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Pülverchen

*** Dieser Beitrag ist keine medizinische Beratung, sondern nur ein Erfahrungsbericht! ***

Heute wird es… etwas unschön. Aber es muss einfach raus. Schon seit Monaten bastle ich in meinem Kopf immer wieder an diesem Beitrag, denn er ist mir so, so wichtig. Ich möchte, dass Hilfesuchende vielleicht hier landen und ihrem Kind einen langen Leidensweg ersparen können. Denn – was ich nicht wusste und womöglich manch anderem auch nicht bekannt sein dürfte: auch Kleinkinder können unter Verstopfung leiden! Und damit meine ich nicht, dass das Kind nach einer österlichen Schokoladenorgie einen Tag Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang hat, sondern dauerhaft. Verbunden mit fiesen Schmerzen, vielen Tränen und Unterdrücken des Stuhlgangs. Was wieder zu stärkerer Verstopfung führt und wiederum zu noch größeren Schmerzen. Ein Teufelskreis.

Die Schnecke hatte von Geburt an einen Hang zur Verstopfung. Oder zumindest eine etwas „lahme“ Verdauung. Ich erkannte den Zusammenhang zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wohl aber merkte ich, dass einiges bei ihr anders lief als z.B. bei der Maus. Und zwar hatte die Maus direkt nach jeder Mahlzeit – tags oder nachts – die Windel voll mit Stuhlgang. Die Schnecke meist nur ein oder zwei Mal am Tag, nachts nie. (Beide Kinder habe ich über 4 Monate voll gestillt, die Schnecke sogar erst nach 2 Jahren abgestillt – daran kann es also nicht liegen.)

Auch schaffte es die Schnecke z.B. nicht, in der Babyschale sitzend ihr großes Geschäft zu verrichten. Dies erkannte ich jedoch erst, als die Lage schon sehr fortgeschritten war. Die Schnecke schrie an diesem Tag das ganze Auto zusammen (was zunächst für sie nicht ungewöhnlich war, da sie Autofahren nicht mochte) und begann dann, kurz vor unserem Haus, wie verrückt zu drücken und rot anzulaufen. Ich rannte mit ihr ins Haus, legte sie noch im Flur auf den Boden und riss ihr die Kleider vom Leib – denn so langsam dämmerte mir, dass etwas mit dem Stuhlgang nicht stimmen könnte. Und tatsächlich – obwohl sie mit aller Kraft presste, schaffte sie es nicht, sich der Sache zu entledigen, weil alles so hart und verdickt war. Wir quälten uns gemeinsam unendliche Minuten, bis das arme Würmchen es doch geschafft hatte. Von diesem traumatischen Erlebnis trug sie nicht nur eine Fissur davon, sondern entwickelte auch ein Vermeidungsverhalten, das uns noch viele schlimme Stunden bescherte. Mein armes Schneckchen. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, wird mir ganz anders.

Natürlich ging ich mit der Schnecke daraufhin zum Kinderarzt. Dort wurde uns zunächst nahegelegt, mehr zu trinken zu geben, Apfelsaft zu verabreichen und noch mehr auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Wir quälten uns daraufhin weitere Tage und Wochen, in der Hoffnung, es würde sich Besserung einstellen. Stuhlgang war quasi nur möglich, wenn sie keine Windel trug – denn diese genügte, um den „Weg zu versperren“ – und nur wenn ich dabei war. Mit allen anderen hielt sie ein und weinte noch bitterer als wenn sie es bei mir versuchte. Der Anblick brach mir und allen anderen Anwesenden das Herz.

Irgendwann war mir klar, dass wir es „nur“ mit den auferlegten Tipps des Arztes nicht schaffen würden. Wir gingen also erneut hin und bekamen ein Abführmittel verschrieben, das die Schnecke ab diesem Tag dauerhaft nehmen sollte. Dieses Mittel, so versicherte man uns, müssten viele Kleinkinder nehmen, manche über Jahre, und es sei gut verträglich. Der Wirkstoff sorgt dafür, dass der Stuhlgang so weich wird, dass er nicht eingehalten werden kann. Dadurch wird das durch die Angst vor den Schmerzen antrainierte Zurückhalten wieder abgewöhnt bis alles wieder von alleine funtioniert.

Fortan war unser „Pülverchen“ für eineinhalb Jahre unser Dauerbegleiter. Mit dem Pulver klappte es super, beim Versuch es abzusetzen gab es aber Höhen und Tiefen. Ein Lernprozess.

So mussten wir z.B. feststellen, dass (nicht selbstgekochtes) Essen im Urlaub eine Herausforderung für die Verdauung der Schnecke ist. Der erste Urlaub als wir das Pulver fast schon komplett abgesetzt hatten führte zu einer mega Verstopfung, die uns um Monate zurückwarf. Erst im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass ein ganz einfaches Mittel – zumindest bei der Schnecke – Wunder bewirkt: ein Fruchtbrei pro Urlaubstag (egal ob der im Becher oder im Quetschbeutel) und alles ist in bester Ordnung!

Kurz vor dem 3. Geburtstag der Schnecke setzten wir das Medikament dann endgültig ab. Die Schnecke war zu der Zeit windelfrei geworden und seitdem klappte alles problemlos.

Erst während unserer Pülverchen-Zeit und auch danach lernte ich Eltern kennen, die diese Thematik auch kannten, ebenfalls ihren Kleinkindern jahrelang eine solche Medizin geben mussten oder verzweifelt von ihren Sorgen erzählten und ebenso verwundert wie ich damals waren, dass dieses Problem kein Einzelfall ist.

Daher: Wenn euer Baby Stress mit dem Stuhlgang hat – scheut euch nicht, zum Arzt zu gehen! Schildert deutlich, wie sich das auswirkt, damit die Situation nicht unterschätzt wird und das Kind sich nicht länger als nötig quälen muss! Und: Auch wenn es seine Zeit braucht – alles wird gut, ihr seid nicht allein mit dem Problem!

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Rückblick 2017 und Ausblick 2018

Beim Durchlesen des letztjährigen Jahresrückblicks dachte ich ständig: „Ach – das war ja dieses Jahr genau so!“ Daher könnte ich vermutlich den vom letztem Jahr kopieren und keiner würde es merken. In einiger Zeit vermutlich nicht mal ich selbst. Aaaber da diese Zusammenfassung des Jahres immer mein persönlicher Lieblings-Blogbeitrag ist, gibt es natürlich doch eine aktuelle Version.

Zunächst einige Fakten über meinen Blog:

  • Knapp 14.000 Aufrufe verzeichnete mein Blog im Jahr 2017. Ein Hoch auf alle, die hier landen, obwohl es fast nix Neues mehr gibt…
  • 13 Beiträge im ganzen Jahr. Ha! Könnte man meinen, einer pro Monat ist ja noch ok. Aber in Wirklichkeit hab ich einen Großteil davon ja als „Nachtrag“ innerhalb weniger Tage getippt… Zitat vom letzten Jahr (als es noch 30 Beiträge waren): „Es hätte so viel mehr zu schreiben gegeben, aber nach Arbeit und Alltag mit meinen beiden Mädels fehlte mir abends jegliche Motivation und Muse zum Bloggen…“ Jo.
  • Fast schon verwundert bin ich, dass es tatsächlich ein Beitrag von 2017 in die Top 10 geschafft hat: „Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!“ über unsere Entscheidung zur (Nicht-)Einschulung unseres Kann-Kindes. Auf Platz 1 unverändert der „75-Wochen-Schub“ der Maus von 2013, ebenso gleichbleibend Platz 2 für die „Bauchbilder„. Auch wenn das genau vor einem Jahr angekündigte finale Bild nach wie vor fehlt. Und vielleicht auch gar nicht mehr kommt. Und auch Platz 3 geht wiederholt an die „Windelschnecke„. Quasi das Blog-Dinner-For-One… ;-)
  • Natürlich liegt Deutschland wie immer mit Abstand vorne bei den Aufrufern. Österreich wieder auf Platz 2. Aber dann kommen diesmal die USA! Die Schweiz wurde somit erstmals vom 3. Rang verdrängt. Ach ja – Premiere in den Top 10 der Aufrufer feiert Ungarn. Somit werfe ich dieses Jahr ein multikulturelles „Thank you, köszönet!“ In die Runde!
  • Auch dieses Jahr war ich gespannt auf die Suchanfragen, auch wenn mir ein Großteil durch die Verschlüsselung „durch die Lappen“ geht. Die nach wie vor beliebteste Anfrage ist jedenfalls der „Schwangerschaftstest“. Der Begriff taucht so oft auf, dass ich mich für keinen konkreten Link entscheiden kann. Ebenso ein Dauerbrenner scheint die Strickanleitung für einen Babyschal zu sein, inbesondere für einen Schal mit Schlitz.
    Die lustigste Suchanfrage – die ich erstmal selbst gegoogelt habe – ist der „italienische Schnuller“. Ich muss euch aber enttäuschen – es ist kein Super-Schnuller in Stiefelform oder mit Pizzageschmack. Gesucht wurde wohl einfach einer mit aufgedruckter Italienflagge o.ä. … :-)
  • Auch beim nächsten Punkt kann ich ein Zitat vom Vorjahr verwenden: „Dieses Jahr gab es analog zu den wenigen Beiträgen meinerseits auch wenige Kommentare von Lesern.“ Letztes Jahr brauchte man noch zwei Kommentare, um hier aufzutauchen. Dieses Jahr reicht einer! ;-) Danke an blumenpost (die leiderleider nicht mehr bloggt, schnief…), Zuckerkind und derfeuervogel für eure Worte und Meinungen! Ich als meist überall stille Leserin bin immer positiv überrascht, wenn es überhaupt ein „Zeichen“ gibt, dass sich hier noch jemand herumtreibt…
  • Nachdem es ja keinen wordpresseigenen Jahresrückblick mit blinkendem Feuerwerk mehr gibt, habe ich mir überlegt, am dieser Stelle einfach meine Vorjahres-Abschlussberichte zu verlinken. Damit ich es nicht immer suchen muss, um nachzulesen. :-)
    2011
    2012
    2013
    2014
    2015
    2016

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2017:

  • Wie sagte ich letztes Jahr so schön: „Ein Jahr im Alltagstrott, Arbeit, Krippe, Kindergarten, Freizeitprogramm.“ Im Groben und Ganzen passt das auch für dieses Jahr. Allerdings hatte es einen doofen Start, denn meine Mutter hatte im Januar eine große OP, die sie um ein Haar nicht überlebt hätte. Dass sie es doch geschafft hat erfüllt mich mit größter Dankbarkeit. Eine zweite OP stand Anfang Dezember an und Gott sei Dank war meine riesige Angst davor unbegründet, sie war wenige Tage danach wieder wohlauf.
  • Beziehungstechnisch haben wir nach wir vor viel Luft nach oben. Jeder lebt so vor sich hin. Leider. Dass es in unmittelbarer Zukunft wieder besser wird bleibt vermutlich nur mein Wunsch.
  • Die Maus ist nach all dem Hin und Her mit vorzeitiger Einschulung doch im Kindergarten geblieben. Trotz vieler Tränen wegen dem Verlust der besten Freundin und der Bezugserzieherin ging alles gut und ich bereue unsere Entscheidung überhaupt nicht!
  • Die Schnecke ist seit Oktober ein Kindergartenkind und macht sich dort sehr gut. Sie profitiert natürlich davon, dass ihre Schwester immer in der Nähe ist. Zum ersten Mal haben wir eine gemeinsame „Anlaufstelle“ für beide Mädels, fußläufig erreichbar. Perfekt. Ach ja – und aus dem elterlichen Schlafzimmer ist die Schnecke zu Beginn des Jahres auch noch ausgezogen. In ein Kinderzimmer zusammen mit der Maus. Seitdem schlafen beide meistens durch. Hurra!
  • In der Arbeit läuft es so vor sich hin. Keine negativen Punkte, immerhin. Aber so irgendwie brodeltes im Inneren – ich hab das ungute Gefühl, dass Änderungen anstehen. Aber mal sehen.
  • Im Freundeskreis wurden zwei Kinder geboren, darunter das zweite Kind von meiner Bekannten, von deren einstigen „Beziehungsdrama“ ich mehrfach berichtet habe. Und: Jaaaa – es gab noch ein weiteres Baby! Letztes Jahr schrieb ich noch, dass es in unserem Freundeskreis nur noch ein einziges Paar mit „nur“ einem Kind gibt (natürlich neben den kinderlosen und 2-Kind-Familien). Sie haben uns gleich zu Jahresbeginn überrascht und mittlerweile eine süße Tochter bekommen.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2018:

  • Keine geplanten Krankenhausaufenthalte in der Familie. Das sind doch schonmal bessere Aussichten als letztes Jahr.
  • Winterurlaub im Salzburger Land und Sommerurlaub an bewährter Stelle in Italien sind gebucht. Wie sollte es auch anders sein: Ich kann v.a. für den demnächst anstehenden Gruppen-Skiurlaub noch keine Vorfreude empfinden, da wir diesmal 2 Erwachsene und 3 Kleinkinder mehr sind als in den vergangenen Jahren und ich Schlimmes befürchte. Und dann noch der Skikurs, den die Maus besuchen soll – ich bin froh, wenn der Urlaub vorbei ist.
  • Die Maus kommt im Sommer in die Schule. Diesmal wirklich. Und so langsam merkt man, dass sie bereit dazu ist. Auch wenn sie natürlich etwas Angst vor der Veränderung hat.
  • Die Schnecke wird damit im Sommer alleine im Kindergarten verbleiben. Auch hier wird es spannend, wie sie die Umstellung meistert, da sie schon noch sehr fixiert auf ihre Schwester ist. Aber bis dahin sind es ja noch viele Monate.
  • Und nun zu den 2018er-Babys! Ähm ja – fertig… Wenn, dann gibt es nur Überraschungsbabys. Ich bin so gespannt, ob sich eines der kinderlosen Paare durchringen kann. Oder ob tatsächlich jemand eine „Nummer 3“ wagt! :-)

Das war’s auch schon wieder. Danke, dass ihr hier trotz spärlicher Neuigkeiten noch vorbeischaut! Ich wünsche euch ein gesundes, glückliches und entspanntes Jahr 2018!

15 Monate Schnecke

Wow, was für ein Monat! Die Schnecke hat in diesem Lebensmonat dermaßen viele Fortschritte gemacht, dass es mir vorkommt, es wäre mindestens ein Vierteljahr gewesen…

Allem voran ihre auffälligste Errungenschaft: Sie kann freihändig laufen! Und zwar mittlerweile in einem Affenzahn. Sie steht kaum still, ist immer in Bewegung, läuft den ganzen Tag herum. Durch den Flur, um den Tisch herum, egal. Krabbeln sieht man sie fast gar nicht mehr. Wenn sie doch mal das Gleichgewicht verliert (weil sie z.B. grundsätzlich nicht schaut, ob etwas auf dem Boden liegt, sondern über alles drüberstiefelt), plumpst sie sehr elegant auf Po oder Knie.

Aber auch wenn man die Ohren spitzt, merkt man, was sich zudem getan hat: Die Schnecke hat ihr Wort- und Geräusche-Repertoir immens erweitert. Sie beherrscht jetzt diverse neue Tiergeräusche, wie „Wauwau“, „I-ah“, „Mäh“, „Gi-ga“ (Gans, Vogel), „Kiki“ (Hahn), „Muh“, „Iiiih“ (Mäusefiepen). Sie sagt nun den Namen ihrer Schwester ganz korrekt, außerdem „Nee“ (Näschen), „Baby“, „Balla“ (Ball), „Manna“ (Mann), „Tella“ (Teller), „Pipi“, „Kacka“ und „Katze“. Und „Po-po“, jeweils mit kurzem „o“ – was „Spongebob“ heißen soll… Der Einfluss der großen Schwester auf ihr Vokabular ist unverkennbar! ;-) Ach so, das Wort „Ja“ benutzt sie nun mit richtiger Bedeutung. Frage ich z.B., ob sie eine Mandarine will, kommt wie aus der Pistole geschossen: „Jaaa!“

Zudem brachte dieser Monat der Schnecke zwei Backenzähne und eine fiese Erkältung, die eigentlich die ganzen 4 Wochen anhielt. Dass es bei alledem um Mamas Schlaf nicht allzu rosig aussah, brauche ich wohl kaum zu erwähnen… Also bitte mehr Ruhe und Schlaf für Lebensmonat 16! Danke.

Die Schnecke ist 78 cm groß, wiegt 10,2 kg (Premiere – sie ist zweistellig!) und hat einen Kopfumfang von 47 cm.

14 Monate Schnecke

Bevor die Schnecke 15 Monate alt wird, möchte ich doch schnell noch den 14. Monat im Bericht hier festhalten. Mann, Mann, meine Blogmoral war auch schon mal besser…

Der 14. Monat war wieder voller neuer „Errungenschaften“. Allen voran machte die Schnecke große Fortschritte beim Stehen und Laufen. Sie kann nun ganz lange frei stehen, in die Hocke gehen und sich wieder aufrichten. Anfang des Monats konnte sie ein paar freihändige Schritte auf eine Person zu machen und sich dann in deren Arme fallen lassen. Zum Ende des Monats schafft sie auch einzelne freie Schritte, ohne am Ende aufgefangen zu werden.

In diesem Monat kamen viele neue Worte bzw. Geräusche hinzu. Sie sagt nun: „Bei!“ (Brei, Essen), „Sa!“/“Sat!“/“Sasa!“ (Saft), „Katte!“ (Kaffee :-) ), „Ssss“ (Schlange), „Ti-ta-ta“ (Uhr) und den Namen ihrer Schwester fast richtig. Außerdem summt sie oft minutenlang beim Spielen oder Autofahren Kinderlieder vor sich hin. Ihr Lieblingslied ist dabei zur Zeit „Hänschen klein“.

Dann hatte dieser Monat drei Schneidezähne für uns im Gepäck, jetzt sind alle 8 da und wir warten auf die Backenzähne, denn das Zahnfleisch hinten ist schon ganz dick. Ach ja, die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hatte die Schnecke auch noch. Nicht verwunderlich, dass unsere Nächte (und Tage…) auch im diesem Monat oft bescheiden waren.

Außerdem bekommt sie seit eineinhalb Wochen eine Medizin gegen ihren zu harten Stuhlgang. Endlich. Nach rund vier Monaten Quälerei. Aber das werde ich an anderer Stelle noch ausführlicher erzählen.

Joa. Weiter geht’s. Natürlich wünsche ich mir wieder mehr Schlaf. Was sonst. ;-)

Die Schnecke ist nun knapp 78 cm groß (erstmals im Stehen gemessen), wiegt 9,9 kg und hat einen Kopfumfang von 47 cm.

Freitag, der 13.

Schon seit längerem hatte ich das ungute Gefühl, dass es uns allen schon viel zu lange gut geht. Denn irgendwie verläuft das Leben ja immer auf und ab, mal gut, mal nicht. Immer wieder dachte ich, hoffentlich kommt nicht bald der „große Knall“…

Nun kam er doch. Heute hat meine Mutter erfahren, dass sie eine Chemotherapie machen muss – diese wird sich etwa über ein halbes Jahr erstrecken. Vor gut zwei Wochen hatte sie einen Knoten in der B.rust entdeckt, letzte Woche war sie im Krankenhaus und ihr wurde das Gewebe entfernt. Wir haben uns gegenseitig Hoffnung gemacht – aber tief in mir wusste ich, dass es nicht gut ausgehen wird. Als sie mich heute anrief, war es, als würde sie mir etwas sagen, was ich schon lange gewusst habe. Trotzdem wurde mein Herz so schwer wie ein Wackerstein.

Ich weiß nicht, wie es weitergehen wird. Sie tut mir so unendlich leid, denn sie liebt die Maus und die Schnecke über alles, wird aber zunächst wohl den Kontakt einschränken müssen, da ja durch die Chemotherapie das Immunsystem geschwächt wird. Zumindest wird sie uns nicht in der Form helfen können, wie sie es gerne möchte. Sie zeigt sich momentan nach außen sehr tapfer, aber ich weiß, dass es ihr nicht gut geht…

Für uns bedeutet das zugleich, heute Abend eine Entscheidung über das Leben der Schnecke zu treffen. Eigentlich wollte meine Mutter sie ja ab November mindestens ein halbes Jahr lang betreuen, bevor sie in die Krippe kommt. Ob das aber wirklich möglich sein wird, weiß keiner.

Nun ist aber bei uns in der Gegend am Sonntag „Anmeldeschluss“ für’s nächste Kindergartenjahr – ich müsste also heute Abend noch die Anmeldungen raushauen, wenn wir uns entscheiden, die Schnecke schon mit einem Jahr abgeben zu wollen…
Ich weiß, dass ich mir damals, als die Maus ein Jahr alt war, dachte: „Gut, dass sie noch nicht zur Krippe muss.“ Aber vielleicht ist die Schnecke ja anders und könnte das aushalten?! Vielleicht ist meine Mutter bis dahin auch wieder über den Berg?! Es gibt schon wieder so viele unbekannte Faktoren, dass ich nicht weiß, was ich tun soll.

Ich hoffe, wir treffen die richtige Entscheidung.

Andersrum-Jackpot

Eigentlich wollte ich gestern schon einen weiteren Jammerbeitrag hier schreiben, denn Maus und Mann haben ne Magen-Darm-Grippe abbekommen und ich versuche nun, alles möglichst reibungslos über die Bühne zu bekommen und zwar ohne, dass ich mich anstecke – oder noch viel schlimmer die Schnecke was abkriegt. Sehr ätzend. Zumal die Maus dank Bauchschmerzen verständlicher Weise besonders anhänglich ist, ich ihr aber nicht zu nahe kommen will bzw. sollte…

Zum Glück fehlte mir gestern dann die Muse zum Bloggen, denn heute kann ich gleich noch einen weiteren Punkt in mein Gejammer aufnehmen: Als ich der Hebamme heute eine schmerzende, rote Stelle an der Brust zeigte, verordnete sie mir bis Sonntag „Hausarrest“ und Ruhe, weil dies eine beginnende Mastitis sei. Also erstmal Geburtstagsfeier der Tante morgen canceln und Baby-Besuch für Sonntag absagen. Außerdem bin ich nun den ganzen Tag mit Wärmekissen, Quark- und Retterspitzwickeln am Hantieren und frage mich, ob mich das wirklich entspannen lässt… Ich werde mal bis morgen sehen, wie es wird. Im Notfall muss die Maus vielleicht doch für ein oder zwei Nächte zur Oma, denn auch wenn sie eigentlich pflegeleicht ist, kann ich mich doch nicht hinlegen, sondern hole halt immer wieder was, sitze beim Stillen irgendwie „verbogen“ da, um vorlesen zu können usw.

Manchmal kommt halt alles zusammen.

II/26+6: Änderungsmodus

Nun ist es soweit – sämtliche Lebensbereiche beginnen wieder, sich aufgrund der Schwangerschaft zu verändern. Gestern hatte ich einen letzten Auftritt mit meiner Big Band, gut 3 Stunden haben wir gespielt, und ich war erstaunt, wie leicht es mir gefallen ist. Bei der letzten Probe habe ich nämlich „aus dem letzten Loch gepfiffen“, so dass für mich klar war: Nach dem Auftritt ist Schluss. Schweren Herzens aber mit der Hoffnung, wieder recht bald nach der Geburt einsteigen zu können. Spätestens im neuen Jahr.

Unser zweiter Nachwuchs zappelt jedenfalls eifrig in meinem Bauch, man kann nun richtig sehen, wie er sich verformt. Ich bin gespannt, wo das noch hinführen wird, wenn sie jetzt schon so heftig tritt, dass mir manchmal kurz der Atem wegbleibt… ;-)

Ansonsten geht es mir gut und ich hoffe auch, dass das so bleibt, denn die Maus hat gerade einen Magen-Darm-Virus, den ich bitte-bitte nicht haben möchte. Wir stehen doch relativ kurz vor unserem vorgezogenen Sommerurlaub, so dass ich noch einiges zu erledigen habe und nicht ausgeschaltet werden möchte…

Die Bauchbilder habe ich heute auch aktualisiert – mit meinem wie ich finde mittlerweile stattlichen Babybauch. :-) Heute in einer Woche habe ich schon den nächsten FA-Termin – ich glaube, dann ist auch schon ein CTG an der Reihe. Die 3. große Vorsorgeuntersuchung ist aber wohl erst beim übernächsten Mal dran.

II/15+6: Richtig schwanger.

Heute ist der letzte Tag meines 4. Schwangerschaftsmonats (wenn man mit 10 Monaten rechnet) und ich kann sagen: Mittlerweile fühle ich mich richtig schwanger. Letzte Woche habe ich die Umstandskleidung vom Dachboden geholt und seitdem zwickt es auch nicht ständig beim Sitzen und ich muss mir nicht mit irgendwelchen „Hilfs-Gummibändern“ im Knopfloch behelfen. Irgendwie sehe ich mit den Umstandshosen auch viel „schwangerer“ aus, denn obwohl ich ja noch ein Shirt darüber trage, wölbt sich der Bauch irgendwie ganz anders unter dem Oberteil.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich nun kein Geheimnis mehr draus machen muss. Jeder der mir jetzt in die Quere kommt, soll es erfahren. ;-) Spätestens an Ostern teilen wir es dann noch den restlichen Bekannten und Freunden per Osterkarte mit, so dass dann alle eingeweiht sind.

Leider fühle ich mich nicht nur optisch schwanger, sondern merke auch gesundheitstechnisch was davon… Und zwar plage ich mich seit Tagen mit einer Nasennebenhöhlenentzündung herum. Beim HNO war ich noch nicht, da ich es erstmal ohne Antibiotika versuchen wollte. Und nachdem ich gestern noch dachte, ich müsse heute aufgeben, geht es mir tatsächlich besser. Ich hoffe, das bleibt so. Was auch noch verbesserungswürdig ist, ist mein Rücken. Als meine Erkältung angefangen hat, hatte ich plötzlich Schmerzen in der Lendenwirbelsäule. Am Anfang so stark, dass ich mich nichtmal nach vorne beugen konnte. Ich dachte ja, das hängt mit der Erkältung zusammen und verschwindet. Tja, falsch gedacht. Es ist zwar besser, aber so richtig gut ist anders… Nun ja, so ist es halt als Schwangere. ;-)

Da sich SSW 16 ja dem Ende neigt, habe ich auch wieder neue Bauchbilder hochgeladen. Also auf in den nächsten Monat!

II/10+6: Countdown vor der Verkündung

Momentan steht bei uns das Thema Krankheiten auskurieren im Vordergrund. Immer und ständig. Dass ich schwanger bin fällt mir immer nur dann ein, wenn mein Körper sich gegen irgendetwas wehrt, z.B. ich vor Müdigkeit um 20 Uhr mit der Maus einschlafe. Oder wenn mein Hausarzt nach einem Mittel gegen meinen Magen-Darm-Infekt sucht und mir mit den Worten „Das ist halt so eine Sache mit Schwangeren…“ zu verstehen gibt, dass er keine Idee hat, was wir da tun könnten. Nun denn, mein Körper hat den Infekt selbst besiegt, hat halt fast 10 Tage gedauert, aber ich will ja nicht klagen. Das nächste Mal gehe ich vielleicht lieber direkt zu meiner FÄ, auch wenn dort die Wartezeit meist recht lang ist.

Langer Rede kurzer Sinn: Freitag habe ich nach knapp vier Wochen den nächsten Vorsorgetermin bei der FÄ. Da werde ich 11+3 sein, also die 12. Woche fast geschafft haben. Wenn alles in Ordnung ist – was ich sehr hoffe – werden wir wohl bald mit der Sprache rausrücken. Bei der Maus, bei unseren Familien und Freunden, in der Arbeit und und und. Langsam fällt es nämlich immer schwerer, das Geheimnis nicht auszuplaudern, zumal wir immer wieder konkrete Fragen z.B. zu Sommerurlaub und Plänen für den Herbst gestellt bekommen und uns dann mit kleinen Notlügen über Wasser halten müssen.

Am meisten bin ich natürlich gespannt, wie die Maus reagieren wird. Sie hat zum 2. Geburtstag von ihrem Patenonkel ein Buch namens „Leo Lausemaus wünscht sich ein Geschwisterchen“ bekommen. Dieses ist momentan ganz hoch im Kurs und wenn man sie fragt, ob sie sich auch ein Geschwisterchen wünscht, dann sagt sie: „Ja, eine Schwester.“ Ok. Wäre auch dieser konkrete Wunsch geäußert – ob wir ihn erfüllen können, bleibt offen. Und ob sie sich das wirklich wünscht, oder nur, weil sie in dem Moment gerade das Buch gelesen hat, wo die Maus Leo eine Schwester bekommt, weiß man natürlich nicht. Wir werden es sehen.

Heute habe ich dann auch wieder Bauchbilder gemacht. Als ich danach auf die Waage gestiegen bin, bin ich fast vor Schreck wieder runtergepurzelt – unter 70 kg hab ich glaube ich seit 10 Jahren nicht mehr gewogen. Das liegt natürlich an dem Magen-Darm-Infekt und ich bin mir sicher, dass ich das bald wieder ausgleichen werde, denn in meinem Kopf schwirren schon wieder wirrste Gelüste und Rezepte herum, die ich ausprobieren will, sobald mein Magen mich dafür nicht mehr bestraft… ;-) Hier also die Fotos:
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Zahn Nr. 15

Der nächste Eckzahn ist da! Diesmal ist es der oben rechts. So langsam komplettiert sich das Gebiss der Maus. :-)
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Ansonsten sind wir mal wieder krank. Nachdem die Maus und mich letztes Wochenende nun doch ein Magen-Darm-Virus heimgesucht hat, und ich immernoch daran zu „knabbern“ habe, war die Maus davon schon wieder erholt, hat sich nun aber den nächsten grippalen Infekt in der Krippe abgeholt. Also wieder daheim bleiben. Immerhin bin ich heute noch krank geschrieben und musste keine Betreuung für sie organisieren. Seufz – wie lange geht diese „Winterzeit“ im Kindergarten eigentlich? Nach einem knappen halben Jahr eine-Woche-hin-eine-Woche-nicht reicht es mir eigentlich mit den ständigen Infekten…

Tafel des Grauens

Als ich gestern die Maus aus der Krippe abgeholt habe, war der Eingangsbereich neu dekoriert. Das Infobrett hängt nun endlich so, dass man es von der Tür aus sehen kann, damit man nicht extra die Schuhe ausziehen muss, nur um kurz einen Blick drauf zu werfen. Da fiel mein Blick plötzlich auf eine neue, zweite Tafel, direkt neben dem Infobrett – mit der Überschrift „Ansteckende Krankheiten“… Erkältungsinfekt mit Fieber. Puh, hatten wir schon. Magen-Darm-Grippe. Aaaah – bitte, bitte, bitte nicht!! Ich habe solche Angst vor dem Tag, an dem wir uns das mitbringen… Und vor allem so kurz vor unserem Winterurlaub wäre das erst recht blöd…

Wegen mir hätten sie die Tafel des Grauens nicht aufhängen müssen – sie macht mir mehr Angst als mich zu informieren…

Dreifach-Ätz und Zahn Nr. 14

Die letzte Woche war einfach nur ätzend. Begonnen hat es damit, dass wir nach einem tollen Paarabend freitags Samstag Mittag die Maus von Oma abholen wollten, um auf eine Geburtstagsfeier zu gehen, selbige aber sehr zerknittert und fiebrig im Bett lag und nicht aufstehen wollte. Also Geburtstag für Maus und mich gecancelled und auf Besserung gehofft.

Aufgrund Panikmache im Umfeld am Montag den Kinderarzt aufgesucht (ich berichtete), Dienstag dann Aussicht auf Besserung und Mittwoch plötzlich wieder dolles Fieber. Von Donnerstag Mittag bis gestern Abend hatte ich dann eine dauernölige, ständig weinende, aufmüpfige Maus an mir kleben, die niemand außer mir in ihrer Nähe haben wollte. Sprich: Als wäre die Krankheit nicht genug, keimte auch noch eine neue Trotzphase auf, deren Ausprägung alle von mir jemals zuvor als „Trotz“ bezeichneten Ereignisse geradezu lächerlich aussehen ließ.

Und wer denkt – och ja, schon fies, aber es geht noch schlimmer: Genau, so kam es dann auch. Mindestens zwei weitere Eckzähne quälten die Maus – einer davon brach dann gestern endlich durch, der zweite davon ist auch so gut wie durch. Mann, Mann, Mann. Arme Maus. Arme Eltern…

Da Oma sich zu allem Übel auch noch bei der Maus angesteckt hat, fiel diese heute als Betreuungsperson flach, so dass wir es uns kurzerhand doch anders überlegten und die Maus in die Krippe schickten. Denn die Erkältung ist so gut wie weg, lediglich ihre Jammerlaune ist geblieben. Wir bereiteten uns auf eine Tragödie vor. Und was war? Morgens kein Mucks beim Abgeben und Mittags ein prächtig gelauntes Kind, das wahrscheinlich nach einer Woche „Hausarrest“ einfach die Schnauze voll von Mama und Papa hatte… Ich hoffe, die gute Laune hält an!

Hier noch der aktuelle Zahnkalender:
Zahnkalender_14

Beratungskommitee

Es ist mal wieder soweit. Meine Toleranzgrenze für gute Ratschläge ist erreicht. Nicht genug, dass ich selbst gucken muss, wie ich mit der seit Monaten kränkelnden Maus plane und das beste aus der Situation mache. Parallel darf ich mir auch noch fast täglich Ratschläge und TV-Doktor-basierte Diagnosen meiner Mutter anhören.

Sie sei ja so besorgt wegen dem Fieber. 39 Grad – bestimmt habe die Maus eine Lungenentzündung! Und dass das Fieber immer so hoch und runtergehe – da stimme doch etwas nicht! Nun ja – wenn ich Fiebersaft gebe, geht es runter, nach ein paar Stunden wieder hoch. Erwartungsgemäß.  Das sei doch nicht normal, dass so ein „starkes“, gesundes Kind ständig krank ist. Man möge doch das arme Kind endlich mal dem Arzt vorstellen, damit er die Lunge abhört und das Herz und überhaupt. Als dann vormittags zufällig auch noch meine Oma anrief, sie hätte schon zwei Nächte nicht geschlafen, weil die Maus krank sei (häää? warum denn das? hat ihr da jemand vielleicht was von Lungenentzündung vergeschwafelt…?) und ich solle der Kleine doch gefälligst mal was ordentliches anziehen – sei ja klar, dass sie mit den dünnen Hemdchen ständig krank sei, vor allem wenn die nicht in der Hose drin stecken, dann würde es auch noch unten reinziehen – da war es endgültig vorbei mit meinen Nerven.

Nach drei Monaten des Widersetzens konnte ich also diesmal nicht anders, als beim Kinderarzt anzurufen. Wohlwissend, wie das Wartezimmer aussehen würde, wohlwissend, wie schniefig-triefig-niesig dort drin die anderen Patientenkinder ihre Bazillen über uns ergießen würden. Aber die 39 Grad Fieber waren eben immernoch da, so dass ich mich von dem ganzen Gelaber um mich herum doch einschüchtern lies.

„Warum genau sind Sie gekommen?“ lautete die Frage des Kinderarztes, nachdem er eine offensichtlich fitte Maus untersucht hatte. Klar, die Nase läuft, sie hustet. „Wegen dem Fieber, ja?“ Ich kam mir so blöd vor. Da waren echt kranke Kinder im Wartezimmer und ich wurde mit der Diagnose „Sie hat eine Erkältung.“ wieder entlassen. Gut –  wenigstens war ein Belag auf den Mandeln, der per Abstrich untersucht wurde, aber glücklicherweise wurden keine Bakterien gefunden, also kein Antibiotika nötig. Abwarten und Tee trinken. Das hätte ich auch ohne eineinhalb Stunden beim Kinderarzt gewusst.

JoJo

Seit Oktober spielen wir Krank-gesund-JoJo. Ich hasse es. Ist ja nicht so, dass wir nicht wussten, was da auf uns zukommt. Aber trotzdem muss ich mich echt zusammenreißen, nicht die Nerven zu verlieren, wenn die Maus eine Woche krank daheim war und dann nach zwei Tagen Krippe wieder mit Fieber zu Hause hockt. Und das bei gerade mal 10 Kindern in der Krippe – da wäre sie wohl ohne Unterbrechung krank, wenn die Gruppe Normalgröße von 20 Kindern hätte…

Vin mir aus dürfte der Winter also dieses Jahr gerne und bitte schnell dem Frühling weichen. Danke.

Es wintert.

Seit Ende Oktober ist bei uns der Wurm drin. Der Winterwurm, der Erkältungswurm. Kaum ist die Maus gesund und geht wieder in die Krippe, schleppt sie die nächste Krankheit mit an. Nun bereits zum 4. Mal innerhalb von 6 Wochen, so dass man sich ausrechnen kann, wie oft sie in der Krippe weilte, wenn sie bei jedem „Ausfall“ etwa eine Woche daheim war.

Es ist ja nicht so, dass mich das alles völlig überraschend trifft. Man hört ja von hier und dort, was einen erwartet, wenn die kalte Jahreszeit in Kindergarten und co. ankommt.

Dennoch fällt es mir schwer. Vor allem die Entscheidung, wann die Maus nach einer Krankheit wieder zur Krippe kann. Denn zu Hause dreht sie meist schon nach ein, zwei Tage wieder voll auf und man merkt ihr höchstens noch am Rest-Schnupfen an, dass da was war. Bringe ich sie aber vor einer Woche Abwesenheit wieder in die Krippe, werden wir unterschwellig ganz komisch beäugt mit der Frage: „Bist du denn sooo schnell schon wieder gesund?“ Und wenn ich die Maus dann mittags abhole, wird mir vorgetragen, dass sie sehr quengelig und erschöpft gewesen sei. Auch hier will man mir wohl zwischen den Zeilen sagen, dass ich sie länger hätte zu Hause behalten sollen.

Das Problem ist aber, dass die Maus unabhängig von ihrem Gesundheitszustand keine Lust mehr auf die Krippe hat und seit ein paar Wochen grundsätzlich dort schlecht gelaunt ist. Sie sagt morgens ja auch ausdrücklich, dass sie nicht in den Kindergarten will, da gibt es nichts falsch zu verstehen. Daher ärgert es mich, wenn mir unterstellt wird, mein Kind in krankem Zustand abzugeben, wissend, dass sie dann dort „nervt“. Tue ich nicht. Sie „nervt“ weil sie eben lieber zu Hause wäre und dort eins-zu-eins Betreuung haben möchte. Oder weil ihr in der Krippe etwas nicht passt, vielleicht die zunehmende Kinderzahl. Ich weiß es nicht genau. Aber ich fürchte, ich werde die Entscheidungsfähigkeit bzgl. des wieder in die Krippe Schickens in diesem Winter noch ein paar Mal üben können…

Mama ist krank.

Als ob mein Körper sich nun für die letzten zweieinhalb Jahre rächen würde, komme ich von einem Zipperlein zum nächsten. Seit Monaten plagen mich fiese Kopfschmerzen zum Beginn und Ende meiner Periode. Als ob dies nicht genug wäre, kam eine Pilzinfektion hinzu, die mich wochenlang quälte. Kaum war diese einigermaßen überstanden, kündigte sich eine Erkältung an. Da ich aber „keine Zeit“ für eine Erkältung hatte, habe ich sie ignoriert, mit der Folge, dass ich nun – 10 Tage später – eine bakterielle Entzündung im Hals habe und heute Antibiotika bekommen habe. Und dazu spielen meine Hormone in letzter Zeit auch noch verrückt, so dass meine FÄ mir nun ein pflanzliches Produkt verschrieben hat, mit welchem mein Zyklus wieder in geregelte Bahnen zurückgeführt werden soll. Wenn dies innerhalb eines halben Jahres nicht klappt, müssen wir weitersehen. Egal ob wir ein zweites Kind planen oder nicht – so kann es nicht bleiben.

Und immer wieder stelle ich fest, dass man sich als Mutter nicht leisten kann, krank zu sein. Ich sollte z.B. eigentlich nicht sprechen und im Bett liegen. Stattdessen taumle ich der Maus hinterher durch die Gegend oder lese stundenlang vor. Ohne geht einfach nicht – die Maus versteht natürlich nicht, dass ich das alles plötzlich nicht tun können soll. Heute war zum Glück nachmittags Oma hier, um die Maus zu bespaßen. Aber da Mama grad wieder ganz „hoch im Kurs“ ist, konnte ich mich auch nicht ins Schlafzimmer zurückziehen, ohne dass die Kleine nachkommen wollte. Wie macht man das als Mutter? Augen zu und durch? Wahrscheinlich ja. Und hoffen, dass der Körper nicht noch ein paar fiese Tricks aus der Kiste zieht, um einen für den Frevel zu bestrafen.

Ode an Frau Doktor

Unzählige Kilometer habe ich über die Jahre zurückgelegt, um zu Ihnen zu kommen. Unzählige Stunden habe ich in Ihrem Wartezimmer verbracht. Unzählige graue Haare hat mir dies beschert.
Und doch kann ich mir keine bessere Ärztin vorstellen. Nicht nur Gynäkologin, sondern auch Mutmacherin, Trösterin, Ratgeberin. Ein bisschen Mutter. Ein bisschen Freundin.
Wenn ich gehe, dann immer mit dem Gefühl, dass alles gut wird. Danke!

Keine Absage ist auch eine Absage.

Dies musste ich leider soeben erfahren. Da wir immernoch lediglich drei KiTa-Rückmeldungen erhalten haben, wollte ich noch einmal nachhaken, ob auch wirklich jeder eine Absage verschickt. Tja – die kirchlichen Einrichtungen verschicken keine, sind auch schon in der „zweiten Runde“ bzgl. Zusagen verschicken (es haben wohl welche den Platz ausgeschlagen) und wir sind auch hier nicht dabei, denn der Briefkasten war auch am Samstag leer. Bei den kommunalen Einrichtungen gibt es nun ein Neuerung, dass die Absagen zentral verschickt werden, wenn bis zu einem gewissen Zeitpunkt keine Zusage erteilt wurde. Man sagte mir am Telefon, wenn wir bis Ende dieser Woche keine Zusage haben, bekommen wir eine Absage. Nun denn. Alles nicht so rosig.

Außerdem ist die Maus noch immer krank. Sie schläft ziemlich schlecht, vorletzte Nacht waren wir unzählige Mal wach, großes Weinen, kaum zu trösten. Letzte Nacht war es ein bisschen besser, aber auch noch mit Luft nach oben. Tagsüber geht es ihr ganz gut, also hoffe ich, dass es einfach der Schleim ist, der raus muss. Ich bin immer so unsicher, ob ich zum Arzt mit ihr soll. Denn der Arztbesuch ist eine Tortur, sowohl für sie als auch für mich. Sie weiß ja schon bei der Haustür, wo wir sind, da geht das Geschrei dann los und wenn wir auch noch stundenlang warten müssen, wird es doppelt hart. Och Menno, ein krankes Kind ist einfach nix für meine Nerven.

Wenigstens eine gute Nachricht gab es heute: Die Kinderbetreuung, zu der die Maus ab Mai einen Vormittag die Woche gehen wird, ist nun doch schon ab 8 Uhr möglich und nicht erst ab 8:30 Uhr. Das erleichtert uns die Situation enorm. Jetzt muss die Maus nur noch freiwillig alleine dort bleiben… Ein bisschen Schiss habe ich ja schon vor der Eingewöhnung.

Eine Schnecke

Die Maus singt nun tatsächlich „Eine Necke, eine Necke…“ Und auch das Thema KiTa bewegt sich nur im Schneckentempo voran. Nein, eigentlich nicht mal das. Seit der 3. Absage kam gar nix mehr. Das bedeutet für mich, am Montag überall anzurufen – eine Woche Puffer ist genug, finde ich. Auch wenn ich nichts mehr hasse als solche Nachfrage-als-Bittsteller-Aktionen.

Zu allem Überfluss hat die Maus sich nun auch etwas eingefangen, sie hustet ganz fies, ich hoffe, da kommt kein Fieber dazu. Wenigstens mir es wieder gut, da kann ich sie dann versorgen.

Wir schlafen. Durch.

Ich traue mich kaum, es zu schreiben, aus Angst, es könnte dann wieder vorbei sein. Aber seit knapp einer Woche schläft die Maus ziemlich gut. Heute zum Beispiel waren es über 10 Stunden ohne Unterbrechung. Ich bin so froh darüber und hoffe, dass es nicht nur eine kurze Phase ist, sondern bleibt.
Wer weiß – vielleicht hängt es auch mit dem Osanit zusammen, das ich ihr seit ebenfalls ca. einer Woche vor dem Schlafengehen verabreiche…

Ein paar Worte noch zu Ostern: Die Eiersuche im Garten war trotz leichtem Schneefall ein voller Erfolg. Auch sämtliche Besuche bei der Verwandtschaft haben wir gut überstanden. Nur ich bin jetzt krank. Hatte mich schon vor Ostern schlapp gefühlt, wegen dem vollen Programm aber keine Zeit zum krank sein gehabt. Nun ist es aber soweit. Hoffentlich bin ich bald wieder fit.