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Pülverchen

*** Dieser Beitrag ist keine medizinische Beratung, sondern nur ein Erfahrungsbericht! ***

Heute wird es… etwas unschön. Aber es muss einfach raus. Schon seit Monaten bastle ich in meinem Kopf immer wieder an diesem Beitrag, denn er ist mir so, so wichtig. Ich möchte, dass Hilfesuchende vielleicht hier landen und ihrem Kind einen langen Leidensweg ersparen können. Denn – was ich nicht wusste und womöglich manch anderem auch nicht bekannt sein dürfte: auch Kleinkinder können unter Verstopfung leiden! Und damit meine ich nicht, dass das Kind nach einer österlichen Schokoladenorgie einen Tag Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang hat, sondern dauerhaft. Verbunden mit fiesen Schmerzen, vielen Tränen und Unterdrücken des Stuhlgangs. Was wieder zu stärkerer Verstopfung führt und wiederum zu noch größeren Schmerzen. Ein Teufelskreis.

Die Schnecke hatte von Geburt an einen Hang zur Verstopfung. Oder zumindest eine etwas „lahme“ Verdauung. Ich erkannte den Zusammenhang zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wohl aber merkte ich, dass einiges bei ihr anders lief als z.B. bei der Maus. Und zwar hatte die Maus direkt nach jeder Mahlzeit – tags oder nachts – die Windel voll mit Stuhlgang. Die Schnecke meist nur ein oder zwei Mal am Tag, nachts nie. (Beide Kinder habe ich über 4 Monate voll gestillt, die Schnecke sogar erst nach 2 Jahren abgestillt – daran kann es also nicht liegen.)

Auch schaffte es die Schnecke z.B. nicht, in der Babyschale sitzend ihr großes Geschäft zu verrichten. Dies erkannte ich jedoch erst, als die Lage schon sehr fortgeschritten war. Die Schnecke schrie an diesem Tag das ganze Auto zusammen (was zunächst für sie nicht ungewöhnlich war, da sie Autofahren nicht mochte) und begann dann, kurz vor unserem Haus, wie verrückt zu drücken und rot anzulaufen. Ich rannte mit ihr ins Haus, legte sie noch im Flur auf den Boden und riss ihr die Kleider vom Leib – denn so langsam dämmerte mir, dass etwas mit dem Stuhlgang nicht stimmen könnte. Und tatsächlich – obwohl sie mit aller Kraft presste, schaffte sie es nicht, sich der Sache zu entledigen, weil alles so hart und verdickt war. Wir quälten uns gemeinsam unendliche Minuten, bis das arme Würmchen es doch geschafft hatte. Von diesem traumatischen Erlebnis trug sie nicht nur eine Fissur davon, sondern entwickelte auch ein Vermeidungsverhalten, das uns noch viele schlimme Stunden bescherte. Mein armes Schneckchen. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, wird mir ganz anders.

Natürlich ging ich mit der Schnecke daraufhin zum Kinderarzt. Dort wurde uns zunächst nahegelegt, mehr zu trinken zu geben, Apfelsaft zu verabreichen und noch mehr auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Wir quälten uns daraufhin weitere Tage und Wochen, in der Hoffnung, es würde sich Besserung einstellen. Stuhlgang war quasi nur möglich, wenn sie keine Windel trug – denn diese genügte, um den „Weg zu versperren“ – und nur wenn ich dabei war. Mit allen anderen hielt sie ein und weinte noch bitterer als wenn sie es bei mir versuchte. Der Anblick brach mir und allen anderen Anwesenden das Herz.

Irgendwann war mir klar, dass wir es „nur“ mit den auferlegten Tipps des Arztes nicht schaffen würden. Wir gingen also erneut hin und bekamen ein Abführmittel verschrieben, das die Schnecke ab diesem Tag dauerhaft nehmen sollte. Dieses Mittel, so versicherte man uns, müssten viele Kleinkinder nehmen, manche über Jahre, und es sei gut verträglich. Der Wirkstoff sorgt dafür, dass der Stuhlgang so weich wird, dass er nicht eingehalten werden kann. Dadurch wird das durch die Angst vor den Schmerzen antrainierte Zurückhalten wieder abgewöhnt bis alles wieder von alleine funtioniert.

Fortan war unser „Pülverchen“ für eineinhalb Jahre unser Dauerbegleiter. Mit dem Pulver klappte es super, beim Versuch es abzusetzen gab es aber Höhen und Tiefen. Ein Lernprozess.

So mussten wir z.B. feststellen, dass (nicht selbstgekochtes) Essen im Urlaub eine Herausforderung für die Verdauung der Schnecke ist. Der erste Urlaub als wir das Pulver fast schon komplett abgesetzt hatten führte zu einer mega Verstopfung, die uns um Monate zurückwarf. Erst im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass ein ganz einfaches Mittel – zumindest bei der Schnecke – Wunder bewirkt: ein Fruchtbrei pro Urlaubstag (egal ob der im Becher oder im Quetschbeutel) und alles ist in bester Ordnung!

Kurz vor dem 3. Geburtstag der Schnecke setzten wir das Medikament dann endgültig ab. Die Schnecke war zu der Zeit windelfrei geworden und seitdem klappte alles problemlos.

Erst während unserer Pülverchen-Zeit und auch danach lernte ich Eltern kennen, die diese Thematik auch kannten, ebenfalls ihren Kleinkindern jahrelang eine solche Medizin geben mussten oder verzweifelt von ihren Sorgen erzählten und ebenso verwundert wie ich damals waren, dass dieses Problem kein Einzelfall ist.

Daher: Wenn euer Baby Stress mit dem Stuhlgang hat – scheut euch nicht, zum Arzt zu gehen! Schildert deutlich, wie sich das auswirkt, damit die Situation nicht unterschätzt wird und das Kind sich nicht länger als nötig quälen muss! Und: Auch wenn es seine Zeit braucht – alles wird gut, ihr seid nicht allein mit dem Problem!

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Na Logo!

Neulich fiel mir auf, dass ich hier noch gar nichts über den Besuch der Maus bei der Logopädin berichtet habe. Klar, ich hab einiges nicht verbloggt, was in den letzten Monaten passiert ist, aber zu diesem Thema möchte ich gerne ein paar Dinge aufschreiben, damit ich sie mir später mal wieder in Erinnerung rufen kann.

Mit dem Thema Lispeln wurden wir eigentlich erst bei der U9, also kurz nach dem 5. Geburtstag der Maus, konfrontiert. Mir war natürlich auch davor schon bewusst, dass sie lispelt, aber eigentlich war ich überzeugt davon, dass sich dies von alleine geben würde. Spätestens mit dem Zahnwechsel. So liest man es ja gerne und so sagte es mir auch mein Bauchgefühl.

Nun waren wir also zur U9 bei unserer sehr netten Kinderärztin, die wir obendrein auch noch „als Mutter“ aus dem Kindergarten kennen und sie empfahl uns, höchstens noch drei Monate abzuwarten, dann aber zur Logopädie zu gehen, falls sich ohne Einschreiten keine Verbesserung zeigen würden. Eigentlich überraschte mich das, denn ich hätte eher damit gerechnet, auf die mangelhafte Grobmotorik der Maus angesprochen zu werden, als auf ihr dezentes Lispeln.

Innerlich sträubte ich mich auch direkt gegen die Logopädie, da ich es – ähnlich wie das Thema Zahnspange – für eine Modeerscheinung halte. Zudem hatte ich Angst, die Maus könnte denken, etwas sei mit ihr nicht in Ordnung. Und da sie sich durchaus darüber bewusst ist, dass sie Gleichaltrigen körperlich unterlegen ist, wollte ich verhindern, dass die Sprache – ihre „Schokoladenseite“ – auch noch kritisiert wird.

Dann brachte die Kinderärztin aber das Argument ein, das bei mir zog: Sollte es sich doch nicht von alleine geben, müsste man die Logo-Termine zu einem Zeitpunkt absolvieren, in dem das Kind schon zur Schule geht und dies sei dann ein zusätzlicher zeitlicher und psychischer Stressfaktor.

Also starteten wir nach den Sommerferien mit einem 10er-Rezept bei einer Logopädin, bei der es der Maus auch echt Spaß machte. Die Treffen waren zunächst wöchentlich, schon bald aber nur noch alle 2 oder 3 Wochen, weil die Maus rasch große Fortschritte machte. Am Ende des sechsten Termins lobte die Logopädin die Maus im Gespräch mit mir, dass sie ja nun gar nicht mehr lispeln würde. Daraufhin musste ich ihr allerdings „den Zahn ziehen“, denn die Maus sprach ab Verlassen der Logopädie wie gewohnt, nur beim Üben oder eben bei der Logopädin selbst ließ sie die Zunge verschwinden.

Und dann zeigte mir die Maus ein Mal mehr, warum sie „irgendwie anders“ tickt als andere. Sie hatte das Gespräch mitgehört, obwohl sie abseits mit der Schnecke spielte und lispelte ab dem Tag nicht mehr. Kein einziges Mal. Ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern, wie ihre Sprechweise vor einem halben Jahr noch klang. Wir kamen also noch zu einem 7. Termin, aber da war klar, dass sich das Problem für uns erledigt hat.

Die Maus. So ist sie halt.

Jetzt mal im Ernst…

…liebe Kinderärzte. Wollt ihr mich veräppeln? Eben bei der U4 der 4-monatigen Schnecke. Ich werde gefragt, wie häufig ich die Schnecke stille. Alle zwei, drei Stunden? Waaas? Noch immer? Und wenn ich es immer auf drei Stunden ziehen würden – ginge das nicht? Ist ja schon ganz schön häufig…

Hallo? Geht’s noch? Wenn das nicht mein zweites Stillkind wäre, wäre ich sicher nicht so selbstsicher aufgetreten. Was dann? Hättet ihr mich dann dazu überredet, mit der Flasche zu füttern? Und überhaupt – hat mir jemand zugehört, dass mein Kind nachts 6-7 Stunden ohne Trinken schläft?

Jetzt mal im Ernst. Gibt es jemanden, der sein vollgestilltes Kind tagsüber seltener als alle drei Stunden stillt? Und das nachts aber trotzdem durchschläft? Ich kenne in unserem Umfeld niemanden. Und staune immer wieder über den Informationsmangel zum Thema Stillen von Leuten, die eigentlich „Profis“ sein sollten…

U7a mit der Maus

Heute war zum ersten Mal mein Mann alleine mit der Maus beim Kinderarzt zur U7a. Das letzte Mal war er zur U3 mit – oder nein, ich glaube, einmal als sie ziemlich krank war, war er auch dabei. Ist schon länger her.

Entgegen aller seiner und meiner Befürchtungen klappte alles ganz gut. Der kleine Wutausbruch im Wartezimmer, als sie aufgerufen wurde, ist beinahe schon Pflicht, auch wenn ich dabei bin. Denn sie hasst es, beim Lesen unterbrochen zu werden – und die Wahrscheinlichkeit, beim Aufruf gerade mit dem Buch fertig zu sein, ist gleich Null.

Daraufhin versperrte sie sich ein wenig der Mitarbeiterin, die die „Vorarbeit“ für den Arzt leisten sollte (Sehtest, Farben, Worte usw. abfragen). Aber hey, was soll’s.

Als der Arzt kam, wurde sie kooperativer. Er schaffte es auch, die zuvor verweigerten Dinge abzufragen. Sie spielte Fußball und baute sogar wie verlangt Türme mit Holzklötzen, obwohl sie das daheim nie tut. Sie zählte Klötze, benannte alles Geforderte und erfüllte die „U7a-Kriterien“.

Ein bisschen getadelt wurden wir Eltern, bzw. dazu ermuntert, mehr Eigenständigkeit von der Maus zu verlangen und ihr nicht so viel abzunehmen. Da hat er nicht ganz unrecht fürchte ich. Und wir sollten langsam an der Windelfreiheit arbeiten… Nun ja. Leichter gesagt als getan, denn die Maus hat null Bock auf Klo und co. (das reimt sich, hihi…).

Für mich die beste Nachricht war, dass wir wegen ihren Knick-Senkfüßen erstmal nichts unternehmen müssen, da sie nur im Stand so „platt“ sind und auch ihre Beinstellung nicht auffällig ist. Das entspricht der Aussage des Orthopäden, bei dem wir vor einem Jahr waren, so dass ich jetzt wieder beruhigt bin. Wir können also zumindest bis zur nächsten „U“ abwarten.

Beratungskommitee

Es ist mal wieder soweit. Meine Toleranzgrenze für gute Ratschläge ist erreicht. Nicht genug, dass ich selbst gucken muss, wie ich mit der seit Monaten kränkelnden Maus plane und das beste aus der Situation mache. Parallel darf ich mir auch noch fast täglich Ratschläge und TV-Doktor-basierte Diagnosen meiner Mutter anhören.

Sie sei ja so besorgt wegen dem Fieber. 39 Grad – bestimmt habe die Maus eine Lungenentzündung! Und dass das Fieber immer so hoch und runtergehe – da stimme doch etwas nicht! Nun ja – wenn ich Fiebersaft gebe, geht es runter, nach ein paar Stunden wieder hoch. Erwartungsgemäß.  Das sei doch nicht normal, dass so ein „starkes“, gesundes Kind ständig krank ist. Man möge doch das arme Kind endlich mal dem Arzt vorstellen, damit er die Lunge abhört und das Herz und überhaupt. Als dann vormittags zufällig auch noch meine Oma anrief, sie hätte schon zwei Nächte nicht geschlafen, weil die Maus krank sei (häää? warum denn das? hat ihr da jemand vielleicht was von Lungenentzündung vergeschwafelt…?) und ich solle der Kleine doch gefälligst mal was ordentliches anziehen – sei ja klar, dass sie mit den dünnen Hemdchen ständig krank sei, vor allem wenn die nicht in der Hose drin stecken, dann würde es auch noch unten reinziehen – da war es endgültig vorbei mit meinen Nerven.

Nach drei Monaten des Widersetzens konnte ich also diesmal nicht anders, als beim Kinderarzt anzurufen. Wohlwissend, wie das Wartezimmer aussehen würde, wohlwissend, wie schniefig-triefig-niesig dort drin die anderen Patientenkinder ihre Bazillen über uns ergießen würden. Aber die 39 Grad Fieber waren eben immernoch da, so dass ich mich von dem ganzen Gelaber um mich herum doch einschüchtern lies.

„Warum genau sind Sie gekommen?“ lautete die Frage des Kinderarztes, nachdem er eine offensichtlich fitte Maus untersucht hatte. Klar, die Nase läuft, sie hustet. „Wegen dem Fieber, ja?“ Ich kam mir so blöd vor. Da waren echt kranke Kinder im Wartezimmer und ich wurde mit der Diagnose „Sie hat eine Erkältung.“ wieder entlassen. Gut –  wenigstens war ein Belag auf den Mandeln, der per Abstrich untersucht wurde, aber glücklicherweise wurden keine Bakterien gefunden, also kein Antibiotika nötig. Abwarten und Tee trinken. Das hätte ich auch ohne eineinhalb Stunden beim Kinderarzt gewusst.

U7 oder: Ein Tag beim Kinderarzt

Gestern hatte die Maus die U7. Den Termin hatte ich vor 4 Monaten vereinbart. Ich wusste, dass es nichts bringt, früher dort zu sein, also trudelten wir kurz vor dem Termin um 15:15 Uhr ein.

Erstmal mussten wir am Tresen warten, da eine Mutter mit zwei Kindern eindringlich ihr Problem schilderte, dass ihr großer Sohn vielleicht Röteln hätte, sie aber in zwei Stunden zum Laternenlauf wollen und nun nicht wissen, ob sie dadurch andere anstecken würden. Zunächst versuchte man, sie abzuwimmeln, aber da natürlich ein Kind mit potentiellen Röteln nicht abgewimmelt werden sollte, bat man Mutter und Kinder, in einer Stunde wiederzukommen, da noch zwei Vorsorgeuntersuchungen anstünden, die ihre Zeit bräuchten. Das waren wir. Bingo.

Nach dem „Einchecken“ durften wir im Wartezimmer Platz nehmen. Ich sprang fast an die Decke vor Freude, da wir die einzigen Patienten im Wartezimmer waren. Das hatte ich auch schon ganz anders gesehen. Einige Zeit später gesellte sich eine weitere Mutter mit ihrer etwas älteren Tochter zu uns, die ebenfalls zur U-irgendwas da war. Ich wunderte mich kurz, warum das Mädchen nun vor der Maus auf die Waage und an die Messlatte gebeten wurde, schob es dann aber auf ihr Alter und dass man uns evtl. zunächst ein Behandlungszimmer zuweisen wollte. Weil Kleinkinder in Unterwäsche gewogen werden. Und große in voller Montur. Hm. Egal, ich glaubte daran.

Nachdem wir eine Stunde im Wartezimmer verbracht hatten und mein Mund beinahe fusselig gelesen war (zum Glück habe ich ein Kind, das sich gerne vorlesen lässt!), wurden wir aufgerufen. Tadaaa! Ich war so glücklich, dass das Warten vorbei war. Im Behandlungszimmer wurden die Maus und ich dann im Wechsel von der Arzthelferin befragt, die Maus durfte ein Sortierspiel „vorspielen“ und musste Figuren auf einer 3D-Karte erkennen. Dann ging die Arzthelferin. Und wir blieben. Und warteten. Und warteten. Durch die Milchglastür erkannte ich die Mutter mit ihren zwei Jungs, die aus sich einem anderen Behandlungszimmer wieder in Richtung Ausgang verabschiedete. Wurde sie halt doch kurz dazwischen geschoben. Wegen dem Laternenlauf. Nach weiteren 30 Minuten waren wir dann auch dran. Prima. Als wir gingen, schienen alle anderen Sprechzimmer leer zu sein.

Nicht, dass ich es der Mutter nicht gönnte, den Laternenlauf besuchen zu können. Ich dachte nur zurück an den Nachmittag vor einem Jahr, an dem ich mit einer fiebernden, röchelnden Maus in die Praxis kam, ebenfalls für eine Stunde wieder weggeschickt wurde, zurückkam und weitere 2 (!) Stunden im Wartezimmer verbracht habe. Ich fragte mich, ob die andere Mutter mit der älteren Tochter ebenfalls einen Termin um 15:15 Uhr hatte. Wenn ja, warum, da wie die Arzthelferin so schön erkannt hatte, die U-Untersuchung recht zeitintensiv ist. Und wenn nein, warum sie vor uns drankamen. Ich könnte aus der Haut fahren. Sind die alle privat versichert? Was habt ihr da für Erfahrungen? Ich ärgere mich so, denn wir hätten durchaus die Möglichkeit gehabt, die Maus privat zu versichern. Aber alle die wir gefragt haben, meinten, es wäre nicht nötig, da das bei Kinder „gaaanz anders“ gehandhabt wird. Dass die Ärztin uns zusätzlich zum Kassenrezept ein Nasenspray auf Privatrezept anbieten wollte, lässt meine Wut noch weiter aufkochen. Von wegen, bei Kindern muss man nichts zuzahlen. Ich könnte platzen, ihr merkt es vielleicht. ;-)

Die Untersuchung an für sich lief super, die Maus war ganz angetan von der Kinderärztin, die ausnahmsweise unseren Kinderarzt (in seiner eigenen Praxis) vertreten hat. Sie weinte nur kurz, als es daran ging, in die Ohren zu schauen, war aber sonst sehr kooperativ. Ich glaube, die Ärztin war auch ein bisschen verliebt in die Maus. Spätestens, als die Maus „Stethoskop!“ sagte, als die Ärztin selbiges hervorholte, war es um sie geschehen. :-) Insgesamt alles top, nur bei den Füßen müssen wir in 3 Monaten noch einmal nachschauen lassen. Die Maus hat ja sehr ausgeprägte Knicksenkfüße, was aber vermutlich daran liegt, dass sie erst seit 2 Monaten läuft. Daher geben wir ihr noch etwas Zeit, um die Muskeln aufzubauen und wenn es nicht besser wird, müssen wir halt doch zum Orthopäden. Das Schlimmste daran ist, dass uns ein ähnliches Warte-Schicksal wohl in 3 Monaten wieder ereilen wird. Ich könnte jetzt schon heulen.

 

Ele-fant

In unserem Urlaub letzte Woche hat sich die Maus verliebt. Und zwar in den blauen Schaukelelefanten auf dem dortigen Spielplatz. So ein Ding mit einer Spiralfeder unten dran. Am letzten Tag hat er sogar einen Abschiedskuss von ihr bekommen, so ist es also nicht verwunderlich, dass die Maus seither täglich von ihrem „Ele-fant“ (sie macht eine kleine Pause zwischen den Silben…) spricht. Alle Leuten, denen sie nach dem Urlaub begegnet ist, hat sie mit „Ele-fant!“ statt mit dem jeweiligen Namen begrüßt und wenn sie manchmal so tut, als würde sie telefonieren, stehen die Chancen gut, dass es ebenfalls um den „Ele-fant“ geht.

Heute hatten wir dann beim Kinderarzt einen Termin zum Impfen. Die zweite MMR + Windpocken. Am Empfang war alles noch im grünen Bereich, zumal ein dickes, buntes Keramikhuhn auf dem Tresen stand und alle Aufmerksamkeit der Maus auf sich zog. Zu meiner Überraschung durften wir gleich in ein Behandlungszimmer und „wuääääääääääääääääääääääääää!“ Mein Kind ist nicht nur ein Elefanten-Fan, sondern hat auch ein Gedächtnis wie ein Elefant! Zum Glück war das Weinen beim Betreten des Zimmers schlimmer als das, als der Arzt sie kurz untersuchte und das Weinen beim Impfen sogar noch weniger schlimm. Puh. Jetzt ist erstmal 5 Jahre nix mehr mit Impfen. Was bin ich froh. Warten wir ab, ob sie noch mit ner Impfreaktion kämpfen muss. Nach der ersten MMR war sie ja ziemlich krank, hoffentlich bleibt uns das diesmal erspart. Zumal es terminlich vermutlich auf Ostern fallen würde und wir da einiges vorhaben…

So. Und heute Nachmittag werden im Garten Fotos von der Maus für ein paar Osterkarten geknipst. Die Sonne ist schon bestellt und wartet auf uns. :-)

Ice, ice, baby…

Es hat ja auch was Gutes: Die Maus wurde heute nicht geimpft. Also kein von mir selbstverschuldetes Weinen oder Fieber an Weihnachten, nur weil ich bei der Terminvergabe nicht daran gedacht habe, dass bald Weihnachten ist.

Wie kommt’s? Ich sage nur: Eisregen! Gestern Abend hat es angefangen, auf die sowieso schon vereiste Straße zu regnen. Da ich abends noch mit dem Auto nach Hause kam, wusste ich, wie spiegelglatt alles ist. Also beschloss ich, das Auto heute stehen zu lassen und zu Fuß bzw. mit dem Bus zum Kinderarzt zu fahren. Ich kam genau 20 Meter weit, dann musste ich unsere Straße überqueren und landete gleich mal auf dem Hosenboden. Obwohl ich gesehen hab, dass es glatt ist, Winterschuhe mit Profil anhatte und ganz vorsichtig war. Ich bin auch gaaanz langsam zu Boden gerutscht, aber der Kinderwagen ist (ebenso langsam) bedenklich weit mit mir nach hinten mitgekippt, zum Glück aber nicht umgefallen. Das war für mich Zeichen genug, umzukehren und den Termin abzusagen. Zumal die nächste Hürde ein ziemlich steiles Gässchen abwärts gewesen wäre, die ebenfalls glänzte, als sei gerade die Eispoliermaschine (oder wie nennt sich das Ding, mit der die Schlittschuhbahnen immer aufgemöbelt werden…?) drübergefahren.

So. Nix passiert, außer dass ich jetzt Rückenschmerzen habe. Weihnachtsgeschenke habe ich auch grad bestellt. Bettwäsche ist frisch bezogen. Weihnachten kann kommen. Und: Nicht nur das Christkind steht in den Startlöchern, sondern auch der dritte Zahn der Maus – das Zahnfleisch ist an einer Stelle schon leicht „aufgeplatzt“ und sie leidet auch ein bisschen, aber bald ist er da, hurra!

Dämpfer

Seit Montag arbeite ich wieder. Doch meine Euphorie hat recht bald einen ordentlichen Dämpfer erhalten, denn Sonntag Abend war ich so erkältet, dass ich nicht wusste, ob ich montags das Haus verlassen kann. Da mir das aber ober-unangenehm gewesen wäre, gleich am ersten Tag krank zu sein, pumpte ich mich mit Ibuprofen voll, so dass ich die 6 Stunden überstehen konnte. Gestern genauso. Dann kam ich heim und meiner Maus ging es schlecht. Sie hatte wieder Fieber und morgens war ihr senfgelber Schleim aus der Nase gekommen. Ich war ja nicht da, so dass mein Liebster sich mit dem kränkelnden Kind abmühen musste. In der Nacht wurde es trotz Zäpfchen schlimmer, die Maus hatte um 5 Uhr 40,2ºC Fieber. Da beschloss ich, heute nicht in die Arbeit zu gehen.

Meine Nebenhöhlenentzündung trommelt in meinem Kopf, mir tun alle Knochen weh, meine Stimme krächzt – das sollte reichen, um daheim zu bleiben. Aber statt im Bett verbrachten wir drei Stunden beim Kinderarzt bis wir am Ende genau so schlau waren wie vorher. Nur dass die Maus jetzt noch mehr Angst vor dem Arzt hat. Prima.

Wenn es morgen schlimmer wird, können wir nochmal kommen. Und wieder drei Stunden warten vermutlich. Ist das normal?? Hätte ich die Kleine vielleicht doch lieber privat versichern sollen…? Dabei haben alle um mich herum brhauptet, bei Kindern würde das keinen Unterschied machen…

U6 und MMR-Impfung

Nach einem sehr lustigen Basel-Trip, der für zwei Tage die „guten alten Zeiten“ mit meinen Mädels aufleben hat lassen, stand am Dienstag die U6 an. Wie immer mussten wir über eine Stunde – fast eineinhalb Stunden lang – warten, bis wir drankamen. Dann war die Maus gleich wieder skeptisch, als der Doc mit dem Stethoskop für ihren Geschmack zu lange an ihr herumgehört hat. Und dann kam ich mir vor wie in „Und täglich grüßt das Murmeltier“: Die Maus hat von da an bis zum Ende der Untersuchung bzw. natürlich auch noch während dem Impfen durchgeschrien. Sie tat mir so leid, aber mehr als ihr Händchen halten oder sie an mich drücken während der Impfung konnte ich ja auch nicht machen.

Kurz und gut: Alles ist in Ordnung, die Maus ist offizielle 83 cm lang, 10,1 kg schwer (mit Windel) und hat einen Kopfumfang von 47,5 cm. Die Impfung zeigt bis jetzt noch keine Auswirkungen, aber da es sich bei der MMR- und Windpocken-Impfung um Lebendimpfstoff handelt, tritt das Fieber üblicherweise drei bis zehn Tage nach dem eigentlichen Impfen auf. Nun denn. Dann drücken wir mal die Daumen, dass es nicht gerade am Maus-Geburtstag am Samstag herauskommt…

U5 und Ohrenschmerzen

Heute hatte die Maus U5. Und ich Ohrenschmerzen. Denn nach ein paar sehr kritischen Blicken während des Abhörens mit dem Stethoskop wollte der böse Arzt in den Mund der Kleinen gucken. Der Bestechungsversuch mit einem Holzspatel zum Spielen missglückte und so schrie die Maus sich in Rage und hörte bis zum Ende der Untersuchung nicht damit auf. Und sie kann laut schreien. Sehr laut sogar. Ihr Kopf sah aus wie eine Tomate, meine Ohren klingelten und die vom armen Doc sicher auch. Wenn er nicht eh schon taub ist bei dem Beruf.
Glücklicherweise brauchen wir auch keine Hormonsalbe – die Labiensynechie, die der Arzt bei der U4 festgestellt hat, ist wohl doch keine oder zumindest keine behandlungsbedürftige.

Hier noch die Werte der U5:
9050 g, 75 cm und ein Kopfumfang von 46 cm.
Und oh Wunder – kaum misst man richtig und wiegt die Maus mit trockener Windel, ist der BMI unterdurchschnittlich. Frollein Azubi – diesmal haben Sie es gut gemacht!

Begabung und so

Heute hatten wir die U4 und die dritte Impfung und es war ziemlich fies, so viel vorweg. Zuerst wurde die Maus gewogen und vermessen von der Auszubildenden – ich hoffe zumindest, dass sie noch in Ausbildung ist, denn sie kann definitiv noch viel dazulernen… Sie kam beim Messen auf 66 cm (ich hab sie schon vor 9 Tagen auf 68 cm vermessen…) und da die Maus auch noch mit ner recht nassen Windel gewogen wurde, wog sie 7780 g und somit ist ihr BMI etwas zu hoch. Das hat mich schon geärgert, weil sich die Auszubildende beim letzten Mal auch schon mehrfach vermessen hatte. Der Kopfumfang war übrigens 43,5 cm. Dann hat die Kleine jedes Mal, wenn die Auszubildende an ihr rumgefummelt hat, angefangen zu weinen – ich finde, sie hat einfach keine rechte Begabung für diesen Job. Am Schluss vergass sie dann noch mir die ganzen Unterlagen zurück zu geben, so dass ich alles einsammeln musste, was kreuz und quer im Zimmer verteilt lag und das Rezept für die Vitamin-D-Tabletten hatte sie auch nicht gemacht. *grrr*

Das war aber eigentlich mein kleinstes Problem, denn die Maus war heute sehr wenig amüsiert über das, was ihr geschah. Sie fand schon die Untersuchung doof und als sie am Schluss auch noch auf den Bauch gelegt wurde, gab es kein Halten mehr. Da muss ich wohl nicht erwähnen, dass sie bei den darauffolgenden zwei Pieksern untröstlich war. Ich hätte fast mitgeweint, sie hat mich schon während der Untersuchung immer wieder mit einer gekräuselten Unterlippe verzweifelt angeschaut, als wollte sie fragen: „Mama, was machen die da?“

Als Aufgabe bekamen wir, dass wie die Kleine mehr auf den Bauch legen sollen, denn sie kann den Kopf in Bauchlage zwar gut halten, legt ihn aber immer wieder zur Erholung ab. Dann wurde ich noch drauf aufmerksam gemacht, dass ich nicht immer reagieren soll, wenn sie schreit, weil sie lernen soll, sich selbst zu trösten, das würde sie angeblich stärken. Diese Aussage fand ich äußerst zweifelhaft und kann mir nicht so recht vorstellen, dass das so ist. Ich frag mich, ob das die geltende Meinung ist oder ob unser Arzt da ne komische Einstellung hat.

Jetzt hoffe ich wieder, dass wir die Impfung gut verkraften und freue mich, dass zumindest dieses Thema für das nächste dreiviertel Jahr abgehakt ist.

Piekser

Heute waren wir beim Impfen. Zwei Piekser für das Mäuschen und einer für die Mama – ich bin froh, dass der Kinderarzt die Eltern wenn gewünscht mitimpft, so spare ich mir den Gang zum Hausarzt. Außer der Sechsfachimpfung gegen Tetanus usw. sowie gegen Pneumokokken hat die Maus auch noch ne Schluckimpfung gegen den Rotavirus. Letztere kam ganz gut an, die Piekser weniger. Aber Mama’s Arme trösteten ganz schnell. Jetzt bleibt zu hoffen, dass sie alles gut verträgt – sicherheitshalber haben wir Zäpfchen gegen Fieber verschrieben bekommen, die ich auch gleich besorgt hab. Hoffentlich greift die Regenschirm-Taktik: Wenn man sie hat, braucht mansie nicht…

Ein gutes neues Jahr! – Teil 2

Als wäre das vermackte Parkett noch nicht genug, lief gestern aus der Heizungsanlage im Dachgeschoss Wasser aus. Und zwar ordentlich viel. Somit waren wir, nachdem wir den „Fehler im System“ behoben hatten, ne ganze Weile mit Trockenlegen des Teppichs usw beschäftigt. Ein Glück, dass wir es überhaupt bemerkt haben, sonst wäre es sicher bald durch die Decke getropft…

Dann war ich heute mit der Maus schonwieder zum Bauchnabel veröden. Diesmal bei der Vertretung vom Kinderarzt – einer äußerst unsympathischen älteren Dame, die nicht nur ihre Sprechstundenhilfen, sondern auch mich verbal zusammenfaltete, weil ich es wagte, sie nachdem sie den Bauchnabel angesehen hatte, das Thema Mundsoor anzusprechen. Immer von oben nach unten, nicht durcheinander! Ok.

Ja, Mundsoor ist jetzt leider auch ein Thema, nachdem es bei mir auf der Brust rauskam, sind die zwei Pünktchen im Mund der Maus wohl doch Soor. Also wenden wir nun auch Infectosoor Mundgel an – die Firma kann sich über gesteigerte Umsätze freuen.

Ich hoffe, das Jahr 2012 hat nicht noch mehr zu bieten. Ich bin ja mehr der lanweilige Typ, der keine Action braucht.

Eine positive bzw. lustige Sache gibts auch noch: Seit vorgestern lacht die Maus im Schlaf ab und zu laut auf – sooo süß! :-)

O du fröhliche

Unser erstes Weihnachtsfest zu dritt. Und: Der erste Heilig Abend, den ich mit meinem Mann verbracht habe. Die letzten acht Jahre war jeder bei seiner Familie, um mit den „alten Traditionen“ nicht zu brechen und weil wir keine Lösung hatten, wie wir es besser machen sollten. Unsere Maus war nun die Lösung. Am 24. kamen alle Omas, Opa, Uromas und sonstige Verwandte zum Kaffee zu uns, dann gingen alle wieder heim und wir konnten uns einen gemütlichen Abend machen. Die Maus beschenkte uns auch reichlich, indem sie an allen drei Weihnachtstagen ein Engelchen war, viel lachte und schlief und kaum weinte. Nachts hat sie nun ihren Stillrhythmus auf 3 Stunden ausgedehnt, das ist doch schonmal ein großer Schritt.

Den 25. und 26.12. haben wir jeweils bei meiner Mutter bzw. bei den Schwiegereltern verbracht und dank der Maus konnten wir auch relativ früh wieder „abziehen“, so dass auch noch ein kleiner Spaziergang drin war. Jedenfalls war es das schönste und friedlichste Weihnachtsfest seit Jahren!

Am 23.12. hatten wir noch die U3. Glücklicherweise war alles in Ordnung, unsere Kleine ist nun 60 cm groß und wog 5650 g. Haben wir also gut hinbekommen, das Stillen. Das einzige kleine Problem stellte ihr Bauchnabel dar, der immernoch nässt. Er wurde mit Silbernitrat verödet, leider aber nicht mit dem gewünschten Erfolg, denn er „suppt“ immernoch. Werde also morgen nochmal zum Kinderarzt gehen – hoffentlich müssen wir nicht wieder so lange warten, denn das bringt unseren Stillrhythmus so durcheinander.

Nun genießen wir weiterhin die Tage zu dritt, mein Mann hat bis Ende der ersten Januarwoche frei. Silvester verbringen wir bei den Schwiegereltern, zumindest werden wir zum Essen dorthin gehen, vielleicht gehen wir aber früher, da unsere Maus immer gegen 22:30 Uhr in ihr Bettchen geht und wir auch zu Hause Mitternacht abwarten können. Mal sehen.