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Liebe

Manchmal tue ich anderen zuliebe Dinge, die ich sonst nicht tun würde. Manchmal verzichte ich andern zuliebe auf Dinge, nach denen ich mich sehne. Und manchmal ärgere ich mich darüber, dass ich nicht einfach das tun kann, woran mein Herz hängt. Ich ärgere mich über mich selbst und bin traurig zugleich, dass der Verzicht von mir verlangt oder zumindest gewünscht wird.

Liebe. Manchmal wäre ein bisschen mehr Liebe zu sich selbst vorteilhaft für die Seele.

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Rückblick 2017 und Ausblick 2018

Beim Durchlesen des letztjährigen Jahresrückblicks dachte ich ständig: „Ach – das war ja dieses Jahr genau so!“ Daher könnte ich vermutlich den vom letztem Jahr kopieren und keiner würde es merken. In einiger Zeit vermutlich nicht mal ich selbst. Aaaber da diese Zusammenfassung des Jahres immer mein persönlicher Lieblings-Blogbeitrag ist, gibt es natürlich doch eine aktuelle Version.

Zunächst einige Fakten über meinen Blog:

  • Knapp 14.000 Aufrufe verzeichnete mein Blog im Jahr 2017. Ein Hoch auf alle, die hier landen, obwohl es fast nix Neues mehr gibt…
  • 13 Beiträge im ganzen Jahr. Ha! Könnte man meinen, einer pro Monat ist ja noch ok. Aber in Wirklichkeit hab ich einen Großteil davon ja als „Nachtrag“ innerhalb weniger Tage getippt… Zitat vom letzten Jahr (als es noch 30 Beiträge waren): „Es hätte so viel mehr zu schreiben gegeben, aber nach Arbeit und Alltag mit meinen beiden Mädels fehlte mir abends jegliche Motivation und Muse zum Bloggen…“ Jo.
  • Fast schon verwundert bin ich, dass es tatsächlich ein Beitrag von 2017 in die Top 10 geschafft hat: „Ihr wollt ein Zeichen? Ihr kriegt ein Zeichen!“ über unsere Entscheidung zur (Nicht-)Einschulung unseres Kann-Kindes. Auf Platz 1 unverändert der „75-Wochen-Schub“ der Maus von 2013, ebenso gleichbleibend Platz 2 für die „Bauchbilder„. Auch wenn das genau vor einem Jahr angekündigte finale Bild nach wie vor fehlt. Und vielleicht auch gar nicht mehr kommt. Und auch Platz 3 geht wiederholt an die „Windelschnecke„. Quasi das Blog-Dinner-For-One… ;-)
  • Natürlich liegt Deutschland wie immer mit Abstand vorne bei den Aufrufern. Österreich wieder auf Platz 2. Aber dann kommen diesmal die USA! Die Schweiz wurde somit erstmals vom 3. Rang verdrängt. Ach ja – Premiere in den Top 10 der Aufrufer feiert Ungarn. Somit werfe ich dieses Jahr ein multikulturelles „Thank you, köszönet!“ In die Runde!
  • Auch dieses Jahr war ich gespannt auf die Suchanfragen, auch wenn mir ein Großteil durch die Verschlüsselung „durch die Lappen“ geht. Die nach wie vor beliebteste Anfrage ist jedenfalls der „Schwangerschaftstest“. Der Begriff taucht so oft auf, dass ich mich für keinen konkreten Link entscheiden kann. Ebenso ein Dauerbrenner scheint die Strickanleitung für einen Babyschal zu sein, inbesondere für einen Schal mit Schlitz.
    Die lustigste Suchanfrage – die ich erstmal selbst gegoogelt habe – ist der „italienische Schnuller“. Ich muss euch aber enttäuschen – es ist kein Super-Schnuller in Stiefelform oder mit Pizzageschmack. Gesucht wurde wohl einfach einer mit aufgedruckter Italienflagge o.ä. … :-)
  • Auch beim nächsten Punkt kann ich ein Zitat vom Vorjahr verwenden: „Dieses Jahr gab es analog zu den wenigen Beiträgen meinerseits auch wenige Kommentare von Lesern.“ Letztes Jahr brauchte man noch zwei Kommentare, um hier aufzutauchen. Dieses Jahr reicht einer! ;-) Danke an blumenpost (die leiderleider nicht mehr bloggt, schnief…), Zuckerkind und derfeuervogel für eure Worte und Meinungen! Ich als meist überall stille Leserin bin immer positiv überrascht, wenn es überhaupt ein „Zeichen“ gibt, dass sich hier noch jemand herumtreibt…
  • Nachdem es ja keinen wordpresseigenen Jahresrückblick mit blinkendem Feuerwerk mehr gibt, habe ich mir überlegt, am dieser Stelle einfach meine Vorjahres-Abschlussberichte zu verlinken. Damit ich es nicht immer suchen muss, um nachzulesen. :-)
    2011
    2012
    2013
    2014
    2015
    2016

Mein persönliches Fazit für das Jahr 2017:

  • Wie sagte ich letztes Jahr so schön: „Ein Jahr im Alltagstrott, Arbeit, Krippe, Kindergarten, Freizeitprogramm.“ Im Groben und Ganzen passt das auch für dieses Jahr. Allerdings hatte es einen doofen Start, denn meine Mutter hatte im Januar eine große OP, die sie um ein Haar nicht überlebt hätte. Dass sie es doch geschafft hat erfüllt mich mit größter Dankbarkeit. Eine zweite OP stand Anfang Dezember an und Gott sei Dank war meine riesige Angst davor unbegründet, sie war wenige Tage danach wieder wohlauf.
  • Beziehungstechnisch haben wir nach wir vor viel Luft nach oben. Jeder lebt so vor sich hin. Leider. Dass es in unmittelbarer Zukunft wieder besser wird bleibt vermutlich nur mein Wunsch.
  • Die Maus ist nach all dem Hin und Her mit vorzeitiger Einschulung doch im Kindergarten geblieben. Trotz vieler Tränen wegen dem Verlust der besten Freundin und der Bezugserzieherin ging alles gut und ich bereue unsere Entscheidung überhaupt nicht!
  • Die Schnecke ist seit Oktober ein Kindergartenkind und macht sich dort sehr gut. Sie profitiert natürlich davon, dass ihre Schwester immer in der Nähe ist. Zum ersten Mal haben wir eine gemeinsame „Anlaufstelle“ für beide Mädels, fußläufig erreichbar. Perfekt. Ach ja – und aus dem elterlichen Schlafzimmer ist die Schnecke zu Beginn des Jahres auch noch ausgezogen. In ein Kinderzimmer zusammen mit der Maus. Seitdem schlafen beide meistens durch. Hurra!
  • In der Arbeit läuft es so vor sich hin. Keine negativen Punkte, immerhin. Aber so irgendwie brodeltes im Inneren – ich hab das ungute Gefühl, dass Änderungen anstehen. Aber mal sehen.
  • Im Freundeskreis wurden zwei Kinder geboren, darunter das zweite Kind von meiner Bekannten, von deren einstigen „Beziehungsdrama“ ich mehrfach berichtet habe. Und: Jaaaa – es gab noch ein weiteres Baby! Letztes Jahr schrieb ich noch, dass es in unserem Freundeskreis nur noch ein einziges Paar mit „nur“ einem Kind gibt (natürlich neben den kinderlosen und 2-Kind-Familien). Sie haben uns gleich zu Jahresbeginn überrascht und mittlerweile eine süße Tochter bekommen.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2018:

  • Keine geplanten Krankenhausaufenthalte in der Familie. Das sind doch schonmal bessere Aussichten als letztes Jahr.
  • Winterurlaub im Salzburger Land und Sommerurlaub an bewährter Stelle in Italien sind gebucht. Wie sollte es auch anders sein: Ich kann v.a. für den demnächst anstehenden Gruppen-Skiurlaub noch keine Vorfreude empfinden, da wir diesmal 2 Erwachsene und 3 Kleinkinder mehr sind als in den vergangenen Jahren und ich Schlimmes befürchte. Und dann noch der Skikurs, den die Maus besuchen soll – ich bin froh, wenn der Urlaub vorbei ist.
  • Die Maus kommt im Sommer in die Schule. Diesmal wirklich. Und so langsam merkt man, dass sie bereit dazu ist. Auch wenn sie natürlich etwas Angst vor der Veränderung hat.
  • Die Schnecke wird damit im Sommer alleine im Kindergarten verbleiben. Auch hier wird es spannend, wie sie die Umstellung meistert, da sie schon noch sehr fixiert auf ihre Schwester ist. Aber bis dahin sind es ja noch viele Monate.
  • Und nun zu den 2018er-Babys! Ähm ja – fertig… Wenn, dann gibt es nur Überraschungsbabys. Ich bin so gespannt, ob sich eines der kinderlosen Paare durchringen kann. Oder ob tatsächlich jemand eine „Nummer 3“ wagt! :-)

Das war’s auch schon wieder. Danke, dass ihr hier trotz spärlicher Neuigkeiten noch vorbeischaut! Ich wünsche euch ein gesundes, glückliches und entspanntes Jahr 2018!

Mann und Frau

Am Samstag hatten mein Liebster und ich Hochzeitstag. Dank seiner Initiative übernachtete die Maus bei meinen Schwiegereltern und meine Mutter kam zur Betreuung der Schnecke zu uns. So hatten wir endlich die Gelegenheit, nach 8 Monaten mal wieder einen „Paartag“ zu verbringen. Ganz ohne Kinder, ganz ohne Quengeln, Vorlesen und Gepäck wie für eine Weltreise. Fünf Stunden hatten wir Zeit, die wir größtenteils auf einem Stadtfest in der Nähe essend, trinkend und musikhörend verbrachten. Das Wetter bescherte uns einen lauen Sommerabend, so dass die Stunden nur so verflogen.

Ein toller Abend, längst überfällig. Ich hoffe, wir können ihn bald wiederholen. Bis wir aber wieder unseren monatlichen Paartag einführen können, werden wohl noch einige Monate ins Land ziehen, denn zwei Kinder „wegzuorganisieren“ ist deutlich mehr Aufwand, als eins… ;-)

Ein Wort zu…

…unserem Ausflug: Genial! :-) Donnerstag nachmittags machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel im Schwarzwald. Dort angekommen erwartete mich eine tolle Überraschung auf dem Zimmer: ein wunderschöner, riesengroßer Blumenstrauß stand auf dem Tisch!
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Wäre er kleiner gewesen, hätte ich vielleicht nicht geschnallt, was da vor sich geht, sondern hätte gedacht, er wäre die „Standarddekoration“ des Hotelzimmers. Aber bei so einem Ding war mir klar – das muss mein Liebster veranlasst haben! Und tatsächlich. Ich war so sprachlos, denn er ist sonst so gar nicht so. Die Anzahl der Blumensträuße, die ich in den 10 Jahren von ihm bekommen habe, ist doch recht übersichtlich. Umso glücklicher startete ich in den Kurzurlaub. Und er auch, weil ihm die Überraschung geglückt war.

Weiter ging es am nächsten Tag mit genialem Wetter – Sonnenschein, aber angenehme Temperaturen aufgrund der Höhenlage:
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Wir wanderten viel, auch wenn ich mir das früher so gar nicht hätte vorstellen können. Wohl eine Sache des Alters… ;-) Abends waren wir dann noch schön in der Sauna und danach mit einem Apfel und ner Tasse Tee und Klatschzeitschriften auf den Liegen im Ruhebereich relaxen. Komischerweise waren wir die einzigen Hotelgäste, die diesen Plan hatten (vielleicht aufgrund des guten Wetters), so dass wir den tollen Wellnessbereich (mit Panoramablick…) für uns alleine hatten. Von den Unmengen an Essen, die wir in den Tagen in uns reingestopft haben, will ich gar nichts schreiben…
Samstags auf der Heimfahrt haben wir dann noch einen Abstecher nach Baden-Baden gemacht, wo wir in aller Ruhe bummeln und Kaffee trinken konnten.

Kurz: Es waren drei rundum gelungene Tage, die ich nicht missen möchte und die auf jeden Fall irgendwann in ähnlicher Form wiederholt werden! Und um diesen Artikel so schön schmalzig abzuschließen, wie unser Ausflug tatsächlich war, gibt es noch einen Spruch, den ich vor Jahren mal gefunden habe und der mir heute wieder in die Hände gefallen ist:
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Feier-Tag

Gestern war für uns nicht nur ein Feiertag, sondern auch ein Feier-Tag. Nicht nur, dass die Maus krabbeln und Nein-Sagen gelernt hat, wir haben sie nachmittags bei Oma und Opa abgegeben und einen kleinen Ausflug gemacht…:

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Nachdem ihr letzter mehrstündiger Aufenthalt bei Oma und Opa ein kleines Desaster war, war ich umso glücklicher, dass bei unserer Rückkehr alle drei glücklich und gut gelaunt am Tisch saßen und anstandslos Nachmittagsbrei gefuttert wurde.
Das Lächeln, das wir von der Maus geschenkt bekamen, als wir plötzlich in der Tür standen, war zum Dahinschmelzen. Und als ich sie nach dem Essen auf den Arm nahm, bekam ich sogar einen nassen „Zungenkuss“ auf die Backe geschmiert, was kann man mehr von einem Tag erwarten… ♥

39+4: Vater-Tochter-Gespräche

Heute Morgen streichelte mein Mann meinen Bauch und schien unserer Kleinen etwas mitzuteilen. Als ich fragte, was er gesagt hat, meinte er: „Sag ich nicht!“ Ich fragte, ob er sie gebeten hat, sich noch etwas Zeit zu lassen – er schmunzelte und wandte sich ab.

Gestern beim Spazieren hatte ich relativ viele Wehen, so dass ich meinte, wenn das Kind heute Nacht nicht kommt, dann gehen wir über Termin… Tja, was soll ich sagen – ich bin ja immer noch zu Hause.
Nachher gehts erstmal zu einer Geburtstagsfeier in der Verwandtschaft, man kann ja nicht die ganze Zeit zu Hause hocken.

39+0: Die letzte Woche?

Heute hat sie begonnen, die offiziell letzte Woche meiner Schwangerschaft. Mal sehen, wie das alles weitergeht, ob ich hier noch eine Kategorie „11. Monat“ erstellen muss. Hoffentlich nicht!

Gestern Abend war zum letzten Mal Geburtsvorbereitungskurs. Zum Glück. Es war zwar immer nett mit den Mädels, aber so kurz vor ET ist es doch recht anstrengend, drei Stunden lang auf einem Stuhl zu sitzen und zuzuhören. Zumal die Infos der Hebamme gestern in einem ziemlichen Widerspruch standen zu alldem, was ich bisher so gehört habe. Es hat halt jeder seine eigene Meinung zu bestimmten Themen (z.B. Schlafen im Schlafsack, Stillen, Zufüttern, usw.) und selbst auf Fortbildungen hängt es vom Referenten ab, welche Dinge als „neuste Erkenntnisse“ angepriesen werden. Wahrscheinlich ist die einzige Möglichkeit, vernünftig mit einem Baby zu leben, auf sein Bauchgefühl zu hören und alles so zu machen, wie man denkt… Ich hoffe, es wird mir bzw. uns gelingen.

Momentan wird mir immer mehr bewusst, was da für ein Schritt auf uns zukommt. Und auch wenn es tausende Frauen bzw. Paare vor uns geschafft haben, bekomme ich doch so langsam Bammel, ob ich das alles auf die Reihe bekommen werde. So ein kleines, hilfloses Wesen, das komplett auf uns angewiesen ist. Es muss ja irgendwie gehen, aber trotzdem macht man sich so seine Gedanken.
Auch mein Mann wird langsam etwas unruhig, gestern hat er nachgefragt, ob es irgendwelche Anzeichen gäbe, dass es bald losgeht… :-) Ich freue mich ja immer, wenn er Interesse zeigt und nachfragt, wie es bei der Akupunktur war oder im GVK, was die FÄ gesagt hat usw. Und ich freue mich noch mehr, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt und meinen Bauch streichelt – gerade weil ein Mann ja die Schwangerschaft nicht so „hautnah“ erlebt, sondern so ein wenig „von außen“ zugucken muss.