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Oskar

So langsam läuft der Alltag hier wieder an. Die erste Woche nach den Ferien ist natürlich besonders spannend, da auch die „Freizeitaktivitäten“ nach gut 6 Wochen wieder weitergehen.

So z.B. gestern die Musikschule. Die Maus ist nun im zweiten Jahr der musikalischen Früherziehung und dieses Jahr wird zusätzlich zu dem normalen Unterrichtsprogramm („Musimo“) auch ein bisschen Glockenspiel gelernt. 

Als gestern die Tür nach dem Unterricht aufging, stürmten alle Kinder raus und schrien wild durcheinander, um den Müttern die tollen Neuigkeiten zu überbringen  – jedes von ihnen mit einem Berg Material bepackt: Ein neues Musimo-Heft, ein noch leerer Notenordner und ein Glockenspiel. 

Die Maus war stolz wie Oskar und lief mit einem breiten Grinsen und der Glockenspiel-Tasche in der Hand umher. Jedem erzählte sie, sie sei heute beim Glockenspiel-Unterricht gewesen… 😊 Ich bin jedenfalls gespannt, wie dieses Musikschuljahr verlaufen wird!

Freigang in Begleitung

Ein tolles Wochenende liegt hinter mir. Meine Big Band hat sich drei Tage lang auf das bevorstehende Konzert vorbereitet und: Ich war dabei! Freitag Abend noch wie immer in Hektik, weil ich schnell wieder heim zur Schnecke musste – diese schreit ja erfahrungsgemäß dem Babysitter (egal wer es ist) zeitweise die Ohren ab, weil Mama unersetzlich ist… Samstag und Sonntag aber ging ich dann in Begleitung von Mann und Baby zur Probe (die Maus war bei Oma).

Es klappte einfach wunderbar. Wir hatten Decke und Spielbogen dabei, so dass mein Mann die Schnecke in meiner Abwesenheit im Pausenraum der Schule, in der wir proben, bespaßen konnte. Zufällig passten unsere Pausen zeitlich auch immer gut zum Stillrhythmus, so dass ich nicht mal die Probe unterbrechen musste und ganz beflügelt durchs Wochenende schwebte. Hach.

Was für ein toller Mann, der mir so einen Gefallen tut! 🙂

Musik, mein Leben

Wie alt genau ich war, als mir zum ersten Mal ein Akkordeon in die Hand gedrückt wurde, ist nicht überliefert – es wird vielleicht mit 4 oder 5 gewesen sein. Ich erinnere mich ganz dunkel daran, wie ich mit meinem Opa auf einem Hocker im Hof hinter dem Haus saß und er mir die ersten Kinderlieder beigebracht hat. Und nun, ein Vierteljahrhundert später, bin ich es, die selbst ein Instrument unterrichtet. Der Weg war aber nicht unbedingt der direkte…

Mit 7 Jahren bekam ich Klavier- bzw. Klavierunterricht, 6 Jahre lang. Es machte zunächst Spaß, aber ich stieß gegen Ende an eine Grenze, die ich nicht mehr überschreiten konnte. So verlor ich den Spaß am Spielen, da mir der Anreiz fehlte, mich noch weiter anzustrengen. Zwischendurch brachte ich mir Blockflöte spielen bei, auf einer unsäglich klingenden Plastikflöte aus dem Supermarkt, die in dem Jahr für mich mein allerschönstes Ostergeschenk war. Und die heute immernoch in meinem Regal steht.

Als Teenie wollte ich dann unbedingt Gitarre spielen lernen, weil die Musiker meiner Lieblingsband ja auch so toll Gitarre spielte. Der Eifer war enorm, so dass ich innerhalb kürzester Zeit jegliche Lagerfeuermusik begleiten konnte. Auf Klassenfahrten und auch alleine oder mit Freundinnen zu Hause blühte ich innerlich förmlich auf, wenn ich Gitarre spielen konnte. Aber so richtig das Wahre war es auch nicht, zumal ich auch hier irgendwann nicht weiter kam, vielleicht weil ich keinen Lehrer hatte.

Dann stand die Leistungskurswahl fürs Abitur an. Auch wenn ich insgesamt ganz gute Noten hatte, hasste ich alle Fächer außer Musik und EnglischBig Band verknallt war. Aber auch, weil dieses Instrument mich schon von klein auf irgendwie begeistert hatte.

Zwei Jahre später bestand ich das Musikabitur mit einer Eins und stieg in eine „echte“ Big Band ein. Ich hätte die Welt umarmen können. Es gibt nichts, das mich mehr entspannt, als eine Probe mit der Big Band, was mir mehr Kick gibt als ein Auftritt. Musik ist mein Leben, Musik mit anderen zusammen zu machen ein riesen Gewinn.

Ich werde ganz sentimental, wenn die Maus auf dem Sofa sitzt und in ihre eigene Plastik-Winnie-Puuh-Blockflöte hineinbläst. Sie freut sich so über jeden Ton, der da herauskommt.
Sie wird die Möglichkeit bekommen, Musik auch zu einem Bestandteil ihres Lebens zu machen. Ob sie dann Freude daran hat, wird sie selbst entscheiden müssen. Vielleicht auch erst mit knapp 20.

Eine Eine

Die Maus singt. Wie immer, aus voller Kehle. Ganz oft ist es „Hänschen klein“, „Schneeflöckchen Weißröckchen“ oder „Eine Schnecke“ (auf die Melodie von „Bruder Jakob“). Letzteres wird nun nicht mehr gesummt, sondern mit leicht verkürztem Text dargeboten: „Eine Eine, eine Eine eine eiiiin, eine eiiin…“ Einfach herrlich!

Musikgarten

Nach unserem gescheiterten Musikgarten-Besuch vor 5 Monaten haben wir uns heute nochmal an die Sache herangewagt. Andere Musikschule, andere Kursleiterin, andere Teilnehmer und nicht zuletzt eine etwas ältere Maus führten diesmal zu einem vollen Erfolg! Da ich ja musiktechnisch ja ein wenig bewandert bin, waren meine Erwartungen recht hoch und wurden diesmal mehr als erfüllt. Keine Musik aus der Konserve und Kinderlieder in ohrenbetäubender Höhe, sondern eine Leiterin, die Gitarre und Akkordeon gespielt hat, sowie Klangstäbe, Shaker und eine große Trommel zum Mitspielen für die Kinder bzw. Mamas. Dazwischen ein paar Lieder gesungen und auch etwas getanzt – ich bin begeistert und freue mich auf nächste Woche!
Ach ja – der Maus hat es auch sichtlich Spaß bereitet, nicht nur mir! 😉