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2 Jahre Schnecke

Zwei Jahre ist die Schnecke nun alt!

Die größten Fortschritte im Monat vor ihrem zweiten Geburtstag hat die Schnecke beim Sprechen gemacht. Sie spricht immer wieder in der ersten Person von sich statt in der dritten, sagt „Mein Stift!“ oder „Ich essen!“ Besonders süß ist ihr aktueller Standardspruch, den sie täglich bei allem anbringt, das ihr nicht gefällt: „Nein, heute nicht!“ 🙂

Außerdem konnten wir etwa ab der Monatsmitte das PRE-Pulver aus dem Abendfläschchen komplett weglassen. Wie auch damals bei der Maus habe ich die Pulvermenge gaaanz langsam (innerhalb von fast 5 Monaten) reduziert. Wir hatten es ja nicht eilig. Und als ich es in diesem Monat dann mal ohne versuchte, hat die Schnecke ihre ca. 220 ml Wasser im Abendfläschchen auch so getrunken. Nun wird unser nächstes Ziel sein, die Wassermenge ein wenig zu reduzieren, damit die Windel morgens nicht mehr zum Bersten voll ist, aber auch das hat Zeit…

Und dann ist da noch der Mittagsschlaf. Bzw. ist er nicht mehr, zumindest nicht, wenn die Schnecke zu Hause ist. Da schläft sie seit geraumer Zeit nur noch im Auto. In der Krippe kann sie gelegentlich noch dazu bewogen werden, zu schlafen (etwa 45 Minuten), aber nicht immer. Großer Vorteil, wenn der Mittagsschlaf ausfällt: Die Schnecke schläft abends innerhalb Minuten ein. Wenn nicht, dann dauert es schonmal 30 Minuten und es ist erst gegen 21 Uhr „Zapfenstreich“.

Die Schnecke ist 87 cm groß, wiegt 12,2 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm. Ein wenig kleiner (ca. 3 cm) als ihre große Schwester es mit zwei war. Sollte die „Zwei-Jahres-Regel“ meiner Mutter stimmen („Man wird etwa doppelt so groß, wie man es mit zwei Jahren ist“), wird die Schnecke etwa 174 cm groß werden. Mal sehen. 🙂

22 Monate Schnecke

Was für ein Monat! Die Schnecke war zum ersten Mal (bzw. zum ersten Mal außerhalb meines Bauches 🙂 ) in Italien am Meer. Leider ist die von uns erhoffte Begeisterung bzgl. des Meers ausgeblieben und der aktuelle Entwicklungsschub der Schnecke hat uns einen sehr anstrengenden Urlaub beschert. Kein Wort würde die Schnecke besser beschreiben, als „Klette“. Wo ich war, musste auch sie sein – auch im Bad oder auf der Toilette, keine Chance auf eine Verschnaufpause für Mama…

Was im Urlaub dagegen super funktioniert hat, war das nächtliche Schlafen. Nachdem wir daheim schon vor der Abfahrt in die Nachtflasche immer weniger Pre-Pulver gemischt hatten, kamen wir zum Urlaubsstart mit reinen Wasserfläschchen in der Nacht aus. Nach wenigen Tagen brauchte die Schnecke dann gar kein Nachtfläschchen mehr (nur noch das zum Einschlafen mit Pre-Nahrung) und schlief dann von 22:30 bis 8 Uhr durch. Aber dann, zurück zu Hause… ihr könnt es euch denken!

Leider hat der Urlaub uns auch einen „Rückfall“ mit der Verstopfung der Schnecke gebracht. Wir hatten es die letzten Monate super unter Kontrolle und das Medikament fast komplett abgesetzt. Nun fangen wir quasi von vorne an. Hm.

Ein Grund für das viele Quengeln in den letzten Wochen hat sich auch offenbart: Der 22. Monat brachte der Schnecke zwei Eckzähne. Die anderen beiden stehen auch schon in den Startlöchern.

Außerdem hat sie weiterhin fleißig sprechen geübt – sogar italienisch! Wenn sie zu den Angestellten „ciao“ oder „gratsche“ (grazie) sagte, schmolzen jedenfalls alle dahin… 🙂 Sie kann jetzt übrigens bis 9 zählen, das hat sie in einem der Kinderreime aufgeschnappt. Nach der 9 kommt bei ihr aber immer nochmal die 4. 🙂

Ach ja – was die Schnecke seit diesem Monat sehr gerne und erfolgreich macht, sind Holzpuzzles. Zu Beginn fiel es ihr noch schwer, die Teile an die richtigen Stellen zu setzen, aber mittlerweile ist sie ein kleiner Profi darin.

Die Schnecke ist nun 22 Monate alt. Sie ist 86 cm groß, wiegt 11,9 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm.

21 Monate Schnecke

Der 21. Lebensmonat der Schnecke liegt hinter uns und er brachte eine große Änderung mit sich: Die Schnecke hat sich nachts abgestillt! Nachdem wir letzten Monat mit den Pre-Fläschchen begonnen haben, wollte sie etwa einen Monat später auch die frühmorgendliche Stilleinheit nicht mehr haben. Seitdem trinkt sie zum Einschlafen etwa 200-220 ml Pre-Nahrung und irgendwann in der Nacht nochmal das gleiche.

Schon vor dem Abstillen, also etwa zur Monatsmitte, begann wiedermal eine sehr anstrengende Phase. Die Schnecke tut sich abends mit dem Einschlafen sehr schwer, braucht eine halbe Stunde, um zur Ruhe zu kommen. Dabei wuselt sie im Bett umher, redet vor sich hin und beschwert sich. Auch tagsüber ist sie oft schlecht gelaunt, weint sehr viel und fordert dauernd: „Mama Arm!“. Ich erinnere mich an diese Phrase der Maus als wäre es gestern gewesen, daher hoffe ich einfach mal darauf, dass es bald wieder besser wird…

Die Schnecke ist 21 Monate alt. Sie ist 85 cm groß, wiegt 11,8 kg und hat einen Kopfumfang von 48,5 cm.

Bis aufs Blut

Es ist 20:45 Uhr. Ich bin heute gut in der Zeit für unsere Verhältnisse. Geduscht hab ich schon heute Morgen und die Vesperboxen konnte ich während dem Abendessen bestücken, daher keine weitere Verzögerungen nachdem die Kinder eingeschlafen sind. Und die Bude – die hab ich einfach mal so gelassen. Alles in eine Ecke, nein, in viele Ecken, und fertig mit Aufräumen, ich mag nicht mehr.

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Ich sinke aufs Sofa. Heute war einer dieser Tage, die mich richtig auslaugen, die in letzter Zeit so häufig sind. Meine beiden Mädels verstehen, mich bis aufs Blut zu reizen.

Die Maus ist in einer Phase, die ich mir einfach nur wegwünsche. Ich dachte ja, in der schlimmsten Trotzphase befindet man sich hauptsächlich mit 2 oder 3 Jahren. Weit gefehlt. Die Maus testet auch mit ihren 4,5 Jahren aus, was geht. Sie meckert an allem herum, egal ob Essen oder Aktivitäten, ist zu jedem erstmal patzig, trödelt bis ich aus der Haut fahre und hat zu nichts Lust. Sie verhält sich wie ein Baby, ist zu bequem, sich selbst die Schuhe anzuziehen, geschweige denn selbige zuzumachen. Und wenn ich sie durch Drohungen wie „dann kommen wir eben zu spät“ oder „dann gehst du eben barfuß“ unter Druck setze, fängt sie an zu heulen wie ein Schlosshund und alles dauert noch länger. Sie nimmt mich momentan dermaßen in Anspruch, dass man meinen könnte, sie sei das kleinere Kind von beiden. Ich muss ständig mit ihr spielen, ihr vorlesen, sie zur Toilette begleiten und und und. Fast jede Nacht wacht sie wieder mindestens ein Mal auf und ruft nach uns.

Zumindest in der Nacht kann es die Schnecke mit der Maus sehr gut aufnehmen. Auch sie schläft nach wie vor furchtbar schlecht. Sie wacht gefühlte tausend Mal auf und will an die Brust. Oder auch nicht, dann ist es aber noch schlimmer, denn dann schreit sie sich in Rage und man kriegt sie kaum wieder zum Schlafen. Tagsüber kann sie sich über lange Zeit alleine beschäftigen – muss sie auch, wenn ich dauernd mit der Maus zugange bin. Blöd nur, dass ihre Beschäftigung meist darin liegt, Chaos zu stiften oder etwas zu zerreißen, zerquetschen, zerbrechen, zerstören. Wenn sie wütend wird, schmeißt sie sich im besten Fall auf den Boden und schreit aus voller Kehle oder schlägt ihren Kopf auf den Boden. Um daraufhin noch mehr zu schreien. Seit Kurzem beißt sie zudem wie ein abgerichteter Kampfhund, das finde ich furchtbar. Ich hoffe, sie tut das wegen den einschießenden Eckzähnen, die ihr gerade sehr zu schaffen machen und sie lässt das ganz bald wieder sein, denn das ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch ziemlich gefährlich. Wenn sie sich dann mal nicht selbst zu beschäftigen weiß, schreit sie und will auf meinen Arm. Egal ob ich aufm Klo sitze, Essen herausrichte, putze. Was super entspannt ist mit ihren 10 + x kg und einem Geschrei das von der Dezibelzahl her einem startenden Düsenjet in nichts nachsteht.

Meist kann ich es kaum erwarten, dass es 19 Uhr wird. Dann trudelt mein Mann von der Arbeit ein, wir essen, schauen Sandmann und starten das Abendprogramm. Trödeln, Zähne putzen, trödeln, umziehen, trödeln, Geschichte hören, singen, Nachtfläschchen, stillen. Stille. Ich liebe diese Stille, wenn beide eingeschlafen sind. Ein Gebirge fällt von meinen Schultern ab und ich schaffe oft nicht mehr, als mich für die restlichen eineinhalb, zwei Stunden vor die Glotze zu legen und die Beine hochzulegen…

 

16 Monate Schnecke

Der 16. Lebensmonat der Schnecke stand ganz im Zeichen des Sprechenlernens. Sie hat nun schon einen respektablen Wortschatz und kann uns dadurch immer öfter direkte Hinweise darauf geben, was sie möchte.

Sie sagt nun „Bam“ (Baum), „Ball“, „Latte“ (Lampe), „Li“ (Licht), ihren Namen und den Namen ihrer Lieblingsschwester (seit neustem mit -i am Ende), „Oma“ (bzw. seit neustem „Omi“), „Opo“ (Opa), „Lat“ (Latz), „sitzi“ (sitzen), „Hasi“ (Hase), „Necke“ (Schnecke), „Mil“ (Milch), „weine“ (weinen), „Conni“ (selbige aus der Bücherreihe), „Wein“ (Schwein), „Hem“ (Hemd), „Pulli“, „Hossi“ (Hose), und „Tatze“ (Tasche). Dazu noch andere Wörter, die sie einfach nachplappert, ich aber nicht aufgeschrieben habe, da sie sie nicht von sich aus verwendet. Nachdem sie letzten Monat an viele Wörter ein „a“ angehängt hat (Balla, Manna), favorisierte sie diesen Monat offensichtlich das „i“ :-). Sie sagt „Ei-ei“ und streichelt dabei sich selbst oder andere über die Backe. Ihre Küsse gibt sie nun mit einem lauten Schmatz – davor „schnüffelte“ sie einem immer „nur“ in die Backe. Beides sehr süß.

Zum ersten Mal hat sie es alleine geschafft, aufs Sofa zu klettern. Nun muss ich noch mehr aufpassen, denn sie kann zwar alleine rückwärts runter, vergisst aber manchmal, dass sie auf dem Sofa sitzt und setzt sich mit dem Po ganz nah an die Kante…

Dann gab es noch einen weiteren Backenzahn und wir haben das abendliche Fläschchen zum Einschlafen endgültig eingeführt. Wenn ich die Schnecke abends ins Bett bringe, ist anschließend aber leider immernoch Stillen angesagt. Über den Mittagsschlaf bzw. die Schwierigkeiten, sie dazu zu bringen, schreiben ich vielleicht nochmal einen extra Beitrag…

Ach ja – in diesem Monat ist die Schnecke zum ersten Mal Schlitten gefahren – mit ihrer Schwester zusammen, von Papa gezogen. Sie fand es richtig toll und war ganz sauer, als die Maus mit Papa alleine weitergezogen ist, um den Hang hinunter zu fahren.

Die Schnecke ist nun 79 cm groß, wiegt 10,4 kg und hat einen Kopfumfang von 47 cm.

Im nächsten Monat wünsche ich mir – wie immer – Schlaf, Schlaf, Schlaf, denn die Nächte sind derzeit grausam.

15 Monate Schnecke

Wow, was für ein Monat! Die Schnecke hat in diesem Lebensmonat dermaßen viele Fortschritte gemacht, dass es mir vorkommt, es wäre mindestens ein Vierteljahr gewesen…

Allem voran ihre auffälligste Errungenschaft: Sie kann freihändig laufen! Und zwar mittlerweile in einem Affenzahn. Sie steht kaum still, ist immer in Bewegung, läuft den ganzen Tag herum. Durch den Flur, um den Tisch herum, egal. Krabbeln sieht man sie fast gar nicht mehr. Wenn sie doch mal das Gleichgewicht verliert (weil sie z.B. grundsätzlich nicht schaut, ob etwas auf dem Boden liegt, sondern über alles drüberstiefelt), plumpst sie sehr elegant auf Po oder Knie.

Aber auch wenn man die Ohren spitzt, merkt man, was sich zudem getan hat: Die Schnecke hat ihr Wort- und Geräusche-Repertoir immens erweitert. Sie beherrscht jetzt diverse neue Tiergeräusche, wie „Wauwau“, „I-ah“, „Mäh“, „Gi-ga“ (Gans, Vogel), „Kiki“ (Hahn), „Muh“, „Iiiih“ (Mäusefiepen). Sie sagt nun den Namen ihrer Schwester ganz korrekt, außerdem „Nee“ (Näschen), „Baby“, „Balla“ (Ball), „Manna“ (Mann), „Tella“ (Teller), „Pipi“, „Kacka“ und „Katze“. Und „Po-po“, jeweils mit kurzem „o“ – was „Spongebob“ heißen soll… Der Einfluss der großen Schwester auf ihr Vokabular ist unverkennbar! 😉 Ach so, das Wort „Ja“ benutzt sie nun mit richtiger Bedeutung. Frage ich z.B., ob sie eine Mandarine will, kommt wie aus der Pistole geschossen: „Jaaa!“

Zudem brachte dieser Monat der Schnecke zwei Backenzähne und eine fiese Erkältung, die eigentlich die ganzen 4 Wochen anhielt. Dass es bei alledem um Mamas Schlaf nicht allzu rosig aussah, brauche ich wohl kaum zu erwähnen… Also bitte mehr Ruhe und Schlaf für Lebensmonat 16! Danke.

Die Schnecke ist 78 cm groß, wiegt 10,2 kg (Premiere – sie ist zweistellig!) und hat einen Kopfumfang von 47 cm.

Hopplahopp

Knapp zwei Wochen ist es nun her, dass die Schnecke begonnen hat, zu robben. Ich freute mich sehr, als es endlich klappte, denn die Tage und Wochen davor war sie sehr weinerlich und anstrengend. Auch nachts. Die letzten Nächte waren wieder ziemlich doof. Ich fragte mich, ob es daran liegt, dass es so warm ist. Aber – was tut die Schnecke auf einmal? Sie will krabbeln! Seit gestern bewegt sie sich sehr lustig vorwärts, eine Mischung aus Robben und Krabbeln: Sie stellt sich in den Vierfüßlerstand, greift dann mit dem Arm nach vorne, lässt sich auf den Bauch gleiten und robbt mit dem restlichen Körper hinterher. Sehr nett, beschert ihr aber wieder eine große Portion Unsicherheit und mir damit wieder ein dauernöliges, dauer-auf-den-Arm-wollendes, nachts dauerstillendes Baby. Seufz. Hoffentlich kann sie es bald richtig.

Dann die Maus. Auch sie überraschte uns mal wieder. Gestern Abend malte sie – momentan hat sie nämlich das Malen sowie „Von-Punkt-zu-Punkt“-Verbinden für sich entdeckt. Ich stand in der Küche und hörte meinen Mann plötzlich sagen: „Und jetzt schreib noch deinen Namen auf die Rückseite!“ Ich schmunzelte in mich hinein, weil er immer mal wieder „testet“, ob sie nicht vielleicht schon lesen kann, indem er ihr „Fangfragen“ stellt. Netter Versuch, dachte ich noch. Der nächste Satz, den er sagte, hatte ich aber nicht erwartet: „DAS MUSST DU MAL DER MAMA ZEIGEN!“ Mir war sofort klar, was passiert war und ich eilte ins Zimmer: Die Maus hatte ihren Namen in Großbuchstaben auf ein Blatt geschrieben! Natürlich etwas krakelig, aber super gut erkennbar. Mein Mann und ich starrten uns sprachlos an – keiner von uns hatte je mit ihr schreiben geübt oder ihr bewusst vorgemacht, wie man ihren Namen schreibt. Wahnsinn. Unser Mäuschen wird groß.

3 1/2 Jahre Maus

Mal wieder ist ein Vierteljahr ins Land gezogen und es wird Zeit für eine Zusammenfassung der Ereignisse im Leben der Maus.

Das große Thema schlechthin war die „Klofrage“. Während die Maus im letzten Quartal noch aufs Töpfchen ging, geht sie nun aufs Klo. Daheim haben wir einen in der Klobrille integrieren Kindersitz, aber auswärts geht sie mit Hilfe auch aufs ‚große“ Klo. Allerdings möchte sie fast nur noch fürs große Geschäft auf die Toilette – Pipi wird wieder in die Windel gemacht, auch morgens und abends…

Zu Beginn des Quartals sah es aus, als würde die Maus riesige motorische Fortschritte machen. Sie wollte rutschen, klettern, alles ausprobieren. Sie lief freihändig die Treppe hoch und runter. Bis sie eines Tages stolperte und kopfüber die letzten drei Stufen vor dem Haus runterfiel. Zum Glück war nur ihr Knie etwas aufgekratzt, aber im Kopf löste das wieder eine Blockade aus, an der die Maus bis heute zu knabbern hat. Sie traut sich fast gar nichts mehr zu uns wir müssen uns jeden kleinen Fortschritt mühsam und wochenlang erarbeiten.

Einen Rückschritt gabs auch beim Einschlafritual. Denn plötzlich brauchte sie wieder jemanden, der ihre Hand hält. Da ich aber das Gefühl hatte, dass sie wirklich nicht anders klarkommt, sitze ich nun jeden Abend bei ihr und halte ihre Hand bis sie schläft…

Dafür kann sie mittlerweile bis 20 zählen, Zahlen bis 100 lesen und mühelos das Alphabet aufsagen und sämtliche Großbuchstaben erkennen…

Dann gab es noch einen Backenzahn. Und den Kindergarten mag sie immer noch nicht besonders.

Die Maus hat die „Laufende-Meter-Marke“ geknackt, ist 101 cm groß, wiegt 16,1 kg und hat einen Kopfumfang von 50,5 cm.

Für das nächste Quartal wünsche ich mir, dass die Maus motorisch wieder einen Zahn zulegt. Und nicht mehr ganz so ungern in den Kindergarten geht…

3 Monate Schnecke

Ein Vierteljahr ist die Schnecke heute alt! Die Wochen fliegen weiter so dahin und die Schnecke wächst und gedeiht „nebenbei“.

Während die Schnecke zu Beginn des Lebensmonats meist nur zappelnd dalag, hat sich dies im Laufe der Wochen sehr verändert.
Zur Monatsmitte stupste sie die Tiere am Spielbogen immer mal wieder mit den Füßen an. Seit ein paar Tagen übt sie das Greifen. Sie stupst mit der Hand das Spielzeug im Laufgitter an und bemüht sich sichtlich, es zu greifen. Wenn sie dies nicht gerade tut, stopft sie gerne Finger oder auch ganze Fäustchen in den Mund.

Diese ganzen neuen „Features“ – wie mein Mann sie nennt 🙂 – kamen natürlich nicht unbemerkt. Die Schnecke wollte zeitweise ständig getragen werden. Aber nicht „einfach so“ über der Schulter, sondern sitzend vor dem Körper, wie auf einem Thron. Unsere kleine Prinzessin.

Geräuschetechnisch hält sie sich zurück, wenn sie im Wohnzimmer liegt. Da macht die große Schwester ja auch genug Krach, dass sie nicht auch noch was sagen muss. Aber wenn man z.B. auf dem Wickeltisch mit ihr schäkert, dann „erzählt“ sie sehr ausgiebig mit A’s, O’s Gurgellauten und lautem Quietschen. Manchmal lacht sie sogar schon kurz laut auf, ich bin ganz begeistert ♡.

Mit dem Stillen läuft es nach wie vor super. Tagsüber will sie etwa alle zwei Stunden trinken, abends auch mal öfter. Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind oder viele Leute zugegen sind schläft sie durch das einlullende Geräusch auch mal länger und wacht dann halb verhungert auf. 😉 Nachts möchte sie meist zwei oder drei Mal trinken. Sie hat mich aber auch schon ab und an 8 Stunden schlafen lassen. Noch einen Monat, dann geht es mit der Beikost los, wenn die Schnecke mag. Wahnsinn.

Unser kleiner Sonnenschein. Ich freue mich so, dass wir uns für ein zweites Kind entschieden haben!

Die Schnecke ist heute 63 cm groß, wiegt 6,8 kg und hat einen Kopfumfang von 41 cm.

2 Monate Schnecke

Auch der zweite Lebensmonat der Schnecke ist an uns vorbeigerauscht. Ihre Hauptbeschäftigungen sind nach wie vor an der Brust trinken und schlafen, sie ist mittlerweile aber tagsüber recht viel wach und guckt sich alles an. Am liebsten das Mobile über dem Wickeltisch.

Seit Anfang des Monats lächelt sie uns an, wenn wir mit ihr sprechen, vor allem, wenn man einen spitzen Mund macht, das scheint ihr gut zu gefallen.

Gestillt wird nach wie vor nach Bedarf, tagsüber hat sich jedoch etwa ein zweite-Stunden-Abstand ergeben. Dafür sind die meisten Nächte super – oft darf ich 6 – 8 Stunden am Stück schlafen und manchmal ruft die Maus sogar vor der Schnecke… Nachmittags gibt es ebenfalls eine längere Schlafphase, so etwa zwei Stunden sind drin. Getrunken wird recht flott, 10 Minuten reichen der Schnecke oft zum satt werden – meist will sie auch nur eine Seite trinken. Wenn wir aber Zeit haben, genießt sie es (und ich auch!), an der Brust wegzudösen…

Sie „erzählt“ nun auch schon recht viel. Immer wieder sagt sie „heau!“ oder „agg!“, und auch sonst schaut sie einen mit großen Augen an und unterhält sich lautstark mit ihrem Gegenüber.

Motorisch ist die Schnecke recht fit im Vergleich zu ihrer Schwester. Sie kann ihren Kopf schon sehr gut halten wenn sie auf dem Bauch liegt. Und auch auf dem Arm muss man ihn nur noch ein bisschen stützen.
Tagsüber strampelt und fuchtelt die Schnecke wie wild, kein Wunder sind ihre Muskeln gut trainiert. 🙂

Bei all den Fortschritten ist klar, dass wir auch von dem einen oder anderen Schub heimgesucht wurden – mit ca. 6 und 8 Wochen. Letzterer hält uns immernoch auf Trab und sorgt gerne mal für abendliche Schreiphase…

Die Maße der Schnecke reiche ich nach – auf jeden Fall ist sie mittlerweile aus Größe 56 und 1er-Windeln herausgewachsen.
Edit: Sie ist 61 cm groß, wiegt 6,1 kg und hat einen Kopfumfang von 39,5 cm. Witzigerweise sind die Maße bis auf einen halben cm Kopfumfang (was auch als Messtoleranz gewertet werden kann :-)) identisch mit denen der Maus zum selben Zeitpunkt. Dabei hätte ich gedacht, dass sie etwas größer und leichter als die große Schwester ist. Aber von wegen! Gut, dass ich alles aufgeschrieben habe! 🙂

1 Monat Schnecke

Wie nicht anders zu erwarten ist der erste Lebensmonat der Schnecke wie der Wind an uns vorbeigerauscht.

Sie ist ein sehr „unauffälliges“ Baby, was sicherlich auch daran liegt, dass ich sie nach Bedarf stille und sie so eigentlich nie weint bzw. nur wenn das Stillen gerade nicht geht (z.B. im Auto bis sie einschläft).

Da beim zweiten Kind ja vieles nebenbei läuft bzw. man gewisse Fortschritte des Kindes gar nicht mehr so bemerkt, weil man es ja schon kennt, versuche ich, mich zu zwingen, auf Veränderungen zu achten. Daher nun der Versuch, diese Fortschritte aufzuzählen:

Die Schnecke schläft nach wie vor den größten Teil des Tages. Im Laufgitter ablegen lässt sie sich allerdings selten, ohne gleich wieder aufzuwachen. Dies gelingt höchsten um die Mittagszeit oder am Abend ab 21 Uhr. Nachts schläft sie spätestens ab Mitternacht nicht mehr im Beistellbett, sondern in meinem Bett. Dadurch sind die Nächte sehr ruhig, da sie „andocken“ kann, wann sie will und wir dann weiterschlafen. Insgesamt trinkt sie von 22 bis 7 Uhr vielleicht 4-5 Mal, ich kann es gar nicht so genau sagen. Allerdings sind die ersten zwei Schlafphasen recht lange, so 3-4 Stunden, das ist doch recht erholsam für mich.

Da komme ich gleich zum nächsten Punkt: Das Clusterfeeding bzw. Dauerstillen hat sich in die frühen Abendstunden vorverlegt. Manchmal fällt es auch ganz aus – insgesamt geht es aber höchstens noch vielleicht zwei Stunden, das ist schon ein Fortschritt im Vergleich zum Anfang. Was leider etwas mehr geworden ist, ist das Spucken. Die Schnecke spuckt eigentlich ständig. Sobald man sie ablegt, ist 5 Minuten später alles vollgespuckt. Spucktuch, Strampler, wenn man Pech hat auch man selber.

Mittlerweile folgt sie Gegenständen, die man vor ihr bewegt gut mit den Augen. Ihre Muskeln waren von Anfang an schon ganz gut ausgeprägt, sie kann den Kopf in Bauchlage schon ganz gut hochhalten und wenn sie sich windet, braucht man beide Arme, um sie sicher festzuhalten.

Ihr Geräusche-Repertoir beschränkt sich auf „Ah!“ (wenn sie trinken will und man ihr Lippenschlecken nicht beachtet) und ein „Häääau“ wenn sie etwas „erzählt“. Dafür ist sie im Schlaf unsere Soundmachine. Sie ächzt und stöhnt, sie knarrt wie eine Tür, es ist unglaublich, welche Geräusche sie produzieren kann.

Nach dem heutigen Baden (was die Schnecke ohne Murren genießt) haben wir gewogen und gemessen: 4,7 kg, 60 cm und ein Kopfumfang von 38 cm. Ende nächster Woche steht die U3 an, mal sehen, welche Werte dort ermittelt werden.

2 Wochen Schnecke

Kaum zu fassen, die Schnecke ist schon zwei Wochen alt. Nach einer halben Woche im Krankenhaus und einer Woche Magen-Darm-und-Mastitis-Alarm in unserem Haus habe ich nun das Gefühl, dass es aufwärts geht. Ich hoffe, das bleibt auch so!

Der Schnecke ist das Drumherum glücklicherweise ziemlich egal. Sie ist bis jetzt ein sehr ruhiges und liebes Kind. Vielleicht auch, weil sie von meiner Still-Erfahrung durch die Maus profitiert: Sie darf immer an die Brust, wenn sie danach verlangt. Auch wenn das letzte Mal stillen vielleicht erst 15 Minuten her ist.

Ihr Schlafverhalten ist bis jetzt auch sehr angenehm. Sie geht mit uns gegen 22:30 Uhr ins Bett, wird dann nochmal gestillt und hat die letzten Nächte danach immer etwa 4 Stunden am Stück geschlafen, das empfinde ich als Luxus bei einem zwei Wochen alten Baby. Dann meldet sie sich etwas häufiger, da sie aber neben mir schläft, kann ich das im Halbschlaf erledigen, so dass ich gar nicht weiß, wie oft sie aufwacht. Auch vormittags schläft sie meist recht lang, drei bis vier Stunden dürfen es schon mal sein. Dafür möchte sie dann ab 17 Uhr am liebsten ständig an der Brust sein.

Mittlerweile habe ich mich doch sehr an mein kleines Baby gewöhnt und habe nicht mehr das Gefühl, dass alles unwirklich ist. Ich genieße es, wenn sie sich an mich schmiegt und könnte ihr stundenlang dabei zuschauen.

Motorisch ist sie viel fitter als es ihre große Schwester in dem Alter war. Wenn sie wach ist, schafft man es kaum, sie mit einem Arm zu tragen, weil sie sich so kraftvoll hin und her windet und biegt.

Ansonsten hat sie oft Schluckauf, was sehr lustig klingt, wie eine kleine Quietscheente. Sie schnieft und seufzt immer mal im Schlaf und manchmal macht sie ein Geräusch, das wie eine quietschende Tür klingt… 🙂

Ich freue mich, ihre Entwicklung beobachten zu können und bin sehr gespannt, was für ein kleiner Charakter da heranwächst.

Ein-Kind-Haushalt

Nach 5 Tagen Aufeinandersitzen im Haus ohne großen „Ausgang“, einem mit Magen-Darm immer kranker werdenden Mann und einer immer kratzbürstiger werdenden Maus (vielleicht wieder eine Trotzphase? Oder doch situationsbedingt? Wer weiß…) habe ich heute die Reißleine gezogen und meine Mutter gebeten, die Maus für ein oder zwei Tage zu nehmen. Für die Maus eine große Freude und für mich eine große Erleichterung.

Die letzten Nächte waren sehr unruhig – weniger wegen der Schnecke, mehr wegen der Maus, die x-Mal aufwachte und am Ende immer mit in unser Bett wollte. Was dann wiederum für mich in Stress ausartete, weil ich die Schnecke dann nicht in jeder beliebigen Stellung stillen konnte, denn die Maus „schlägt“ ja beim Schlafen ab und an aus bzw. kugelt herum. Außerdem kam ich unter Druck, die Schnecke ruhig zu halten, weil sonst die Maus nicht schlafen kann, usw.

Ich hoffe nun auf eine etwas entspanntere Nacht und dass ich etwas Kraft schöpfen kann, damit es bei der Rückkehr der Maus besser läuft.

Schlafangelegenheiten

Diesen Beitrag habe ich schon gefühlte 1000 Mal im Kopf formuliert, Abend für Abend, aber dann war ich doch jedes Mal zu müde, um ihn tatsächlich zu tippen. Aber heute nehme ich mir mal die Zeit, denn dieses Thema ist in unserem Leben mit der Maus ein ziemlich zentrales.

Das Schlafen war bei uns schon immer „so eine Sache“. Die Maus wollte eine halbe Ewigkeit lang nachts alle 2 Stunden gestillt werden, während alle Kinder in meinem Umfeld ihren Mütter mindestens doppelt so lange Pausen gönnten. Als das Thema Stillen abgeschlossen war, wachte sie nachts immernoch mehrmals auf und brauchte meine Hand, um wieder einzuschlafen. Auch jetzt, mit knapp zweieinhalb, sind wir vom regelmäßigen Durchschlafen meilenweit entfernt. Es klappt zwar immer wieder, aber eben auch immer wieder nicht. Ich weiß, dass das in dem Alter durchaus normal sein kann.

Unser eigentliches Problem ist aber ein ganz anderes: Das Einschlafen am Abend. Während die Maus mittags meist innerhalb von ein paar Minuten einschläft, liege ich jeden Abend nach dem Vorlesen noch mindestens 45 Minuten neben ihr im Bett, bis sie endlich schläft. Und das seit knapp einem Jahr. In Zahlen: Wir lesen meist bis 20:15 Uhr und ich bin selten vor 21 Uhr wieder im Wohnzimmer. Immer wieder auch erst um 21:15 Uhr oder wenn wir das Abendprogramm mal ausnahmsweise später begonnen haben, kann es auch 21:30 Uhr werden. Mir hängt das mittlerweile einfach nur noch zum Hals heraus. Ich habe schon versucht, mir einzureden, dass ich diese Zweisamkeit mit der Maus abends ja genießen kann, aber es ist einfach nicht so. Es ist für mich einfach nur Zeit, in der ich noch schnell die Küche fertig machen würde und Zeit, die von der Zeit mit meinem Mann abgehen. Denn er kommt abends um 19 Uhr heim, dann wird gegessen, mit der Maus gespielt und dann bin ich quasi weg. Wenn ich dann zurückkomme, bleibt noch etwa eine Stunde, bis wir ins Bett gehen.

Ich hasse die Situation. Und ich weiß nicht, wie wir da rauskommen sollen. Jeden Tag graut es mir vor dem Schlafengehen. Wenn ich das Zimmer verlassen will, so lange die Maus noch wach ist, gibt es bittere Tränen, daher versuche ich es schon gar nicht mehr. Sie lässt sich auch nicht von Papa ins Bett bringen, wenn ich zu Hause bin. Bin ich weg, klappt es gut, aber er darf das Zimmer auch nicht mehr verlassen, das war zeitweise anders.

Es ist auch nicht so, dass die Maus morgens bis in die Puppen schläft, wenn der Wecker nicht klingelt. Sie schläft etwa von 21 bis 7 Uhr, also 10 Stunden Daher frage ich mich, ob sie vielleicht einfach nicht müde genug ist und wir daher ihren Mittagsschlaf (1,5 Stunden) kürzen oder streichen müssten. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass bald etwas passieren muss, denn so halte ich das nicht mehr lange durch…

Bilderbuchurlaub

Wir sind zurück vom Bodensee. Fünf tolle Tage durften wir dort verbringen – mit einer Maus, die süßer und lieber nicht hätte sein können. Wir hatten also nicht nur Glück mit dem Wetter, denn bei uns regnete es keinen Tropfen, obwohl ständig schlechtes Wetter vorhergesagt wurde. Wir hatten auch Glück, dass die Kleine in der Woche super drauf war, nicht gezahnt hat und gesund war. So konnten wir ganz entspannt in unserer Ferienwohnung auskommen und nette Ausflüge machen, die eigentlich immer auf irgendeinem Spielplatz geendet haben, was für alle Beteiligten ein Gewinn war. 🙂  Bis gestern hat die Maus tatsächlich mehrere Nächte lang 11 bis 12 Stunden am Stück in ihrem Bett durchgeschlafen, ohne mich auch nur ein Mal zu wecken.

Nun, pünktlich zum Urlaubsende zahnt sie aber wieder, so dass die letzte Nacht recht unruhig war. Das ist mir aber egal, Hauptsache, wir konnten die Zeit zu dritt genießen. Mein Mann war gestern ganz traurig, dass er jetzt wieder arbeiten gehen muss und die Maus nicht mehr den ganzen Tag über sieht. Da war ich so gerührt von, dass er mir das erzählt hat. Meine beiden. Was würde ich nur ohne sie machen?

Wir schlafen. Durch.

Ich traue mich kaum, es zu schreiben, aus Angst, es könnte dann wieder vorbei sein. Aber seit knapp einer Woche schläft die Maus ziemlich gut. Heute zum Beispiel waren es über 10 Stunden ohne Unterbrechung. Ich bin so froh darüber und hoffe, dass es nicht nur eine kurze Phase ist, sondern bleibt.
Wer weiß – vielleicht hängt es auch mit dem Osanit zusammen, das ich ihr seit ebenfalls ca. einer Woche vor dem Schlafengehen verabreiche…

Ein paar Worte noch zu Ostern: Die Eiersuche im Garten war trotz leichtem Schneefall ein voller Erfolg. Auch sämtliche Besuche bei der Verwandtschaft haben wir gut überstanden. Nur ich bin jetzt krank. Hatte mich schon vor Ostern schlapp gefühlt, wegen dem vollen Programm aber keine Zeit zum krank sein gehabt. Nun ist es aber soweit. Hoffentlich bin ich bald wieder fit.

Wütend

Eigentlich hätte ich tausend Dinge, die ich jetzt gerade tun sollte, während die Maus ihren Mittagsschlaf macht. Aber wenn ich diese Zeilen hier nicht schreibe, platze ich. Zumindest fühlt es sich so an.

Alles begann damit, dass meine Mutter heute Morgen reinkam und mir freudestrahlend ein Buch unter die Nase hielt – „Du kannst hier ja mal reinschauen, das Kind im Buch hat nach zwei Tagen nachts durchgeschlafe, im eigenen Zimmer! Das ist weil die Maus nachts so viel zu trinken bekommt, da ist der Magen zu beschäftigt zum Schlafen!“

Und? Wer errät es? Es war natürlich „Jedes Kind kann schlafen lernen“ von Annette Kast-Zahn und Dr. med. Hartmut Morgenroth. Ich hatte meine Mutter nicht um Beratung zu dem Thema gebeten. Ich habe es noch nicht gelesen und eigentlich hatte ich auch nicht vor, es jemals zu lesen, denn die Vorstellung, mein Baby nachts schreien zu lassen, ruft eine ziemlich Abneigung in mir hervor. Und doch liegt es nun neben mir, das blöde Buch und ich weiß, dass ich gleich reinlesen werde. Und ich weiß, dass ich mich fragen werde, ob ich alles falsch mache, ob ich wirklich nur eine oder zwei schlaflose Schreinächte davon entfernt bin, ein super-duper-durchschlafendes Baby zu haben.

Und ich weiß, dass die Antwort nein ist, aber ich habe keinen Beweis dafür. Und ich bin so wütend deswegen. Ich bin nicht wütend auf meine Mutter, denn der Titel des Buches klingt ja schon sehr verlockend – „Jedes Kind kann schlafen lernen“. Jedes! Wow! Warum dann nicht auch unseres? Nein, ich bin wütend auf mich selbst, weil ich mich verunsichern lasse. Ich will es nicht lesen und erst recht nicht anwenden und doch wünsche ich mir nichts sehnlicher, als nachts ohne Unterbrechungen schlafen zu können. Ich hasse den Gedanken, jedes Mal, wenn ich übernächtigt meiner Mutter gegenübertrete, in ihrem Blick ein „Ich hab es doch gesagt, les das Buch“ sehen zu müssen. Und ich frage mich, ob ich als Kind wirklich so toll geschlafen habe, oder ob sie sich einfach nicht mehr dran erinnern kann…

So. Besser. Jetzt platze ich nicht mehr. Aber die Wut bleibt.

Hallo 2013!

Was für ein Jahresabschluss, was für ein Jahresbeginn!
Nachdem die Maus sich die letzten Tage des Jahres 2012 leicht schubhaft verhalten hat und ständig Wutanfälle wegen Kleinigkeiten bekommen hat, bibberten wir am Silvesterabend schon, wie es werden würde. Immerhin hatten wir 6 Freunde zum Raclette und zum Feiern zu uns eingeladen. Und was soll ich sagen? Ab dem Moment, in dem der erste Besucher an der Tür klingelte war unsere Maus wie ausgewechselt. Sie strahlte alle an, spielte mit jedem, aß brav ihr Abendessen und sogar beim Raclette mit, ließ sich um 20:30 Uhr anstandslos ins Bett bringen, obwohl unten im Wohnzimmer alle doch recht laut vor sich hin feierten und wachte trotz enormem Raketenlärm erst um 0:30 Uhr wieder auf, um ihr Fläschchen einzufordern. Mein Mann und ich waren unendlich erleichtert und glücklich, so ein tolles Kind zu haben.

An Neujahr durfte die Maus dann zum Übernachtungsbesuch zur Oma und wir verbrachten einen spontanen Paartag im Thermalbad. Als wir abends heimkamen, beseitigten wir noch die letzten Reste der Feier und konnten heute richtig schön ausschlafen. Nach Monaten habe ich heute zum ersten Mal in meinen eigenen vier Wänden wieder Saxophon gespielt und eines der Treppenschutzgitter haben wir auch nochmal neu eingebaut, da mein Mann ein Verbreiterungselement gebastelt hatte. Dann Maus abholen und noch ein paar schöne Stunden zu dritt verbringen.

Klingt doch alles perfekt, oder? Nun denn, damit keiner neidisch wird: Ein kleines Einschlafproblem begleitet uns mit Unterbrechung seit etwa zwei Wochen. Die Maus will abends einfach nicht mehr um 20 Uhr einschlafen. Manchmal dauert es – wie heute – bis 21 Uhr, manchmal schreit sie sich auch in Rage, dass es noch später wird. Ich vermute, dass sie nicht müde genug ist, dabei schläft sie momenten mittags sogar nur noch 1,5 statt 2 Stunden. Mal sehen, vielleicht kündigt sich tatsächlich der nächste Schub an. Oder es wird wieder besser, wenn am Montag das „Lotterleben“ (wir haben ja gerade Urlaub…) ein Ende hat und sie jeden Morgen pünktlich um 7 Uhr vom Wecker meines Mannes mitgeweckt wird.

Turbulenzen

Die Maus arbeitet wieder fleißig, und zwar am Aufstehen. Sie steht immer wieder auf Händen und Füßen, kniet aufrecht vor dem Sofa, ärgert sich und auch beim Einschlafen lässt sie das alles nicht los. Sie rollt auf den Bauch, streckt den Po in die Höhe, indem sie sich auf die Füße stellt, das Gesicht in der Matratze…
Nachdem mein Zahnorakel irgendwie versagt hat, bin ich gespannt, ob ich hier richtig liege.

Dann ist sie mit sämtlichen Tierlauten dabei: Zum Hund kamen noch Zungenschnalzen (Pferd), Bzzz (Biene) und Miau dazu. Außerdem sagt sie nun ganz deutlich „Da!“ – bisher hat sie nur „Dais!“ (von „Da ist…“) gesagt.

Und auch in meinem Kopf geht es äußerst turbulent zu. Dabei dreht sich das meiste um den Maus-Geburtstag. Die letzten Tage war ich mit Geschenke ausdenken und bestellen beschäftigt, da ja jeder danach fragt. Dann bereitet mir mein Backprojekt Sorgen, weil ich mir nicht sicher bin, was für ein Boden in meine Ententorte soll und wie ich das Backen zeitlich überhaupt alles hinbekommen soll, ohne drei Tage lang nen Babysitter zu ordern… Und nicht zuletzt spukt mir mein Job im Kopf umher, denn in etwa zwei Wochen geht’s auch da wieder los.

Dabei bräuchte ich dringend mal ne Pause, gerne auch ein paar Mützen voll Schlaf. Falls jemand also weiß, wo man die kaufen kann…

So voll, so leer…

Heute hab ich mit drei Freundinnen einen Cupcake-Kurs besucht – eigentlich ein Geschenk für eine der Mädels, aber ich konnte auch davon profitieren, denn bald muss ich mich ja mit der Geburtstagskuchenproblematik auseinandersetzen. Es wurden unter anderem auch Cakepops gemacht, ich war aber hauptsächlich mit diesen leckeren Tiramisu-Cupcakes beschäftigt:

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Da wir die 10 Sorten nach dem Backen auch probiert haben, bin ich jetzt total voll und kann nix Süßes mehr sehen.

Dafür ist eine andere Stelle ganz leer:

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der Platz, auf dem meine Maus sonst sitzt… Wir wagen tatsächlich das Oma-Experiment. Ich hab schon etwas Bauchgrummeln deswegen, weiß aber, dass sie bei meiner Mama in besten Händen ist. Ich werde berichten…