Schlagwort-Archive: Essen

5 Jahre Maus

Die Maus ist 5!

Das letzte halbe Jahr hat so viele Veränderungen gebracht – gut, dass ich mir alles aufschreibe, sonst hätte ich das gar nicht bemerkt… 🙂

Allem voran: Die Maus braucht nun auch in der Nacht keine Windeln mehr! Kurz nachdem sie 4,5 Jahre alt war, wollte sie die Nachtwindel weglassen. Und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt, damit so lange zu warten, bis sie es von sich aus will, denn wir hatten dadurch nur sehr selten „Unfälle“ in der Nacht.

Ein weiterer Meilenstein – wenn man ihre Vorgeschichte diesbezüglich kennt – ist die Tatsache, dass sie sich jetzt die Haare mit der Duschbrause waschen lässt. Kopf in den Nacken und alles läuft prima. Unglaublich, aber es hat tatsächlich rund 3 Jahre gedauert, bis sie das wieder zugelassen hat. Waschlappen und Becher ade!

Dann haben wir wieder einen Sommerurlaub in Italien verbracht, bei dem die Maus zu einer richtigen Wasserratte geworden ist. Seitdem traut sie sich, mit Schwimmflügeln alleine im Wasser zu stehen (auch im Schwimmbad) und wagt erste Paddelversuche. Ach ja – ihre „Frühstücks-Schnabeltasse“ konnten wir im Urlaub auch verabschieden. Dank der Ablenkung durch die schönen bunten Plastiktassen im Hotel trank die Maus ihre Frühstücksmilch dort nämlich aus der Tasse – so hatte sie zu Hause kein Argument mehr, warum es nicht mit einer normalen Tasse klappen sollte… 🙂

Die psychomotorische Therapie mussten kurz vor dem Geburtstag leider schweren Herzens beenden, da die Therapeutin keinen geeigneten Raum mehr findet. Jedoch haben wir gemeinsam festgestellt, dass die Maus in dem halben Jahr große Fortschritte gemacht hat und sind guter Dinge, dass es auch ohne geht. So traut sie sich nun z.B. Treppen im Wechselschritt hochzugehen, ohne sich am Geländer festzuhalten. Auch runter geht es im ohne Geländer, allerdings noch im Nachstellschritt. Und: Rutschen – die große Phobie der letzten Zeit – ist plötzlich zu einer ihrer liebsten Beschäftigungen geworden.

Jaaaa… Dann hat die Maus von heute auf morgen Pfeifen und Schnippen gelernt und gehört im Kindergarten (als „Kann-Kind“, das evtl. nächsten Sommer eingeschult wird) zu den „Großen“. Sie hat dort in den letzten Wochen viele neue Freunde gefunden, oder nennen wir es vielleicht lieber Bekanntschaften, denn so richtig Freunde mit häufigem privaten Treffen o.ä. sind sie nicht. Aber bestimmt wird auch das noch.

Wie es sich gehört für so viele Veränderungen war das letzte halbe Jahr geprägt von einer oft übellaunigen, zeitweise auch aufmüpfigen Maus, die eben testen muss, wo die Grenzen sind. Ich hoffe inständig, dass sich dies mal wieder für längere Zeit legt. Und am allermeisten hoffe ich, dass sie irgendwann aufhört, soooooo sehr zu trödeln, wie sie es seit geraumer Zeit tut. Das bringt mich nämlich immer wieder zur Weißglut…

Die Maus ist nun 112 cm groß, wiegt 19,2 kg und hat einen Kopfumfang von 51,5 cm.

Advertisements

12 Monate Schnecke

Das letzte Resümee im ersten Lebensjahr der Schnecke!

Auch dieser Monat brachte beachtliche motorische Fortschritte. Schaffte die Schnecke es anfangs nur mit Mühe, sich aus dem Stand wieder hinzusetzen, macht sie dies nun mit Leichtigkeit und gefühlte 1000 Mal am Tag. Zudem läuft sie am Sofa und anderen Möbelstücken entlang.

Aus sprachlicher Sicht haben sich lediglich ein paar weitere Buchstaben hinzugesellt. Sie sagt jetzt oft „Kakaka“, aber „Da“ oder „Daiiii“ ist immer noch ihre Haupt-Ausdrucksweise. Letzteres auch gerne, wenn sie „Kuckuck-da“ spielen möchte, das liebt sie sehr. Nicht zu toppen ist jedoch, wenn sie „telefoniert“. Sieht sie z.B. jemanden beim Einkaufen mit Handy am Ohr, nimmt sie sofort ihre Hand ans Ohr und ruft: „Alla!“ (Was natürlich „Hallo“ heißen soll.) Daheim sind sämtliche Kindertelefone (und leider nicht nur die…) ihr absolutes Lieblingsspielzeug.

In diesem Monat ist die Schnecke leider ein kleines Beißmonster geworden. Ich vermute, es hängt mit ihrem herannahenden neuen Zahn zusammen. Jedenfalls beißt sie mich ständig. Mal in die Schulter, in die Brust, aber gerne auch aus dem Schmusen heraus in meine Backe. Oder in den Bauch, denn die Schnecke liebt es, mir das Shirt hochzuschieben und auf meinem Bauch zu prusten, so niedlich! 🙂

Essenstechnisch war der Monat anstrengend. Oft fühlt es sich an, als würde die Schnecke nur wie ein Spatz essen. Vielleicht liegt es am Zahnen – ich hoffe, es wird bald wieder besser.

Unsere Kleine ist nun 77 cm groß, wiegt 9,3 kg und hat einen Kopfumfang von 46,5 cm.

11 Monate Schnecke

Heute – etwas verspätet – der letzte Monatsbericht meines Babys. Ab nächsten Monat habe wir hier zwei Kleinkinder!

Der letzte Monat war motorisch wieder sehr aufregend. Die Schnecke lernte gleich zu Beginn, sich in den Stand hochzuziehen und zu krabbeln. Beides perfektionierte sie im Laufe der Wochen, so dass sie es nun tut, als hätte sie nie etwas anderes getan. Das Hinstellen wird an allem geübt, was ihr in die Quere kommt – Sofa, Stuhl, Spielzeug, sogar an der Terrassentür.

Anfangs musste ich natürlich immer hinterher sein, damit die Schnecke nicht ausrutscht oder umfällt. Mittlerweile ist das aber meist kein Problem mehr. Dennoch hat sie sich in den letzten Wochen mehr Beulen und blaue Flecken zugezogen als die Maus in ihren knapp 4 Lebensjahren. Sie ist einfach um einiges „mutiger“. Oder vielleicht auch „rabaukiger“. Wenn sie wütend ist, lässt sie sich gerne mal mit vollem Karacho aus dem Sitzen nach hinten fallen. Gut wenn man dahinter sitzt, schlecht wenn nicht. Aber sie nimmt ihre Beulen recht gelassen, ist schnell getröstet und lässt sich davon nicht abhalten, Dinge erneut auszuprobieren. Seit Kurzem macht sie auch Schritte, wenn man sie unter den Armen festhält. Diese sind riiiiesengroß und es sieht sehr lustig aus – voller Elan. 🙂

Man kann nun auch schon richtig mit ihr spielen. Sie hebt gerne Dinge auf und gibt sie ab mit einem „Daiii!“ – was wohl so viel heißen soll wie „Danke“. Außerdem liebt sie Versteck-Spiele, egal ob man ihr ein Tuch übers Gesicht legt oder man sich selbst versteckt, sie quietscht vor Freude. Auch mit der Maus spielt die Schnecke gerne und lacht sich scheckig, wenn diese Quatsch für sie macht oder sie kitzelt.

Wenn man die Schnecke dazu auffordert, zeigt sie auf Mund, Nase, Ohren und Augen des Gegenübers. Sehr gerne greift sie einem auch im Gesicht herum, zieht an der Lippe oder am Ohr, quetscht ein bisschen die Backe oder sticht einem ins Auge… 🙂 Sie nutzt auch jede Gelegenheit, mich am Bauchnabel zu kitzeln: Liege ich auf dem Boden, kommt sie an, schiebt mein Shirt hoch und steckt dann ihre Patschehand ganz schwungvoll in meinen Bauch hinein. Wenn ich dann so tue, als ob es kitzelt, kann sie nicht genug davon bekommen!

Essenstechnisch hat sich auch ein bisschen was verändert. Die Schnecke isst nun zum Frühstück meist Brot mit uns mit. Seit geraumer Zeit trinkt sie auch einen ganzen Becher (ca. 125 ml) Milch. Mittags isst sie oft recht spärlich, dafür verspachtelt sie nachmittags meist ohne Wenn und Aber den kompletten Getreide-Obst-Brei. Abends gibt es manchmal noch Getreide-Milch-Brei, immer öfter aber auch nur Brot mit Belag – je nach dem, was wir so essen. Unser größtes Problem ist derzeit, dass sie immer mit Verstopfung zu kämpfen hat. Ich habe schon Karotten und Reisflocken komplett von ihrem Speiseplan gestrichen, es mit Milchzucker und Pflaumensaft probiert. Aber so wirklich erfolgreich war das alles nicht.

Ansonsten waren wir in diesem Monat viel auf dem Spielplatz – mit einem Krabbelkind geht das einfach besser, als wenn das Kind nur im Sand robben kann. Außerdem kann sie auch in der Babyschaukel schaukeln und findet draußen sein insgesamt immer gut.

Die Schnecke ist nun 76 cm groß, wiegt 9,2 kg und hat einen Kopfumfang von 46 cm. Man merkt ihrer Gewichtskurve auf jeden Fall an, dass sie zur Zeit wuselt wie wild – auf und nieder immer wieder. Und nun: Endspurt bis zum 1. Geburtstag!

2 1/2 Jahre

Schon wieder ist ein Vierteljahr ins Land gezogen und da es einige Fortschritte der Maus zu berichten gibt, gibt es auch wieder einen Artikel über ihren Entwicklungsstand.

Ich möchte mit dem – für mich – wichtigsten Schritt beginnen: Die Maus schläft seit zwei Wochen alleine ein. Das ist eine riesige Erleichterung, da ich dadurch abends eine halbe bis ganze Stunde für mich gewinnen (egoistisch, aber sooo schön! 🙂 ). Seit dem selben Zeitpunkt schläft sie auch nicht mehr mit Schlafsack, sondern mit Decke und Kopfkissen, was von Anfang an ganz gut geklappt hat – nur selten deckt sie sich nachts ein wenig auf. Der Preis für den abendlichen „Mehrschlaf“ war ein Kürzen des Mittagsschlafs von eineinhalb auf eine Stunde. Manchmal – vor allem am Wochenende – lässt sie den Mittagsschlaf auf eigenen Wunsch auch ganz weg. Das wird dann zwar abends etwas zäh, führt aber meist zu einem Blitz-Einschlafen.

Während ich so alles nachlese, was in den 3 Monaten passiert ist, kann ich z.T. kaum glauben, dass die entsprechenden Entwicklungsschritte erst vor so kurzer Zeit passiert sind. So isst die Maus z.B. erst seit Anfang dieses Quartals ihr Brot morgens und abends mit Rinde – davor musste ich diese immer wegschneiden. Durch den 3. Eckzahn, den wir Anfang März entdeckten, ist ihr Milchzahn-Gebiss nun auch fast komplett, da kann man sich schonmal an härtere Lebensmittel heranwagen. 😉

Sprachlich hat die Maus weitere Fortschritte gemacht. Sie spricht nun nicht mehr ausschließlich in der 3. Person, sondern verwendet oft auch „ich“, „du“, „mir“, „dir“ „mein“ und „dein“ korrekt. Wenn sie Fragen stellt, folgt dieser nun häufig ein „oder?“ – z.B. „Ich gehe noch nicht schlafen, oder?“ Außerdem erfindet sie ständig Worte oder Namen für imaginäre Mäuse (z.B. „Nia-„, „Mia-„, „Lilli-“ und „Canelle-Maus“…), Hasen und ähnliche „Spielgefährten“, was sehr amüsant sein kann.

Und auch motorisch ging es wieder voran. Die Maus kann nun alleine auf ihren Hochstuhl rauf und runter klettern. Treppen kann sie seit Mitte des Quartals im Wechselschritt steigen, aufwärts seit Kurzem sogar alleine, wenn sie eine geeignete Möglichkeit hat, sich festzuhalten. Sie kann sogar ein paar Zentimeter vom Boden hochspringen, wenn sie sich irgendwo festhalten kann. Auch an Tempo hat sie mächtig zugelegt – sie flitzt wie der Wind durch die Gegend, man könnte fast schon sagen, sie rennt. 😉
Außerdem kann sie alleine Türen und Schraubverschlüsse öffnen, ein wenig auf ihrem Wutsch-Laufrad fahren und wahrscheinlich noch vieles mehr, was mir gar nicht mehr auffällt, weil sie es einfach von heute auf morgen konnte.

Die Maus ist am Ende dieses Quartals 93,5 cm groß, wiegt 13,9 kg und hat einen Kopfumfang von 50 cm. Nun ist „Bergfest“ und es geht stramm auf die 3 zu… Mein Mäuschen.

Da mein „Quartals-Wunsch“ bzgl. Schlaf tatsächlich in Erfüllung gegangen ist, bin ich beinahe wunschlos glücklich. Um aber noch ein wenig weiter zu gehen, wünsche ich mir, dass die Maus das Ausquartieren aus unserem Schlafzimmer gut verkraftet, denn dieses ist eigentlich für die nächsten Wochen geplant.

Urlaub mit Kind – ein Paradoxon

Wir sind frisch zurück aus unserem 10-tägigen Urlaub an der italienischen Adria-Küste. Um hier keine Romane zu verfassen: Es war schön, meistens. Aber so richtig Urlaub ist anders. Ich nenne es also lieber „Tapetenwechsel“.
Dabei kann ich eigentlich gar nicht klagen, denn entgegen aller Befürchtungen verlief die Autofahrt trotz der fast 800 km erstaunlich ruhig. Auch dass wir eine kleine Leseratte haben anstatt einem Kind mit Bewegungsdrang, war in einem winzigen Hotelzimmer sowie am Strand, an dem man sich sonnentechnisch ja doch besser unter dem Schirm aufhalten sollte, von Vorteil. Unser größtes Problem kam eigentlich nur beim Essen auf. Denn die Maus wollte meist nicht essen, obwohl es extra Kindergerichte gab (z.B. Reis mit Tomatensauce). Zu viel Trubel im Speisesaal und obendrein noch unser eigenes Verschulden, der Maus ein Mal zur Beschäftigung während wir gegessen haben „Sendung mit der Maus“-Clips auf dem Handy zu zeigen. Was ab dem nächsten Tag dazu führte, dass sie es immer gucken wollte. Und zwar in Dauerschleife, auch während dem Essen. Jeder Versuch, sie davon abzuhalten, endete in einem spektakulären Trotzanfall mitten im Speisesaal. Prima. Auf jeden Fall haben wir dazugelernt für’s nächste Mal.

Neuste Eigenschaften der Maus:

Sie kann „chen“ und „sch“/“st“ korrekt aussprechen, z.B. „Eichhörnchen“ statt bisher „Eicha“ und “ Stern“ statt bisher „Dern“.

Weint ein Baby, will sie es unbedingt „trööösten“ und beruhigt sich nur, wenn man ihr versichert, dass dessen Eltern es trösten.

Beim Laufen hat die Maus im Urlaub einen kleinen Rückschritt gemacht, sie muss nun hier zu Hause in gewohnter Umgebung erst wieder Mut fassen, freihändig zu gehen.

Ich könnte noch so viel schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Auch wenn ich im Urlaub an so manchem Tag ziemlich geladen war, erscheint es mir im Nachhinein alles gar nicht mehr so schlimm, so dass ich den Urlaub in guter Erinnerung behalten werde.

19 Monate

Die Zeit rast momentan irgendwie noch schneller als in den Monaten zuvor. Nun liegt das „Bergfest“ zum zweiten Geburtstag bereits einen Monat hinter uns und die Maus ist 19 Monate alt.

Der 19. Monat brachte zwei neue Zähne – ein Backen- und ein Scheidezahn. Mit den neu gewonnenen Zähnen hat sich die Maus leider angewöhnt, sämtliche Schnuller zu „killen“, so dass sie nun tagsüber gar keinen Schnuller bekommt und wir auch schon damit liebäugeln, ihr keinen Nacht-Schnuller mehr anzubieten. Denn tagsüber hat sie schnell und ohne Probleme verstanden und akzeptiert, dass es keinen Schnuller mehr gibt, weil sie in alle ein Loch gebissen hat und wir die verbliebenen Schnuller „aufsparen“ müssen für die Nacht. Falls es nachts also auch so einfach wäre, wäre es nun gar kein schlechter Zeitpunkt, das Kapitel „Nuuula“ ad acta zu legen. Mal sehen, wie lange sie den letzten Schnuller noch unversehrt lässt.

Sprachlich macht sie ständig weitere Fortschritte. Ihre Sätze werden immer länger und richtiger und seit ein paar Tagen antwortet sie auf manche Frage tatsächlich mit „Ja!“. Denn während „Nein“ schon ganz am Anfang in ihr Repertoir aufgenommen wurde, war das „Ja“ für sie wohl weniger wichtig. 🙂 Klar, dass das erste „Ja“ mit Essen zu tun hatte… Ich fragte: „Magst du Mozzarella haben?“ Die Maus antwortete: „Ja!!“
Tatsächlich kann die Maus sogar schon bis zwölf zählen. Ich musste auch staunen, als sie es zum ersten Mal vorgeführt hat. Sie vergisst dabei oft die „drei“ (vielleicht weil sie der „zwei“ so ähnelt?!?), aber für eineinhalb Jahre finde ich es doch erstaunlich. Wer sich fragt: Warum eigentlich bis zwölf und nicht bis zehn? Ich denke, das liegt daran, dass sämtliche Buntstiftpackungen in unserem Haushalt zwölf Stifte beinhalten und alle Maus-Bespaßer mit ihr zusammen immer nachgezählt haben, ob wieder alle Stifte in die Packung aufgeräumt wurden. 🙂

Bewegungstechnisch hat sie erwartungsgemäß wieder nur ein kleiner Fortschritt eingestellt. Und zwar läuft die Maus nun zum einen recht sicher an einer Hand. Und zum anderen probiert sie immer wieder, aus dem Bärenstand aufzustehen, ohne sich an etwas festzuhalten. Wie immer übt sie dies auf dem Sofa (sie fällt gern weich – ein Weichei ganz wie Mama… *g*). Mal sehen, wann es ihr zum erstem Mal auf dem Boden gelingt.

Bezüglich Essen und Schlafverhalten hat sich nichts geändert. Die Maus schläft nach wie vor – wenn sie nicht gerade zahnt oder krank ist – gut durch. Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich und erleichtert über diese Entwicklung!

Heute ist die Maus immernoch 87 cm groß (zum ersten Mal im Stehen gemessen), wiegt immernoch 11,8 kg und hat einen Kopfumfang von ca. 49 cm. Bis zum nächsten Monatsbericht bin ich jedenfalls wunschlos glücklich. Zum ersten Mal seit 19 Monaten… 😉

18 Monate

Eineinhalb Jahre. Die Zeit rast. Und die Maus macht weiterhin fleißig Fortschritte.

Der 18. Monat war wieder hauptsächlich ein „Sprachmonat“. Die Maus redet sooo viel und man kann richtig gut verstehen, was sie möchte. Wenn man ohne sie unterwegs war und nach Hause kommt (z.B. Papa nach der Arbeit oder wenn Oma morgens kommt), berichtet sie, was sie erlebt hat. Meist ist es als „Außenstehender“ etwas schwierig zu verstehen, weil sie alles durcheinander erzählt. Wenn aber der Erwachsene, der dabei war, nochmal erzählt, was so los war, wird klar, dass sie genau das Richtige berichtet hat.
Zudem interessiert sie sich enorm für neue Worte. Sie kann mittlerweile eine beachtliche Anzahl an Vögeln in unserem Garten bestimmen (Amsel, Meise, Taube, Elster, …) und sogar Blumen kann sie (besser als mein Mann *grins*) auseinanderhalten (Rose, Gänseblümchen, Löwenzahn, Primel, Osterglocke und sogar Gerbera…). Ich höre und staune. Vieles davon hat Oma ihr beigebracht, so dass auch ich immer wieder überrascht bin. Sie nimmt Sachen total schnell auf, da muss man richtig vorsichtig sein. Neulich sagte ich beim Anschnallen im Auto – weil wir es eilig hatten – „zickezacke“ und sie ergänzte mit „Hühnerkacke“… Muahahaaa! Keine Ahnung, wo sie das aufgeschnappt hat. Vermutlich von mir. Da müssen wir uns nun ein wenig am Riemen reißen, was man in Gegenwart der Maus so von sich gibt.

Beim Laufen haben wir keine allzu großen Fortschritte erzielt, aber immerhin läuft die Maus seit ein paar Tagen auch an einer Hand. Ich bin geduldig mit ihr, auch wenn es wieder mal extrem schwer ist, die Gelassenheit zu bewahren bei all den „besorgten“ Kommentaren in meinem Umfeld. Aber sie hat bis jetzt alles „von alleine“ gelernt, warum nicht auch das. Und ich sehe ja, dass sie mit Sprechen beschäftigt ist und „keine Zeit“ zum Laufenlernen hat.

Gleich zu Beginn des Monats kam tatsächlich der erste Backenzahn der Maus durch – unten links. Jetzt ist es unten rechts ganz dick, so dass wahrscheinlich vor den zweiten unteren Schneidezähnen noch ein zweiter Backenzahn „fällig“ wird. Also genießen wir am besten noch schnell die einigermaßen ruhigen Nächte.
Diese sind nämlich ziemlich erträglich, die Maus schläft abends auch besser ein, meist schläft sie um 20:30 Uhr. Damit das nicht noch weiter nach hinten rutscht, muss ich sie nachmittags nach eineinhalb Stunden Mittagsschlaf wecken. Sie darf von 12:30 Uhr bis 14 Uhr schlafen, dann öffne ich die Zimmertür und „lärme“ im Zimmer nebendran ein wenig rum, bis sie wach ist. Mache ich das nicht, ist sie nach 21 Uhr noch wach, das wollen wir nicht. In der Nacht wacht sie unterschiedlich oft auf, manchmal braucht sie mich nicht ein einziges Mal, manchmal ganz oft. Ihr Schlaf ist einfach noch nicht ganz zuverlässig, aber tausendmal besser als noch vor ein paar Monaten. Dass sie morgens um 7 Uhr aufwacht, hat sie nun schon lange beibehalten und passt auch sehr gut in unseren normalen Tagesablauf.

Essenstechnisch „spachtelt“ sie immernoch wie ein Weltmeister. Ihr schmeckt einfach alles und am besten viel davon. Wenn Mama und Papa etwas anderes als sie auf dem Teller haben, ist das inakzeptabel und es wird mit einem „Haben!“ vehement eingefordert. Die Maus bekommt nun oft von unserem Essen ab, aber meistens püriere ich es doch ein wenig, weil sie halt nur den einen Backenzahn hat, sonst schluckt sie alles am Stück runter, das finde ich nicht so gut. Den Nachmittagsbrei löffelt sie oft sogar zur Hälfte selbst – mittlerweile landet auch ein beachtlicher Teil des Breis tatsächlich in ihrem Mund. 🙂 Nur das Trinken aus dem Becher oder Glas verweigert sie. Sie nippt zwar ab und zu dran und hat dann auch Spaß dran, aber so richtig viel Flüssigkeit bekommt man dadurch nicht in sie hinein. So nutzen wir halt weiterhin den Trinklernbecher. Irgendwann wird sie schon aus dem Glas trinken wollen, wie die Großen auch.

Ja, das war der 18. Monat. Die Maus ist 87 cm groß, wiegt 11,8 kg und hat einen Kopfumfang von gut 48,5 cm.

Für den nächsten Monat wünsche ich mir, dass der Einstieg in die Kinderbetreuung gut gelingt und die Maus nicht allzu lange braucht, bis sie alleine dort bleiben möchte.

17 Monate

Schon ein paar Mal habe ich überlegt, ob es wirklich noch sinnvoll ist, Monatsberichte über die Maus zu schreiben. Aber dann sehe ich mir meine Notizen an und finde jeden Monat aufs Neue so viele Fortschritte, die ich festhalten möchte, dass ich es einfach fortsetze. Bis es nichts mehr zu sagen gibt. 🙂

Der 17. Monat stand ganz im Zeichen des Laufenlernens. Die erste Hälfte war ziemlich anstrengend für uns, da die Maus noch so gar nicht laufen konnte und immer unter den Armen gehalten werden musste. Eigentlich bin ich ja kein Freund davon, sie Dinge machen zu lassen, die sie eigentlich noch nicht kann. Aber sie hat das „Lauffa!“ so vehement eingefordert, dass es keine Alternative gab. Zur Monatsmitte konnte sie dann an den Händen laufen – sprich: Man reicht ihr zwei Finger und diese genügen ihr, um die Balance zu finden. Eine Etage höher für den elterlichen Rücken und schon ist es nicht mehr so unbequem für uns.

Angesichts des Laufenlernens beinahe nebenbei schlich sich der 6. Zahn heraus – der zweite Schneidezahn oben rechts.

Geplappert wurde auch wieder fleißig. In unserem Skiurlaub lernte sie die Bezeichnung sämtlicher Getränke einschließlich der Zuordnung des Lieblingsgetränkes zu der jeweiligen Person. Auch „Nein!“ und „Satt!“ sind ziemlich beliebt geworden und werden häufig angewandt. Mittlerweile werden auch mehrere Worte aneinander gereiht, z.B. „Schau mal!“ oder „Mama Handy funde!“, was soviel heißt wie „Ich habe Mamas Handy gefunden!“. Dass der Osterhase da war und jede Menge Eier und Geschenke im Garten versteckt hat, wird auch beinahe täglich erwähnt. Passend dazu „liest“ die Maus sehr oft selbst ihre Bücher vor oder möchte, dass man ihr etwas vorliest. Das Malen ist ihr dafür momentan nicht mehr besonders wichtig.

Bei all den Ereignissen waren die Nächte zum Monatsbeginn sehr turbulent. Umso erstaunlicher, dass die Maus gegen Monatsende mehrere Nächte lang durchgeschlafen hat. Falls sie aufwacht, möchte sie meist einen Schluck Wasser oder ihren Schnuller, mehr nicht. Leider hat die Zeitumstellung und eine dicke Erkältung alles zunichte gemacht und wir kämpfen nun damit, unseren Rhythmus wieder zu finden.

Alles in allem ein aufregender Monat. Für den nächstens wünsche ich mir wieder ruhigere Nächte und bin sehr gespannt, wann die Maus die ersten Schritte alleine machen wird.

Wiegen und messen müssen wir noch, das wird nachgereicht.
Die aktuellen Maße: 86 cm, 11,1 kg, Kopfumfang 48 cm.

16 Monate

Dem Anlass des 300. Blogartikels entsprechend gibt es wieder einen Monatsbericht – 16 Monate ist die Maus jetzt alt! Genau genommen war der 16. Monat dem 15. sehr ähnlich, die Maus hat auf den altbekannten Gebieten Fortschritte gemacht.

Mittlerweile ist ihr Worter-Repertoir so umfangreich, dass ich gar nicht mehr alles aufzählen kann, was sie alles nachplappert. Am amüsantesten für Fremde ist es, wenn sie „Mannomann“ sagt. Und auch ich muss jedes Mal schmunzeln. Das Wort „auf!“ hat sich ebenfalls entdeckt – was da nicht alles passiert, wenn man Leute damit auffordert, verschiedene Dinge zu tun! Und nachdem sie die letzten Wochen und Monate bei jedem Wort, das ein „s“ enthalten hat, selbiges weggelassen hat (z.B. „Mauuu“ für Maus, „Eiiii“ für Eis), stellt dies nun kein Problem mehr für sie da. Begonnen hat es mit „Glas“ und dann plätscherten die S’e nur so aus ihr heraus. 🙂
Außerdem erzählt sie gerne, was sie erlebt hat. Z.B. wenn Papa abends heimkommt ruft sie ihm begeistert „Sand! Sand! Eis! Eis!“ zu, wenn wir so wie gestern auf dem Spielplatz waren und davor noch ein Eis gegessen haben. Manchmal versteht man nicht gleich, was sie einem sagen will, aber wenn der Erwachsene, der mit ihr unterwegs war, berichtet, wird einem gleich klar, was die Kleine einem sagen wollte.

In diesem Monat hat sie auch alle möglichen Farben gelernt. Sie hat ja schon lange „lala“ (lila) gesagt und auch oft den passenden Stein dazu gezeigt, aber nun ist sie sehr souverän auf diesem Gebiet. Wenn sie malt benennt sie die Farben meist – blau, grün, gelb, rot, weiß, braun, lila – kein Problem. Und glücklicherweise malt sie immernoch gerne, so kann sie sich sehr gut eine ganze Weile beschäftigen. Die Zeichnungen sind nun eher „punktuell“ geworden. Sie kritzelt nicht mehr große Linien, sondern malt viele kleine „Eier“ oder „Schnecken“.

Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass sie ihre Ball-Phobie einigermaßen überwunden hat. Ich weiß nicht, woher diese kam, aber sie hat in letzter Zeit bei jedem Ball, der größer als ein Tennisball war, „Ball!“ gesagt und sich dann mit einem „Hmhm“ kopfschüttelnd verkrümelt. Ebenso bei Luftballons. Aber so wie die Sache gekommen ist, ist sie nun wieder gegangen. Hurra. Dafür haben wir gleich eine neue Phobie selbst verschuldet. Und zwar eine Haare-wasch-Phobie… Letzte Woche kam mein Mann auf die Idee, die Haare der Maus abzubrausen, damit die Seife richtig rausgeht – sie sind ja mittlerweile so lang. Irgendwie hatte sie dann auf einmal den Wasserstrahl im Gesicht, wurde total panisch und sprang quasi aus der Wanne in meine Arme. Beim letzten Mal Baden hatte ich das schon wieder vergessen, aber als es ans Haare waschen ging, schrie sie wie verrückt los. Mein armes Mäuschen. Ich könnte mir in den A*** beißen – sie war immer so lieb beim Baden und jetzt das… Ich hoffe, das wird auch wieder besser.

Beim Laufen ist sie auch ein bisschen sicherer geworden, wenn sie dem Sofa entlang wandert. Sie steht auch an allen möglichen Gegenständen auf. Und vom Sofa kommt sie nun problemlos alleine runter, da brauch ich kaum noch ein Auge drauf zu haben. Den ganzen Tag über will sie „laffa!“, was so viel heißt wie „Hilf mir zu laufen!“. Mein armer Rücken… 😉 Passend dazu gab es das erste Paar Lauflernschuhe (in Größe 23), ich berichtete ja bereits.

Im Bereich Essen und Trinken gibt es ebenfalls Neuigkeiten zu vermelden: Die Maus trinkt seit Monatsende nachts keine Pre-Milch mehr, sondern nur noch Wasser!!! Hurra! Das heißt für mich: Ich kann im Dunkeln liegen bleiben, muss keine Milch mehr im Bett anrühren, sondern kann einfach nach dem Wasserfläschchen greifen und es der Maus reichen – wenn sie es nicht alleine findet. Wir haben nun etwa vier Monate lang darauf hingearbeitet, indem ich die Pre-Milch immer dünner angerührt habe und nun ist es soweit. Ruhiger sind die Nächte deswegen zwar nicht, aber es ist wieder etwas bequemer für mich geworden. Sogar bequemer als es zur Stillzeit noch war.

Mein Fazit ist auf jeden Fall, dass ich im Moment sehr glücklich bin mit der Maus. Wir kommen gut miteinander aus, sie beschäftigt sich schon recht gut allein (zumindest im Vergleich zum „Anfang“) und ich habe ein gutes Gefühl.

Hier die aktuellen Maus-Maße fürs Protokoll: Sie ist 85 cm groß, wiegt  kg und hat einen Kopfunfang von 49 cm.

Dann sag ich tschüss und winke-winke – letzteres tut die Maus nun nämlich immer aus freien Stücken und ausgiebig, wenn man sich von ihr verabschiedet. Zu den Abschiedsküsschen und zu dem über die Backe streicheln. Da muss man einfach dahin schmelzen.

All you can eat

Nach 14 tollen Urlaubstagen zu dritt waren wir gestern noch einmal zu einer (nach den ganzen Feiertagen in familiärer Gesellschaft völlig überflüssigen) Völlerei bei meiner Tante eingeladen. Ich meide grundsätzlich Treffen mit ihr und ihrem Mann, da die beiden immer streiten wie die Rohrspatzen und mir das gehörig auf den Keks geht. Außerdem haben sie keine eigenen Kinder, obwohl sie gerne welche gehabt hätten und sehen die Maus quasi als ihr Enkelkind an. (Ich sehe das absolut nicht so, aber das ist ja nebensächlich.) So wird die Maus bei jedem Treffen furchtbar in Beschlag genommen und ist danach immer ziemlich durch den Wind.

Gestern gipfelte das alles dann aber noch in zig „Wir wissen es alle besser-Parolen“ meiner Oma bzgl. Töpfchen, Laufenlernen und Durchschlafen, in die dann zu allem Überfluss meine Mutter und mein Onkel noch einstimmten, so dass ich an diesem Abend in jeglicher Hinsicht völlig übersättigt war und am Ende mit quietschenden Reifen das Szenario verließ…