Schlagwort-Archive: Beziehung

Was wirklich zählt

Liebe ist das einzige, das wirklich zählt. Liebe gegenüber dem Partner, den Kindern, der Familie, den Freunden, Bekannten, Nachbarn und der Verkäuferin beim Bäcker. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, ein Dankeschön. Denn schon morgen könnte alles vorbei sein und die Gelegenheit dazu wäre vergeben.

RIP K.W. – danke für alles! Ich hoffe, da oben gibt es WLAN, damit Sie es noch lesen können…

Bilderbuchurlaub

Wir sind zurück vom Bodensee. Fünf tolle Tage durften wir dort verbringen – mit einer Maus, die süßer und lieber nicht hätte sein können. Wir hatten also nicht nur Glück mit dem Wetter, denn bei uns regnete es keinen Tropfen, obwohl ständig schlechtes Wetter vorhergesagt wurde. Wir hatten auch Glück, dass die Kleine in der Woche super drauf war, nicht gezahnt hat und gesund war. So konnten wir ganz entspannt in unserer Ferienwohnung auskommen und nette Ausflüge machen, die eigentlich immer auf irgendeinem Spielplatz geendet haben, was für alle Beteiligten ein Gewinn war. 🙂  Bis gestern hat die Maus tatsächlich mehrere Nächte lang 11 bis 12 Stunden am Stück in ihrem Bett durchgeschlafen, ohne mich auch nur ein Mal zu wecken.

Nun, pünktlich zum Urlaubsende zahnt sie aber wieder, so dass die letzte Nacht recht unruhig war. Das ist mir aber egal, Hauptsache, wir konnten die Zeit zu dritt genießen. Mein Mann war gestern ganz traurig, dass er jetzt wieder arbeiten gehen muss und die Maus nicht mehr den ganzen Tag über sieht. Da war ich so gerührt von, dass er mir das erzählt hat. Meine beiden. Was würde ich nur ohne sie machen?

Wie stehst du dazu…?

Während dem Mittagsschlaf der Maus erzählte ich meinem Liebsten vom Besuch meiner Freundin gestern. Ich berichtete, dass deren Kind ab nächster Woche zur KiTa geht, sie dann in einem Monat wieder arbeiten wird und geplant hat, in einem Jahr wieder schwanger zu werden. Augenzwinkernd meinte ich: „Die haben noch nicht genug…“ Plötzlich fragte mein Mann: „Wie siehst du das eigentlich jetzt…?“ Er fragte mich tatsächlich nach meiner weiteren Familienplanung. Ich war ein wenig überrascht, dass er das Thema auf den Tisch gebracht hatte und nicht ich. Umso schöner war, dass wir uns einig waren. Und zwar einig, dass wir es nicht so recht wissen, dass wir eigentlich schon noch ein Kind wollen, aber auch Angst davor haben, ob noch einmal alles gut gehen wird. Wir sind wohl doch ein wenig gebrandmarkt von der Sache mit der Nackenfalte bei der Maus damals.
Nun wurde die Entscheidung vertagt – ein Jahr etwa, dann werden Nägel mit Köpfen gemacht. Oder die Familienplanung abgeschlossen.

Paartag November – ohne Happy End

Gestern war es wieder soweit: Unsere monatliche Unternehmung als Paar stand an. Ursprünglich hatten wir geplant, die Maus an dem Tag zum Übernachten bei Oma abzugeben. Aber nachdem die Kleine seit Tagen Fieber geplagt hatte und sie gestern zwar keines mehr hatte, aber doch immer wieder schlapp auf meiner Schulter hing, beschlossen wir, nur die Vorstellung zu besuchen, für die wir Karten hatten und dann wieder zur Maus zurückzukommen.

Wir schauten uns „Die Fledermaus“ an – ausgerechnet wir zwei Opern-Banausen – und waren am Ende ganz begeistert von der Inszenierung.

Dann kamen wir gegen 23 Uhr heim und fanden meine ziemlich aufgebrachte Mutter vor, die berichtete, die Maus habe seit 18 Uhr nur geschrien, nichts essen wollen und sei nicht zu beruhigen gewesen. Und das obwohl ich ja weiß, dass wenn einer die Kleine ablenken kann, dann meine Mutter. Mein schöner Paartag war jedenfalls ab dem Moment im A***.

Die Nacht war wie immer mittelprächtig und heute Morgen ging das Geschrei gerade so weiter. Mittlerweile sind wir recht sicher, dass die Maus zahnt. Wenn sie nachher wach wird und weiter so Schmerzen hat, bekommt sie ein Zäpfchen, ich kann das Leid nicht länger mit ansehen. Erst die Erkältung, dann das Fieber von der blöden Impfung und jetzt auch noch Zahnschmerzen. Mein armes, kleines Würmchen…

Zzzzz

Gestern beim Frühstück hörte ich mich plötzlich sagen, dass ich auch gern mal wieder ausschlafen würde. Gleich morgen, versprach mir mein Mann.
Als ich dann nach einer äußerst üblen Nacht mit viel Zahn-Weinerei um 7 Uhr am Wickeltisch stand, war ich noch nichtmal wütend. Immerhin muss mein Liebster unter der Woche zur Arbeit und ich könnte – zumindest theoretisch – einen Mittagsschlaf halten. Doch dann ging die Tür auf und ich wurde zurück ins Bett geschickt. Und so kam es, dass ich nach 10 Monaten endlich mal wieder bis 10:30 Uhr geschlafen habe. Wow. Danke. Könnte ich gern öfter machen…

Urlaubsreif

Ich bin platt, so richtig. Auch wenn die Maus letzte Nacht nur drei Mal wach war, gehen meine Augenringe bis runter zu den Knien, mein Kopf brummt, mir ist immer wieder schwindelig und meine rechte Schulter tut saumäßig weh, wenn ich den Arm anhebe, Einkaufstaschen oder mein 9,5-kg-Kind trage. Und das alles obwohl meine Mutter heute hier war und sich mit der Kleinen beschäftigt hat, damit ich mal ein bisschen was vom Haushalt erledigen kann…

Ich brauche Urlaub! Ich kann es kaum erwarten, dass es soweit ist. Dass mein Mann 10 Tage lang mit uns zusammen sein muss ist und ich 10 Tage lang nicht allein für die Maus verantwortlich bin. Ein wenig Angst habe ich, dass ich zu große Hoffnungen in den Urlaub setze und nachher enttäuscht bin, weil es noch anstrengender wird als zu Hause. Weil ein Urlaub mit Baby eben kein „Faulpelz-Urlaub“ ist, wie es bisher immer war. Aber es wird schon irgendwie werden und wäre das ganze Kofferpacken im Vorfeld nicht, würde ich mich uneingeschränkt freuen.

Paartag Nummer 1

Gestern war es soweit, wir haben die Maus bei Oma und Opa abgegeben und uns alleine einen schönen Tag gemacht – im Schwimmbad. Entspannung pur. Ganz im Gegensatz zu Oma und Opa (meinen Schwiegereltern), die sechs Stunden Schwerstarbeit geleistet haben, da die Maus sich so gar nicht kooperativ zeigen wollte. Vor allem nicht beim Essen. Komisch, das ist der einzige Punkt, bei dem wir sonst kaum Probleme haben. Vielleicht muss ich sie öfter von Oma füttern lassen, denn bei meiner Mutter klappt das gut – sie macht es aber auch mindestens ein Mal pro Woche. Nun ja, die Erleichterung war auf alles Seiten groß, als wir wieder zur Tür hereinkamen. Trotzdem dürfen wir sie wiederbringen. Hurra. Paartag Nummer 2 – wir kommen!

Vom Durchhalten

Manchmal fallen mir die Tage mit der Maus schwer. Sie ist wuselig, quengelig und ich zu unkreativ, um mir genug „Programm“ einfallen zu lassen. Zumal alles – egal ob Spiele, Bücher, Sachen gucken, … – nach (sehr!) wenigen Minuten wieder uninteressant ist. So graut es mir morgens vor dem Tag und abends vor der Nacht, weil sie immernoch 3-4 Mal wach wird. Oder öfter, ich weiß es gar nicht. Und ich frage mich, wie andere Mütter das machen, warum ich noch nie eine darüber habe klagen hören.

Gestern Abend meinte mein Mann, wir sollten uns einen Termin pro Monat freihalten, um alleine was zu unternehmen. Ohne die Kleine. Ich war so froh über seinen Vorschlag, denn so sehr ich unsere Maus liebe, vermisse ich doch unser Leben als Paar – wir haben kaum noch Zeit miteinander und sogar unseren Hochzeitstag haben wir dieses Jahr nicht „gewürdigt“, nichtmal zusammen verbracht. So haben wir gleich ein paar Ideen gesammelt, Tickets gebucht und Termine in den Kalender geschrieben. Ich freue mich riesig auf unseren ersten Paartag!

Mama

Sie sagt eindeutig „Mama“. Morgens, mittags, abends, nachts, das Wort wird in allen Variationen und Lautstärken geübt. Beinahe so sehr, dass ich es tatsächlich als ihr erstes Wort werten könnte… 😉 Gestern Abend jedenfalls als die Maus im Bett lag, fing sie an vor sich hin zu weinen und grummelte immer wieder „Mammmmma“. Meinte mein Mann doch glatt: „Siehst du – sie ruft nach dir, dann musst DU halt hochgehen und sie trösten…“ Ok. Wir müssen „Papa“ üben. Ganz dringend.

Ich habe auch noch gar nicht von unserem Kinobesuch erzählt. Letzten Samstag haben wir die Kleine bei Oma und Opa abgegeben und sind in „American Pie – das Klassentreffen“ gegangen. Die seichte Unterhaltung am Samstagnachmittag. Dachte ich. Dann hat der Inhalt aber dermaßen auf uns gepasst, ein Baby nach der Hochzeit, keine Zeit mehr für’s Paar-Sein, sie sagt immer „Geh ruhig mit deinen Freunden feiern, ich bleib beim Kind, das macht mir nix aus.“, er merkt nicht, dass sie es gar nicht so meint – ich musste ständig schmunzeln. Und auch mein Mann sah mich immer wieder an – vielleicht war der Film doch ganz lehrreich. Mal abgesehen davon, dass er auch ziemlich witzig war und die Auszeit zu zweit uns gut getan hat.

Jetzt sind wir gerade mit den Urlaubsplanungen für den Sommer beschäftigt und wissen nicht so recht, was wir wollen. Mal schauen, wie die Entscheidung ausfällt.

Kleine Akrobatin

Unsere Maus hat ihre Füße entdeckt. Zuerst hat sie sie ein paar Tage lang aus der Ferne beäugt, dann ständig die Schnürsenkel ihrer Strickschuhe geöffnet. Seit diesem Wochenende toppt sie das Ganze aber bei jeder „Sitzung“ auf dem Wickeltisch: Sobald die Socken weg sind, steckt sie ihren rechten Fuß in den Mund. Lecker, lecker. Die kleine Akrobatin. Es sieht echt ungesund aus, wenn sie so ihre Zehen greift, diese ganz, ganz fest hält und den Fuß dann durch die Gegend biegt, bis sie ihn in der gewünschten Position hat, um dran knabbern zu können. Aber hey, Babygelenke sind ja noch beweglicher als die eines Erwachsenen…

Ein Wort noch zu meinem Mann: Dieses Wochenende war glücklicherweise sehr harmonisch. Ich hatte zwar ausgiebige Proben mit der Big Band, mein Mann hat sich aber ganz toll um die Kleine gekümmert und in unserer gemeinsamen Zeit konnten wir auch endlich wieder etwas unternehmen. Ich hoffe, meine Gefühlsduselei der letzten Woche ist somit hinfällig und wir bleiben auf dem richtigen Weg.

Vom Vermissen

Ich vermisse meinen Mann. Wir sehen uns zwar täglich und doch leben wir seit der Geburt der Maus eher nebeneinander her als miteinander. Diese Erkenntnis habe ich gestern Abend gewonnen, als er für nächste Woche den dritten Termin zum Tennis spielen am Abend angenommen hat. Als ich etwas geknickt dreingeschaut hab und er gefragt hat, was los sei, habe ich ihm gesagt, dass ich es schade finde, dass er jetzt drei Abende der Woche weg sein wird. Daraufhin tat es ihm zwar merkbar ein wenig leid, er meinte aber, er hätte nicht alle Termine im Kopf gehabt und deswegen zugesagt…

Ich habe plötzlich Angst. Ich hatte noch nie Sorge um unsere Beziehung, denn in all den Jahren, mittlerweile fast neun, hatten wir noch nie ersthaft Streit, hatte ich noch nie Zweifel an unserer Beziehung. Ich habe Angst, dass die Liebe auf der Strecke bleibt und man irgendwann aus dem Trott aufblickt und vor einem Scherbenhaufen steht. Wie ich es so oft im Bekanntenkreis gesehen habe und immer dachte, mir wird sowas nicht passieren. Ich glaube auch immernoch an uns und daran, dass wir es gemeinsam schaffen, mir fehlt aber zunehmend die Kraft, alles zusammenzuhalten.

Ich warte nun noch ein wenig, wie es weitergeht, ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen. Wenn es aber so bleibt, wird eine Krisensitzung fällig…

Der Föhn

Während meiner Schwangerschaft hatte ich schon mehrfach über die beruhigende Wirkung gelesen, die ein Föhn auf Babys haben soll. Dass er zu DEM fast unverzichtbaren Gegenstand in unserem Haushalt werden wird, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar… Jedenfalls haben wir festgestellt, dass nicht der Luftstrom, sondern das Geräusch unsere kleine Maus von jedem Schreianfall befreit. Aus Rücksicht auf unsere Stromrechnung haben wir aus dem Internet eine mp3-Datei mit Föhngeräusch heruntergeladen (was es nicht so alles gibt…) und spielen diese im Notfall ab. 

Außerdem haben wir diverses weiteres „Baby-Zubehör“ gekauft: Allem voran ein Babyphone und ein Fläschchenwärmer. Beides nutzen wir schon rege, so dass es sich gelohnt hat.

Und ich muss nochmal erwähnen, wie toll mein Mann seine Vaterrolle übernimmt bzw. wie super er mich unterstützt. Ich weiß, es ist auch sein Kind und es sollte selbstverständlich sein, wenn ich mich aber so umsehe, ist es eben doch bei vielen nicht so. Also schätze ich mich einfach glücklich über dieses gelungene „Exemplar“. 🙂