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23 Monate Schnecke

Man merkt, dass wir langsam auf den zweiten Geburtstag der Schnecke zusteuern – so richtig viel habe ich nämlich nicht zu berichten…

Der 23. Monat brachte der Schnecke – wie schon erwartet – den dritten und vierten Eckzahn. Nun haben wir nur noch „eine Runde Backenzähne“, mit den wir uns in (naher?) Zukunft quälen müssen…

Die Schnecke ist seit einiger Zeit wieder zugänglicher, auch Papa oder die Großeltern dürfen sich mal mit ihr beschäftigen, ohne dass sie ausflippt, weil Mama den Raum verlässt. Der Entwicklungsschub scheint also vollzogen zu sein.

Sprachlich hat sie weiter zugelegt, man versteht wirklich viel von dem, was sie sagt. Für uns irgendwie normal, da die Maus ja auch so ein „Sprachtalent“ war, aber wenn ich Gleichaltrige höre, dann merke ich erst, dass sich die Schnecke doch auch schon sehr gut mitteilen kann.

Sehr süß sind mittlerweile auch die Interaktionen zwischen den beiden Schwestern. Zumindest wenn sie sich nicht gegenseitig anschreien, versuchen zu hauen oder sich gegenseitig Sachen wegnehmen. Dann wünscht die Schnecke sich ein Lied und die Maus singt für sie, wenn es sein muss auch 100 Mal, mit den lustigsten ausgedachten Strophen. 🙂

Ach ja – abends vor dem Einschlafen kommt seit neustem der „Sampa“, nicht mehr der „Manne“… 🙂

Die Schnecke ist 23 Monate alt. Sie ist 87 cm groß, wiegt 12,2 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm.

Übrigens bin ich endlich in die Pötte gekommen und habe die letzten 4 Monatsberichte der Schnecke getippt (zurückdatiert). Also nicht wundern, wo das alles herkommt…

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22 Monate Schnecke

Was für ein Monat! Die Schnecke war zum ersten Mal (bzw. zum ersten Mal außerhalb meines Bauches 🙂 ) in Italien am Meer. Leider ist die von uns erhoffte Begeisterung bzgl. des Meers ausgeblieben und der aktuelle Entwicklungsschub der Schnecke hat uns einen sehr anstrengenden Urlaub beschert. Kein Wort würde die Schnecke besser beschreiben, als „Klette“. Wo ich war, musste auch sie sein – auch im Bad oder auf der Toilette, keine Chance auf eine Verschnaufpause für Mama…

Was im Urlaub dagegen super funktioniert hat, war das nächtliche Schlafen. Nachdem wir daheim schon vor der Abfahrt in die Nachtflasche immer weniger Pre-Pulver gemischt hatten, kamen wir zum Urlaubsstart mit reinen Wasserfläschchen in der Nacht aus. Nach wenigen Tagen brauchte die Schnecke dann gar kein Nachtfläschchen mehr (nur noch das zum Einschlafen mit Pre-Nahrung) und schlief dann von 22:30 bis 8 Uhr durch. Aber dann, zurück zu Hause… ihr könnt es euch denken!

Leider hat der Urlaub uns auch einen „Rückfall“ mit der Verstopfung der Schnecke gebracht. Wir hatten es die letzten Monate super unter Kontrolle und das Medikament fast komplett abgesetzt. Nun fangen wir quasi von vorne an. Hm.

Ein Grund für das viele Quengeln in den letzten Wochen hat sich auch offenbart: Der 22. Monat brachte der Schnecke zwei Eckzähne. Die anderen beiden stehen auch schon in den Startlöchern.

Außerdem hat sie weiterhin fleißig sprechen geübt – sogar italienisch! Wenn sie zu den Angestellten „ciao“ oder „gratsche“ (grazie) sagte, schmolzen jedenfalls alle dahin… 🙂 Sie kann jetzt übrigens bis 9 zählen, das hat sie in einem der Kinderreime aufgeschnappt. Nach der 9 kommt bei ihr aber immer nochmal die 4. 🙂

Ach ja – was die Schnecke seit diesem Monat sehr gerne und erfolgreich macht, sind Holzpuzzles. Zu Beginn fiel es ihr noch schwer, die Teile an die richtigen Stellen zu setzen, aber mittlerweile ist sie ein kleiner Profi darin.

Die Schnecke ist nun 22 Monate alt. Sie ist 86 cm groß, wiegt 11,9 kg und hat einen Kopfumfang von 49 cm.

21 Monate Schnecke

Der 21. Lebensmonat der Schnecke liegt hinter uns und er brachte eine große Änderung mit sich: Die Schnecke hat sich nachts abgestillt! Nachdem wir letzten Monat mit den Pre-Fläschchen begonnen haben, wollte sie etwa einen Monat später auch die frühmorgendliche Stilleinheit nicht mehr haben. Seitdem trinkt sie zum Einschlafen etwa 200-220 ml Pre-Nahrung und irgendwann in der Nacht nochmal das gleiche.

Schon vor dem Abstillen, also etwa zur Monatsmitte, begann wiedermal eine sehr anstrengende Phase. Die Schnecke tut sich abends mit dem Einschlafen sehr schwer, braucht eine halbe Stunde, um zur Ruhe zu kommen. Dabei wuselt sie im Bett umher, redet vor sich hin und beschwert sich. Auch tagsüber ist sie oft schlecht gelaunt, weint sehr viel und fordert dauernd: „Mama Arm!“. Ich erinnere mich an diese Phrase der Maus als wäre es gestern gewesen, daher hoffe ich einfach mal darauf, dass es bald wieder besser wird…

Die Schnecke ist 21 Monate alt. Sie ist 85 cm groß, wiegt 11,8 kg und hat einen Kopfumfang von 48,5 cm.

75-Wochen-Schub

Ohne Zweifel: Er ist da. Pünktlich wie die Eieruhr – zu Beginn der 71. Lebenswoche – wurde die Maus „anders“. Davor war sie einfach nur zuckersüß und man vergaß beinahe, wie es ist, in einem fiesen Schub zu stecken. Zumal der 64-Wochen-Schub quasi spurlos und beinahe unbemerkt an uns vorbeiging (so unbemerkt, dass ich ihn nur kurz im ersten Artikel diese Jahres erwähnt habe und er keinen eigenen Blogartikel wert war…). Anders der 75-Wochen-Schub.

Alles begann im Skiurlaub letzte Woche. Wir fuhren mit einem recht ausgeglichenen Kind hin, so dass ich die Unruhe in den ersten paar Tagen dort für eine Folge der Umstellung hielt. Im Laufe der Zeit wurde mir aber bewusst, dass das Verhalten der Maus doch etwas außergewöhnlich war, denn sie wollte plötzlich nur noch bei mir sein, der Körperkontakt durfte am besten nicht abreißen und sie weinte bittere Tränen, wenn sie z.B. mit Papa im Haus unterwegs war und ihr einfiel, dass Mama nicht zugegen – weil am Duschen, auf der Toilette oder in der Küche – ist.

Hinzu kam noch extremes Fremdeln gegenüber Männern. Da unsere Ski-Gruppe aus je 4 Frauen und Männern besteht, stellte dies also ein nicht unerhebliches Problem dar. Vor allem einer der Kerle machte der Maus durch seine bloße Anwesenheit Angst. Sie schrie wie am Spieß, sobald sie ihn sah – egal, ob er sie ignorierte oder freundlich auf sie einredete – nichts half, außer die „Szene“ mit ihr zu verlassen.

Auch zu Hause ist sie immernoch sehr launisch. In einem Moment quietscht sie vor Freude, im nächsten verlangt sie verzweifelt nach dem „Nuller!“ und die Krokodilstränen kullern nur so aus den Äugelein. Und wenn ich nicht zugegen bin, wird schnell ein Drama aus der Sache, weil momentan nur Mama angesagt ist. Und auch Oma konnte die Sache nicht wenden. Obwohl die Maus morgens eine riesen Freude hatte, sie nach einer Woche endlich wieder zu sehen, weinte sie mittags doch bitterlich nach mir. Dabei saß ich nur ein Stockwerk tiefer im Büro.

Achso – das Thema Schlaf ist auch ein Drama. Nachts wird die Maus ständig wach und schreit, weint oder sagt irgendwelche Worte, z.B. ihren Namen. Ich bin völlig übernächtigt und frage mich, wie ich den Schlaf jemals wieder „aufholen“ soll…

Nun ja. So ist das halt mit den Schüben. Ich hoffe, wir sind schnell durch, denn es ist doch anstrengend, a) die einzige Person zu sein, mit der die Maus sich abgeben will und b) einem enttäuschten Papa immer wieder ermutigende Worte zuzusprechen, denn er gibt wirklich sein Bestes, aber die Maus will einfach nur zu Mama… *seufz*

Hallo 2013!

Was für ein Jahresabschluss, was für ein Jahresbeginn!
Nachdem die Maus sich die letzten Tage des Jahres 2012 leicht schubhaft verhalten hat und ständig Wutanfälle wegen Kleinigkeiten bekommen hat, bibberten wir am Silvesterabend schon, wie es werden würde. Immerhin hatten wir 6 Freunde zum Raclette und zum Feiern zu uns eingeladen. Und was soll ich sagen? Ab dem Moment, in dem der erste Besucher an der Tür klingelte war unsere Maus wie ausgewechselt. Sie strahlte alle an, spielte mit jedem, aß brav ihr Abendessen und sogar beim Raclette mit, ließ sich um 20:30 Uhr anstandslos ins Bett bringen, obwohl unten im Wohnzimmer alle doch recht laut vor sich hin feierten und wachte trotz enormem Raketenlärm erst um 0:30 Uhr wieder auf, um ihr Fläschchen einzufordern. Mein Mann und ich waren unendlich erleichtert und glücklich, so ein tolles Kind zu haben.

An Neujahr durfte die Maus dann zum Übernachtungsbesuch zur Oma und wir verbrachten einen spontanen Paartag im Thermalbad. Als wir abends heimkamen, beseitigten wir noch die letzten Reste der Feier und konnten heute richtig schön ausschlafen. Nach Monaten habe ich heute zum ersten Mal in meinen eigenen vier Wänden wieder Saxophon gespielt und eines der Treppenschutzgitter haben wir auch nochmal neu eingebaut, da mein Mann ein Verbreiterungselement gebastelt hatte. Dann Maus abholen und noch ein paar schöne Stunden zu dritt verbringen.

Klingt doch alles perfekt, oder? Nun denn, damit keiner neidisch wird: Ein kleines Einschlafproblem begleitet uns mit Unterbrechung seit etwa zwei Wochen. Die Maus will abends einfach nicht mehr um 20 Uhr einschlafen. Manchmal dauert es – wie heute – bis 21 Uhr, manchmal schreit sie sich auch in Rage, dass es noch später wird. Ich vermute, dass sie nicht müde genug ist, dabei schläft sie momenten mittags sogar nur noch 1,5 statt 2 Stunden. Mal sehen, vielleicht kündigt sich tatsächlich der nächste Schub an. Oder es wird wieder besser, wenn am Montag das „Lotterleben“ (wir haben ja gerade Urlaub…) ein Ende hat und sie jeden Morgen pünktlich um 7 Uhr vom Wecker meines Mannes mitgeweckt wird.

55-Wochen-Schub

Seit ein paar Tagen hatte ich diesen düsteren Verdacht, wir könnten uns wieder mitten in einem Schub befinden, wollte es aber nicht glauben, weil es mir vorkam, als wäre der letzte Schub erst wenige Tage her… Nachdem ich aber vorhin wieder 45 Minuten gebraucht habe, um die Maus zum Schlafen zu bringen und ich innerlich nur so gekocht habe vor Wut, warf ich doch einen Blick in mein „Schub-Buch“. Und was soll ich sagen? Er ist da, der 55-Wochen-Schub. Die Maus ist launisch, schreit immer wieder, wenn sie ihren Willen nicht bekommt, will ständig bei mir sein, ist mitunter sogar kuschelig und krabbelt auf mich drauf, wenn ich auf dem Boden liege. Dafür will sie manchmal nicht zu ihrem Papa auf den Arm und schreit, wenn ich sie bei ihm absetze. Und last but not least, ne eigentlich ist das das Schlimmste an fast jedem Schub: Sie schläft schlecht. Schlecht ein und schlecht durch bzw. wie immer gar nicht durch, dafür mit unzähligen Unterbrechungen. Ich weiß nicht, wie viele Monate oder Jahre ich das noch durchhalten muss und ich wünsche mir einfach nur, wieder mehr als drei Stunden am Stück schlafen zu dürfen. Und zwar bald.

46-Wochen-Schub

Na prima. Kaum war mal ne Zeit lang Ruhe im Karton, stecken wir nun mitten im nächsten Schub. Die Maus schreit, als gäbe es kein morgen. Sie will nicht alleine bleiben, sie will immer auf meinem Arm oder meinem Schoß sein, selbst wenn ich den Raum gar nicht verlasse. Muss ich sie dennoch mal absetzen, schreit sie sich die Seele aus dem Leib und dicke Tränen kullern. Gut, dass wir den Bondolino haben, darin ist ist plötzlich wieder zufrieden, obwohl sie in letzter Zeit so gar nicht mehr rein wollte.

Abends ist es noch schlimmer. Wir brauchen eine gefühlte Ewigkeit, bis sie schläft – im Bettchen liegend sowieso nicht und auf dem Arm auch nur schwer. Festhalten ist doof, kuscheln ist doof, aber alleine zum Schlafen hingelegt werden ist auch doof. Und so frage ich mich, wie viel Schmerz so ein Paar Ohren aushalten kann. Und das Ganze dann mehrmals bis mehrmals stündlich pro Nacht inklusive Stillen und Herumwuseln.

Bitte bitte lass uns die Ausnahme sein, bei der dieser Schub keine fünf Wochen anhält!

Noch drei Schübe umfasst „Oje, ich wachse!“. Noch drei Mal nachlesen, warum mein Kind so anstrengend ist. Und dann nie wieder ein anstrengendes Kind! Ja ok, ich höre schon auf mit den unrealistischen Träumereien… 😉

37-Wochen-Schub

Er ist da, ich bin mir sicher. Immer, wenn ich morgens nach dem Frühstück nicht Zähneputzen kann, ohne das die Maus die Bude zusammenschreit, sind wir mittendrin. Die „Oje, ich wachse-Kriterien“ erfüllen wir auch: Die Maus klebt an mir wie eine Klette, will nicht dass ich sie ablege, geschweige denn den Raum verlasse, hält sich mit einer unglaublichen Kraft an mir fest (kneift mich dabei auch mal so, dass ich nen blauen Fleck bekomm…), fremdelt stark (gestern erst wieder beim Onkel meines Mannes…), will ständig beschäftigt werden und duldet es nicht, wenn sie nicht der Mittelpunkt des Geschehens ist. Sie schläft abends nur ein, wenn man neben ihr liegt, wacht nachts öfter auf, manchmal weint sie so untröstlich, als hätte sie schlecht geträumt. Sie ist ungeduldig, wenn sie umgezogen werden muss, schreit dabei schnell und auch beim Wickeln windet sie sich so sehr, dass ich alle meine Kraft brauche, um fertig zu werden.

Kurzum: wir sind unserer Zeit ein wenig voraus und mitten im Schub. Drücken wir also die Daumen, dass wir ihn schnell überstanden haben.

Schub oder nicht Schub…

…das ist hier die Frage. Mein tolles Schub-Beratungs-Buch prophezeiht mir den nächsten Schub frühestens aber der 36. Woche. Nun ist die Maus 34 Wochen alt und laut Buch kann es sein, dass das Baby „im Vorgriff“ auf den bevorstehenden Sprung bereits schwieriger wird. Und schwieriger ist sie tatsächlich. Sieht man ja auch an meinen letzten Blogeinträgen, wenn ich es mir genau überlege… 😉

Gestern war die Maus abends ca. 3 Stunden alleine mit Papa. Wovon sie wohl eine Stunde lang geschrien hat und mein armer Mann sich kaum noch zu helfen wusste. Nicht mal Grießbrei essen wollte sie und erst als er auf die Idee kam, mit ihr draußen im Garten Pflanzen gucken zu gehen, beruhigte sie sich.

Auch bei mir ist sie gestern Mittag plötzlich total ausgeflippt, weil ich gekocht hab und sie nicht sofort beim ersten „Quak“ aus dem Kinderwagen in der Küche geholt hab (da hab ich sie momentan immer drin, wenn ich in der Küche bin und normalerweise ist sie ganz beschäftigt damit, an einer Tupperdose zu nagen…) Als ich sie dann auch noch zum essen ablegen wollte, war es um sie geschehen. Sie schrie sich wieder so sehr in Rage, dass dicke Tränen kullerten und ich Angst hatte, sie würde wieder aufhören zu atmen. Aber zum Glück konnten wir sie mit ein paar bunten Karten ablenken und alles war genau so schnell vorbei, wie es angefangen hatte. Seufz.

Was der Schub bringen wird, seh ich schon deutlich vor Augen: Die Maus versucht mehrmals täglich, in den Vierfüßlerstand zu kommen, was ihr seit gestern auch immer wieder kurz gelingt. Wer weiß, vielleicht müssen wir ja bald die Treppensicherungsgitter montieren…

26-Wochen-Schub die Zweite

Eigentlich dachte ich, wir hätten den 26-Wochen-Schub bereits überstanden, aber wir sind wohl immernoch mittendrin… Nachdem die Zeit seit unserem Kurzurlaub ziemlich zäh war (ich durfte das Zimmer nicht verlassen, eigentlich die Maus am besten gar nicht ablegen, an Einschlafen war nicht zu denken – weder tagsüber noch nachts und wenn dann nur auf dem Arm und mit vielen dicken Krokodilstränen), habe ich ja den zweiten Zahn verdächtigt. Gestern Abend stellte sich dann aber etwas anderes heraus: Die Maus lag mal wieder vor mir und beschwerte sich, dass ich sie nicht auf dem Arm hielt – und zwar nicht durch schreien sondern durch eine „Schnute“, die in ein „Mammmammmbabbabbawawaa“ überging. Seitdem hat sie Silbenketten aus „ma“, „ba“ und „wa“ in ihrem Wortschatz aufgenommen und übt diese auch kräftig. Und – oh Wunder – seit zwei Abend klappt das alleine einschlafen wieder. Ich hoffe so, dass es so bleibt, dann kann ich auch über die nächtlichen Quäk-Aktionen besser hinwegsehen.

Witzig war es deshalb heute in der Krabbelgruppe. Die Maus lag mit anderen Kindern auf der Spielematte und plötzlich wollte sie hoch, verzog das Gesicht und brabbelte weinerlich: „Mammma!“ Die Mütter guckten ganz entsetzt, dass ein sechs Monate altes Baby schon Mama sagt… War natürlich Zufall, dass sie genau diese Silben gewählt hat, aber nett fand ich’s trotzdem. 😉

26-Wochen-Schub

Nun bin ich mir relativ sicher, dass er es ist, der uns die letzten Tage bzw. Wochen immer wieder auf Trab gehalten hat. Die Maus ist nun ja in ihrer 26. Lebenswoche, aber schon seit etwa drei Wochen hab ich immer wieder dran gedacht, dass bestimmte ihrer Verhaltensweisen auf einen Schub hindeuten könnten. Heute hab ich nachgelesen, welche Merkmale der 26-Wochen-Schub hat:
– das Baby schläft schlechter – jappp!
– das Baby schläft unruhig, scheint Albträume zu haben – jappp!
– das Baby fremdelt – jappp!
– das Baby möchte ungeteilte Aufmerksamkeit der Mutter – jappp!
– das Baby will nicht abgelegt werden – jappp!
– das Baby will nicht an- bzw. umgezogen werden – jappp!
Das sind nur einige der in meinem tollen Büchlein aufgezählten Punkte, aber ich kann sie so gut wie alle bejahen, schon erstaunlich.

Und jetzt, wo ich lese, was dieser Schub für neue Fähigkeiten bringen kann, sehe ich auch, was die Maus in den letzten Wochen schon alles gelernt hat, das bemerkt man ja kaum. Sie kann z.B. ihre Socken ausziehen, selbst entscheiden, womit sie spielen will, wirft Dinge runter, damit ich sie aufhebe, guckt ganz verdutzt, wenn ich komische Sachen mache, versteht kurze Befehle wie „Nein! Lass das!“ (jaaa, das haben wir erst die Tage beim Breiessen geübt, weil sie immer mit Brei im Mund losprusten wollte…), sie kratzt an allen möglichen Gegenständen, sie packt Gegenstände mit Daumen und Zeigefinger, interessiert sich besonders für Etiketten (diese angenähten Dinger, auf denen die Marke oder die Waschanleitung steht), sie zappelt wenn sie auf dem Bauch liegt und nicht zuletzt kann sie sich vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück drehen. Wow. Ich finde, das reicht erstmal – jetzt könnte mal wieder eine schubfreie Zeit kommen, in der ich auch mal für fünf Minuten auf die Toilette gehen darf, ohne dass eine Schreiorgie losbricht… 😉

Level completed

Kurz vor dem nervlichen „Game over“ scheint der 19-Wochen-Schub nach fast vier harten Wochen abgehakt zu sein. Unsere Maus ist von heute auf morgen wieder viel ausgeglichener, weint nicht mehr so viel und vor allem will sie nachts wieder nur zwei Mal trinken statt alle zwei Stunden! Hurra – es lebe der Schlaf! Da heute die zweite erholsame Nacht war, hoffe ich, dass es auch so bleibt und ich mich nicht zu früh freue.

Mittags sind wir nun bei ca. 130 Gramm Karotten-Kartoffel-Brei und ein paar Milliliter Wasser – aus einem Schnapsglas! Alle Versuche, der Kleinen Wasser oder Tee aus dem Fläschchen schmackhaft zu machen, sind ja gescheitert. Sie hat eben erwartet, dass aus dem Fläschchen, aus dem sonst immer Milch rauskommt auch mittags Milch fließt. Der Überraschungseffekt war dann immer deutlich an ihrem Gesicht abzulesen und kurz darauf folgte immer heftiger Protest. Bis ich gestern die Idee mit dem Schnapsglas hatte und es funktioniert super. Ist ja ein bisschen wie diese Trinkbecher für abgepumpte Muttermilch… 😉

Ein weiterer positiver Effekt – entweder der Breimenge oder des überstandenen Schubs – ist ihr längerer Mittagsschlaf. Gestern hat sie nach dem Brei zwei Stunden geschlafen und heute schläft sie auch schon eineinhalb Stunden. Dadurch kann ich zwischendurch ein paar Hausarbeiten erledigen, das kommt mir wirklich sehr gelegen, denn so richtig alleine beschäftigen mag sich die Maus immer noch nicht.

Mein Friseurbesuch war ein voller Erfolg, zumindest aus psychologischer Sicht. Endlich mal ein bisschen entspannen, tratschen, in Ruhe Kaffee trinken, ohne in „Hab-Acht-Stellung“ zu sein, ob das Kind gleich losweint. Ich freu mich schon auf den nächsten Termin, da gibts dann wie gesagt wieder Strähnchen.

19-Wochen-Schub

Nein, es ist kein Rechenfehler – der Schub, der um die 19. Woche herum zu erwarten ist, kündigt sich an. Mein „Schub-Lebensberater“ (zu Erinnerung: Das Buch „Oje, ich wachse!“) besagt, dass das Kind bereits um die 15. Woche herum mit dem Schub loslegen kann, was unsere Maus auch tut. Ich kann fast alle Kriterien, an denen man den Schub erkennt, mit „Ja“ beantworten: Sie isst schlechter, ist launisch, kreischt richtig wenn sie schreit, will nicht, dass Mama das Zimmer verlässt, fordert ungeteilte Aufmerksamkeit und – was mich am meisten ermüdet: Sie schläft nachts nicht mehr so gut, sondern will alle 1-2 Stunden an die Brust. Wir haben also einen riesen Rückschritt gemacht, quasi bis zu ihren ersten Lebenswochen. Nur wickeln muss ich sie nachts nicht, ansonsten ist es ähnlich anstrengend. Der Schub kann laut Buch bis zu fünf Wochen anhalten. Na prima. Ich hoffe aber, dass wir schon die Hälfte hinter uns haben, denn ihr Schlafverhalten verschlechtert sich schon seit geraumer Zeit.

Jedenfalls übt sie fleißig neue Fähigkeiten, das Hin- und Herrollen, Greifen mit beiden Händen gleichzeitig, auch ohne dass man ihr den Gegenstand in die Hand gibt und das Köpfchen in Bauchlage hochhalten. Gestern hat sie mich damit überrascht, wie gut sie es schon kann.

Auf dass wir es bald geschafft haben!

12-Wochen-Schub

Seit Beginn ihrer 11. Lebenswoche hat sich bei der Maus wieder etwas grundlegend verändert. Es begann damit, dass sie immer wieder weinte, wenn ich sie nach dem Wickeln an die Brust anlegen wollte. Zunächst hatte ich das Gefühl, es sei nur bei der linken Brust in der „Wiege-Position“ so und hatte schon Angst, ich hätte die Seite für sie unattraktiv gemacht, weil ich sie ab und an mit dem Schnuller im Mund an die linke Brust „pseudo-angelegt“ habe, um sie zu beruhigen. Im Laufe der Tage wurde mir aber klar, dass es einen anderen Hintergrund hat: Die Maus will nicht mehr so lange trinken! Sie geht nun lediglich 5 bis 15 Minuten an eine Brust und will danach nicht mehr weitertrinken, auch wenn ich sie dazwischen wickle nicht. Da ihre Windeln aber nach wie vor gut gefüllt sind, gehe ich davon aus, dass alles seine Richtigkeit hat. Auch in meinem aktuellen Lebensratgeberbuch „Oje, ich wachse!“ steht drin, dass das Kind ab dem 12-Wochen-Schub weniger Hunger zu haben scheint, also bin ich beruhigt. Die Quengelphase ist nun bereits größtenteils wieder überstanden, die Kleine ist tagsüber besonders friedlich, brabbelt viel vor sich hin und lacht sich krumm, wenn man für sie pfeift. Nur abends ist es noch etwas problematisch, da will sie öfter an die Brust als vorher, etwa ein Mal pro Stunde, aber glücklicherweise ist ihr Nachtrhythmus beim Alten geblieben – zwei Mal wacht sie auf und hat Hunger, allerdings trinkt sie auch hier nur eine Seite.

Die Tage soll es ja so kalt werden, ich hoffe, dass wir trotzdem noch zum Spazieren raus können, das würde uns sonst fehlen.

Sonntag Mittag hat eine gute Freundin ihr Töchterchen zur Welt gebracht – eine riesen Überraschung, nachdem sie am Abend zuvor noch bei uns zu Besuch auf der Geburtstagsfeier meines Mannes war. Ihr Baby wiegt 3100 g und ist 51 cm groß – als ich es auf den Arm nahm, kam es mir soooo winzig vor und wie ein kleines Fliegengewicht! Immerhin hat unsere Maus mittlerweile mehr als das Doppelte an Gewicht drauf, mal ganz abgesehen davon, dass sie selbst bei der Geburt 1,5-Mal soviel gewogen hat 😉 Ich freue mich so für meine Freundin, sie hat sich schon so lange ein Kind gewünscht.

Schleichwerbung

An dieser Stelle möchte ich mal Werbung für ein paar Produkte machen – leider ohne Gage, aber aus purer Überzeugung 😉 Und zwar sind wir den doofen Pilz endlich los! Nach mehreren Tuben Infectosoor Zinksalbe und einer Tube Infectosoor Mundgel (das übrigens ne riesen Sauerei war, weil die Maus ständig die Hände im Mund hat und im Endeffekt alles geklebt hat), war er endlich weg. Nach Absetzten der Salbe wurde der Po jedoch ziemlich schnell wieder rot und pustelig – ich hatte Angst, dass es doch wieder Soor ist. In meiner Verzweiflung fand ich in der Wickelkommode eine Probepackung babylove Wundschutzcreme (von dm), die ebenfalls Zink enthält. Und was soll ich sagen: Der Po sieht seitdem besser aus als je zuvor!

Ein weiteres Produkt, das ich hier löblich erwähnen will, ist unser Babyphone. Oder nennen wie es das Baby-Spionage-Gerät. Und zwar haben wir das Philipps AVENT SCD600 mit Kamera, was in unserem mehrstöckigen Haushalt ein großer Vorteil ist. Man kann das Baby damit auch im Dunkeln beobachten und wenn es anfängt zu „knötern“, kann man per Knopfdruck am Empfangsteil Lieder abspielen lassen. Manchmal hilft es sogar und zögert das endgültige Schreien etwas heraus, so dass ich mich z.B. nach dem Duschen auch noch abtrocknen kann, bevor ich wieder zur Maus hinrenne… 😉

Jedenfalls dachte ich gestern, der Schub sei durch – wurde heute aber wieder vom Gegenteil überzeugt. Deswegen mache ich mich nun auf zu einem ausgedehnten Spaziergang, damit wenigstens für ne Stunde Ruhe herrscht, mir klingeln nämlich schon die Ohren.

Beim nächsten Mal gibts Fotos meiner tollen handwerklichen Tätigkeiten der letzten Tage – seid gespannt! 🙂

Bauernhof

Früher habe ich öfter mal Mitleid gehabt, wenn im Fernsehen ein Bericht über Bauern kam: Kein Wochenende, kein Feiertag, kein Urlaub. Wie kann man so etwas aushalten? Tja – nun hab ich meinen eigenen kleinen Bauernhof. Die Maus will wie es so schön heißt „24-7“, also rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, versorgt werden. Vor allem durch das Stillen, das mich ja beinahe unabkömmlich macht, ist es wirklich das Härteste, was ich je gemacht habe. Ich kann nicht sagen: „Och, heute hab ich mal keine Lust, ich gönn mir ne Pause.“ Und das zu wissen macht mich fast verrückt.

Freitag hatte ich zum ersten Mal Rückbildungsgymnastik. Meine Mutter kam, um auf die Maus aufzupassen. Wir hatten abgesprochen, dass sie ihr zwischendurch ein Fläschchen geben muss, weil ich insgesamt etwa zwei Stunden weg war. So weit so gut. Die Gymnastik war ganz nett und als ich heimkam rechnete ich mit einer freudenstrahlenden Oma, die glücklich ist, mit ihrem Enkelkind alleine sein zu dürfen. Nun ja – mir bot sich leider ein etwas anderes Bild. Die Maus hatte nämlich verlernt, aus der Medela Calma-Flasche zu trinken, weil ich sie nun schon ne ganze Weile nicht mehr zufüttern muss. So war meine Mutter eine halbe Ewigkeit damit beschäftigt, die arme hungrige Maus zu füttern. Diese verweigerte das Fläschchen, weil sie dachte, es sei ein Schnuller (bei der Medela Calma tropft keine Milch raus, das Baby muss dran saugen wie an der Brust…) und schrie sich die Seele aus dem Leib, bis sie völlig erschöpft einschlief. Erst nachdem sie wieder aufwachte und der Hunger schier unerträglich war, kapierte sie, dass es sich um das rettende Fläschchen handelte… Entsprechend anstregend war der Abend für meine Mutter und mein schlechtes Gewissen plagt mich immernoch – wie konnte ich nur davon ausgehen, dass die Maus das Trinken aus dem Fläschchen noch beherrscht? Im Regal stehen auf vier Avent-Fläschchen, mit denen wäre das alles wohl problemlos abgelaufen…

Nun weiß ich nicht, was ich tun soll. Mittwoch sollte mein großes „Comeback“ in der Big Band sein. Ich hatte mich so darauf gefreut, einen Abend in der Woche hier raus zu kommen. Aber da wäre ich über drei Stunden weg, wenn’s dann nicht rund läuft – will ich gar nicht dran denken, das kann ich meiner Mutter nicht zumuten. Zumal die Maus gerade v.a. abends ziemlich unausstehlich ist, vielleicht ist der Schub auch noch nicht „durch“. Jedenfalls schreit sie momentan sehr viel und will am liebsten ständig durch die Gegend getragen werden. Ich hoffe, es wird bald wieder besser, denn meine Nerven sind ziemlich am Ende.

8-Wochen-Schub

Ich habe den Verdacht, dass die Maus ihren nächsten Schub hat. Seit ein paar Tagen ist sie wieder wesentlich unruhiger, weint mehr und schreit vor allem abends meine Brust beim Trinken an. Ganz verzweifelt, will dann aber doch weitertrinken. Und das, obwohl wir seit ein paar Tagen ohne die Zusatzfläschchen auskommen.Denke also nicht, dass es ne Saugverwirrung ist.
Außerdem wird das Gezappel immer heftiger, die kleinen Beinchen werden so ruckartig angezogen, dass die Maus fast zur Seite fällt. Da übt wohl jemand die Rolle auf den Bauch…

Ich bin gerade wieder mit Stricken beschäftigt: Babyschühchen für den Nachwuchs einer Freundin.Sie hat Ende Januar ET und ich bin schon ganz aufgeregt. Ein Jammer, dass wir fast ne Autostunde auseinander wohnen, sonst könnte man sich mit den Babys öfter treffen. Aber so ist das halt – während der Schulzeit wohnt man einen Katzensprung von den Freunden weg und dann treibt es die Leute in alle Himmelsrichtungen davon…