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Sommerurlaub mit Kindern

Nach einem Jahr „Babypause“ waren wir wieder 10 Tage lang in unserem „Stammhotel“ an der italienischen Adriaküste. Und was soll ich sagen? Es war ein Traum! Ein Alptraum nämlich. 

Das lag an verschiedenen Faktoren – die 8-stündige Anfahrt war es überraschenderweise nicht. Ein sehr gravierender Punkt jedoch war, dass mein Mann sich drei Wochen vor dem Urlaub einen Sehnenanriss, Muskelbündelriss oder was auch immer (das konnte bislang keiner sagen) in der Wade zugezogen hat. Meine anfängliche Hoffnung, es wäre bis zum Urlaub auskuriert, änderte sich irgendwann zur Angst, den Urlaub nicht antreten zu können und schließlich zur Gewissheit, fahren zu können mit der Einschränkung, dass er nur humpeln kann und ich fürs Gepäck und die Kinder zuständig bin…

Nächstes Problem war die Schnecke, die quasi den kompletten Urlaub auf meinem Arm verbringen wollte und gefühlt den halben Tag mit Heulen verbrachte. Wegen Nichtigkeiten (aus Elternsicht…). Und weil sie sowohl beim Essen als auch beim Mittagsschlaf grundsätzlich schreien wollte. Dann hatte sie gegen Ende eine fiese Verstopfung und fiel am letzten Tag zu allem Überfluss vor lauter Rumzappeln noch kopfüber vom Bett, während ich gerade die Maus kämmte. Zum Glück ging es glimpflich aus. Achja. Entgegen aller Vorhersagen unserer Verwandtschaft (ich war ja aufgrund der Erfahrung mit der Maus eh skeptisch…) wollte die Schnecke nur sehr ungern ins Meer. Es war ihr irgendwie suspekt und auch sie störte sich daran, wenn ein Fitzelchen Seegras an ihrem Fuß hängen blieb. Und auch der Sand war nicht so interessant, wie wir es vermutet hatten.

Dann die Maus. Zu unserer großen Überraschung war sie zum ersten Mal vom Meer begeistert und die treibende Kraft, wenn es darum ging, ins Wasser zu gehen. Gegen Ende machte sie mit ihren Schwimmflügeln sogar erste Schwimmversuche! Wenn man bedenkt, dass sie bis kurz vor dem Urlaub im Wasser auch mit Schwimmflügeln stets auf dem Arm gehalten werden wollte – ein wahnsinniger Fortschritt! Das forderte aber auch seinen Tribut. Sie war so zickig, wie ich es mir von ihr nie hätte vorstellen können, schrie herum, hatte an allem was zu meckern und machte grundsätzlich nicht das, was man von ihr verlangte. Zwischendurch verfiel sie in babyhaftes Verhalten oder stellte sich selbst unlösbare Aufgaben  („Ich will meine Sandalen ohne meine Hände anziehen!!“ – „Dann versuch mal einfach so reinzuschlüpfen!“ – „Ich will sie aber auch ohne Füße anziehen, uääääh!“), die stets in einem spektakulären Wutanfall endeten.

Ich selbst war mega genervt von alledem und mit zunehmender Zeit ziemlich erschöpft, so dass meine Nerven immer dünner wurden. Dadurch, dass meine drei Mitreisenden die Obertrödler waren, ich sowieso allen alles „hinterhertragen“ musste und dazu noch die Schnecke , die keine 10 Sekunden bei Papa bleiben wollte. So konnte ich mich wirklich 10 Tage lang nicht weiter als einen Meter von ihr entfernen, denn sobald sie losgerannt ist, konnte mein armer, humpelnder Gatte sie nicht mehr einfangen. Zudem konnte er sie in der ersten Woche nichtmal auf den Arm nehmen, um sie am Weglaufen zu hindern. Ihr seht also…

Der strömende Regen am Abfahrtstag passte wunderbar, denn mit jedem Urlaubstag war mir deutlicher klar, dass es der schlimmste „Urlaub“ meines Lebens ist. Ich sehnte mich zurück zu der Zeit, als wir mit nur einem Kind verreist sind. Um dann beim Nachlesen in meinem Blog festzustellen, dass es damals genauso schlimm war. Oder zumindest ähnlich. Im zweiten Jahr war’s schon besser und wer weiß – in 5 Jahren wird es vielleicht auch mal wieder ein entspannter Urlaub  (bitte!)….

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Familienbande

Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Artikel schon tippen wollte, es dann aber doch habe sein lassen. Ganz nach dem Motto „Schlaf lieber eine Nacht drüber“ hab ich es immer überdacht und am nächsten Morgen für übertrieben abgestempelt und nicht gebloggt.

Anders diesmal, denn ich habe seit Silvester darüber geschlafen und das Gefühl bleibt. Also raus damit.

Es geht um das Thema Familienzusammenhalt. Meine Familie ist eine „Dorffamilie“. Bis kurz vor meiner Geburt lebten meine Großeltern auf dem Land, meine Eltern entsprechend vor dem Ende ihrer Schulzeit auch. Man lebte mit mehreren Generationen in einem Haus und unterstützte sich gegenseitig, wo es nötig war. So lebte ich z.B. das erste halbe Jahr meines Lebens bei meinen Großeltern auf dem Land, während meine Eltern in der Stadt waren und arbeiteten – weil meine Mutter nur wenige Wochen Mutterschutz hatte und danach wieder voll arbeiten musste. Nix Elternzeit, das gab es nicht.

Entsprechend verhält es sich, wenn wir heutzutage zu Besuch kommen. Die Maus und die Schnecke werden uns so gut es geht „abgenommen“, immerhin freut sich jeder auf die Kleinen und will dann auch mal vorlesen oder rumschleppen. Oder dafür sorgen, dass ich mal einigermaßen in Ruhe essen kann. Und zwar packt jeder an. Meine Mutter, meine Tante, mein Onkel. Sogar meine Oma mit 88 Jahren bespaßt, singt, macht Fingerspiele. Oder backt was, wenn wir eine große Feier haben, damit ich mit den beiden Kindern nicht auch noch drei Kuchen machen muss. Was meine Mutter alles für uns tut, brauche ich hier ja nicht mehr erwähnen.

Die Familie meines Mannes ist dagegen ganz anders. Auch hier freut man sich durchaus, wenn wir zu Besuch kommen. Vor allem Opa bemüht sich schon. Vor allem, als die Maus noch so stark aufs Vorlesen fixiert war, musste er stundenlang Bücher vorlesen. Mittlerweile hat sich das gelegt mit der Folge, dass ich oft dort bin und die Kinder „vorführen“ darf. Sprich: Ich sitze mit den beiden aufm Boden, im schlimmsten Fall nölt eine oder beide rum und die Großeltern schauen mir dabei zu. Wenn es Essen gibt, wird es anstrengend, denn alles ist recht steif und fest vorgegeben. Wenn eine der beiden quengelt, muss ich gucken, dass das aufhört. Falls mir nix einfällt, verlasse ich eben den Tisch bzw. das Esszimmer, während die anderen weiteressen.

Genau so war es an Silvester. Fleischfondue gab es traditionsgemäß. Und was ist das Problem am Fleischfondue? Es dauert ewig. Man hat ein mini Fleischstück, das ewig brät, damit es nicht mehr roh innen ist, dann ist es zäh und heiß und überhaupt. Die ganzen sauren Beilagen sind auch nicht jedermanns (oder v.a. „jederkinds“) Sache – zumal die Cornichons zudem megascharf waren, so dass die Maus nur Baguette essen konnte. Trocken. Dazu wurden ihr freundlicherweise noch vier Scheiben Lyoner angeboten – immerhin, denn im letzten Jahr gab es gar keine Alternative für sie. Dass es die billigsten waren, die man bekommen kann (die aus der runden Packung, wo 10 Scheiben oder so übereinander drin sind), fand ich auch solala, wo doch für die anderen Gourmets Unmengen an Rindfleisch vom Metzger zum Frittieren bereit lag. Der Obstsalat zum Nachtisch war dann noch „mit Schuss“, herzlichen Dank. Auch von mir, da ich noch stille. Aber das versteht eh keiner, zumal in deren Generation sogar während der Schwangerschaft auf Alkohol nicht gänzlich verzichtet wurde. Und warum alle außer der Maus ein Getränk hatten, frage ich mich auch, zumal sie eh immer nur Leitungswasser trinkt. Aber ich hatte ja ihren Becher zufällig dabei, so ersparte ich allen Beteiligten, kurz nach Fondue-Beginn wieder vom Tisch aufstehen zu müssen.

Joa. Irgendwann hatte dann die Maus ihre Brezel aufgegessen, die ich dabei hatte mit der Begründung, sie hätte ein bisschen Magenprobleme und wurde unleidlich. Also wurde sie mit Tablet und YouTube ins Wohnzimmer abgeschoben. Dann hatte die Schnecke keinen Bock mehr. Also lief ich eine Ewigkeit mit ihr im Flur auf und ab und schaute mit ihr die Wanddeko an. Bis irgendwann Opa kam und mich ablösen wollte. Da war der Fetttopf aber bereits abgestellt, so dass ich geschwind meine zwei längst kalt gewordenen letzten Fleischstücke in mich reingestopft habe und froh war, zu Hause zum Kaffee vorsorglich ein großes Stück Kuchen gegessen zu haben.

So läuft es, eigentlich immer. Hilfe wird auch immer nur großartig angeboten, wenn wir dann aber nachfragen, passt der Termin so gut wie nie. Hach. Ich hoffe, ich selbst werde nicht so und kann die ländliche Tradition noch weiterleben und weitergeben, auch wenn ich zeitlebens in der Großstadt gewohnt habe…

Daddy Cool

Gestern Abend traute sich mein Mann zum ersten Mal, alleine das Abendritual mit beiden Mädels zu bestreiten. Sonst war immer noch mindestens eine Oma zusätzlich da, weil die Schnecke abends erfahrungsgemäß „Terror schiebt“, wenn ich nicht da bin. Es war jedenfalls sein Vorschlag und so ließ ich es ihn versuchen.

Und was soll ich sagen: Es klappte ganz wunderbar. Zwar mit anderen Schwierigkeiten als erwartet – denn die Schnecke schlief einfach ein, ganz ohne Geschrei, während die Maus plötzlich Sonderwünsche äußerte und sich nicht besonders kooperativ zeigte. Aber am Ende schliefen beide zur gewohnten Zeit. Ich bin so stolz auf meinen Liebsten! 🙂

Dann sorgte er noch dafür, dass wir an unserem Hochzeitstag nächstes Wochenende ausgehen, indem er sich dafür aussprach, die beiden Mädels auf die Großeltern zu „verteilen“ (die Maus über Nacht, die Schnecke für ein paar Stunden). Hab ich nicht den tollsten Mann ever? 🙂 Ich freue mich so sehr auf unseren ersten „Ausgang“ als Paar seit 8 Monaten! ♥

Quartett komplett

Sonntag Abend haben wir mit vereinten Kräften den Hochstuhl aufgebaut, den die Schnecke zu Ostern bekommen hat. Mama gab Anweisungen aus der Gebrauchsanweisung wieder, Papa hielt die Teile und die Maus schraubte mit dem Inbusschlüssel wie ein Profi (ja – „Inbus“, nicht „Imbus“! Ich habe extra gegoogelt, weil ich der Worterkennung nicht glauben wollte…;-) ) .

Langer Rede kurzer Sinn: Seitdem sitzt die Schnecke während dem Essen mit uns am Tisch. Jaja, sie kann noch nicht alleine sitzen, blibb blabb blubb, aber wenn sie neben uns liegen soll gibt es Terror. Und sie beim Essen ständig auf dem Schoß zu halten wird so langsam mühsam, denn sie greift einem ständig ins Essen oder ins Messer (welches man einhändig eh nur äußerst dürftig benutzen kann…). Also 5-10 Minuten Hochstuhl.

So. Zu viert sitzen wir nun da.

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Und mir geht das Herz auf. Und die Schnecke quietscht jedes Mal vor Vergnügen über ihren neuen Platz.

Ein perfekter Familienausflug. Nicht.

Da die Maus ab heute Kindergartenferien bis Ostern hat, nahm mein Mann sich auch frei, damit wir ein paar schöne Tage zusammen verbringen können. Und weil das Wetter eben zur Zeit so wechselhaft ist, wollten wir das Puppentheater besuchen.

Der letzte Besuch dort war ein voller Erfolg, die Maus meldete sich damals sogar freiwillig, um auf der Bühne Tamburin zu spielen. Als wir ihr heute kurz vor der Abfahrt erzählten, was unser Plan sei (wir wollten ihr nicht zu früh davon erzählen, da wir bei extrem schlechtem Wetter nicht losgefahren wären), vermeldete sie: „Ich will nicht ins Puppentheater. Nur auf den Spielplatz dort.“ Ich konnte die Enttäuschung meines Mannes aus seinem Gesicht ablesen.

Wir brachen trotzdem auf, Richtung Spielplatz. Als wir an der Menschentraube vor dem Puppentheater-Zelt vorbei kamen, verkündete die Maus: „Ich will auch ins Puppentheater!“ Natürlich waren wir etwas spät dran, weil wir es ja zum Spielplatz nicht so eilig hatten. Also rannteb wir völlig abgehetzt zum Ticketschalter, um zu erfahren, dass die Puppenspielerin erkrankt ist und dafür eine Geschichtenerzählerin kommen würde. Also gut. Dann eben das.

Nach der ersten der drei Geschichten – die selbst für uns Erwachsene langatmig war – beschloss die Maus gehen zu wollen. Die Erzählerin hatte dies auch mehrfach gesagt, dass die Kleinen nun gehen dürften, weil die nächste Geschichte für die „Mittleren“ sei. Das nahm die Maus dann wörtlich und wollte raus. Wir konnten es ihr nicht verübeln, schrieben die 15 Euro ab und verließen das Zelt. Eigentlich mit dem Plan, nun den tollen Spielplatz zu besuchen.

Kaum waren wir draußen, brach ein Schneesturm los, wie ich ihn noch nie bei 5 Grad erlebt habe. Wir konnten kaum die Augen offen halten und die Schneeflocken verwandelten sich auf unserer Kleidung angesichts der warmen Temperaturen sofort in Wasser, so das wir innerhalb Sekunden patschnass waren. Mittlerweile war die Schnecke erwacht und schrie aus Leibeskräften, denn sie hasst die Babyschale, in welcher sie lag.

Im Auto angekommen stellte die Maus entsetzt fest, dass der Spielplatz ausfällt und brach in Tränen aus. Das Geplärr auf meinen beiden Seiten – ich saß zum Trockenwischen und Trösten hinten in der Mitte – verstummte erst, als wir zu Hause waren. Was etwa 30 Minuten später war. Und wo ich erstmal die Rollläden runterlassen musste, weil die Sonne so geblendet hat.

Was für ein Tag. Da bekommt man doch glatt Lust, morgen wieder etwas tolles zu unternehmen.

Mädelsrunde

Gestern in aller Frühe brach mein Mann zusammen mit seinem Vater auf zum Skifahren. Erst Dienstag Abend werden sie zurück kommen.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden, wie wir das hier alleine „wuppen“. Vor den Tagen hatte ich mich auch nicht gefürchtet, das ist ja unter der Woche normal. Aber drei Abende und vier Morgen (Mörgen? Morgende? Morgens? 😉 ) allein – da hatte ich mir schon Sorgen gemacht. Zumal die Schnecke gerade im 8-Wochen-Schub steckt und abends zeitweise recht unruhig ist. Kurzum: Bis jetzt läuft es ganz gut. Ich konnte heute Abend sogar die Maus baden.

Morgen wird’s dann wieder spannend, denn normalerweise bringt ja mein Mann die Maus zur Krippe. Und da ich auch noch Rückbildungsgymnastik habe, muss ich das Trödeln der Maus möglichst eindämmen, was nicht gerade leicht ist. Genauso Dienstag, da wird die Schnecke geimpft – auch da muss es morgens zappzarapp gehen.

Es läuft, aber es kostet mich doch einiges an Kraft. Meinen vollsten Respekt also denjenigen, die das jeden Tag leisten!

Mutterneid

Morgen ist die Schnecke 7 Wochen alt. 7 Wochen, in denen ich den Großteil des Tages mit Stillen verbracht habe. Und mit dem Versuch, „nebenbei“ auch den Bedürfnissen der Maus gerecht zu werden. Meine einzige „Freizeit“ besteht momentan daraus, dienstags für rund eine Stunde ohne Schnecke das Haus zu verlassen, um mit der Maus zur Musikschule zu gehen. Im Hinterkopf aber immer der Gedanke, wie es daheim mit Oma und Schnecke läuft.

Da lässt es sich nicht vermeiden, dass bei mir ein wenig Neid aufkommt bei dem Gedanken daran, dass mein Mann demnächst für ein verlängertes Wochenende mit seinem Vater zum Skifahren geht. Dabei bezieht sich der Neid nicht auf das Skifahren ;-), sondern auf das tolle Hotel mit Wellnessbereich und genialer Verpflegung… Hätte ich auch gern. Einschließlich der Ruhe, keine Kinder weit und breit.

Selbst als wir sonntags auf dem Spielplatz waren und ich beobachtete, dass in ein Anliegerhaus mehrere Autos voller geschniegelter und gebügelter Gäste einfielen, verspürte ich ein wenig Neid und den Wunsch, auch mal wieder schön auf eine Feier zu gehen, ohne Kinder, so dass man in Ruhe essen und reden kann. Ohne ständig unter Strom zu stehen, immer mindestens ein Auge und ein Ohr dem Kind zu widmen und ohne auf die Uhr sehen zu müssen, wann man gehen muss, um den Zeitplan nicht allzu sehr durcheinander zu bringen.

Und dann lässt sich plötzlich ein Paar aus unserem Freundeskreis scheiden. Aus heiterem Himmel, nach etwa 15 Jahren Beziehung. Weil ihr Kinderwunsch sich nicht erfüllt hat und sie das Gefühl hat, er zieht bei diesem Thema nicht am selben Strang wie sie.

Auf einmal bin ich gar nicht mehr so neidisch, sondern einfach nur glücklich, dass wir mit zwei gesunden, tollen Kindern gesegnet sind…

Eine Woche Mama-Alltag

Heute bin ich schon eine Woche alleine in Elternzeit. Mein liebster ist nämlich am Tag nach dem Geburtstag der Maus wieder arbeiten gegangen. Vor Ende seiner Elternzeit dachte ich, ich würde es niemals alleine schaffen, denn so lange er daheim war, kümmerte er sich hauptsächlich um die Maus und ich übernahm die Schnecke. Zusätzlich kaufte er ein, kochte, versorgte uns. Unvorstellbar, das alles selbst zu tun.

Aber was soll ich sagen? Es geht, wenn man keine andere Wahl hat!

Natürlich ist es zu zweit einfacher, aber schon nach den paar Tagen klappt es auch alleine ganz gut. Mittlerweile schaffe ich es sogar, morgens selbst das Frühstück und die Vesperbox der Maus zu richten. Und irgendwie verleiht einem das Muttersein manchmal auch Superkräfte… So schleppte ich neulich Schnecke samt Babyschale (eine von Römer, die schwer ist wie ein Wackerstein) auf einem Arm und die knapp 15-Kilo-Maus auf dem anderen, weil diese vor Angst vor einer neu entdeckten Skulptur in einem Garten in der Nachbarschaft keinen Schritt mehr tun konnte…

Ich sag es mal so: Es läuft. Trotz einiger kleiner „Widrigkeiten“ bin ich ganz zufrieden, wie es ist. Und das ist doch das wichtigste.

Tage wie dieser

Heute war ein ziemlich perfekter Tag. Vormittags war die Hebamme zum voraussichtlich vorletzten Mal da, hat die Schnecke und mich nochmal „in Augenschein genommen“ und war mit uns beiden äußerst zufrieden.

Die Schnecke hat nun nach gut 2 Lebenswochen ihr Geburtsgewicht wieder erreicht (heute waren es 4180 g). Sie hatte ja fast 10 % abgenommen, daher hat es seine Zeit gebraucht, aber ich bin froh, dass die Hebamme da keinen Stress gemacht hat und uns Zeit gelassen hat, das allein durchs Stillen zu regeln. Zumal die Schnecke ja stetig zugenommen hat und immer fit war.

Bei mir ist die Brust zum Glück wieder in Ordnung und auch die Schmerzen vom vielen Nuckeln am Anfang sind weg. Jetzt ist Stillen wieder das, was es war, als ich bei der Maus damit aufgehört habe – praktisch und schmerzfrei. Die Gebärmutter ist auch schon gut zurückgebildet, das ging wieder ziemlich flott und hat mir auch ordentliche Schmerzen beschert in den ersten Tagen. Aber auch das ist Schnee von gestern. Ebenso die Dammnaht, die ich gar nicht mehr spüre.

Heute waren wir dann kurzfristig mit beiden Kindern unterwegs, im Stadtpark, einschließlich Karussell fahren, draußen stillen und nebenbei Kuchen essen – bei strahlendem Sonnenschein. Meine Laune ist hervorragend, ich bin voller Elan und hoffe, dass mein Hoch möglichst lange anhält. 😉

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Regentage

Gestern war einer dieser Tage, an denen es bei uns regnete. Ein bisschen draußen, aber noch viel mehr drinnen…

Alles hatte damit begonnen, dass wir samstags auf einer Geburtstagsfeier eingeladen waren. Mein Mann wollte die Maus dorthin mitnehmen – ich nicht. Mir schwebte vor, ein allerletztes Mal vor der Geburt so richtig auszuschlafen. Ohne nächtliche „Rufbereitschaft“ und ohne morgendliches Aufstehen, um die Maus fertig zu machen und dann ggf. nochmal für ein Stündchen im Halbschlaf im Bett zu liegen. Denn mehr ist es selten, wenn ich „ausschlafen“ darf, da die Maus sich ja seit geraumer Zeit von meinem Mann nicht aus dem Bett holen lässt. Und nicht ins Bett bringen. Und und und.

Mir zuliebe stimmte er dann zu, dass die Maus von Samstag auf Sonntag bei meiner Mutter verbringen darf. Wir gaben ein bestens gelauntes Kind ab, verbrachten einen tollen Abend auf dem Geburtstag, schliefen schön aus, bauten sogar noch das Babybett wieder zum Beistellbett um und machten uns dann auf den Weg, die Maus wieder abzuholen.

Schon bei unserer Ankunft begrüßte sie nur mich. Und das zog sich dann auch den restlichen Tag so hin. Was auch immer mein Mann mit ihr tun wollte, stieß auf Ablehnung. Sie klammerte regelrecht an mir, wurde unruhig, wenn ich nicht zu sehen war – wer weiß, was sie sich bei ihrem Übernachtungsbesuch von der lieben Verwandtschaft alles anhören musste zum Thema Geschwisterchen und was nun in ihrem Kopf vorging. Es gipfelte jedenfalls darin, dass die Maus meinem Mann mehrfach wortwörtlich ins Gesicht sagte, dass sie dies oder jenes „nicht mit Papa“ machen wolle und lieber vor der Toilette stand und alle 5 Sekunden fragte, ob ich fertig sei, anstatt mit ihm zu spielen. Als ich dann ins Wohnzimmer zurückkam, war mein Mann weg. Erst vermutete ich ihn auf der anderen Toilette, nach einiger Zeit war mir aber klar, dass er sich „verkrümelt“ hatte und schmollte. Einerseits verständlich, dass er verletzt war, andererseits für die Maus nicht realisierbar. Ich glaube, er wartete darauf, dass sie nach ihm ruft oder ihn unten im Zimmer vermisst oder so. Tat sie natürlich nicht – die Maus und ich sind ja an 5 von 7 Tagen alleine im Wohnzimmer, da ist sie das gewöhnt. Also noch mehr Enttäuschung.

Als wir dann ins Bett gingen, gab ein Wort das andere. Wir redeten und redeten, jeder äußerte seine Sorgen und Bedenken. Er fürchtet, dass er mich nach der Geburt des Babys trotz Elternzeit nicht entlasten kann, weil die Maus es nicht zulässt. Und ich fühle mich einfach nur schuldig, dass ich nichts tun kann, um seine Tochter an ihn „heranzuführen“. Es war auch viel unnützes Gerede dabei, so dass ich gar nicht mehr aufhören konnte, zu weinen, was ihm wiederum leid tat, was mir wiederum leid tat, …

Ich hoffe, die Gewitterwolken ziehen schnell weiter.

II/38+0: Zuständigkeiten

Heute beginnt die 39. SSW, ich höre die Uhr immer lauter ticken. Höchste Zeit also, mich verrückt zu machen, mit dem was kommen wird. Momentan überwiegt die Angst, wie das mit der Maus alles werden wird. Ich habe Bedenken, ob ich beiden Kindern gleichzeitig gerecht werden kann, denn irgendwie bin ich doch alleine „zuständig“ für die Maus. Mein Liebster bemüht sich in letzter Zeit zwar schon, die eine oder andere Aufgabe – z.B. das Ins-Bett-bringen – zu übernehmen, die Maus duldet dies aber nur selten bzw. nur, wenn ich nicht im Haus bin. Wundert mich irgendwie auch nicht – das hätte eben alles konstant über die knapp 3 Jahre erfolgen müssen, nicht erst jetzt in den letzten Wochen vor der Geburt des Geschwisterchens.

Auch das nächtliche Aufstehen wenn die Maus ruft ist momentan noch meine Aufgabe. Mein Mann hat es zwar schon ab und an übernommen, was auch geklappt hat. Jedoch wacht er meist erst gar nicht auf von den Geräuschen aus dem Kinderzimmer und wenn, dann braucht er so lange um „in die Puschen“ zu kommen, dass ich in der Zeit trotz Babybauch und Rückenschmerzen schon fünf Mal drüben war… Glücklicherweise hat sich das nächtliche Schlafverhalten der Maus in den letzten Tagen und Wochen stark gebessert, oft wacht sie nur ein Mal oder gar nicht mehr auf. Ich hoffe also, dass sich dieses Problem von alleine löst.

Dann kommt die Frage: Was passiert mit der Maus in der Zeit, die ich im Krankenhaus verbringe? Ich vermute (und fürchte), dass sie mindestens eine Nacht fremdbetreut werden muss. Was bei meiner Mutter kein Problem wäre, da die Maus total scharf drauf ist, dort zu sein. Ich hatte aber ja bereits erzählt, dass meine Mutter die Woche vor bzw. bis einen Tag nach ET im Urlaub ist. Somit wären die Schwiegereltern „dran“. Sie würden es glücklicherweise auch übernehmen, trotzdem sorge ich mich sehr, wie die Maus das alles verkraftet, da sie noch nie dort übernachtet hat und sich schon nach einem zweistündigen Aufenthalt dort langweilt und weg will. Mal abgesehen davon, dass die Schwiegereltern gar nicht so genau den Tagesablauf der Maus kennen (den habe ich nun als Zettel ihrer Tasche beigelegt…) Mann Mann Mann. Dann wurde mir von der Schwiegermutter noch gesagt, dass die zwei Wochen vor dem ET nicht so geschickt für die Geburt seien, da so viele Termine anstünden, dass ich sie in jedem Fall irgendwo „raustelefonieren“ würde. Aber im Notfall würde es dann schon gehen… Na prima. Ich werde es berücksichtigen.

So bleibt mir also nur zu hoffen, dass Kind 2 es in meinem Bauch auch so gemütlich findet, wie die Maus und sich ein paar Tage Zeit lässt. Wie der Bauch aktuell aussieht, habe ich gestern nochmal fotografiert. Bis jetzt sind nur die Schwangerschaftsstreifen von der ersten Schwangerschaft wieder sichtbar – ich wäre recht froh, wenn das so bleibt. 🙂 Außerdem bin ich auch richtig glücklich mit meinem „werten Befinden“ – das Pulsstolpern, das ich in der ersten Schwangerschaft pünktlich zu Beginn des Mutterschutzes bekam, ist bis jetzt zum Glück noch nicht da. Ich hoffe, da komme ich diesmal drumrum. Nur mein Rücken klagt zunehmend über die Situation, vor allem das nächtliche Drehen ist recht schmerzhaft. Aber hey, ich bin jetzt in der vorletzten SSW angekommen, da darf das sein…

Ein bewegtes Wochenende

Die letzten vier Tage gab es hier Drei(einhalb)samkeit pur. Dank Feiertag und freiem Brückentag durften wir – die Maus, mein Liebster und ich – gemeinsam jede Menge Zeit verbringen. So kam es dann, dass die Maus sich uns von einer völlig neuen, ganz mutigen Seite zeigte.

Donnerstag kamen wir an einem etwas größeren Kinderkarussell vorbei, das wir schon oft angeschaut hatten, die Maus jedoch immer nur zuschauen wollte. Diesmal nahm sie jedoch das Angebot an, zusammen mit Papa Karussell zu fahren. Dies wurde am Samstag und Sonntag jedoch noch getoppt. Dank der „Sommerfest-Saison“ besuchten wir zwei verschiedene Stadtfeste. Auf dem ersten fuhr sie wie ein Weltmeister mit einer kleinen Bimmelbahn und wollte am liebsten gar nicht mehr aufhören. Dies wäre noch beim Maifest bei uns in der Gegend unvorstellbar gewesen – da fand sie den kleinen Zug zwar interessant, hatte aber jedes Mal etwas Angst, wenn er vorbeifuhr. Und dann entdeckte sie endgültig das Karussell-Fahren für sich. Auf beiden Festen standen ganz kleine Fahrgeschäfte, mit kleinen Autos, Tieren, Kutschen, Flugzeugen, was es eben so gibt. Und ich glaube, die Maus wäre in jedem einzelnen gefahren, wenn wir sie gelassen hätten. 🙂 Ganz stolz hielt sie immer das Ticket in der Hand und wartete auf den Mann, der es einsammelte.

Mein Herz schmolz dahin, sonntags hatte ich sogar Tränen in den Augen, als ich sah, mit welcher Freude sie in dem Karussell saß, wie wild am Lenkrad des kleinen Hubschraubers hin und her drehte oder mit einem Lachen bis über beide Ohren fast pausenlos die Glocke des kleinen Feuerwehrautos läutete. Hach. Mein kleines Mäuschen ist schon so groß geworden. Und das alles an einem verlängerten Wochenende. 🙂

II/18+1: Rosarot

Momentan kommt es mir vor, als würde ich die Welt durch eine rosarote Brille betrachten. Ich schmelze täglich dahin vor Liebe, wenn ich die Maus beobachte und genieße jede Minute, die wir zu dritt verbringen. Wahrscheinlich sind es die Hormone, die alles so „tuffig“ erscheinen lassen. Man muss aber auch sagen, dass die Maus gerade eine sehr angenehme, goldige Phase hat.

In nächster Zeit wird sich wohl auch nicht viel ändern an der Dominanz der Farbe Rosa in unserem Leben – beim FA-Termin bekamen wir heute die Bestätigung: Auch unser zweites Kind wird ein Mädchen! 🙂
Das Ultraschall-Bild reiche ich demnächst mal nach…
Hier das Ultraschall-Bild vom heutigen Termin – ganz nach dem Motto: „Ein schöner Rücken kann auch entzücken!“ 🙂
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II/12+6: Hurra!

Nun weiß die ganze nahe Familie von der Schwangerschaft. Während unsere Eltern sich zwar über die Nachricht positiv geäußert haben, aber doch nicht ganz so aus dem Häuschen waren wie damals bei der Maus, haben sich unsere beiden Omas riesig gefreut. Beide waren sichtlich gerührt und begeistert, ein zweites Mal Uroma zu werden und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass sie möglichst lange ihr beiden Urenkel beim Großwerden beobachten können.

Ein weiterer Hurra-Moment war dann heute Morgen, als das Telefon klingelte und meine Wunsch-Hebamme mir nach mehreren Tagen des Wartens endlich verkündete, dass sie die Nachsorge bei uns übernehmen kann. Und einen Platz in ihrem Geburtsvorbereitungskurs ab Anfang August konnte ich auch noch ergattern – hurra! Wenigstens der Teil macht diesmal keinen Ärger. 😉

II/12+2: Listen, Listen, Listen

Zur Zeit bin ich eigentlich ständig mit dem Abhaken verschiedenster (imaginärer) Listen beschäftigt. Hätte man von mir auch nicht anders erwartet, so als Sternzeichen-Jungfrau und Beamtin…

Die erste Liste, nämlich die der Personen, die in die Schwangerschaft eingeweiht werden, wächst stetig. Gestern informierte die Maus höchstpersönlich meine Mutter, dass sie ein Geschwisterchen bekommen würde und dieses jetzt in Mamas Bauch sei. Meine Mutter blickte sichtlich verwirrt drein, verstand aber ziemlich schnell, dass die Maus sich so viele Detailinformationen nicht ausgedacht haben kann. Sie freute sich zunächst ein wenig verhalten, dann nachdem sie es verarbeitet hatte, aber noch etwas mehr. Am Wochenende sind die Uromas dran. Und nächste Woche vielleicht meine Chefs und Kollegen…

Dann setzt sich so langsam eine Liste in meinem Kopf zusammen, was den für Kind Nummer 2 noch alles zu klären/besorgen/ändern ist. Die Schlafsituation kann z.B. nicht so bleiben, wie es jetzt ist. Da das Baby dann neben mein Bett muss, müssen wir sehen, dass wir die Maus rechtzeitig in ihr Zimmer ausquartieren. Sie soll das ja nicht in Zusammenhang mit ihrem Geschwisterchen bringen. Ich hoffe sehr, dass das irgendwie klappt, denn vier Betten passen nicht in unser Schlafzimmer. Ob wir ein zweites Gitterbett kaufen oder der Maus gleich ein größeres, das ist auch noch nicht entschieden. Dann brauchen wir so ein Geschwister-Board für den Kinderwagen, am besten eines, auf dem man auch sitzen kann, denn die Maus ist ja bekanntermaßen ein wenig bequem. Und bestimmt fallen mir noch ein paar mehr Dinge ein, die wir angehen müssen…

Und zu guter Letzt gibt es noch die „Abschussliste“. Dinge, die quasi von Kind Nummer 2 „verdrängt“ werden. Momentan steht da eigentlich nur ein Eintrag und zwar mein Saxophonunterricht. Seit längerem ertappe ich mich dabei, dass ich mich aufraffen muss, hinzufahren und mich jedes Mal ärgere, wenn die Kids wieder nichts vorbereitet haben und ich meine Zeit doch auch mit wichtigeren Dingen hätte verbringen können. Dazu kommt, dass wir manchmal keinen Babysitter bräuchten, wenn ich nur zu meiner eigenen Probe, aber nicht zum Unterricht müsste. Dann könnte ich nämlich so lange daheim bleiben, bis mein Mann von der Arbeit zurück ist. Es führt quasi kein Weg dran vorbei, auch wenn es wahrscheinlich ein paar lange Gesichter gibt – der Unterricht muss weg…

II/12+0: Meilensteine

Heute hatten wir mehrere Meilensteine zu verbuchen. Der erste war nicht so prickelnd, denn als ich die Maus aus der Krippe abholte, kam sie mir mit einer dicken Beule an der Stirn entgegen. Sie war gestolpert und mit dem Kopf gegen ein Türschutzgitter gefallen. Armes Mäuschen. Aber seit ein paar Tagen gibt sie tempomäßig richtig Gas, flitzt von einer Seite zur anderen, so dass es mich nicht wirklich wundert, dass nun mal was passiert ist. Zum Glück ist es ja nur eine Beule.

Meilenstein Nummer 2 ist, dass wir heute den Schwiegereltern von der Schwangerschaft erzählt haben. Sie waren erstaunlich überrascht – ich hätte gedacht, dass sie was ahnen. Dann wurde gleich ein guter Eiswein zum Anstoßen aus dem Keller geholt (natürlich nur für die anderen!) und ein bisschen geplaudert, wie es wohl werden wird.

Als ich dann mit der Maus wieder zu Hause war, meinte sie plötzlich: „Ich bekomme ein Geschwisterchen!“ Ich fragte: „Und wo ist das drin?“ Sie entgegnete ganz säuselig: „In Mamas Bauch!“ und streichelte mir über den Bauch. Ich war ganz gerührt. Nun ist es wohl bei ihr angekommen. Und sie möchte es morgen auch ihrer anderen Oma, also meiner Mutter, verkünden. Ich bin sehr gespannt, ob sie es tut. Und fast noch gespannter, wie meine Mutter reagiert, denn sie ist von dem zweiten Kind ja doch betroffener als die Schwiegereltern. Hach. Ein ganzes Geröllfeld voller Meilensteine. 😉

II/11+6: Ein Geschwisterchen

Gestern war es soweit – wir haben der Maus erzählt, dass sie ein Geschwisterchen bekommt. Wir waren so aufgeregt, wie sie es aufnehmen würde. Dann haben wir ihr die Situation erklärt und ihr das Ultraschallbild von letzter Woche gezeigt, sozusagen „ein Foto“ von dem Geschwisterchen. Ob die Maus wirklich verstanden hat, was da vor sich geht, wissen wir nicht. Aber ein wenig beschäftigt hat sie die Sache dann im Laufe des Tages doch. Wir hatten ihr nach der „Verkündung“ ein neues Buch passend zum Thema geschenkt, „Conni und das neue Baby“, und dieses wollte sie dann mehrfach vorgelesen bekommen. Jetzt bin ich gespannt, wie sie in den nächsten Tagen reagieren wird, wenn wir es unseren Eltern sagen.

Demnächst ist es dann auch soweit, dass ich zumindest zu Hause Umstandshosen anziehen werde, denn der Bauch fühlt sich zunehmend gestört von Hosenbund und Co. Habe mir extra noch eine neue Joggingumstandshose bestellt, da die vom letzten Mal doch sehr gelitten hat (der Saum unten ist total runtergetreten) und es eh unkomplizierter ist, wenn man mehrere davon hat.

Joa. Ansonsten gibt es wieder neue Bauchbilder, denn morgen beginnt die 13. SSW. Wow, ganz nebenbei.

II/11+3: Die Zappel-Schildkröte

Heute war ich nach knapp 4 Wochen endlich wieder bei meiner FÄ zur Kontrolle. Nachdem der erste Termin vor einem Monat ja noch relativ nüchtern verlief, war ich diesmal doch ziemlich aufgeregt und gespannt, was mich auf dem Monitor des Ultraschallgeräts erwarten würde. Und was bekam ich zu sehen? Ein kleines, wild zappelndes Etwas, das sich erst mit Mühe vom Profil her betrachten lies (die FÄ wollte vorab einen kurzen Blick auf die Nackenfalte werfen…) und mich daher ständig an eine kleine Schildkröte erinnerte… 🙂
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Die Erkenntnis: Alles ist dran, Kopf, zwei Arme, zwei Beine, Herz, Magen. Was man in der 12. Woche eben so sehen kann. Und die Nackenfalte sieht auf den ersten Blick unauffällig aus – den Termin zur „echten“ Nackenfaltenmessung haben wir aber erst in etwa eineinhalb Wochen. Da wird dann mein Mann mitkommen, damit er auch sein zweites Kind vorab mal begutachten kann.

Nachher werde ich das Ultraschallbild noch vervielfältigen lassen, damit wir in den nächsten Tagen unsere Familien informieren könnten. Da wir aber auf jeden Fall zuerst die Maus in unser „Geheimnis“ einweihen wollen, müssen wir noch sehen, wie wir das Ganze timen. Ich bin gespannt.

II/10+6: Countdown vor der Verkündung

Momentan steht bei uns das Thema Krankheiten auskurieren im Vordergrund. Immer und ständig. Dass ich schwanger bin fällt mir immer nur dann ein, wenn mein Körper sich gegen irgendetwas wehrt, z.B. ich vor Müdigkeit um 20 Uhr mit der Maus einschlafe. Oder wenn mein Hausarzt nach einem Mittel gegen meinen Magen-Darm-Infekt sucht und mir mit den Worten „Das ist halt so eine Sache mit Schwangeren…“ zu verstehen gibt, dass er keine Idee hat, was wir da tun könnten. Nun denn, mein Körper hat den Infekt selbst besiegt, hat halt fast 10 Tage gedauert, aber ich will ja nicht klagen. Das nächste Mal gehe ich vielleicht lieber direkt zu meiner FÄ, auch wenn dort die Wartezeit meist recht lang ist.

Langer Rede kurzer Sinn: Freitag habe ich nach knapp vier Wochen den nächsten Vorsorgetermin bei der FÄ. Da werde ich 11+3 sein, also die 12. Woche fast geschafft haben. Wenn alles in Ordnung ist – was ich sehr hoffe – werden wir wohl bald mit der Sprache rausrücken. Bei der Maus, bei unseren Familien und Freunden, in der Arbeit und und und. Langsam fällt es nämlich immer schwerer, das Geheimnis nicht auszuplaudern, zumal wir immer wieder konkrete Fragen z.B. zu Sommerurlaub und Plänen für den Herbst gestellt bekommen und uns dann mit kleinen Notlügen über Wasser halten müssen.

Am meisten bin ich natürlich gespannt, wie die Maus reagieren wird. Sie hat zum 2. Geburtstag von ihrem Patenonkel ein Buch namens „Leo Lausemaus wünscht sich ein Geschwisterchen“ bekommen. Dieses ist momentan ganz hoch im Kurs und wenn man sie fragt, ob sie sich auch ein Geschwisterchen wünscht, dann sagt sie: „Ja, eine Schwester.“ Ok. Wäre auch dieser konkrete Wunsch geäußert – ob wir ihn erfüllen können, bleibt offen. Und ob sie sich das wirklich wünscht, oder nur, weil sie in dem Moment gerade das Buch gelesen hat, wo die Maus Leo eine Schwester bekommt, weiß man natürlich nicht. Wir werden es sehen.

Heute habe ich dann auch wieder Bauchbilder gemacht. Als ich danach auf die Waage gestiegen bin, bin ich fast vor Schreck wieder runtergepurzelt – unter 70 kg hab ich glaube ich seit 10 Jahren nicht mehr gewogen. Das liegt natürlich an dem Magen-Darm-Infekt und ich bin mir sicher, dass ich das bald wieder ausgleichen werde, denn in meinem Kopf schwirren schon wieder wirrste Gelüste und Rezepte herum, die ich ausprobieren will, sobald mein Magen mich dafür nicht mehr bestraft… 😉 Hier also die Fotos:
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Achtung, schlechte Laune.

Hier folgt ein Dampf-Ablass-Beitrag mit ausschließlich nörgeligem Inhalt. Also am besten gar nicht erst lesen…

Gerad eben war es wieder soweit – meine Mutter brachte mich mit wenigen Sätzen zur Weißglut. Wir saßen gemütlich am Mittagstisch und die Maus durfte schon spielen, da sie mit Essen fertig war. Wir wechselten augenzwinkernd ein paar Worte über das selbstauferlegte „Lauftraining“, das die Maus zur Zeit absolviert. Ich bemerkte, dass die Maus einen kleinen Rückschritte gemacht habe, da sie sich nicht mehr alleine trauen würde, vom Sofa zur Schrankwand zu gehen. Als ich es ausgesprochen hatte, war mir schon klar, dass das ein Fehler war, denn meine Mutter sprang sofort darauf an. Die Maus habe wahrscheinlich Angst, weil die Drehplatte, auf der der Fernseher steht, so wackelt, wenn sie sie berührt. Und sowieso wäre es besser, wenn es im Raum ein paar Gitterstäbe zum Festhalten gäbe, damit sie besser laufen kann. Ich entgegnete, ob sie tatsächlich der Meinung sei, ich solle das Laufgitter wieder ins Wohnzimmer stellen und die Maus hineinsetzen. Nein, das meine sie nicht, aber so ein Laufgitter sei etwas ganz tolles, jeder hätte so etwas. Neulich kam auch ein Bericht über die B-Prominente XY, die auch ein Kind bekommen hätte und dieses nun erfolgreich im Laufstall liegen lassen würde, während sie kocht. Weil man müsse ja auch mal kochen oder etwas erledigen können. Das sei so praktisch. Ein paar weitere Sätze flogen hin und her und dann beschloss ich, das Gespräch abzubrechen und lieber die Spülmaschine einzuräumen. Ich kochte. Vor Wut. Mal wieder über mich selbst, weil ich so doof war, dieses Thema nicht sofort im Keim zu ersticken.

Es geht einfach nicht länger. Ich sehne den Tag herbei, an dem die Maus die KiTa-Eingewöhnung erfolgreich hinter sich hat. So dankbar ich meiner Mutter für ihren Einsatz im letzten Jahr bin, so sehr strengt es mich an, sie mindestens vier Mal in der Woche zu sehen. Und Ratschläge anzuhören, oft auch zwischen den Zeilen. Zwischen-den-Zeilen-Ratschläge, bei denen man sofort die unterschwellige Kritik heraushört, kann ich noch weniger ertragen. Ich weiß, dass meine Mutter es nicht böse meint, denn es ist einfach ihre Art. Sie kann keine Meinung neben ihrer eigenen gelten lassen und macht sich damit regelmäßig auch bei anderen unbeliebt. Egal welches Thema man anschneidet – sie entwickelt eine Gegenmeinung und vertritt diese, bis man das Thema wechselt, um nicht zu streiten. Ich hoffe jedenfalls sehr, dass unser Verhältnis wieder inniger wird, wenn wir uns nicht mehr so oft in die Quere kommen.

In den letzten Tagen und Wochen habe ich immer wieder darüber nachgedacht, ob wir das Thema Familienplanung nicht doch noch einmal angehen sollen. Aber wenn ich die momentane Situation so ansehe, möchte ich das eigentlich nicht noch einmal haben… Zur gegebenen Zeit werde ich hier nochmal genaueres zu diesem Thema schreiben.