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Oskar

So langsam läuft der Alltag hier wieder an. Die erste Woche nach den Ferien ist natürlich besonders spannend, da auch die „Freizeitaktivitäten“ nach gut 6 Wochen wieder weitergehen.

So z.B. gestern die Musikschule. Die Maus ist nun im zweiten Jahr der musikalischen Früherziehung und dieses Jahr wird zusätzlich zu dem normalen Unterrichtsprogramm („Musimo“) auch ein bisschen Glockenspiel gelernt. 

Als gestern die Tür nach dem Unterricht aufging, stürmten alle Kinder raus und schrien wild durcheinander, um den Müttern die tollen Neuigkeiten zu überbringen  – jedes von ihnen mit einem Berg Material bepackt: Ein neues Musimo-Heft, ein noch leerer Notenordner und ein Glockenspiel. 

Die Maus war stolz wie Oskar und lief mit einem breiten Grinsen und der Glockenspiel-Tasche in der Hand umher. Jedem erzählte sie, sie sei heute beim Glockenspiel-Unterricht gewesen… 😊 Ich bin jedenfalls gespannt, wie dieses Musikschuljahr verlaufen wird!

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Ein Tag im Ausnahmezustand

Bei uns steht diese Woche alles Kopf. Wegen dem anstehenden Urlaub. Alles waschen, packen, vorbereiten. Und dazwischen gefühlt tausend Termine. Arbeiten, Freizeit, Zusatzveranstaltungen, die zufällig und dummerweise genau auf diese Woche fallen. Und dann noch Maus und Mann, die kränkeln. Was will man mehr?

Gestern dachte ich dann zeitweise, ich falle einfach um. Vormittags arbeiten, Wäsche falten, Liste abstreichen, ständig mit dem Gedanken, dass mir die Zeit davon läuft, da es der letzte Tag diese Woche war, an dem meine Mutter die Schnecke betreuen konnte.

Mittags hab ich dann so früh wie möglich die Maus aus dem Kindergarten abgeholt, da sie Generalprobe von ihrer Ballettschule hatte. So richtig groß wird der anstehende Auftritt aufgezogen, in einer riesen Halle, wo die Probe auch 3,5 Stunden lang stattfand. Das größte Problem: Eltern durften nicht anwesend sein. Da die Halle ein Stück von uns entfernt ist, fuhr die Maus mit der Mutter einer Freundin mit dorthin. Das war gegen 14 Uhr. Darauf folgten 4 der fiesesten Stunden meines Lebens. Ich machte mir solche Sorgen, ob es der Maus gut geht. Ich meine – die Betreuerinnen kannte ich zwar, aber diese fremde Umgebung, die ungewohnte Situation, das viele Warten und ein gewisser Grad an Selbstständigkeit – ich traute das der Maus irgendwie nicht zu. Ich musste ständig um Atem ringen, mein Magen rebellierte und meine Gedanken kreisten um meine Entscheidung, nicht als Betreuerin zu melden. Weder packen, noch Großeinkauf vorbereiten, Kaffee trinken mit meiner Mutter noch eine heiße Dusche konnten mir Ablenkung verschaffen.

Um 17 Uhr hielt ich es nicht mehr aus und fuhr zur Halle. Viel zu früh, aber ich wollte wenigstens dort im Foyer sein. Was war ich froh, als die Maus um kurz nach 18 Uhr in meinen Armen lag! Es war, als hätten wir uns wochenlang nicht gesehen. Eine Betreuerin erzählte mir gerade noch, wie toll sie alles gemeistert hatte, da fing die Maus plötzlich doch an zu schluchzen. Mein armes kleines Baby. Ich fühlte mich ein Mal mehr wie eine Rabenmutter.

Wir fuhren nach Hause und kurz darauf musste ich zu meiner eigenen Probe wieder los. Im Auto fiel langsam die Anspannung von mir ab. Ein belegtes Brot und eine Tafel Schokolade von der Tankstelle taten ihr Übriges und ich konnte die Probe einigermaßen frei von Schuldgefühlen genießen.

Mittlerweile weiß ich, dass die Maus nach der Probe so weinerlich war, weil sie einen Infekt ausgebrütet hat, der heute schubweise deutlicher als gestern sichtbar ist. Trotzdem ist es mir eine Lehre und ich werde zukünftig mehr auf mein Bauchgefühl hören, wenn es darum geht zu entscheiden, was ich der Maus (und mir) zutrauen kann und was nicht…

In Vertretung

Gestern hatte ich Generalprobe für das Konzert meiner Big Band am Wochenende. Wie es der Teufel so will fand genau gestern der „Väter-Osterkorb-Bastelabend“ im Kindergarten der Maus statt.

Da meine Mutter diesmal krankheitsbedingt nicht einspringen konnte, musste eine andere Lösung her. Kurzerhand fragte ich also meine Schwiegereltern, ob sie nicht kommen können. Zufällig hatten beide Zeit und wollten es mal ausprobieren.

Und: Der Abend verlief ziemlich erfolgreich. Die Maus war sehr kooperativ, ließ sich von Oma ohne Murren ins Bett bringen. Und das Händchen zum Einschlafen halten. Das hatte ich der Schwiegermutter auch „erlaubt“, obwohl wir es ja sonst nicht machen – Omabonus und so…
Opa durfte sich mit der Schnecke abmühen. Diese war recht lange friedlich, begann aber irgendwann doch zu schreien. Aber dann kam auch schon mein Mann zurück und konnte übernehmen.

Ich bin erleichtert, dass alles so gut lief. Für uns, aber hauptsächlich auch für die Schwiegereltern, die ja auch ein Erfolgserlebnis mit den Kleinen haben sollen und auch hatten… 🙂

Freigang in Begleitung

Ein tolles Wochenende liegt hinter mir. Meine Big Band hat sich drei Tage lang auf das bevorstehende Konzert vorbereitet und: Ich war dabei! Freitag Abend noch wie immer in Hektik, weil ich schnell wieder heim zur Schnecke musste – diese schreit ja erfahrungsgemäß dem Babysitter (egal wer es ist) zeitweise die Ohren ab, weil Mama unersetzlich ist… Samstag und Sonntag aber ging ich dann in Begleitung von Mann und Baby zur Probe (die Maus war bei Oma).

Es klappte einfach wunderbar. Wir hatten Decke und Spielbogen dabei, so dass mein Mann die Schnecke in meiner Abwesenheit im Pausenraum der Schule, in der wir proben, bespaßen konnte. Zufällig passten unsere Pausen zeitlich auch immer gut zum Stillrhythmus, so dass ich nicht mal die Probe unterbrechen musste und ganz beflügelt durchs Wochenende schwebte. Hach.

Was für ein toller Mann, der mir so einen Gefallen tut! 🙂

Rabenmutter

Morgen möchte ich nach rund einem halben Jahr Big Band-Pause gerne wieder in selbige einsteigen. Einen Lebensmonat später als damals bei der Maus – das hat sich wegen der Weihnachtspause so ergeben, aber ich hätte es diesmal auch nicht viel früher gewollt.

Das Problem: Die Schnecke hat verlernt, aus der Flasche zu trinken. War ja klar. Ich hatte es mit ihr vor dem Weihnachtsessen mit meinen Kollegen „geübt“, woraufhin meine 4-stündige Abwesenheit kein Problem war. Aber weil das Abpumpen und Fläschchen geben ja ein unschöner Aufwand sind, haben wir nicht weiter geübt. Was dazu führte, dass mein Ausflug auf den Weihnachtsmarkt mit Geschrei und Flasche verweigern quittiert wurde.

Nun hätte ich ja wieder mit der Schnecke trainieren können. Hab ich aber nicht. Aus Bequemlichkeit, Dummheit oder schlicht weil ich nicht dran gedacht habe vor lauter Weihnachtszeit. Und nun ist morgen Mittwoch, ich will zur Probe und bin gestern und heute mit zwei Fläschchen-Versuchen kläglich gescheitert. Klar, als Mutter selbst füttern geht nicht, bla bla. Aber mein Weihnachtsmarkt-Abend hat ja gezeigt, dass es auch andere nicht unbedingt schaffen, wenn ich weg bin.

Also mache ich morgen einen auf Rabenmutter und verlasse das Haus für über drei Stunden. Aus ausschließlich egoistischen Gründen und mit sehr, sehr schlechtem Gewissen. Wir werden sehen, wie es läuft und ob es ein einmaliger Versuch bleibt…

GOLD(i)!

Heute hatte ich zum ersten Mal seit der Geburt der Schnecke „Ausgang“. Ich war zum Adventsessen meiner Kollegen eingeladen und dadurch einschließlich Fahrtzeit rund vier Stunden weg.

Mein Mann und meine Mutter kümmerten sich gemeinsam um die Kinder. Die große Frage dabei war: Würde die Schnecke aus dem Fläschchen Pre-Nahrung trinken und würde sie sich in den auch mit Stillen anstrengenden Abendstunden irgendwie beruhigen lassen, zumal sie bisher keinen Schnuller wollte?

Die Sache mit dem Fläschchen habe ich ein bisschen mit ihr geübt – ich habe die letzten Tage morgens abgepumpt und ihr die Milch mit dem Fläschchen verabreicht. Mehr als 20 bis 30 ml kann ich aus welchen Gründen auch immer nicht abpumpen, aber auch mit dieser Menge konnten wir ein bisschen „trainieren“. Im einigermaßen satten Zustand verweigerte sie die Flasche, aber mit entsprechendem Hunger ging es besser, so dass ich recht sicher war, dass dieses Thema klappen würde.

Schnullertechnisch sah das anders aus. Wir hatten schon alle möglichen Modelle zu Hause, aber keiner blieb länger als eine Sekunde im Mund der Schnecke. Gestern bestellte ich dann in der Apotheke als „letzte Chance“ einen kirschförmigen Kautschuk-Sauger von Goldi. Diese waren schon unsere „Rettung“ bei der Maus (den Tipp gab uns damals die Hebamme). Ich hatte bei der Schnecke aber keine großen Hoffnungen, da wir bereits einen ähnlichen Kautschukschnuller einer anderen Marke probiert hatten. Und was soll ich sagen? Es hat funktioniert! Die Schnecke schnullte fleißig an dem neuen Schnuller!

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Der Unterschied zu dem anderen Schnuller ist nämlich folgender: der andere hat eine Aussparung für die Nase, der Goldi-Sauger liegt auf der Nase auf. Dadurch fühlt es sich laut der Hebamme für das Baby mehr an, als wäre es an der Brust. Dazu kommt, dass Kautschuk etwas bitter schmeckt und somit der Brustwarze geschmacklich auch ein bisschen näher kommt als Latex. Ich bin also wiedermal begeistert – auch wenn hübsch anders ist…! 🙂
Dies soll im übrigen keine Schleichwerbung sein, ich möchte es bloß weitergeben, falls jemand das selbe Problem hat wie wir, dass das Baby keinen Schnuller nimmt.

Nun bleibe ich erstmal wieder daheim – vielleicht gibts im Dezember noch ein Weihnachtsessen meiner Big Band, da können wir das ganze nochmal probieren. Aber erstmal muss ich meine doofe Erkältung auskurieren, die mich heute heimgesucht hat…

II/36+3: Fleißig, fleißig…

Verzeiht, aber heute muss ich mich ein wenig selbst loben… Ich habe gestern nämlich zwei weitere Punkte meiner vorgeburtlichen To-Do-Liste abgearbeitet. Und zwar sind nun sämtliche Babyklamöttchen der Größe nach sortiert und im Schrank eingeräumt. Hurra! 🙂

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Und weil’s quasi in einem Aufwasch ging, habe ich gleich noch die Babyschale mit der Kleidung für die Entlassung aus dem KH bestückt.

Dann war ich gestern zum ersten geburtsvorbereitenden Akupunktur-Termin. Das ganze findet in dem KH statt, in dem die Maus geboren wurde. Und es war irgendwie angenehm, an einen bekannten Ort zu kommen und sogar von der selben Hebamme „genadelt“ zu werden, wie damals. Ja, meine Entscheidung steht und verfestigt sich immer mehr: Ich will wieder dort entbinden!

Heute ging es vormittags zum Frisör – nochmal „aufhübschen“. Wer weiß, wann ich mit Stillen etc. das nächste Mal genug Zeit habe, um hinzugehen. Und auch den heutigen Termin konnte ich nicht so recht genießen, da mir zwischendurch vom Sitzen ganz schwummrig wurde, auch wenn ich versuchte, so aufrecht wie möglich auf dem Stuhl zu bleiben. Auf dem Rücken liegen oder in einer ähnlichen Position zu verharren geht eben gar nicht mehr…

Nun werde ich mich ein bisschen meinem neusten Mützen-Strickprojekt widmen, das gestern ganz spontan entstanden ist, weil ich im Laden keine passende Übergangsmütze für die Maus finden konnte. Mehr dazu aber wenn ich damit fertig bin.

II/26+6: Änderungsmodus

Nun ist es soweit – sämtliche Lebensbereiche beginnen wieder, sich aufgrund der Schwangerschaft zu verändern. Gestern hatte ich einen letzten Auftritt mit meiner Big Band, gut 3 Stunden haben wir gespielt, und ich war erstaunt, wie leicht es mir gefallen ist. Bei der letzten Probe habe ich nämlich „aus dem letzten Loch gepfiffen“, so dass für mich klar war: Nach dem Auftritt ist Schluss. Schweren Herzens aber mit der Hoffnung, wieder recht bald nach der Geburt einsteigen zu können. Spätestens im neuen Jahr.

Unser zweiter Nachwuchs zappelt jedenfalls eifrig in meinem Bauch, man kann nun richtig sehen, wie er sich verformt. Ich bin gespannt, wo das noch hinführen wird, wenn sie jetzt schon so heftig tritt, dass mir manchmal kurz der Atem wegbleibt… 😉

Ansonsten geht es mir gut und ich hoffe auch, dass das so bleibt, denn die Maus hat gerade einen Magen-Darm-Virus, den ich bitte-bitte nicht haben möchte. Wir stehen doch relativ kurz vor unserem vorgezogenen Sommerurlaub, so dass ich noch einiges zu erledigen habe und nicht ausgeschaltet werden möchte…

Die Bauchbilder habe ich heute auch aktualisiert – mit meinem wie ich finde mittlerweile stattlichen Babybauch. 🙂 Heute in einer Woche habe ich schon den nächsten FA-Termin – ich glaube, dann ist auch schon ein CTG an der Reihe. Die 3. große Vorsorgeuntersuchung ist aber wohl erst beim übernächsten Mal dran.

Mein freier Freitag

Immer wieder stellt sich heraus, dass ich Dinge bzw. Situationen, die die Maus betreffen, blauäugig – man könnte fast sagen naiv – eingeschätzt habe. Nicht nur vor ihrer Geburt, sondern auch danach. So zum Beispiel meinen „freien Freitagvormittag“. Wie hatte ich mich drauf gefreut, dass die Maus in die Krippe kommt, damit ich an eben diesem Termin alles machen kann, wozu ich sonst nicht komme. Insbesondere Dinge, die mich betreffen. Zum Friseur gehen, zum Beispiel. In aller Ruhe. Ohne zu wissen, dass Oma und Opa kaum meine Rückkehr erwarten können. Mal shoppen, oder Kaffee trinken gehen. Oder mal wieder Saxophon üben, nicht 10 Minuten zwischen Tür und Angel, weil das Konzert ansteht, mit Geschrei der Maus aus dem Wohnzimmer, die nicht bei Papa bleiben will, wenn sie Mama oben hört. Hach. Was könnte man an diesem Tag nicht alles erledigen!

Dachte ich. In Wahrheit ist alles anders. Zuerst pendelete ich von einem Arztwartezimmer zum anderen, weil mein Körper gestreikt hat. Und jetzt wo es mir besser geht, ist die Maus zum xten Mal krank zu Hause. Und mein Liebster ebenfalls. Dass mein Sugaring-Termin heute daher wieder in voller Hektik abgespult wird, brauche ich nicht zu erwähnen – ich bin schon froh, dass ich überhaupt gehen kann. Wenn auch schlechten Gewissens, weil die Maus heute äußerst nölig ist und mein Mann eigentlich zu heiser zum Vorlesen…

Hach. Ich dachte, das gönne ich mir mal für mich, einen Kosmetiktermin alle 4-5 Wochen. Aber scheinbar gibt es da erstmal nix zu gönnen. Entspannung ist nicht für Mütter gedacht.

Bin dann mal weg…

…und zwar auf dem Weg nach Basel, um den 30. Geburtstag einer guten Freundin zu feiern. Ich freue mich riesig auf die Auszeit und den Mädels-Ausflug!

Unterdessen hat die Maus seit gestern neue Silben drauf, sie sagt ständig „godgodgod“ oder Dinge wie „tgnmglgl“, auf jeden Fall sehr g-lastig und sparsam mit Vokalen. Echt süß. 🙂

Einen Schreck hat sie mir heute Morgen auch noch eingejagt, bzw. bin ich vor meiner eigenen Dummheit erschrocken… Während ich mich im Bad fertig gemacht habe, hat die Maus wie immer alleine gespielt, im Bad, im Gang vor dem Bad, wie sie grad will. Plötzlich guck ich in den Flur raus und sehe, wie die Maus direkt vor der Treppe kniet – das Treppenschutzgitter sperrangelweit offen… Ich will mir gar nicht ausmalen, was da hätte passieren können… Hoffentlich bin ich nach meinem Ausflug wieder konzentrierter!