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Auf dass wir ihn nicht mehr brauchen…!

Heute kam ein äußerst nettes Paar mit Kleinkind bei uns vorbei, um sich unseren ausgedienten Kombi-Kinderwagen anzusehen. Das zweite Kind wird demnächst geboren und beim ersten hatten sie von Freunden einen Wagen ausgeliehen, der momentan „nicht verfügbar“ ist.

Sie prüften ihn auf Herz und Nieren und kauften ihn uns ab. Als sie gingen war ich zum einen froh über den Kubikmeter an Platz, den wir nun wieder frei haben, aber gleichzeitig auch irgendwie wehmütig, dass dieses Kapitel nun abgeschlossen ist.

Als ich meinem Mann die Nachricht überbrachte, freute er sich ebenfalls über das geglückte Geschäft. „Darauf stoßen wir heute Abend an. Auf dass wir ihn nicht mehr brauchen…!“

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Abschied auf Raten

Von gestern auf heute stieg das große „Abschiedsevent“ für die zukünftigen Schulkinder unseres Kindergartens. Die Maus und acht weitere Kinder durften dazu im Kindergarten übernachten – alle anderen Programmpunkte waren zunächst geheim und sorgten daher für zahlreiche Überraschungsmomente bei den Kindern. Aber von vorne.

Natürlich sehnte sich die Maus schon seit Wochen diese Übernachtung herbei. Dementsprechend aufgeregt war sie, als vor einer Woche die Einladungen dazu in Form eines Rucksacks an die betroffenen Kinder verteilt wurden. Gestern stieg die Vorfreude dann in Unermessliche an und gipfelte um 16:30 Uhr mit einer Schar aufgeregt gackernder Kinder und Mütter im Kindergarten.

Was dann kam, erfuhren wir erst heute Morgen, als wir zum gemeinsamen Frühstück in die Einrichtung kamen. Die Kinder und Erzieher(innen) machten einen tollen Ausflug zum Stuttgarter Fernsehturm, einschließlich ausgiebigem Spielplatzbesuch. Erst recht spät waren sie dann zurück im Kindergarten, wo es dann bestellte Pizza gab. Um 22 Uhr (!) saßen alle ums Lagerfeuer , wo ein Erzieher Gitarre spielte und alle mitsangen. ♡ Jeder durfte erzählen, was ihm an der Kindergartenzeit am besten gefallen hat. Und von Ausflügen über Geburtstagsfeiern oder Stopp-Tanz spielen war alles dabei. Es war wohl so emotional, dass der eine oder andere Erwachsene ein Tränchen verdrücken musste. Das glaube ich sofort. Gegen Mitternacht war dann auch das letzte Kind eingeschlafen und das Team bereitete noch eine Fotoshow vor mit Bildern der vergangenen drei Jahre sowie vom gestrigen Tag, damit sie diese heute Morgen den Eltern zeigen konnten.

Und wie sollte es auch anders sein: Als wir um 8 Uhr beim Kindergarten ankamen, erwarteten uns neun überglückliche Kinder, die gerade teilweise fleißig Obst schnippelten, teilweise im Garten herumturnten und sechs etwas müde aber auch sehr zufriedene Erzieher(innen). Sogar die ehemalige Bezugserzieherin der Maus, die mittlerweile in der Partnereinrichtung arbeitet, schaute vorbei, was mich besonders gefreut hat. ♡

Wir versammelten uns im „Morgenkreis“ um die Reste des Lagerfeuers der vergangenen Nacht und sangen erst das Begrüßungslied, das der „neue“ Gitarre spielende Erzieher vor einiger Zeit komponiert hat und dann noch „Heute hier morgen dort“ von Hannes Wader, wobei mir dermaßen die Tränen kamen, dass ich kaum ein Wort rausbekommen habe. Puh. Und ich war nicht die einzige, das könnt ihr euch sicher vorstellen… Dann kamen ein paar Mädels – unter anderem die Maus – nach vorne, und sangen mit einer Erzieherin zusammen „Je ne parle pas français“ von Namika, weil sie das Lied gestern zufällig im Aufzug beim Fernsehturm gehört und den Rest des Abends als Ohrwurm gemeinsam geträllert hatten. Als danach die Maus wieder zu uns kam, hörte ich sie sagen: „Papa, jetzt hast du ja Tränen!“ Und tatsächlich war er nun an der Reihe…

Es folgte ein super leckeres Frühstück, das wir Eltern mitgebracht hatten, begleitet von den schönen Erinnerungsfotos auf der Leinwand. Hachz.

So ein toller Kindergarten, so ein tolles Erlebis für die großen Kleinen. Ich weine in meinem Herzen noch ein bisschen weiter und kann mich nur dadurch trösten, dass wir noch ein Kind haben, das voraussichtlich weitere 3 Jahre in dieser Einrichtung bleiben wird…

„Manchmal träume ich schwer
und dann denk ich, es wär
Zeit zu bleiben und nun
was ganz andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt, dass nichts bleibt,
wie es war.“

(c) Hannes Wader, „Heute hier, morgen dort“

Schon wieder Abschied.

Diesmal ist die Schnecke dran. Heute ist ihr letzter Tag in der Krippe! Hach, werde ich da wieder wehmütig. Vermutlich nimmt mich das ganze Abschiednehmen in letzter Zeit mehr mit als meine Kinder…

Die Schnecke erzählt jedenfalls tapfer allen, dass sie jetzt bald zur Maus in den Kindergarten kommt. Tatsächlich glaube ich, dass sie das verstanden hat. Ob ihr auch klar ist, dass das bedeutet, dass die Krippe somit Vergangenheit ist – daran zweifle ich. Aber wahrscheinlich ist es auch gut so.

Wir hatten so ein Glück mit dieser Einrichtung! Was war ich damals ein nervliches Wrack, weil wir nur Absagen bekommen hatten, bis dann plötzlich doch die Zusage dieser Krippe ins Haus flatterte… Die Maus war immerhin das allererste Kind dieser Krippe – da gibtes auf beiden Seiten eine emotionale Bindung… Bei ihrem Abschied dort konnte ich mich trösten: Bald würde die Schnecke ja hinkommen. Nur einen Wimpernschlag später ist auch die Krippenzeit unserer Kleinen vorbei und ich sitze schniefend über der Dankeskarte.

Ich wünsche allen Kindern da draußen so tolle Erzieherinnen. Dass sie in ihnen mehr sehen können, als nur eine „Betreuerin“ – denn dieses Glück hatten meine beiden Kinder. Danke! ♡

3 1/4 Jahre Maus

Da mir die Maus schon lange wie ein „fertiger Mensch“ vorkommt, ist es umso erstaunlicher, was sie im letzten Quartal für Fortschritte gemacht hat.

Angefangen bei ihrer Art, sich zu beschäftigen. Musste man ihr zuvor den halben Tag lang vorlesen, fiel dies quasi von heute auf morgen weg. Dafür spielt sie seitdem ständig Rollenspiele. Oft sind es die Geschichten ihrer Bücher, die nachgespielt werden. Dabei sind oft irgendwelche ausgedachten Mäuse die Protagonisten. Oder „Ügi“. Ein Stoffigel, ihr – wie sie sagt – bester Freund. Er darf muss überall hin mit, das gab es davor bei keinem ihrer Kuscheltiere.

Dann die Sache mit dem Töpfchen. Seit fast 3 Monaten geht sie nun auf eigenen Wunsch hin morgens nach dem Aufstehen auf selbiges. Alle Versuche, sie tagsüber auch dazu zu bewegen, scheiterten. Bis wir letzte Woche im Urlaub waren und sie – zumindest bis jetzt – zusätzlich auch vor dem Schlafengehen Pipi drauf machen möchte.
Außerdem hat sie verstanden, dass es hilft, beim Haare waschen die Augen zu schließen und den Kopf in den Nacken zu legen. Hurra, das hilft nicht nur ihr!

Viele Kleidungsstücke kann und will sie mittlerweile alleine ausziehen. Wird auch Zeit. ;-) Überhaupt möchte sie gerne so viel wie möglich alleine machen und ärgert sich immer wieder, wenn es doch nicht klappt.

Seit Dezember geht die Maus zum Kindertanz bzw. Ballett. Ich bin froh, dass es ihr so gut gefällt und sie sich dort ein bisschen zusätzlich bewegt und gleich noch etwas gegen ihre Knick-Senkfüße tut.

Ein großer Schritt war auch der Wechsel von der Krippe in den Kindergarten. Die Maus hat es sehr gut gemeistert – die Eingewöhnung war nach gut einer Woche bereits abgeschlossen. Trotzdem ist sie dort noch immer nicht ganz „angekommen“ – immerhin ist sie eine der Jüngsten und muss ihre neue Rolle erst finden. Sie beschwert sich über den Kindergarten aber nicht mehr als über die Krippe, daher denke ich, dass alles passt.

Die Beziehung zu ihrer kleinen Schwester hat sich um einiges verbessert. Während die Maus die Schnecke anfänglich eher ignoriert hat, möchte sie jetzt oft beim Wickeln helfen, beim Baden zuschauen und schimpft mit mir, wenn sie das Gefühl hat, ich tue ihrer kleinen Schwester unrecht. ;-) ♡

Mein kleines, großes Mäuschen ist 99 cm groß, wiegt 15,7 kg und hat einen Kopfumfang von 50 cm.

4 Monate Schnecke

Im vierten Lebensmonat hat die Schnecke große Fortschritte gemacht. Strampeln und Zappeln kann sie ja schon lange. Nun werden aber Arme und Beine gezielt eingesetzt, um die Figuren am Spielbogen zu stupsen, greifen, ziehen. Ein Spielzeug für längere Zeit in der Hand halten mag die Schnecke noch nicht, aber danach greifen liegt groß „im Trend“.

Das beste neue „Feature“ ist aber auf jeden Fall ihr lautes Lachen. Wenn man sie ein bisschen kitzelt oder Quatsch macht, gluckst sie laut vor sich hin, sehr goldig. Sowieso gibt es wenig was mich so dahinschmelzen lässt, wie ihr breites Grinsen morgens im Bett. :-) Aber auch das Weinen hat sich verändert – es kullern seit neustem Tränen, da muss man das kleine Häufchen einfach noch schneller trösten… ;-)

Wenn man die Schnecke auf dem Arm hat, lässt sie sich so gut wie gar nicht mehr über die Schulter hängen. Am liebsten will sie immer nach vorne schauen. Ist einfach spannender.

Spannend war auch ihr erster Winterurlaub im Montafon. Sie hat die ca. 3,5-stündige Autofahrt mit einem Stillstopp super mitgemacht und auch im Urlaub war sie einfach zuckersüß. Sie hat dort mit in meinem Bett geschlafen, dadurch hatten wir auch keine Schwierigkeiten nachts. Tagsüber war sie überall im Bondolino mit dabei, hat dabei meist geschlafen. Für den Urlaub mussten wir auch biometrische Passbilder und einen Reisepass für sie anfertigen lassen – sehr süß. :-)

Gestillt wird nach wie vor etwa alle 2 Stunden – nun geht es aber mit der Beikost los! Mal sehen, wie das der Schnecke so gefällt. Schlafen ist auch noch immer super – nachts wird die Schnecke manchmal seltener wach als ihre große Schwester…

Mittlerweile ist die Schnecke 66 cm groß, wiegt 7,1 kg und hat einen Kopfumfang von 42 cm. Mein Baby.

2 1/2 Jahre

Schon wieder ist ein Vierteljahr ins Land gezogen und da es einige Fortschritte der Maus zu berichten gibt, gibt es auch wieder einen Artikel über ihren Entwicklungsstand.

Ich möchte mit dem – für mich – wichtigsten Schritt beginnen: Die Maus schläft seit zwei Wochen alleine ein. Das ist eine riesige Erleichterung, da ich dadurch abends eine halbe bis ganze Stunde für mich gewinnen (egoistisch, aber sooo schön! :-) ). Seit dem selben Zeitpunkt schläft sie auch nicht mehr mit Schlafsack, sondern mit Decke und Kopfkissen, was von Anfang an ganz gut geklappt hat – nur selten deckt sie sich nachts ein wenig auf. Der Preis für den abendlichen „Mehrschlaf“ war ein Kürzen des Mittagsschlafs von eineinhalb auf eine Stunde. Manchmal – vor allem am Wochenende – lässt sie den Mittagsschlaf auf eigenen Wunsch auch ganz weg. Das wird dann zwar abends etwas zäh, führt aber meist zu einem Blitz-Einschlafen.

Während ich so alles nachlese, was in den 3 Monaten passiert ist, kann ich z.T. kaum glauben, dass die entsprechenden Entwicklungsschritte erst vor so kurzer Zeit passiert sind. So isst die Maus z.B. erst seit Anfang dieses Quartals ihr Brot morgens und abends mit Rinde – davor musste ich diese immer wegschneiden. Durch den 3. Eckzahn, den wir Anfang März entdeckten, ist ihr Milchzahn-Gebiss nun auch fast komplett, da kann man sich schonmal an härtere Lebensmittel heranwagen. ;-)

Sprachlich hat die Maus weitere Fortschritte gemacht. Sie spricht nun nicht mehr ausschließlich in der 3. Person, sondern verwendet oft auch „ich“, „du“, „mir“, „dir“ „mein“ und „dein“ korrekt. Wenn sie Fragen stellt, folgt dieser nun häufig ein „oder?“ – z.B. „Ich gehe noch nicht schlafen, oder?“ Außerdem erfindet sie ständig Worte oder Namen für imaginäre Mäuse (z.B. „Nia-„, „Mia-„, „Lilli-“ und „Canelle-Maus“…), Hasen und ähnliche „Spielgefährten“, was sehr amüsant sein kann.

Und auch motorisch ging es wieder voran. Die Maus kann nun alleine auf ihren Hochstuhl rauf und runter klettern. Treppen kann sie seit Mitte des Quartals im Wechselschritt steigen, aufwärts seit Kurzem sogar alleine, wenn sie eine geeignete Möglichkeit hat, sich festzuhalten. Sie kann sogar ein paar Zentimeter vom Boden hochspringen, wenn sie sich irgendwo festhalten kann. Auch an Tempo hat sie mächtig zugelegt – sie flitzt wie der Wind durch die Gegend, man könnte fast schon sagen, sie rennt. ;-)
Außerdem kann sie alleine Türen und Schraubverschlüsse öffnen, ein wenig auf ihrem Wutsch-Laufrad fahren und wahrscheinlich noch vieles mehr, was mir gar nicht mehr auffällt, weil sie es einfach von heute auf morgen konnte.

Die Maus ist am Ende dieses Quartals 93,5 cm groß, wiegt 13,9 kg und hat einen Kopfumfang von 50 cm. Nun ist „Bergfest“ und es geht stramm auf die 3 zu… Mein Mäuschen.

Da mein „Quartals-Wunsch“ bzgl. Schlaf tatsächlich in Erfüllung gegangen ist, bin ich beinahe wunschlos glücklich. Um aber noch ein wenig weiter zu gehen, wünsche ich mir, dass die Maus das Ausquartieren aus unserem Schlafzimmer gut verkraftet, denn dieses ist eigentlich für die nächsten Wochen geplant.

2 1/4 Jahre

Nachdem die letzten Monatsberichte meist nicht allzu viel hergaben und meine Blog-Moral auch ein wenig nachgelassen hat, habe ich beschlossen, die Fortschritte der Maus ab sofort bis auf weiteres in Vierteljahresschritten festzuhalten. Hier also ein (wegen unserem Urlaub leider etwas verspäteter) Überblick über die Geschehnisse der letzten drei Monate.

Wir feierten bereits das 3. gemeinsame Weihnachtsfest, welches dieses Jahr harmonischer denn je ablief. Die Maus konnte alle möglichen Weihnachtslieder auswendig uns schmetterte diese auch noch Wochen nach dem Fest, wenn wir im Auto oder mit dem Kinderwagen unterwegs waren. Ihr liebstes Weihnachtsschenk war ein Puzzlekoffer mit Motiven der „Sendung mit der Maus“, mit welchem sie oft und lange spielt. Auch die 48-teiligen Puzzles kann sie mittlerweile ohne Hilfe zusammensetzen. Da die Maus an ihrem Adventskalender reges Interesse zeigte, kann sie mittlerweile alle Zahlen von 1-9 erkennen und benennen.

Die Maus stellt immer öfter selbst Fragen. Zum Beispiel gab es mal eine neue Knabberei:

Maus: „Schauen, wie das heißt?“
    Ich: „Dinkelstangen.“
    Maus: „Wer hat das gemacht?“
    …

Eine kurze Phase, in der die Maus absolut nicht mehr in die Krippe wollte, hielt zum Glück nur wenige Tage an. Mittlerweile klappt das Hinbringen wieder problemlos. Dafür hielt uns die Winterzeit krankheitstechnisch auf Trab – eine Erkältung nach der anderen brachte die Maus mit nach Hause, so dass sie seit Oktober nicht mehr richtig „schnupfenfrei“ war.

Das letzte Quartal brachte uns zwei Eckzähne, die uns lange quälten und dann doch irgendwann endlich herauslugten.

Unser leidiges Schlafthema hat sich leider nicht großartig verbessert. Die wenigen Tage, in denen ich die Maus ins Bett legen und das Zimmer verlassen konnte, sind leider nicht erwähnenswert. Lediglich dem Papa gelingt es, sie ins Bett zu bringen und gleich nach dem Vorlesen wieder zu gehen. Voraussetzung: Mama darf nicht zu Hause sein… Nach einer sehr wuseligen Phase, in der die Maus mal quer, mal mit dem Kopf nach unten im Bett aufwachte, schläft sie nun wieder ruhiger, wacht aber nach wie vor mehrmals – etwa 2-3 Mal – pro Nacht auf. Oft schläft sie dann ohne Hilfe wieder ein, manchmal, vor allem in den Morgenstunden, muss man aber ihre Hand halten.

Zum Quartalsende ist die Maus 92 cm groß, wiegt 13,4 kg und hat einen Kopfumfang von 49,75 cm.

Mein Wunsch für’s nächste Quartal ist auf jeden Fall eine Verbesserung unserer Einschlafsituation. Im Hinblick auf meine zweite Schwangerschaft muss sich da einfach etwas tun, sonst bekommen wir bald ein echtes Problem.

24 Monate

Zwei Jahre ist die Maus nun alt. Der Vollständigkeit halber soll es also auch wieder einen (etwas verspäteten) Monatsbericht geben, auch wenn es gar nicht so viel zu sagen gibt.

Im 24. Monat wurde wieder hauptsächlich am Laufen gefeilt. Mittlerweile kann die Maus sich mit einem beachtlichen Tempo fortbewegen, wenn man mal bedenkt, dass sie erst seit zwei Monaten läuft. „Weglaufen“ ist nämlich gerade ein sehr beliebtes Spiel, das sie während einem „5-Minuten-Schwätzchen“ mit einer anderen Mama von deren Sohn abgeguckt hat… :-)

Ebenfalls erwähnenswert – da vermutlich in jedem Kinderhaushalt anzutreffen – ist, dass die Maus nun Bobbycar fahren kann. Inklusive aufsteigen, absteigen, fahren, wenden und hupen. Hupen ging auch schon länger, aber alles andere hat sie nun heimlich, still und leise in der Krippe gelernt.

Seit Neustem badet die Maus nun alleine in der Badewanne. Nach ihrem „Wassertrauma“ sind wir ganz froh, dass das so gut klappt. Und wenn man selbst nicht mit rein muss, ist die „Aktion“ natürlich auch schneller erledigt. Allerdings mag die Maus sich beim Baden nicht hinsetzen – sie steht in der Wanne und hält sich ganz brav an dem Haltegriff fest, während ich sie einseife und abwasche. Nicht mit der Brause, mit der hat sie immernoch ein Problem, sondern mit einem Waschlappen. Aber auch das geht mittlerweile nach x Badevorgängen ganz gut von der Hand.

Was dagegen momentan ein größerer Krampf ist, ist das Schlafengehen. Mal wieder. Die Maus will immer „auuuufstehen, nicht schlaaafengehen!“, sobald man sie ins Bett legt. Mittags schläft sie trotz Nörgeln innerhalb weniger Minuten ein. Abends dauert es aber meist 45 Minuten, bis sie endlich schläft. Manchmal auch länger.

Die Maus ist nun 90 cm groß, hat einen Kopfumfang von 49,5 cm und wiegt 13 kg. Glaubt man meiner Mutter, gibt es eine „Faustregel“, dass das Kind in etwa so groß wird, wie es an seinem 2. Geburtstag ist. Ich selbst war mit 2 wohl auch 90 cm groß und bin nun tatsächlich knapp 1,80 m. Man darf gespannt sein.

Mein Wunsch für den nächsten Monat: Das Einschlafen muss dringend wieder besser werden! So langsam frage ich mich auch, ob vielleicht der Mittagsschlaf weiter verkürzt werden müsste, damit sie abends früher müde wird. Mal sehen.

 

23 Monate

23 Monate. Wow. Wir nähern uns der zwei.

In diesem Monat ist das Laufen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Unglaublich, wie schnell das geht, dass man sich nicht mehr vorstellen kann, wie es war, als der letzte Entwicklungsschritt noch nicht vollzogen war. Wie es war, als sie nicht laufen konnte. Als sie nicht krabbeln konnte. Und nicht sprechen…

Die Maus traut sich nun überall alleine zu laufen, ob zu Hause, bei Besuchen oder draußen. Sie ist zeitweise sogar ziemlich flink unterwegs, rennt nahezu durch die Zimmer. Nur selten stolpert sie dabei und landet auf den Knien. Auch in die Hocke gehen ist kein Problem, oder Dinge aus dem Stand vom Boden aufheben. Zum Ende des Monats forderte sie zum 1. Mal von sich aus, aus dem Kinderwagen raus zu dürfen, um selbst zu laufen.

In der Krippe ist sie gut angekommen. Nach knapp 3 Wochen Eingewöhnung lief alles wie selbstverständlich. Das Abgeben, das Essen, der Mittagsschlaf dort. Kein Weinen, welch Erleichterung für mein Mutterherz. :-) Zum Ende des Monats waren wir also nicht mehr auf Omas tägliche Unterstützung angewiesen. Wieder Erleichterung. Und auch die Fortschritte, die sie in der Krippe macht, sind beachtlich: Sie kann nun viel besser alleine aus einem Glas trinken und selber mit Löffel oder Gabel essen.

Außerdem zeigten sich der 12. und 13. Zahn, der erste Backenzahn oben rechts und der untere zweite Schneidezahn rechts.

Zu Beginn des Monats überraschte uns die Maus, indem sie plötzlich Gesichter malte. Wir nennen sie „Kartoffelköpfe“, denn so sehen sie aus, sie sind aber wirklich nett anzusehen und ganz deutlich zu erkennen. Außerdem kann sie nun Töne mit der Blockflöte und ihrem Plastik-Saxophon erzeugen. Mein Mädchen. ;-)

Und zum Schluss des Monats hatte die Maus vermutlich auch noch das Drei-Tage-Fieber. Oder besser gesagt das Drei-Tage-Nicht-Fieber. Drei quengelige Tage, ohne Fieber, dafür mit Ausschlag im Anschluss ans Quengeln. Da der Ausschlag natürlich am Freitag Nachmittag auftrat, es der Maus sonst sehr gut ging und ich daher nicht in die Notaufnahme wollte, habe ich keine gesicherte Diagnose, aber Dr. Google gab mir Recht und so hoffe ich, dass es das tatsächlich in abgeschwächter Form war. Dann wären wir nämlich voraussichtlich ein für alle Mal „durch“ mit dem Drei-Tage-Fieber.

Die Maße diesen Monat: 89 cm, 12,6 kg und ein Kopfumfang von 49,25 cm.

Was wünsche ich mir für den nächsten Monat? Das Einschlafen klappt an den Krippentagen ganz gut, weil die Maus da früher Mittagsschlaf macht als daheim. Also wünsche ich mir, dass wir die Geburtstagsfeier seelisch und körperlich gut über die Bühne bekommen. :-)

 

22 Monate

Ein Monat im Zeichen des Laufenlernens liegt hinter uns. Zunächst in winzigen Schritten, zum Ende des Monats hin dann aber doch hopplahopp. Am letzten Tag des 22. Monats konnte die Maus freihändig mehrere Meter laufen, wenn sie ein Ziel hatte, auf das sie zusteuerte. Sie konnte auch vor dem Ziel (z.B. Sofa oder Mamas Arme) auch ohne Hilfe anhalten und umdrehen oder in die Hocke gehen. Vor dem Sofa drehte sie sich schwungvoll auf einem Bein um ihre eigene Achse und lies sich dann auf selbiges plumpsen.

Kurz vor unserem Sommerurlaub an der italienischen Adriaküste ließ sich der 10. Zahn blicken, so dass wir im Urlaub keine Zahnungsbeschwerden zu bekämpfen hatten. Die 10 Tage in Italien waren zwar wenig erholsam aber eben doch irgendwie Urlaub, da es ein ganz anderer Tagesablauf war als zu Hause. Dort verfiel sie in eine extreme „Tröstphase“ – sie will jedes Kind, das weint oder schreit (einschließlich sich selbst) getröööstet wissen. Die Maus vernachlässigte am Strand zwar ein wenig das Laufenlernen, arbeitete jedoch an ihrer Aussprache – bis wir wieder daheim waren, gingen „chen“, „sch“ und „st“ problemlos. Außerdem bildet sie nun oft ganze Sätze, wie „Das Tuch ist runtergefallen!“ und sogar „Alles Liebe zum Geburtstag!“ durfte ich mir von ihr wünschen lassen.

Ein weiteres wichtiges Ereignis fiel in diesen Monat: Die Aufnahme in die Krippe. Die ersten Tage der Eingewöhnung hat die Maus gut gemeistert, ich hoffe, es geht so weiter. Dies ist natürlich mein Wunsch für den nächsten Monat. Und dass sich vielleicht doch das abendliche Einschlafen verschnellert, jetzt wo das Laufen quasi komplettiert ist.

Maße: werden nachgereicht, ich bin noch nicht zum statistischen Teil gekommen. :-)
88 cm groß, 12,6 kg und Kopfumfang 49 cm.

21 Monate

Zugegebener Maßen ein wenig verspätet kommt mein Bericht zum 21. Lebensmonat. Dieser ist so ratz-fatz an uns vorbeigegangen, dass es nicht einmal großartig viel Neues zu berichten gibt.

Die Maus hat in diesem Monat weiter das Laufen geübt. Sie sagt „Maus selber laufen!“ und möchte dann, dass man sich drei Meter vor’s Sofa setzt und sie zwischen Person und Sofa hin und her laufen kann. An der Hand geht sie mittlerweile sehr sicher, alleine traut sie sich aber nur in gewohnter Umgebung, in der sie weiß, wo sie sich im Fall des Falles festhalten kann. Seit einer Woche etwa kann sie auch mit lediglich einer helfenden Hand Treppen laufen. Auf der anderen Seite hält sie sich dann am Geländer bzw. an den Metallstreben fest.

Wir bekamen auch einen kleinen Einblick, wie es mit einem trotzenden Kind so ist, denn die Maus hatte zwischendurch eine kleine Trotzphase, in der sie ständige ihre Meinung änderte, so dass was man auch tat falsch war: „Ins Kinderzimmer gehen!“ – „Neeeein, nicht Kinderzimmer, ins Wohnzimmer gehen!“ – „Neeeein, ins Kinderzimmer…“ und so weiter. Zum Ende des Monats lies dies wieder nach, jedoch lässt sich die Maus nach wie vor nicht mehr von Papa ins Bett bringen.

Auch insgesamt hat sich die Einschlafsituation kaum verbessert. Zwar schläft sie nun mittags wieder im Hellen ein, dies dauert aber gerne 10 Minuten. Zeitweise schlief sie immer mit den Knien unter den Bauch angezogen – was doch ziemlich unbequem aussah, ihr aber wohl doch bequem war. Abends brauchen wir nach wie vor mindestens 30 Minuten ab dem Ausschalten des Lichtes bis die Maus schläft, eine recht nervenaufreibende Angelegenheit, vor allem für mich, weil sie ja um ihr Leben schreit, wenn Papa es versucht sie ins Bett zu bringen. Also haben wir dies nun auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, so ist es für alle Beteiligten leichter zu verarbeiten.

Essenstechnisch hat es sich in den letzten Wochen gezeigt, dass die Maus nachmittags am liebsten keinen Getreide-Obst-Brei mehr möchte. Sie will lieber Obst essen oder mal ein paar Reiswaffeln oder Kekse. Oder was sonst so da ist. Da sie morgens und abends sowieso Brot isst, brauchen wir das Getreide vom Nachmittag auch nicht unbedingt, also lassen wir das jetzt sein.

Selbst die Maße der Maus haben sich nicht verändert – sie ist 87 cm groß, wiegt 12,1 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm.

Und ja – ich habe wieder einen Wunsch für den nächsten Monat! Ich wünsche mir eine Besserung der Einschlafsituation! Kürzer. Oder am besten kürzer und auch wieder mit Papa. Das wär’s.

20 Monate

Heute ist die Maus 20 Monate alt. Und dieser Monat hat uns einen großen Schritt weitergebracht was das Laufen betrifft. Kurz nachdem ich den letzten Monatsbericht veröffentlicht hatte, stellte sich die Maus aus dem Bärenstand alleine auf, ohne sich an etwas hochzuziehen. Natürlich fand auch dieser erste Versuch auf dem Sofa statt – sie fällt wohl gerne weich. Dann begann sie, zwischen zwei Personen hin und her zu laufen und sich am Ende der Strecke jeweils in die Arme fallen zu lassen. Zunächst waren dies 2-3 Schritte, zur Monatsmitte dann 5-6. Sie kann eigentlich sogar das ganze Zimmer durchqueren, Kurven laufen, stehen bleiben, weiterlaufen – aber sie traut es sich nur, wenn jemand direkt schützend um sie herum steht. Vielleicht spielt der Kopf bei Kindern, die beim Laufenlernen schon etwas älter sind, doch eine größere Rolle als bei ganz Kleinen, die einfach drauf loslaufen. Oder mein Kind ist einfach ein vorsichtiger Typ. Wie Mama und Papa es auch waren.
Bedingt durch die tolle neue Fähigkeit schläft die Maus auch ein wenig schwerer ein als zuvor. Abends kann es gerne mal 30 oder mehr Minuten dauern und Mittags müssen wir nun wieder den Raum komplett abdunkeln, damit die Kleine zur Ruhe kommt.

Zum Ende des Monats gelang es der Maus außerdem, absichtlich nur ein Auge zu schließen. Davor hat sie immer beide zugekniffen, wenn sie einen beim Zuzwinkern nachmachen wollte…

Passend zu ihren motorischen Fortschritten hat die Maus diesen Monat das Ballspielen für sich entdeckt. Sie rollt, wirft, kickt, schleudert ihren kleinen grünen Ball sehr gerne durch das Wohnzimmer und krabbelt ihm in rasanten Tempo hinterher, um ihn wieder einzusammeln. Vor dem großen Wasserball sowie jeglichen Luftballons hat sie aber immernoch ein wenig Angst.

Auch sprachlich geht es immer weiter vorwärts. Die Maus erzählt laut, viel und gerne, sie kann sich mittlerweile sehr gut mit uns verständigen, so dass man meistens weiß, was sie möchte und es nur selten Geschrei gibt, weil wir nicht verstehen, was sie will. Tatsächlich hat sie nun sogar ein paar englische Wörter aufgeschnappt, da sie ein Bilderbuch mit englischen Bezeichnungen geschenkt bekommen hat. „Apple“ war im Übrigen ihr erstes englisches Wort – und dies bezog sich auf einen Obst-Apfel, nicht auf das Unternehmen (das will ich, als alter Windows-und-auf-keinen-Fall-Apple-Befürworter, hier ganz deutlich klarstellen! ;-) ).

Die Maße: werden mal wieder nachgereicht, da ich nicht weiß, ob ich heute noch dazukomme, zu wiegen und zu messen 87 cm groß, 12,3 kg schwer, Kopfumfang 49 cm.

19 Monate

Die Zeit rast momentan irgendwie noch schneller als in den Monaten zuvor. Nun liegt das „Bergfest“ zum zweiten Geburtstag bereits einen Monat hinter uns und die Maus ist 19 Monate alt.

Der 19. Monat brachte zwei neue Zähne – ein Backen- und ein Scheidezahn. Mit den neu gewonnenen Zähnen hat sich die Maus leider angewöhnt, sämtliche Schnuller zu „killen“, so dass sie nun tagsüber gar keinen Schnuller bekommt und wir auch schon damit liebäugeln, ihr keinen Nacht-Schnuller mehr anzubieten. Denn tagsüber hat sie schnell und ohne Probleme verstanden und akzeptiert, dass es keinen Schnuller mehr gibt, weil sie in alle ein Loch gebissen hat und wir die verbliebenen Schnuller „aufsparen“ müssen für die Nacht. Falls es nachts also auch so einfach wäre, wäre es nun gar kein schlechter Zeitpunkt, das Kapitel „Nuuula“ ad acta zu legen. Mal sehen, wie lange sie den letzten Schnuller noch unversehrt lässt.

Sprachlich macht sie ständig weitere Fortschritte. Ihre Sätze werden immer länger und richtiger und seit ein paar Tagen antwortet sie auf manche Frage tatsächlich mit „Ja!“. Denn während „Nein“ schon ganz am Anfang in ihr Repertoir aufgenommen wurde, war das „Ja“ für sie wohl weniger wichtig. :-) Klar, dass das erste „Ja“ mit Essen zu tun hatte… Ich fragte: „Magst du Mozzarella haben?“ Die Maus antwortete: „Ja!!“
Tatsächlich kann die Maus sogar schon bis zwölf zählen. Ich musste auch staunen, als sie es zum ersten Mal vorgeführt hat. Sie vergisst dabei oft die „drei“ (vielleicht weil sie der „zwei“ so ähnelt?!?), aber für eineinhalb Jahre finde ich es doch erstaunlich. Wer sich fragt: Warum eigentlich bis zwölf und nicht bis zehn? Ich denke, das liegt daran, dass sämtliche Buntstiftpackungen in unserem Haushalt zwölf Stifte beinhalten und alle Maus-Bespaßer mit ihr zusammen immer nachgezählt haben, ob wieder alle Stifte in die Packung aufgeräumt wurden. :-)

Bewegungstechnisch hat sie erwartungsgemäß wieder nur ein kleiner Fortschritt eingestellt. Und zwar läuft die Maus nun zum einen recht sicher an einer Hand. Und zum anderen probiert sie immer wieder, aus dem Bärenstand aufzustehen, ohne sich an etwas festzuhalten. Wie immer übt sie dies auf dem Sofa (sie fällt gern weich – ein Weichei ganz wie Mama… *g*). Mal sehen, wann es ihr zum erstem Mal auf dem Boden gelingt.

Bezüglich Essen und Schlafverhalten hat sich nichts geändert. Die Maus schläft nach wie vor – wenn sie nicht gerade zahnt oder krank ist – gut durch. Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich und erleichtert über diese Entwicklung!

Heute ist die Maus immernoch 87 cm groß (zum ersten Mal im Stehen gemessen), wiegt immernoch 11,8 kg und hat einen Kopfumfang von ca. 49 cm. Bis zum nächsten Monatsbericht bin ich jedenfalls wunschlos glücklich. Zum ersten Mal seit 19 Monaten… ;-)

18 Monate

Eineinhalb Jahre. Die Zeit rast. Und die Maus macht weiterhin fleißig Fortschritte.

Der 18. Monat war wieder hauptsächlich ein „Sprachmonat“. Die Maus redet sooo viel und man kann richtig gut verstehen, was sie möchte. Wenn man ohne sie unterwegs war und nach Hause kommt (z.B. Papa nach der Arbeit oder wenn Oma morgens kommt), berichtet sie, was sie erlebt hat. Meist ist es als „Außenstehender“ etwas schwierig zu verstehen, weil sie alles durcheinander erzählt. Wenn aber der Erwachsene, der dabei war, nochmal erzählt, was so los war, wird klar, dass sie genau das Richtige berichtet hat.
Zudem interessiert sie sich enorm für neue Worte. Sie kann mittlerweile eine beachtliche Anzahl an Vögeln in unserem Garten bestimmen (Amsel, Meise, Taube, Elster, …) und sogar Blumen kann sie (besser als mein Mann *grins*) auseinanderhalten (Rose, Gänseblümchen, Löwenzahn, Primel, Osterglocke und sogar Gerbera…). Ich höre und staune. Vieles davon hat Oma ihr beigebracht, so dass auch ich immer wieder überrascht bin. Sie nimmt Sachen total schnell auf, da muss man richtig vorsichtig sein. Neulich sagte ich beim Anschnallen im Auto – weil wir es eilig hatten – „zickezacke“ und sie ergänzte mit „Hühnerkacke“… Muahahaaa! Keine Ahnung, wo sie das aufgeschnappt hat. Vermutlich von mir. Da müssen wir uns nun ein wenig am Riemen reißen, was man in Gegenwart der Maus so von sich gibt.

Beim Laufen haben wir keine allzu großen Fortschritte erzielt, aber immerhin läuft die Maus seit ein paar Tagen auch an einer Hand. Ich bin geduldig mit ihr, auch wenn es wieder mal extrem schwer ist, die Gelassenheit zu bewahren bei all den „besorgten“ Kommentaren in meinem Umfeld. Aber sie hat bis jetzt alles „von alleine“ gelernt, warum nicht auch das. Und ich sehe ja, dass sie mit Sprechen beschäftigt ist und „keine Zeit“ zum Laufenlernen hat.

Gleich zu Beginn des Monats kam tatsächlich der erste Backenzahn der Maus durch – unten links. Jetzt ist es unten rechts ganz dick, so dass wahrscheinlich vor den zweiten unteren Schneidezähnen noch ein zweiter Backenzahn „fällig“ wird. Also genießen wir am besten noch schnell die einigermaßen ruhigen Nächte.
Diese sind nämlich ziemlich erträglich, die Maus schläft abends auch besser ein, meist schläft sie um 20:30 Uhr. Damit das nicht noch weiter nach hinten rutscht, muss ich sie nachmittags nach eineinhalb Stunden Mittagsschlaf wecken. Sie darf von 12:30 Uhr bis 14 Uhr schlafen, dann öffne ich die Zimmertür und „lärme“ im Zimmer nebendran ein wenig rum, bis sie wach ist. Mache ich das nicht, ist sie nach 21 Uhr noch wach, das wollen wir nicht. In der Nacht wacht sie unterschiedlich oft auf, manchmal braucht sie mich nicht ein einziges Mal, manchmal ganz oft. Ihr Schlaf ist einfach noch nicht ganz zuverlässig, aber tausendmal besser als noch vor ein paar Monaten. Dass sie morgens um 7 Uhr aufwacht, hat sie nun schon lange beibehalten und passt auch sehr gut in unseren normalen Tagesablauf.

Essenstechnisch „spachtelt“ sie immernoch wie ein Weltmeister. Ihr schmeckt einfach alles und am besten viel davon. Wenn Mama und Papa etwas anderes als sie auf dem Teller haben, ist das inakzeptabel und es wird mit einem „Haben!“ vehement eingefordert. Die Maus bekommt nun oft von unserem Essen ab, aber meistens püriere ich es doch ein wenig, weil sie halt nur den einen Backenzahn hat, sonst schluckt sie alles am Stück runter, das finde ich nicht so gut. Den Nachmittagsbrei löffelt sie oft sogar zur Hälfte selbst – mittlerweile landet auch ein beachtlicher Teil des Breis tatsächlich in ihrem Mund. :-) Nur das Trinken aus dem Becher oder Glas verweigert sie. Sie nippt zwar ab und zu dran und hat dann auch Spaß dran, aber so richtig viel Flüssigkeit bekommt man dadurch nicht in sie hinein. So nutzen wir halt weiterhin den Trinklernbecher. Irgendwann wird sie schon aus dem Glas trinken wollen, wie die Großen auch.

Ja, das war der 18. Monat. Die Maus ist 87 cm groß, wiegt 11,8 kg und hat einen Kopfumfang von gut 48,5 cm.

Für den nächsten Monat wünsche ich mir, dass der Einstieg in die Kinderbetreuung gut gelingt und die Maus nicht allzu lange braucht, bis sie alleine dort bleiben möchte.

17 Monate

Schon ein paar Mal habe ich überlegt, ob es wirklich noch sinnvoll ist, Monatsberichte über die Maus zu schreiben. Aber dann sehe ich mir meine Notizen an und finde jeden Monat aufs Neue so viele Fortschritte, die ich festhalten möchte, dass ich es einfach fortsetze. Bis es nichts mehr zu sagen gibt. :-)

Der 17. Monat stand ganz im Zeichen des Laufenlernens. Die erste Hälfte war ziemlich anstrengend für uns, da die Maus noch so gar nicht laufen konnte und immer unter den Armen gehalten werden musste. Eigentlich bin ich ja kein Freund davon, sie Dinge machen zu lassen, die sie eigentlich noch nicht kann. Aber sie hat das „Lauffa!“ so vehement eingefordert, dass es keine Alternative gab. Zur Monatsmitte konnte sie dann an den Händen laufen – sprich: Man reicht ihr zwei Finger und diese genügen ihr, um die Balance zu finden. Eine Etage höher für den elterlichen Rücken und schon ist es nicht mehr so unbequem für uns.

Angesichts des Laufenlernens beinahe nebenbei schlich sich der 6. Zahn heraus – der zweite Schneidezahn oben rechts.

Geplappert wurde auch wieder fleißig. In unserem Skiurlaub lernte sie die Bezeichnung sämtlicher Getränke einschließlich der Zuordnung des Lieblingsgetränkes zu der jeweiligen Person. Auch „Nein!“ und „Satt!“ sind ziemlich beliebt geworden und werden häufig angewandt. Mittlerweile werden auch mehrere Worte aneinander gereiht, z.B. „Schau mal!“ oder „Mama Handy funde!“, was soviel heißt wie „Ich habe Mamas Handy gefunden!“. Dass der Osterhase da war und jede Menge Eier und Geschenke im Garten versteckt hat, wird auch beinahe täglich erwähnt. Passend dazu „liest“ die Maus sehr oft selbst ihre Bücher vor oder möchte, dass man ihr etwas vorliest. Das Malen ist ihr dafür momentan nicht mehr besonders wichtig.

Bei all den Ereignissen waren die Nächte zum Monatsbeginn sehr turbulent. Umso erstaunlicher, dass die Maus gegen Monatsende mehrere Nächte lang durchgeschlafen hat. Falls sie aufwacht, möchte sie meist einen Schluck Wasser oder ihren Schnuller, mehr nicht. Leider hat die Zeitumstellung und eine dicke Erkältung alles zunichte gemacht und wir kämpfen nun damit, unseren Rhythmus wieder zu finden.

Alles in allem ein aufregender Monat. Für den nächstens wünsche ich mir wieder ruhigere Nächte und bin sehr gespannt, wann die Maus die ersten Schritte alleine machen wird.

Wiegen und messen müssen wir noch, das wird nachgereicht.
Die aktuellen Maße: 86 cm, 11,1 kg, Kopfumfang 48 cm.

16 Monate

Dem Anlass des 300. Blogartikels entsprechend gibt es wieder einen Monatsbericht – 16 Monate ist die Maus jetzt alt! Genau genommen war der 16. Monat dem 15. sehr ähnlich, die Maus hat auf den altbekannten Gebieten Fortschritte gemacht.

Mittlerweile ist ihr Worter-Repertoir so umfangreich, dass ich gar nicht mehr alles aufzählen kann, was sie alles nachplappert. Am amüsantesten für Fremde ist es, wenn sie „Mannomann“ sagt. Und auch ich muss jedes Mal schmunzeln. Das Wort „auf!“ hat sich ebenfalls entdeckt – was da nicht alles passiert, wenn man Leute damit auffordert, verschiedene Dinge zu tun! Und nachdem sie die letzten Wochen und Monate bei jedem Wort, das ein „s“ enthalten hat, selbiges weggelassen hat (z.B. „Mauuu“ für Maus, „Eiiii“ für Eis), stellt dies nun kein Problem mehr für sie da. Begonnen hat es mit „Glas“ und dann plätscherten die S’e nur so aus ihr heraus. :-)
Außerdem erzählt sie gerne, was sie erlebt hat. Z.B. wenn Papa abends heimkommt ruft sie ihm begeistert „Sand! Sand! Eis! Eis!“ zu, wenn wir so wie gestern auf dem Spielplatz waren und davor noch ein Eis gegessen haben. Manchmal versteht man nicht gleich, was sie einem sagen will, aber wenn der Erwachsene, der mit ihr unterwegs war, berichtet, wird einem gleich klar, was die Kleine einem sagen wollte.

In diesem Monat hat sie auch alle möglichen Farben gelernt. Sie hat ja schon lange „lala“ (lila) gesagt und auch oft den passenden Stein dazu gezeigt, aber nun ist sie sehr souverän auf diesem Gebiet. Wenn sie malt benennt sie die Farben meist – blau, grün, gelb, rot, weiß, braun, lila – kein Problem. Und glücklicherweise malt sie immernoch gerne, so kann sie sich sehr gut eine ganze Weile beschäftigen. Die Zeichnungen sind nun eher „punktuell“ geworden. Sie kritzelt nicht mehr große Linien, sondern malt viele kleine „Eier“ oder „Schnecken“.

Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass sie ihre Ball-Phobie einigermaßen überwunden hat. Ich weiß nicht, woher diese kam, aber sie hat in letzter Zeit bei jedem Ball, der größer als ein Tennisball war, „Ball!“ gesagt und sich dann mit einem „Hmhm“ kopfschüttelnd verkrümelt. Ebenso bei Luftballons. Aber so wie die Sache gekommen ist, ist sie nun wieder gegangen. Hurra. Dafür haben wir gleich eine neue Phobie selbst verschuldet. Und zwar eine Haare-wasch-Phobie… Letzte Woche kam mein Mann auf die Idee, die Haare der Maus abzubrausen, damit die Seife richtig rausgeht – sie sind ja mittlerweile so lang. Irgendwie hatte sie dann auf einmal den Wasserstrahl im Gesicht, wurde total panisch und sprang quasi aus der Wanne in meine Arme. Beim letzten Mal Baden hatte ich das schon wieder vergessen, aber als es ans Haare waschen ging, schrie sie wie verrückt los. Mein armes Mäuschen. Ich könnte mir in den A*** beißen – sie war immer so lieb beim Baden und jetzt das… Ich hoffe, das wird auch wieder besser.

Beim Laufen ist sie auch ein bisschen sicherer geworden, wenn sie dem Sofa entlang wandert. Sie steht auch an allen möglichen Gegenständen auf. Und vom Sofa kommt sie nun problemlos alleine runter, da brauch ich kaum noch ein Auge drauf zu haben. Den ganzen Tag über will sie „laffa!“, was so viel heißt wie „Hilf mir zu laufen!“. Mein armer Rücken… ;-) Passend dazu gab es das erste Paar Lauflernschuhe (in Größe 23), ich berichtete ja bereits.

Im Bereich Essen und Trinken gibt es ebenfalls Neuigkeiten zu vermelden: Die Maus trinkt seit Monatsende nachts keine Pre-Milch mehr, sondern nur noch Wasser!!! Hurra! Das heißt für mich: Ich kann im Dunkeln liegen bleiben, muss keine Milch mehr im Bett anrühren, sondern kann einfach nach dem Wasserfläschchen greifen und es der Maus reichen – wenn sie es nicht alleine findet. Wir haben nun etwa vier Monate lang darauf hingearbeitet, indem ich die Pre-Milch immer dünner angerührt habe und nun ist es soweit. Ruhiger sind die Nächte deswegen zwar nicht, aber es ist wieder etwas bequemer für mich geworden. Sogar bequemer als es zur Stillzeit noch war.

Mein Fazit ist auf jeden Fall, dass ich im Moment sehr glücklich bin mit der Maus. Wir kommen gut miteinander aus, sie beschäftigt sich schon recht gut allein (zumindest im Vergleich zum „Anfang“) und ich habe ein gutes Gefühl.

Hier die aktuellen Maus-Maße fürs Protokoll: Sie ist 85 cm groß, wiegt  kg und hat einen Kopfunfang von 49 cm.

Dann sag ich tschüss und winke-winke – letzteres tut die Maus nun nämlich immer aus freien Stücken und ausgiebig, wenn man sich von ihr verabschiedet. Zu den Abschiedsküsschen und zu dem über die Backe streicheln. Da muss man einfach dahin schmelzen.

15 Monate

Der fünfzehnte Monat begann mit einem weiteren Zahn – der Nummer fünf (der zweite Schneidezahn oben links). Seitdem haben wir Zahnungspause und sind gespannt, wann sich das Pendant auf der rechten Seite blicken lässt. Außerdem hat sich die Labiensynechie nun von alleine geöffnet und ich bin dankbar, dass unser Kinderarzt da nicht zu voreilig mit irgendwelchen Maßnahmen wie Hormoncremes o.ä. war.

Auch dieser Monat stand ganz im Zeichen des Sprechens. Es gibt so viele neue Worte, dass ich sie kaum noch aufzählen kann. Mal abgesehen von den vielen Worten, die die Maus einfach nur nachplappert, sie dann aber nicht in ihren „täglichen Wortschatz“ aufnimmt. Besonders häufig gebraucht sie „Mau“ (für Maus), „Blume“, „Ei“ (sie liebt hartgekochte Eier zum Abendessen!), „mal“ (für nochmal!) und „Necke“ (für Schnecke). Und ihren Namen. <3

Auch motorisch hat sie sich ein wenig weiterentwickelt. Sie steht nun auf, als würde sie es schon immer machen und läuft auch ein paar zaghafte Schritte am Sofa entlang. Was sie allerdings super beherrscht, ist, aufs Sofa zu klettern. Ein Bein hoch und schwupp – ist sie auch schon drauf. So verbringt sie nun den größten Teil des Tages auf dem Sofa und schaut dort ihre Bücher an anstatt auf dem Boden. Auch runterklettern kann sie, sie macht es aber nicht oder nur wenn jemand dabei ist. Sie ist eben ein kleiner Schisser, so wie ich. ;-)

Wenn sie malt, malt sie nun oft Halbkreise oder einzelne Kringel anstatt den Zickzacklinien oder „Vielfachkringeln“. Sie sagt dabei auch immer „Ei“, „Ball“ oder „Necke“, will also bestimmte Dinge malen. Sie liebt es auch, wenn man für sie etwas malt und schaut dabei sehr interessiert zu. Auch vorsingen muss man ihr immer wieder – sie zeigt im Liederbuch auf eine Seite und möchte, dass man das Lied dann singt. Mittlerweile kennt sie das Liederbuch schon so gut, dass sie bei manchen Seiten selbst anfängt, das jeweilige Lied zu summen, wenn sie sie aufgeschlagen hat (z.B. Hänschen Klein). Wir waren ganz erstaunt, als wir bemerkt haben, dass das kein Zufall war.

Das Schlafen ist so gut oder schlecht wie immer. Leider keine nennenswerte Besserung zu verzeichnen. Beim Essen ist auch alles beim alten.

So war der letzte Monat ein rundum netter Monat mit einer sehr schmusigen Maus, die an alle und alles Küsschen verteilt hat, einem teilweise sogar über die Wange gestreichelt hat, da kann man ihr einfach nicht böse sein, wenn man auch noch so oft nachts aus dem Schlaf gerissen wurde.

Die Maße für die Statistik: 84 cm, 11,3 kg und 48,5 cm Kopfumfang.

Sie ist nun jedenfalls so groß, dass wir auf einen 110-cm-Schlafsack umsteigen mussten.

14 Monate

Durch all die Feiertage und Urlaubs-Unternehmungen ist der letzte Monat nur so verflogen. Trotz allem hat die Maus wieder einen Haufen Fortschritte gemacht. Glücklicherweise ist mein Wunsch aus dem letzten Monat in Erfüllung gegangen und keiner von uns war in letzter Zeit krank. Auch die Meningokokkenimpfung hat die Maus ohne jegliche Folgeerscheinungen überstanden.

Gleich zu Beginn des Monats legte die Maus los mit einem Schwall an neuen Worten. Die wichtigsten, die nun „mit Sinn“ gebraucht werden, sind „Mama“ und „Papa“. Dann gibt es noch „Bau“ (Baum), „lala“ (lila), „Nane“ (Banane), „Mak“ (nun mit „k“ am Ende; für Ente), Mooo (Mond), „mala“ (malen) und „tackeee“ (danke), wenn sie einem etwas gibt.

Nach wie vor beschäftigt sie sich am liebsten mit ihren Büchern. Sie blättert gern selbst drin und tut seit Ende des Monats auch so, als würde sie daraus vorlesen. Genau so gerne liest oder guckt sie aber auch mit uns zusammen. Malen ist auch noch hoch im Kurs, mittlerweile nicht nur unkontrollierte Striche, sondern auch Kringel, Punkte und und und. Am besten über etwas, das wir gemalt haben, drüber – als würde sie es ausmalen wollen. Sie kann nun ihr kleines Holzformenpuzzle tatsächlich alleine „lösen“, ich war ganz überrascht, als ich das gesehen habe.
Das „Highlight des Monats“ war natürlich, dass sie sich alleine am Treppengitter in den Stand hochgezogen hat (ihr Bett ist nun auf die tiefste Stufe runtergestellt…). Sie hat es noch ein weiteres Mal an Omas Bett vorgeführt – nun wartet auch Papa darauf, es zu sehen. Für Oma war ein weiteres Highlight, dass die Maus bei ihr ein Mal ins Töpfchen gemacht hat – ich selbst will der Maus aber noch etwas Zeit geben, bis ich das Thema ernsthaft angehe.

Gleich zwei Zähne hatte dieser Monat zu bieten, die beiden oberen vorderen Schneidezähne. Dies bescherte uns eine Reihe recht unruhiger Nächte, aber Hauptsache, sie sind nun da. Insofern hat sie die 7-Stunden-Schlaf-Nacht nicht wiederholt, aber das wäre ja auch zu schön gewesen. Meist schläft sie nun auf dem Bauch, was zur Folge hatte, dass ihre Windeln öfter vorne ausgelaufen sind. Daher trägt die Maus nachts nun Windelgröße 4+, seitdem ist es wieder besser.
Auch insgesamt hat sich ihr Schlafrhythmus verändert. Abends gab es zu Beginn des Monats öfter ein riesen Trara, bis sie endlich eingeschlafen ist, so dass sie nun tagsüber nur noch 1,5 statt 2 Stunden schlafen „darf“. Und das Ganze auch schon ab 12:30 Uhr, so dass es abends wieder recht gut klappt mit dem Einschlafen. Bevor wir das Licht ausmachen, lese ich ihr seit neustem noch zwei Mini-Gute-Nacht-Geschichten vor, das kommt sehr gut an bei meiner kleinen „Leseratte“. :-) Außerdem sind die nächtlichen Fläschchen von 150 ml auf 120 ml geschrumpft, aber sie möchte nach wie vor zwei bis drei davon.

Weihnachten und Silvester mit der Maus waren übrigens toll. Sie hat prima „mitgespielt“, denn vor allem um den Jahreswechsel herum hatten wir Angst, dass der nächste Schub anstehen würde, da die Maus öfters mal sehr launisch war und wegen jeder Kleinigkeit richtig wütend und trotzig wurde. Aber entweder das „dicke Ende“ kommt noch, oder wir haben den Schub fast nebenbei abgehakt.

Die Maße diesen Monat: 83 cm, 11 kg und immernoch 47, 5 cm Kopfumfang.

Da gerade eigentlich alles super ist, komme ich für nächsten Monat mal wieder dazu zurück, mir mehr Schlaf am Stück zu wünschen. Vielleicht klappt es ja diesmal langfristiger. :-)

13 Monate

Und wieder ist ein Monat ins Land gezogen. Diesmal leider ein Monat, der uns kaum Verschnaufpausen gelassen hat: Von einem Wehwehchen zum anderen sind wir geschlittert. Begonnen hat das Übel bereits am Geburtstag der Maus. Da hatte sie schon Fieber – ich dachte, von der MMR-Impfung, aber vermutlich war es dann doch von ihrem grippalen Infekt, da es am nächsten Tag wieder weg war, aber vier Tage später dann das „echte MMR-Fieber“ bis zu 40,2 °C einsetzte. Drei Tage lang plagten wir uns damit und unzählige weitere Tage mit Erkältungserscheinungen wie Schnupfen usw. Nach ein paar Tagen, in denen wir uns Erlösung versprachen, ging alles wieder von Neuem los. Viel Weinen, viel Fieber und ein fieses Husten, bei dem die Lunge nur so rasselte. Diesmal lies uns der Kinderarzt nicht einfach so gehen, sondern verschrieb der Maus Antibiotika. Was muss, das muss. Und es wurde daraufhin auch ruckzuck besser. Drei Tage nach Ende der Antibiotikanahme wurde nochmal eine Urinprobe untersucht: Das Kind ist wieder gesund! Am selben Nachmittag begann bei ihr dann der Durchfall und kündigte eine Magen-Darm-Grippe an, die uns eine weitere Woche auf Trab hielt. Vor allem, da wir uns ja bei all den Krankheiten stets gegenseitig ansteckten… Was für ein Monat. Heute also etwas früher mein Wunsch für den nächsten Monatsbericht: Bitte Gesundheit für alle! Vor allem für die Maus!

Aber trotz der zahlreichen Tage, an denen sie nur schlapp auf meiner Schulter hing, konnte sie einige Fortschritte verzeichnen. Ihre feinmotorischen Fähigkeiten hat sie ein bisschen ausgebaut. Sie kann nun eine winzige Blechdose (im Filmdöschen-Format, falls das im Digitalkamerazeitalter einem von euch noch etwas sagt…) selbst öffnen und sogar wieder schließen, was gar nicht so einfach ist. Sie weiß nun, dass man einen Ball zum Rollen bringt, wenn man ihn aus der Hand purzeln lässt. Und sie hat Stift und Papier für sich entdeckt. Sie kritzelt gerne selbst herum, mag es aber auch zuzuschauen, wenn wir etwas für sie malen oder schreiben.

Krabbeln ist immernoch ihre einzige Fortbewegungsart. Sie kniet zwar oft aufrecht vor Möbeln oder auch „frei“ im Raum, hat es aber bislang noch nicht alleine versucht, sich hochzuziehen.

Dafür plappert sie, was das Zeug hält. Oder singt „hmmhmmhmm“ oder „lalala“ vor sich hin. Zum Ende des Monats hat sie ihr erstes Wort mit richtiger Bedeutung gesagt: „Ball!“ Den ganzen Tag, bei jedem Ball, der im Zimmer, in irgendeinem Buch oder einer Zeitschrift auftaucht oder bei jedem größeren Punkt sagt sie „Ball!“ Dabei legt sie die Zungenspitze beim „L“ über ihre Oberlippe. Auch „wow!“ sagt sie immer wieder. Und wenn man sie fragt: „Wo ist die Maus?“ zeigt sie mit ihrem Fingerchen auf ihre Brust, sooo niedlich! Überhaupt ist sie in diesem Monat zum Kuschelmäuschen mutiert, was für eine Freude: Sie gibt freiwillig Küsschen mit Schmatzgeräusch auf die Backe und will ganz oft kuscheln. Auch ihre Puppen oder Spielsachen werden geherzt: Sie sagt „Ei!“ und dann wird das Kuschelobjekt fest an die Wange gedrückt. Ach ja, und „Gib mir fünf!“ hat Papa ihr auch noch beigebracht.

Essenstechnisch hat sich nur eine Kleinigkeit verändert: Die Maus kann aus einem Glas trinken. Zuerst pustet sie immer ganz leicht hinein und dann trinkt sie das Wasser – mittlerweile sogar ohne dabei großartig zu tropfen. Da die Maus nach wie vor nur zwei Zähne hat, gibt es jeden Tag wie die letzten Monate morgens und abends Brot und mittags und nachmittags Brei. Ihre Nachtfläschchen nimmt sie nun unregelmäßiger zu sich. Nachdem sie eine kurze Phase hatte, in der sie nachts mehr als einen halben Liter trinken wollte, so dass ihre Windel morgens richtig tropfte und der Schlafsack schon nass war, wenn man sie nicht nachts gewickelt hat, trinkt sie nun meist 3 Mal höchstens 150ml dünn angerührte Pre-Nahrung. Immer öfter aber auch nur 2 Mal – bis hin zu meinem „Highlight des Monats“, dem Tag, an dem die Maus 7 Stunden am Stück durchgeschlafen hat! Auch wenn es bisher nur eine Nacht war, weiß ich jetzt, dass sie es kann. Es dauert eben noch seine Zeit… Aber insgesamt kann ich sagen, dass sie diesen Monat besser geschlafen hat (wenn sie nicht gerade wegen ihrer Krankheit gelitten hat) – meist war sie tatsächlich nur 2 – 3 Mal wach. Auf jeden Fall ein Fortschritt.

Zum Ende des Monats ist die Maus dann zum ersten Mal Schlitten gefahren. Da es so schön geschneit hat, haben wir den Fußsack des Kinderwagens in den Schlitten montiert und sind losgezogen. Die Miene der Maus war zwar ziemlich „neutral“, aber immerhin hat sie nicht geschrien. So richtige Freude zog bei ihr erst auf, als sie die anderen Kinder am „Rodelhügel“ sah. Da hätten wir von ihr aus wohl ewig stehen und zugucken können…

Die Maße: reiche ich noch nach, da komme ich erst morgen dazu… 82 cm, 10,2 kg und Kopfumfang 47,5 cm.
Also auf in den nächsten Monat!

12 Monate

Ein Jahr ist die Maus nun alt, 12 Monate!

Der 12. Lebensmonat brachte vor allem neue Möglichkeiten in der Verständigung. Zum Beispiel schnalz die Maus mit der Zunge, wenn sie ein Pferd meint, macht „Bzzzz“ bei Bienen und „Meau“ bei Katzen. Und außerdem wurde der Buchstabe „g“ ausgiebig geübt.

Auch beim Essen gibt es nun Neues: Die Maus isst abends immer Brot zusammen mit uns. Zur Monatsmitte haben wir abgestillt – ohne größere Probleme, aber auch nicht ersatzlos. So fordert die Maus nun nachts zwei bis drei Fläschchen Pre-Nahrung (2 à 200 ml und eine á 120 ml) ein, von denen sie mal mehr und mal weniger trinkt.
Schon vor dem Abstillen übernachtete die Maus zum ersten Mal bei Oma – problemlos. Ein weiteres Mal folgte nach dem Abstillen, was für mich natürlich unkomplizierter war, als beim ersten Mal, da meine Brust nicht nach einem Baby verlangte… ;-)

Die Schlafenszeiten sind gleich geblieben, ein zweistündiger Mittagsschlaf ab ca. 13 Uhr, ansonsten von 20 bis 7 Uhr, oft mit unzähligen Aufwachaktionen. Leider also keine Verbesserung auf diesem Gebiet.

Ganz hoch im Spielkurs standen diesen Monat Schnürsenkel und Klettverschlüsse. Sprich: Das Schuhregal. Während ich in der Küche werkelte, beschäftigte sich die Maus ganz lange alleine damit. Oft endete es auch mit einem beherzten Biss in Papas Badelatschen… „Ei-ei“ machen kann die Maus nun auch. Herzallerliebst streichelt sie (ein wenig grob – *hihi*) über Stofftier- oder Menschenköpfe. Ganz kurz, ganz schnell. Aber ei-ei. Und wir gehen nun in den Musikgarten. Der perfekte Ort für meine Maus. Sie ist immer die erste, die auf der großen Trommel herumpatscht, mag sich gerne schaukeln lassen oder mit den Klangstäben spielen. Auch wenn die Kursleiterin Gitarre oder Akkordeon auspackt, ist sie ganz fasziniert.

Einen dritten Zahn gab es nicht und hochgezogen hat sich die Maus auch noch nicht. Sie kniet zwar oft aufrecht vor dem Sofa oder an meinem Bein, aber der letzte Impuls nach oben fehlt noch. Man muss sie aber nur ganz leicht stützen, dann kommt sie auf die Beine hoch. Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis sie es alleine versucht.

Die U6 brachten wir am Ende des Monats auch ohne größere Beanstandungen hinter uns. Die MMR-Impfung wählten wir als Kombination mit einer Windpockenimpfung, um einen zweiten Pieks zu ersparen. Aber auch einer war der Maus schon zu viel…

Die Maße unserer Kleinen – schon so Großen: 83 cm 80 cm [Edit: Da hat sich die Dame beim Kinderarzt wohl vermessen, 4 cm in einem Monat wären auch ein bisschen viel gewesen…], 10,1 kg und ein Kopfumfang von 47,5 cm.
Für den nächsten Monatsbericht wünsche ich mir Schlaf. Einfach Schlaf ohne Unterbrechungen. Bitte.