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Fast Forward

Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als ich die Maus zusammen mit anderen Eltern in einer großen Decke aus dem Kindergarten „rausgeschmissen“ habe. Gleichzeitig ist es, als wäre sie schon ewig ein Schulkind, als wären wir nicht erst letzten Juli aufgeregt beim ersten Elternabend für die künftigen Erstklässler gesessen. Nun sind die nächsten dran. Schultütenbasteln, Übernachtung im Kindergarten, Rausschmiss, Elternabend, Klasseneinteilung. Das Rad rollt weiter. Unseres rollt in die dritte Klasse, Übernachten in der Schule, Abschied von der ersten Klassenlehrerin, Abschied von der jahrgangsgemischten Eingangsklasse, Abschied von Mitschülern.

Das halbe Jahr in der zweiten Klasse begann zäh, mit einigen Zweifeln meinerseits, ob wir richtig entschieden hatten mit dem „Überspringen“. Die Maus musste in Mathe dem Stoff aufholen, den die „echten“ Zweitklässler in dem vorangegangenen Jahr gelernt hatten und das brauchte natürlich seine Zeit. Aber sie war es eben bis dahin nicht gewöhnt, etwas nicht zu können, was gelegentlich zu entsprechenden Wutanfällen führte. Aber nach vielleicht drei Monaten machte es „klick“, die Maus hatte erst alle eingeholt und zum Schluss war sie wieder als erste fertig mit dem Mathe-Stoff. Sie genoss die Zeit in der zweiten Klasse, hatte großen Spaß am Englischunterricht (den die Erstklässler durch eine Lehrplanänderung leider nicht mehr haben) und war wieder im Kreis ihrer Kindergartenfreunde, die ein Jahr zuvor eingeschult worden waren.

Nun stehen die Sommerferien kurz bevor. Wir haben schon eine Materialliste für die 3. Klasse und die neue Klassenlehrerin hat sich bereits vorgestellt und wurde für gut befunden. Ich bin gespannt darauf, wie es weitergeht, aber im Augenblick fühlt es sich an, als hätten wir richtig entschieden.

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2-in-1

Nein, dies wird kein Beitrag über das neuste Pflegeprodukt oder die ultimativen Spülmaschinentabs. Es ist die Fortsetzung meines letzten Artikels.

Nachdem uns – wie befürchtet – beim Elterngespräch eröffnet wurde, dass die Klassenlehrerin empfehlen würde, die Maus in Klasse 2 hochzustufen, begann wieder unser Gedankenkarussell. Ja, nein, vielleicht? Die gemischte Eingangsklasse sei genau für solche Fälle gemacht, um langsameren Kindern mehr Zeit für den Start zu geben und schnelleren mehr „Futter“. Die Maus würde nach schwierigerem Stoff lechzen und im Unterricht sowieso alles mitbekommen, was die Zweitklässler machen. Die Maus würde wie ein Erwachsener denken und sprechen und sei vom Verhalten der Erstklässler meilenweit entfernt. Solche und ähnliche Argumente wurden uns vorgelegt. Nichts, was wir nicht wussten oder zumindest geahnt hatten. Und doch hatte ich mir nie und nimmer vorgestellt, die Maus „springen“ zu lassen, zumal wir die Entscheidung gegen eine Einschulung als Kann-Kind ganz bewusst getroffen hatten und nicht unglücklich damit waren.

Nur wenige Nächte und viele graue Haare später hatten wir uns aber entschieden, den Weg zu gehen. Aus diversen Gründen, nicht nur schulischen, sondern auch aus sozialen. Denn auch wenn die Lehrerin uns konkret dazu nichts sagen durfte, empfahl sie uns zwischen den Zeilen, die Maus von den aktuellen Erstklässlern zu „erlösen“, da diese unglücklicherweise ein sehr „schwieriger“ Haufen sind und Besserung nicht zu erwarten ist, wenn im Sommer noch weitere jüngere Kinder dazu kommen. Zumal die Maus mit Unruhe und Lärm Schwierigkeiten hat und die Erstklässler ihrer Klasse auch nach einem halben Jahr noch auf den Tischen tanzen.

Dabei hatte ich mir vorgenommen, bei der Entscheidung nur die Belange der Maus zu berücksichtigen, aber wir konnten das Drumherum einfach nicht komplett ausblenden, denn die Situation in der Klasse ist wirklich extrem. Also fassten wir noch vor den Faschingsferien den Entschluss, dass die Maus ab sofort als Zweitklässlerin geführt wird.

Und was soll ich sagen? Sie war so stolz, so motiviert, so glücklich. Natürlich bedeutete und bedeutet diese Entscheidung auch Arbeit, denn wir müssen zB. den Stoff von einem Jahr Mathe aufarbeiten. Deutsch ist dagegen kein Problem, es ist ja das „Steckenpferd“ der Maus. Und auch Englisch, das sie nun glücklicherweise hat (bis letztes Jahr hatte man das in BaWü noch ab der 1. Klasse, daher haben die aktuellen 2er Englisch), läuft super nebenher – sie ist einfach ein Sprachentyp. Aber Mathe wie gesagt… Das wird eine Aufgabe… Ich hoffe und bete, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

„Vielleicht muss man sich manchmal dem Unvermeidlichen beugen, wenn diese Entscheidung so oft auf einen zurückfällt?“ meinte neulich eine andere Mutter zu mir. Ja. Vielleicht sollte es einfach so sein.

Bleibt noch ein offener, tragischer Punkt – die beste Freundin der Maus. Leider sieht es momentan so aus, als ob sie ein drittes Jahr in der Eingangsklasse verbringen wird. Dadurch hätte sie ihren Vorsprung von einem Schuljahr gegen einen Rückstand von einem Schuljahr eingetauscht. Verrückte Welt. Aber wenn das so kommen sollte, wird sie wohl zumindest die Klasse wechseln, das hat ihre Mutter mir schon angekündigt – es hätte also diesbezüglich auch nichts gebracht, die Maus nicht hochstufen zu lassen. Aber noch klammere ich mich an die Hoffnung, dass die Freundin es doch schafft – sonst stehen wir in Klasse 3 womöglich vor zusätzlichen Herausforderungen… Einfach und unkompliziert geht bei uns irgendwie nicht. Aber wir drücken die Daumen…

Alles auf Null

Fast auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass mich die Entscheidung, ob die Maus als Kann-Kind eingeschult werden soll oder nicht, an meine Grenzen gebracht hat. Es war eine so schwere Entscheidung und ich war mehr als froh, dass sowohl das „Bonusjahr“ im Kindergarten als auch die Einschulung mit knapp 7 Jahren problemlos verliefen. Ich war so glücklich, gewartet zu haben. Alles fühlte sich richtig an.

Bis jetzt. Wir hatten es schon geahnt, dass es kommen würde und vor ein paar Tagen hatten wir dann eine Notiz der Lehrerin im Ranzen mit der Bitte, zum Elternsprechtag zu ihr zu kommen. Dieser Termin war heute. Kurzum: Die Maus wurde in allen Tönen gelobt, dass sie sehr weit sei mit dem Stoff und dass die Lehrerin uns nahelegen würde, die Maus ab sofort als Zweitklässlerin weiter zu unterrichten. Dies ist dank der jahrgangsgemischten Eingangsklasse in unserer Schule ohne größere Schwierigkeiten möglich.

Nun sind wir also wieder da, wo wir vor zwei Jahren waren – wir müssen eine Entscheidung treffen, die das Leben der Maus vermutlich stark beeinflussen wird und die wir eigentlich ohne Glaskugel nicht treffen können…

Der aufmerksame Leser wird vielleicht wissen, dass die Maus bei der Einschulung in die Klasse ihrer besten Freundin (die ein Jahr früher eingeschult worden ist) gekommen ist. Würde sie nun „springen“, wäre sie theoretisch in der selben Klassenstufe wie ihre Freundin. Ein Grund zur Freude? Nun ja – nur theoretisch, denn bei ihrer Freundin geht es im Moment um die Frage, ob sie nicht noch ein drittes Jahr in der Eingangsstufe bleiben wird. Wenn das so käme, wäre die Maus dann plötzlich eine Stufe über ihrer Freundin – verrückte Welt! Da diese Freundin aber unter Umständen dann die Klasse wechseln würde, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die Maus ab dem nächsten Schuljahr ohne sie auskommen muss, egal wer in welcher Stufe sein wird. Das wird Tränen geben, das weiß ich jetzt schon. Mein armes Mäuschen… Immerhin können wir nun ihre Freundin bei der Entscheidungsfindung ausblenden, denn das wäre mir ohne diese Situation schwer gefallen.

Ach ich weiß es einfach nicht. Einerseits schreit mein Bauch „Neeeein, alles so lassen, wie es ist!!!“, denn ein Aufstieg in Klasse 2 würde natürlich bedeuten, dass die Maus schon etwas ranklotzen müsste. Und wozu eigentlich? Wir haben es doch nicht eilig, in die Mühlen der weiterführenden Schule zu kommen! Ab da hört doch der Spaß am Leben irgendwie auf… Andererseits sehe ich natürlich auch, dass die Maus vom Auftreten und Lernen her näher an den Zweitklässlern ist, als an den Erstklässlern. Zumal letztere in ihrer Klasse ein ziemlich furchtbarer Haufen sind, der nur Chaos veranstaltet (das ist leider nicht meine persönliche Meinung, sondern ein echtes Problem, so dass sogar die Schulleitung involviert ist…). Und dann ist ja noch die Motorik der Maus, die zwar Fortschritte macht, aber eben nur langsam. Und in meinem Hinterkopf spukt eben immer der Gedanke, dass in Klasse 3 Schwimmunterricht stattfindet und in Klasse 4 die Fahrradprüfung. Beides Baustellen, die uns noch graue Haare bereiten werden, v.a. wenn sie jetzt plötzlich ein Jahr früher fällig werden.

Nicht zuletzt ist dann noch die emotionale Seite. Die Maus müsste sich in einem halben Jahr direkt wieder an eine neue Lehrerin gewöhnen, hätte „echte“ Klassenarbeiten wo sie doch mit Prüfungssituationen bisher so gar nicht gut klarkommt, wäre nie Patin für einen Erstklässler und nie gemeinsam mit der Schnecke an der Grundschule. Und auch wenn es lächerlich klingt – gerade über letzteres reden die beiden Mädels fast täglich, da wäre die Enttäuschung vermutlich groß.

Bis Montag sollen wir uns entscheiden, damit wir keine Zeit verlieren und die Maus durchstarten kann, falls gewünscht. Ein hartes Wochenende steht uns bevor…

Die Sache mit der Zahnfee

Der Tag, an dem der Maus ihr erster Milchzahn ausfiel, ist mir einen eigenen Blogbeitrag wert, denn es war ein „ganz besonderer“ Tag…

Es fing alles bei der Zahnärztin an. Wir verließen die Praxis mit einer leicht verstörten Maus und dem frisch „herausgewackelten“ Zahn in einer wubderschönen roten China-Plastikschatztruhe. Damit ihm auch ja nix passiert, verwahrte ich diesen Schatz in meiner Handtasche.

Als wir daheim angekommen waren, wollte die Maus die Truhe samt Zahn direkt beim Aussteigen aus dem Auto haben, um ihre Trophäe direkt de Schnecke und der Tante, die in der Zwischenzeit auf die Schnecke aufgepasst hatte, zu präsentieren. Ich gab ihr also die Schachtel und sie marschierte die Treppe zur Haustür hinauf. Ich schloss die Tür auf und die Maus rannte hinein und öffnete mit den stolzen Worten „Schaut mal, was ich hier habe!“ die Schatzkiste. Sie war leer.

Mir blieb das Herz stehen. Irgendwo auf den 10 Metern vom Auto bis zum Wohnzimmer musste dieser 5 mm große Zahn sein! Unter lautstarkem Geheul der Maus suchte ich im Schweiße meines Angesichts jede Ritze zwischen den Treppen ab, fand zwar auf der Fußmatte einen Stein, der genau wie ihr Zahn aussah, aber leider nicht den echten Zahn.

Kurz vor dem Verzweifeln kam mir die Idee, mal in meiner Handtasche zu suchen. Und was soll ich sagen? Er war aus der „tollen“ Schatztruhe herausgerutscht uns hatte mir die ganze Zeit beim Suchen zugeguckt. Was für eine Erleichterung!

Aber das war nicht das Ende der Geschichte. Denn nun begann das eigentliche Zeremonium, auf das zahlreiche Kinderbücher im Laufe der Jahre (unnötigerweise) hingewirkt hatten: die Sache mit der Zahnfee!

Natürlich hatte die vorausschauende Mutter bereits eine Kleinigkeit besorgt, um es dann im Fall der Fälle parat zu haben. Aber die Maus wäre nicht die Maus, wenn das alles „einfach so“ über die Bühne gegangen wäre.

Je später der Abend wurde, umso unruhiger wurde sie. Sie begann, bittere Tränen zu weinen, weil sie ihren schönen Zahn nicht an die Zahnfee abgeben wollte. Alle Bemühungen meinerseits, sie zu beruhigen oder zu behaupten, dass diese den Zahn gar nicht mitnimmt, sondern nur anschaut, liefen ins Leere. Ich war wirklich kurz davor, ihr zu sagen, dass das alles Lug und Trug ist, es keine Zahnfee gibt, keinen Weihnachtsmann und den Osterhasen sowieso nicht. Aber ich verkniff es mir.

Schon während dem Zähneputzen bat mich die Maus dann inständig, ihr zu versprechen, dass ich nicht die Zahnfee bin. Beim ersten Mal versuchte ich noch, darüber hinwegzusehen, aber auch an der Bettkante rang sie mir mehrfach dieses Versprechen ab. Und nein – nicht nur mir, sondern auch meinem Mann – diesen hatte ich mir in dem Moment nämlich als „Backup-Zahnfee“ auserkoren. Aber: versprochen ist versprochen. Und so diskutierten mein Mann und ich noch lange hin und her, was wir machen sollen, ob überhaupt, ob die Maus trauriger wäre über die Wahrheit oder über die Lüge. Mann Mann Mann.

Ich entschied mich dann dazu, ihr selbst einen Brief zu schreiben, wie stolz wir auf sie sind, dass sie ihre Zähne so toll putzt und wie tapfer sie beim Zahnarzt war, blablabla. Dann bastelte ich noch ein Pappding drumherum, klemmte das Geschenk, das eigentlich die Zahnfee gebracht hätte dran und legte es ins Zimmer der Maus während sie schlief.

Es wurde die schlimmste Nacht seit – ja, ich würde fast sagen seit Geburt unserer Kinder. Die Maus rief ab Mitternacht im Halbestundentakt nach mir. Sie hatte Angst vor der Zahnfee, Angst dass sie den Zahn nie wieder sieht, Angst dass die Zahnfee nicht kommt. Alles im Wechsel. Nachdem ich 7 Mal rübergegangen war, blieb ich bei ihr liegen und wir schliefen noch drei oder vier unruhige Stunden nebeneinander.

Mein armes Kind. Das alles wegen der doofen Zahnfee, die wir völlig unfreiwillig in unser Leben lassen mussten.

Der nächste Morgen startete natürlich mit einer Enttäuschung, da klar wurde, dass es wohl keine Zahnfee gibt. Da tröstete auch unser Geschenk nicht mehr. Nur die Tatsache, dass sie ihren Zahn behalten durfte, hellte die Stimmung ein wenig auf.

Beim zweiten Zahn schwiegen wir das Thema Zahnfee tot. Er fiel aus, wurde allen stolz gezeigt und landete in der Zahndose. Aber nicht in der aus Plastik… ;-)

Wir sind eingeschult!

Was für eine Woche hinter uns liegt! Letzten Freitag wurde die Maus eingeschult und um es kurz zusammenzufassen: Es war eine sehr schön organisierte Einschulungsfeier, davor ein (optionaler) kurzer, kindgerechter Gottesdienst und am Ende die erste Schulstunde für die Kinder und Kaffee und Kuchen für die Eltern.

Bei uns waren die beiden Omas und der Opa die einzigen Gäste, was aber einen angenehmen, kleinen Rahmen darstellte. Sie waren ab dem Gottesdienst dabei und durften dank gutem Wetter auch bei der eigentlichen Feier auf dem Schulhof zuschauen (drinnen hätten aufgrund Platzmangels nur 2 Personen pro Kind mitkommen dürfen). Nach der Schulstunde und den obligatorischen Fotos im Klassenzimmer (merke: auch in drei Jahren bei der Schnecke lieber schon vor der Veranstaltung Fotos im Freien machen – danach könnte die Lust darauf etwas geschmälert sein…) gingen wir zum Mittagessen in ein Restaurant. Gegen 15 Uhr war der „Spuk“ vorbei und wir konnten ins Wochenende starten.

Seitdem ticken die Uhren hier anders. Die Maus muss jeden Tag um 8 Uhr in der Schule sein. Bei einer halben Stunde Fußweg (inkl. Puffer) müssen wir morgens um 6:10 Uhr aufstehen. Also ich. Die Kinder wecke ich kurz vor halb 7, fast eine Stunde früher als bisher. Was zur Folge hat, dass sie eigentlich auch eine Stunde früher schlafen gehen sollten. Also auch eine Stunde früher Abendessen, und so weiter.

Ich fühle mich seit einer Woche, als sei ich den ganzen Tag gehetzt. Nein, ich fühle mich nicht so, ich bin es! Morgens Tempo Tempo, damit man die Laufgruppe nicht warten lässt. Mittags schnell zum Abholen in die Schule, weil der Kindergarten der Schnecke um 13:30 Uhr schließt, dann flott zu Mittag essen, Hausaufgaben machen und zapp zarapp zu den Freizeitprogrammen. Ein Nachmittag Musikschule, einer Ballett. Von dort hopplahopp heim, denn es gibt gleich Abendessen und – oh je! schon wieder so spät! – schnell ins Bett… Dass wir Eltern eigentlich auch eine oder zumindest eine halbe Stunde früher schlafen gehen sollten, haben wir leider noch nicht umsetzen können…

Ich bin gerädert. Aber: Ich bin glücklich, denn mein Kind mag die Schule fürs erste und macht sehr motiviert Hausaufgaben. Sogar die Betreuung bis mittags im Schülerhaus hat reibungslos funktioniert, was will man mehr? Ach ja: Dass es möglichst lange auch so bleibt!!

Mein Ding.

Dieser Blog ist mein Tagebuch. Mein Ding. Mein Ventil. Ich habe die letzten Monate recherchiert und überlegt, ob und wie ich ihn vielleicht doch weiterführen könnte. Trotz großer Ansage und Abschiedsrede.

Das, was das Internet ausgespuckt hat an Hinweisen zum Thema Daten und deren Schutz, habe ich versucht umzusetzen soweit es meine bescheidenen Möglichkeiten zulassen. Eine Erklärung erstellen lassen (deren Inhalt ihr hoffentlich besser versteht als ich), keine Avatare mehr zeigen, keine Umsetzung der Smileys, keine Kommentare mehr zulassen. Wer mir etwas schreiben will, kann dies gerne per E-Mail tun – auf Wunsch lösche ich die E-Mail auch sofort nach dem Lesen aus dem Postfach (und wenn gewünscht auch aus meinem Gedächtnis ;-) ).

Wie bisherauch wird es keine Werbung und keine Kooperationen geben. Der einzige Grund, dass mein Blog wieder offen ist, ist ganz simpel: Es passiert bei uns einfach gerade so viel – ich kann das nicht für mich behalten, sonst platze ich. Schön, dass ihr wieder hier hergefunden habt!

(Ach ja – ich habe auch während der Blog „zu“ war hier ein bisschen weitergeschrieben. Wenn ihr also neugierig seid – blättert ein bisschen zurück.)

Liebe

Manchmal tue ich anderen zuliebe Dinge, die ich sonst nicht tun würde. Manchmal verzichte ich andern zuliebe auf Dinge, nach denen ich mich sehne. Und manchmal ärgere ich mich darüber, dass ich nicht einfach das tun kann, woran mein Herz hängt. Ich ärgere mich über mich selbst und bin traurig zugleich, dass der Verzicht von mir verlangt oder zumindest gewünscht wird.

Liebe. Manchmal wäre ein bisschen mehr Liebe zu sich selbst vorteilhaft für die Seele.

Fast wie Urlaub

Wie auch in den letzten Jahren verbringen wir unseren Sommerurlaub an der italienischen Adria. Selber Ort, selbes Hotel, sogar das selbe Zimmer. Nur die äußeren Umstände ändern sich von Jahr zu Jahr. Jedes Jahr hoffe ich auf ein winziges bisschen „echten“ Urlaub, jedes Jahr ist aber dann doch wieder etwas „faul“. Ehemänner mit kaputten Beinen oder Kinder, die nicht ins Meer wollen zum Beispiel. Dieses Jahr ließ es sich gut an. Seit Wochen fragten beide Mädels, wann wir denn nun endlich ans Meer fahren würden, erzählten wo und wie sie schwimmen würden, was es zu essen gäbe und welche sonstigen „Freizeitangebote“ wir in Italien so nutzen würden. Clownshow anschauen, Zoo besuchen, Strandkiosk leerkaufen. Auch hier wiederholt sich das Programm jährlich, ist aber immer Teil der Vorfreude. Und die ist ja bekanntlich (scheinbar insbesondere wenn es um Urlaub mit Kindern geht…) die schönste…

Dann standen wir plötzlich morgens um 5 Uhr auf der Autobahn für zwei Stunden mitten in einer Vollsperrung. Natürlich steht man besser mitten in diesem Stau als vorne beteiligt zu sein – trotzdem: Es ließ sich nicht gut an. Zwei Tage vor dem Urlaub hatte die Maus noch mit Fieber gekämpft und gespuckt, da kamen mir schon erste Zweifel am Erfolg unseres Urlaubs. Und dann mitten auf der A8, nur eine Stunde von zu Hause entfernt – wäre das nicht der richtige Zeitpunkt gewesen, um alles zu canceln?

Natürlich fuhren wir weiter, als die Blechlawine sich in Gang setzte. Mein Mann sauste mit Bleifuss und einer einzigen Mini-Pause durch, so dass wir es gerade noch so zum Mittagessen ins Hotel schafften. Wir dachten, es sei geschafft, wir wären den Unwegsamkeiten entflohen und könnten nun in einen entspannten Urlaub mit zwei doch nicht mehr ganz so kleinen Kindern starten.

Nun ja. Dachten. Schnell zeigte sich, dass vor, während und nach jeder Stand-Session eines der Mädels einen Wutausbruch, Trotzanfall, Weinkrampf oder sonstwas bekam. Oder gern auch mal beide gleichzeitig. Meist ausgelöst durch Belanglosigkeiten – zumindest aus Elternsicht.

Aber zurück zur Gegenwart. Pünktlich zur Halbzeit des Urlaubs fiebert die Schnecke und spuckt sich die Seele aus dem Leib. Damit ist der Zenit meiner Erholung wohl erreicht und ich beginne, auf den Tag unserer Abreise hinzufiebern. Und spinne im Stillen ein bisschen herum, ob es nicht möglich wäre, nächstes Jahr anlässlich unseres 10-jährigen Hochzeitstages einen kleinen „echten“ Urlaub einzulegen. Nur mein Mann und ich, nur ein paar kleine Tage. Oder sind sie Kinder bis dahin vielleicht doch alt genug für Urlaub…?

Abschied auf Raten

Von gestern auf heute stieg das große „Abschiedsevent“ für die zukünftigen Schulkinder unseres Kindergartens. Die Maus und acht weitere Kinder durften dazu im Kindergarten übernachten – alle anderen Programmpunkte waren zunächst geheim und sorgten daher für zahlreiche Überraschungsmomente bei den Kindern. Aber von vorne.

Natürlich sehnte sich die Maus schon seit Wochen diese Übernachtung herbei. Dementsprechend aufgeregt war sie, als vor einer Woche die Einladungen dazu in Form eines Rucksacks an die betroffenen Kinder verteilt wurden. Gestern stieg die Vorfreude dann in Unermessliche an und gipfelte um 16:30 Uhr mit einer Schar aufgeregt gackernder Kinder und Mütter im Kindergarten.

Was dann kam, erfuhren wir erst heute Morgen, als wir zum gemeinsamen Frühstück in die Einrichtung kamen. Die Kinder und Erzieher(innen) machten einen tollen Ausflug zum Stuttgarter Fernsehturm, einschließlich ausgiebigem Spielplatzbesuch. Erst recht spät waren sie dann zurück im Kindergarten, wo es dann bestellte Pizza gab. Um 22 Uhr (!) saßen alle ums Lagerfeuer , wo ein Erzieher Gitarre spielte und alle mitsangen. ♡ Jeder durfte erzählen, was ihm an der Kindergartenzeit am besten gefallen hat. Und von Ausflügen über Geburtstagsfeiern oder Stopp-Tanz spielen war alles dabei. Es war wohl so emotional, dass der eine oder andere Erwachsene ein Tränchen verdrücken musste. Das glaube ich sofort. Gegen Mitternacht war dann auch das letzte Kind eingeschlafen und das Team bereitete noch eine Fotoshow vor mit Bildern der vergangenen drei Jahre sowie vom gestrigen Tag, damit sie diese heute Morgen den Eltern zeigen konnten.

Und wie sollte es auch anders sein: Als wir um 8 Uhr beim Kindergarten ankamen, erwarteten uns neun überglückliche Kinder, die gerade teilweise fleißig Obst schnippelten, teilweise im Garten herumturnten und sechs etwas müde aber auch sehr zufriedene Erzieher(innen). Sogar die ehemalige Bezugserzieherin der Maus, die mittlerweile in der Partnereinrichtung arbeitet, schaute vorbei, was mich besonders gefreut hat. ♡

Wir versammelten uns im „Morgenkreis“ um die Reste des Lagerfeuers der vergangenen Nacht und sangen erst das Begrüßungslied, das der „neue“ Gitarre spielende Erzieher vor einiger Zeit komponiert hat und dann noch „Heute hier morgen dort“ von Hannes Wader, wobei mir dermaßen die Tränen kamen, dass ich kaum ein Wort rausbekommen habe. Puh. Und ich war nicht die einzige, das könnt ihr euch sicher vorstellen… Dann kamen ein paar Mädels – unter anderem die Maus – nach vorne, und sangen mit einer Erzieherin zusammen „Je ne parle pas français“ von Namika, weil sie das Lied gestern zufällig im Aufzug beim Fernsehturm gehört und den Rest des Abends als Ohrwurm gemeinsam geträllert hatten. Als danach die Maus wieder zu uns kam, hörte ich sie sagen: „Papa, jetzt hast du ja Tränen!“ Und tatsächlich war er nun an der Reihe…

Es folgte ein super leckeres Frühstück, das wir Eltern mitgebracht hatten, begleitet von den schönen Erinnerungsfotos auf der Leinwand. Hachz.

So ein toller Kindergarten, so ein tolles Erlebis für die großen Kleinen. Ich weine in meinem Herzen noch ein bisschen weiter und kann mich nur dadurch trösten, dass wir noch ein Kind haben, das voraussichtlich weitere 3 Jahre in dieser Einrichtung bleiben wird…

„Manchmal träume ich schwer
und dann denk ich, es wär
Zeit zu bleiben und nun
was ganz andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt, dass nichts bleibt,
wie es war.“

(c) Hannes Wader, „Heute hier, morgen dort“

Time to… – ihr habt es vielleicht geahnt…

Die letzten Tage und Wochen habe ich mir wirklich viele Gedanken über meinen Blog gemacht, wie es hier weitergeht mit der DSGVO. Nun steht mein Entschluss – es geht hier nicht weiter. Spätestens am 25. Mai, zum Inkrafttreten der Verordnung, werde ich meinen Blog nach 8 Jahren vom Netz nehmen.

Sind wir mal ehrlich: Ohne die Fragenaktion würde hier kaum noch etwas passieren. Sporadische Beiträge, wenn mein Gewissen mich mal wieder plagt. Was mich dazu immer wieder bewegt hat, war die Tatsache, dass ich diesen Blog tatsächlich für mich als „Nachschlagewerk“ nutze, um zu sehen, wann die Kinder welche „Features“ dazubekommen haben. Aber die Mädels sind ja mittlerweile in einem Alter, in dem nicht dauernd etwas erwähnenswertes passiert und der Gedanke daran, die „Pflicht“ loszuwerden, alles hier niederzuschreiben, gefällt mir immer besser, je länger ich darüber nachdenke.

Auch zu wissen, dass es ein paar Leute gibt, die hier schon lange mitlesen, hat mir das Abschied nehmen erschwert, zumal ich es selbst doof finde, wenn ein Blog, dem ich folge, dicht macht. Als wenn eine Soap zu Ende geht. Aber: alles hat seine Zeit. Vielen Dank an alle Leser, die tapfer dageblieben sind trotz so mancher „Durststrecke“ hier! Ich weiß, dass ich spätestens an Silvester wieder an euch und an meinen Blog denken werde, wenn mir der Jahresrückblick unter den Nägeln brennt, es aber keine Plattform mehr dafür gibt…

Dies ist er nun. Mein letzter Blogbeitrag. Macht’s gut, es war schön hier! ♡

Fahrradtour zum Jahreswechsel 

Kennt ihr das, wenn Oma Annegret mit ihren 78 Jahren mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt fährt? Langsam wird das Fahrrad angeschoben, ein Bein auf dem Pedal, das andere hüpft auf dem Boden mit und gibt Schwung, um sich dann – während das Rad eigentlich noch zu langsam ist, um stabil zu fahren – über die Stange zu schlängeln und sich auf dem anderen Pedal einzufinden. Das Fahrrad gerät beträchtlich ins Schlingern, der Lenker schlackert hin und her. Eigentlich mag man nicht hinschauen, aus Angst Oma Annegret liegt gleich auf dem Boden. Aber weggucken geht auch nicht. Stets voller Hoffnung, dass nix passiert. Und natürlich geht alles gut, das Rad nimmt Fahrt auf und hält wieder die Spur. Oma fährt wie seit 70 Jahren zum Wochenmarkt. Hat wirklich jemand daran gezweifelt?

Genau so lief unser Jahreswechsel als Paar, als Familie. Seit Weihnachten war irgendwie der Wurm drin. So richtig. Die Schnecke nölte, so oft es nur ging, die Maus kämpfte mit einem grippalen Infekt, der uns mehr oder weniger ans Haus fesselte. Dazu so einiges an unausgesprochener, lange gezüchteter Unzufriedenheit meinerseits und vermutlich auch auf Seite meines Mannes und dann war da plötzlich der Neujahrsmorgen, an dem er mich plötzlich wegen der Kaffeemaschine anschrie. Vor den Kindern. Wo wir doch eigentlich nie streiten. Ich hatte ihm nur helfen wollen, er hatte es misgedeutet und wumms war der letzte Rest an Nähe verschwunden. Das Schweigen am Tisch war nicht auszuhalten, meine Gedanken in der folgenden Nacht auch nicht. 

Dass ich einer der nachtragendsten Menschen überhaupt bin, weiß jeder der mich kennt. Aber irgendwie dachte ich irgendwann, es gibt nur einen möglichen Weg: mehr Schwung, damit das Rad nicht umkippt! Zum Glück konnten wir meine Mutter für die Kinderbetreuung engagieren und hatten den heutigen Nachmittag und Abend zur freien Verfügung. 3 Stunden in der Therme und es fühlte sich alles wieder richtiger an. Dann auf der Heimfahrt noch ein Besuch im Restaurant und wir fuhren gemeinsam und glücklich nach Hause. Wie seit über 14 Jahren…

Rückblick 2017 und Ausblick 2018

Beim Durchlesen des letztjährigen Jahresrückblicks dachte ich ständig: „Ach – das war ja dieses Jahr genau so!“ Daher könnte ich vermutlich den vom letztem Jahr kopieren und keiner würde es merken. In einiger Zeit vermutlich nicht mal ich selbst. Aaaber da diese Zusammenfassung des Jahres immer mein persönlicher Lieblings-Blogbeitrag ist, gibt es natürlich doch eine aktuelle Version.

Zunächst einige Fakten über meinen Blog:

  • Knapp 14.000 Aufrufe verzeichnete mein Blog im Jahr 2017. Ein Hoch auf alle, die hier landen, obwohl es fast nix Neues mehr gibt…
  • 13 Beiträge im ganzen Jahr. Ha! Könnte man meinen, einer pro Monat ist ja noch ok. Aber in Wirklichkeit hab ich einen Großteil davon ja als „Nachtrag“ innerhalb weniger Tage getippt… Zitat vom letzten Jahr (als es noch 30 Beiträge waren): „Es hätte so viel mehr zu schreiben gegeben, aber nach Arbeit und Alltag mit meinen beiden Mädels fehlte mir abends jegliche Motivation und Muse zum Bloggen…“ Jo.
  • Fast schon verwundert bin ich, dass es tatsächlich ein Beitrag von 2017 in die Top 10 geschafft hat: „Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!“ über unsere Entscheidung zur (Nicht-)Einschulung unseres Kann-Kindes. Auf Platz 1 unverändert der „75-Wochen-Schub“ der Maus von 2013, ebenso gleichbleibend Platz 2 für die „Bauchbilder„. Auch wenn das genau vor einem Jahr angekündigte finale Bild nach wie vor fehlt. Und vielleicht auch gar nicht mehr kommt. Und auch Platz 3 geht wiederholt an die „Windelschnecke„. Quasi das Blog-Dinner-For-One… ;-)
  • Natürlich liegt Deutschland wie immer mit Abstand vorne bei den Aufrufern. Österreich wieder auf Platz 2. Aber dann kommen diesmal die USA! Die Schweiz wurde somit erstmals vom 3. Rang verdrängt. Ach ja – Premiere in den Top 10 der Aufrufer feiert Ungarn. Somit werfe ich dieses Jahr ein multikulturelles „Thank you, köszönet!“ In die Runde!
  • Auch dieses Jahr war ich gespannt auf die Suchanfragen, auch wenn mir ein Großteil durch die Verschlüsselung „durch die Lappen“ geht. Die nach wie vor beliebteste Anfrage ist jedenfalls der „Schwangerschaftstest“. Der Begriff taucht so oft auf, dass ich mich für keinen konkreten Link entscheiden kann. Ebenso ein Dauerbrenner scheint die Strickanleitung für einen Babyschal zu sein, inbesondere für einen Schal mit Schlitz.
    Die lustigste Suchanfrage – die ich erstmal selbst gegoogelt habe – ist der „italienische Schnuller“. Ich muss euch aber enttäuschen – es ist kein Super-Schnuller in Stiefelform oder mit Pizzageschmack. Gesucht wurde wohl einfach einer mit aufgedruckter Italienflagge o.ä. … :-)
  • Auch beim nächsten Punkt kann ich ein Zitat vom Vorjahr verwenden: „Dieses Jahr gab es analog zu den wenigen Beiträgen meinerseits auch wenige Kommentare von Lesern.“ Letztes Jahr brauchte man noch zwei Kommentare, um hier aufzutauchen. Dieses Jahr reicht einer! ;-) Danke an blumenpost (die leiderleider nicht mehr bloggt, schnief…), Zuckerkind und derfeuervogel für eure Worte und Meinungen! Ich als meist überall stille Leserin bin immer positiv überrascht, wenn es überhaupt ein „Zeichen“ gibt, dass sich hier noch jemand herumtreibt…
  • Nachdem es ja keinen wordpresseigenen Jahresrückblick mit blinkendem Feuerwerk mehr gibt, habe ich mir überlegt, am dieser Stelle einfach meine Vorjahres-Abschlussberichte zu verlinken. Damit ich es nicht immer suchen muss, um nachzulesen. :-)
    2011
    2012
    2013
    2014
    2015
    2016

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2017:

  • Wie sagte ich letztes Jahr so schön: „Ein Jahr im Alltagstrott, Arbeit, Krippe, Kindergarten, Freizeitprogramm.“ Im Groben und Ganzen passt das auch für dieses Jahr. Allerdings hatte es einen doofen Start, denn meine Mutter hatte im Januar eine große OP, die sie um ein Haar nicht überlebt hätte. Dass sie es doch geschafft hat erfüllt mich mit größter Dankbarkeit. Eine zweite OP stand Anfang Dezember an und Gott sei Dank war meine riesige Angst davor unbegründet, sie war wenige Tage danach wieder wohlauf.
  • Beziehungstechnisch haben wir nach wir vor viel Luft nach oben. Jeder lebt so vor sich hin. Leider. Dass es in unmittelbarer Zukunft wieder besser wird bleibt vermutlich nur mein Wunsch.
  • Die Maus ist nach all dem Hin und Her mit vorzeitiger Einschulung doch im Kindergarten geblieben. Trotz vieler Tränen wegen dem Verlust der besten Freundin und der Bezugserzieherin ging alles gut und ich bereue unsere Entscheidung überhaupt nicht!
  • Die Schnecke ist seit Oktober ein Kindergartenkind und macht sich dort sehr gut. Sie profitiert natürlich davon, dass ihre Schwester immer in der Nähe ist. Zum ersten Mal haben wir eine gemeinsame „Anlaufstelle“ für beide Mädels, fußläufig erreichbar. Perfekt. Ach ja – und aus dem elterlichen Schlafzimmer ist die Schnecke zu Beginn des Jahres auch noch ausgezogen. In ein Kinderzimmer zusammen mit der Maus. Seitdem schlafen beide meistens durch. Hurra!
  • In der Arbeit läuft es so vor sich hin. Keine negativen Punkte, immerhin. Aber so irgendwie brodeltes im Inneren – ich hab das ungute Gefühl, dass Änderungen anstehen. Aber mal sehen.
  • Im Freundeskreis wurden zwei Kinder geboren, darunter das zweite Kind von meiner Bekannten, von deren einstigen „Beziehungsdrama“ ich mehrfach berichtet habe. Und: Jaaaa – es gab noch ein weiteres Baby! Letztes Jahr schrieb ich noch, dass es in unserem Freundeskreis nur noch ein einziges Paar mit „nur“ einem Kind gibt (natürlich neben den kinderlosen und 2-Kind-Familien). Sie haben uns gleich zu Jahresbeginn überrascht und mittlerweile eine süße Tochter bekommen.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2018:

  • Keine geplanten Krankenhausaufenthalte in der Familie. Das sind doch schonmal bessere Aussichten als letztes Jahr.
  • Winterurlaub im Salzburger Land und Sommerurlaub an bewährter Stelle in Italien sind gebucht. Wie sollte es auch anders sein: Ich kann v.a. für den demnächst anstehenden Gruppen-Skiurlaub noch keine Vorfreude empfinden, da wir diesmal 2 Erwachsene und 3 Kleinkinder mehr sind als in den vergangenen Jahren und ich Schlimmes befürchte. Und dann noch der Skikurs, den die Maus besuchen soll – ich bin froh, wenn der Urlaub vorbei ist.
  • Die Maus kommt im Sommer in die Schule. Diesmal wirklich. Und so langsam merkt man, dass sie bereit dazu ist. Auch wenn sie natürlich etwas Angst vor der Veränderung hat.
  • Die Schnecke wird damit im Sommer alleine im Kindergarten verbleiben. Auch hier wird es spannend, wie sie die Umstellung meistert, da sie schon noch sehr fixiert auf ihre Schwester ist. Aber bis dahin sind es ja noch viele Monate.
  • Und nun zu den 2018er-Babys! Ähm ja – fertig… Wenn, dann gibt es nur Überraschungsbabys. Ich bin so gespannt, ob sich eines der kinderlosen Paare durchringen kann. Oder ob tatsächlich jemand eine „Nummer 3“ wagt! :-)

Das war’s auch schon wieder. Danke, dass ihr hier trotz spärlicher Neuigkeiten noch vorbeischaut! Ich wünsche euch ein gesundes, glückliches und entspanntes Jahr 2018!

Schon wieder Abschied.

Diesmal ist die Schnecke dran. Heute ist ihr letzter Tag in der Krippe! Hach, werde ich da wieder wehmütig. Vermutlich nimmt mich das ganze Abschiednehmen in letzter Zeit mehr mit als meine Kinder…

Die Schnecke erzählt jedenfalls tapfer allen, dass sie jetzt bald zur Maus in den Kindergarten kommt. Tatsächlich glaube ich, dass sie das verstanden hat. Ob ihr auch klar ist, dass das bedeutet, dass die Krippe somit Vergangenheit ist – daran zweifle ich. Aber wahrscheinlich ist es auch gut so.

Wir hatten so ein Glück mit dieser Einrichtung! Was war ich damals ein nervliches Wrack, weil wir nur Absagen bekommen hatten, bis dann plötzlich doch die Zusage dieser Krippe ins Haus flatterte… Die Maus war immerhin das allererste Kind dieser Krippe – da gibtes auf beiden Seiten eine emotionale Bindung… Bei ihrem Abschied dort konnte ich mich trösten: Bald würde die Schnecke ja hinkommen. Nur einen Wimpernschlag später ist auch die Krippenzeit unserer Kleinen vorbei und ich sitze schniefend über der Dankeskarte.

Ich wünsche allen Kindern da draußen so tolle Erzieherinnen. Dass sie in ihnen mehr sehen können, als nur eine „Betreuerin“ – denn dieses Glück hatten meine beiden Kinder. Danke! ♡

Einmal Kann-Kind, Schulpflicht und zurück, bitte!

Über ein halbes Jahr ist es her, dass wir eine der bislang schwierigsten Entscheidungen für die Maus treffen mussten: vorzeitig Einschulen oder nicht?

Das kam so: Der Stichtag für die Einschulung in Baden-Württemberg ist derzeit der 30. September. Ist man in den Monaten danach geboren – also wie unsere Novembermaus -, ist man automatisch ein „Kann-Kind“ und die Eltern bekommen zusammen mit dem Einschulungsschreiben der „Muss-Kinder“ eine schriftliche Anfrage, ob man beabsichtigt, sein Kind vorzeitig einschulen zu lassen oder nicht. 

Natürlich kam das für uns nicht überraschend – es ist ja jedes Jahr im Kindergarten Thema, wer da jetzt früher geht oder auch nicht. Wenn man dann aber plötzlich selbst dieses Schreiben in den Händen hält, geht die Karussellfahrt erst richtig los…

Bei uns im Kindergarten sind alle Muss- und Kann-Kinder des jeweiligen Kindergartenjahres die sogenannten „Großen“. Schon allein deshalb, weil die Muss-Kinder alleine zu wenig für eine Ausflugsgruppe wären. Sie machen gemeinsame Waldtage und auch einige Aktionen, bei denen nur sie dabei sind, finden statt. Einerseits, weil man mit den „Großen“ eben schon andere Dinge unternehmen kann, aber auch weil der Zusammenhalt für die Schule gefördert werden soll.

Dadurch – aber auch bedingt durch die Tatsache, dass die Maus von ihrer Ausdrucksfähigkeit her schon immer eher den Großen entsprochen hat, hatte die Maus ausschließlich näheren Kontakt mit Mädels, die diesen Sommer eingeschult wurden. Auch ihre beste und einzige „richtige“ Freundin war ein „Muss-Kind“.

Im März galt es dann, eine endgültige Entscheidung zu treffen – und quasi zu erahnen, wie die Situation in einem halben Jahr sein würde. Die Erzieherinnen rieten uns von einer Einschulung ab – nicht aus kognitiver Sicht, sondern aufgrund der motorischen Entwicklungsverzögerung der Maus und ihrer noch nicht allzu stark ausgeprägten Sozialkompetenz. Die Kinderärztin riet auch ab, aber eher aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen. Der Rest unserer Familie, inklusive meinem Mann, erwarteten eine vorzeitige Einschulung, da die Maus ein sehr wissbegieriges Kind ist, zudem schon so langsam anfing zu lesen und beim optischen Vergleich eher zu den diesjährigen Schulkindern passte als zu den „Kleinen“. 

Da stand ich nun. Tief in meinem Herzen wissend, dass beide Entscheidungen falsch sein würden. Eine frühe Einschulung würde die Maus sicher vor harte Herausforderungen stellen, denn durch die gemischte Eingangsklasse (gemeinsamer Unterricht der Klassen 1+2) würde sie sich u.a. gegen bis zu 3 Jahre ältere Kinder durchsetzen müssen. Dass sie noch sehr unsicher Treppen steigt und im letzten Jahr das Wort Schule in keinem Satz erwähnt geschweige denn in einem Rollenspiel thematisiert hat, setzte ich durch, dass sie nicht eingeschult wird. 

Selbstverständlich wurde mir dies direkt vorgeworfen, als die Maus viele Wochen vor den Ferien svhon ziemlich traurig in die Zukunft blickte. Aber wer garantiert mir, dass die Freundschaft bestehen bleibt? Nachher ist die Maus völlig überfordert eingeschult und ihre Freundin orientiert sich um – was dann?

Tatsächlich findet sie zu unserer großen Erleichterung einige neue Spielpartner im Kindergarten, wenn auch nichts „Intensives“. Aber wir sind ja auch noch am Anfang des Kindergartenjahres. Außerdem wechselt in 2 Wochen ihre Schwester zu ihr.

Mein Fazit knapp 2 Wochen nach Schulbeginn: Auch wenn die Maus mittlerweile super lesen kann (ganze Bücher), zweifle ich nach wie vor an ihrer Schulfähigkeit und bin nicht unglücklich über unsere Entscheidung. Aber wer weiß, was noch kommt. 

Bleibt nur noch zu sagen, dass ich auch erst mit knapp 7 eingeschult wurde und aus mir trotzdem was geworden ist. 🤣 Die Hoffnung stirbt zuletzt. ;-)

Eine beste Freundin für die Maus

Ich habe es im Halbjahresbericht schon erwähnt: Die Maus hat endlich eine Freundin gefunden! Und zwar nicht nur eine, mit der sie gut klarkommt. Eine „beste Freundin“. So bezeichnen die beiden sich jedenfalls gegenseitig.

Das Ganze hat sich seit ihrem 5. Geburtstag langsam entwickelt und ging so weit, dass ihre Freundin – ich nenne sie mal Bibi – wirklich jeden Morgen an der Kindergartentür auf sie gewartet hat. Dadurch ging die Maus plötzlich richtig gerne in den Kindergarten – hurra! Auch „private“ Treffen daheim gab es immer wieder mal, sogar direkt zum Mittagessen. Diese liefen dann zwar nicht komplett ohne „Moderation“ der anwesenden Eltern, aber nach einem ganzen Vormittag zusammen im Kindergarten können einem gegen Abend auch irgendwann die Ideen ausgehen, das ist ja berechtigt. Wenn ich bedenke, wie schwer sie sich immer getan hat mit anderen Kindern, lässt das mein Mutterherz vor Freude hüpfen!

Die beiden spielen am liebsten „Bibi und Tina“. Die Freundin ist Bibi, die Maus Tina. Freundlicherweise darf Tina ihrem Zusammenspiel auch hexen, sonst wäre es ungerecht. :-) Den Rest der Zeit spielen sie Schlümpfe, Arzt oder Schatzsuche. Und ganz neu „Superhelden“.

Aber: Eigentlich müsste ich diesen Artikel in der Vergangenheitsform schreiben, denn mit unserer Entscheidung, die Maus nicht als „Kann-Kind“ einschulen zu lassen, reißen wir diese Freundschaft entzwei. (Zu unseren Beweggründen werde ich einen separaten Blogbeitrag verfassen.) Ich wünschte, die Freundschaft könnte erhalten bleiben. Aber auch wenn man gelegentliche Treffen organisieren wird – es wird doch anders sein. Man sieht sich nicht täglich und „Bibi“ wird auch in der Schule neue Freundschaften knüpfen.

Bleibt mein kleines Kindergartenkind, das morgens plötzlich nicht mehr am Eingang freudestrahlend empfangen wird. Das eigentlich seit der Einschulung gestern keine einzige Freundin oder wenigstens Bezugsperson im Kindergarten mehr hat, denn sie hatten sich zu den „Großen“ hin orientiert und die sind nun alle weg.

Was hatten wir Angst vor diesem Tag! Die Maus und ich fast noch mehr. Ich bat die Erzieherinnen, ein Auge auf sie zu werfen. Stellte mir Sturzbäche an Tränen vor beim Abgeben am Morgen. Aber: Zu unserer großen Verwunderung ergaben sich sowohl vorgestern als auch gestern nette Aktionen, sie fand Spielpartner und war beim Abholen gut gelaunt. So drücken wir nun also alle verfügbaren Daumen, dass das so bleibt, dass sie unter den „neuen Großen“ Anschluss findet und es schafft, über den Verlust wegzukommen. In 3 Wochen beginnt dann die Eingewöhnung der Schnecke im Kindergarten – spätestens dann hat sie wieder eine kleine Freundin vor Ort. :-)

Fortsetzung folgt?

Über ein halbes Jahr lang schlummerte mein Blog nun vor sich hin. Immer wieder kam mir in den Sinn, dass längst ein Update fällig wäre. Wie oft formulierte ich im Dunkeln Beiträge in meinen Gedanken. Aber zum Aufschreiben kam ich dann doch nicht. Aus Gründen. Familie, Arbeit, Haushalt, lieber über das Leben anderer lesen als über das eigene schreiben, und und und. Jeden Tag etwas anderes. Nun nähern sich jedoch die Geburtstage von Maus und Schnecke und ich sehe, dass ich die vergangenen Monate nur noch als Notizen dokumentiert habe, was mich etwas ärgert. Ein paar Minuten ab und zu sollten doch reichen, hier alles aktuell zu halten…

Ich will es nochmal versuchen. Ohne Garantie, dass es klappt. Weil ich diese Texte später gerne als Erinnerung hätte. Und weil ich Fortsetzungsgeschichten liebe… ;-)

Edit:
Ich habe es geschafft, die fehlenden Monatsberichte und  den aktuellen Zahnkalender zu ergänzen. Damit ich sie später auch selbst wiederfinde, habe ich die Blogbeiträge zurückdatiert…

Schneckenzahn Nr. 20
2 1/4 Jahre Schnecke
2,5 Jahre Schnecke
2 3/4 Jahre Schnecke
5,5 Jahre Maus

Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!

In meinem Ausblick aufs Neue Jahr habe ich bereits erwähnt, dass die Frage auf uns zukommen würde, ob wir die Maus vorzeitig – also als „Kann-Kind“ – einschulen lassen wollen. 

Wir wohnen ja in Baden-Württemberg, wo alle Kinder, die bis zum 30.9. geboren sind, schulpflichtig werden. Die Maus ist also gut einen Monat über diesen Termin drüber. Manche werden an dieser Stelle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und rufen: „Lasst dem Kind seine Kindheit!“ Aber so einfach ist das nicht. 

Seit jeher ist die Maus im kognitiven Bereich Gleichaltrigen weit voraus. Und gleichzeitig im motorischen sowie sozialen Bereich Gleichaltrigen weit hintenher. Sie ist also leider kein „Standardkind“, das ohne Probleme „eingetütet“ werden kann. Ihre Kindergartenfreundinnen sind ausschließlich „Große“, die im Sommer gehen. Und genau das bricht mir das Herz. 

Wir haben Angst, dass sie nach den Sommerferien nicht mehr in den Kindergarten will. Schon jetzt sind Tage, an denen keine ihrer beiden Freundinnen da ist, schwierig. Wie mag es dann bloß werden, wenn sie gänzlich weg sind? Dazu kommt, dass die Maus auch im Kindergarten die letzten 2 Jahre mit den Älteren mitgelaufen ist – sie passt einfach nicht nur von ihrer Körpergröße her, sondern durchaus auch von den Interessen viel besser zu den Großen.

Ich kürze das Ganze nun aber ab. Samstag war in unserer Schule Tag der offenen Tür. Ich hoffte so sehr, auf ein „Zeichen“, auf eine Entscheidungshilfe. Und was soll ich sagen? Es regnete Zeichen! 
Während des Begrüßungsprogramms stand die Maus plötzlich vor mir und streckte sich mir entgegen: „Arm! Mama Arm!“ Auch in den Klassenzimmern, in denen es Mitmachangebote gab, hielt sich ihr Interesse in Grenzen. Sie malte und bastelte pro forma ein bisschen, Begeisterung sieht aber anders aus. Zudem trafen wir zwei ehemalige Kindergartenmütter, die uns von ihren Erfahrungen mit ihren Kann-Kindern berichteten. Und wir bekamen ein paar interessante Informationen über die Grundschulförderklasse. 

Abends diskutierten mein Mann und ich dann unsere Sichtweisen und Erkenntnisse. Obwohl wir beide ursprünglich eher zur früheren Einschulung tendiert hatten, waren wir uns einig: lieber nicht. Wir fragten heute noch die Maus, ob unsere Entscheidung ihrem Sinne sei und sie schien durchaus froh, fast schon erleichtert zu sein.

Nun müssen wir alle Bremsen wieder anziehen, im Kindergarten, in der Schule. Und hoffen, dass der Übergang ins neue Kindergartenjahr nicht allzu hart wird. Vielleicht bleibt ja noch jemand anderes „übrig“, mit dem sie sich gut versteht…

Zu zweit 

Wir haben einen wundervollen kinderfreien Abend hinter uns. Zuerst waren wir im Thermalbad, danach ganz toll essen – mein Weihnachtsgeschenk. Den Heimweg tapsten wir durch unberührten Schnee, wunderschön. Nur noch zu toppen vom Ausschlafen heute Morgen – um 10:30 Uhr wachten wir ziemlich ausgeruht auf (früher hätten wir sicher noch zwei Stunden länger geschlafen, hihi…), kochten ein leckeres Gericht, das den Kindern nicht geschmeckt hätte und lagen danach gemütlich auf dem Sofa rum. Hach.

Als wir die Kinder dann wieder abholten, wurde ich ganz traurig. Es war der letzte „Paartag“ auf unbestimmte Zeit, da meine Mutter in einer Woche operiert wird und danach etwa 3 Monate nicht schwer heben darf. Natürlich bin ich nicht nur traurig deswegen, sondern sorge mich auch, ob die OP gut verläuft. Wenn es doch schon Mai wäre. Oder Juni. Oder…

Groß und Klein – Teil 2

Vor einem guten Jahr verfasste ich diesen Artikel. Darin ging es um die Erkenntnis der Maus, dass sie langsam groß wird.

Vor ein paar Tagen ist das Thema wieder aufgekeimt, diesmal mit einem weiteren Teilaspekt – nämlich der Erkenntnis, dass das Leben der Maus, die Beachtung die sie bekommt, anders ist, seit die Schnecke geboren wurde und auch nicht mehr zum „Urzustand“ zurückkehren wird. 

Nachdem wir auf ihren Wunsch hin Urlaubsfotos von vor der Geburt der Schnecke angeschaut hatten, wurde sie sehr nachdenklich und meinte, dass sie gerne mehr Zeit mit uns (Eltern) verbringen würde. Und dass es früher schöner war. Vermutlich weil die Fotos so nach heile Mutter-Vater-Kind-Welt aussahen. Klar. Man fotografiert ja keine Streitsituationen oder Geheul.

Gekrönt wurde das ganze von einem Dialog, der auf der Toilette stattfand. Die Maus fragte, ob sie immer bei uns wohnen darf, auch wenn sie erwachsen ist. „Klar, so lange du willst!“ entgegnete ich. „Auch wenn ich Kinder habe? – Ach nein, ich will nur ein Kind haben, sonst ist das Kind auch immer so traurig wir ich.“

Schnüff. Das klang schon ziemlich unglücklich. Gäbe es nicht die vielen Momente, in denen Maus und Schnecke sich sehr innig ihre Liebe demonstrieren, würde es mir das herz brechen. 

Die Maus steckt vermutlich gerade wieder in einem „Schub“. Sie hat auch um Weihnachten herum mit einem „Tick“ begonnen, immer durch die Nase das Geräusch zu machen, als wenn man loslacht. Erst gelegentlich, kurz nach Silvester ständig. Mein Mann begann sich große Sorgen zu machen und ermahnte sie ständig, aufzuhören. Bis ich ihm erzählte, dass ich als Kind auch diverse Ticks durchlebt habe – z.B. Augenzwinkern – und das Schlimmste daran war, wenn meine Eltern mich ständig drauf aufmerksam machten, weil ich es wirklich nicht unterbinden konnte. Google sagt, die Neigung zu“Ticks“ ist vererbbar und zeigt sich gerne ab dem Vorschulalter. Dann wundert mich nichts. Wir hörten also auf, es zu thematisieren und wenige Tage später war es verschwunden. Aber es wird sicher nicht der letzte Tick gewesen sein…

Was wirklich zählt

Liebe ist das einzige, das wirklich zählt. Liebe gegenüber dem Partner, den Kindern, der Familie, den Freunden, Bekannten, Nachbarn und der Verkäuferin beim Bäcker. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, ein Dankeschön. Denn schon morgen könnte alles vorbei sein und die Gelegenheit dazu wäre vergeben.

RIP K.W. – danke für alles! Ich hoffe, da oben gibt es WLAN, damit Sie es noch lesen können…