihre Vorgeschichte diesbezüglich kennt – ist die Tatsache, dass sie sich jetzt die Haare mit der Duschbrause waschen lässt. Kopf in den Nacken und alles läuft prima. Unglaublich, aber es hat tatsächlich rund 3 Jahre gedauert, bis sie das wieder zugelassen hat. Waschlappen und Becher ade!

Dann haben wir wieder einen Sommerurlaub in Italien verbracht, bei dem die Maus zu einer richtigen Wasserratte geworden ist. Seitdem traut sie sich, mit Schwimmflügeln alleine im Wasser zu stehen (auch im Schwimmbad) und wagt erste Paddelversuche. Ach ja – ihre „Frühstücks-Schnabeltasse“ konnten wir im Urlaub auch verabschieden. Dank der Ablenkung durch die schönen bunten Plastiktassen im Hotel trank die Maus ihre Frühstücksmilch dort nämlich aus der Tasse – so hatte sie zu Hause kein Argument mehr, warum es nicht mit einer normalen Tasse klappen sollte… :-)

Die psychomotorische Therapie mussten kurz vor dem Geburtstag leider schweren Herzens beenden, da die Therapeutin keinen geeigneten Raum mehr findet. Jedoch haben wir gemeinsam festgestellt, dass die Maus in dem halben Jahr große Fortschritte gemacht hat und sind guter Dinge, dass es auch ohne geht. So traut sie sich nun z.B. Treppen im Wechselschritt hochzugehen, ohne sich am Geländer festzuhalten. Auch runter geht es im ohne Geländer, allerdings noch im Nachstellschritt. Und: Rutschen – die große Phobie der letzten Zeit – ist plötzlich zu einer ihrer liebsten Beschäftigungen geworden.

Jaaaa… Dann hat die Maus von heute auf morgen Pfeifen und Schnippen gelernt und gehört im Kindergarten (als „Kann-Kind“, das evtl. nächsten Sommer eingeschult wird) zu den „Großen“. Sie hat dort in den letzten Wochen viele neue Freunde gefunden, oder nennen wir es vielleicht lieber Bekanntschaften, denn so richtig Freunde mit häufigem privaten Treffen o.ä. sind sie nicht. Aber bestimmt wird auch das noch.

Wie es sich gehört für so viele Veränderungen war das letzte halbe Jahr geprägt von einer oft übellaunigen, zeitweise auch aufmüpfigen Maus, die eben testen muss, wo die Grenzen sind. Ich hoffe inständig, dass sich dies mal wieder für längere Zeit legt. Und am allermeisten hoffe ich, dass sie irgendwann aufhört, soooooo sehr zu trödeln, wie sie es seit geraumer Zeit tut. Das bringt mich nämlich immer wieder zur Weißglut…

Die Maus ist nun 112 cm groß, wiegt 19,2 kg und hat einen Kopfumfang von 51,5 cm.

Oskar

So langsam läuft der Alltag hier wieder an. Die erste Woche nach den Ferien ist natürlich besonders spannend, da auch die „Freizeitaktivitäten“ nach gut 6 Wochen wieder weitergehen.

So z.B. gestern die Musikschule. Die Maus ist nun im zweiten Jahr der musikalischen Früherziehung und dieses Jahr wird zusätzlich zu dem normalen Unterrichtsprogramm („Musimo“) auch ein bisschen Glockenspiel gelernt. 

Als gestern die Tür nach dem Unterricht aufging, stürmten alle Kinder raus und schrien wild durcheinander, um den Müttern die tollen Neuigkeiten zu überbringen  – jedes von ihnen mit einem Berg Material bepackt: Ein neues Musimo-Heft, ein noch leerer Notenordner und ein Glockenspiel. 

Die Maus war stolz wie Oskar und lief mit einem breiten Grinsen und der Glockenspiel-Tasche in der Hand umher. Jedem erzählte sie, sie sei heute beim Glockenspiel-Unterricht gewesen… 😊 Ich bin jedenfalls gespannt, wie dieses Musikschuljahr verlaufen wird!

4,5 Jahre Maus

Ein halbes Jahr ist mein letzter Bericht über die Maus her und obwohl ich eigentlich das Gefühl habe, sie ist noch „die alte“, sehe ich in meinen Aufschrieben, dass sich wieder einiges getan hat.

Vor allem in puncto Grobmotorik hat sich ein bisschen was verändert bzw. verbessert. Die Maus kann nun endlich einigermaßen hüpfen, mit beiden Beinen. Sie traut sich immer mehr zu, auch beim Klettern oder Rutschen. Wir haben seit geraumer Zeit diverse „Hilfsmaßnahmen“ am Start – Schuheinlagen wegen den Knick-Senk-Füßen, Psychomotorische Therapie wegen ihrer stark ausgeprägten Angst, Ballettuntericht für die „Basics“ der Bewegung. Das scheint ihr alles irgendwie zu helfen und man hat das Gefühl, dass langsam etwas in Gang kommt.

Kurz nach ihrem 4. Geburtstag konnte sie bereits einfache Worte in Großbuchstaben ohne Probleme lesen, ihren Namen schreiben sowieso. Das Interesse an Büchern und Lesen ist allerdings ein wenig verloren gegangen, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass ich es seit der Geburt der Schnecke einfach nicht mehr so oft in Ruhe anbieten kann.

Ihr Verhältnis zu anderen Kindern ist nach wie vor zurückhaltend, die „Hochphase“ um ihren Geburtstag herum ist wieder ein wenig eingeschlafen, so dass sie „privat“ (also außerhalb des Kindergartens) keine großartigen Ambitionen hat, andere Kinder zu treffen. Auch mit der Schnecke spielt sie zur Zeit nicht mehr so viel – wenn, dann wird nur sich gegenseitig geärgert, Spielzeug weggenommen und dergleichen. Wie das halt so ist.

Launemäßig hatten wir schon bessere Lebensabschnitte. Die Maus ist oft gereizt oder schlecht gelaunt, kann sich nicht lange selbst beschäftigen, trödelt unsäglich, meckert an allem herum. Unzählige Male musste ich mit irgendwelchen Verboten drohen, damit sie „in die Pötte“ kommt. Aber das gehört vermutlich zu dem Alter dazu…

Die nächtliche Windel ist im Übrigen nach wie vor unser Begleiter. Aber ich vertraue da ihrem Gefühl – tagsüber hat sie es auch von sich aus angeleiert und dann super gemacht. Und da morgens immer mal wieder etwas in der Windel ist, vermute ich, dass es einfach noch etwas Zeit braucht.

Einen ersten Berufswunsch hat die Maus nun übrigens auch – sie möchte Astronautin werden! Da ist sie sich ganz sicher. Na prima. Ich hoffe, sie findet vielleicht noch eine Alternative… :-)

Die Maus ist nun 107 cm groß, wiegt 18,5 kg und hat einen Kopfumfang von 51 cm.

Für das nächste halbe Jahr wünsche ich mir, dass sie wieder mehr Kontakte zu anderen Kindern bekommt, weiter Mut hat, an ihren Schwächen in der Motorik zu arbeiten und dass sie ein so tolles Kind bleibt, wie sie es ist! :-)

Ein Tag im Ausnahmezustand

Bei uns steht diese Woche alles Kopf. Wegen dem anstehenden Urlaub. Alles waschen, packen, vorbereiten. Und dazwischen gefühlt tausend Termine. Arbeiten, Freizeit, Zusatzveranstaltungen, die zufällig und dummerweise genau auf diese Woche fallen. Und dann noch Maus und Mann, die kränkeln. Was will man mehr?

Gestern dachte ich dann zeitweise, ich falle einfach um. Vormittags arbeiten, Wäsche falten, Liste abstreichen, ständig mit dem Gedanken, dass mir die Zeit davon läuft, da es der letzte Tag diese Woche war, an dem meine Mutter die Schnecke betreuen konnte.

Mittags hab ich dann so früh wie möglich die Maus aus dem Kindergarten abgeholt, da sie Generalprobe von ihrer Ballettschule hatte. So richtig groß wird der anstehende Auftritt aufgezogen, in einer riesen Halle, wo die Probe auch 3,5 Stunden lang stattfand. Das größte Problem: Eltern durften nicht anwesend sein. Da die Halle ein Stück von uns entfernt ist, fuhr die Maus mit der Mutter einer Freundin mit dorthin. Das war gegen 14 Uhr. Darauf folgten 4 der fiesesten Stunden meines Lebens. Ich machte mir solche Sorgen, ob es der Maus gut geht. Ich meine – die Betreuerinnen kannte ich zwar, aber diese fremde Umgebung, die ungewohnte Situation, das viele Warten und ein gewisser Grad an Selbstständigkeit – ich traute das der Maus irgendwie nicht zu. Ich musste ständig um Atem ringen, mein Magen rebellierte und meine Gedanken kreisten um meine Entscheidung, nicht als Betreuerin zu melden. Weder packen, noch Großeinkauf vorbereiten, Kaffee trinken mit meiner Mutter noch eine heiße Dusche konnten mir Ablenkung verschaffen.

Um 17 Uhr hielt ich es nicht mehr aus und fuhr zur Halle. Viel zu früh, aber ich wollte wenigstens dort im Foyer sein. Was war ich froh, als die Maus um kurz nach 18 Uhr in meinen Armen lag! Es war, als hätten wir uns wochenlang nicht gesehen. Eine Betreuerin erzählte mir gerade noch, wie toll sie alles gemeistert hatte, da fing die Maus plötzlich doch an zu schluchzen. Mein armes kleines Baby. Ich fühlte mich ein Mal mehr wie eine Rabenmutter.

Wir fuhren nach Hause und kurz darauf musste ich zu meiner eigenen Probe wieder los. Im Auto fiel langsam die Anspannung von mir ab. Ein belegtes Brot und eine Tafel Schokolade von der Tankstelle taten ihr Übriges und ich konnte die Probe einigermaßen frei von Schuldgefühlen genießen.

Mittlerweile weiß ich, dass die Maus nach der Probe so weinerlich war, weil sie einen Infekt ausgebrütet hat, der heute schubweise deutlicher als gestern sichtbar ist. Trotzdem ist es mir eine Lehre und ich werde zukünftig mehr auf mein Bauchgefühl hören, wenn es darum geht zu entscheiden, was ich der Maus (und mir) zutrauen kann und was nicht…

4 Jahre Maus

Längst überfällig ist der Quartalsbericht zum 4. Geburtstag der Maus. Nun kommt er aber endlich.

Das letzte Quartal lässt sich mit zwei Schlagworten ziemlich knapp und treffend wiedergeben: Selbstständigkeit und Sozialisation.

Letzteres will ich zuerst genauer darstellen, weil es uns als Eltern so unheimlich erleichtert zu sehen, dass nun alles einen „normalen Weg“ zu gehen scheint, nachdem wir noch vor einem halben Jahr sehr verunsichert waren aufgrund der absoluten Ablehnung anderer Kinder durch die Maus. Heute ist es fast, als wäre sie ein anderes Kind. Sie liebt ihre kleine Schwester sehr, knuddelt und ärgert sie tagtäglich, spielt mit ihr und sagt zu ihr: „Ich hab dich lieb, kleine Schnecke!“ Sie wollte von sich aus Kindergeburtstag feiern mit vier Mädchen aus dem Kindergarten. Und die Liste der potentiellen Gäste war so lang, dass sie am Ende nicht einmal alle ihre „Freundinnen“ einladen konnte. Zudem waren die ersten Kindergartenkinder zum „Playdate“ bei uns zu Hause – ich würde sagen, sie ist nun im Kindergarten angekommen. Nur noch selten klagt sie, dass sie keine Lust hat, hinzugehen – vor den Sommerferien hatten wir das täglich.

In Punkto Selbstständigkeit hat sich auch vieles getan. Zum einen ist sie tatsächlich seit dem Sommerurlaub tagsüber windelfrei. Auch das Ende der Kindergartenferien änderte nichts daran. Die Windel in der Nacht möchte sie noch haben und so lange sie es so will, bekommt sie eine. Denn wenn ich in diesem Bereich eine Erfahrung gemacht habe, dann dass die Maus von sich aus weiß, wann sie den nächsten Schritt gehen kann.

Sie kann seit geraumer Zeit alleine ins Auto ein- und aussteigen (man muss in unser Auto eher rein- und rausklettern, da es für ein Kind doch recht hoch ist), sich weitestgehend alleine anziehen, den Reißverschluss der Jacke ohne Hilfe zumachen, Laufrad fahren und manchmal sogar freihändig die Treppe vor dem Haus hochlaufen. Ja, ich weiß, mit 4 können das andere Kinder längst. Aber die Maus ist eben anders und wir sind glücklich, dass sie diese vielen Fortschritte in so kurzer Zeit gemacht hat.

Besonders schön finde ich, dass sie wieder mehr Zeit mit Malen verbringt. Sie hat im letzten Quartal zum ersten Mal ein Strichmännchen mit Körper gemalt – sprich die Arme und Beine kamen nicht aus dem Kopf heraus. Außerdem malt sie seit neustem „Spongebob“ und „Gary“ (für alle die ihn nicht kennen – das ist dessen Haustier-Schnecke…) und wir staunen jedes Mal aufs Neue, wie präzise sie das hinbekommt. Sogar die Streifen an Spongebobs Socken malt sie. :-) Und dann natürlich das Schreiben. Sie schreibt ja schon lange ihren Namen, aber in letzter Zeit möchte sie verschiedene Dinge schreiben und fordert einen auf, ihr die Worte zu buchstabieren, damit sie sie schreiben kann. Und sie bekommt es echt gut und lesbar hin, alles zu schreiben, was sie will – ohne dass ich ihr Buchstaben vormalen müsste.

Ich bin so gespannt, wie unser nächstes Jahr weiter verläuft. Die Maus ist schon so groß, verständig und geduldig. Man kann so gut mit ihr zusammen lachen, Quatsch machen, aber auch kuscheln! Ich freue mich sehr, ihre weiteren Fortschritte beobachten zu können.

Sie ist nun 104,5 cm groß, wiegt 17,4 kg und hat einen Kopfumfang von 51 cm.

Ach ja – und wie vor einem Jahr sind Igel bei der Maus immernoch das Größte. Aber Spongebob ist ihnen dicht auf den Fersen – vielleicht habe ich damit ja schon das Thema für ihre nächste Geburtstagstorte… ;-)
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4! Ein Igelgeburtstag.

Lange hast du auf den heutigen Tag hingefiebert – nun bist du endlich vier geworden!

Nachdem du uns vor einiger Zeit ziemlich überrascht hast, indem du dir einen Kindergeburtstag gewünscht hast, waren heute vier Mädels aus dem Kindergarten hier zum feiern. Es war natürlich ein Igelgeburtstag, mit Igelmuffins und Schnitzeljagd, ganz nach deinen Wünschen.

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Und wenn man mal ehrlich ist – vier passt mittlerweile auch viel besser zu dir als drei. Meistens bist du nämlich sehr verständig, geduldig und brav. Man kann prima mit dir verhandeln und du kannst fast alles alleine. Sogar Laufrad fährst du seit einer Woche! (Und das will bei dir was heißen!) Nur manchmal kommt die Drei in dir noch durch. Dann bist du gegen alles und durch nichts zu besänftigen. Ein kleiner Igel eben. Niedlich, lieb, aber manchmal auch ziemlich stachelig… ;-)

Happy birthday, mein Mäuschen!

Groß und Klein

Nur wenige Tage nach dem Familien-Fotoshooting auf einem Bauernhof in der Gegend erhielten wir die Zugangsdaten für die Online-Galerie. Voller Vorfreude sahen wir uns gemeinsam mit der Maus die Fotos an.

Dann kam dieses Bild:

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„Mama – wer ist das neben der Schnecke?“
„Das bist du!“
„Naaain! Das bin ich nicht!“ Tränen schossen in ihre Augen. „Ich bin doch nicht so groß! Das bist bestimmt du, Mama!“

Was in so einem kleinen Köpfchen vorgeht. Manche Erkenntnisse sind nur schwer zu akzeptieren.

Eieruhr from hell

Seit etwa einem Jahr hat die Maus unsere Küche nicht mehr betreten. Ich erzählte ja hier bereits von dem Nudel-Hahn, der das Problem auslöste. Doch auch als wir ihn Anfang des Jahres entsorgt hatten, änderte sich nicht allzu viel. Gut, der Flur wurde irgendwann wieder betreten, auch wenn die Küchentür offen war. Immerhin. Meine Nachfrage, warum sie nach wie vor die Küche nicht betreten wolle, wurde mit komischen Argumenten begründet, z.B. sie würde sich vorstellen, der Hahn wäre noch da. Na prima.

Gestern stand sie dann nach ewigen Zeiten in der offenen Küchentür, während ich im Raum war, so dass ich mehr oder weniger zufällig ihrem – plötzlich wieder völlig verängstigten – Blick folgenden konnte: Er fiel direkt auf unsere uralte Eieruhr in Form eines Pandabären, der ganz hinten auf der Arbeitsplatte stand. Durch die typischen Ringe um die Augen hat er – wie sie es immer bezeichnet – „Glubschaugen“. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Ehe ich was sagen konnte, war die Maus auch schon davongerannt. Ich schnappte mir das Ding, folgte ihr und fragte, ob „der da“ das Problem sei. Sie bejahte und in ihrem Blick sah ich, dass es stimmte.

Also weg damit – funktioniert hat die Eieruhr eh nicht mehr, sie war nur eine Erinnerung an unsere erste gemeinsame Wohnung. Und was soll ich sagen? Seitdem haben wir wieder ein fleißiges Helferlein in der Küche. Ich kann es nicht fassen, dass es ein Jahr gedauert hat, darauf zu kommen! Und dass sie kein Wort dazu verloren hat. Wahrscheinlich konnte sie es wirklich nicht so recht formulieren, weil der Pandabär quasi zwischen den neuen eiförmigen Eieruhren „durchlugte“…