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Fahrradtour zum Jahreswechsel 

Kennt ihr das, wenn Oma Annegret mit ihren 78 Jahren mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt fährt? Langsam wird das Fahrrad angeschoben, ein Bein auf dem Pedal, das andere hüpft auf dem Boden mit und gibt Schwung, um sich dann – während das Rad eigentlich noch zu langsam ist, um stabil zu fahren – über die Stange zu schlängeln und sich auf dem anderen Pedal einzufinden. Das Fahrrad gerät beträchtlich ins Schlingern, der Lenker schlackert hin und her. Eigentlich mag man nicht hinschauen, aus Angst Oma Annegret liegt gleich auf dem Boden. Aber weggucken geht auch nicht. Stets voller Hoffnung, dass nix passiert. Und natürlich geht alles gut, das Rad nimmt Fahrt auf und hält wieder die Spur. Oma fährt wie seit 70 Jahren zum Wochenmarkt. Hat wirklich jemand daran gezweifelt?

Genau so lief unser Jahreswechsel als Paar, als Familie. Seit Weihnachten war irgendwie der Wurm drin. So richtig. Die Schnecke nölte, so oft es nur ging, die Maus kämpfte mit einem grippalen Infekt, der uns mehr oder weniger ans Haus fesselte. Dazu so einiges an unausgesprochener, lange gezüchteter Unzufriedenheit meinerseits und vermutlich auch auf Seite meines Mannes und dann war da plötzlich der Neujahrsmorgen, an dem er mich plötzlich wegen der Kaffeemaschine anschrie. Vor den Kindern. Wo wir doch eigentlich nie streiten. Ich hatte ihm nur helfen wollen, er hatte es misgedeutet und wumms war der letzte Rest an Nähe verschwunden. Das Schweigen am Tisch war nicht auszuhalten, meine Gedanken in der folgenden Nacht auch nicht. 

Dass ich einer der nachtragendsten Menschen überhaupt bin, weiß jeder der mich kennt. Aber irgendwie dachte ich irgendwann, es gibt nur einen möglichen Weg: mehr Schwung, damit das Rad nicht umkippt! Zum Glück konnten wir meine Mutter für die Kinderbetreuung engagieren und hatten den heutigen Nachmittag und Abend zur freien Verfügung. 3 Stunden in der Therme und es fühlte sich alles wieder richtiger an. Dann auf der Heimfahrt noch ein Besuch im Restaurant und wir fuhren gemeinsam und glücklich nach Hause. Wie seit über 14 Jahren…

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Rückblick 2017 und Ausblick 2018

Beim Durchlesen des letztjährigen Jahresrückblicks dachte ich ständig: „Ach – das war ja dieses Jahr genau so!“ Daher könnte ich vermutlich den vom letztem Jahr kopieren und keiner würde es merken. In einiger Zeit vermutlich nicht mal ich selbst. Aaaber da diese Zusammenfassung des Jahres immer mein persönlicher Lieblings-Blogbeitrag ist, gibt es natürlich doch eine aktuelle Version.

Zunächst einige Fakten über meinen Blog:

  • Knapp 14.000 Aufrufe verzeichnete mein Blog im Jahr 2017. Ein Hoch auf alle, die hier landen, obwohl es fast nix Neues mehr gibt…
  • 13 Beiträge im ganzen Jahr. Ha! Könnte man meinen, einer pro Monat ist ja noch ok. Aber in Wirklichkeit hab ich einen Großteil davon ja als „Nachtrag“ innerhalb weniger Tage getippt… Zitat vom letzten Jahr (als es noch 30 Beiträge waren): „Es hätte so viel mehr zu schreiben gegeben, aber nach Arbeit und Alltag mit meinen beiden Mädels fehlte mir abends jegliche Motivation und Muse zum Bloggen…“ Jo.
  • Fast schon verwundert bin ich, dass es tatsächlich ein Beitrag von 2017 in die Top 10 geschafft hat: „Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!“ über unsere Entscheidung zur (Nicht-)Einschulung unseres Kann-Kindes. Auf Platz 1 unverändert der „75-Wochen-Schub“ der Maus von 2013, ebenso gleichbleibend Platz 2 für die „Bauchbilder„. Auch wenn das genau vor einem Jahr angekündigte finale Bild nach wie vor fehlt. Und vielleicht auch gar nicht mehr kommt. Und auch Platz 3 geht wiederholt an die „Windelschnecke„. Quasi das Blog-Dinner-For-One… 😉
  • Natürlich liegt Deutschland wie immer mit Abstand vorne bei den Aufrufern. Österreich wieder auf Platz 2. Aber dann kommen diesmal die USA! Die Schweiz wurde somit erstmals vom 3. Rang verdrängt. Ach ja – Premiere in den Top 10 der Aufrufer feiert Ungarn. Somit werfe ich dieses Jahr ein multikulturelles „Thank you, köszönet!“ In die Runde!
  • Auch dieses Jahr war ich gespannt auf die Suchanfragen, auch wenn mir ein Großteil durch die Verschlüsselung „durch die Lappen“ geht. Die nach wie vor beliebteste Anfrage ist jedenfalls der „Schwangerschaftstest“. Der Begriff taucht so oft auf, dass ich mich für keinen konkreten Link entscheiden kann. Ebenso ein Dauerbrenner scheint die Strickanleitung für einen Babyschal zu sein, inbesondere für einen Schal mit Schlitz.
    Die lustigste Suchanfrage – die ich erstmal selbst gegoogelt habe – ist der „italienische Schnuller“. Ich muss euch aber enttäuschen – es ist kein Super-Schnuller in Stiefelform oder mit Pizzageschmack. Gesucht wurde wohl einfach einer mit aufgedruckter Italienflagge o.ä. … 🙂
  • Auch beim nächsten Punkt kann ich ein Zitat vom Vorjahr verwenden: „Dieses Jahr gab es analog zu den wenigen Beiträgen meinerseits auch wenige Kommentare von Lesern.“ Letztes Jahr brauchte man noch zwei Kommentare, um hier aufzutauchen. Dieses Jahr reicht einer! 😉 Danke an blumenpost (die leiderleider nicht mehr bloggt, schnief…), Zuckerkind und derfeuervogel für eure Worte und Meinungen! Ich als meist überall stille Leserin bin immer positiv überrascht, wenn es überhaupt ein „Zeichen“ gibt, dass sich hier noch jemand herumtreibt…
  • Nachdem es ja keinen wordpresseigenen Jahresrückblick mit blinkendem Feuerwerk mehr gibt, habe ich mir überlegt, am dieser Stelle einfach meine Vorjahres-Abschlussberichte zu verlinken. Damit ich es nicht immer suchen muss, um nachzulesen. 🙂
    2011
    2012
    2013
    2014
    2015
    2016

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2017:

  • Wie sagte ich letztes Jahr so schön: „Ein Jahr im Alltagstrott, Arbeit, Krippe, Kindergarten, Freizeitprogramm.“ Im Groben und Ganzen passt das auch für dieses Jahr. Allerdings hatte es einen doofen Start, denn meine Mutter hatte im Januar eine große OP, die sie um ein Haar nicht überlebt hätte. Dass sie es doch geschafft hat erfüllt mich mit größter Dankbarkeit. Eine zweite OP stand Anfang Dezember an und Gott sei Dank war meine riesige Angst davor unbegründet, sie war wenige Tage danach wieder wohlauf.
  • Beziehungstechnisch haben wir nach wir vor viel Luft nach oben. Jeder lebt so vor sich hin. Leider. Dass es in unmittelbarer Zukunft wieder besser wird bleibt vermutlich nur mein Wunsch.
  • Die Maus ist nach all dem Hin und Her mit vorzeitiger Einschulung doch im Kindergarten geblieben. Trotz vieler Tränen wegen dem Verlust der besten Freundin und der Bezugserzieherin ging alles gut und ich bereue unsere Entscheidung überhaupt nicht!
  • Die Schnecke ist seit Oktober ein Kindergartenkind und macht sich dort sehr gut. Sie profitiert natürlich davon, dass ihre Schwester immer in der Nähe ist. Zum ersten Mal haben wir eine gemeinsame „Anlaufstelle“ für beide Mädels, fußläufig erreichbar. Perfekt. Ach ja – und aus dem elterlichen Schlafzimmer ist die Schnecke zu Beginn des Jahres auch noch ausgezogen. In ein Kinderzimmer zusammen mit der Maus. Seitdem schlafen beide meistens durch. Hurra!
  • In der Arbeit läuft es so vor sich hin. Keine negativen Punkte, immerhin. Aber so irgendwie brodeltes im Inneren – ich hab das ungute Gefühl, dass Änderungen anstehen. Aber mal sehen.
  • Im Freundeskreis wurden zwei Kinder geboren, darunter das zweite Kind von meiner Bekannten, von deren einstigen „Beziehungsdrama“ ich mehrfach berichtet habe. Und: Jaaaa – es gab noch ein weiteres Baby! Letztes Jahr schrieb ich noch, dass es in unserem Freundeskreis nur noch ein einziges Paar mit „nur“ einem Kind gibt (natürlich neben den kinderlosen und 2-Kind-Familien). Sie haben uns gleich zu Jahresbeginn überrascht und mittlerweile eine süße Tochter bekommen.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2018:

  • Keine geplanten Krankenhausaufenthalte in der Familie. Das sind doch schonmal bessere Aussichten als letztes Jahr.
  • Winterurlaub im Salzburger Land und Sommerurlaub an bewährter Stelle in Italien sind gebucht. Wie sollte es auch anders sein: Ich kann v.a. für den demnächst anstehenden Gruppen-Skiurlaub noch keine Vorfreude empfinden, da wir diesmal 2 Erwachsene und 3 Kleinkinder mehr sind als in den vergangenen Jahren und ich Schlimmes befürchte. Und dann noch der Skikurs, den die Maus besuchen soll – ich bin froh, wenn der Urlaub vorbei ist.
  • Die Maus kommt im Sommer in die Schule. Diesmal wirklich. Und so langsam merkt man, dass sie bereit dazu ist. Auch wenn sie natürlich etwas Angst vor der Veränderung hat.
  • Die Schnecke wird damit im Sommer alleine im Kindergarten verbleiben. Auch hier wird es spannend, wie sie die Umstellung meistert, da sie schon noch sehr fixiert auf ihre Schwester ist. Aber bis dahin sind es ja noch viele Monate.
  • Und nun zu den 2018er-Babys! Ähm ja – fertig… Wenn, dann gibt es nur Überraschungsbabys. Ich bin so gespannt, ob sich eines der kinderlosen Paare durchringen kann. Oder ob tatsächlich jemand eine „Nummer 3“ wagt! 🙂

Das war’s auch schon wieder. Danke, dass ihr hier trotz spärlicher Neuigkeiten noch vorbeischaut! Ich wünsche euch ein gesundes, glückliches und entspanntes Jahr 2018!

Schon wieder Abschied.

Diesmal ist die Schnecke dran. Heute ist ihr letzter Tag in der Krippe! Hach, werde ich da wieder wehmütig. Vermutlich nimmt mich das ganze Abschiednehmen in letzter Zeit mehr mit als meine Kinder…

Die Schnecke erzählt jedenfalls tapfer allen, dass sie jetzt bald zur Maus in den Kindergarten kommt. Tatsächlich glaube ich, dass sie das verstanden hat. Ob ihr auch klar ist, dass das bedeutet, dass die Krippe somit Vergangenheit ist – daran zweifle ich. Aber wahrscheinlich ist es auch gut so.

Wir hatten so ein Glück mit dieser Einrichtung! Was war ich damals ein nervliches Wrack, weil wir nur Absagen bekommen hatten, bis dann plötzlich doch die Zusage dieser Krippe ins Haus flatterte… Die Maus war immerhin das allererste Kind dieser Krippe – da gibtes auf beiden Seiten eine emotionale Bindung… Bei ihrem Abschied dort konnte ich mich trösten: Bald würde die Schnecke ja hinkommen. Nur einen Wimpernschlag später ist auch die Krippenzeit unserer Kleinen vorbei und ich sitze schniefend über der Dankeskarte.

Ich wünsche allen Kindern da draußen so tolle Erzieherinnen. Dass sie in ihnen mehr sehen können, als nur eine „Betreuerin“ – denn dieses Glück hatten meine beiden Kinder. Danke! ♡

Einmal Kann-Kind, Schulpflicht und zurück, bitte!

Über ein halbes Jahr ist es her, dass wir eine der bislang schwierigsten Entscheidungen für die Maus treffen mussten: vorzeitig Einschulen oder nicht?

Das kam so: Der Stichtag für die Einschulung in Baden-Württemberg ist derzeit der 30. September. Ist man in den Monaten danach geboren – also wie unsere Novembermaus -, ist man automatisch ein „Kann-Kind“ und die Eltern bekommen zusammen mit dem Einschulungsschreiben der „Muss-Kinder“ eine schriftliche Anfrage, ob man beabsichtigt, sein Kind vorzeitig einschulen zu lassen oder nicht. 

Natürlich kam das für uns nicht überraschend – es ist ja jedes Jahr im Kindergarten Thema, wer da jetzt früher geht oder auch nicht. Wenn man dann aber plötzlich selbst dieses Schreiben in den Händen hält, geht die Karussellfahrt erst richtig los…

Bei uns im Kindergarten sind alle Muss- und Kann-Kinder des jeweiligen Kindergartenjahres die sogenannten „Großen“. Schon allein deshalb, weil die Muss-Kinder alleine zu wenig für eine Ausflugsgruppe wären. Sie machen gemeinsame Waldtage und auch einige Aktionen, bei denen nur sie dabei sind, finden statt. Einerseits, weil man mit den „Großen“ eben schon andere Dinge unternehmen kann, aber auch weil der Zusammenhalt für die Schule gefördert werden soll.

Dadurch – aber auch bedingt durch die Tatsache, dass die Maus von ihrer Ausdrucksfähigkeit her schon immer eher den Großen entsprochen hat, hatte die Maus ausschließlich näheren Kontakt mit Mädels, die diesen Sommer eingeschult wurden. Auch ihre beste und einzige „richtige“ Freundin war ein „Muss-Kind“.

Im März galt es dann, eine endgültige Entscheidung zu treffen – und quasi zu erahnen, wie die Situation in einem halben Jahr sein würde. Die Erzieherinnen rieten uns von einer Einschulung ab – nicht aus kognitiver Sicht, sondern aufgrund der motorischen Entwicklungsverzögerung der Maus und ihrer noch nicht allzu stark ausgeprägten Sozialkompetenz. Die Kinderärztin riet auch ab, aber eher aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen. Der Rest unserer Familie, inklusive meinem Mann, erwarteten eine vorzeitige Einschulung, da die Maus ein sehr wissbegieriges Kind ist, zudem schon so langsam anfing zu lesen und beim optischen Vergleich eher zu den diesjährigen Schulkindern passte als zu den „Kleinen“. 

Da stand ich nun. Tief in meinem Herzen wissend, dass beide Entscheidungen falsch sein würden. Eine frühe Einschulung würde die Maus sicher vor harte Herausforderungen stellen, denn durch die gemischte Eingangsklasse (gemeinsamer Unterricht der Klassen 1+2) würde sie sich u.a. gegen bis zu 3 Jahre ältere Kinder durchsetzen müssen. Dass sie noch sehr unsicher Treppen steigt und im letzten Jahr das Wort Schule in keinem Satz erwähnt geschweige denn in einem Rollenspiel thematisiert hat, setzte ich durch, dass sie nicht eingeschult wird. 

Selbstverständlich wurde mir dies direkt vorgeworfen, als die Maus viele Wochen vor den Ferien svhon ziemlich traurig in die Zukunft blickte. Aber wer garantiert mir, dass die Freundschaft bestehen bleibt? Nachher ist die Maus völlig überfordert eingeschult und ihre Freundin orientiert sich um – was dann?

Tatsächlich findet sie zu unserer großen Erleichterung einige neue Spielpartner im Kindergarten, wenn auch nichts „Intensives“. Aber wir sind ja auch noch am Anfang des Kindergartenjahres. Außerdem wechselt in 2 Wochen ihre Schwester zu ihr.

Mein Fazit knapp 2 Wochen nach Schulbeginn: Auch wenn die Maus mittlerweile super lesen kann (ganze Bücher), zweifle ich nach wie vor an ihrer Schulfähigkeit und bin nicht unglücklich über unsere Entscheidung. Aber wer weiß, was noch kommt. 

Bleibt nur noch zu sagen, dass ich auch erst mit knapp 7 eingeschult wurde und aus mir trotzdem was geworden ist. 🤣 Die Hoffnung stirbt zuletzt. 😉

Eine beste Freundin für die Maus

Ich habe es im Halbjahresbericht schon erwähnt: Die Maus hat endlich eine Freundin gefunden! Und zwar nicht nur eine, mit der sie gut klarkommt. Eine „beste Freundin“. So bezeichnen die beiden sich jedenfalls gegenseitig.

Das Ganze hat sich seit ihrem 5. Geburtstag langsam entwickelt und ging so weit, dass ihre Freundin – ich nenne sie mal Bibi – wirklich jeden Morgen an der Kindergartentür auf sie gewartet hat. Dadurch ging die Maus plötzlich richtig gerne in den Kindergarten – hurra! Auch „private“ Treffen daheim gab es immer wieder mal, sogar direkt zum Mittagessen. Diese liefen dann zwar nicht komplett ohne „Moderation“ der anwesenden Eltern, aber nach einem ganzen Vormittag zusammen im Kindergarten können einem gegen Abend auch irgendwann die Ideen ausgehen, das ist ja berechtigt. Wenn ich bedenke, wie schwer sie sich immer getan hat mit anderen Kindern, lässt das mein Mutterherz vor Freude hüpfen!

Die beiden spielen am liebsten „Bibi und Tina“. Die Freundin ist Bibi, die Maus Tina. Freundlicherweise darf Tina ihrem Zusammenspiel auch hexen, sonst wäre es ungerecht. 🙂 Den Rest der Zeit spielen sie Schlümpfe, Arzt oder Schatzsuche. Und ganz neu „Superhelden“.

Aber: Eigentlich müsste ich diesen Artikel in der Vergangenheitsform schreiben, denn mit unserer Entscheidung, die Maus nicht als „Kann-Kind“ einschulen zu lassen, reißen wir diese Freundschaft entzwei. (Zu unseren Beweggründen werde ich einen separaten Blogbeitrag verfassen.) Ich wünschte, die Freundschaft könnte erhalten bleiben. Aber auch wenn man gelegentliche Treffen organisieren wird – es wird doch anders sein. Man sieht sich nicht täglich und „Bibi“ wird auch in der Schule neue Freundschaften knüpfen.

Bleibt mein kleines Kindergartenkind, das morgens plötzlich nicht mehr am Eingang freudestrahlend empfangen wird. Das eigentlich seit der Einschulung gestern keine einzige Freundin oder wenigstens Bezugsperson im Kindergarten mehr hat, denn sie hatten sich zu den „Großen“ hin orientiert und die sind nun alle weg.

Was hatten wir Angst vor diesem Tag! Die Maus und ich fast noch mehr. Ich bat die Erzieherinnen, ein Auge auf sie zu werfen. Stellte mir Sturzbäche an Tränen vor beim Abgeben am Morgen. Aber: Zu unserer großen Verwunderung ergaben sich sowohl vorgestern als auch gestern nette Aktionen, sie fand Spielpartner und war beim Abholen gut gelaunt. So drücken wir nun also alle verfügbaren Daumen, dass das so bleibt, dass sie unter den „neuen Großen“ Anschluss findet und es schafft, über den Verlust wegzukommen. In 3 Wochen beginnt dann die Eingewöhnung der Schnecke im Kindergarten – spätestens dann hat sie wieder eine kleine Freundin vor Ort. 🙂

Fortsetzung folgt?

Über ein halbes Jahr lang schlummerte mein Blog nun vor sich hin. Immer wieder kam mir in den Sinn, dass längst ein Update fällig wäre. Wie oft formulierte ich im Dunkeln Beiträge in meinen Gedanken. Aber zum Aufschreiben kam ich dann doch nicht. Aus Gründen. Familie, Arbeit, Haushalt, lieber über das Leben anderer lesen als über das eigene schreiben, und und und. Jeden Tag etwas anderes. Nun nähern sich jedoch die Geburtstage von Maus und Schnecke und ich sehe, dass ich die vergangenen Monate nur noch als Notizen dokumentiert habe, was mich etwas ärgert. Ein paar Minuten ab und zu sollten doch reichen, hier alles aktuell zu halten…

Ich will es nochmal versuchen. Ohne Garantie, dass es klappt. Weil ich diese Texte später gerne als Erinnerung hätte. Und weil ich Fortsetzungsgeschichten liebe… 😉

Edit:
Ich habe es geschafft, die fehlenden Monatsberichte und  den aktuellen Zahnkalender zu ergänzen. Damit ich sie später auch selbst wiederfinde, habe ich die Blogbeiträge zurückdatiert…

Schneckenzahn Nr. 20
2 1/4 Jahre Schnecke
2,5 Jahre Schnecke
2 3/4 Jahre Schnecke
5,5 Jahre Maus

Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!

In meinem Ausblick aufs Neue Jahr habe ich bereits erwähnt, dass die Frage auf uns zukommen würde, ob wir die Maus vorzeitig – also als „Kann-Kind“ – einschulen lassen wollen. 

Wir wohnen ja in Baden-Württemberg, wo alle Kinder, die bis zum 30.9. geboren sind, schulpflichtig werden. Die Maus ist also gut einen Monat über diesen Termin drüber. Manche werden an dieser Stelle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und rufen: „Lasst dem Kind seine Kindheit!“ Aber so einfach ist das nicht. 

Seit jeher ist die Maus im kognitiven Bereich Gleichaltrigen weit voraus. Und gleichzeitig im motorischen sowie sozialen Bereich Gleichaltrigen weit hintenher. Sie ist also leider kein „Standardkind“, das ohne Probleme „eingetütet“ werden kann. Ihre Kindergartenfreundinnen sind ausschließlich „Große“, die im Sommer gehen. Und genau das bricht mir das Herz. 

Wir haben Angst, dass sie nach den Sommerferien nicht mehr in den Kindergarten will. Schon jetzt sind Tage, an denen keine ihrer beiden Freundinnen da ist, schwierig. Wie mag es dann bloß werden, wenn sie gänzlich weg sind? Dazu kommt, dass die Maus auch im Kindergarten die letzten 2 Jahre mit den Älteren mitgelaufen ist – sie passt einfach nicht nur von ihrer Körpergröße her, sondern durchaus auch von den Interessen viel besser zu den Großen.

Ich kürze das Ganze nun aber ab. Samstag war in unserer Schule Tag der offenen Tür. Ich hoffte so sehr, auf ein „Zeichen“, auf eine Entscheidungshilfe. Und was soll ich sagen? Es regnete Zeichen! 
Während des Begrüßungsprogramms stand die Maus plötzlich vor mir und streckte sich mir entgegen: „Arm! Mama Arm!“ Auch in den Klassenzimmern, in denen es Mitmachangebote gab, hielt sich ihr Interesse in Grenzen. Sie malte und bastelte pro forma ein bisschen, Begeisterung sieht aber anders aus. Zudem trafen wir zwei ehemalige Kindergartenmütter, die uns von ihren Erfahrungen mit ihren Kann-Kindern berichteten. Und wir bekamen ein paar interessante Informationen über die Grundschulförderklasse. 

Abends diskutierten mein Mann und ich dann unsere Sichtweisen und Erkenntnisse. Obwohl wir beide ursprünglich eher zur früheren Einschulung tendiert hatten, waren wir uns einig: lieber nicht. Wir fragten heute noch die Maus, ob unsere Entscheidung ihrem Sinne sei und sie schien durchaus froh, fast schon erleichtert zu sein.

Nun müssen wir alle Bremsen wieder anziehen, im Kindergarten, in der Schule. Und hoffen, dass der Übergang ins neue Kindergartenjahr nicht allzu hart wird. Vielleicht bleibt ja noch jemand anderes „übrig“, mit dem sie sich gut versteht…

Zu zweit 

Wir haben einen wundervollen kinderfreien Abend hinter uns. Zuerst waren wir im Thermalbad, danach ganz toll essen – mein Weihnachtsgeschenk. Den Heimweg tapsten wir durch unberührten Schnee, wunderschön. Nur noch zu toppen vom Ausschlafen heute Morgen – um 10:30 Uhr wachten wir ziemlich ausgeruht auf (früher hätten wir sicher noch zwei Stunden länger geschlafen, hihi…), kochten ein leckeres Gericht, das den Kindern nicht geschmeckt hätte und lagen danach gemütlich auf dem Sofa rum. Hach.

Als wir die Kinder dann wieder abholten, wurde ich ganz traurig. Es war der letzte „Paartag“ auf unbestimmte Zeit, da meine Mutter in einer Woche operiert wird und danach etwa 3 Monate nicht schwer heben darf. Natürlich bin ich nicht nur traurig deswegen, sondern sorge mich auch, ob die OP gut verläuft. Wenn es doch schon Mai wäre. Oder Juni. Oder…

Groß und Klein – Teil 2

Vor einem guten Jahr verfasste ich diesen Artikel. Darin ging es um die Erkenntnis der Maus, dass sie langsam groß wird.

Vor ein paar Tagen ist das Thema wieder aufgekeimt, diesmal mit einem weiteren Teilaspekt – nämlich der Erkenntnis, dass das Leben der Maus, die Beachtung die sie bekommt, anders ist, seit die Schnecke geboren wurde und auch nicht mehr zum „Urzustand“ zurückkehren wird. 

Nachdem wir auf ihren Wunsch hin Urlaubsfotos von vor der Geburt der Schnecke angeschaut hatten, wurde sie sehr nachdenklich und meinte, dass sie gerne mehr Zeit mit uns (Eltern) verbringen würde. Und dass es früher schöner war. Vermutlich weil die Fotos so nach heile Mutter-Vater-Kind-Welt aussahen. Klar. Man fotografiert ja keine Streitsituationen oder Geheul.

Gekrönt wurde das ganze von einem Dialog, der auf der Toilette stattfand. Die Maus fragte, ob sie immer bei uns wohnen darf, auch wenn sie erwachsen ist. „Klar, so lange du willst!“ entgegnete ich. „Auch wenn ich Kinder habe? – Ach nein, ich will nur ein Kind haben, sonst ist das Kind auch immer so traurig wir ich.“

Schnüff. Das klang schon ziemlich unglücklich. Gäbe es nicht die vielen Momente, in denen Maus und Schnecke sich sehr innig ihre Liebe demonstrieren, würde es mir das herz brechen. 

Die Maus steckt vermutlich gerade wieder in einem „Schub“. Sie hat auch um Weihnachten herum mit einem „Tick“ begonnen, immer durch die Nase das Geräusch zu machen, als wenn man loslacht. Erst gelegentlich, kurz nach Silvester ständig. Mein Mann begann sich große Sorgen zu machen und ermahnte sie ständig, aufzuhören. Bis ich ihm erzählte, dass ich als Kind auch diverse Ticks durchlebt habe – z.B. Augenzwinkern – und das Schlimmste daran war, wenn meine Eltern mich ständig drauf aufmerksam machten, weil ich es wirklich nicht unterbinden konnte. Google sagt, die Neigung zu“Ticks“ ist vererbbar und zeigt sich gerne ab dem Vorschulalter. Dann wundert mich nichts. Wir hörten also auf, es zu thematisieren und wenige Tage später war es verschwunden. Aber es wird sicher nicht der letzte Tick gewesen sein…

Was wirklich zählt

Liebe ist das einzige, das wirklich zählt. Liebe gegenüber dem Partner, den Kindern, der Familie, den Freunden, Bekannten, Nachbarn und der Verkäuferin beim Bäcker. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, ein Dankeschön. Denn schon morgen könnte alles vorbei sein und die Gelegenheit dazu wäre vergeben.

RIP K.W. – danke für alles! Ich hoffe, da oben gibt es WLAN, damit Sie es noch lesen können…

Geschenke 

Eigentlich fühle ich mich heute wie 100. Ich kann meinen linken Arm kaum bewegen (Vielleicht zu viel im Durchzug gesessen? Vielleicht zu viel die Schnecke geschleppt?), mein Magen oder was auch immer in der Gegend drückt und Kopfschmerzen habe ich auch ganz dezent. Aber nein – 100 bin ich nicht geworden, eigentlich erst 33.

Das schönste Geschenk machte mir die Maus, denn sie dachte von ganz alleine daran, dass ich Geburtstag habe. Ich weckte sie wie jeden Morgen und nach ein paar Minuten, als sie richtig wach war, schaute sie mich an, drückte mich ganz fest und sagte „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ ♡

Mir schossen natürlich sofort Tränen der Rührung in die Augen. Mein großes Mädchen! Nach dem Frühstück wurde ich dann noch besungen und mit selbstgemalten Bildern beschenkt – was für ein schöner Start in den Tag!

Der Schrei

Gestern holte ich wie immer zusammen mit der Maus die Schnecke von der Krippe ab. Als ich gerade die Kinder im Auto anschnallte, hörte ich plötzlich jemanden laut einen Namen rufen. Zunächst nichts ungewöhnliches in einer Großstadt. Irgendwie kam mir dieser Schrei aber komisch vor und ich hielt Ausschau nach der Herkunft. Da kam eine Frau strammen Schrittes aus einer Seitenstraße hervor. In der Hand trug sie einen Kinderrucksack. Nochmals rief sie, diesmal hörte ich deutlich die Panik in ihrer Stimme. Es war der Name ihres Kindes, den sie nun immer wieder schrie – jedes Mal lauter.

Ich stand wie angewurzelt an meinem Auto. Ein Blick um mich herum zeigte ihr, dass das Kind hier nirgends ist. In meinem Kopf gingen tausend Dinge um. Was man alles in der Presse liest über das Verschwinden von Kindern. Dass das auch ich sein könnte, die nach Maus oder Schnecke sucht. Ich wollte helfen – aber wie? Immernoch wie gelähmt von der Situation stieg ich ins Auto ein und parkte aus. Ich erklärte der Maus, was los war und bat sie, Ausschau zu halten nach einem Kind ohne Begleitung.

An der ersten Abbiegung entdeckte ich plötzlich im Augenwinkel hinter einer Litfaßsäule einen vielleicht 4jährigen Jungen auf einem Fahrrad. Ich parkte das Auto am Straßenrand und rannte zu ihm hinüber. Er stand da ganz ruhig, das Vorderrand an die Säule gestemmt, und wartete. Ich versuchte, ihn anzusprechen, aber – eigentlich ja richtigerweise – gab er der „fremden Frau“ keine Antwort. Ich wusste auch seinen Namen nicht mehr, da er mir nicht geläufig und nicht deutsch war. Ebendeshalb wusste ich zunächst gar nicht, ob er mich überhaupt versteht. Ich versuchte ihn zu fragen, ob er gerade mit seiner Mama aus dem Kindergarten gekommen sei, ob er wüsste, wo seine Mama jetzt sei. Ich wollte ja nicht das falsche Kind „verhaften“… Plötzlich sagte er, er sei vorausgefahren und seine Mama wäre ganz hinten. Da war mir alles klar. Wahrscheinlich stand er da tatsächlich ganz „unschuldig“, wartete darauf, dass seine Mutter ihn wieder einholen würde und wusste nicht, dass sie nicht kommen würde, weil er den falschen Weg genommen hatte. Ich erklärte ihm, dass seine Mutter nach ihm rufen würde und bot ihm an, sie mit mir gemeinsam zu suchen. Natürlich stand er weiter wie angewurzelt da und er hatte doch so Recht, nicht mit mir mitzugehen. Dann sagte ich: „Ich suche jetzt deine Mama. Du bleibst solange hier stehen, ok?“ Er nickte eifrig. Ich glaubte ihm.

Ich rannte die Straße in Richtung des Weges, wo ich seine Mutter zuletzt gesehen hatte. Zum Glück kam mir da auch schon ein anderer Junge, ein paar Jahre älter, entgegengerannt. Ich rief ihm zu, ob das da vorne sein Bruder sei, er rief mir ein „Nein!“ entgegen. Um aber dann doch zu dem kleinen Jungen hinzusprinten. Wahrscheinlich war er einfach ein Verwandter oder Freund, aber eben nicht der Bruder. Er sprach mit ihm, bis ich wieder zurückgehetzt war. Dann bat ich den großen Jungen, die Mutter des Kleinen zu suchen und blieb bei der Litfaßsäule stehen. Eine weitere, etwas ältere Passantin, war dazugekommen und stand dabei. Als sie die Situation erfasste, tadelte sie, die Mutter müsse doch auf ihr Kind besser aufpassen! Ja klar. Müsste sie. Aber in der Situation ist das egal. Ich nickte, sagte aber kein Wort.

Der große Junge kam nicht wieder. Ich wurde langsam nervös. Maus und Schnecke saßen immernoch im Auto. Ich winkte ihnen ab und an, aber ich wusste, dass sie sich bald beschweren würden. Plötzlich entdeckte ich in der Ferne eine Frau, hörte wieder die Rufe. Ich überquerte die Fahrbahn, rannte ihr entgegen und rief: „Er ist hier!“

Sie kam angerannt, mit Kinderwagen und Baby drin – den hatte sie wohl zuvor irgendwo stehen lassen. „Danke! Danke!“ sagte sie mehrmals zu mir. Ich setzte mich ins Auto, startete den Motor. Als ich losfuhr, hörte ich ein lautes Schluchzen durch das geöffnete Fenster. Die Mutter saß auf dem Grünstreifen und weinte bittere Tränen der Erleichterung. Eine ihr bekannte Frau war mittlerweile angekommen und tröstete sie, ich konnte nun also wirklich wegfahren.

Auch heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich an die Geschichte zurückdenke. Gott sei Dank haben wir den Jungen gefunden. Es kann wirklich jedem passieren, es geht so schnell. Ich bete, dass ich nie in eine solche Situation komme!

Mama ist da. Und da. Und da!

Seit die Schnecke erfolgreich in die Krippe geht, haben wir einen neuen Tagesrhythmus. Der sieht im Normalfall so aus, dass ich morgens nach dem Frühstück die Maus zu Fuß in den Kindergarten bringe, dann von zu Hause arbeite und der Mann die Schnecke zur Krippe fährt und dann weiter zur Arbeit. Mittags gegen 12:45 Uhr hole ich erst die Maus ab, denn der Kindergarten schließt um 13:30 Uhr, dann fahren wir zur Schnecke, die sowieso bis kurz vor eins Mittagsschlaf macht. Um 13:30 Uhr sind wir meist zu Hause und dann beginnt das „flexible Tagesprogramm“. Kein Mittagsschlaf der Schnecke mehr, in dem ich Exklusivzeit für die Maus habe. Bis mein Mann abends heimkommt, sind es rund 5 Stunden, in denen ich beide Kinder gleichzeitig bespaßen muss.

Und mit „bespaßen“ meine ich nicht, daneben sitzen und den beiden beim Spielen zusehen. Der Anteil dessen liegt momentan vielleicht bei 10 Minuten verteilt über den Tag.
Die Kleine weint, sobald ich sie vom Arm absetze oder spätestens, wenn ich kurz aus dem Zimmer gehe. Wenn sie nicht weint, zerstört sie etwas. Bücher, Spielzeug, egal was. Knibbelt Tapeten von der Wand, steigt auf Möbel hoch, räumt Schränke aus. Versucht, die Maus zu beißen. Ich kann sie fast keine Sekunde aus den Augen lassen.
Die Große möchte am liebsten den ganzen Tag Rollenspiele mit mir spielen. Sie kann nicht einfach mal still dasitzen und etwas angucken, malen oder so. Nein, seit sie sprechen kann (und das war gefühlt ab Geburt), spricht sie immer während sie etwas tut. Und erwartet im Normalfall auch, dass man ihr zuhört.

Also was tun? Raus aus der Bude! Am besten auf den Spielplatz. Eine Szene von neulich:
Wir erreichen den Lieblingsspielplatz der Maus. Die Schnecke verkündet, sie möchte als erstes Sandeln. Wir begeben uns zum Sandkasten, setzen uns hin. Noch während ich die Tüte mit dem Zubehör auskippe, steht die Schnecke auf und stapft ans andere Ende des Spielplatzes, wo drei Holz-Tipis stehen. Alleine kann ich sie dort nicht lassen, da in den Zelten immer wirre Stockkonstruktionen von anderen Kindern drin sind und ich Angst habe, dass sie sich ein Auge aussticht. Also saß die Maus eine Weile alleine im Sand und spielte. Dann kam sie an und wollte Schaukeln. In der Babyschaukel, da sie gern freihändig schaukeln möchte, das gehört dort zu ihrer „Geschichte“ dazu. Ich setzte sie also rein, was die Schnecke natürlich prompt mit dem dringenden Bedürfnis, auch reinzusitzen, quittierte. Auf dem Arm wand sie sich wie ein Regenwurm, auf dem Boden abgesetzt wollte sie immer in die Schwungbahn der Schaukel rennen. Beide Optionen suboptimal. Dann kam sie auf die Idee, dem Trampelpfad den Berg hinauf in den Wald hinein zu folgen. Auch hier konnte ich sie nicht alleine lassen. Die Maus folgte uns irgendwann, blieb jedoch auf halber Strecke „stecken“, weil sie sich nicht weitertraute. Ich wollte ihr ein wenig helfen, was wiederum in Riesengeschrei ausartete, da die Schnecke auf gar keinen Fall zurück wollte. Und so weiter und so weiter.

Ich könnte tausende solcher Situationen schildern und sie zermürben mich zunehmend. In letzter Zeit reicht eine winzige Kleinigkeit und ich explodiere wie ein Vulkan. Ich hasse es, wenn ich so bin.

Gestern habe ich dann versucht, ein „klärendes Gespräch“ mit der Maus zu führen. Ich sehe es natürlich, dass sie oft zurückstecken muss und dann eben durch negative Handlungen um meine Aufmerksamkeit buhlt. Ich habe ihr mein Dilemma erklärt und ich denke, sie hat es auch verstanden. Und ich muss mich wieder besser in den Griff kriegen, denn mein Geschrei hilft keinem weiter.

Ein Anfang ist gemacht.

Eine Tasse Freiheit

Seit dem 1. März geht die Schnecke in die Krippe. Ihre Eingewöhnung übernahm – wie auch damals bei der Maus – meine Mutter. Das war auch gut so, denn die Bereitschaft der Schnecke, sich von mir zu trennen strebte zu dem Zeitpunkt gegen Null und mein bislang einzige Versuch, sie selbst hinzubringen, endete beinahe mit einem vorzeitigen Anruf aus der Krippe.

Aber entgegen aller unserer Erwartungen macht sich die Schnecke super in der Krippe. Sie erzählt täglich von der Erzieherin, den „Kinda“ oder dem „Beeeby“, das „weine“ und einen „Nulli“ bekam. Sie spielt mit den anderen, isst meistens gut mit und macht ohne zu Murren ihren Mittagsschlaf. Was muss ich daheim immer kämpfen, bis sie mittags ihre Augen schließt! Also alles prima. Ich warte innerlich aber irgendwie auf den „großen Schlag“ mit dem alles ganz übel wird… 😉

Ja. Seit Ostern ist die Eingewöhnung also quasi abgeschlossen. Zumindest was die Uhrzeiten anbelangt – ihre Bezugserzieherin ist momentan noch sehr wichtig für die Schnecke, daher war sie nach Ostern eine Woche wegen Urlaub selbiger zu Hause. Und diese Woche ging wegen Fieber erst Mittwoch los. Aber – ABER – heute ist DER Tag, an dem beide Kinder in der Betreuung sind und ich FREI habe!!! (Entschuldigt die vielen Großbuchstaben, aber sie sprudeln aus mir heraus!) Also packte ich mein Täschchen und brach auf in die Innenstadt, um eine Jacke für die Maus zu kaufen. Und Kaffee zu trinken, alleine, in der Sonne, in aller Ruhe mit Straßenmusik im Hintergrund.

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Es läuft. Ich bin unheimlich glücklich. So darf es bleiben!

Bis aufs Blut

Es ist 20:45 Uhr. Ich bin heute gut in der Zeit für unsere Verhältnisse. Geduscht hab ich schon heute Morgen und die Vesperboxen konnte ich während dem Abendessen bestücken, daher keine weitere Verzögerungen nachdem die Kinder eingeschlafen sind. Und die Bude – die hab ich einfach mal so gelassen. Alles in eine Ecke, nein, in viele Ecken, und fertig mit Aufräumen, ich mag nicht mehr.

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Ich sinke aufs Sofa. Heute war einer dieser Tage, die mich richtig auslaugen, die in letzter Zeit so häufig sind. Meine beiden Mädels verstehen, mich bis aufs Blut zu reizen.

Die Maus ist in einer Phase, die ich mir einfach nur wegwünsche. Ich dachte ja, in der schlimmsten Trotzphase befindet man sich hauptsächlich mit 2 oder 3 Jahren. Weit gefehlt. Die Maus testet auch mit ihren 4,5 Jahren aus, was geht. Sie meckert an allem herum, egal ob Essen oder Aktivitäten, ist zu jedem erstmal patzig, trödelt bis ich aus der Haut fahre und hat zu nichts Lust. Sie verhält sich wie ein Baby, ist zu bequem, sich selbst die Schuhe anzuziehen, geschweige denn selbige zuzumachen. Und wenn ich sie durch Drohungen wie „dann kommen wir eben zu spät“ oder „dann gehst du eben barfuß“ unter Druck setze, fängt sie an zu heulen wie ein Schlosshund und alles dauert noch länger. Sie nimmt mich momentan dermaßen in Anspruch, dass man meinen könnte, sie sei das kleinere Kind von beiden. Ich muss ständig mit ihr spielen, ihr vorlesen, sie zur Toilette begleiten und und und. Fast jede Nacht wacht sie wieder mindestens ein Mal auf und ruft nach uns.

Zumindest in der Nacht kann es die Schnecke mit der Maus sehr gut aufnehmen. Auch sie schläft nach wie vor furchtbar schlecht. Sie wacht gefühlte tausend Mal auf und will an die Brust. Oder auch nicht, dann ist es aber noch schlimmer, denn dann schreit sie sich in Rage und man kriegt sie kaum wieder zum Schlafen. Tagsüber kann sie sich über lange Zeit alleine beschäftigen – muss sie auch, wenn ich dauernd mit der Maus zugange bin. Blöd nur, dass ihre Beschäftigung meist darin liegt, Chaos zu stiften oder etwas zu zerreißen, zerquetschen, zerbrechen, zerstören. Wenn sie wütend wird, schmeißt sie sich im besten Fall auf den Boden und schreit aus voller Kehle oder schlägt ihren Kopf auf den Boden. Um daraufhin noch mehr zu schreien. Seit Kurzem beißt sie zudem wie ein abgerichteter Kampfhund, das finde ich furchtbar. Ich hoffe, sie tut das wegen den einschießenden Eckzähnen, die ihr gerade sehr zu schaffen machen und sie lässt das ganz bald wieder sein, denn das ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch ziemlich gefährlich. Wenn sie sich dann mal nicht selbst zu beschäftigen weiß, schreit sie und will auf meinen Arm. Egal ob ich aufm Klo sitze, Essen herausrichte, putze. Was super entspannt ist mit ihren 10 + x kg und einem Geschrei das von der Dezibelzahl her einem startenden Düsenjet in nichts nachsteht.

Meist kann ich es kaum erwarten, dass es 19 Uhr wird. Dann trudelt mein Mann von der Arbeit ein, wir essen, schauen Sandmann und starten das Abendprogramm. Trödeln, Zähne putzen, trödeln, umziehen, trödeln, Geschichte hören, singen, Nachtfläschchen, stillen. Stille. Ich liebe diese Stille, wenn beide eingeschlafen sind. Ein Gebirge fällt von meinen Schultern ab und ich schaffe oft nicht mehr, als mich für die restlichen eineinhalb, zwei Stunden vor die Glotze zu legen und die Beine hochzulegen…

 

Müde.

Bei jedem Blinzeln muss ich mich zusammenreißen, nicht einzuschlafen. Ich bin so unglaublich müde, dass ich immer und überall nur noch ans Schlafen denken kann. Wenn jemand mit mir spricht, höre ich die Worte – sie kommen aber nicht in meinem Kopf an. Bei der Arbeit starre ich in den Computer und bekomme nichts gebacken. Jede Hausarbeit kostet mich Überwindung.

Die Schnecke bekommt gerade Eckzähne, wacht nachts dauernd auf und will tagsüber nur auf meinem Arm sein. Die Maus testet seit geraumer Zeit wieder Grenzen aus und bringt mich mit Vorliebe auf die Palme. Was auch gar nicht so schwer ist bei dem Schlafmangel… Auch mein Liebster kommt in den Genuss meiner schlechten Laune. Und der Blog… Hach. Es gäbe so viel zu schreiben, aber ich schaffe es nicht, etwas zu formulieren.

Ich sollte mal ein paar Tage lang abends mit den Kindern zusammen ins Bett gehen, dann hätte ich vielleicht ein, zwei Stunden mehr Schlaf. Aber am Abend kann ich mich nicht dazu aufraffen, meine einzigen Momente ohne quengelde Kinder für ein bisschen Schlaf aufzugeben.

Es wird irgendwann besser, ich weiß es ja. Bis dahin heißt es Abwarten und Kaffee trinken. Viel Kaffee.

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Ein Tag im Ausnahmezustand

Bei uns steht diese Woche alles Kopf. Wegen dem anstehenden Urlaub. Alles waschen, packen, vorbereiten. Und dazwischen gefühlt tausend Termine. Arbeiten, Freizeit, Zusatzveranstaltungen, die zufällig und dummerweise genau auf diese Woche fallen. Und dann noch Maus und Mann, die kränkeln. Was will man mehr?

Gestern dachte ich dann zeitweise, ich falle einfach um. Vormittags arbeiten, Wäsche falten, Liste abstreichen, ständig mit dem Gedanken, dass mir die Zeit davon läuft, da es der letzte Tag diese Woche war, an dem meine Mutter die Schnecke betreuen konnte.

Mittags hab ich dann so früh wie möglich die Maus aus dem Kindergarten abgeholt, da sie Generalprobe von ihrer Ballettschule hatte. So richtig groß wird der anstehende Auftritt aufgezogen, in einer riesen Halle, wo die Probe auch 3,5 Stunden lang stattfand. Das größte Problem: Eltern durften nicht anwesend sein. Da die Halle ein Stück von uns entfernt ist, fuhr die Maus mit der Mutter einer Freundin mit dorthin. Das war gegen 14 Uhr. Darauf folgten 4 der fiesesten Stunden meines Lebens. Ich machte mir solche Sorgen, ob es der Maus gut geht. Ich meine – die Betreuerinnen kannte ich zwar, aber diese fremde Umgebung, die ungewohnte Situation, das viele Warten und ein gewisser Grad an Selbstständigkeit – ich traute das der Maus irgendwie nicht zu. Ich musste ständig um Atem ringen, mein Magen rebellierte und meine Gedanken kreisten um meine Entscheidung, nicht als Betreuerin zu melden. Weder packen, noch Großeinkauf vorbereiten, Kaffee trinken mit meiner Mutter noch eine heiße Dusche konnten mir Ablenkung verschaffen.

Um 17 Uhr hielt ich es nicht mehr aus und fuhr zur Halle. Viel zu früh, aber ich wollte wenigstens dort im Foyer sein. Was war ich froh, als die Maus um kurz nach 18 Uhr in meinen Armen lag! Es war, als hätten wir uns wochenlang nicht gesehen. Eine Betreuerin erzählte mir gerade noch, wie toll sie alles gemeistert hatte, da fing die Maus plötzlich doch an zu schluchzen. Mein armes kleines Baby. Ich fühlte mich ein Mal mehr wie eine Rabenmutter.

Wir fuhren nach Hause und kurz darauf musste ich zu meiner eigenen Probe wieder los. Im Auto fiel langsam die Anspannung von mir ab. Ein belegtes Brot und eine Tafel Schokolade von der Tankstelle taten ihr Übriges und ich konnte die Probe einigermaßen frei von Schuldgefühlen genießen.

Mittlerweile weiß ich, dass die Maus nach der Probe so weinerlich war, weil sie einen Infekt ausgebrütet hat, der heute schubweise deutlicher als gestern sichtbar ist. Trotzdem ist es mir eine Lehre und ich werde zukünftig mehr auf mein Bauchgefühl hören, wenn es darum geht zu entscheiden, was ich der Maus (und mir) zutrauen kann und was nicht…

Letzte Male

Nun geht es plötzlich zappzarapp. Die Zeit der letzten Male beginnt, denn ab 1. März kommt die Schnecke in die Krippe. Das letzte Elterncafé war schon vorgestern, bald kommt noch die letzte Krabbelgruppe, der letzte Musikgarten, der letzte Freitag Vormittag allein mit der Schnecke.

Ich habe grundsätzlich ein gutes Gefühl, die Schnecke in dieser Einrichtung abzugeben. Wir kennen die Abläufe und die Erzieherinnen ja gut von der Zeit der Maus dort. Die Schnecke ist zudem recht selbstständig und auch nicht so zögerlich anderen Kindern gegenüber. Kurz gesagt: Sie lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Das Durchsetzen hat sie im Zusammenleben mit der Maus schon ganz gut gelernt. Außerdem kann sie Laufen und ein paar „überlebenswichtige“ Worte wie „Pipi“, „Kacka“, „Tella“, „Weine“, „Aua“, „Eiei“ – das ist auch viel wert. 🙂

Morgen ist das Einstiegsgespräch in der Krippe. Und ich bekomme nun doch langsam wieder dieses flaue Gefühl im Magen… Wie wird es werden? Wird die Eingewöhnung reibungslos funktionieren? Wir haben eigentlich nur einen Monat Zeit, weil dann meine Mutter verreist (sie macht die Eingewöhnung mit der Schnecke). Wird die Schnecke jeden Morgen weinen? Sie ist da absolut der Typ für… Wird sie beim Essen klarkommen? Sie ist momentan relativ wählerisch bei der Konsistenz des Essens. Wird sie sich dem Ablauf des Krippentags anpassen können? Derzeit schläft sie mittags nur unter lautstarkem, anhaltenden Protest und das auch erst gegen 14 Uhr ein. Dort ist Schlafen eigentlich schon nach dem Essen um 12 Uhr angesagt. Wird sie viel krank sein? März ist kein optimaler Monat zum Einstieg, wie ich finde.

Fragen über Fragen. Einiges wird einfacher werden, einiges komplizierter. In ein paar Wochen werde ich schlauer sein.

Hilfsangebot

Mittwochabend. Ich bin unterwegs zur Big Band Probe, mein Mann bringt die Kinder ins Bett. Wie immer wird vor dem Lichtausmachen die Schnecke kurz ins Bett der Maus gelegt, damit die beiden sich einen Gute-Nacht-Kuss geben können. Da verkündet die Maus:

„Komm her, kleines Schneckchen. Du darfst heute bei mir schlafen. Ich stille dich auch heute Nacht!“

Hihi. Sie wünscht sich so sehr, dass ihre kleine Schwester endlich bei ihr im Zimmer (bzw. aus ihrer Sicht am liebsten bei ihr im Bett) schläft. Und ich sage halt jedes Mal, dass das erst geht, wenn ich die Schnecke nachts nicht mehr stille…

Ich glaube jedenfalls, das nächste Aufklärungskapitel ist heute fällig… 😉

Was man nicht im Kopf hat…

Der letzte Samstag begann wie fast jeder. Ich stand mit den Mädels gegen 7 Uhr auf, wir machten uns fertig, mein Mann stand auf, wir frühstückten, wuselten noch etwas umher und brachen gegen halb 11 auf zum Wocheneinkauf. Mein Mann entfernte die Plane von der Windschutzscheibe, ich schlug vor, sie hinten in den Fußraum zu legen, er meinte, der Kofferraum sei besser, weil ja nachher die Einkäufe in den Fußraum kämen.

Er öffnete den Kofferraum, stutzte plötzlich und fragte mich: „Wo ist denn der Kinderwagen?“ Ich verstand erst nicht, bis es mich mit einem Schlag durchfuhr: Ich hatte ihn am Abend zuvor beim Einkaufen am Straßenrand stehen lassen! Zwei Kinder anschnallen, mit ihnen reden, Einkäufe einräumen, völlig übernächtigt sein und die frühe Dunkelheit – mindestens ein Punkt war wohl zu viel und ich hatte unseren guten alten Hartan-Wagen einfach vergessen…

Wir sausten natürlich gleich zum Ort des Geschehens, aber nix. Kein Kinderwagen weit und breit. Eine Anwohnerin versicherte mir, der Wagen würde nicht im Haus stehen – das war nämlich unsere Hoffnung, dass einfach jemand den Wagen vor dem Regen am Vorabend schützen wollte.

Enttäuscht gingen wir einkaufen. Ich hätte heulen können und konnte mich auf nichts anderes als meinen Gram konzentrieren. Zu Hause konnte ich auch nicht kochen, ich musste sofort Aushänge und Zettel für die Briefkästen der Anwohner drucken und nochmal zurückfahren, sie aufzuhängen bzw. zu verteilen. Eine weitere Anwohnerin erzählte, ihr Sohn habe von dem Wagen – immerhin ohne Baby drin – berichtet, jedoch irgendwann gesagt, er sei nun weg. Ich wollte den Wagen einfach nicht aufgeben, obwohl etwas in mir drin immer sagte: Der ist endgültig weg! Der stand so leer da, mit weit nach hinten geklapptem Verdeck und mit Brotkrümeln auf dem Sitz sowie zerknüllten Papiertüchern im Gepäcknetz, dass er durchaus als „Sperrmüll“ durchgehen hätte können.

Sonntags tauschten wir die Aushänge aus gegen neue mit Foto. Einen Jungen, der Zeitungen austrug, bat ich, Ausschau zu halten. Er erzählte, sein Vater habe mich gesehen, wie ich ohne dem Wagen weggefahren bin, hätte aber nicht gewusst, was er tun soll.

Auch der ergänzte Aushang brachte nichts. Kein Anruf. Ich googelte nach dem örtlichen Fundbüro und las dabei den Hinweis, dass auch die Polizei Fundstücke sammelt. Ich wollte nichts unversucht lassen. Also rief ich heute morgen bei der Polizeidienststelle hier an und schilderte mein Anliegen. Mein Herz schlug bis zum Hals. Der Polizist meinte, er sehe mal nach, ob ein Kinderwagen da sei, und ich hatte mir schon die Worte zurecht gelegt, die ich sagen wollte: „Ah ja, schade, trotzdem danke.“ Da verkündete er plötzlich: „Sie können den Wagen bei uns im Polizeirevier abholen!“

Hurra! Er ist wieder da! ♡

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Ich danke von Herzen allen, die den Wagen nicht mitgenommen haben und noch mehr demjenigen, der die Polizei informiert hat – oder der Polizei selbst, falls sie den Wagen „auf Streife“ entdeckt haben – das habe ich nicht erfragt.

Eine lustige Sache noch zum Schluss (wer bis hierhin gelesen hat, hat ein Späßchen verdient… 😉 ):
Als ich bei der Polizei fertig war und die Abholung unterschrieben hatte, meinte der Polizist, er würde jetzt nach hinten gehen und für mich den Türöffner betätigen. Er ging ins Büro, da klingelte sein Telefon. Er ging ran, redete kurz und legte wieder auf. Dann ging er durch eine Hintertür raus. Ich dachte, er käme vielleicht durch die Seitentür, um mir an der Treppe zu helfen oder so, also wartete ich brav. Nix. Dann kam er zurück ins Büro und setzte sich wieder. Nix, kein Surren am Türöffner. Die Maus hatte mich begleitet und fragte nun in „Kinderlautstärke“, ob der Polizist jetzt gleich aufmacht. Da schrak er auf und meinte: „Oh, ich habe Sie ganz vergessen! Tut mir leid!“ Ich musste sehr lachen und versicherte ihm, es ihm nicht übel zu nehmen. „Ich vergesse ab und an auch Dinge…!“ zwinkerte ich ihm zu…