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2 Jahre Schnecke

Zwei Jahre ist die Schnecke nun alt!

Die größten Fortschritte im Monat vor ihrem zweiten Geburtstag hat die Schnecke beim Sprechen gemacht. Sie spricht immer wieder in der ersten Person von sich statt in der dritten, sagt „Mein Stift!“ oder „Ich essen!“ Besonders süß ist ihr aktueller Standardspruch, den sie täglich bei allem anbringt, das ihr nicht gefällt: „Nein, heute nicht!“ 🙂

Außerdem konnten wir etwa ab der Monatsmitte das PRE-Pulver aus dem Abendfläschchen komplett weglassen. Wie auch damals bei der Maus habe ich die Pulvermenge gaaanz langsam (innerhalb von fast 5 Monaten) reduziert. Wir hatten es ja nicht eilig. Und als ich es in diesem Monat dann mal ohne versuchte, hat die Schnecke ihre ca. 220 ml Wasser im Abendfläschchen auch so getrunken. Nun wird unser nächstes Ziel sein, die Wassermenge ein wenig zu reduzieren, damit die Windel morgens nicht mehr zum Bersten voll ist, aber auch das hat Zeit…

Und dann ist da noch der Mittagsschlaf. Bzw. ist er nicht mehr, zumindest nicht, wenn die Schnecke zu Hause ist. Da schläft sie seit geraumer Zeit nur noch im Auto. In der Krippe kann sie gelegentlich noch dazu bewogen werden, zu schlafen (etwa 45 Minuten), aber nicht immer. Großer Vorteil, wenn der Mittagsschlaf ausfällt: Die Schnecke schläft abends innerhalb Minuten ein. Wenn nicht, dann dauert es schonmal 30 Minuten und es ist erst gegen 21 Uhr „Zapfenstreich“.

Die Schnecke ist 87 cm groß, wiegt 12,2 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm. Ein wenig kleiner (ca. 3 cm) als ihre große Schwester es mit zwei war. Sollte die „Zwei-Jahres-Regel“ meiner Mutter stimmen („Man wird etwa doppelt so groß, wie man es mit zwei Jahren ist“), wird die Schnecke etwa 174 cm groß werden. Mal sehen. 🙂

21 Monate Schnecke

Der 21. Lebensmonat der Schnecke liegt hinter uns und er brachte eine große Änderung mit sich: Die Schnecke hat sich nachts abgestillt! Nachdem wir letzten Monat mit den Pre-Fläschchen begonnen haben, wollte sie etwa einen Monat später auch die frühmorgendliche Stilleinheit nicht mehr haben. Seitdem trinkt sie zum Einschlafen etwa 200-220 ml Pre-Nahrung und irgendwann in der Nacht nochmal das gleiche.

Schon vor dem Abstillen, also etwa zur Monatsmitte, begann wiedermal eine sehr anstrengende Phase. Die Schnecke tut sich abends mit dem Einschlafen sehr schwer, braucht eine halbe Stunde, um zur Ruhe zu kommen. Dabei wuselt sie im Bett umher, redet vor sich hin und beschwert sich. Auch tagsüber ist sie oft schlecht gelaunt, weint sehr viel und fordert dauernd: „Mama Arm!“. Ich erinnere mich an diese Phrase der Maus als wäre es gestern gewesen, daher hoffe ich einfach mal darauf, dass es bald wieder besser wird…

Die Schnecke ist 21 Monate alt. Sie ist 85 cm groß, wiegt 11,8 kg und hat einen Kopfumfang von 48,5 cm.

20 Monate Schnecke

Ein weiterer „Sprachmonat“ liegt hinter uns. Die Schnecke plappert mittlerweile fast alles nach und sagt nun auch viele zusammengesetzte Worte, wie „Bade-wanne“ oder „Fuß-ball“. Dabei setzt sie zwischendrin immer ab, das klingt sehr nett. Sie sagt „Sackefon“ (Saxophon), wenn sie denkt, dass Mama ohne sie das Haus verlässt oder „Nein Sackefon“, wenn sie denkt, dass Mama daheim bleibt. Immer mehr Zwei- oder Dreiwortsätze sind dabei, wie z.B. „[Maus] komme!“ (die Maus kommt) oder „[Schnecke] kotze!“ (die Schnecke kocht – hahaha). Sie lobt auch gerne sich oder andere mit „Suppa!“ (super). Sehr nett finde ich auch „Futterbei“ (Fruchtbrei), „Taschenuli“ (Maultaschen, also quasi „Taschennudeln“ – hat sie selbst erfunden) und „Pakipa“ (Paprika).

Ein Wort, dass gegen Ende des Monats an Bedeutung hinzugewonnen hat, ist „Peck“ oder noch netter „Pecki“. Nachdem die Schnecke nämlich – ganz spontan und unverhofft – diesen Monat erfolgreich eine Nacht ohne mich bei Oma verbracht hat, habe ich beschlossen, mit dem nächtlichen Abstillen zu beginnen. Daher bekommt sie abends zum Einschlafen und ein Mal in der Nacht Pre-Nahrung statt der Brust. Danach verlangt sie noch eine Weile nach der Brust, schläft aber schnell ein. Am frühen Morgen stille ich sie aber noch ein Mal, das scheint sie sehr zu genießen.

Ansonsten arbeitet sie weiter an ihrer Selbstständigkeit, will vieles „leine“ (alleine) machen und hilft neuerdings voller Elan beim Auftragen des Abendessens von der Küche an den Tisch im Wohnzimmer.

Die Schnecke ist 20 Monate alt. Sie ist 83 cm groß, wiegt 11,3 kg und hat einen Kopfumfang von 48,5 cm.

16 Monate Schnecke

Der 16. Lebensmonat der Schnecke stand ganz im Zeichen des Sprechenlernens. Sie hat nun schon einen respektablen Wortschatz und kann uns dadurch immer öfter direkte Hinweise darauf geben, was sie möchte.

Sie sagt nun „Bam“ (Baum), „Ball“, „Latte“ (Lampe), „Li“ (Licht), ihren Namen und den Namen ihrer Lieblingsschwester (seit neustem mit -i am Ende), „Oma“ (bzw. seit neustem „Omi“), „Opo“ (Opa), „Lat“ (Latz), „sitzi“ (sitzen), „Hasi“ (Hase), „Necke“ (Schnecke), „Mil“ (Milch), „weine“ (weinen), „Conni“ (selbige aus der Bücherreihe), „Wein“ (Schwein), „Hem“ (Hemd), „Pulli“, „Hossi“ (Hose), und „Tatze“ (Tasche). Dazu noch andere Wörter, die sie einfach nachplappert, ich aber nicht aufgeschrieben habe, da sie sie nicht von sich aus verwendet. Nachdem sie letzten Monat an viele Wörter ein „a“ angehängt hat (Balla, Manna), favorisierte sie diesen Monat offensichtlich das „i“ :-). Sie sagt „Ei-ei“ und streichelt dabei sich selbst oder andere über die Backe. Ihre Küsse gibt sie nun mit einem lauten Schmatz – davor „schnüffelte“ sie einem immer „nur“ in die Backe. Beides sehr süß.

Zum ersten Mal hat sie es alleine geschafft, aufs Sofa zu klettern. Nun muss ich noch mehr aufpassen, denn sie kann zwar alleine rückwärts runter, vergisst aber manchmal, dass sie auf dem Sofa sitzt und setzt sich mit dem Po ganz nah an die Kante…

Dann gab es noch einen weiteren Backenzahn und wir haben das abendliche Fläschchen zum Einschlafen endgültig eingeführt. Wenn ich die Schnecke abends ins Bett bringe, ist anschließend aber leider immernoch Stillen angesagt. Über den Mittagsschlaf bzw. die Schwierigkeiten, sie dazu zu bringen, schreiben ich vielleicht nochmal einen extra Beitrag…

Ach ja – in diesem Monat ist die Schnecke zum ersten Mal Schlitten gefahren – mit ihrer Schwester zusammen, von Papa gezogen. Sie fand es richtig toll und war ganz sauer, als die Maus mit Papa alleine weitergezogen ist, um den Hang hinunter zu fahren.

Die Schnecke ist nun 79 cm groß, wiegt 10,4 kg und hat einen Kopfumfang von 47 cm.

Im nächsten Monat wünsche ich mir – wie immer – Schlaf, Schlaf, Schlaf, denn die Nächte sind derzeit grausam.

Hilfsangebot

Mittwochabend. Ich bin unterwegs zur Big Band Probe, mein Mann bringt die Kinder ins Bett. Wie immer wird vor dem Lichtausmachen die Schnecke kurz ins Bett der Maus gelegt, damit die beiden sich einen Gute-Nacht-Kuss geben können. Da verkündet die Maus:

„Komm her, kleines Schneckchen. Du darfst heute bei mir schlafen. Ich stille dich auch heute Nacht!“

Hihi. Sie wünscht sich so sehr, dass ihre kleine Schwester endlich bei ihr im Zimmer (bzw. aus ihrer Sicht am liebsten bei ihr im Bett) schläft. Und ich sage halt jedes Mal, dass das erst geht, wenn ich die Schnecke nachts nicht mehr stille…

Ich glaube jedenfalls, das nächste Aufklärungskapitel ist heute fällig… 😉

8 Monate Schnecke

Der letzte Monat stand ganz im Zeichen der Fortbewegung. Die Schnecke perfektionierte das Umherrollen so, dass sie gezielt alles erreichen kann. Sie wendet und windet sich so lange, bis sie am Objekt ihrer Begierde angekommen ist. Dabei dreht sie sich trotz rasender Geschwindigkeit so geschickt und kontrolliert, dass sie sich fast nie den Kopf am Boden stößt. Sie wuselt auch nicht nur auf dem Boden umher: Wickeln ist ein richtiger Kampf geworden, denn auch dabei will die Schnecke am liebsten auf dem Bauch liegen….

Essenstechnisch war der Anfang des Monats toll, denn die Schnecke aß auf einmal ohne Probleme, ohne Prusten und mit weit aufgesperrtem Schnäbelchen. Gegen Ende des Monats wurde es wieder schwieriger, aber immer noch um Längen besser als in den Vormonaten. Gestillt wird nur noch nachts, morgens und am Abend zum Einschlafen.

Mama ist nach wie vor sehr gefragt. Oft möchte die Schnecke nicht abgelegt werden, was mir immer wieder Rückenschmerzen beschert, denn 9 kg ist quasi ein Sprudel-Sixpack, den ich fast den ganzen Tag aufm Arm habe… Wenn sich jemand anbietet, mir die Schnecke abzunehmen, dann geht das meist nicht gut. Sofort wird eine Schnute gezogen und wenn sie dann nicht sofort zurück zu mir darf, wird geschrien was das Zeug hält. Auch auf Papas und Omas Arm ist sie nur zufrieden, wenn ich nicht in Sichtweite bin. Da die Schnecke derzeit aber vermutlich am Robben oder Krabbeln „laboriert“, ist dies auch verständlich. Genauso wie ihre meist recht unruhigen Nächte. Sie ist einfach etwas durch den Wind.

Was diesen Monat plötzlich weg war, ist ihre bis dahin stets herausguckende Zunge. Nun schnullt sie nicht mehr an der herausgestreckten Zunge (was sooo goldig aussah!), sondern hat oft die Finger im Mund. Vielleicht liegt es daran, dass ihre beiden Zähne unten ein bisschen gewachsen sind und jetzt dabei stören.

Die Schnecke ist 71 cm groß, wiegt 9,2 kg und hat einen Kopfumfang von 46 cm.

Für den nächsten Monat wünsche ich mir wieder bessere Nächte und gerne auch wieder mehr Möglichkeiten, die Schnecke abzulegen…

7 Monate Schnecke

Ein sehr unruhiger Monat liegt hinter uns. Dachte ich anfangs noch, die Schnecke sei möglicherweise aufgrund unserer Verhaltensweise beim zweiten Kind „pflegeleichter“ als die Maus, sind wir nun doch bei dem Status angekommen, dass ich sie keine Sekunde ablegen kann, ohne Geschrei zu ernten. Auch duschen ist mir mittlerweile kaum noch möglich wenn niemand da ist, da die Schnecke vom ersten Wassertropfen bis zum letzten Föhn-Hauch schreit wie am Spieß.

Schreien ist sowieso etwas, das sie perfektioniert hat. Wenn, dann richtig. Dann so, dass einem die Ohren abfallen. Gerne auch beim Autofahren, denn nichts hasst die Schnecke mehr als ihre Babyschale. Gott sei Dank haben wir für unseren diesjährigen Sommerurlaub nicht Italien gebucht…

Auch sonst ist die Schnecke derzeit sehr unzufrieden und weint viel. Ich vermute, dass sie gern vorwärts kommen würde, es aber nicht klappt. Sie kann es aber grad auch wenig üben, da sie wie gesagt so gut wie nicht abgelegt werden will. Immerhin schafft sie es nun, sich sowohl über die linke als auch über die rechte Körperseite gleich gut zu drehen. Sie greift kleine Dinge im Pinzettengriff und blättert dicke Seiten selbst um. Ist der Gurt der Babyschale nicht fest, zieht sie sofort in einem kleinen „Sit-up“ den Oberkörper nach vorne. Sie sitzt jetzt auch beim Essen mit uns am Tisch in ihrem Hochstuhl.

Essenstechnisch haben wir nun alle drei Breisorten eingeführt. Was nicht heißt, dass die Schnecke sie immer essen mag. Mindestens eine Mahlzeit isst sie nur zur Hälfte und verweigert sich dann, den Mund zu öffnen. Aber das ist ok, sie braucht wohl nicht so viel. Dazu kommt ja das Stillen morgens und in der Nacht. Gerade nachts kann ich gar nicht einschätzen, wie viel und wie oft sie trinkt. Aber da sie noch so gar kein Wasser trinken mag, trinkt sie glaube ich nachts ne ganze Menge.

Ja. Und dann wurde die Schnecke diesen Monat noch getauft. Es war ein tolles Fest und sie war an dem Tag mehr als lieb. ♡

Die Schnecke ist mittlerweile 70,5 cm groß, wiegt 8,5 kg und hat einen Kopfumfang von 45 cm.

Für den nächsten Monat wünsche ich mir sehr, dass wieder mehr Ruhe und Zufriedenheit hier einkehrt…

Schnecken-Zahn Nr. 2

Vor fast einer Woche bekam Zähnchen Nr. 1 einen kleinen Kumpanen: Der vordere Schneidezahn unten rechts.

Seitdem habe ich beim Stillen nur noch wenig zu lachen – die Schnecke beißt ständig zu. Weder laut werden noch „ignorieren“ (so gut das eben geht) hat bisher Abhilfe geschaffen, weil die Schnecke entweder im Halbschlaf zubeißt oder erst wenn sie von der Brust weg will nochmal „genüsslich“ die Kiefer aufeinander beißt… :-(((

Da ich dieses Beißen von der Maus so gar nicht kenne, wäre ich dankbar, wenn jemand vielleicht eine Idee hat, was ich da machen könnte… Auaaaa! Gerade hat sie es schon wieder getan. Der kleine Vampir.

Hier noch der aktualisierte Zahnkalender:
Zahnkalender2_Arial_12

6 Monate Schnecke

Ein halbes Jahr ist die Schnecke heute alt – wow! Und ihr sechster Lebensmonat hat einiges an Fortschritten gebracht – und dadurch natürlich auch recht unruhige Phasen.

Allem voran ihre motorische Entwicklung. Drehte sie sich im letzten Monat nur sporadisch, ist es nun zu ihrer Hauptbeschäftigung geworden. Kaum legt man sie ab – plopp – liegt sie auf dem Bauch. Auch das Zurückdrehen schafft sie ohne Probleme. Allerdings dreht sie sich immer über die linke Körperseite. Ist dort kein Platz zum Umdrehen, gibt es Geschrei.

Für Geschrei sorgten auch die beiden Zähne, die uns plötzlich „überraschten“. Überhaupt ist der Geräuschpegel der Schnecke ziemlich hoch – wir können irgendwie nur laute Babys machen… (Ich weiß noch, wie unangenehm mir die Lautstärke der Maus noch in der Krabbelgruppe war…)

Aber auch leise Töne kommen aus der Schnecke heraus. Und zwar sehr goldige Silben wie „Dadada!“ und „Uauaua!“. Phasenweise wurde Spucke geprustet wie wild. Und die kleine spitze Zunge guckt oft raus. Eigentlich fast immer. 🙂

Essenstechnisch ist der zweite Brei dazugekommen. Nach gut drei Wochen Milch-Getreide-Brei aus Pre-Nahrung bekommt die Schnecke nun abends Halbmilchbrei. Dass der ihr schmeckt wäre eine Lüge. Aber ehrlich gesagt finde ich ihn auch scheußlich. Mit der Pre-Milch war er schön süß, mit der wässrigen Milch – bah…

Ansonsten stille ich sie morgens gegen 7 und 9 Uhr. Zwischen 11:30 und 12 Uhr gibt es Mittagsbrei, dann wird sie ca. um 14 und 16 Uhr nochmal gestillt, um 19 Uhr gibt es Abendbrei und etwa 20:30 Uhr wird sie in den Schlaf gestillt und ins Beistellbett gelegt. Manchmal wacht sie gegen 23 Uhr nochmal auf, wenn ich ins Bett gehe, dann wird sie nochmal angedockt. Oft schläft die dann den Rest der Nacht in meinem Bett, weil ich beim Stillen einschlafe. Daher weiß ich auch nicht so recht, wie oft sie nachts trinkt.

Ach ja – und dann ist da noch die KiTa-Zusage, die wir für Mai 2016 bekommen haben. Hurra!

Die Schnecke ist 70 cm groß, wiegt 8,4 kg und hat einen Kopfumfang von 43,8 cm.

Jetzt mal im Ernst…

…liebe Kinderärzte. Wollt ihr mich veräppeln? Eben bei der U4 der 4-monatigen Schnecke. Ich werde gefragt, wie häufig ich die Schnecke stille. Alle zwei, drei Stunden? Waaas? Noch immer? Und wenn ich es immer auf drei Stunden ziehen würden – ginge das nicht? Ist ja schon ganz schön häufig…

Hallo? Geht’s noch? Wenn das nicht mein zweites Stillkind wäre, wäre ich sicher nicht so selbstsicher aufgetreten. Was dann? Hättet ihr mich dann dazu überredet, mit der Flasche zu füttern? Und überhaupt – hat mir jemand zugehört, dass mein Kind nachts 6-7 Stunden ohne Trinken schläft?

Jetzt mal im Ernst. Gibt es jemanden, der sein vollgestilltes Kind tagsüber seltener als alle drei Stunden stillt? Und das nachts aber trotzdem durchschläft? Ich kenne in unserem Umfeld niemanden. Und staune immer wieder über den Informationsmangel zum Thema Stillen von Leuten, die eigentlich „Profis“ sein sollten…

4 Monate Schnecke

Im vierten Lebensmonat hat die Schnecke große Fortschritte gemacht. Strampeln und Zappeln kann sie ja schon lange. Nun werden aber Arme und Beine gezielt eingesetzt, um die Figuren am Spielbogen zu stupsen, greifen, ziehen. Ein Spielzeug für längere Zeit in der Hand halten mag die Schnecke noch nicht, aber danach greifen liegt groß „im Trend“.

Das beste neue „Feature“ ist aber auf jeden Fall ihr lautes Lachen. Wenn man sie ein bisschen kitzelt oder Quatsch macht, gluckst sie laut vor sich hin, sehr goldig. Sowieso gibt es wenig was mich so dahinschmelzen lässt, wie ihr breites Grinsen morgens im Bett. 🙂 Aber auch das Weinen hat sich verändert – es kullern seit neustem Tränen, da muss man das kleine Häufchen einfach noch schneller trösten… 😉

Wenn man die Schnecke auf dem Arm hat, lässt sie sich so gut wie gar nicht mehr über die Schulter hängen. Am liebsten will sie immer nach vorne schauen. Ist einfach spannender.

Spannend war auch ihr erster Winterurlaub im Montafon. Sie hat die ca. 3,5-stündige Autofahrt mit einem Stillstopp super mitgemacht und auch im Urlaub war sie einfach zuckersüß. Sie hat dort mit in meinem Bett geschlafen, dadurch hatten wir auch keine Schwierigkeiten nachts. Tagsüber war sie überall im Bondolino mit dabei, hat dabei meist geschlafen. Für den Urlaub mussten wir auch biometrische Passbilder und einen Reisepass für sie anfertigen lassen – sehr süß. 🙂

Gestillt wird nach wie vor etwa alle 2 Stunden – nun geht es aber mit der Beikost los! Mal sehen, wie das der Schnecke so gefällt. Schlafen ist auch noch immer super – nachts wird die Schnecke manchmal seltener wach als ihre große Schwester…

Mittlerweile ist die Schnecke 66 cm groß, wiegt 7,1 kg und hat einen Kopfumfang von 42 cm. Mein Baby.

3 Monate Schnecke

Ein Vierteljahr ist die Schnecke heute alt! Die Wochen fliegen weiter so dahin und die Schnecke wächst und gedeiht „nebenbei“.

Während die Schnecke zu Beginn des Lebensmonats meist nur zappelnd dalag, hat sich dies im Laufe der Wochen sehr verändert.
Zur Monatsmitte stupste sie die Tiere am Spielbogen immer mal wieder mit den Füßen an. Seit ein paar Tagen übt sie das Greifen. Sie stupst mit der Hand das Spielzeug im Laufgitter an und bemüht sich sichtlich, es zu greifen. Wenn sie dies nicht gerade tut, stopft sie gerne Finger oder auch ganze Fäustchen in den Mund.

Diese ganzen neuen „Features“ – wie mein Mann sie nennt 🙂 – kamen natürlich nicht unbemerkt. Die Schnecke wollte zeitweise ständig getragen werden. Aber nicht „einfach so“ über der Schulter, sondern sitzend vor dem Körper, wie auf einem Thron. Unsere kleine Prinzessin.

Geräuschetechnisch hält sie sich zurück, wenn sie im Wohnzimmer liegt. Da macht die große Schwester ja auch genug Krach, dass sie nicht auch noch was sagen muss. Aber wenn man z.B. auf dem Wickeltisch mit ihr schäkert, dann „erzählt“ sie sehr ausgiebig mit A’s, O’s Gurgellauten und lautem Quietschen. Manchmal lacht sie sogar schon kurz laut auf, ich bin ganz begeistert ♡.

Mit dem Stillen läuft es nach wie vor super. Tagsüber will sie etwa alle zwei Stunden trinken, abends auch mal öfter. Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind oder viele Leute zugegen sind schläft sie durch das einlullende Geräusch auch mal länger und wacht dann halb verhungert auf. 😉 Nachts möchte sie meist zwei oder drei Mal trinken. Sie hat mich aber auch schon ab und an 8 Stunden schlafen lassen. Noch einen Monat, dann geht es mit der Beikost los, wenn die Schnecke mag. Wahnsinn.

Unser kleiner Sonnenschein. Ich freue mich so, dass wir uns für ein zweites Kind entschieden haben!

Die Schnecke ist heute 63 cm groß, wiegt 6,8 kg und hat einen Kopfumfang von 41 cm.

Rabenmutter

Morgen möchte ich nach rund einem halben Jahr Big Band-Pause gerne wieder in selbige einsteigen. Einen Lebensmonat später als damals bei der Maus – das hat sich wegen der Weihnachtspause so ergeben, aber ich hätte es diesmal auch nicht viel früher gewollt.

Das Problem: Die Schnecke hat verlernt, aus der Flasche zu trinken. War ja klar. Ich hatte es mit ihr vor dem Weihnachtsessen mit meinen Kollegen „geübt“, woraufhin meine 4-stündige Abwesenheit kein Problem war. Aber weil das Abpumpen und Fläschchen geben ja ein unschöner Aufwand sind, haben wir nicht weiter geübt. Was dazu führte, dass mein Ausflug auf den Weihnachtsmarkt mit Geschrei und Flasche verweigern quittiert wurde.

Nun hätte ich ja wieder mit der Schnecke trainieren können. Hab ich aber nicht. Aus Bequemlichkeit, Dummheit oder schlicht weil ich nicht dran gedacht habe vor lauter Weihnachtszeit. Und nun ist morgen Mittwoch, ich will zur Probe und bin gestern und heute mit zwei Fläschchen-Versuchen kläglich gescheitert. Klar, als Mutter selbst füttern geht nicht, bla bla. Aber mein Weihnachtsmarkt-Abend hat ja gezeigt, dass es auch andere nicht unbedingt schaffen, wenn ich weg bin.

Also mache ich morgen einen auf Rabenmutter und verlasse das Haus für über drei Stunden. Aus ausschließlich egoistischen Gründen und mit sehr, sehr schlechtem Gewissen. Wir werden sehen, wie es läuft und ob es ein einmaliger Versuch bleibt…

Stillen – so kann es funktionieren

Diesen Blog-Artikel verfasse ich für diejenigen, die ein Baby erwarten und sich vorab zum Thema Stillen informieren wollen und für diejenigen, die vielleicht verzweifelt sind, weil es mit dem Stillen nicht so recht klappt und vor lauter gegensätzlicher Tipps nicht mehr wissen, was sie tun sollen.

Ich will auf keinen Fall sagen, dass das was ich gleich schreibe der einzige Weg ist! Aber da ich beim ersten Kind selbst große Startschwierigkeiten mit dem Stillen hatte und nun beim zweiten nicht, ist es auf jeden der eine Weg, der für mich funktioniert hat.

Während der ersten Schwangerschaft habe ich mich natürlich informiert, wie das so funktioniert mit dem Stillen. Ich hatte ein Buch zu dem Thema, welches auch hübsch aufgemacht war und die Grundlagen gut vermittelte. Am Ende wusste ich auf jeden Fall, dass man das Kind am besten noch im Kreißsaal anlegen sollte, welche Stillpositionen es so gibt, wie die B.rustwarze im Mund des Kindes liegen sollte, wie man abgepumpte Milch mit einem Becher füttern kann. Die Basics der Theorie eben. Was ich aber nicht wusste war:

1) in welchem Umfang in den ersten Tagen gestillt werden muss, um die Milchbildung in Gang zu bringen

2) wie oft das Kind tags und nachts gestillt wird

3) wie lange eine Stillmahlzeit dauert.

Zunächst sollte man dazu vielleicht wissen, dass viele Neugeborene in der ersten Nacht nach ihrer Geburt ziemlich gut schlafen, weil sie erschöpft sind. Man freut sich als Mutter dann, nach all dem was man gehört hat so ein „ruhiges“ Baby zu haben und fällt dann spätestens in der zweiten Nacht aus allen Wolken, wenn es einem die Ohren wegschreit. Dann kommt man nämlich schnell zur Frage von Punkt 1):

Was also tun, wenn das Baby schreit? Die Frage ist ziemlich einfach beantwortet: an die B.rust anlegen! Und wenn es die ganze Nacht an die B.rust will? Und den ganzen Tag? Dann eben die ganze Nacht und den ganzen Tag anlegen! Bloß nicht vom Krankenhauspersonal irgendwelche X-Stunden-Abstand-zwischen-den-Stillmahlzeiten-Regeln aufzwängen lassen. Und auch „Stillproben“ sind in den ersten Tagen Quatsch und verunsichern einen bloß.

Bei mir war es bei der Maus so, dass mir eingeredet wurde, dass ich zufüttern müsse. Ich fragte, wie oft ich sie stillen solle, weil sie ununterbrochen weinte. Man sagte mir, nicht öfter als alle drei Stunden, weil sie sonst Bauchschmerzen bekäme. Natürlich schrie sie in den Stillpausen, so dass sie dann wieder Pre-Nahrung bekam, statt angelegt zu werden. Was dazu führte, dass die Milchbildung bei mir nur sehr schleppend anlief. Nach einigen Wochen hatte ich das Stillen dann „in den Griff bekommen“ und musste nicht mehr zufüttern. Ich rief mir immer wieder ins Gedächtnis, wie das Stillen in der Tierwelt so funktioniert, dass eine Affenmutter auch nicht auf die Uhr sieht und sagt: „Nein, jetzt nicht, du darfst nur alle drei Stunden an die B.rust!“

Daher nahm ich mir vor, die Schnecke von Anfang an „nach Bedarf“ zu Stillen. Sie wog übrigens – genau wie die Maus – bei der Geburt über 4 kg, war also ein großes, hungriges Baby. 😉
Die erste Nacht verschlief sie fast ohne Unterbrechung. Dann ging es los. Sie wollte rund um die Uhr an die B.rust. Und ich kam ihrem Bedürfnis nach, auch wenn ich schon nach kurzer Zeit ziemlich wunde B.rustwarzen hatte. Ich versuchte, mit Lanolinsalbe gegenzusteuern, aber diese half nur sehr wenig bei den großen wunden Stellen.
Im Krankenhaus ging man hierauf überhaupt nicht ein. Ich biss also die Zähne zusammen, hielt bei jedem Anlegen die Luft an, bis meine Hebamme mir dann daheim ein nahezu göttliches Mittel gab: Multimam-Kompressen. Eine davon durchschneiden und je eine Hälfte auf die B.rustwarzen legen. So reicht eine Konpresse für einen ganzen Tag. Schon am nächsten Tag sah alles wieder viel besser aus und kurz darauf konnte ich wieder schmerzfrei stillen.

Aber zurück zum Krankenhaus. Am dritten Tag hatte die Schnecke knapp 10  % ihres Geburtsgewichtes verloren. Wäre es mehr geworden, hätten wir wieder zufüttern müssen. Aber plötzlich hörte ich zum ersten Mal dieses glucksende Geräusch, wenn sie an der B.rust war – es kam endlich Milch! Da wusste ich, dass es aufwärts geht und so war es dann auch.

Kommen wir zu Frage 2). Wie oft wird gestillt, wenn die Milch eingeschossen ist? Dies ist sicher bei jeder Mutter-Kind-Kombination anders. Man sollte aber wissen, wie es im „schlimmsten Fall“ – und dieser ist gerade am Anfang nicht unwahrscheinlich – sein kann.

Die Schnecke z.B. wollte die ersten Wochen abends so ab spätestens 18 Uhr ununterbrochen angelegt werden. „Clusterfeeding“ nennt man das. Dafür gab sie nachts dann Ruhe und wollte nicht so oft tinken.
Die Maus dagegen durfte kein Clusterfeeding betreiben, weil ich es nicht kannte und mir keiner sagte, dass das normal ist. So quälten wir uns und das arme Kind wochenlang mit Herumtragen, Spieluhr, Föhngeräusch.

Aber auch wenn diese erste Phase abgehakt ist, kann Stillen ein Fulltime-Job sein. Denn meine Kinder z.B. woll(t)en tagsüber mindestens alle 2 Stunden trinken. Gemessen von Stillbeginn zu Stillbeginn. Die Maus hatte diesen Rhythmus monatelang auch nachts – wobei ich mir natürlich nicht sicher bin, ob es nicht vielleicht daran lag, dass sie nicht immer dann trinken durfte, wann sie wollte.

Von Stillbeginn zu Stillbeginn? Da fragt man sich natürlich: Wie lange dauert so etwas denn? Was ist noch normal? Da bin ich also bei Punkt 3) angelangt.

Auch hier kann man nur sagen: Jedes Kind tickt anders. Die Maus war auf jeden Fall ein Extrem. Denn wir brauchten pro Stillmahlzeit in den ersten Monaten rund 45 Minuten. Sue trank immer ausgiebig an beiden Seiten und wenn ich nicht wartete, bis sie von alleine losließ, war sie sehr bald wieder hungrig. Aber auch wenn sie in Ruhe getrunken hat, war sie 2 Stunden später wieder hungrig. Ich hatte also zwischendurch immer bloß rund eine Stunde „Verschnaufpause“. Von heute auf morgen trank sie irgendwann nur noch 5 Minuten lang und zwar nur eine Seite. Es ist also alles möglich.
Die Schnecke trinkt nun schon ziemlich von Anfang an nur 5-20 Minuten und auch nur nur eine Seite. Manchmal will sie eine Stunde später wieder „ran“, manchmal zwei oder drei Stunden später. Ich weiß es gar nicht so genau, denn während ich bei der Maus noch streng Buch geführt habe über die Zeiten, stille die Schnecke einfach, ohne mir Gedanken über den Zeitpunkt zu machen.

Ein Punkt, den ich mir auch erst „erarbeiten“ musste, war der Mut, zum Stillen nach Bedarf zu stehen. Denn viele Leute in meinem Umfeld – gerade die Generation unserer Eltern – kennen das nicht. Früher wurde ja schnell gesagt „die Milch reicht nicht“ oder „die Frau kann nicht stillen“. Nun z.B. im Wohnzimmer der Schwiegereltern zu sitzen und wenns blöd läuft jede Stunde das Kind anzulegen, erfordert schon Überzeugung vom eigenen Tun.

Diese Überzeugung habe ich jetzt beim zweiten Kind, denn ich habe ein Kind im Gegensatz zu den meisten Kommentierenden ein Jahr lang gestillt. Und wenn auch nur eine einzige Frau durch meinen Blogartikel bestärkt wird, ihrem Gefühl zu folgen und sich nicht durch die Kommentare von außen das Stillen erschweren zu lassen, dann habe ich das Ziel dieses Eintrags schon erreicht.

Edit:
Ich sehe gerade, dies war mein 500. Blogpost – wie passend, dass er so einen wichtigen Content enthält! 🙂

2 Monate Schnecke

Auch der zweite Lebensmonat der Schnecke ist an uns vorbeigerauscht. Ihre Hauptbeschäftigungen sind nach wie vor an der Brust trinken und schlafen, sie ist mittlerweile aber tagsüber recht viel wach und guckt sich alles an. Am liebsten das Mobile über dem Wickeltisch.

Seit Anfang des Monats lächelt sie uns an, wenn wir mit ihr sprechen, vor allem, wenn man einen spitzen Mund macht, das scheint ihr gut zu gefallen.

Gestillt wird nach wie vor nach Bedarf, tagsüber hat sich jedoch etwa ein zweite-Stunden-Abstand ergeben. Dafür sind die meisten Nächte super – oft darf ich 6 – 8 Stunden am Stück schlafen und manchmal ruft die Maus sogar vor der Schnecke… Nachmittags gibt es ebenfalls eine längere Schlafphase, so etwa zwei Stunden sind drin. Getrunken wird recht flott, 10 Minuten reichen der Schnecke oft zum satt werden – meist will sie auch nur eine Seite trinken. Wenn wir aber Zeit haben, genießt sie es (und ich auch!), an der Brust wegzudösen…

Sie „erzählt“ nun auch schon recht viel. Immer wieder sagt sie „heau!“ oder „agg!“, und auch sonst schaut sie einen mit großen Augen an und unterhält sich lautstark mit ihrem Gegenüber.

Motorisch ist die Schnecke recht fit im Vergleich zu ihrer Schwester. Sie kann ihren Kopf schon sehr gut halten wenn sie auf dem Bauch liegt. Und auch auf dem Arm muss man ihn nur noch ein bisschen stützen.
Tagsüber strampelt und fuchtelt die Schnecke wie wild, kein Wunder sind ihre Muskeln gut trainiert. 🙂

Bei all den Fortschritten ist klar, dass wir auch von dem einen oder anderen Schub heimgesucht wurden – mit ca. 6 und 8 Wochen. Letzterer hält uns immernoch auf Trab und sorgt gerne mal für abendliche Schreiphase…

Die Maße der Schnecke reiche ich nach – auf jeden Fall ist sie mittlerweile aus Größe 56 und 1er-Windeln herausgewachsen.
Edit: Sie ist 61 cm groß, wiegt 6,1 kg und hat einen Kopfumfang von 39,5 cm. Witzigerweise sind die Maße bis auf einen halben cm Kopfumfang (was auch als Messtoleranz gewertet werden kann :-)) identisch mit denen der Maus zum selben Zeitpunkt. Dabei hätte ich gedacht, dass sie etwas größer und leichter als die große Schwester ist. Aber von wegen! Gut, dass ich alles aufgeschrieben habe! 🙂

6-Wochen-Schub

Ich habe es wieder ausgepackt, unser Schübe-Buch „Oje, ich wachse!“. Für uns haben die Zeiträume der Schübe bei der Maus ziemlich gut gepasst, so dass es mir die Kraft gab, die fiesen Phasen zu überstehen, indem ich mir sagen konnte, dass das Verhalten der Maus am Alter liegt und nicht daran, dass ich etwas falsch mache. Um den Teil, was das Kind in dem Schub neues lernt, ging es mir nicht, das hat auch nur partiell gepasst. Nun sind wir also wieder am Anfang des Buches. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Aber ich habe diesmal den Vorteil, dass ich weiß, dass es vorbeigeht. Erinnert mich bitte daran, wenn ich es bei einem besonders doofen Schub vergessen sollte… 😉

Jedenfalls stecken wir seit ein paar Tagen in besagtem Schub. Die Schnecke ist ja grundsätzlich bisher sehr lieb und ruhig. Nun hat sie aber ab dem Nachmittag (ca. 16 Uhr) eine Schreiphase, die dann durch ein paar Schläfchen unterbrochen wird, aber spätestens ab 18 Uhr bis ca. 22 Uhr weitergeht. Sie schreit dann an der Brust, will aber trotzdem dran, wenn man sie wegnimmt. Sie windet sich und zappelt, ist völlig außer sich. Irgendwann gegen 22 Uhr schläft sie dann ein.

Und wenn ich Glück habe, kommt dann das beste: Ich stille nochmal gegen 23 Uhr und sie schläft immer wieder bis nach 4 Uhr. Luxus im Vergleich zur Anfangszeit mit der Maus. Ich will daher nicht klagen und ertrage einigermaßen tapfer den Schub.

1 Monat Schnecke

Wie nicht anders zu erwarten ist der erste Lebensmonat der Schnecke wie der Wind an uns vorbeigerauscht.

Sie ist ein sehr „unauffälliges“ Baby, was sicherlich auch daran liegt, dass ich sie nach Bedarf stille und sie so eigentlich nie weint bzw. nur wenn das Stillen gerade nicht geht (z.B. im Auto bis sie einschläft).

Da beim zweiten Kind ja vieles nebenbei läuft bzw. man gewisse Fortschritte des Kindes gar nicht mehr so bemerkt, weil man es ja schon kennt, versuche ich, mich zu zwingen, auf Veränderungen zu achten. Daher nun der Versuch, diese Fortschritte aufzuzählen:

Die Schnecke schläft nach wie vor den größten Teil des Tages. Im Laufgitter ablegen lässt sie sich allerdings selten, ohne gleich wieder aufzuwachen. Dies gelingt höchsten um die Mittagszeit oder am Abend ab 21 Uhr. Nachts schläft sie spätestens ab Mitternacht nicht mehr im Beistellbett, sondern in meinem Bett. Dadurch sind die Nächte sehr ruhig, da sie „andocken“ kann, wann sie will und wir dann weiterschlafen. Insgesamt trinkt sie von 22 bis 7 Uhr vielleicht 4-5 Mal, ich kann es gar nicht so genau sagen. Allerdings sind die ersten zwei Schlafphasen recht lange, so 3-4 Stunden, das ist doch recht erholsam für mich.

Da komme ich gleich zum nächsten Punkt: Das Clusterfeeding bzw. Dauerstillen hat sich in die frühen Abendstunden vorverlegt. Manchmal fällt es auch ganz aus – insgesamt geht es aber höchstens noch vielleicht zwei Stunden, das ist schon ein Fortschritt im Vergleich zum Anfang. Was leider etwas mehr geworden ist, ist das Spucken. Die Schnecke spuckt eigentlich ständig. Sobald man sie ablegt, ist 5 Minuten später alles vollgespuckt. Spucktuch, Strampler, wenn man Pech hat auch man selber.

Mittlerweile folgt sie Gegenständen, die man vor ihr bewegt gut mit den Augen. Ihre Muskeln waren von Anfang an schon ganz gut ausgeprägt, sie kann den Kopf in Bauchlage schon ganz gut hochhalten und wenn sie sich windet, braucht man beide Arme, um sie sicher festzuhalten.

Ihr Geräusche-Repertoir beschränkt sich auf „Ah!“ (wenn sie trinken will und man ihr Lippenschlecken nicht beachtet) und ein „Häääau“ wenn sie etwas „erzählt“. Dafür ist sie im Schlaf unsere Soundmachine. Sie ächzt und stöhnt, sie knarrt wie eine Tür, es ist unglaublich, welche Geräusche sie produzieren kann.

Nach dem heutigen Baden (was die Schnecke ohne Murren genießt) haben wir gewogen und gemessen: 4,7 kg, 60 cm und ein Kopfumfang von 38 cm. Ende nächster Woche steht die U3 an, mal sehen, welche Werte dort ermittelt werden.

2 Wochen Schnecke

Kaum zu fassen, die Schnecke ist schon zwei Wochen alt. Nach einer halben Woche im Krankenhaus und einer Woche Magen-Darm-und-Mastitis-Alarm in unserem Haus habe ich nun das Gefühl, dass es aufwärts geht. Ich hoffe, das bleibt auch so!

Der Schnecke ist das Drumherum glücklicherweise ziemlich egal. Sie ist bis jetzt ein sehr ruhiges und liebes Kind. Vielleicht auch, weil sie von meiner Still-Erfahrung durch die Maus profitiert: Sie darf immer an die Brust, wenn sie danach verlangt. Auch wenn das letzte Mal stillen vielleicht erst 15 Minuten her ist.

Ihr Schlafverhalten ist bis jetzt auch sehr angenehm. Sie geht mit uns gegen 22:30 Uhr ins Bett, wird dann nochmal gestillt und hat die letzten Nächte danach immer etwa 4 Stunden am Stück geschlafen, das empfinde ich als Luxus bei einem zwei Wochen alten Baby. Dann meldet sie sich etwas häufiger, da sie aber neben mir schläft, kann ich das im Halbschlaf erledigen, so dass ich gar nicht weiß, wie oft sie aufwacht. Auch vormittags schläft sie meist recht lang, drei bis vier Stunden dürfen es schon mal sein. Dafür möchte sie dann ab 17 Uhr am liebsten ständig an der Brust sein.

Mittlerweile habe ich mich doch sehr an mein kleines Baby gewöhnt und habe nicht mehr das Gefühl, dass alles unwirklich ist. Ich genieße es, wenn sie sich an mich schmiegt und könnte ihr stundenlang dabei zuschauen.

Motorisch ist sie viel fitter als es ihre große Schwester in dem Alter war. Wenn sie wach ist, schafft man es kaum, sie mit einem Arm zu tragen, weil sie sich so kraftvoll hin und her windet und biegt.

Ansonsten hat sie oft Schluckauf, was sehr lustig klingt, wie eine kleine Quietscheente. Sie schnieft und seufzt immer mal im Schlaf und manchmal macht sie ein Geräusch, das wie eine quietschende Tür klingt… 🙂

Ich freue mich, ihre Entwicklung beobachten zu können und bin sehr gespannt, was für ein kleiner Charakter da heranwächst.

Ein-Kind-Haushalt

Nach 5 Tagen Aufeinandersitzen im Haus ohne großen „Ausgang“, einem mit Magen-Darm immer kranker werdenden Mann und einer immer kratzbürstiger werdenden Maus (vielleicht wieder eine Trotzphase? Oder doch situationsbedingt? Wer weiß…) habe ich heute die Reißleine gezogen und meine Mutter gebeten, die Maus für ein oder zwei Tage zu nehmen. Für die Maus eine große Freude und für mich eine große Erleichterung.

Die letzten Nächte waren sehr unruhig – weniger wegen der Schnecke, mehr wegen der Maus, die x-Mal aufwachte und am Ende immer mit in unser Bett wollte. Was dann wiederum für mich in Stress ausartete, weil ich die Schnecke dann nicht in jeder beliebigen Stellung stillen konnte, denn die Maus „schlägt“ ja beim Schlafen ab und an aus bzw. kugelt herum. Außerdem kam ich unter Druck, die Schnecke ruhig zu halten, weil sonst die Maus nicht schlafen kann, usw.

Ich hoffe nun auf eine etwas entspanntere Nacht und dass ich etwas Kraft schöpfen kann, damit es bei der Rückkehr der Maus besser läuft.

Andersrum-Jackpot

Eigentlich wollte ich gestern schon einen weiteren Jammerbeitrag hier schreiben, denn Maus und Mann haben ne Magen-Darm-Grippe abbekommen und ich versuche nun, alles möglichst reibungslos über die Bühne zu bekommen und zwar ohne, dass ich mich anstecke – oder noch viel schlimmer die Schnecke was abkriegt. Sehr ätzend. Zumal die Maus dank Bauchschmerzen verständlicher Weise besonders anhänglich ist, ich ihr aber nicht zu nahe kommen will bzw. sollte…

Zum Glück fehlte mir gestern dann die Muse zum Bloggen, denn heute kann ich gleich noch einen weiteren Punkt in mein Gejammer aufnehmen: Als ich der Hebamme heute eine schmerzende, rote Stelle an der Brust zeigte, verordnete sie mir bis Sonntag „Hausarrest“ und Ruhe, weil dies eine beginnende Mastitis sei. Also erstmal Geburtstagsfeier der Tante morgen canceln und Baby-Besuch für Sonntag absagen. Außerdem bin ich nun den ganzen Tag mit Wärmekissen, Quark- und Retterspitzwickeln am Hantieren und frage mich, ob mich das wirklich entspannen lässt… Ich werde mal bis morgen sehen, wie es wird. Im Notfall muss die Maus vielleicht doch für ein oder zwei Nächte zur Oma, denn auch wenn sie eigentlich pflegeleicht ist, kann ich mich doch nicht hinlegen, sondern hole halt immer wieder was, sitze beim Stillen irgendwie „verbogen“ da, um vorlesen zu können usw.

Manchmal kommt halt alles zusammen.